Copyright: ZDF / Thomas Kost
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25 Jahre Wilsberg

Jubiläums-Krimi "Wellenbrecher"

Am 20. Februar 1995 ermittelte Georg Wilsberg zum ersten Mal im ZDF. Heute, 25 Jahre später, ist die Samstagskrimireihe mit durchschnittlich rund sieben Millionen Zuschauern im gerade zu Ende gegangenen Jahr eines der erfolgreichsten ZDF-Formate, mit 12,7 Prozent Marktanteil auch bei den 14-49-Jährigen. In der Jubiläumsfolge "Wellenbrecher" zieht es den Münsteraner Hobbydetektiv (Leonard Lansink, Foto)  in den hohen Norden: Auf Norderney versucht er, Licht in das Dunkel eines erbitterten Erbstreits zu bringen, und trifft dort dann auch auf bekannte Gesichter aus seiner Heimat.

  • ZDF, Samstag, 8. Februar 2020, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Freitag, 7. Februar 2020, 10 Uhr

Texte

Statement von Frank Zervos, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I

Seit 25 Jahren ist der chaotische Privatermittler fester Bestandteil des ZDF-Programms und nicht mehr wegzudenken. Die 70. Folge ist abgedreht und kommt in diesem Jahr zur Sendung.

Leonard Lansink wurde für die Rolle ohne Casting vom Fleck weg engagiert, denn er war die ideale Verkörperung der Figur: Als unkonventioneller Detektiv aus Münster sitzt er auf der Rolle, ist ungeheuer facettenreich und immer wieder für eine Überraschung gut.

Neben ihm sein fantastisches Team mit Oliver Korittke, Rita Russek, Ina Paule Klink und Roland Jankowsky, exzellente Schauspieler, die sich immer wieder einbringen und gemeinsam diesen Kosmos schaffen. Wir sind unseren Schauspieler*innen, Autor*innen und Regisseur*innen für ihre Treue und Qualität sehr dankbar. "Wilsberg" ist das Resultat konsequenter Arbeit am Format, denn was da seit 25 Jahren immer noch mit Leichtigkeit daherkommt, ist das Ergebnis harter Arbeit an Drehbuch und Produktion. Dafür gilt unser Dank auch Anton Moho und Melissa Graj von der Produktionsfirma Warner Bros. Television, die gemeinsam mit der ZDF-Redaktion die Fäden zusammen halten.

Ich denke, unser Publikum spürt einfach, dass hier mit viel Liebe, Herzblut und Leidenschaft gearbeitet wird. Das perfekte Miteinander von Figuren, Geschichte, Spannung, Emotion und Humor führt dazu, dass die Begeisterung immer weiter zulegt: Die Folge "Morderney" erreichte Anfang 2018 mit über acht Millionen Zuschauern sein Allzeithoch, und auch der Marktanteil bei den jungen Zuschauern überzeugt schon mal mit 15 Prozent.

Nicht zuletzt danke ich meinem Kollegen Martin R. Neumann. Er war es auch, der Anfang der neunziger Jahre den richtigen Riecher hatte und mit einer neuen Krimireihe überzeugen konnte. Martin betreut die Reihe von Anfang an bis heute – auch diese Kontinuität ist ein großes Glück für "Wilsberg".

Wir sind stolz auf "unseren" Wilsberg und freuen uns schon jetzt auf das nächste Jubiläum mit 100 Folgen. In unruhigen Zeiten wie diesen, tun Kontinuität und Erfolg einfach gut.

Jubiläumskrimi "Wellenbrecher": Stab, Besetzung, Inhalt

Samstag, 8. Februar 2020, 20.15 Uhr

Wilsberg: Wellenbrecher
ZDF-Samstagskrimi

 

Stab:

 

Buch   Stefan Rogall
Regie Sven Nagel
Kamera Ralf M. Mendle
Musik Stefan Hansen
Schnitt Anne-Kathrein Thiele
Szenenbild Oliver Mugalu
Kostüme Bea Albl
Producer  Melissa Graj
Produzent Anton Moho
RedaktionMartin R. Neumann

                    

Eine ZDF-Auftragsproduktion der Warner Bros. ITVP Deutschland

 

Die Rollen und ihre Darsteller:

Georg Wilsberg        Leonard Lansink
Kommissarin Springer Rita Russek 
Overbeck Roland Jankowsky
Insa Scherzinger Theresa Underberg
Jan Brockhorst Felix Vörtler 
Harald DrechshageStefan Haschke
Dr. Tessa Tilker  Patricia Meeden  
Tanja Steinthal  Stephanie Eidt
Ortwin Paulsen Sascha Göpel 
Nele Folkerts Sinja Dieks   
Sönke Folkerts  Patrick Güldenberg        
Grit Vierboom  Nadine Wrietz  
und andere   

 

Inhalt:

Georg Wilsberg reist mit Dr. Tessa Tilker, einer Anwaltskollegin von Alex aus Bielefeld, auf die Insel Norderney, weil sie dort seine Expertise in Sachen Erbrecht braucht. Gegen ein bezahltes Wochenende auf Norderney hat der Münsteraner Privatdetektiv natürlich nichts einzuwenden – selbst wenn seine Reisebegleiterin Tessa offensichtlich Liebeskummer hat und leicht reizbar ist.

Doch kaum auf der Insel angekommen, erregt nicht nur Kommissar Brockhorst, der im selben Hotel absteigt, Wilsbergs Argwohn. Auch die Kinder und die Sekretärin des Verstorbenen verhalten sich merkwürdig in ihrem Streit um das Millionenerbe. Wilsberg entscheidet kurzerhand, der attraktiven Sekretärin Tanja Steinthal zu helfen, statt seinem eigentlichen Auftrag als Tessas Berater nachzukommen.

Für ordentlich Verwirrung sorgen zudem immer mehr bekannte Gesichter aus Münster, Leer und sogar aus Bielefeld, die auf die Insel kommen: Kriminalkommissar Brockhorst petzt seiner Kollegin Springer, dass er Wilsberg mit einer jüngeren Frau, nämlich Tessa, auf Norderney gesehen hat. Anna ist sauer und reist sofort auch auf die Insel. Sie und Brockhorst ahnen allerdings nicht, dass sie von zwei unterschiedlichen Frauen sprechen. Umso größer ist die Verblüffung bei Kommissarin Springer, als sie Georg zusammen mit einer "Tanja" erwischt.

Apothekerin Insa Scherzinger macht auf Norderney spontan Urlaub bei ihrer Freundin Grit. Das hat Overbeck über illegale Fahndungsmethoden verfolgt und nimmt sich frei, um ihr nachzureisen. Und Tessa trifft im hohen Norden auf Kommissar Drechshage, der zwangsweise aus Bielefeld gekommen ist, um eine Kur zu machen. Doch statt Schlammbädern und Meditation hilft er lieber Anwältin Tessa bei ihren Recherchen um ein möglicherweise gefälschtes Testament. Ist an den Gerüchten um Erbschleicherin Tanja etwas dran? Und warum ist Brockhorst so erpicht darauf, ihr Betrügereien nachzuweisen?

25 Jahre Wilsberg: Statement von ZDF-Redakteur Martin R. Neumann

"Ich war jung und brauchte den Auftrag." So begann vor 25 Jahren eigentlich auch Wilsbergs Karriere im ZDF. Als junger Redakteur war ich auf der Suche nach neuen Stoffen und wollte dem damals angesagten Trend, Krimis mit starken Frauen, unbedingt etwas entgegensetzen. Da ich stets dem Prinzip "Never follow the crowd" folge, kam mir ein vermeintlich "schwacher", da chaotischer, Held gerade recht – in der Hoffnung, dass sich diese bewusste Bekenntnis, etwas gegen den Trend zu lancieren, irgendwann auszahlen würde. Die Verbindung von Krimi und Komödie gab es damals nämlich noch nicht. "Wilsberg" selbst hat einen Trend gesetzt, dem viele Krimiformate gefolgt sind. In seiner Mischung aus Krimi, Hintergründigkeit und Schabernack ist er jedoch einzigartig und unerreicht.

Ein Schulfreund aus Bielefelder Zeiten machte mich auf die (gerade in Mode kommenden) Regionalkrimis von Jürgen Kehrer aufmerksam. Da aber ein (Fernseh-)Film anderen dramaturgischen Gesetzen folgt als ein Roman, mussten wir für eine Verfilmung die Figuren anders aufstellen und auch neue neben unserem Wilsberg etablieren: Manni (später Ekki), Anna Springer, Alex. Und nicht zu vergessen: Overbeck. 

Über all die Jahre ist es uns gelungen, unverwechselbare, geradezu schrullige Charaktere zu schaffen, die das Publikum liebt. Und mehr noch: "Wilsberg" ist eines der wenigen langlaufenden Formate, die der Fragmentierung des Fernsehmarktes trotzen und sogar noch an Quote zulegen können. Im Januar 2018 wurde erstmals die Acht-Millionen-Marke überschritten ("Wilsberg – Morderney"), aber auch bei den 14- bis 49-Jährigen ist ein zweistelliger Marktanteil keine Seltenheit mehr. 2019 haben wir die 70. "Wilsberg"-Folge produziert, und das Format ist stärker und robuster denn je.

2001 gab es die Internet-Initiative "eScript", bei der Zuschauer an einem "Wilsberg"-Drehbuch erstmals mitarbeiten konnten. In der Folge "Letzter Ausweg: Mord" hatten sogar sechs Autoren mit unserer Unterstützung ein komplettes Drehbuch geschrieben. Das "eScript"-Projekt wurde mit dem ersten Grimme-Online-Award "Medienkompetenz" ausgezeichnet. Auch heute noch wollen wir mit unseren Themen auf der Höhe der Zeit sein: Gesichtserkennung, Social Scoring, Big Data, Smart City, Predictive Policing, Whistleblowing, Fake News, K.O.-Tropfen und Soziale Netzwerke sind nur einige der Themen, mit denen wir uns in den Folgen beschäftigt haben bzw. in den nächsten noch beschäftigen werden.

Grund für den Erfolg ist neben unseren fabelhaften Darstelllern unter anderem die konsequente Formatarbeit, denn neue Episoden müssen das Format stets nach vorne bringen. Das Ausruhen auf dem letzten Erfolg reicht beileibe nicht mehr aus. Das Format lebt von Überraschungen und überraschenden Wendungen in seinen Geschichten. Themen für spannende und unterhaltsame "Wilsberg"-Folgen liegen praktisch auf der Straße, denn die Realität liefert oft die besten Geschichten. Nehmen wir zum Beispiel die vielen Skandale, denen wir uns praktisch nicht mehr entziehen können. Die muss man einfach aufgreifen. "Wilsberg" behandelt meist (gesellschafts)politische Themen oder zwischenmenschliche Konflikte und wirft einen kritischen Blick auf unsere hektische Zeit mit einem – meist sarkastischen – Augenzwinkern. Unterhaltung mit Haltung. Und Georg Wilsberg ist einfach eine "coole Socke".

Ein weiterer Grund für die große Akzeptanz ist sicherlich die Gewalt- und Rauchfreiheit des Formats, was ebenfalls vom Publikum sehr geschätzt wird. 

Sehr früh haben wir auch meine Heimatstadt "Bielefeld" in jede "Wilsberg"-Folge eingebaut – meist in einem lustigen Zusammenhang. Was anfangs nur als kleiner Insiderscherz gedacht war, ist mittlerweile zum Running Gag geworden. Die Zuschauer warten mittlerweile schon darauf, wo und wie "Bielefeld" in den Folgen eingebaut wird.

Auch das Quaken einer Ente sowie das Auftauchen einer mit Zeitungsausschnitten verzierten Holz-Ente in jeder Folge ist mittlerweile Kult. Zuschauer bemerken dies und schreiben uns auch, wenn sie es nicht entdeckt haben.

Wünschen wir unserem Chaos-Ermittler noch viele spannende und unterhaltsame Fälle. Stoff für weitere Fälle gibt es noch reichlich…

25 Jahre Wilsberg: Statement von Produzent Anton Moho (Warner Bros.)

Er ist klug, er ist scharfsinnig, charmant und … immer klamm. Er hat kein Handy und verweigert sich jeder technischen Revolution, er hat kein Auto, dafür aber Freunde, die es ihm immer wieder leihen – und das seit 25 Jahren.

25 Jahre "Wilsberg". 25 Jahre "Wilsberg" bedeuten 70 produzierte Filme bis heute, bedeuten 1750 Drehtage, bedeuten 75.600 Minuten gedrehter Film, bedeuten 70 Abschlussfeiern. Wie viele Teammitglieder haben uns auf diesem Weg eine Zeit lang, ein paar Filme lang begleitet und sind dann andere Wege gegangen. Wie viele Filmklappen haben wir in der Zeit verschlissen?

Der Anfang eines "Wilsberg"-Films ist immer wieder das Antiquariat. Für einen Film ist es erstaunlich, dass dieses Antiquariat tatsächlich ein Antiquariat ist und tatsächlich in Münster steht, noch dazu an einer der schönsten Ecken gegenüber der Überwasser-Kirche. Aber ein bisschen tricksen müssen wir auch: Wenn man im Antiquariat durch einen kleinen Vorhang tritt, ist man in der Wohnung von Georg Wilsberg. Nicht weiter verwunderlich, werden Sie sagen. Nur befindet sich diese Wohnung in Köln. Ein kleiner Schritt für den Zuschauer, ein großer Schritt und 150 Kilometer Entfernung für uns. Ein paar Jahre haben wir das mit dem Polizeipräsidium auch so gemacht. Der Innenhof der Polizei und die Eingangstür zum Kommissariat waren in einem Teil der Universität am Bispinghof. Leider mussten wir das Motiv dort aufgeben, weil wir immer wieder in der Prüfungszeit drehen wollten, drehen mussten, und die Prüflinge zu sehr abgelenkt waren von den Sensationen, die so ein Filmteam zu bieten hat.

Als wir in Münster mit den ersten Dreharbeiten für "Wilsberg" angefangen haben, waren die Menschen in der Stadt interessiert und freundlich. Dreharbeiten waren etwas Neues. Heute kennt man uns in der Stadt, und wir sind immer noch willkommen. Bei einem Nachtdreh am Prinzipalmarkt hatten wir circa 500 Zuschauer, die von Ferne die Dreharbeiten verfolgten und bereitwillig immer wieder alle Gespräche einstellten, wenn der Ruf erschallte: "Bitte Ruhe, wir drehen!"

Drehen wir heute am Antiquariat, müssen wir unsere Darsteller oft genug von ihren Fans loseisen; 100 Zuschauer stehen fast immer vor dem Antiquariat. Schließlich wollen alle ein Selfie mit Georg Wilsberg. Eigentlich ist es schön, das zu erleben, und unser Team freut sich immer wieder, wenn die Dreharbeiten zu einem neuen "Wilsberg" beginnen. 25 Jahre bedeuten vor allen Dingen, eine ganze Generation von Zuschauern ist mit "Wilsberg" großgeworden. Das erfüllt uns mit Stolz und ist Verpflichtung zugleich.

25 Jahre Wilsberg: Zahlen, Preise, Hintergründe

Der erste "Wilsberg"-Roman von Jürgen Kehrer "Wilsberg: Und die Toten lässt man ruhen" erschien im Jahr 1990. Autor Jürgen Kehrer hatte bis heute sieben Gastauftritte in der ZDF-Krimireihe.

Das Drehbuch zur neunten Folge "Wilsberg: Letzter Ausweg Mord” wurde 2001 erstmals von sechs Hobbyautoren mit Hilfe der Internet-Plattform eScript entwickelt. Die Ausstrahlung war damit eine Premiere für das deutsche Fernsehen. Der Plattform eScript wurde später der erste "Grimme Online Award" verliehen.

Ina Paule Klink war Keyboarderin, Background- & Duettsängerin in der Band "Bela B. y Los Helmstedt". Bela B. hatte in der 15. Folge "Wilsberg: Todesengel" einen Gastauftritt als Galerist, in der er auf Ina Paule Klink alias Alex trifft.

Die 28. Folge "Wilsberg - Oh du tödliche..." wurde 2011 als einziger deutscher Beitrag beim "New York Festival" in der Kategorie "TV-Movie / Drama Special" mit einer "Bronze-World-Medaille" ausgezeichnet.

In den bis heute ausgestrahlten Folgen gab es 107 Mordopfer: insgesamt 60 Männer, 34 Frauen, sieben Hühner und einen Zuchthengst. Unter den Mordopfern waren unter anderem sechs Priester, sechs Prostituierte, vier Journalist*innen, drei Finanzberater, drei Krankenschwestern, drei Anwälte, drei Bauunternehmer*innen, drei Landwirte, drei Sekretärinnen, zwei Detektive und zwei Ärzte. Die Mordtaten begingen 50 Männer und 17 Frauen. Unter den männlichen Tätern war es dreimal der Sohn des Mordopfers, viermal der Vater, viermal der Ehemann und zweimal der Bruder. Unter den Täterinnen war es fünfmal die Ehefrau des Mordopfers und dreimal die Tochter.

Wilsberg hat insgesamt 21 Morde verhindern können. Unter anderem rettete er seiner Patentochter Alex fünfmal das Leben, Ekki und Anna jeweils zweimal, Overbeck nur einmal. Anna wiederum hat Georg fünfmal das Leben gerettet.

Die Folgen "Oh du tödliche…" und "Alle Jahre wieder" sind die einzigen Folgen ohne Mordopfer.

In der Folge "Hengstparade" kommt es zum allerersten Kuss zwischen Anna und Wilsberg.

25 Jahre Wilsberg: Interview mit Leonard Lansink

Hätten Sie sich solch eine Langlebigkeit der Reihe damals beim Start vorstellen können?

Nein, danach sah es gar nicht aus. Ursprünglich handelte sich bei dem Format ja um einen "Fernsehfilm der Woche" – eine Erfindung des damaligen ZDF-Fernsehspielchefs Hans Janke mit Ausstrahlungen montags abends. Doch nach ein paar Folgen wurde "Wilsberg" auf den prominentesten aller Sendeplätze, auf den Samstag um 20.15 Uhr, befördert. Diesen Erfolg und diese tolle Entwicklung konnte niemand voraussehen.

Wie erklären Sie sich das? "Wilsberg" hat inzwischen Kultstatus.

Wilsberg ist ein Normalo mit all den Macken, die jeder hat oder kennt. Und schafft es trotzdem, seine Fälle und Probleme zu lösen. Außerdem können sich die Zuschauer mit unserem familiären Gespann identifizieren: Anna, Ekki, Alex, eigentlich auch Overbeck, und ich.

Sind die Hauptdarsteller auch nach Drehschluss fast wie eine Familie?

Alle freuen sich, wenn wir uns für den nächsten Dreh wiedersehen. Es ist dann so wie nach Hause kommen. Ich erinnere mich an keine größeren Streitereien untereinander. Wir geben uns alle Mühe, dass die Kollegen, die nur gelegentlich oder für eine Episode dabei sind, eine sehr angenehme familiäre Atmosphäre vorfinden.

Wie hat diese Dauerrolle Ihr Leben verändert?

Die wenigsten Schauspieler haben ein langfristig gesichertes Einkommen. Für mich war "Wilsberg" ein Lottogewinn. Früher habe ich die eine oder andere Rolle gespielt, um Geld zu verdienen. Das muss ich dank dem "Wilsberg'schen Grundgehalt" nicht mehr. Aber auch in gesundheitlicher Hinsicht war die Rolle sehr positiv: Weil Georg Nichtraucher ist, habe ich mich durchs Drehen an den Nikotinmangel gewöhnt und das Rauchen tatsächlich auch im wirklichen Leben ganz aufgegeben. Und wie meine Figur, die anfangs doch recht wortkarg war, kriege ich auch privat inzwischen mehr den Mund auf und wirke auf meine Mitmenschen so sicher freundlicher.

Fühlen sich nach den langjährigen Dreharbeiten der Stadt Münster in besonderer Weise verbunden?

Fast die Hälfte des Jahres verbringe ich durch die Dreharbeiten in NRW – abseits meines eigentlichen Hauptwohnsitzes Berlin. Für mich ist Westfalen eh Heimat, da ich in Hamm geboren wurde. Ich bin ja selbst ein typischer Westfale: ruhig und eine coole Socke. Das macht mich in dieser Rolle vermutlich auch so glaubwürdig. Genauso wie die "Rosenheim-Cops" hauptsächlich mit Bayern besetzt werden, passe ich nach Münster. Eine wunderschöne Stadt! Erst recht, nachdem ich meine heutige Frau dort kennengelernt habe. Und wir haben gerade unser verflixtes siebtes Ehejahr ohne Blessuren und glücklich hinter uns gelassen.

Wird Wilsberg denn auch mal den Bund der Ehe eingehen?

Georg wird niemals heiraten. Nicht einmal Anna Springer wird es schaffen, mit Wilsberg jemals aufs Standesamt zu gehen – privat. Und das ist auch gut so.

Hätten Sie Interesse, wie Georg ein eigenes Antiquariat führen?

Eher nicht. Ich lese zwar sehr gerne, brauche aber keine klassisch gebundenen Bücher, verschlinge Romane auch gerne auf meinem Tablet.

Wie halten Sie sich körperlich fit?

Ich gehe mit unseren Hunden täglich Gassi. Wir haben ja inzwischen zwei. Da ist einmal mein treuer, lieber Labrador Arthur. Meine Frau wollte einen eigenen. Da haben wir Holly, eine kleine quirlige Hündin, aus dem Tierheim geholt. Die beiden Vierbeiner haben wir auch zu den Dreharbeiten für die Jubiläumsfolge "Wellenbrecher" auf Norderney mitgenommen. Drei Wochen fast wie Familienurlaub.

Warum eigentlich Norderney?

Was viele nicht wissen: Die Insel kann man als den nördlichsten Stadtteil von Münster bezeichnen. Es ist wirklich so: So wie der Hamburger nach Sylt fährt, reist der Münsteraner nach Norderney. Das hat unser Team auch beim Drehen gemerkt: Wir wurden auf der Insel auffällig oft von Touristen aus dem Münsterland angesprochen.

Was macht Sie bei dem Jubiläum besonders stolz?

Neben der großen Beliebtheit beim Publikum freut mich, dass wir für so manchen heutigen Fernsehstar eine Art Geburtshelfer waren. Viele von ihnen hatten ihren ersten großen TV-Auftritt bei uns: Rebecca Immanuel, Max Herbrechter (ab Februar der neue Kommissar in der ZDF-Serie "Der Staatsanwalt"), Pierre Besson (seit einigen Jahren bei der "SOKO Köln"), Astrid M. Fünderich (heute selbst Stuttgarter "SOKO"-Chefin) und ihr Serienkollege Karl Kranzkowski... Caroline Peters (von den Eifelkrimis) spielte schon 2005 bei uns mit, auch Marie Zielcke schon lange vor ihrem Durchbruch. Aber bei den beiden spürte ich damals: Von denen wird man noch viel hören und sehen. Ich war immer glücklich mit unseren Besetzungen, auch wenn Episodendarsteller immer nur ein paar wenige Drehtage gebraucht werden, weil es in jedem Fall mehrere Verdächtige samt Angehörigen gibt.

Freuen Sie sich schon auf das nächste "Wilsberg"-Jubiläum?

Natürlich. Als wir die 50. Folge feiern konnten, dachte ich, 75 ist die nächste großartige Zahl. Heute rückt die 75 schon bedrohlich nahe, so dass ich mich eigentlich auf die 100. Folge freue. Wenn es mir nach mir geht, spiele ich Georg Wilsberg noch viele Jahre.

Das Interview führte Christian Schäfer-Koch.

25 Jahre Wilsberg: Interview mit Rita Russek

Sie sind die Frau der ersten "Wilsberg"-Stunde. 25 Jahre ist das nun her. Wer hätte diesem Format damals eine solch lange Erfolgsgeschichte zugetraut?

Die Frage stellte sich gar nicht, sondern nach der Ausstrahlung der ersten Folgen nur die: Gibt es überhaupt eine zweite? Nach einem Jahr ging es dann ja auch erst weiter. Wir steigerten uns mit der Zeit: zwei Folgen pro Jahr, dann drei, dann vier, dann zusätzlich eine Folge im Sommer... und dann vor allem mit dem Sendeplatz: von Montag auf Samstag 20.15 Uhr. Und das haben wir der kontinuierlich wachsenden Zuschauerzahl zu verdanken.

Was sind die Gründe für die positive Quotenkurve?

"Wo haben Sie denn heute Ihren Assistenten gelassen?" So werde ich von Passanten auf der Straße oft angesprochen.  Das zeigt: "Wilsberg" ist keine Reihe, in der erst einmal die Hauptfigur als zentraler Mittelpunkt und dann lange nichts um ihn herum wahrgenommen wird. Die Protagonisten werden als ein Team, eine Art Familie wahrgenommen: mit einem etwas merkwürdigen Onkel, der überkandidelten Cousine, einem angeheirateten Schwager. Wir tragen alle das Format gemeinsam, haben so einen hohen Wiedererkennungswert. Und genau das lieben wohl die Zuschauer, auch, dass wir nicht blutrünstig sind. Meine Mutter, die in ihrem hohen Alter zugegebenermaßen nicht zu den klassischen "Wilsberg"-Fans gehört, weiß das ebenso zu schätzen wie wohl die proportional auffällig vielen jungen Stammzuschauer. Die fühlen sich uns zugehörig eben wegen unseres empathischen Verhaltens. Vielleicht vermissen sie instinktiv genau das in ihrem gnadenlosen Alltag. Wir im Team gehen vor wie hinter der Kamera sehr respektvoll und freundlich miteinander um.

Das bestätigen Episodendarsteller auffällig oft vom "Wilsberg"-Set. Wie schaffen Sie dieses angenehme Klima, das bei Dreharbeiten nicht selbstverständlich ist?

Es ist uns genau das richtige Maß an Distanz und freundschaftlicher Verbundenheit gelungen. Die Distanz ist notwendig, um unsere Rollen einnehmen zu können. Über all die Jahre sind wir uns nähergekommen, man fühlt sich verbunden. Wir halten da eine gute Balance. Die zu halten ist aber vor der Kamera viel leichter – dank der Drehbücher und der Kostüme – und eben eine rein professionelle Aufgabe. Aber nach Drehschluss feiern wir, anders als viele denken, nicht jeden Abend bis in die Nacht zusammen an der Hotelbar. Oft haben wir unterschiedliche Drehzeiten, so dass Leonard zum Beispiel schon längst in seinem Zimmer die Beine hochgelegt hat und keinen Bock mehr hat, in die Stadt zu gehen, wenn ich später vom Set zurückkomme.

Ein Happy End zwischen Anna und Georg wird es nicht geben, stellt Leonard Lansink klar.

Mit einem Heiratsantrag wäre unsere Serie zu Ende. Genau das ist der Punkt. Beim Stuttgarter "Tatort" kam es so. Leonard hat da vollkommen Recht.

Wann wäre für Sie der Zeitpunkt gekommen?

Ich frage das immer mal, weil ich langfristige Planungssicherheit sehr schätze. Aber jedes Mal ernte ich ein empörtes Kopfschütteln. Dabei ist das Thema gar nicht so abwegig. Im wirklichen Leben wäre ich als Kriminalbeamtin schon längst in Pension. Film ist halt Behauptung. Und so behaupten wir, dass die Personalabteilung in Münster mein Alter übersehen hat. Oder noch besser: Es ist uns wurscht.

Das Interview führte Christian Schäfer-Koch.

25 Jahre Wilsberg: Interview mit Oliver Korittke

25 Jahre Wilsberg – 15 Jahre Ekki.

Ich hätte vor 15 Jahren niemals gedacht, dass "Wilsberg" so lange läuft, zumal es vor meinem Einstieg ja schon zehn Jahre lief. Ich habe die Rolle nicht bereut. Das Team ist für mich längst zu einer zweiten Familie – und die Drehorte Köln und Münster sind für mich Berliner zu zweiter oder dritter Heimat geworden. Und mit den Regisseuren wie Martin Enlen oder Dominic Müller arbeiten wir ja auch vertraut und oft, kennt und schätzt die gegenseitige Arbeitsweise. Solche Bedingungen sind für jeden Schauspieler und Künstler ein großes Geschenk.

Auch Ihre Rolle?

Bei Filmen wie "Bang Boom Bang" war ich eher ein Halodri. Aber meine Rolle bei "Wilsberg" ist eine viel höhere schauspielerische Aufgabe, und es macht mir auch viel Spaß, einen Finanzbeamten zu spielen, der abseits seines Schreibtischs so manches Abenteuer mit seinem Kumpel Georg erlebt.

Hat "Ekki" Ihren Blick auf Finanzämter und -beamte im Laufe der Jahre verändert?

Nein. Ich hatte früher wenig Ahnung von deren Leben – und habe es jetzt, ehrlich gesagt, auch nicht wirklich. Ich spiele den Ekki aus dem Bauch und nach Gefühl. Wenn es Szenen vorzubereiten gibt, in denen es um Steuerparagraphen geht, dann informiere ich mich etwas intensiver, ansonsten gehe ich mit einem Allgemeinwissen, das jeder von uns von diesen Behörden und Mitarbeitern im alljährlichen Kontakt hat, in diese Rolle hinein: wie bürokratisch und fast spießig das dort sein kann. Oder welche strengen autoritären Strukturen dort herrschen. Da sind die Auseinandersetzungen zwischen Ekki und Grabowski sicher nicht weit hergeholt. Da bleibt einfach bei allen Gesprächen am Ende der Untergebene der Untergebene. Und der Vorgesetzte bleibt eben der Vorgesetzte – und das hängt er auch bei jeder passenden Gelegenheit heraus.

Wie ist denn Ihr Verhältnis mit Vittorio Alfieriabseits der Kamera?

Wir haben viel Spaß miteinander, reden über Familie und Kind. Leider ist er ja nicht in jeder Folge dabei. Ich finde, dass sich seine Figur toll entwickelt hat. Privat ist er ein sehr liebenswerter Kerl.

Wie haben Sie Ekkis Entwicklung beeinflusst?

Gar nicht. Wir bekommen die Drehbücher, dann bespreche ichmeine Texte unmittelbar vor dem Dreh mit dem Regisseur. Und allen ist klar: Keiner kennt meine Figur besser als ich selber. Das Vertrauen, das ich in die Autoren habe, müssen diese auch in uns Darsteller investieren bei der Umsetzung. Ich finde gut, dass Ekki nicht mehr der Alte ist – früher saß er da ja geschniegelt und gebügelt mit Hemd und Krawatte. Meine Figur ist mir da schon äußerlich näher gekommen, was es für mich einfach macht. Auch Finanzbeamte sind nicht perfekt, machen Fehler. Aufgrund des Formates sind die Autoren natürlich eingeschränkt bei der Entwicklung von Ekkis Charakter. Er kann doch nicht plötzlich heiraten und ein klassisches Familienleben führen. Dann würde sein Zusammenspiel mit Georg nicht mehr so gut funktionieren.

Welche Folgen gefallen Ihnen am besten?

Besonders die früheren, die mehr wie ein Kammerspiel inszeniert waren, die ruhigeren. Heute ermitteln Georg, Anna und ich alle in verschiedene Richtungen, auch Ekki inzwischen auf eigene Faust vor Ort wie ein Kriminalbeamter. Früher sind wir mehr zusammen losgelaufen. So erfuhr der Zuschauer im Zusammenspiel der Figuren mehr über uns und unser Verhältnis. Aber ich verstehe, auch "Wilsberg" geht mit der Zeit: schnellere Schnitte, mehr Rollen, mal eine Aufnahme mit Drohnenflug, etwas mehr Action. "Wilsberg" ist kein "Tatort", sondern eigentlich eine Märchenwelt: Im Grunde genommen hat die Kommissarin in 25 Jahren nicht einen einzigen Fall gelöst, sondern Wilsberg mit seinem Gespann. Das ist unser wirkliches Erfolgsrezept. Und mit unserer Liebe zu den Figuren, die die Zuschauer spüren, gelingt uns dieses Märchen immer besonders gut und auf besondere Art – ein bisschen mit Köpfchen und Humor. Und wir haben einen Riesenspaß dabei.

Welche Folgen in jüngerer Zeit gefallen Ihnen?

"Die Nadel im Müllhaufen" und die erste Folge im Kloster "Im Namen der Rosi" fand ich sehr amüsant. Und aktuell freue ich mich auf die Folge, in der all die Mädchen was von mir wollen und eine mir ein Kuckuckskind ins Nest legt. Die Zusammenarbeit mit Isabell Pollack fand ich klasse. Ich muss allerdings zugeben: Ich habe nur rund die Hälfte aller Folgen gesehen.

Wieso so wenige?

Nicht aus Desinteresse, ich kenne ja eh die Folgen von den Drehbüchern und vom Set. Ich schaue samstags meistens kein Fernsehen, sondern lieber mittwochs auf ZDFneo drei Folgen hintereinander, dann bin ich wieder im Stoff drin.

25 Jahre Wilsberg: Interview mit Ina Paule Klink

25 Jahre Wilsberg – 20 Jahre Alex.

Eine lange Zeit, aber wie in einer glücklichen Ehe fühlt es sich nicht so lange an.

Wie hat die Reihe Ihr Leben verändert?

"Wilsberg" hat es geprägt. Als begeistertes Reitermädchen war ich ja schon vor meinem ersten Dreh im Münsterland von der Region fasziniert.  Die Pferdekoppel am Aasee schaue ich mir immer noch gerne an. Inzwischen habe ich auch Freunde in Münster, kenne die Stadt sehr gut, die tollen Läden zum Einkaufen und Einkehren. Inzwischen ist es für mich wie ein Zuhause.

Mit vertrauten Kollegen.

Seit Jahren verabschiede ich mich vor der Fahrt zum nächsten Dreh nicht mehr mit dem Worten: Ich muss jetzt arbeiten. Sondern es ist wie nach Hause fahren. Die Arbeitsweisen mit den Kollegen habe ich so verinnerlicht, dass man mit Respekt und gleicher Augenhöhe vor der Kamera stehen kann. Das hat unser Team gut hinbekommen.

Alex ist eine Juristin. Interessieren Sie sich wirklich für Paragraphen?

Überhaupt nicht. Der Beruf der Anwältin wäre für mich im wirklichen Leben gar nichts. Wenn ich da an meinen Ex-Schwager denke, der selbst Anwalt ist ... nein, das ist nicht meine Welt. Auch bei der Juristensprache gruselt es mich.

Wer berät Sie denn für die Rolle?

Zum Glück stehen bei "Wilsberg" die Paragraphen und Gesetze nicht im Vordergrund, sondern eher die menschliche Situation. Aber wenn ich fachliche Hilfe brauche, habe ich genug Anlaufpunkte.

Alex ist die Patentochter von Georg Wilsberg. Haben Sie selbst ein Patenkind?

Ein Junge, 13, wohnt in Hamburg. Da ich selbst keine Kinder habe, ist es schön, Max aufwachsen zu sehen. Durch ihn habe ich anfangs auch gelernt, keine Angst mehr davor zu haben, Babys falsch zu halten. Ich hatte ihn bereits im Arm, als er erst zwei Tage alt war. In der Tat habe ich mit Max solch ein inniges Verhältnis wie Alex mit Georg im Fernsehen. Er könnte mich glatt als Tochter adoptiert haben. Auch nach Drehschluss. Eine typische Szene, wenn wir beide  gemeinsam zu einer Veranstaltung gehen. Dann stellt er mich mit väterlichem Humor vor:  "Ich musste sie halt mitnehmen – mangels Babysitter."

Wenn Sie Einfluss auf die Entwicklung ihrer Figur hätten, ...

... dann wäre Alex bald mal etwas klüger bei der Auswahl ihrer Männer. Da hatte sie bisher ja gar kein gutes Händchen. Wie wäre es denn mal mit einer etwas festeren, längeren Beziehung statt immer nur einer, die maximal eine Folge hält?

Und was ist mit Ekki?

Das geht ja zwischen unseren beiden Figuren immer hin und her.

Und wie ist Ihr Verhältnis im wirklichen Leben?

Wie zu einem größeren Bruder. Wir sind beide aus Berlin, dann wird nur noch Dialekt gesprochen und viel gelacht. Wir necken uns, sagen uns die Wahrheit ins Gesicht, ungefiltert. Im Laufe der Zeit ist zwischen Oliver und mir eine tiefe Freundschaft entstanden, die weit über ein kollegiales Verhältnis hinausgeht.

Das Interview führte Christian Schäfer-Koch.

25 Jahre Wilsberg: Interview mit Roland Jankowsky

Was ist das Erfolgsrezept von "Wilsberg"?

Unsere Krimireihe ist etwas anders als andere: mehr Humor, ein Ensemble mit familiären Strukturen. Nicht der Mord steht im Vordergrund, wenig Gewalt, Mord und Totschlag. Viel wichtiger sind die Finesse, die Ermittlungsarbeit und das Verhältnis untereinander. Als wir vor 25 Jahren mit diesem Konzept begannen, waren wir die ersten. Fünf Jahre später kam dann der Münsteraner "Tatort"... Die Zuschauer mögen das.

Welche Folge verbinden Sie mit besonderen Erinnerungen?

"Gefahr im Verzug" war die erste Folge, in der Overbeck eine größere Rolle spielte: als er für ein paar Tage notgedrungen bei seinem Erzfeind Wilsberg Unterschlupf fand. Auch die Folgen auf Norderney waren durch die schöne Insel-Stimmung etwas besonderes.

Haben Sie sich als gebürtiger Leverkusener und langjähriger Wahlkölner mit den eher zurückhaltenden Westfalen im Münsterland anfreunden können?

Das war nie ein Problem. Ich finde es beachtlich, wie sich Münster entwickelt hat. So erinnert mich der neue Hafen ein bisschen an Kopenhagen mit den vielen Cafés und Kneipen, wie es sich die Menschen dort gutgehen lassen. ... Ich mag es, um den Aasee und die Promenade zu joggen, oder samstags auf den Markt zu gehen.

Wie gefällt Ihnen Ihre Rolle? Overbeck ist ja nicht gerade ein Sympathieträger.

Zum Glück ist die Figur nicht so stereotyp, dass Overbeck als Springers Assistent immer nur das Gleiche machen darf, sondern er hat ja die Facetten eines Clowns, was die Rolle für einen Schauspieler sehr interessant macht. Ich bin zurzeit auf Leserreise unterwegs. Wenn ich am Ende der Lesung bis zu zehn unterschiedliche Rollen und auch einige Dialekte gesprochen habe, ist das Publikum begeistert: "Nun haben wir Sie auch mal von einer ganz anderen Seite erlebt. Da sehen wir Overbeck künftig auch mit ganz anderen Augen." Der Schauspieler Jankowsky kann natürlich mehr als nur den Overbeck.

Er hat sich ja weiterentwickelt.

Früher war Overbeck nur der Stichwortgeber für Springer – mit zwei, maximal drei Sätzen. Das ZDF und der dortige Redakteur Martin R. Neumann haben zum Glück schnell erkannt, dass die Rolle ausbaufähig ist. Seit über 20 Jahren besteht diese Spannung zwischen Springer und Wilsberg, die sich manchmal umschleichen, wie die Katze den heißen Brei - kriegen sie sich, oder nicht? Wir können uns wunderbar aneinander reiben. An einem erwachsen gewordenen Kommissar, der manchmal einfach schräg ist, können sich alle Figuren doch wunderbar reiben, das erzeugt Spannung. Overbeck darf eben inzwischen nicht nur das Sommerfest ausrichten. Die ständige Entwicklung meiner Figur, besonders deutlich in den zurückliegenden zehn Jahren, hat mich sehr gefreut.

Das Interview führte Christian Schäfer-Koch.

25 Jahre Wilsberg: Audio-Interviews / O-Töne (downloadfähig*)

*Entsprechend der folgenden Transkriptionstexte können Sie die Audio-Interviews / O-Töne im Zusammenhang der Sendung verwenden und veröffentlichen - bitte klicken Sie auf die Schauspielernamen:

Leonard Lansink

Rita Russek

Oliver Korittke

Ina Paule Klink

 

 

Leonard Lansink

(Anmoderation:
Seit 25 Jahren ist Leonard Lansink der "Wilsberg". Ein chaotischer Privatermittler und Antiquar, klug, scharfsinnig, charmant und immer klamm. Und als fester Bestandteil des ZDF-Programms nicht mehr wegzudenken. Mit "Wilsberg" und seinen kongenialen Mitstreitern – seinem Freund und Steuerprüfer Ekki Talkötter, seiner Nichte und Rechtsanwältin Alex, Kommissarin Anna Springer und ihrem schusseligen Assistenten Overbeck – sind seit 1995 schrullige Charaktere geschaffen worden, die das ZDF-Publikum liebt. "Wilsberg" ist eines der wenigen langlaufenden Formate, das dem fragmentierenden Fernsehmarkt trotzt und sogar noch an Quote zulegen konnte. Vor einem Jahr wurde erstmals die Acht-Millionen-Marke überschritten und auch bei den 14- bis 49-Jährigen ist ein zweistelliger Marktanteil keine Seltenheit. Hermann Orgeldinger (all4radio) hat zum 25. Jubiläum und zur Jubiläumsfolge "Wellenbrecher" den Hauptdarsteller Leonard Lansink interviewt.)

 

1. Herr Lansink, 25 Jahre "Wilsberg". Hätten Sie 1995 gedacht, dass die Serie so lange laufen wird?   

Nein, weil es in Wirklichkeit auch gar nicht als Serie geplant war. Hans Janke hatte fürs ZDF das Fernsehspiel des Monats erfunden – und "Wilsberg" war ein Montagabendfilm im Jahr 1995. Und da habe ich gerne mitgespielt. Und dann kam zwei Jahre später Martin Neumann und sagte: Lass uns doch noch einen machen. Dann haben wir noch einen gemacht, und der lief auch montags. Daraufhin sagte Hans Janke: Macht mir doch meinen Montag nicht mit diesem Kram kaputt. Lasst uns doch lieber den "Wilsberg" am Samstag senden. Seitdem sind wir befördert worden und haben uns allmählich in die Herzen der Zuschauer geschlichen.

 

2. Was ist das Besondere an "Wilsberg"?

Wir machen Krimis mit Humor oder wir machen Komödien mit Krimi. Es ist die Mischform, die besonders ist. Damit haben wir auch angefangen, alle anderen haben uns das nachgemacht. Und das andere ist diese familiäre Struktur: Es gibt Anna Springer und Georg Wilsberg, dann die beiden Kinder Ekki und Alex und diesen ungeliebten Cousin Overbeck, den man so mitschleppt. Den wir nicht so gerne sehen – also die Zuschauer schon, aber wir nicht –, und in diesen Figuren erkennen sich viele Leute wieder, glaube ich.

 

3. Eine Zeitung schrieb mal, der "Wilsberg" sei wie die "Miss Marple" von Münster. Was ist das Besondere an dieser Person, die Sie spielen?

Er ist jemand, der ohne, oder ohne viele technische Hilfsmittel Kraft seines Gedankens trotzdem in 90 Minuten Probleme löst, die die ganze Münsteraner Polizei nicht lösen kann.

 

4. Also zum Beispiel ohne Handy, ohne Auto…

Ohne Handy, ohne Auto, ohne Computer. Also, wenn er so etwas dringend braucht, muss er sich das leihen. Und selbst dann kommt er damit nicht klar.

  

5. Stimmt es eigentlich, dass Sie selbst gar keinen Führerschein haben?

Ja, das stimmt. Ich selber habe keinen Führerschein. Wilsberg hat wahrscheinlich einen, aber wir können natürlich auch mal eine Folge drehen, in der man feststellt, dass Wilsberg nicht mal einen Führerschein gemacht hat – und sich trotzdem immer die Autos leiht. Ich fände das lustig.

 

6. Wie ist es, wenn Leo Lansink in Münster ist? Sie sind ja fast so etwas wie ein Ehrenbürger der Stadt…

In Münster bin ich weltberühmt, das stimmt. Es ist für mich sehr schwer, auf dem Prinzipalmarkt zu sitzen und alleine ein Bier zu trinken, ohne gleich alle 30 Sekunden ein Selfie machen zu müssen. Aber ich bin ein freundlicher Mensch und mache die Selfies dann trotzdem.

 

7. Wenn man 25 Jahren dieselbe Rolle spielt, wird man der Rolle dann nicht mal überdrüssig?

Nein, bisher nicht. Ich kenne auch wenige Kollegen, die das Privileg hatten, das so lange zu machen. Deswegen freuen wir uns auf die nächsten 25 Jahre.

 

8. Gibt es in den 70 Folgen, die Sie abgedreht haben, eine Lieblingsfolge, die Sie am besten finden?

Mir gefallen die beiden Weihnachtsfolgen ganz gut – wobei ich die erste, wenn der alte Weihnachtsmann in meinen Armen liegt und verzweifelt ist, noch ein bisschen lieber mag als die zweite.

 

9. In fast jeder Folge gibt es mehr oder weniger berühmte Kollegen, die Gastrollen übernehmen. Harald Schmidt war auch mal dabei. Wie war der Dreh mit ihm?

Harald Schmidt war super, ein super Profi und irre freundlich und angenehm. Ich hätte ihn gerne mal wieder. Er war das erfolgreiche Gegenbild von Wilsberg. Also Wilsberg, der arme Schlucker, der als Anwalt voll versagt hat, und er mit seiner eigenen Kanzlei, seiner Vorzimmerdame, die sich immer die Nägel macht. Das war schon ganz prima. Also das ist ein ganz guter Gegenentwurf.

 

10. Wie viel von Ihrer eigenen Person steckt denn nach 25 Jahren in Wilsberg?

Ich nehme mich ja selbst zur Arbeit mit, er muss also mit meinen Unmöglichkeiten und Möglichkeiten klarkommen. Er kann nicht mehr, als Lansink kann, zumindest was die Physis angeht. Glücklicherweise kann er aber intellektuell mehr. Ich muss also jemanden spielen, der schlauer ist als ich selber.

 

11. Und wie häufig werden Sie mit Herr Wilsberg angesprochen, wenn Sie unterwegs sind?

Zu 99 Prozent. Die Leute haben einfach ein besseres Gedächtnis für Gesichter als für Namen. Und dann heiße ich halt Wilsberg, so wie Götz George damals Schimmi hieß.

 

12. Nervt das?

Nein, ganz im Gegenteil. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich was falsch gemacht…

 

13. Sie haben inzwischen ja auch persönlich eine ganz besondere Beziehung zu Münster. Sie engagieren sich in Charityprojekten der Stadt, haben mit dem Oberbürgermeister schon gedreht. Ziehen Sie irgendwann mal um nach Münster?

Ja, vielleicht wenn Wilsberg die Segel streicht, kann ich mir überlegen, ob Münster nicht doch eine ideale kleinere Stadt ist, im Gegensatz zu Berlin, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Die Stadt ist ja auch wirklich schön. Aber ehrlich – im Moment habe ich nicht das Bedürfnis, weil ich da zu viele Selfies machen muss.

 

14. In jeder Folge von „Wilsberg“ taucht Bielefeld auf. Warum ist es so relevant, die Nachbarstadt von Münster abzubilden?

Das ist ganz wichtig. Ich verrate jetzt ein kleines Geheimnis: Unser Redakteur Martin Neumann kommt aus Bielefeld. Aber: Es gibt natürlich auch diese alte Rivalität zwischen der Krone Westfalens, Münster, und der Krone Ostwestfalens, Bielefeld. Beide kebbeln sich da so ein bisschen, das ist ein bisschen wie Düsseldorf und Köln. Und man weiß nicht, ob Paderborn am Ende als Sieger hervorgeht. Auf jeden Fall muss Bielefeld gelegentlich erwähnt werden.

 

15. Haben Sie es jemals bedauert, dass Sie mit dieser Rolle ein bisschen festgelegt sind?

Ach, ich bin ja nicht festgelegt. Ich kann machen, was ich will in der Zeit, die mir bleibt. Aber in Wirklichkeit ist es ja ein Privileg, eher ein Geschenk oder Lottogewinn. Es ist ja keine Strafe, das zu machen, ganz im Gegenteil. Also vielen Dank für die Gelegenheit.

                             

16. Mit Ihrer Kommissarin Anna Springer haben Sie eine Art Dauer-Zoff. Viele Zuschauer glauben, dass es bei Ihnen doch noch funken könnte. Werden die beiden jemals zusammenkommen?

Sehen wir mal. Ich glaube ja eher, dass sie will, aber er nicht. Ich denke, das bleibt so. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie irgendwann vor dem Standesamt stehen. Es sei denn, sie wird dann danach schnell erschossen. Die Frauen, für die sich Wilsberg wirklich interessiert, sterben ja früh. Deswegen wäre es eher ein Todesurteil für Anna Springer, wenn Wilsberg auf einmal anfangen würde, sie richtig zu mögen.

 

17. Die Jubiläumsfolge spielt auf Norderney. Und da haben Sie ja ein Techtelmechtel mit einer schönen Mandantin. Und Anna Springer reist Ihnen hinterher…

Ja, das stimmt. Sie reist eifersüchtig hinterher, weil sie glaubt, dass er sich mit einer jungen exotischen Schönheit rumtreibt. Aber dann endet es so, dass beide nicht mehr so verfeindet sind wie ganz am Anfang.

 

18. Das ist schon der zweite "Wilsberg", der auf Norderney gedreht wurde. Wie waren denn die Dreharbeiten?

Die Friesen sind irre nett zu uns und wir sind nett zu ihnen. Das Wetter war ein bisschen schwierig, aber – und das kann das Fernsehen – es sieht besser aus, als es war. Man sieht uns die Kälte nicht an, das ist ganz erfreulich. Und wir waren ganz glücklich da.

 

19. Und es wird spannend, weil wieder mal ein Mord passiert. Wobei das Thema Mord bei „Wilsberg“ eigentlich gar nicht so wichtig ist…

Das stimmt. In Wirklichkeit ist es was Gutes an "Wilsberg", also diese Mischform aus Krimi und Komödie. Manchmal gewinnt halt der Krimi – und manchmal die Komödie.

 

20. "Wilsberg" feiert 25. Geburtstag. Was wünschen Sie sich denn als Geburtstagsgeschenk für die Serie?

Als wir 50 Teile gedreht hatten, dachte ich, 75 ist eine gute Zahl. Inzwischen denke ich, 100 ist eine gute Zahl. Also wenn wir 100 schaffen, bin ich glücklich.

 

(Abmoderation:
Das ZDF zeigt zum 25. Geburtstag von „Wilsberg“ die Jubiläumsfolge „Wellenbrecher“ am Samstag, 8. Februar um 20 Uhr 15.)

 

 

Rita Russek

 

(Anmoderation:
Man kennt sie als Kommissarin Anna Springer in der Münsteraner ZDF-Krimi-Serie "Wilsberg" an der Seite von Leonard Lansink: Rita Russek. Dominant, manchmal brummelig, scheut sie keine Konfrontation mit Wilsberg und wird dabei gerne auch mal aggressiv. Mit Georg Wilsberg und Anna Springer und ihren kongenialen Mitstreitern – dem Steuerprüfer Ekki Talkötter, Wilsbergs Nichte und Rechtsanwältin Alex und dem schusseliger Assistenten Overbeck – hat das ZDF in 25 Jahren eine Erfolgs-Krimi-Serie geschaffen, die vom Publikum geliebt wird. "Wilsberg" ist eines der wenigen langlaufenden Formate, das dem fragmentierenden Fernsehmarkt trotzt und sogar noch an Quote zulegen konnte. Vor einem Jahr wurde erstmals die Acht-Millionen-Marke überschritten und auch bei den 14- bis 49-Jährigen ist ein zweistelliger Marktanteil keine Seltenheit. Hermann Orgeldinger (all4radio) hat sich zum 25. Jubiläum und zur Jubiläumsfolge "Wellenbrecher" mit Hauptdarstellerin Rita Russek unterhalten.)

 

1. Frau Russek, die Serie "Wilsberg" wird 25 Jahre alt. Sie selbst sind seit 1998 dabei. Was bedeutet Ihnen dieses Jubiläum?

Erst mal ist mir gar nicht bewusst gewesen, dass es 25 Jahre sind. 25 Jahre, das klingt natürlich schockierend. Also da war ich doch noch eine scheinbar ganz junge Frau und jetzt ist man 25 Jahre älter. Das ist das Einzige, was mich an dieser Zahl 25 – zwar nicht wirklich – schockiert, aber doch auch amüsiert. Ansonsten ist dies halt ein Beweis für eine offensichtlich sehr geschätzte Arbeit, was ja toll ist.

 

2. Was hat Sie an der Person der Kommissarin gereizt? 

Das kann ich gar nicht sagen, weil es etwas Gewachsenes ist. Anfangs war es nur die Rolle einer Kommissarin. Es geht um einen versifften Privatdetektiv und du hast einen Assistenten. Der hatte damals noch nicht mal einen Namen. Und dass sich das dann alles so entwickelt hat, dass das auch so eine Formation wurde, die man als Familie bezeichnen kann, das war damals 1998 gar nicht abzusehen, zumal wir da ja nur sehr vereinzelt gedreht haben. Aber dann war klar: Wir haben uns so in diese Familienkonstellation eingegroovt, dass es jetzt auch schwer sein würde, einfach aufzuhören.

 

3. Diese Harmonie spüren auch die Zuschauer. Wie laufen denn die Dreharbeiten am Set?

Genauso, wie es die Zuschauer wahrnehmen. Aber letzten Endes muss man das als Profi immer behaupten. Das muss immer so wahrgenommen werden, als seien wir eine wunderbare Familie. Selbst wenn man mit Kollegen spielt, die man vielleicht nicht so schätzt, aus welchen Gründen auch immer. Aber von denen hatten wir übrigens nie irgendjemanden in einer der Folgen. Eigentlich ist diese Familienkonstellation auch das Gerüst.

 

 4. Wie hat sich Ihre Rolle im Laufe der Jahre entwickelt und wie viel Rita Russek steckt in Anna Springer?    

Da es keine Vorgaben gab – im Sinne von: Das ist ein Text und das ist eine Geschichte – bastelt man sich einen Teilhintergrund. Sie ist alleinlebend, sie ist manchmal auch einsam, aber sie hat einen Job in einer Zeit, die nicht dazu angetan war vor 25 Jahren, Kriminalkommissarin oder Kriminalhauptkommissarin zu sein. So zieht man sich dann ein bisschen was Biografisches ran. Das bedeutet, sie muss Durchsetzungsvermögen haben. Anders geht das gar nicht. Also kann sie kein Heimchen am Herd sein. Und dann denke ich: Das ist gut, da entspricht mir schon mal einiges, ich bin auch kein Heimchen am Herd. Und so entwickeln sich die Dinge langsam.

 

5. Die Zuschauer spüren auch, dass sich Wilsberg und Anna Springer unheimlich mögen – aber nicht zusammenkommen. Den ersten Kuss gab es ja erst nach 18 Jahren, 2013 war das… 

(lacht) Da wissen Sie mehr als ich. Ich habs nicht so mit Jahreszahlen. Wie nennt man Teile, auf denen man balancieren kann? Die haben unten so einen runden Boden. Man soll sich beim Zähneputzen draufstellen, damit man Koordination lernt oder die Fußmuskulatur trainiert. Das ist die Basis ihrer Beziehung. Es wackelt hin und her, aber offensichtlich verlassen beide nicht dieses kleine Podium.

 

6. Das zeigt sich besonders in der Jubiläumsfolge, die auf Norderney spielt: Anna Springer reist Wilsberg hinterher – aus Eifersucht. Wie waren die Dreharbeiten auf Norderney?

Schrecklich, weil es so viel Wind gab. Man sah aus wie ein Besen und die Worte wurden einem aus dem Mund gesogen. Und ein Lob an die Tontechniker, sie haben es trotzdem hingekriegt, dass wir nicht viel nachsynchronisieren mussten. Insofern war es schrecklich. Ansonsten ist es immer schön, es ist ja ein bisschen Urlaub.

 

7. Die erste Folge, die auf Norderney spielte, hatte eine Rekord-Einschaltquote. Die zweite jetzt wird es wohl auch haben. Liegt es vielleicht daran, dass die Zuschauer ganz froh sind, wenn das Team Münster mal verlässt?

Das weiß ich gar nicht. Ich bin ja sehr gerne in Münster, ich finde Münster wunderbar. Aber ja klar, es macht den Anschein, als würde da etwas passieren, was ein bisschen neben der Krimi-Geschichte läuft. Und ich weiß ja, dass die Leute immer wahnsinnig interessiert daran waren, wie geht die Geschichte mit den beiden weiter. Das verwundert mich, aber es ist so. Sie wünschen sich in irgendeiner Form ein Happy End oder dass es mal zur Sache geht oder so, keine Ahnung. Und da vermutet man das an einem Urlaubsort wohl eher.

 

8. "Wilsberg" feiert 25. Geburtstag. Was wünschen Sie der Serie?

Dass wir alle einigermaßen gesund auf den Füßen bleiben, sodass uns nicht ein unverhoffter Wind von Bord weht, sondern es dann irgendwann einfach mal zu Ende ist. Also smooth solls gehen.

 

(Abmoderation:
Das ZDF zeigt zum 25. Geburtstag von „Wilsberg“ die Jubiläumsfolge „Wellenbrecher“ am Samstag, 8. Februar um 20 Uhr 15.)

 

 

 

 

Oliver Korittke

 

(Anmoderation:
Seit 25 Jahren ist Leonard Lansink der "Wilsberg". Ein chaotischer Privatermittler und Antiquar, der zum Glück die richtigen Freunde hat. Zum Beispiel Ekki Talkötter, der Georg Wilsberg immer sein Auto oder sein Handy leiht – wenn auch nicht mit großer Begeisterung – und gelegentlich auch seine Position als Steuerfahnder ausnutzt und in den Steuerunterlagen eines Verdächtigten blättert.
Gespielt wird Ekki von Oliver Korittke, einem Schauspieler, der schon von Kindesbeinen an vor der Kamera steht. Bereits mit vier Jahren wurde der kleine Oliver in der Kneipe seines Großvaters für die "Sesamstraße" entdeckt. Seit 2005 ist Oliver Korittke fester Bestandteil der Kult-Krimi-Reihe "Wilsberg", die aus dem ZDF-Programm nicht mehr wegzudenken ist. Gemeinsam mit Georg Wilsberg und dessen Nichte und Rechtsanwältin Alex, in die Ekki wohl auch ein wenig verknallt ist, der Kommissarin Anna Springer und ihrem schusseligen Assistenten Overbeck sorgt Ekki in Münster dafür, dass die Verbrecher ein schweres Leben haben. Hermann Orgeldinger (all4radio) hat zum 25. Jubiläum Oliver Korittke interviewt.)

 

1. Frage: Oliver Korittke, 25 Jahre "Wilsberg", 15 Jahre sind Sie als Ekki dabei. Was ist das für ein Jubiläum für Sie?

Wenn mir jemand vor 15 Jahren gesagt hätte, du machst das mal 15 Jahre, hätte ich gesagt, sechs reichen auch. Mittlerweile bin ich unglaublich dankbar darüber. Ich habe die Möglichkeit gehabt, mich in der Figur zu entwickeln und mich durch dieses Format privat, in Anführungszeichen, abzusichern. Ich habe Menschen kennengelernt, die ich einfach über alles mag, ich habe mit den Menschen und den Kollegen, die ich da habe, eine neue Familie. Ich treffe immer neue Regisseure, mit denen ich auch mal etwas anderes arbeiten kann, wenn man sich anständig benommen hat und es kommen tolle Kollegen in Episodenrollen dazu. Im Großen und Ganzen ist das einfach ein schönes Jubiläum. Diese „Wilsberg“-Familie und diese Figur Ekki Talkötter ist natürlich auch für mich rein künstlerisch eine tolle Sache, weil ich damit beweisen kann, dass ich den Beruf vielleicht einigermaßen kann, den ich da ergriffen habe oder den ich durch Zufall machen durfte und jetzt immer noch mache.

 

2. Frage: Sie haben gesagt, die Person, die Rolle von Ekki hat sich entwickelt. Wie viel von Ihnen selber steckt inzwischen in Ekki?

Das fließt natürlich immer mehr ein, dadurch dass das ganze Format auch etwas moderner geworden ist und nicht mehr diese kammerspielartigen Episoden hat. Das heißt, mehr Menschen spielen mit, die Story ist ein bisschen verwobener und wir ermitteln teilweise auch alle alleine oder sind auch mal zwei Folgen, so wie jetzt Rita, gar nicht dabei. Und der Ekki ist mir immer näher gekommen. Das ist die Entwicklung der Bücher, der Autoren, der Zeit, in der wir jetzt einfach leben. Und ich finde auch, dass es richtig ist, das ein bisschen anzupassen. Wenn man überlegt, dass der Ekki mit großkragigen Hemden, hässlichen, breiten Schlipsen und dicken Kotletten angefangen hat und jetzt im Grunde genommen zu einem erwachsenen mittelälteren Herrn in diesem Format herangewachsen ist, finde ich das toll. Es wäre ja schlimm, wenn das immer noch dasselbe wäre und der sich an der Seite von all diesen Menschen, die er da immer hat, nicht entwickelt hätte.

 

3. Frage: Wie oft werden Sie eigentlich mit Ekki angesprochen, wenn Sie irgendwo am Flughafen oder auf der Straße jemanden treffen?

Sehr oft. Es war letztens sehr lustig. Ich war am Flughafen und dann kam jemand zu mir und fragte, ob er ein Foto mit mir machen darf. Und da habe ich gesagt: ‚Ja natürlich, sehr gerne.‘ Und dann hat er ein Foto mit mir gemacht und als er weggegangen ist, hat er gesagt: ‚Ich wollte Ihnen nur sagen, dass das Foto mir sehr viel bedeutet. Ich liebe Stromberg über alles.‘ Und das war irgendwo sehr süß und mit Stromberg verglichen zu werden ist nun auch nicht so schlecht, das ist eigentlich auch ein sehr tolles Format gewesen.

 

4. Frage: Jetzt spielen Sie in "Wilsberg" einen Steuerbeamten. Haben Sie irgendwann mal, als Sie zum Finanzamt gingen oder mal einen Steuerbeamten getroffen haben, mit dem geredet, was er von Ihrer Rolle hält?

Nein, nicht wirklich. Ich hatte aber, wenn ich ganz ehrlich bin, vor zwei Jahren auch mal meine Probleme. Also wirklich nur im kleinen Rahmen, aber ich musste dann auch dort hin und ich war erstaunt, dass es viel grauer ist, als wir das dort zeigen. Ich glaube, es stimmt, dass da eine gewisse Hierarchie herrscht. Ich sage ja immer, dass ich keinen Steuerbeamten spiele, sondern einen Menschen, der Steuerfahnder ist. Das ist, glaube ich, der feine Unterschied.

 

5. Frage: Sie haben vorher über die Entwicklung der Rolle gesprochen. Ich weiß, dass Sie Sneaker sammeln. Sie haben, glaube ich, zweieinhalbtausend davon und ich habe in den letzten Folgen, auch in denen, die jetzt kommen, geguckt. Ab und zu tragen Sie auch Sneaker….

Ich habe eigentlich relativ häufig Turnschuhe an. Wir müssen halt mit den Marken ein bisschen aufpassen und mit dem was – sagen wir mal - die poppige Art angeht. Weil der Ekki ist einfach nicht der Typ, der rote Turnschuhe trägt. Aber im Großen und Ganzen darf ich mittlerweile auch Turnschuhe anhaben, was einfach irgendwo ab 50 auch bequemer zum Tragen ist und es passt auch immer ganz gut, finde ich.

 

6. Frage: Was reizt Sie am Sneaker-Sammeln?

Vor 30 Jahren war das noch das Gold des kleinen Mannes. Wenn man da zwei tolle Turnschuhe hatte, das war einfach etwas ganz besonderes, wie die Baseball-Jacke oder wie die Collage-Jacke oder wie das Cappy damals. Ich habe diese Amerika-Affinität, also auch was Comic- und Spielzeugsammeln noch angeht. Das gehört eigentlich zu mir.

 

7. Frage: 25 Jahre ist ein tolles Jubiläum, da darf man sich etwas wünschen. Was wünschen Sie „Wilsberg“? Ich wünsche mir auf jeden Fall einhundert Folgen.

 

 

 

Ina Paule Klink

 

(Anmoderation:
Ina Paule Klink ist das Nesthäkchen in der ZDF-Krimiserie „Wilsberg“, die jetzt im Februar ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. Und das obwohl sie auch schon seit 20 Jahren zuverlässig einmal im Monat an einem Samstagabend zur Hauptsendezeit im ZDF auftaucht, als Patentochter des Antiquars und Privatdetektivs Georg Wilsberg. Gemeinsam mit Georg Wilsberg, dem Steuerprüfer Ekki Talkötter, Kriminalhauptkommissarin Anna Springer und ihrem schusseligen Assistenten Overbeck löst sie die kleinen und größeren Verbrechen in Münster. „Wilsberg“ gilt als Kultserie und hat es geschafft, vom Publikum geliebt zu werden, das zeigen die Quoten: Die Serie ist eines der wenigen langlaufenden TV-Formate, das dem fragmentierenden Fernsehmarkt trotzt und sogar noch an Quote zulegen konnte. Vor einem Jahr wurde erstmals die Acht-Millionen-Marke überschritten und auch bei den 14- bis 49-Jährigen ist ein zweistelliger Marktanteil keine Seltenheit. Hermann Orgeldinger (all4radio) hat sich zum 25. Jubiläum mit Ina Paule Klink unterhalten.)

 

1. Ina Paule Klink, seit 25 Jahren gibt es die Serie „Wilsberg“ und Sie sind seit 20 Jahren dabei. Was bedeutet Ihnen dieses Jubiläum?

Erstmal ist es natürlich die erste Reihe meines Lebens, die 25 Jahre Jubiläum hat. Und für mich ist es natürlich etwas sehr Besonderes. Ich muss ganz ehrlich sagen, es fühlt sich überhaupt gar nicht nach 20 Jahren an. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Wie in einer guten Ehe, wo man nicht merkt, dass man schon 20 Jahre verheiratet ist. Also ich bin seit 20 Jahren mit „Wilsberg“ verheiratet, wenn man so möchte. Und es fühlt sich nicht so an. Dementsprechend ist es etwas mega Besonderes und ich bin immer noch ein bisschen schockiert, dass es wirklich schon 25 Jahre existiert und sich so lange gehalten hat und immer noch so beliebt ist.

 

2. Was ist die Erklärung dafür, dass die Krimireihe so beliebt ist und dass sie 25 Jahre gehalten hat?

Das ist immer die Frage der Fragen. Die bekommen wir so oft gestellt. Mir fällt immer irgendwie ehrlich gesagt nur ein, dass es wirklich ein Krimi für die ganze Familie ist. Da kann wirklich jeder mitschauen, Alter fast egal. Es gibt nicht wirklich viele aufgeschlitzte Leichen und man hat so ein bisschen immer diese Rituale, die Menschen heutzutage ja sehr brauchen, vielleicht sogar mehr als früher. Rituale, die innerhalb unserer „Wilsberg“-Familie immer wieder stattfinden und auch immer wieder abgerufen werden müssen – und wir wollen das auch. Ich glaube, da haben sich die Leute auch ein bisschen drin verliebt und es ist immer wieder schön, wenn man an diesen Ort zurückkehrt und da weitermachen kann, wo man aufgehört hat.

 

3. Und es war die erste Krimiserie, wo der Humor eine große Rolle spielt. „Wilsberg“ ist nicht bierernst, es wird immer auch gelacht…

Genau, also vor und hinter der Kamera. Im Zweifel fühlt man das als Zuschauer ein bisschen, auch wenn man bei den Dreharbeiten nicht dabei ist. Ich glaube sowieso, dass bemerkt wird, wenn das Team Spaß beim Drehen und hinter der Kamera hat. Das spiegelt sich wider und ich glaube, das ist so ein bisschen unser Rezept.

 

4. Ihre Figur Alex hat sich toll entwickelt, von der Praktikantin zur Rechtsanwältin und manchmal auch sehr wichtigen Partnerin von Wilsberg, der ja doch das ein oder andere falsch macht. Wie sehen Sie Ihre Rolle? Wie hat sie sich entwickelt?

Ich finde, Alex ist in den 20 Jahren wirklich sehr, sehr toll erwachsen geworden. Sie hat wahnsinnig viel dazugelernt, sie macht oft, an einigen Stellen, vor allem was die Liebe betrifft, immer noch die gleichen Fehler. Gut, Dinge dürfen sich manchmal halt auch nicht ändern und tun das im Zweifel auch nicht. Vielleicht wirds ja noch. Man weiß nicht, wie lange wir das noch machen. Ich habe vielleicht noch ein bisschen Zeit, um die Rolle da ein bisschen hinzubringen, dass da weniger Fehler passieren, aber im Großen und Ganzen ist sie wirklich mit mir zusammen gereift. Das ist auch immer wieder interessant zu sehen, wie die Rolle und ich wirklich von außen und innen zusammengeschweißt wurden. Das macht mich auch ein bisschen stolz, gebe ich zu.

 

5. Steckt viel von Ina Paule Klink in Alex?

(lacht) Ja, also ich muss leider sagen: Es ist so. Ich habe so früh angefangen, diese Rolle zu spielen und ich sage schon sehr, sehr lange nicht mehr „Ich fahre zum Drehen oder Arbeiten“, ich nenne es „Ich fahre nach Hause“. Es hat in dem Sinne auch nichts mehr mit Spielen zu tun, ich fühle es einfach komplett. Es ist natürlich ein sehr großer Teil von mir in Alex drin. Ich hatte am Anfang das Glück, dass die Produzenten, die Redaktion und auch die Regie mir ziemlich viel Freiraum gelassen haben. Und ich hatte wunderbare Kollegen, die mir geholfen haben: Leonard Lansink, Rita Russek, Heinrich Schafmeister, Oliver Korittke und auch Roland Jankowsky. Also alle drumherum haben mit Zuckerbrot und Peitsche mich manchmal geführt und mir tolle Tipps gegeben und dementsprechend habe ich viel da reinbringen können, auch mit Hilfe der Kollegen. Da ist schon viel Paule drin, ja.

 

6. Als Sie 2000 angefangen haben, waren Sie das Nesthäkchen. Wie arbeitet es sich denn mit den älteren Kollegen?

Also, ich bin immer noch das Nesthäkchen von allen. Die Jüngste muss manchmal ein bisschen mehr kämpfen, wie das immer so ist – wie bei Eltern mit ihren Kindern –, dass man auch ein bisschen gehört wird. Aber alles natürlich mit voller Liebe. Es hat sich insgesamt im Verhältnis eigentlich nichts verändert.

 

7. Sie sind nicht nur Schauspielerin, sondern auch Sängerin. Sie treten als „Paule“ auf. Wie kam es eigentlich zu einem Männernamen als Vornamen?

Meine Eltern erwarteten einen Jungen und ich wurde ein Mädchen. So ungefähr war das ein bisschen. Am Ende des Tages war es wirklich so, dass meine Eltern so gerne einen Paul oder einen Paule gehabt hätten und mich dann wahrscheinlich gesehen haben, als ich da war, und dachten so: Völlig egal, irgendwie ist es trotzdem ein Paule, und somit existierte ich dann sehr lange in meiner Kindheit als Paule. Viele haben mich wirklich auch eher bei diesem Namen, als beim anderen Namen genannt. Sie haben aber natürlich auch gedacht, dass ich ein Junge wäre, weil ich sehr lange wie ein Junge aussah. Ich glaube, als ich 12 oder 11 war, habe ich angefangen, meine Haare langwachsen zu lassen. Ab da waren die Leute sich nicht mehr sicher, ist es ein Mädchen oder ein Junge? Der Ursprung war, dass mein Vater ein wahnsinniger Paul Schockemöhle-Fan war und daher rührt das Ganze.

 

8. Gibts eigentlich mal die Chance auf eine Gesangseinlage bei „Wilsberg“?

Gabs schonmal, ohne Scheiß! Sehr, sehr lange her. Das war irgendwie in den ersten Jahren meines „Wilsberg“-Daseins. Ich glaube, es war 2003 oder 2002. Da hatte ich eine Platte oder Single draußen und die wurde in einer Szene im Hintergrund gespielt. Da war ich in irgendeinem Zimmer eingesperrt oder so. Ich glaube, es war mit Nils Nelleßen, der war auch in dem Raum. Das weiß ich noch. Ansonsten, ne, geplant ist es nicht, aber ich bin jetzt natürlich wieder aktiver. Ich mache gerade ein Album, das soll in der ersten Hälfte des Jahres rauskommen und ich hoffe, dass ich das auch schaffe. Wir fangen ja auch bald wieder an zu drehen. Aber das ist eine schöne Idee, das könnte ich mal vorschlagen.

 

9. Sie waren auch mal Radiomoderatorin bei Radio Fritz in Berlin…

Ja, stimmt. Und das gar nicht so kurz, ehrlich gesagt. Es war immer eine vierstündige Livesendung am Sonntag mit jemand zusammen, das hilft. Und da wurde ich eigentlich auch eiskalt ins Wasser geworfen, schönerweise. Es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht, aber ich merkte irgendwie, Radio und Fernsehen sind schon unterschiedliche Geschichten. Beim Radio muss man wirklich richtig Lust haben zu reden. Und ich glaube, ich war damals noch ein bisschen zu schüchtern. Das wäre heute vielleicht ein bisschen anders (lacht). Ich erinnere mich aber, dass es trotzdem eine riesige Erfahrung war. Vor allem habe ich noch das alte Radiomachen kennengelernt. Ich durfte noch Bänder schneiden. Das war schon ziemlich geil. Was habe ich mich an denen immer verklebt und sie auch versaut. Es hat viel Spaß gemacht: Interview führen, Redaktionsarbeit und so. Das war sehr interessant. Tolles Medium! 

 

10. Wie häufig werden Sie auf der Straße mit Alex angesprochen?

Die Leute sind sehr respektvoll. Sie gucken, sie schauen… aber ja, es passiert schon öfter Mal. Die Meisten schauen aber nur, grinsen und sagen ‚Danke. Wir freuen uns immer, wenn wir Sie sehen‘. Früher war das für mich immer ungewohnt, da konnte ich nie mit umgehen. Mittlerweile bin ich aber wirklich sehr stolz. Irgendwie sind wir ja inzwischen doch Kult. Das macht einerseits stolz, andererseits hat man irgendwie eine Aufgabe und eine Verantwortung, die toll ist und wo es sich lohnt, stolz drauf zu sein.

 

11. Gucken Sie eigentlich „Wilsberg“-Folgen, wenn eine neue kommt?

Ja, wenn ich kann, gucke ich das. Dann gibts Samstagabend schön Essen und dann wird geschaut. Ich würde sogar sagen, ich habe fast jede Folge geschaut, die neu kam. Ich sitze jetzt nicht Mittwochabends bei ZDFneo vorm Programm, das passiert eher aus Versehen, wenn ich dann irgendwo bin und durchzappe und irgendwas sehe. Dann denke ich: ‚Was ist das denn für eine Folge?‘. Die erkenne ich dann meistens nicht mehr. So ist es halt bei 70 Filmen – und wir reden ja nicht von kleinen Filmen, sondern es sind ja wirklich 90-Minüter –, da kommt man auch mal durcheinander. Es ist auf jeden Fall so, dass ich es witzigerweise doch auch gerne schaue.

 

12. Zum 25. Geburtstag darf man sich natürlich etwas wünschen. Was wünschen Sie sich für Ihre Rolle und für „Wilsberg“?

Ich wünsche mir für uns alle, dass es natürlich noch weitergeht und dass wir wahnsinnig viele schöne Geschichten weiterhin erzählen können. Und dass wir weiter kreativ bleiben, sowohl bei uns als auch bei den Drehbüchern. Für mich als Alex wünsche ich mir, dass es nicht stagniert, dass es weiterhin eine Entwicklung gibt. Da habe ich einen Anteil dran, da werde ich auch für sorgen. Aber am Ende des Tages ist eigentlich alles super.

 

(Abmoderation:
Das ZDF zeigt zum 25. Geburtstag von „Wilsberg“ die Jubiläumsfolge „Wellenbrecher“ am Samstag, 8. Februar um 20 Uhr 15.)

25 Jahre Wilsberg: Alle Folgen

Montag, 20. Februar 1995, 20.15 Uhr
(1) Wilsberg: Und die Toten lässt man ruhen
Buch: Jürgen Kehrer, Regie: Dorothea Neukirchen
Mit Joachim Król, Katja Studt, Heinrich Schafmeister

 

Montag, 25. Mai 1998, 20.15 Uhr
(2) Wilsberg: In alter Freundschaft
Buch: Bernd Schadewald, Regie: Dennis Satin
Mit Marie Zielcke, Barbara Rudnik

 

Montag, 22. November 1999, 20.15 Uhr
(3) Wilsberg und die Tote im See
Buch: Dennis Satin, Regie: Dennis Satin
Mit Rebecca Immanuel, Nadine Tschanz

 

Samstag, 3. Februar 2001, 20.15 Uhr
(4) Wilsberg und der Mord ohne Leiche
Buch: Jürgen Kehrer, Regie: Dennis Satin
Mit Heinrich Schafmeister, Rolf Kanies, Thomas Hackenberg

 

Samstag, 20. Oktober 2001, 20.15 Uhr
(5) Wilsberg und der Schuss im Morgengrauen
Buch: Jürgen Kehrer, Regie: Dennis Satin
Mit René Hofschneider, Katharina Abt

 

Samstag, 13. April 2002, 20.15 Uhr
(6) Wilsberg und der letzte Anruf
Buch: Ralf Löhnhardt, Regie: Dennis Satin
Mit Angela Roy, Dietmar Mues, Harald Schmidt

 

Samstag, 23. November 2002, 20.15 Uhr
(7) Wilsberg und der Tote im Beichtstuhl
Buch: Ulli Stephan, Regie: Manuel Siebenmann
Mit Jeanette Hain, Erich Hallhuber, Joe Bausch

 

Samstag, 3. Mai 2003, 20.15 Uhr
(8) Wilsberg und der stumme Zeuge
Buch: Heidrun Arnold und Jens Urban, Regie: Peter Lichtefeld
Mit Max Herbrechter, Thomas Sarbacher

 

Samstag, 18. Oktober 2003, 20.15 Uhr
(9) Wilsberg: Letzter Ausweg Mord
Buch: diverse, Regie: Dennis Satin
Mit Ralph Herforth, Daniel Aichinger

 

Samstag, 14. Februar 2004, 20.15 Uhr
(10) Wilsberg: Der Minister und das Mädchen
Buch: Jürgen Kehrer und Dennis Satin, Regie: Dennis Satin
Mit Peter Prager, Berthold Tillmann (Oberbürgermeister Münster)

 

Samstag, 1. Mai 2004, 20.15 Uhr
(11) Wilsberg: Tod einer Hostess
Buch: Ulli Stephan, Regie: Manfred Stelzer
Mit Rolf Hoppe, Leslie Malton

 

Samstag, 6. November 2004, 20.15 Uhr
(12) Wilsberg: Tödliche Freundschaft
Buch: Thorsten Näter, Regie: Thorsten Näter
Mit Monica Bleibtreu, Walter Kreye, Max von Pufendorf

 

Samstag, 5. März 2005, 20.15 Uhr
(13) Wilsberg: Schuld und Sünde
Buch: Ulli Stephan, Norbert Eberlein, Regie: Buddy Giovinazzo
Mit Franziska Walser, Johanna Klante, Barnaby Metschurat

 

Samstag, 14. Mai 2005, 20.15 Uhr
(14) Wilsberg: Todesengel
Buch: Jürgen Kehrer, Regie: Buddy Giovinazzo
Mit Caroline Peters, Helmut Zierl

 

Samstag, 19. November 2005, 20.15 Uhr
(15) Wilsberg: Ausgegraben
Buch: Timo Berndt, Regie: Peter F. Bringmann
Mit Pierre Besson, Stephan Kampwirth

 

Samstag, 4. Februar 2006, 20.15 Uhr
(16) Wilsberg: Callgirls
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Walter Weber
Mit Astrid M. Fünderich

 

Samstag, 25. März 2006, 20.15 Uhr
(17) Wilsberg: Falsches Spiel
Buch: Thorsten Näter, Regie: Peter F. Bringmann
Mit Susanne Schäfer, Burghart Klaußner

 

Samstag, 2. Dezember 2006, 20.15 Uhr
(18) Wilsberg: Tod auf Rezept
Buch: Thorsten Näter, Regie: Marc Hertel
Mit Janette Rauch, Rebecca Rudolph

 

Samstag, 17. Februar 2007, 20.15 Uhr
(19) Wilsberg: Miss-Wahl
Buch: Stefan Rogall, Regie: Walter Weber
Mit Ole Puppe, Felix Vörtler

 

Samstag, 7. April 2007, 20.15 Uhr
(20) Wilsberg: Die Wiedertäufer
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Martin Gies
Mit Michael Mendl, Bruno F. Apitz

 

Samstag, 27. Mai 2007, 20.15 Uhr
(21) Wilsberg: Unter Anklage
Buch: Timo Berndt, Regie: Martin Gies
Mit Stephen Dürr, Dietrich Hollinderbäumer

 

Samstag, 12. Januar 2008, 20.15 Uhr
(22) Wilsberg: Filmriss
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Reinhard Münster
Mit Philipp Moog, Karl Kranzkowski

 

Samstag, 8. März 2008, 20.15 Uhr
(23) Wilsberg: Royal Flush
Buch: Timo Berndt, Regie: Reinhard Münster
Mit Tobias Oertel, Fiona Coors, Stephan Grossmann

 

Samstag, 26. April 2008, 20.15 Uhr
(24) Wilsberg: Interne Affären
Buch: Ulli Stephan, Regie: Catharina Deus
Mit Katharina Wackernagel, Götz Schubert, Michael Kessler

 

Samstag, 27. Dezember 2008, 20.15 Uhr
(25) Wilsberg: Das Jubiläum
Buch: Stefan Rogall, Regie: Reinhard Münster
Mit Saskia Vester, Peter Sattmann, Uwe Rohde

 

Samstag, 11. April 2009, 20.15 Uhr
(26) Wilsberg: Der Mann am Fenster
Buch: Sönke Lars Neuwöhner, Regie: Reinhard Münster
Mit Jörg Schüttauf, Johann von Bülow

 

Samstag, 25. April 2009, 20.15 Uhr
(27) Wilsberg: Doktorspiele
Buch: Matthias Keilich, Khyana el Bitar
Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Elena Uhlig, Helmut Berger, Wanja Mues

 

Samstag, 16. Dezember 2009, 20.15 Uhr
(28) Wilsberg: Oh du tödliche
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Mandala Tayde, Bernhard Schütz

 

Samstag, 20. März 2010, 20.15 Uhr
(29) Wilsberg: Gefahr im Verzug
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Martin Brambach, Götz Schubert

 

Samstag, 25. November 2010, 20.15 Uhr
(30) Wilsberg: Bullenball
Buch: Timo Berndt, Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Jasmin Schwiers, Hanno Friedrich

 

Samstag, 8. April 2011, 20.15 Uhr
(31) Wilsberg: Frischfleisch
Buch: Jan Martin Scharf, Arne Nolting, Regie: Hans-G. Bücking
Mit Lavinia Wilson, Bülent Sharif, Tina Ruland, Hugo Egon Balder

 

Samstag, 11. Juni 2011, 20.15 Uhr
(32) Wilsberg: Tote Hose
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Bianca Hein, Sigmar Solbach, Katharina Abt, Götz Schubert

 

Samstag, 28. September 2011, 20.15 Uhr
(33) Wilsberg: Im Namen der Rosi
Buch: Matthias Keilich, Khyana el Bitar, Regie: Hans-G. Bücking
Mit Dietmar Mues, Stefan Reck

 

Samstag, 25. Januar 2012, 20.15 Uhr
(34) Wilsberg: Aus Mangel an Beweisen
Buch: Jürgen Kehrer, Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Claudia Michelsen, Stephan Kampwirth, Kai Scheve

 

Samstag, 18. Februar 2012, 20.15 Uhr
(35) Wilsberg: Die Bielefeld-Verschwörung
Buch: Timo Berndt, Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Heinrich Schafmeister, Marion Mitterhammer, Alwara Höfels

 

Samstag, 7. April 2012, 20.15 Uhr
(36) Wilsberg: Halbstark
Buch: Martin Eigler, Regie: Hans-Günther Bücking
Mit Anja Kruse, Bernhard Schir, Johanna Gastdorf, Heike Trinker

 

Samstag, 26. Januar 2013, 20.15 Uhr
(37) Wilsberg: Die Entführung
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Dominic Müller
Mit Alexander Schubert, Michael Rotschopf

 

Samstag, 6. März 2013, 20.15 Uhr
(38) Wilsberg: Treuetest
Buch: Jan Martin Scharf und Arne Nolting, Regie: Dominic Müller
Mit Roman Knižka, Felix Vörtler

 

Samstag, 28. August 2013, 20.15 Uhr
(39) Wilsberg: Gegen den Strom
Buch: diverse, Regie: Michael Schneider
Mit Eva Löbau, Vittorio Alfieri

 

Samstag, 16. Oktober 2013, 20.15 Uhr
(40) Wilsberg: Hengstparade
Buch: Jürgen Kehrer, Regie: Michael Schneider
Mit Susanna Simon, Patrick Heyn

 

Samstag, 11. Januar 2014, 20.15 Uhr
(41) Wilsberg: Nackt im Netz
Buch: Jan Martin Scharf und Arne Nolting, Regie: Martin Enlen
Mit Tim Bergmann, Bernadette Heerwagen

 

Samstag, 1. März 2014, 20.15 Uhr
(42) Wilsberg: Mundtot
Buch: Georg Piller und Tilmann Warnke, Regie: Martin Enlen
Mit Leslie Malton, Thomas Loibl, Rainer Bock, Udo Schenk

 

Samstag, 22. März 2014, 20.15 Uhr
(43) Wilsberg: Das Geld der Anderen
Buch: Jürgen Kehrer, Regie: Dominic Müller
Mit Vladimir Burlakov, Bernd Stegemann

 

Samstag, 17. Dezember 2014, 20.15 Uhr
(44) Wilsberg: 90-60-90
Buch: Stefan Rogall, Regie: Dominic Müller
Mit Karoline Eichhorn, Oliver Wnuk, Max Giermann, Collien Ulmen-Fernandes

 

Samstag, 3. Januar 2015, 20.15 Uhr
(45) Wilsberg: Kein Weg zurück
Buch: Sönke Lars Neuwöhner, Natalie Geb, Regie: Martin Enlen
Mit Katja Studt, Marcus Mittermeier, Henriette Richter-Röhl, Christina Hecke, Caroline Frier

 

Samstag, 14. Februar 2015, 20.15 Uhr
(46) Wilsberg: Russisches Roulette
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Martin Enlen
Mit Natalia Beletski, Laura Louisa Garde

 

Samstag, 11. April 2015, 20.15 Uhr
(47) Wilsberg: Bauch, Beine, Po
Buch: Sandra Lüpkes und Jürgen Kehrer, Regie: Dominic Müller
Mit Jörg Schüttauf, Rebecca Immanuel

 

Samstag, 10. Oktober 2015, 20.15 Uhr
(48) Wilsberg: 48 Stunden
Buch: Timo Berndt, Regie: Dominic Müller
Mit Thomas Huber, Mirko Lang

 

Samstag, 28. November 2015, 20.15 Uhr
(49) Wilsberg: Bittere Pillen
Buch: Jan Martin Scharf und Arne Nolting, Regie: Martin Enlen
Mit Stefan Kurt, Katharina Müller-Elmau, Marc Hosemann

 

Samstag, 2. Januar 2016, 20.15 Uhr
(50) Wilsberg: Tod im Supermarkt
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Martin Enlen
Mit Michael A. Grimm, Sönke Möhring

 

Samstag, 16. April 2016, 20.15 Uhr
(51) Wilsberg: Mord und Beton
Buch: Sandra Lüpkes und Jürgen Kehrer, Regie: Hansjörg Thurn
Mit Gesine Cukrowski, Christoph M. Ohrt, Tim Wilde

 

Samstag, 17. Dezember 2016, 20.15 Uhr
(52) Wilsberg: In Treu und Glauben
Buch: Arne Nolting und Jan Martin Scharf, Regie: Marc Rensing
Mit Steffi Kühnert, Anke Sevenich, Uwe Preuss, Markus Knüfken

 

Samstag, 14. Januar 107, 20.15 Uhr
(53) Wilsberg: Der Betreuer
Buch: Sönke Lars Neuwöhner, Natalia Geb, Regie: Marc Rensing
Mit Jürgen Tarrach, Jasmin Schwiers, Stephan Grossmann

 

Samstag, 4. Februar 2017, 20.15 Uhr
(54) Wilsberg: Die fünfte Gewalt
Buch: Stefan Rogall, Regie: Hansjörg Thurn
Mit Harald Schrott, Birge Schade

 

Samstag, 11. November 2017, 20.15 Uhr
(55) Wilsberg: Straße der Tränen
Buch: Sandra Lüpkes und Jürgen Kehrer, Regie: Dominic Müller
Mit Nina Petri, Philipp Moog, Regula Grauwiller

 

Samstag, 2. Dezember 2017, 20.15 Uhr
(56) Wilsberg: MünsterLeaks
Buch: Markus B. Altmeyer, Britta Burneleit
Regie: Thomas Kronthaler
Mit Ute Willing, Stephan Luca, Maria Bachmann, Hanno Friedrich

 

Samstag, 23. Dezember 2017, 20.15 Uhr
(57) Wilsberg: Alle Jahre wieder
Buch: Stefan Rogall, Regie: Dominic Müller
Mit Carolina Vera, Bernhard Schir, Nikolai Kinski

 

Samstag, 6. Januar 2018, 20.15 Uhr
(58) Wilsberg: Morderney
Buch: Stefan Rogall, Regie: Dominic Müller
Mit Felix Vörtler, Theresa Underberg, Bernhard Schütz

 

Samstag, 3. März 2018, 20.15 Uhr
(59) Wilsberg: Prognose Mord
Buch: Eckehard Ziedrich, Regie: Thomas Kronthaler
Mit Liane Forestieri, Katrin Bühring

 

Samstag, 8. September 2018, 20.15 Uhr
(60) Wilsberg: Die Nadel im Müllhaufen
Buch: Sönke Lars Neuwöhner, Natalie Geb, Regie: Martin Enlen
Mit Timo Jacobs, Anne Kanis

 

Samstag, 3. November 2018, 20.15 Uhr
(61) Wilsberg: Mörderische Rendite
Buch: Georg Ludy, Regie: Martin Enlen
Mit Michael Brandner, Simon Schwarz, Klara Höfels, Cornelia Gröschel

 

Samstag, 12. Januar 2019, 20.15 Uhr
(62) Wilsberg: Gottes Werk und Satans Kohle
Buch: David Ungureit, Regie: Martin Enlen
Mit Maren Kroymann, Simon Licht

 

Samstag, 2. März 2019, 20.15 Uhr
(63) Wilsberg: Minus 196°
Buch: Jürgen Kehrer und Sandra Lüpkes, Regie: Martin Enlen
Mit Julia Brendler, Simon Böer

 

Samstag, 2, November 2019, 20.15 Uhr
(64) Wilsberg: Ins Gesicht geschrieben
Buch: Mario Sixtus, Regie: Dominic Müller
Mit Arnd Klawitter, Suzan Anbeh, Mirjam Weichselbraun, Stefan Haschke

 

Samstag, 30. November 2019, 20.15 Uhr
(65) Wilsberg: Schutzengel
Buch: Ecki Ziedrich, Regie: Martin Enlen
Mit Rainer Laupichler, Milton Welsh

 

Samstag, 11. Januar 2020, 20.15 Uhr
(66) Wilsberg: Bielefeld 23
Buch: Stefan Rogall, Regie: Dominic Müller
Mit Mira Bartuschek, Karin Giegerich, Heinrich Schafmeister, Stefan Haschke

 

Samstag, 8. Februar 2020, 20.15 Uhr
(67) Wilsberg: Wellenbrecher
Buch: Stefan Rogall, Regie: Sven Nagel
Mit Theresa Underberg, Felix Vörtler, Stefan Haschke, Patricia Meeden

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