außendienst XXL: Was glaubt ihr denn?

Dunja Hayalis Reise durch die Religionen

Was feiert man eigentlich an Pfingsten? Woran glauben Muslime? Und nach welchen religiösen Geboten richten sich strenggläubige Juden? Religion scheint in ihrer Bindekraft in Europa derzeit auf dem Rückzug, erstarkt dafür aber in anderen Teilen der Welt. Dunja Hayali hat sich auf den Weg gemacht, um in einem "außendienst XXL" am Pfingstmontag, 16. Mai 2016, 19.30 Uhr, frische Antworten auf die Frage zu finden: Was glaubt ihr denn? Auf zwei andere Fragen zu veränderten Lebenswelten gibt "auslandsjournal – die doku" am 4. und 5. Mai 2016 profunde Antworten: über die Rolle der Frau in Saudi-Arabien und das Schicksal der Kinder von Aleppo.  

  • ZDF, Pfingstmontag, 16. Mai 2016, 19.30 Uhr

    Texte

    Sendetermin und Stab

    Pfingstmontag, 16. Mai 2016, 19.30 Uhr, ZDF

    außendienst XXL: Was glaubt ihr denn?
    Dunja Hayalis Reise durch die Religionen

    Buch und Regie: Silke Gondolf 
    Produktion: Doclights, Büro Berlin
    Produzentin: Carina Teutenberg
    Redaktion ZDF: Katrin Helwich, Markus Wenniges

    Länge: ca. 45 Minuten

    Was glaubt ihr denn? Dunja Hayalis Reise durch die Religionen

    Kirchen bleiben leer, Gemeinden überaltern, Traditionen brechen ab: In Europa ist die Religion auf dem Rückzug, doch in vielen Teilen der Welt entfaltet sie gerade eine neue Kraft. "Was glaubt ihr denn?", fragt Dunja Hayali auf ihrer Reise durch die Religionen. Gibt es etwas, das die unterschiedlichen Ausprägungen des Glaubens eint? Wollen wir vielleicht alle dasselbe, ganz gleich, ob oder wie wir glauben?

    Im "außendienst XXL" macht Dunja Hayali unter anderem Station in einem Bergdorf Georgiens, in Kathmandu, New York und Wien. Sie trifft orthodoxe Christen, Juden, Hindus und Moslems, Menschen, die Gott suchen oder ihn bereits gefunden haben.

    Was bewegt die georgische Mutter Nino, eine 67-jährige Nonne, die allein in einem entlegenen Kloster lebt und in ihrer orthodoxen Kirche im Rang eines "lebenden Engels" steht? Wie geht die jüdisch-chassidische Familie Freier, die Dunja Hayali in Brooklyn zum Sabbatmahl einlädt, mit den strikten Regeln ihres Glaubens um? Welche Kräfte setzt das Hindu-Festival Shivaratri frei, bei dem sich der Glaube zur Ekstase steigert?

    "Faszinierend ist es für mich, die Hingabe der Menschen an ihren jeweiligen Gott mitzuerleben – eine Hingabe an etwas, das man nicht greifen kann", sagt Dunja Hayali.

    In ihren persönlichen Begegnungen und Selbstversuchen trifft "außendienst"-Reporterin Dunja Hayali auf die Kraft, die Glauben auf ganz unterschiedliche Weise entfalten kann: Halt, Glück, Gemeinschaft. Aber sie erlebt auch die Kehrseiten von Religion: Ausgrenzung und Allmacht.

    Biografische Angaben zu Dunja Hayali

    Dunja Hayali, Jahrgang 1974, ist seit 2010 Hauptmoderatorin des "ZDF-Morgenmagazins". Bereits seit 2007 war sie als Moderatorin für das "ZDF-Morgenmagazin" aktiv, moderierte zudem die "heute"-Nachrichten am Nachmittag und war als Co-Moderatorin im "heute-journal" im Einsatz. Im vergangenen Sommer führte sie in vier Ausgaben durch den "ZDFdonnerstalk". Das Talkmagazin mit Dunja Hayali griff Themen unserer Zeit in Filmbeiträgen und Gesprächen mit Betroffenen auf – und wird auch in diesem Jahr in der Sommerpause von "maybrit illner" im ZDF zu sehen sein.

    Nach einem Studium an der Deutschen Sporthochschule begann Dunja Hayali ihre journalistische Karriere als Sportmoderatorin bei Deutsche Welle Radio. Dunja Hayali, die im westfälischen Datteln geboren ist und deren Eltern aus dem Irak stammen, unterstützt den Verein "Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland", der für ein tolerantes Deutschland gegen Fremdenfeindlichkeit eintritt.

    Am 6. Februar diesen Jahres erhielt Dunja Hayali die Goldene Kamera in der Kategorie "Beste Information" und hielt eine viel beachtete Dankesrede zur Rolle der Journalisten in Zeiten von "Lügenpresse"-Vorwürfen und zum fairen Umgang in den sozialen Medien.

    auslandsjournal – die doku 
    Die heimliche Revolution – Frauen in Saudi-Arabien

    Mittwoch, 4. Mai 2016, 0.45 Uhr, ZDF

    auslandsjournal – die doku 
    Die heimliche Revolution – Frauen in Saudi -Arabien

    Film von Carmen Butta

    Schnitt: Philipp Gromov
    Kamera: Stefanie Platen
    Redaktion: Isabell Tümena

    Sie sind in die religiös-korrekte Abaya gehüllt, dürfen kein Auto fahren, verfolgen beruflich aber ihre eigene Karriere: Die Frauen in Saudi-Arabien fordern das System von innen heraus. Rasha Hefzi zum Beispiel lebt in Jeddah, wo sie im Dezember 2015 in den Stadtrat gewählt wurde. Es war die erste Wahl in der Geschichte des Landes, bei der Frauen wählen und sich als Kandidatin aufstellen konnten.

    Doch schon bei der ersten Stadtratssitzung kam es zu Diskussionen. Ihre konservativen Kollegen wollten nicht mit ihr im selben Raum sitzen und sie hinter eine Wand verbannen. Rasha Hefzi ließ das nicht mit sich machen. "Sie meinen, Frauen beschützen zu wollen, in dem sie uns ausschließen, von ihrer Welt getrennt halten, einhüllen und einem männlichen Vormund unterstellen. Doch das ist kein Schutz, sondern Belagerung."

    Rahsa Hefzi steht für eine neue Generation von Saudis, die, oft nach einem Studium im Ausland, mit differenziertem, kritischem Blick ihre Heimat betrachten und nicht mehr nur Untertanen eines repressiven absolutistischen Königreichs sein wollen. Selbstbewusst schließen sie sich zusammen, gründen Firmen, realisieren Projekte und entwickeln Ideen dafür, was diese Gesellschaft an Innovationen für die Zukunft braucht – ob in der Wirtschaft, der Politik, den Medien, oder im gesellschaftlichen Leben.

    Die Filmemacherinnen Gabriele Riedle und Carmen Butta sind mehrere Wochen durch das Königreich gereist und haben außergewöhnliche Frauen getroffen, die die Zukunft des Landes für Frauen verändern wollen – klug, diplomatisch und hartnäckig.

    auslandsjournal – die doku 
    Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland

    Donnerstag, 5. Mai 2016, 22.30 Uhr, ZDF

    auslandsjournal – die doku 
    Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland

    Film von Marcel Mettelsiepen

    Kamera: Marcel Mettelsiepen
    Redaktion: Diana Zimmermann, Frederic Ulferts

    Am schlimmsten für Hala Qasmo ist es, morgens den Kaffee allein zu trinken. Ohne ihren Mann. In einem fremden Land, ihrer neuen Heimat Deutschland. Sie hat mit ihm und vier Kindern in Aleppo direkt an der Front des Bürgerkriegs gelebt. Der Filmemacher Marcel Mettelsiefen dokumentierte 2013 das Leben der Familie im Film "Die Kinder von Aleppo" und wurde mit dem Emmy Award und dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

    Halas Mann Abu Ali war Kommandeur in der Freien Syrischen Armee. Sie und die Kinder wollten nicht von seiner Seite weichen und haben dafür in Aleppo tägliche Bombardements ertragen. Marcel Mettelsiefen hat das dramatische Schicksal der Familie nach seinem ersten Film weiter begleitet.

    Ihr Leben hat sich seitdem noch einmal völlig geändert. Abu Ali wurde von IS-Kämpfern gefangengenommen, möglicherweise hingerichtet. Hala lebte allein mit ihren Kindern an der Frontlinie. Nach langem Zögern entscheidet sie, mit den Kindern Syrien zu verlassen und über Istanbul - wie Hunderttausende andere Syrer – nach Deutschland zu fliehen. Marcel Mettelsiefen hat die Familie beim Abschied aus Syrien und auf ihrer Flucht bis zu ihrer neuen Heimat in Goslar begleitet.

    Dort sind sie nun endlich in Sicherheit, doch für sie beginnt ein Leben mit ganz neuen Schwierigkeiten, ohne den Vater und Ehemann, in einem völlig fremden Land. Für alle bedeutet es etwas anderes: Hala muss nun allein für die Familie sorgen, lebt in Gedanken aber immer noch in Syrien und versucht herauszufinden, ob ihr Mann doch noch lebt.

    Helen, die älteste Tochter, versucht dagegen, Syrien zu vergessen und ganz wie ein deutscher Teenager zu leben. Ihr Bruder Mohammed wiederum reagiert ganz anders, wendet sich auf der Suche nach seinen Wurzeln dem Koran zu. Wie werden sie die neue Herausforderung meistern? Wird es ihnen gelingen, sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen?

    "Das Schicksal der Kinder von Aleppo" zeigt das Schicksal von Flüchtlingen in seiner ganzen Entwicklung – vom Bürgerkrieg in Aleppo über die Flucht bis hin zu ihrem neuen Leben in Goslar. Damit stellt der Film einen einzigartigen Beitrag zum beherrschenden Thema in Deutschland dar.

    Infos zum "auslandsjournal"

    Das "auslandsjournal" berichtet seit über 42 Jahren einmal wöchentlich im ZDF über Ereignisse außerhalb Deutschlands. Das Korrespondenten-Magazin liefert nicht nur Hintergrundinformationen zu aktuellen Ereignissen, sondern berichtet in spannenden Reportagen über Länder, Menschen, Abenteuer. Die pointierte Analyse, die persönliche Erzählweise, die stilistisch anspruchsvollen Geschichten und die Vielfalt an unterschiedlichen Beitragsformen von der Reportage bis zum investigativen Stück prägen das "auslandsjournal".

    außendienst

    Mit dem "außendienst" hat das "auslandsjournal" seit Mai 2011 eine feste wöchentliche Rubrik, in der sich die Reporter auf "Abenteuer" in verschiedenen Ländern einlassen. Diese Rubrik wächst sich anlassbezogen zu einer "außendienst XXL"-Doku aus (2014: "Wie geht die Welt mit unseren Kindern um?", "Wie geht die Welt mit unseren Alten um?" / 2015: "Des Mannes bestes Stück").

    auslandsjournal – die doku

    Korrespondentenbeiträge zu wichtigen außenpolitischen Themen, die im "auslandsjournal" in einer Länge von rund sechs Minuten laufen, werden seit 2013 anlassbezogen ergänzt durch "auslandsjournal – die doku", die am späten Abend das Thema in 30 oder 45 Minuten aufbereitet. "Die heimliche Revolution – Frauen in Saudi-Arabien" am Mittwoch, 4. Mai 2016, 0.45 Uhr im ZDF und "Das Schicksal der Kinder von Aleppo – Neue Heimat Deutschland" am Donnerstag, 5. Mai 2016, 22.30 Uhr, gehören in diese Reihe.

    auslandsjournal spezial

    Zu besonderen Anlässen sendet das "auslandsjournal" zudem viermal im Jahr ein "auslandsjournal spezial", das sich in einer erweiterten Länge von 45 Minuten monothematisch einem Land widmet. Zuletzt war am 2. März 2016 das "auslandsjournal spezial" zu "Scharia, Scheichs und Shopping: Saudi-Arabien – Königreich der Widersprüche" im ZDF zu sehen

    Moderation des "auslandsjournals"

    Seit Juli 2014 moderiert Antje Pieper das "auslandsjournal", ihr Vorgänger Theo Koll präsentierte die Sendung von 2009 bis 2014. Erster Moderator des "auslandsjournal" war Rudolf Radke, ihm folgten später unter anderen Ulrich Kienzle, Peter Frey und Dietmar Ossenberg.

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    ZDF Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information
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    Ansprechpartner

    Name: Thomas Hagedorn
    E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
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