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Terra X: Mammuts - Stars der Eiszeit

60-minütige Doku am 1. Weihnachtstag

An Feiertagen zeigt das ZDF 60-minütige "Terra X"-Dokumentationen, die bereits um 19.15 Uhr beginnen.

Kaum ein anderes ausgestorbenes Tier fasziniert Menschen so sehr wie das Mammut. Nachrichten von Funden im sibirischen Permafrost gehen als Sensationen um die Welt und mancher Forscher träumt davon, sie mittels moderner Klonmethoden wieder zum Leben zu erwecken. Die Dokumentation zeigt, wie die Urzeit-Elefanten entstanden sind, mehr als die halbe Welt eroberten und schließlich einem neuen Erdzeitalter weichen mussten und begleitet "Sir Mammoth" Dick Mol bei seinen abenteuerlichen Ausgrabungen.

Copyright: ZDF / Florian Breier
Copyright: ZDF / Florian Breier

Sendedatum

Donnerstag, 25. Dezember 2014, 19.15 Uhr

Terra X: Mammuts - Star der Eiszeit

ARTE zeigt die Dokumentation am Samstag, 17. Januar 2015, 21.00 Uhr.

Inhalt

Kaum ein anderes ausgestorbenes Tier fasziniert Menschen so sehr wie das Mammut. Der sympathische Star aus Animationsfilmen. Nachrichten von Mammutfunden im sibirischen Permafrost gehen als Sensationen um die Welt und mancher Forscher träumt sogar davon, sie mittels moderner Klonmethoden wieder zum Leben erwecken zu können. Die Dokumentation zeigt, wie die Urzeit-Elefanten entstanden sind, mehr als die halbe Welt eroberten und schließlich einem neuen Erdzeitalter weichen mussten.

Es ist eine Spurensuche auf drei Kontinenten mit dem holländischen Mammut-Experten Dick Mol. Er nimmt die Zuschauer mit auf eine Expedition auf der Nordsee. Während der Eiszeit lag der Meeresspiegel 120 Meter tiefer, und Mammuts grasten dort in einer kalten Steppe. Mit Schleppnetzkuttern holt Dick Mol heute Relikte dieser versunkenen Welt an die Oberfläche. In Namibia führt die Ausgrabung eines Urmammut-Skeletts den Forscher zur Wiege der Mammuts. Die neuen Funde erlauben es zum ersten Mal, das Aussehen des rund fünf Millionen Jahre alten Stammvaters aller Mammuts zu rekonstruieren.

Von Afrika aus breiteten sich die Mammuts bis nach Nordamerika aus. Eine Erfolgsgeschichte, auf deren Spuren Dick Mol auch in den Goldminen des Yukon stößt. Jedes Jahr gibt der Dauerfrostboden dort Tausende Eiszeit-Fossilien frei. Solche Funde bergen auch Erbinformationen und lassen manche Forscher darüber spekulieren, ob Mammuts geklont werden können. Für den Paläogenetiker Hendrik Poinar ein fragwürdiges Ziel. Wie Dick Mol möchte er unser Bild des Mammuts vervollständigen, ohne die Zeit zurückzudrehen. Denn Tausende Fossilien und moderne Gen-Analysen zeigen, dass Mammuts vor allem ausstarben, weil ihr Lebensraum verschwunden ist, sie also in der heutigen Welt keinen Platz mehr hätten.

Stab

Buch und RegieFlorian Breier
KameraMichael Kern, Steffen Bohn
SchnittAnya  Schulz, Karin Gamauf, Daniel Blum
TonArmin Siegwarth, Dennis Broer
KomponistJörg Pfeil
MischungPeter Richter, Maik Siegle
FlugaufnahmenFluglinse GmbH & Co. KG
3D CompositingHolger Neuhäuser
3D AnimationGerd Gügel
Experte               Dick Mol
Produktionsleitung BilderfestIris Kreidel
Produktionsleitung ZDF               Anna Kunkel, Cora Szielasko
ProduzentMarcus Uhl
Redaktion          

Friederike Haedecke

Eine Produktion der Bilderfest GmbH im Auftrag des ZDF in Zusammenarbeit mit arte und ZDF-Enterprises.

Biografie und Zitate Dick Mol "Sir Mammoth"

1968 stößt ein Junge in einer Kiesgrube an der deutsch-niederländischen Grenze auf einen gewaltigen Knochen: "Es war im Februar, ich war erst 13 Jahre alt und hatte solches Glück. Der Knochen lag im Wasser, und ich platzte beinahe vor Stolz, dass ich meinen ersten Mammutknochen gefunden hatte", beschreibt Dick Mol, heute einer der führenden Experten für ausgestorbene Eiszeittiere weltweit, die Geburtsstunde seiner Leidenschaft,

Eines der wichtigsten "Jagdgebiete" des Experten ist heute die holländische Nordsee. Als einziger Forscher setzt er regelmäßig Schleppnetzkutter ein, um dort gezielt nach Fossilien zu suchen, denn sie erzählen "die wunderbare Geschichte davon, dass sich dort, wo heute das Meer ist, einmal trockenes Land erstreckte, die britischen Inseln mit dem europäischen Kontinent verbunden waren und große Herden Wollhaarmammuts, Wollnashörner, Pferde und auch Raubtiere dort umherzogen." Tausende Fossilien hat Dick Mol bislang aus der Nordsee geborgen. So enstand dank seiner Arbeit ein genaues Bild der kalten europäischen Steppe, die weite Teile des Kontinents umfasste, als der Meeresspiegel während der Eiszeit 120 Meter tiefer lag.

Auf den Spuren der Eiszeitfauna hat Dick Mol außerdem Expeditionen nach Nordsibirien, Frankreich, Österreich, Griechenland, Kanada, in die USA, nach Patagonien und Nordsibirien unternommen. So umfasst seine Sammlung längst nicht mehr nur Knochen sondern auch Mammutfell, Haut und sogar Fleisch der ausgestorbenen Eiszeitriesen, Weichteile, die der Permafrost zehntausende Jahre lang konserviert hat.

Mit jedem Fund zeigt sich, dass gerade Mammuts zu den erfolgreichsten großen Säugetieren aller Zeiten gehören. Sie waren es, die dem Untergang ihrer Welt vor rund 10 000 Jahren am längsten trotzen. In einigen Gebieten Nordsibiriens lebten noch zu Zeiten der ägyptischen Pharaonen Mammuts. Doch schließlich fielen auch sie dem großen nacheiszeitlichen Artensterben zum Opfer. Für Dick Mol ein Wendepunkt in der Erdgeschichte: "Es war ein Massenaussterben, wahrscheinlich eines der größten überhaupt. Für mich ist das eines der faszinierendsten Kapitel der Naturgeschichte."

Dick Mol ist ein Self-Made Forscher. Er stammt aus einer kinderreichen Familie und konnte nie Paläontologie studieren. Bis heute ist er hauptberuflich beim Zoll am Amsterdamer Flughafen beschäftigt und dort für die Einhaltung des Washingtoner Artenschutzabkommens zuständig. Damit er dennoch seine wissenschaftliche Arbeit betreiben kann, stellt ihn der niederländische Staat wegen besonderer Verdienste mehrere Wochen pro Jahr frei.

So wächst seine Fossiliensammlung stetig und umfasst heute mehr als 30 000 Funde, die genau beschrieben und katalogisiert sind. Sein Ziel: die Knochen eines Tages zu stiften, damit sie Teil eines Eiszeitmuseums werden.

Für seine Verdienste um die Paläontologie wurde Dick Mol im Jahr 2000 von der niederländischen Königin sogar zum Ritter berufen, weshalb manch einer ihn heute "Sir Mammoth" nennt.

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Sendetermine
Donnerstag, 25. Dezember 2014, 19.15 Uhr

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E-Mail:huthmann.m@zdf.de
Telefon:(06131) 70-12149