"Ella Schön: Die nackte Wahrheit". Fotocredit: ZDF/Marc Vorwerk.
"Ella Schön: Die nackte Wahrheit". Fotocredit: ZDF/Marc Vorwerk.

Ella Schön

"Herzkino" mit Annette Frier und Julia Richter

Kaum an der Ostsee angekommen, ist Ella Schön (Annette Frier) plötzlich mittendrin im chaotischen Familienleben von Christina (Julia Richter) und ihren Kindern. Das ungewohnte Leben auf der Insel stellt Ella als Asperger-Autistin vor neue Herausforderungen.

  • ZDF, Sonntag, 31. März 2019, 20.15 Uhr, und Sonntag, 7. April 2019, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 30. März 2019, 10.00 Uhr

Texte

"Ella Schön: Die nackte Wahrheit" – Stab, Besetzung, Inhalt

Stab 

Buch            Simon X. Rost
Regie    Christiane Balthasar
Schnitt Andreas Althoff
Kamera Eeva Fleig
Musik            Maurus Ronner
Szenenbild        Adrienne Zeidler
Produktion         Dreamtool Entertainment GmbH
Produzenten     Stefan Raiser, Felix Zackor
Redaktion         Corinna Marx
Länge           

ca. 89 Minuten

 

 

Besetzung

Ella Schön       Annette Frier
Christina Kieper   Julia Richter
Hans Kollkamp    Rainer Reiners
Jannis Zagorakis    Josef Heynert
Ben Kieper     Maximilian Ehrenreich
Klara Kieper    Zora Müller
Holger Packebusch    Hilmar Eichhorn
Maik Packebusch       Stefan Rudolf
Kurt Packebusch    Christoph Letkowski
Ulla Lüttjens   Tanja Schleiff 
Henni       Gisa Flake
Lukas Lüttjens    Siegfried Terpoorten
Mitarbeiterin Campingplatz   Andrea Brose
Arzt Dr. Bierstädt    Ulrich Milde
Richter Heusinger      Stephan Baumecker
Anwalt Bocholt       Harald Burmeister
und andere

 

 

Inhalt

Bei Klaras Einschulungsfeier bekommt Ella einen neuen Fall serviert: Holger Packebusch, der Besitzer des ortsansässigen FKK-Campingplatzes, scheint verwirrt zu sein und läuft splitternackt durchs Dorf. Am nächsten Morgen taucht er in Kollkamps Kanzlei auf und berichtet stockend von seiner Demenz–Diagnose.

Wegen seines unbekleideten Spaziergangs wurde Packebusch beim Gericht angeschwärzt. Jetzt besteht die Gefahr, dass er einen Betreuer vor die Nase gesetzt bekommt. Doch nicht nur das drohende Betreuungsverfahren macht Packebusch zu schaffen. Denn nun drängt sich auch die Frage auf, wer in Zukunft an seiner Stelle den Campingplatz leiten soll.

Bei einem Besuch auf dem FKK-Campingplatzes lernt Ella Packebuschs Sohn kennen. Allerdings scheinen die beiden Männer kein enges Verhältnis zu haben. Als dann aber plötzlich auch noch der verschollene zweite Sohn aus Amerika vor der Tür steht, überschlagen sich für Ella die Ereignisse, und ihr Fall nimmt eine unvorhergesehene Wendung.

Christina streckt derweil ihre Fühler aus. Ständig hin- und hergerissen zwischen ihrem Café und ihrem Zuhause, traut sie sich dennoch ein wenig durchzuatmen. Sie fängt eine zarte Liaison mit einem Urlauber an. Ella bemerkt die Veränderung an Christina und steht deren Schmetterlingen im Bauch gewohnt nüchtern und problemorientiert gegenüber. Doch auch sie unternimmt einen Dating-Versuch: Jannis und sie treffen sich ganz klassisch zu einem Candle-Light Dinner – was natürlich schief geht.

"Ella Schön: Sturmgeschwister" – Stab, Besetzung, Inhalt

Stab 

Buch            Elke Rössler
Regie    Christiane Balthasar   
Schnitt Andreas Althoff   
Kamera Eeva Fleig
Musik            Maurus Ronner   
Szenenbild        Adrienne Zeidler
Produktion         Dreamtool Entertainment GmbH
KostümeAnne Jendritzko   
Produzenten     Stefan Raiser, Felix Zackor
Redaktion         Corinna Marx
Länge           

ca. 89 Minuten

 

 

Besetzung

Ella Schön       Annette Frier
Christina Kieper   Julia Richter
Hans Kollkamp    Rainer Reiners
Jannis Zagorakis    Josef Heynert
Ben Kieper     Maximilian Ehrenreich
Klara Kieper    Zora Müller
Ina Rothe       Ursula Renneke
Paul Rothe    Nico Rogner
Jana Rothe    Zsa Zsa Hansen
Nelly Rothe    Anais Cherif
Ulla Lüttjens   Tanja Schleiff 
Henni       Gisa Flake
Lukas Lüttjens    Siegfried Terpoorten
Sekretärin Dietz    Annett Kruschke   
Mutter     Franziska Lessing
Markus vom Ordnungsamt    Alexander Gaida
und andere

 

 

Inhalt

Ella bekommt ungewöhnliche Kundschaft: Sie soll zwei pubertierende Schwestern gegen ihre Eltern vertreten. Die beiden Mädchen fühlen sich nicht genug geliebt und wollen von zuhause weg. Also ziehen sie kurzerhand  in Christinas Baumhaus ein, Ravioli aus der Dose inklusive. Da Christina die Eltern, Besitzer einer Fischbrötchenbude am Hafen, kennt, versucht sie, zu vermitteln. Leider erfolglos. Am Ende ist es Ella, die hinter ein berührendes Familiengeheimnis kommt.

Unterdessen holt die  Vergangenheit die beiden Freundinnen Ella und Christina erneut ein – in Gestalt von alten Briefen des inzwischen verstorbenen Thomas. Der sehr unterschiedliche Umgang mit der aufwühlenden Post treibt erneut einen Keil zwischen die beiden Frauen.

Nach den missglückten Dates mit Jannis läuft die Beziehung mit Ella auf Sparflamme. Das ändert sich schlagartig, als eine alte Schulfreundin von Jannis auftaucht, die sich gehörig an ihn ranschmeißt.

"Ella ist eine Frau auf der Suche nach Glück, wie alle anderen auch" – Interview mit Annette Frier

Nach dem Erfolg der ersten beiden Filme der "Herzkino"-Reihe "Ella Schön" – worauf dürfen sich die Zuschauer in den neuen Filmen freuen?

Mit der Erfahrung der ersten beiden Filme konnten wir jetzt noch etwas pointierter und sicherer erzählen, glaube ich. Natürlich kenne ich Ella jetzt auch wesentlich besser, da sie ja bereits "lebt" und ich also nicht mehr grundsätzlich auf Figurensuche gehen musste, sondern eher am Feinschliff und an Details arbeiten durfte.

Die Geschichten und der Cast sind auch diesmal sehr besonders – ich bin happy mit beiden Filmen. Über die legendären Fischländer Sonnenuntergänge in diesem Wahnsinns-Sommer rede ich hier natürlich gar nicht erst.

Wie war es für Sie, wieder in Ellas sehr eigene Welt einzutauchen?

Es war ein sehr schönes Wiedersehen. Nach ein paar Tagen war ich wieder mitten drin in der sonderbaren Ella-Welt: Ich habe das Tempo der Figur noch ein wenig angezogen, was der Sache gut tut, bei mir als Schauspielerin aber teilweise leichten Schwindel ausgelöst hat – ein großer Spaß!

Verlangt Ihnen die Figur in Ihrem Spiel mehr ab als andere Rollen? Gelingt es Ihnen, Ella nach einem Drehtag sofort abzulegen und wieder ganz normal zu gehen und zu sprechen?

Die Recherche war sehr aufwendig und natürlich unglaublich vielfältig. Wenn sich die Figur dann erstmal in den Körper geschossen hat, ist das Spiel selbst eigentlich gar nicht so unterschiedlich zu anderen Rollen. Die Synapsen im Gehirn werden halt nur vollkommen anders verknüpft, falls man das so nennen kann. Ansonsten ist Ella eine Frau auf der Suche nach Glück, wie alle anderen auch.

Und ja, Ella abzulegen dauert ein bisschen. Hier und da saß ich abends mit der Familie kerzengerade mir strenger Miene am Tisch. Das wurde dann entsprechend kommentiert – dann schmeiß ich selbstredend Ella sofort raus und hol Annette wieder rein.

Hatten Sie vor oder während der Dreharbeiten zu den neuen Filmen wieder Kontakt zu Menschen mit dem Asperger-Syndrom?

Ja, wir haben einen Fachberater für unsere Dreharbeiten, Dr. Peter Schmidt. Er selbst hat das Asperger-Syndrom und hat mir viele wertvolle Tipps und Impulse für die Figur gegeben.

Viele Menschen mit der Diagnose Asperger, schweigen darüber. Aktuell ist die junge Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg im Fokus der Medien. Sie hat ihre Diagnose öffentlich gemacht. Wie wichtig ist es, die Menschen für das Thema zu sensibilisieren und darauf aufmerksam zu machen? Sind fiktional erzählte Filme wie "Ella Schön" dabei hilfreich?

Ich bin ein großer Fan von Greta Thunberg. In ihrem Instagram-Account steht als Überschrift "Umweltaktivistin und Asperger".

Natürlich ist es schön, wenn wir auch mit unseren Filmen einen kleinen Beitrag zur Bekanntmachung des Syndroms leisten können. Das macht die Kommunikation viel einfacher und hilft vielleicht auch hier und dort, eine Diagnose erst festzustellen. Dass wir in diesem Zusammenhang auch manchmal auf Menschen stoßen, die das Thema lieber dokumentarisch dargestellt wissen wollen, ist logisch und nachvollziehbar, aber nicht unser Anliegen.

In den Filmen ist die Liebe ein großes Thema. Warum klappt es nicht so recht mit Ella und Jannis?

Hmmmm... es läuft doch gar nicht so schlecht zwischen den beiden, finde ich. Ella würde so antworten: "Genauso wie du eine Sehnsucht nach Nähe und Zusammensein verspürst, brauche ich immer wieder Distanz und meine Ruhe, um zufrieden zu sein." Das eine schließt das andere leider oft aus. Ende der Durchsage.

"Als Schauspielerin ist diese Rolle ein Geschenk" – Interview mit Julia Richter

Die Filme erzählen von der Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen. Wie verändert sich die Beziehung zwischen Ella und Christina?

Natürlich lernen sich Ella und Christina mit der Zeit immer besser kennen. Beide haben ihre Macken und Muster, sind sehr unterschiedlich. Die eine braucht Struktur, die andere liebt sozialen Austausch. Christina kommt vor allem durch ihren wirbeligen Alltag immer wieder an ihre Grenzen, dabei fällt es ihr schwer, manche Reaktionen und Aktionen von Ella hinzunehmen. Aber sie weiß natürlich auch, dass Ella oftmals nicht anders reagieren kann und dass sie es nie böse meint.

Obwohl Christina ihren stressigen Alltag meist gut gelaunt bewältigt, erscheint sie tendenziell chaotisch. Was mögen Sie an Ihrer Figur?

Ich mag Christina sehr. Sie ist ein positiver, offener Mensch – alleinerziehend mit drei Kindern, besitzt ein Café und lebt mit der Ehefrau des Mannes ihrer Kinder zusammen, was mit Argwohn der Dorfbewohner betrachtet wird.

Corinna Marx, die Redakteurin unserer Reihe, beschrieb Christina als einen unkonventionellen Freigeist mit einem großen Herzen, der immer erst mal ja zu allem sagt. Meine Spielfreude und Phantasie beginnen da zu hüpfen! Es klingt nach Emotionen, Konflikten und Leben – nach ge- und überfordert sein. Für mich als Schauspielerin ist diese Rolle ein Geschenk.

Christina kann Dinge, die sie beschäftigen, nicht lange verbergen. Mir fällt es hingegen nicht immer leicht, Unangenehmes sofort anzusprechen. Wenn ich mich beschreiben sollte, ist "strukturiert sein" sicher nicht unter den Top Ten meiner Eigenschaften. Organisiert bin ich auf jeden Fall, aber ich habe meist zu viele Baustellen gleichzeitig (lacht).

Nach Thomas' Tod streckt Christina ihre Fühler erstmals in Richtung Männerwelt aus, sieht sich wieder als Frau und nicht nur als Mutter. Was bedeutet dieser Schritt für sie?

Es ist eher das "Sich-wieder-als-Frau-spüren" als der Wunsch nach einer neuen Beziehung. Damit hat Christina ja ohnehin einen eigenen Umgang: Sie war jahrelang die Geliebte und hat mit dem Vater ihres ältesten Sohnes auch nie zusammengelebt. Tatsächlich habe ich auch bei meinen eigenen Kindern nach einem Jahr gemerkt, dass ich wieder aufwache und "die alte Julia" auch noch zu meinem Leben gehört. Daher kann ich Christinas Wunsch und ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen.

"Sturmgeschwister" dreht sich um zwei Schwestern, die sich vernachlässigt fühlen, weil die Eltern oft nicht da sind. Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste für Kinder?

Meine Kinder sollen spielen so viel und so lange sie wollen – ich tue es ja selbst immer noch. Die Dinge, die mir wichtig sind, versuche ich mit meinen Kindern zu leben, und hoffe, dass ich sie so auch weitergebe. Dazu zählen ehrlich bleiben, zuhören und hinschauen, miteinander Schönes erleben, gemeinsam lachen und in den ersten Jahren viel miteinander kuscheln.

Wie haben Sie die Dreharbeiten auf Fischland Darß in Erinnerung?

Bis zu unseren Dreharbeiten kannte ich außer Prerow und Ahrenshoop wenig von Fischland-Darß-Zingst. Neben der Ostsee, den Strandspaziergängen und der Natur, begeistern mich die Menschen auf der Halbinsel. Sie sind wunderbar normal, leben gerne da, sind bei sich und trotzdem offen und neugierig.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/ellaschoen 

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