Copyright: ZDF/Martin Christ
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Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens

Streiten für die Wahrheit

"Alternative Fakten" haben Konjunktur, die Wahrheit kommt dabei unter die Räder. Harald Lesch und Dirk Steffens verfolgen Verschwörungsideologien und erforschen, warum ausgerechnet die Wissenschaft ins Kreuzfeuer gerät.

  • ZDF, Sonntag, 18. Oktober 2020, 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Samstag, 17. Oktober 2020

    Texte

    Stab und Inhalt

    Buch    Tamar Baumgarten-Noort
    RegieStefan Schneider
    KameraMartin Christ
    SchnittFabian Reisch
    SzenenbildEva Bertlings, Jörg Fahnenbruck
    TonThorsten Czart
    ProduktionsleitungSimone Betz (Gruppe 5), Florian Rehm (ZDF)
    ProduzentStefan Schneider
    ProduktionGruppe 5
    Redaktion Tobias Schultes, Iris Zink
    RedaktionsleitungChristiane Götz-Sobel
    ModerationHarald Lesch, Dirk Steffens
    Länge45 Minuten


    Inhalt

    Auf einer aufregenden Reise durch die Welt der Verschwörungsideologien begegnen Harald Lesch und Dirk Steffens Geschichten von Flacherdlern, Chemtrailern und Klimaleugnern. Sie tauchen ein in die Welt der Tempelritter, erkunden mutmaßliche geheime Machenschaften der CIA und gehen der Frage nach, was die Pest mit Verschwörungsglauben zu tun hat.

    "Alternative Fakten" haben Konjunktur. Die Wahrheit kommt dabei unter die Räder. Harald Lesch und Dirk Steffens verfolgen Verschwörungsideologien und entdecken immer die gleichen Muster. Verschwörungsideologien verbreiten sich heute mit Lichtgeschwindigkeit um die Welt. Doch diese wurden auch früher schon gezielt in die Welt gesetzt.

    Nie zuvor haben Menschen über so viel Wissen verfügt wie heute – und dieses Wissen gerät immer häufiger in Verruf. Während die Welt derzeit die größte Krise der vergangenen Jahrzehnte erlebt, verfallen immer mehr Menschen dem Irrglauben von Verschwörungsideologien. Sie halten das Coronavirus für eine Biowaffe oder alternativ für eine gigantische Lüge der Regierungen. Kondensstreifen der Flugzeuge sind mit böser Absicht von "Mächtigen" ausgebrachte Chemtrails. Der Klimawandel ist ein interessengeleiteter Mythos. Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Ins Kreuzfeuer gerät dabei ausgerechnet eine Säule der Gesellschaft, die seriös und mit objektiven Methoden ermittelte Fakten liefert: die Wissenschaft. Grund genug für Astrophysiker Harald Lesch und Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens zu erforschen, was der Nährboden für solche Verschwörungsmythen ist und wie diese sich entlarven lassen.

    Die beiden beginnen bei einer abstrus klingenden, wenngleich harmlosen Vorstellung: Sogenannte Flacherdler behaupten, die Erde sei eine Scheibe und würde flach wie eine Flunder durch das Weltall schweben. Am Ratzeburger See zeigen Lesch und Steffens in einem Experiment – das jeder Skeptiker selbst durchführen könnte, wenn er wollte – dass diese Vorstellung mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat.
    Dirk Steffens will selbst erfahren, ob man am Himmel giftige Wolken, Chemtrails, erzeugen kann, wie manche glauben. Mit einem erfahrenen Piloten steigt er zu einer abenteuerlichen Aktion auf und spürt: Diese Fliegerei kann tatsächlich krank machen. Doch das liegt eher an den halsbrecherischen Loopings. Für die mysteriösen streifenartigen Wolken am Himmel gibt es eine simple wissenschaftliche Erklärung.

    Doch für Verschwörungstheoretiker ist die Faktenlage nebensächlich. Im Gespräch mit Giulia Silberberger, die seit Jahren Aufklärungsarbeit über Verschwörungsideologien leistet, erfährt Harald Lesch, welchen Sog solche Glaubensgemeinschaften ausüben können und wer letztlich vom Irrglauben der Anhänger profitiert.

    Mit einem Streifzug durch die Geschichte zeigen Harald Lesch und Dirk Steffens, dass Verschwörungsideologien eine lange Tradition haben. Manchmal ist ihr Ursprung ein besonders ausgeprägtes Machtinteresse. So wurden etwa die Tempelritter zu Opfern einer Verschwörung, weil sie ein willkommenes Feindbild abgaben und die verbreitete Theorie zur Verunglimpfung glaubhaft schien: Man hatte schließlich schon immer vermutet, dass sie insgeheim Böses im Schilde führten. 

    Spezifische Interessen befeuern auch die Zweifler an der Klimaveränderung durch menschengemachte Treibhausgase. So erkunden Harald Lesch und Dirk Steffens, wie die Öl-Lobby bereits vor Jahrzehnten aus dem Klimawandel ein Schauermärchen machte, das noch heute seine Wirkung zeigt. 

    Beim Studium der Mechanismen hinter Verschwörungsideologien offenbaren sich Gemeinsamkeiten, die zeigen, wieso zu allen Zeiten immer wieder Menschen dem trügerischen Charme von Verschwörungsideologien verfallen. Selbst das Aufdecken der Wahrheit, selbst wissenschaftliche Belege sind keine Garanten dafür, dass Lügen und längst widerlegte Theorien verschwinden. 

    Die beiden Protagonisten erleben, wie Verschwörungstheorien die Gesellschaft spalten und einen gesellschaftlichen Konsens schwierig machen. Doch für beide ist klar: Aufgeben ist keine Option. Denn es gibt etwas, das sich immer lohnt: das Streiten für die Wahrheit.

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