Bettys Diagnose

Neue zwölfteilige Klinikserie

In "Bettys Diagnose" kämpft die ebenso resolute wie kompetente Krankenschwester Bettina "Betty" Dewald (Bettina Lamprecht) gemeinsam mit ihrer Kollegin und Freundin Lizzy (Theresa Underberg) für die Patienten und gegen den Krankenhausapparat. Dabei gerät sie regelmäßig mit Dr. Marco Behring (Maximilian Grill) aneinander, den sie mit ihrer Direktheit herausfordert.

  • ZDF, Ab 09. Januar 2015, freitags, 19.25 Uhr

Texte

Wer stellt die Diagnose?

"Wir müssen überprüfen, ob eine Gestose vorliegt, die möglich­erweise eine Plazentainsuffizienz verursacht hat." (Dr. Behring) "Das ist eine Unterversorgung des Mutterkuchens, die manchmal im letzten Schwangerschaftsdrittel auftritt, häufig durch einen schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck verursacht, der zu ei­nem Krampfanfall führen kann, wie Sie einen hatten. - Das muss aber nicht bedeuten, dass Ihr Baby in Gefahr ist – es muss nur überwacht werden!" (Betty)

Wer kennt das nicht: Man ist im Krankenhaus und bekommt vom Arzt den medizinischen Fachjargon in einer Schnelligkeit – er muss ja auch schon wieder zum nächsten Patienten – um die Ohren gehauen, so dass man nur noch Bahnhof versteht. Da hilft es sehr, wenn sich jemand die Zeit nimmt und verständlich er­klärt, was die Diagnose des Arztes genau bedeutet.

Dies macht die Krankenschwester, Betty. Auch sie ist unter Zeit­druck, haben Krankenschwestern in der Regel statistisch doch nur täglich 4 ½ Minuten Zeit pro Patient. Aber sie will die Patien­ten nicht nur behandeln, sondern ihnen helfen. Das ist der ent­scheidende Unterschied zwischen den Krankenschwestern und den Ärzten, nicht nur in der Karlsklinik in Aachen. Betty übersetzt die Diagnosen von Dr. Behring für den Patienten und scheut sich auch nicht, selbst schon mal eine Diagnose zu stellen, wenn der Arzt mal wieder auf sich warten lässt. Immerhin ist sie schon lange Krankenschwester und hat mehr Erfahrung und Wissen als so mancher Arzt in Weiterbildung. Doch auch ihr privates Leben bedarf einer Diagnose. Ist ihr Freund Tamás, ein mehr oder weni­ger erfolgreicher Rockmusiker, wirklich der Richtige zum Heiraten und Kinderkriegen? Ihre Freundin und Kollegin Lizzy träumt eher von einem Mann mit Geld als von der großen Liebe: Ist vielleicht sogar Dr. Behring der Mann, auf den sie gewartet hat, und was steckt hinter seiner Unnahbarkeit? Die junge Pflegeschülerin Talula ist eher mit anderen Themen beschäftigt, muss sie sich doch erst einmal im Berufsleben beweisen. Da ist der erste eigene Patient schon ein großes Ereignis. Auch Tobias Lewandowski, der Arzt in Weiterbildung muss sich noch behaup­ten und tut dies mit seiner ihm ganz eigenen Art von Arroganz und Überheblichkeit. Für Ordnung in diesem ganzen Chaos sorgt die Pflegedienstleiterin Mechthild Puhl, die mit Argusaugen das Treiben in "ihrer" Karlsklinik im Blick hat.

Horizontal zieht sich die Diagnose Bettys privater Situation durch die 12 Folgen der ersten Staffel. Und immer wieder spiegelt sich ihr Privatleben, und durchaus auch das ihrer Kollegen, auf einer Metaebene in den Krankenfällen wieder. Dabei liegen Drama und Komik, Emotion und Humor oft dicht beieinander. Wie im richtigen Leben eben. "Bettys Diagnose" verhandelt emotionale und rele­vante Patientenfälle, die auch das aktuelle Gesundheitswesen mit Themen wie Kostendruck, Arbeitsüberlastung etc. lebensnah auf­greifen und erzählt dabei folgenübergreifend und konfliktreich das Leben des Stammpersonals.

Das Ensemble zeichnet sich dabei durch eine frische, unver­brauchte Besetzung in den Hauptrollen aus: Bettina Lamprecht ("Pastewka", "Ladykracher", "heute-show") gibt die Betty mit einer unvergleichlichen Mischung aus Wärme, Humor und Souveränität, und Maximilian Grill ("Der letzte Bulle") als Dr. Marco Behring ist in seinem pointierten Timing herausragend. Neben ihnen ergän­zen Theresa Underberg, Caroline Walter, Eric Klotzsch, Sybille J. Schedwill und andere das wunderbare Ensemble. Unter der Regie von Matthias Kiefersauer, Tobias Stille und Sabine Bernardi er­wacht das temporeiche Berufs- wie Privatleben auf der Aufnah­mestation der Karlsklinik zu einem emotionalen und humorvollen Leben. Ein Leben, das immer wieder einer Diagnose unterzogen werden muss.

Katharina Görtz, Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II

Stab und Besetzung 

Buch             Iris Kobler, Scarlett Kleint, Michael Illner, Klaus Rohne, Oliver Welter                     
RegieMatthias Kiefersauer, Tobias Stille, Sabine Bernardi
KameraThomas Etzold, Thomas von Kreisler, Ralf Mendle
Musik Jumpel Dürbeck, René Dohmen
Ton Saskia Seeger
SzenenbildTanja Feldrappe
KostümJulia Brandes
Maske Frauke Horn, Anja Huchel, Maya Vollmer, Daniel Strasser
SchnittChristian Nauheimer, Uli Schön, Steffen Wimmers
ProduktionNetwork Movie, Film- und Fernseh-produktion GmbH & Co. KG, Köln
ProduzentWolfgang Cimera
Producer Susanne Flor, Robert Florin
HerstellungsleitungHeinz-Georg Voskort
ProduktionsleitungLutz Haase
Redaktion Katharina Görtz
Länge  12 x 45 Minuten
Durchgehende Rollen/Darsteller
Bettina "Betty" DewaldBettina Lamprecht
Dr. Marco Behring Maximilian Grill
Lizzy RiedmüllerTheresa Underberg
Talula Pfeifer Carolin Walter
Tobias Lewandowski Eric Klotzsch
Mechthild Puhl Sybille J. Schedwill
Tamás LisztPatrick Kalupa
Wanda DewaldTeresa Harder
Prof. Dr. Weirich  Michael Abendroth
Safi EdemirErcan Durmaz (ab Folge 7)
Dr. Helena von ArnstettClaudia Hiersche (ab Folge 9)  
und andere

Sendetermine und Folgentitel

Freitag, 09. Januar 2015, 19.25 Uhr: Der Pilot     

Freitag, 16. Januar 2015, 19.25 Uhr: In den Rücken geschossen

Freitag, 23. Januar 2015, 19.25 Uhr: Allein auf weitem Flur

Freitag, 30. Januar 2015, 19.25 Uhr: Gift und Galle

Freitag, 13. Februar 2015, 19.25 Uhr: Kleine Abenteuer

Freitag, 20. Februar 2015, 19.25 Uhr: Fieber

Freitag, 27. Februar 2015, 19.25 Uhr: Vergeben und vergessen

Freitag, 06. März 2015, 19.25 Uhr: Geheimnisse

Freitag, 13. März 2015, 19.25 Uhr: Unverträglichkeiten (Arbeitstitel)

Freitag, 20. März 2015, 19.25 Uhr: Helden (Arbeitstitel)

Freitag, 27. März 2015, 19.25 Uhr: Stein im Bauch (Arbeitstitel)

Freitag, 10. April 2015, 19.25 Uhr: Geschiedene Leute (Arbeitstitel)

Allgemeiner Inhalt

4 ½ Minuten. 270 Sekunden. Soviel Zeit steht einer deutschen Krankenschwester im statistischen Durchschnitt täglich pro Pati­ent zur Verfügung. Das weiß auch Bettina "Betty" Dewald. Sie ist kompetent, resolut - und respektlos. Sie sagt, was sie denkt, und sie tut, was sie sagt. Ärzte sind für sie keine Götter in Weiß. Und Patienten haben das Recht, sich nicht nur als Spielball in einem Flipperautomaten zu sehen, der Krankenhaus heißt.

"Ärzte behandeln, Krankenschwestern helfen… ". In Bettys Klinik nehmen Lebensläufe eine neue Richtung. Nicht nur die von Patienten, auch die von Betty und ihren Kollegen. Im Auge des "Hurrikans": das Schwesternzimmer, Bettys Fluchtpunkt und Hauptquartier. Hier formiert Betty tagtäglich ihre Stoßtrupps gegen Ignoranz, multiresistente Krankenhauskeime und Liebes­kummer. Regelmäßig rekrutiert werden dafür die schöne Lizzy und Schwesternschülerin Talula. Pflegedienstleiterin Mechtild Puhl hält übertriebene Emotionen dagegen für fehl am Platz. Dr. Marco Behring ist Stationsarzt und Objekt der Begierde der weiblichen Belegschaft. Nur für Betty ist er als Mann nicht interessant: Sie ist seit Jahren glücklich mit dem Rockmusiker Tamás, mit dem sie endlich eine Familie gründen will.

Rollenprofile

Betty Dewald (Bettina Lamprecht)

Betty ist Leiterin der Aufnahmestation der Aachener Karlsklinik und Krankenschwester mit Leib und Seele. Pragmatisch, zupa­ckend und stets menschlich. Schon immer wollte sie einen sozia­len Beruf ergreifen und Menschen helfen. Für ein Medizinstudium hat das Geld in der Familie nie gereicht, und klar war, dass Betty nach der Schule eine Lehre machen sollte. Also: Kranken­schwester. Und dabei ist sie dann geblieben.

Die Kolleginnen kennen Bettys schlagfertige Art. An ihrem Humor scheiden sich manchmal die Geister. Betty ist kompetent, resolut und dynamisch. Sie sagt, was sie denkt, und sie tut, was sie sagt. Ein Segen für jeden Patienten. Ein Gräuel für die Obrigkeit.

Betty ist Optimistin. Trotz und wegen ihres Berufes, der ihr zum Teil recht drastische Einblicke in menschliche Schicksale ge­währt. Vom Infarkt niedergestreckte Workaholics, unschuldige Unfallopfer und halbtote Junkies lassen einen schon mal am Sinn des Lebens und am Prinzip Hoffnung zweifeln. Aber Betty hat gelernt, mit den alltäglichen Tragödien umzugehen und sich über Geschichten, die ein Happy End haben, zu freuen.

Sie macht ihren Patienten Mut, ermuntert sie zu Selbstbewusst­sein und Aktivität. Betty will, dass ihre Schutzbefohlenen Fragen stellen und sich nicht als Spielball in einem Flipperautomaten se­hen, der Krankenhaus heißt. Sie hat es sich zum Grundsatz ge­macht, niemals und niemanden aufzugeben. Wenn ein Patient Hilfe und Zuwendung braucht, dann ist er bei Betty richtig. Doch wenn es sie selbst betrifft, versagen die Schutzmechanismen schon mal. Mitunter ist eben auch die streitbare, furchtlose Betty ausgepowert. Und nicht ganz so stark, wie sie sich nach außen gibt.

Zu ihrer Mutter hat Betty eine gute Beziehung – auch, wenn Wanda Dewald zuweilen etwas anderer Meinung ist als ihre Tochter und übers Ziel hinausschießt – im Grunde ihres Herzens lieben sie sich.

 

Dr. Behring (Maximilian Grill)

Bettys neuer Chef, Dr. Marco Behring, leitet die Aufnahmestation erst seit kurzem und arbeitet noch an seiner Reputation. Wie Bettina dazu käme, das Unfallopfer auf eigene Faust und ohne ärztliche Anleitung zu intubieren, will er wissen. „Es war medizi­nisch notwendig, und ich kann das auch“, antwortet Bettina lako­nisch. Immer wieder kommt es zu Meinungsdifferenzen zwischen den beiden, wenn Betty sich in die Arbeit des Arztes einmischt und seine Entscheidungen hinterfragt. Im Gegensatz zu Betty wahrt Dr. Behring die Distanz zu den Patienten und Angehörigen und erstellt eine Diagnose mit Hilfe seiner Erfahrung und Lehrbü­cher.

Auf den ersten Blick mag man Behrings distanziertes und förmli­ches Verhalten den Arbeitskollegen gegenüber als Arroganz oder Desinteresse abstempeln – doch er trennt ganz einfach Arbeit und Privates, denn sein Privatleben geht niemanden etwas an. Ihn umweht ein Geheimnis, über das die Kollegen, insbesondere die Krankenschwestern, liebend gerne spekulieren und wilde Theorien entwerfen. Warum meidet er alle Gespräche über Pri­vates? Für Lizzy ist Behring ein neuer "Dr. Love" mit spannenden Geheimnissen, die es zu ergründen gilt.

 

Lizzy Riedmüller (Theresa Underberg)

… ist Krankenschwester, a) weil sie klug und b) weil das der di­rekteste Weg in den sicheren Hafen einer Arzt-Ehe ist. Lizzy ist attraktiv, aber kein Püppchen. Sie will nicht nach einmaligem Ge­brauch zur Seite gelegt werden. Ihre Stärke ist der Flirt in allen Lebenslagen – sei es im steckengebliebenen Lift oder im OP. Kein promoviertes und einigermaßen vorzeigbares Exemplar der Gattung Mann wird ausgelassen.

Dabei weiß Betty ziemlich sicher, dass Lizzy kein übermäßiges Interesse an Sex hat. Sie lässt die Kerle auf kleiner Flamme kö­cheln und weichkochen, um sich am Ende den größten Fisch an Land zu ziehen. Das ist zumindest der Plan. Eines ihrer Opfer ist Dr. Behring, an dem sie unermüdlich dranbleibt, allerdings bisher ohne Erfolg. Steter Tropfen höhlt den Stein…?

Lizzy hat ein gutes Herz und ist mit den Patienten sehr geschickt und sorgfältig. Sie macht ihre Arbeit als Krankenschwester sehr gut, hat aber keine Ambitionen, die Karriereleiter hoch zu klettern und noch viele Jahre zu arbeiten. Und sie ist geschickt genug, um die besonders ungeliebten Jobs auch mal "dezent zu ignorieren" oder an jemand anderen zu delegieren – meistens muss dann Talula ran…

Für Betty ist Lizzy der große Halt. Mit Lizzy kann man über alles reden. Ihre Ratschläge sind praktisch, ehrlich und gut. Doch in zwei Punkten kommen die beiden wohl nie zusammen und die betreffen Lizzys unermessliche Wertschätzung von Medizinmän­nern und Lidschatten. Da trennen sie Welten!

 

Talula Pfeifer (Carolin Walter)

Schwesternschülerin Talula ist stets gutgelaunt, fröhlich und sympathisch, jemand, dem man in seiner Unbedarftheit schnell sein Herz schenkt und dem man nicht lange böse sein kann. Sie ist das "Nesthäkchen" unter den Schwestern und muss noch eini­ges lernen im stressigen Arbeitsalltag einer Krankenschwester. Talula ist extrem neugierig und neigt dazu, überall Rätsel oder Verbrechen zu vermuten. Geklaute Kosmetika, eine geplünderte Geburtstagskasse, vier Portionen Pflaumenkompott, die vom Es­senswagen verschwinden – all dies ruft Talula auf den Plan und erweckt ihre detektivischen Fähigkeiten.

Sie ist ein großer Fan von Betty, die in der Karlsklinik Talulas Vorgesetzte und für sie eine Art Mentorin ist. Als Betty über­gangsweise in die Schwestern-WG zieht, wird es spannend für Talula: Denn nun bekommt sie noch mehr von den privaten Ge­sprächen der älteren Freundinnen mit.

 

Tobias Lewandowski (Eric Klotzsch)

… ist Sohn einer Ärztefamilie und Arzt in Weiterbildung, kurz AiW, und noch ohne Doktortitel, was ihn regelmäßig schmerzt, wenn mal wieder nach dem Chefarzt gefragt wird.

Er bringt sich mit vollem Elan im Arbeitsalltag ein, prescht dabei aber meist mit etwas zu viel Tempo nach vorn. Betty darf ihn dann regelmäßig wieder einfangen, bevor größerer Schaden ent­steht.

Seine noch mangelnde Berufserfahrung macht er durch ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein und Karrierebewusstsein wieder wett. Die Hierarchien im Krankenhaus hat er mehr als verinner­licht. Den Schwestern tritt er nicht selten despektierlich gegen­über, stößt dabei allerdings in der Regel auf simple Nichtbeach­tung oder müdes, besserwissendes Lächeln. Dass er sich die Damen besser ins Team holen sollte, hat er (noch) nicht verstan­den.

 

Mechthild Puhl (Sybille J. Schedwill)

Pflegedienstleiterin Puhl hat die Station im Griff und sorgt für "Recht und Ordnung". Der Ruf der Klinik ist ihr wichtig, da geht sie immer auf Nummer sicher. Doch hinter der scheinbaren Furie steckt eine patente Frau mit Herz – wenn man Mechthild erst mal zu nehmen weiß, blitzt diese Seite dann und wann auch durch.

Sollte nämlich jemand ihre Abteilung kritisieren, stellt sich Mechthild vor "ihre" Schwestern und Pfleger und verteidigt sie bis aufs Blut - meist zum Nachteil der Ärzteschaft, die Mechthild un­verblümt einnordet.

Die einzelnen Folgen

Sendetermine, Titel, Episodendarsteller und Inhalte

Freitag, 09. Januar 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Der Pilot

Buch   Scarlett Kleint & Michael Illner      
Episodenrollen/Darsteller
Peter SutterlittHugo Egon Balder
KarlaMarie Meyer
Sabine WoytowiczRike Schmid
Adam WoytowiczBenjamin Grüter
Nina Hummel Meike Droste

Zufall oder Schicksal: Als die junge, hochschwangere Frau mitten auf der Straße zusammenbricht, ist es gerade die Autofahrerin hinter ihr, die sie professionell medizinisch versorgen kann. Doch Betty Dewald ist nicht etwa Notärztin, sie ist Krankenschwester, aber das ist ihr egal. Kaum hat sie der jungen Karla und dem un­geborenen Kind das Leben gerettet, muss sie sich mit dem neuen Stationsarzt Dr. Marco Behring auseinandersetzen, der sie für ihr Verhalten rügt. Nicht gerade ein guter Start für die Zusammenar­beit. Doch kommt es bei Karla zu einer weiteren Komplikation. Dr. Behring ordnet einen Notkaiserschnitt an. Vergeblich versucht Betty, den Vater des Kindes zu erreichen, ohne zu wissen, auf wessen Mailbox sie gerade spricht.

 

Freitag, 16. Januar 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - In den Rücken geschossen

Buch    Scarlett Kleint & Michael Illner
Episodenrollen/Darsteller
Lukas HardenbergMichael Roll
Dr. Odalis HardenbergJulia Bremermann
Finja Thull Nora Huetz
Roswita Thiel Dorothea Walda

Lukas Hardenberg und seine Arztfrau Odalis machen dem Klinik­personal das Leben schwer. Obwohl Bettys Kollegin Lizzy an­fänglich Feuer und Flamme für den gutaussehenden Manager mit Herzproblemen ist, überlässt sie schnell das Feld ihrer Freundin und Kollegin Betty. Hardenberg, offensichtlich tablettenabhängig, scheint beratungsresistent zu sein. Während Talula sich mit der Arroganz einer Patientin und ehemaligen Schulkameradin kon­frontiert sieht, versucht Betty weiter erfolglos den Vater von Karlas Baby Lilli zu erreichen. Zufällig auf der Neugeborenen-Station traut Betty ihren Augen nicht: Ist es tatsächlich Tamás, der unbeholfen bei Karlas Baby einen Speichelabstrich macht? Für Betty bricht eine Welt zusammen.

 

Freitag, 23. Januar 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Allein auf weitem Flur

Buch    Scarlett Kleint, Michael Illner,  Iris Kobler
Episodenrollen/Darsteller
Erika Klee Manon Straché
Norbert KleePeter Lerchbaumer
Rebecca AckermannDana Golombek
Sina Zimmermann   Eva Mende
Harald PreiskerRudolf Krause

Betty muss der Wahrheit ins Auge sehen: Bei einem One-Night-Stand hat ihr Freund Tamás die blutjunge Groupie Karla ge­schwängert. Mechthild Puhl stellt Bettys mühsam errungene Ge­lassenheit massiv auf die Probe: Wegen Patientin Dr. Rebecca Ackermann stellt Pflegedienstleiterin Puhl die ganze Station auf den Kopf. Leidtragende sind die Patienten, wie Erika Klee, deren Verdacht auf Schlüsselbeinbruch erst nach Stunden verifiziert wird. Nur Harald Preisker, ein Patient mit dem exotischen "foreign accent syndrom", fühlt sich pudelwohl auf der Station. Durch ei­nen leichten Schlaganfall hat er auf einmal einen italienischen Akzent, der bei den Frauen hervorragend ankommt.

 

Freitag, 30. Januar 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Gift und Galle

Buch   Iris Kobler
Episodenrollen/Darsteller
Gisela Bultmann Katharina Abt
Julian Bultmann  Kai Malina
Timo Deusing Tilman Pörzgen
Markus KöppnerArved Birnbaum

"Seit der Trennung hockst Du jeden Abend in Deiner WG, damit muss jetzt Schluss sein"; für Bettys lebenslustige Mutter Wanda ist die Sache klar. Dabei spielt es für sie überhaupt keine Rolle, dass die Trennung gerade mal eine Woche her ist. Betty sieht das anders. Besonders der großspurige Assistenzarzt Lewandowski bekommt ihre angeschlagene Laune zu spüren. Auf die Arbeit hat die private Misere der leitenden Stationsschwester keinen Ein­fluss. Im Gegenteil: Geradezu detektivisch macht sich Betty auf die Suche nach der Vergiftungsursache der alten Frau Schaller.

 

Freitag, 13. Februar 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Kleine Abenteuer

Buch      Iris Kobler
Episodenrollen/Darsteller
Ingo JanssenChristian Näthe
Oliver KramerOliver Boysen
Sabine Kramer Lydia Stäubli

Es ist Talulas großer Tag: Den nächsten Patienten übernimmt sie ganz allein. "Hoffentlich kommt keine langweilige Grippe". Das Glück ist ihr hold. Weltenbummler Ingo Janssen weist alle Symp­tome einer seltenen Tropenkrankheit auf. Betty hat nicht so viel Glück: Die junge Karla taucht wieder im Krankenhaus auf und stellt heimlich Tamás Tochter Lilli im Schwesternzimmer ab. "Sie ist bei Ihnen besser aufgehoben", steht auf dem kleinen Zettel, den Betty im Tragekorb findet. Karla ist spurlos verschwunden.

 

Freitag, 20. Februar 2015, 19.25 Uhr. Bettys Diagnose - Fieber

Buch    Scarlett Kleint & Michael Illner
Episodenrollen/Darsteller
Daniela Müller Alissa Jung
POM Thomas MüllerTobias Licht
Jasmin Schönlein Josephine Schmidt
Marina Uhlmann Bianca Trompeter

Tamás steht in aller Herrgottsfrühe vor Bettys Haustür, übernächtigt und mit Baby Lilli im Schlepptau. Das Baby ist krank, und er kann nicht mehr – und überhaupt braucht er jetzt Bettys Unterstützung. Betty lässt sich breitschlagen und kümmert sich an ihrem freien Tag um das Baby und Tamás. Nicht nur Betty hatte sich ihren Tag anders vorgestellt: In Abwesenheit ihrer Freundin muss Lizzy die Schichtleitung übernehmen, und gerade heute plant Pflegedienstleiterin Puhl die Übung einer Katastrophen-Evakuierung. Talula punktet an diesem Tag wieder mit ihrem de­tektivischen Gespür: Sind die Verletzungen der schüchternen Daniela Müller tatsächlich die Folgen eines häuslichen Unfalls?

 

Freitag, 27. Februar 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Vergeben und vergessen

Buch   Iris Kobler
Episodenrollen/Darsteller
Thomas WällerManou Lubowski
Daniel ReeseBen Braun
Alexandra Wolff Anja Knauer

Dieses Mal ist es kein Traum: Betty wacht in Tamás Bett auf. Heilfroh, sich in der Klinik mit Arbeit von ihrem aufregenden Pri­vatleben ablenken zu können, ist sie mit einer ganz eigenartigen Beziehungsgeschichte konfrontiert: Nach einem Motorradunfall hat Daniel Reese vergessen, dass er sich vor einiger Zeit von seiner Freundin getrennt hat. Lizzy benimmt sich auch merk­würdig. Wieso will sie um jeden Preis dem Patienten Wäller aus dem Weg gehen und schickt Talula vor?

 

Freitag, 06. März 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Geheimnisse

Buch   Oliver Welter
Episodenrollen/Darsteller
Martin Leistner Christoph Grunert
Stefanie Leistner Antje Widdra
Marvin Leistner Lukas Schust
Melanie Brandt Nina Vorbrodt
Harald Wiess  Christian Wunderlich

Für Betty und ihre Kolleginnen ist Marvin Leistner ein alter Be­kannter. Der Junge mit der Glasknochenkrankheit gehört mit sei­nen unzähligen Knochenbrüchen schon fast zum Inventar der Kli­nik. Als Betty Marvin jedoch außerhalb seines Krankenzimmers auf einem Baugerüst findet, eröffnet sich das wahre Drama des Jungen. Betty nimmt sich des Jungen an und schießt in diesem Fall über das Ziel hinaus. Als wäre dies nicht schon genug Aufre­gung, muss sie erfahren, dass das übergewichtige Handmodel mit den Hautverätzungen ein Opfer ihrer Mutter Wanda ist. Wird es Betty gelingen, dass die Patientin von einer Anzeige Abstand nimmt?

 

Freitag, 13. März 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Unverträglichkeiten (Arbeitstitel)

Buch     Klaus Rohne
Episodenrollen/Darsteller
Paul KlattenRick Okon
Nadja SukowSarah Alles
Barbara Rehmann Lilia Lehner
Andreas Dorfler Carsten Strauch

Während Betty und Lewandowski die attraktive Barbara Rehmann mit einem Schlaganfall-Verdacht aufnehmen, versorgen Dr. von Arnstett und Lizzy das Sportler-Ehepaar Nadja und Paul nach einem schweren Fahrradunfall. Beide Fälle haben es in sich. Dr. Behring, von Lewandowski im Rehmann-Fall zu Rate gezogen, reagiert nach einem Blick in die Krankenakte ungewöhnlich harsch und übergibt seinem Kollegen die volle Verantwortung für die Patientin. Und Paul stellt Lizzy eine Gewissenfrage. Während Lizzy mit sich ringt, welchen Rat sie ihm geben darf, entdeckt Betty die Verbindung zwischen Behring und der Schlaganfall-Pa­tientin.

 

Freitag, 20. März 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Helden (Arbeitstitel)

Buch   Scarlett Kleint & Michael Illner
Episodenrollen/Darsteller
Gerd Unger Ingo Naujoks
Katrin Unger Marion Kracht
Kirsten LohmannHenriette Richter-Röhl
Jan LohmannMartin Glade
Benny Lohmann Nico Kleemann
Raimund Müller   Max Giermann

"Inhouse-Digitalisierung" ist für Betty, Lizzy und Talula das Un­wort des Tages. Statt die Essensbestellungen auf den guten alten Menü-Zetteln zu ordern, übernimmt der Computer. Und wieder ist Bettys Feingefühl in Sachen Familie gefragt. Ist der kleine Benny Lohmann versehentlich vom Dach gefallen, oder hat er viel mehr versucht, seinen Vater Jan Lohmann mit der Rettung zum Helden zu machen? AIWler Lewandowski kann es kaum glauben, als sich ein vermeintlicher Tierbiss in den Weichteilen seines Patienten im Labor als Menschenbiss entpuppt.

 

Freitag, 27. März 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Stein im Bauch (Arbeitstitel)

Buch   Iris Kobler
Episodenrollen/Darsteller
Kai WenskeStefan Murr
Yvonne Tessmer Gruschenka Stevens
Carsten TessmerThomas Unger
Sheliffa Ertek  Lilay Huser
Mehmet ErtekOrhan Güner

Lizzy wird beschuldigt, einen Anamnese-Bogen unvollständig ausgefüllt zu haben, was die Patientin in Lebensgefahr gebracht hat. Lizzy ist fassungslos. Als sogar Betty einen Fehler von Lizzy für möglich hält, bricht für die lebensfrohe Krankenschwester eine Welt zusammen. Mehmet Erteks Magenbeschwerden haben eine kuriose Ursache. Dr. von Arnstett hat unterdessen einen außer­gewöhnlichen Fall: Im Bauch des Patienten Mehmet Ertek befin­det sich eine doppelte Portion Kieselsteine. Doch wie sind die dort hingekommen?

 

Freitag, 10. April 2015, 19.25 Uhr: Bettys Diagnose - Geschiedene Leute (Arbeitstitel)

Buch   Iris Kobler
Episodenrollen/Darsteller
Christian Eckhardt  Thomas Balou Martin
Carola Eckhardt  Tatjana Clasing
Stefan Griese  Max Gertsch
Franziska/MarieMarie Schulte Werning
SophiaPauline Angert

Der Streit zwischen Lizzy und Betty ist eskaliert, und Lizzy schmeißt die Freundin zu Talulas Entsetzen aus der WG. Talula fürchtet um die Dreier-Freundschaft und entscheidet sich, für ihre Wahlfamilie zu kämpfen. Dabei ist sie in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Obwohl Betty kaum glauben kann, welche Ge­schütze Talula auffährt, konzentriert sie sich auf ihre Arbeit. Leu­kämie-Patient Eckhardt benötigt dringend eine Knochenmark­spende. Tatsächlich findet sich ein passender Spender in der Kartei. Es handelt sich um Eckardts Bruder Stefan Griese. Hatte der Patient nicht angegeben, es gäbe keine lebenden Verwand­ten?

"Der richtige Mix"

Interview mit Bettina Lamprecht

Frau Lamprecht, man kennt Sie unter anderem aus der "heute-show". Jetzt spielen Sie Schwester Betty. Fühlen Sie sich wohl in Ihrem neuen Berufsoutfit, sprich in der Schwesterntracht?

Ich fühle mich spitze. Turnschuhe und bequeme, aber nicht un­schicke Arbeitsklamotten sind ganz mein Style.

Wie würden Sie Schwester Betty beschreiben? Was mögen Sie an ihr, was ist Ihnen eher fremd?

Betty ist selbstbewusst, zielstrebig und ein Mensch mit Führungs­qualitäten. Sie entscheidet schnell und meist aus dem Bauch her­aus. Sie ist eine Kämpferin, die oft ihre Grenzen überschreitet, im Auftrag der Wahrheit, die manchmal durchaus sehr subjektiv ist. Ich selbst bin ein viel zaghafterer, oft unentschlossenerer, zwei­felnderer Mensch und beneide die Figur um ihre Entschlossen­heit. Privat scheint mir Betty bisher eher in einer Bequemlich­keitsfalle gefangen gewesen zu sein, aus der sie sich nun mit Mitte 30 endlich befreien will und wird. Diese Art, in einer Bezie­hung herum zu sumpfen, in der man nicht genügend gemeinsame Nenner hat, ist mir fremd.

"Bettys Diagnose" wird in einem richtigen Krankenhaus ge­dreht. Wie war das für Sie, jeden Morgen ins Krankenhaus zu gehen?

Ich hatte damit kein Problem. Ich bin tatsächlich nur am Morgen mal ein paar Krankenschwestern, Ärzten oder Patienten begeg­net und habe jedes Mal genau hingeguckt, wie sie sich bewegen, welche Frisuren sie tragen, was in ihren Taschen steckt und wel­che Verletzungen sie so durch die Flure schieben.Während des Drehens bin ich so konzentriert, dass es mir tat­sächlich oft gar nicht bewusst ist, dass wir uns in einem echten Krankenhaus befinden. Wir haben einen kompletten Teil für uns. Das ist unser Set, das auch nicht zwischen genutzt wird. Somit gibt es kaum Begegnungen mit der realen Krankenhauswelt.

Konnten Sie aufgrund der Dreharbeiten zu "Bettys Diagnose" Ihren Erfahrungsschatz erweitern? Können Sie jetzt zum Beispiel Blutdruck messen?

Den Erfahrungsschatz habe ich vor allem erweitert, was meinen Beruf anbelangt. Vielleicht kann ich eine Spritze aufziehen und eine Bettdecke richtig zurückschlagen. Von den vielen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die dem Beruf der Krankenschwester inne liegen, mag ich möglicherweise wissen, würde aber nie be­haupten, sie ausführen zu können. Das ist ein Beruf, den man nicht mal eben so beim Drehen mit erlernt.

Hat sich durch ihre Rolle als Schwester Betty Ihr Blick auf die Pflegeberufe verändert?

Nein. Ich habe schon lange eine sehr hohe Achtung vor den Pfle­geberufen und bin dankbar, dass ich mit dieser Serie vielleicht ein wenig dazu beisteuern kann, diese in den Fokus zu rücken. Wir haben keinen gesundheitspolitischen Ansatz oder Auftrag - die Serie erzählt von der Liebe - jedoch zeigen wir auch, wie hoch der Druck, die Verantwortung und die Arbeitsintensität von Schwestern ist.

Welche Begebenheit ist Ihnen bei den Dreharbeiten beson­ders in Erinnerung geblieben? Welche "Diagnose" hat Ihnen besonders gefallen oder welche Szene war sehr lustig beim Dreh?

Es gab einmal eine ältere Dame, die eine Patientin spielte. Sie war sehr lustig und machte viele Witze. Da sie lange im Bett lie­gen musste, maß unsere medizinische Fachberaterin ihr regel­mäßig den Puls, um zu überprüfen, dass sie nicht absackte. Als wir die Dame dann in unseren Figuren untersuchen mussten, rückte plötzlich die Realität in unseren Köpfen sehr nah. Der Kontakt zu dem Körper dieser alten Frau, die zwar scherzend vor uns im Bett lag, machte uns dennoch bewusst, wie nah der Schritt ins echte Krankenhausbett oder zu einer schweren Krankheit sein könnte. Diesen Moment haben wir Schauspieler, die wir sonst gern über alles Scherze machen, alle geteilt und mir wurde noch einmal mehr klar, wie sehr das, was wir machen, von der Realität entfernt ist, eben weil wir spielen. Lustig wird es eigentlich immer, wenn wir versuchen, Fachvokabular ganz lässig rauszuhauen, das aber misslingt. Auch das sind Situationen, in denen wir uns bewusst werden, dass wir kleine Schauspielerwürstchen sind und keine kompetenten Ärzte und Schwestern, die wir vorgeben zu sein.

Was sagt Schwester Betty über Ihr Team?

Mein Team besteht aus sehr bizarren Persönlichkeiten. Sie sind neurotisch, autistisch, naiv, verbissen, verblendet und allesamt liebenswert. Der richtige Mix für ein durchaus lustiges Team.

Das Interview führte Ellen Wirth

"Der hat seine Meisterin gefunden"

Interview mit Maximilian Grill

Herr Grill, vom LKA ins Krankenhaus? Wie gefällt Ihnen Ihre neue Karriere als "Halbgott in Weiß"?

Bestens! Ich darf reizende Schwestern durch die Gegend scheu­chen und habe immer recht als Halbgott - fast immer. Tatsächlich ist die Struktur des Kriminalfalles der des Patienten­falles sehr ähnlich. Ich komme zwar keinen Mördern mehr auf die Spur, aber dafür diesen anderen Übeltätern, die Krankheiten ver­ursachen und entlarvt werden müssen!

Wie würden Sie Dr. Behring beschreiben? Was mögen Sie an ihm, was ist Ihnen eher fremd?

Zu allererst ist Behring ein sehr guter Arzt, der sich einsetzt, um seinen Patienten zu helfen. Er ist sehr versiert, und man ist bei ihm in besten Händen. Zum Mannschaftsspieler muss er aller­dings erst noch werden und hat da auf seiner neuen Station mit Betty seine Meisterin gefunden. Und sehr schön für mich als Schauspieler ist, dass Behring ein Geheimnis in sich trägt, das immer wieder für Irritationen sorgt! Er ist ein ruhiger Typ, der langsam aus der Deckung kommt.

"Bettys Diagnose" wird in einem richtigen Krankenhaus ge­dreht. Wie war das für Sie, jeden Morgen ins Krankenhaus zu gehen?

Über diesen Aspekt habe ich vorher tatsächlich nicht so recht nachgedacht. Der Trakt, in dem wir drehen, ist teilweise noch in Betrieb, und so laufen wir an der Pathologie vorbei, durch die Neurologie zum Set. Das hat schon eine gewisse Energie. Ande­rerseits ist es sehr lustig, wenn ich in meinem Kostüm, dem wei­ßen Kittel, in einer kurzen Pause an die frische Luft gehe und sehr höflich und respektvoll von der echten Schwesternschaft oder den "Kollegen" gegrüßt werde.

Konnten Sie aufgrund der Dreharbeiten zu "Bettys Diagnose" Ihren Erfahrungsschatz erweitern? Können Sie jetzt zum Beispiel Blutdruck messen?

Ja natürlich! Wir lernen stetig von unserer medizinischen Bera­tung Judith die nötigen Handgriffe. Ich könnte aus dem Stegreif eine astreine Reflexuntersuchung bei Ihnen durchführen.

Hat sich durch Ihre Dreharbeiten zu "Bettys Diagnose" Ihr Blick auf unser Gesundheitssystem verändert?

Verändert nicht, nein. Ich wusste schon vorher, dass da Einiges zu verbessern wäre. Die größte Schwierigkeit besteht wohl im Zeitmanagement, das ausschließlich durch die ökonomischen Zwänge diktiert wird. In unserer Geschichte wird das nicht ausge­spart. Diese Herausforderung, den Patienten nicht nur zur kos­tengünstigen Krankenakte zu machen, sondern ihn möglichst ganzheitlich zu erfassen und zu behandeln.

Welche Begebenheit ist Ihnen bei den Dreharbeiten beson­ders in Erinnerung geblieben? Welche Diagnose hat Ihnen besonders gefallen oder welche Szene war sehr lustig beim Dreh?

Es gab in den ersten Folgen der Staffel einen sehr lustigen Fall. Der wunderbare Kollege Rudolf Krause spielt einen Patienten, der durch einen leichten Schlaganfall eine recht drastische Sprach­störung in Form eines fremden Akzents erleidet. Sein virtuoses Wechseln zwischen Italo-Deutsch, Sächsisch und seinem privaten Hochdeutsch hat mich regelmäßig aus der Szene geschmissen. Ich hab mich totgelacht. Aber generell läuft die Out Take-Produktion bei uns auf Hochtou­ren, da wir fast alle zum ersten Mal mit diesen zungenbrecheri­schen medizinischen Texten zu tun haben, die auch gerne mal in zehnzeiligen Sätzen verpackt sind. Da heißt es büffeln.

Was sagt Dr. Behring über sein Team?

Unser Ensemble ist einfach sau-gut, und wir spielen alle sehr, sehr gern miteinander. Es ist im gesamten Team eine große Freude am Set, und es wird immer gesucht und ausprobiert. Das ist ja der Spaß in dem Job. Dafür bin ich sehr dankbar.

Das Interview führte Ellen Wirth

"Ein chaotischer Haufen mit Herz und Hirn"

Interview mit Theresa Underberg

Frau Underberg, Sie sind in "Friesland" als Ermittlerin aktiv und nun für Ihre Rolle als Schwester Lizzy in die Schwes­terntracht geschlüpft. Fühlen Sie sich wohl in Ihrem neuen Berufsoutfit?

Absolut. Das ist ja ein Teil des Schauspieler-Berufs, der sehr viel Spaß bringt. Man schlüpft ins Kostüm beziehungsweise Berufs­outfit und somit in die Rolle.

Schwester Lizzy ist auf der Suche nach "Mr. Right". Gibt es empfehlenswerte Flirttipps von Schwester Lizzy?

Aus Lizzys Sicht sind ihre Flirttipps alle empfehlenswert. Aus Theresas Sicht... Ich beantworte die Frage gerne noch einmal, wenn Lizzy endlich ihren "Mr. Right" gefunden hat, okay?

Wie würden Sie Schwester Lizzy beschreiben? Was mögen Sie an ihr, was ist Ihnen eher fremd?

Schwester Lizzy ist ein sehr loyaler, zielstrebiger und ehrlicher Mensch, der sich nicht davor sträubt, sich für seine Meinung und Ideale einzusetzen. Jedoch besitzt Lizzy auch eine ordentliche Portion Sturheit, welche ihr hin und wieder das Leben erschwert.

"Bettys Diagnose" wird in einem richtigen Krankenhaus ge­dreht. Wie war das für Sie, jeden Morgen ins Krankenhaus zu gehen?

Es kommt darauf an. Es hilft natürlich, sich dabei die Rolle der Krankenschwester besser anzueignen. Ich habe anfänglich viel beobachtet. Wie gehen die Schwestern miteinander um, was ge­nau befindet sich alles in ihrem Kittel, wie treten sie vor Patienten und Ärzten auf? Jedoch weiß man gleichzeitig auch, dass echtes Blut an den Wunden der Patienten klebt, und dass die Kranken­schwestern echte Notfälle zu behandeln haben. Nicht minder krass ist die Tatsache, dass wir im zweiten Stock drehen und sich im Keller die Pathologie des Krankenhauses be­findet.

Welche Begebenheit ist Ihnen bei den Dreharbeiten beson­ders in Erinnerung geblieben? Welche "Diagnose" hat Ihnen besonders gefallen oder welche Szene war sehr lustig beim Dreh?

Das Spannende an der Serie ist ja, dass Tragik und Komik zum Teil sehr nah bei einander liegen. Wir hatten zum Beispiel einen Patienten, der in die Karlsklinik kommt, da er plötzlich nur noch mit italienischem Akzent sprechen kann. Das hat beim Dreh für viele Lacher gesorgt. Jedoch ist man sich auch der Ernsthaftigkeit dieses Krankheitsbildes bewusst. Denn wie sich dann rausstellt, hat der Patient das "Foreign accent syndrome". Der Sprachfehler wurde durch einen Schlaganfall verursacht.

Hat sich durch ihre Rolle als Schwester Lizzy Ihr Blick auf die Pflegeberufe verändert?

Ich war immer schon der Meinung, dass Menschen, die tagtäglich einen Pflegeberuf ausüben, vollster Respekt gebührt.

Was sagt Schwester Lizzy über ihr Team?

Ein chaotisch, aber eloquenter Haufen mit Herz und Hirn.

Das Interview führte Ellen Wirth

"Meinung hat nur, wer auch Haltung hat"

Statement von Wolfgang Cimera

Gleich an seinem ersten Tag in der Karlsklinik erklärt der neue Stationsarzt Dr. Behring (Maximilian Grill) seiner Schichtdienst­leiterin Schwester Betty (Bettina Lamprecht), wie die Welt sich auf dieser Station dreht: "Ärzte übernehmen die Verantwortung, Krankenschwestern halten Händchen".

Vorher hätte er sich eventuell einmal erkundigen sollen, mit wem er es zu tun bekommt. Denn das sieht die erfahrene Betty sicher­lich ganz anders: "Ärzte stellen Diagnosen, Krankenschwestern heilen". Und in diesen täglichen Kampf wirft sie sich mit Leiden­schaft, Schlagfertigkeit und Humor. Ihre Gegner hierbei sind die Tücken des Gesundheitssystems, Zeitnot, einfältige Jungärzte und manchmal einfach das Leben. Dabei scheut sie sich nicht, Autoritäten vom Thron zu stoßen, wenn es den Patienten hilft. Dabei überschreitet sie gegenüber den Ärzten auch schon mal die ein oder andere rote Linie, denn sie weiß, dass die Halbgötter in Weiß auf die Schwestern angewiesen sind. Ohne sie bräche der Krankenhausbetrieb schnell zusammen.

Wer nun denkt, wir hätten es mit einer Heiligen der Arbeiterklasse zu tun, der täuscht sich gewaltig. Denn Betty macht Fehler. Abge­sehen davon, dass ihr Privatleben einem Schlachtfeld gleicht, gibt es einige, die meinen, Bettys Art zu helfen und Probleme anderer zu lösen sei nicht weniger als übergriffig – nicht zuletzt Dr. Behring. Und wen würde das nicht wundern? Wer wäre nicht schon Menschen begegnet, die sich nur dann wertvoll fühlen, wenn sie von anderen gebraucht werden?

Aber wer Betty Dewald einen zweiten Blick schenkt, wird etwas bei ihr finden, was in heutigen Zeiten oftmals vermisst wird. Sie hat eine Meinung zu den Dingen und mit der hält sie sich nicht zurück – egal vor wem. Und eine Meinung hat nur, wer auch eine Haltung hat. Und die lässt sich bei Betty seltsam klar beschrei­ben. "Die Menschen, mit denen sie zu tun hat, sind ihr wichtig und alles andere als egal."

Es liegt in der Natur der Sache, dass im Krankenhaus neben täti­gen Schwestern und Ärzten auch Kranke liegen. Im besten aller Fälle werden sie geheilt, oftmals leiden sie und manchmal sterben sie. Eigentlich gibt es da nicht viel zu lachen. Doch Humor ist die Begabung, den Unzulänglichkeiten der Welt und den Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit  zu begegnen.  Eine Begabung, mit der Betty und ihre Kolleginnen (Lizzy Riedmüller: Theresa Underberg; Talula Pfeifer: Carolin Walter)  der täglichen Überforderung des Kran­kenhausbetriebes entschlossen, humorvoll und couragiert entge­gentreten.

Weitere Statements

Sybille J. Schedwill

Pflegedienstleiterin Mechthild ist sehr loyal zur Klinik, sie liebt ihren Job. Man könnte sie als eine redliche, strenge aber gerechte Person bezeichnen. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck, wenn man es ihr auch nicht immer auf den ersten Blick ansieht. Manchmal nimmt sie ihre Arbeit ein bisschen zu ernst, was ihr Umfeld als anstrengend empfinden kann, ein bisschen old-school ist sie auch, versucht da aber mitzuhalten.

Ich mag an "Bettys Diagnose" ganz besonders die gute Mischung zwischen Situationskomik und ernsteren emotionalen Themen, die trotzdem nicht zu aufdringlich, reißerisch daherkommen. Und natürlich ganz besonders meine Kollegen.

Das schönste Erlebnis bei den Dreharbeiten war für mich, als wir eine hochkomplizierte Szene mit dem ganzen Ensemble, mit vielen Komparsen, zum Teil in Slow-Motion drehten. Ich fand die Sache schon während der Probe sehr komisch, so dass ich aufpassen musste nicht zu lachen. Und als ich dann beim Drehen spürte: es funktioniert! Ein tolles Gefühl des Miteinanders, des Zusammenspiels von allen. Das fand ich super.

 

Carolin Walter

Schwesternschülerin Talula ist quirlig, fleißig, wissbegierig und trägt das Herz am richtigen Fleck. Talula nimmt ihre Ausbildung sehr ernst, für sie ist es nicht nur ein Beruf, sondern Berufung. Manchmal steht sie sich durch Ihre hohen Erwartungen selbst im Weg und tapst dann gerne mal in das ein oder andere Fettnäpfchen. Es gibt immer wieder Momente, in denen sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Ärzten und Schwestern darstellt. Sie greift beherzt ein, wenn es darauf ankommt - auch wenn man dafür seine Kompetenzen überschreiten muss.

Ich mag an "Bettys Diagnose" ganz besonders die Mischung aus Comedy und Drama. Ich finde es toll, dass die Konzentration auf den Schwestern und dem Stationsalltag liegt und weniger auf komplizierten OP-Bildern. Solche Formate gibt es ja bereits in mehreren Varianten. Es geht um die zwischenmenschlichen Beziehungen von den Patienten, Schwestern und natürlich den Ärzten, sowie den Hürden, die es im täglichen Klinikalltag zu meistern gibt. Ich mag den Stil und das Tempo, in dem unsere Serie erzählt wird sehr gerne. Es ist ein frisches, lebendiges und modernes Format.

Das schönste Erlebnis bei den Dreharbeiten war für mich die Zusammenarbeit mit meinen wunderbaren Kollegen und dem tollen Team, das wir tagtäglich um uns hatten. Ich kann gar nicht genau sagen, was jetzt das absolute Highlight gewesen sein soll. Jeder Drehtag war ein Erlebnis. Ich habe viel gelernt, vor allem im medizinischen Bereich. Es hat mir echt Spaß gemacht, am "Patienten" Hand anzulegen. Nabelsteine entfernen, Infusionen legen, Gipsverbände... kein Problem. Es war eine tolle Arbeit, in die wir alle sehr viel Herzblut gesteckt haben, und ich hoffe, dass sich dies auch zu unseren Zuschauern transportiert.

 

Eric Klotzsch

Tobias ist ein junger Arzt, der sehr auf seine Außenwirkung bedacht ist. Verantwortung zu übernehmen, fällt ihm schwer, im weißen Kittel über den Krankenhausflur zu laufen dagegen leicht. Auf Drängen der Familie ist er Arzt geworden, wäre aber in einem weniger stressigen Beruf besser aufgehoben. Sein Herz hat Tobias zwar am rechten Fleck, vergisst dies aber ganz schnell, wenn er sich in die Enge getrieben fühlt. Humor ist bei ihm Mangelware, deshalb bemerkt er selten, wenn mal ein Witz über ihn gemacht wird. Ja, so würde ich Tobias beschreiben.

Ich mag an "Bettys Diagnose" ganz besonders die Atmosphäre beim Drehen. Es gibt keine Eitelkeiten bei den Schauspielkollegen und jeder Einzelne kann sich hier so wie er ist ausleben. Ich fühle mich frei, Dinge auszuprobieren, die ich mir vielleicht in einem anderen Umfeld so nicht rausgenommen hätte.Jede Rolle ist toll besetzt, und alle sind hoch motiviert, etwas Spannendes zu erzählen. Ich glaube, man wird in der Serie sehen, das Leid und Freud ganz nah beieinander liegen: In den witzigsten Momenten fließen Tränen und in tragischen Situationen werden Tränen gelacht. Das gefällt mir besonders gut.Es gab bei den Dreharbeiten sehr viele einprägsame und schöne Erlebnisse. Gerade die vielen kleinen Versprecher, die tollen Gastschauspieler, die witzigen, aber auch traurigen Szenen machen jeden Drehtag zu einem eigenen Erlebnis

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