Blutige Anfänger

Neue Serie

An der Polizeihochschule Halle startet ein neues Praxissemester und für die Studentinnen und Studenten stellt sich die spannende Frage, welcher Dienststelle sie zugeteilt werden. In einem Kino werden vier der Studenten Zeugen eines Mordes und können zur Aufklärung beitragen, was ihnen das Praxissemester in der begehrten Mordkommission beschert. Als der Dekan der Hochschule erschlagen in seinem Büro gefunden wird, gerät eine Studentin unter Verdacht, hatte sie doch ein Verhältnis mit ihm.

  • ZDF, Mittwoch, 29. Januar 2020, 19.25 Uhr

Texte

Stab

Regie: Gero Weinreuter, Oliver Liliensiek, Käthe Niemeyer
Buch: Heike Brückner von Grumbkow und Jörg Brückner
Kamera: Thomas Ch. Weber, Erik Krambeck, Bernhard Wagner
Schnitt: Lena Bieniek, Dagmar Dick, Natali Barrey
Szenenbild: Juliane Hoffrecht
Kostüm: Cornelia Streiter, Stefanie Schroeter
Maske: Valentina Schwez, Margarita Rasbasch, Susi Bär
Casting: Karen Wendland, Silke Koch, Susann Reitz
Musik: Christian Biegai, Kerim König
Ton: Marcus Bock, Wolfgang Widmer
Mischung & Sounddesign: Martin Grube
Herstellungsleitung: Falk Sanne
Produktionsleitung: Dirk Funke
Produzentin: Milena Maitz
Producer: Julia Desch, Fabian Pöhlmann
Redaktion: Andreas Jakobs-Woltering, Christof Königstein
Länge: 12 x ca. 45 Min.

Besetzung

Ann-Christin "AC" -  Jane Chirwa
Inka Kubicki - Luise von Finckh
Kilian Hirschfeld - François Goeske
Marc Abel - Timmi Trinks
Leonie Ruska - Larissa Marolt
Sami Malouf  - Neil Malik Abdullah
Julia Salomon - Esther Schweins
Michael Kelting - Werner Daehn
Lorenzo Battiato - Salvatore Greco
Pierre Hartwich - Steffen Groth
Daniel Goldenbogen - Gedeon Burkhard

sowie

Adrian Holtau -  Mirko Lang
Thomas Tambori - Constantin von Jascheroff
Schawinski - Leander Lichti
Antonia Kleine - Anne Schäfer
Frauke Konrad - Annika Ernst
Betty Schweiger - Lea Zoe Voss
Boris Retzlaff  - Jan Sosniok
Monique Striese - Diana Staehly
Werner Trautmann - Arndt Schwering-Sohnrey
Ulla Nowak - Sonja Kirchberger

Inhalt

"Blutige Anfänger" – Tödliches Semester

Praxissemester an der Polizeifachhochschule Halle an der Saale: Endlich raus aus den Seminarräumen und rein ins echte Leben - was für die Studenten bedeutetet: endlich echte Mordfälle! Mit Unterstützung ihrer Ausbilder in der Mordkommission werden sie diese lösen müssen. Dabei schießen die Anfänger manches Mal über das Ziel hinaus, machen Fehler und müssen neu dazulernen auf ihrem Weg zu fertigen Kriminalbeamten. In "Blutige Anfänger" wird in jeder Folge zwischen Hochschule und wahrem Leben ein Fall seziert, diskutiert und gelöst, während die Serie auch von den privaten Verwicklungen der Studenten, Dozenten und Ausbilder erzählt.
Semesterbeginn.Über dem sonnigen Halle schwebt die spannende Frage, wer im kommenden Praxissemester die heiß begehrten Plätze in der Mordkommission bekommt. Als die Freunde Inka (Luise von Finckh), Ann-Christin (Jane Chirwa), Kilian (François Goeske) und Marc (Timmi Trinks) im Kino Zeugen eines Mordes werden, rutschen sie fast zufällig in die Ermittlungen, nutzen ihre Chance und lösen gemeinsam ihren ersten Fall. Diese Ermittlung stellt sich als Eintrittskarte in die Mordkommission heraus. Niemand ahnt allerdings, dass noch während der offiziellen Bekanntgabe der Praktikumsplätze einer der Dozenten in seinem Büro erschlagen wird. Mord in den eigenen Reihen! Die Hauptbeschuldigte ist ausgerechnet die Polizeischülerin Leonie (Larissa Marolt), die sich schon bald auf der Flucht befindet! 
Die fieberhafte Suche nach Leonie und weiteren Tatverdächtigen wird der Mordkommission in den kommenden Wochen alles abverlangen. Doch es gilt nicht nur dieses Verbrechen aufzuklären, in der Mordkommission sind die "Rookies" mit allen Facetten menschlicher Abgründe konfrontiert. Die Mordmotive sind vielfältig: Habgier, Eifersucht oder Rache – und oft trügt der erste Anschein.

Auch der Anblick der Tatorte verlangt den Polizeischülern einiges ab. Ein Immobilienentwickler wird in einem Hotel brutal getötet. Gezielte Faustschläge haben ihn traktiert. Ein furchtbarer Anblick für alle Ermittler. Der ehemalige Boxweltmeister Marcel John gerät unter Verdacht. John leidet an Boxerdemenz und bewohnt ein Zimmer im Hotel. Er war viele Jahre von der Bildfläche verschwunden, nachdem er wegen Totschlags im Gefängnis saß. Wieso ist er nach so langer Zeit wieder ausgerastet?

Nuri, ein junger Afghane, wird nachts erstochen. Seine Leiche ist mit Messerstichen übersät. Die Ermittlungen führen zu Helge Schweiger, der keinen Hehl aus seiner ausländerfeindlichen Gesinnung macht. Seine Schwester war mit Nuri zusammen und das wollte er unterbinden. Ist er deshalb zum Mörder geworden? Als Marc und Kilian Helge festnehmen wollen, kann dieser sich befreien. Die Polizei Halle ist dem Vorwurf ausgesetzt, einem gewaltbereiten Neonazi absichtlich die Flucht ermöglicht zu haben.

In einem Autohaus wird die ehrgeizige Mitarbeiterin Thamina erschlagen aufgefunden. Wurde sie getötet, weil sie einen Mitarbeiter beim Diebstahl von Tuning-Teilen auf frischer Tat ertappt hat? Oder wurde ihr Plan sich selbstständig zu machen und die Kunden ihres Chefs abzuwerben zu ihrem Verhängnis? Die Obduktion ergibt, dass Thamina schwanger war und ihr Freund Adil nicht als Vater in Betracht kommt. Thaminas Tod löst weitere Verbrechen aus und die Polizei muss den Mörder finden, bevor noch jemand stirbt.

Weitere Fälle führen die Polizeischüler in das Milieu des Pflegebetrugs, zu Scheidungsschlachten, Geschwistermördern und tödlichen Teenagern. Da heißt es für die jungen Ermittler immer wieder, die richtige Spur aufzunehmen und einen kühlen Kopf zu bewahren.

Redaktionsnotiz

Eine Leiche wird gefunden. Übel zugerichtet. Ein heftiger Anblick. Da liegt ein toter Mensch in seinem eigenen Blut. Erschossen, erschlagen oder erstochen. Fußspuren führen vom Tatort weg ins Nichts. Der Mörder läuft noch frei herum. Er muss gefunden werden. Die Kommissarinnen und Kommissare der Mordkommission ermitteln. Sie versuchen das Verbrechen aufzuklären und den Täter zu überführen. Kein leichter Job – aber einer muss ihn machen.
Doch wie wird man zu einem dieser Ermittler? Was muss man mitbringen, was kann man lernen? Um am Ende in der Mordkommission zu arbeiten, muss man zunächst das Studium der Polizeihochschule absolvieren. Hier müssen sich die jungen Frauen und Männer die Theorie aneignen, um dann in der Praxis bestehen zu können. Ein guter Startpunkt für unsere neue Serie "Blutige Anfänger", in der es heißt: Willkommen im Praxissemster!
Inka, Ann-Christin, Marc und Kilian sind unsere Anfänger. Sie müssen sich bei echten Fällen in der Mordkommission von Halle beweisen und neben dem Hochschulbetrieb Mörder überführen. Für die "Rookies", die Neulinge, birgt jeder Tag neue Erfahrungen und menschliche Abgründe, mit denen sie klarkommen müssen. Schnell merken sie, dass das reale Grauen viel härter ist, als ein Lehrbuch es schildern kann. Sie müssen dazulernen, Rückschläge verarbeiten und ihren eigenen Instinkt ausbilden.
Wie erklärt man hilflosen Angehörigen das Unfassbare? Wie befragt man Zeugen hartnäckig, ohne übers Ziel hinaus zu schießen? Wieviel Mitgefühl darf sein, ohne sich in Emotionen zu verlieren? Welche Hinweise und Indizien sind die wichtigen? Wer sagt die Wahrheit, wer lügt? Jeder Strohhalm kann zum Ziel führen oder doch nur eine weitere falsche Spur sein. Und wie streift man als Ermittler das Verbrechen wieder von sich ab, wenn man schließlich nach Hause geht, ins eigene Leben zurückkehrt und auch da genug Probleme hat?
Dass diese Fragen beantwortet werden, garantieren an der Seite der Polizeischüler die erfahrenen Kriminalisten und Ausbilder Sami Malouf, Lorenzo Battiato, Dr. Julia Salomon und Michael Kelting. Sie begleiten unsere Anfänger auf ihrem spannenden Weg von der grauen Theorie zur erfolgreichen Praxis.
Mit der Serie "Blutige Anfänger" schicken wir also noch einen weiteren TV-Krimi ins Rennen um die Zuschauergunst. Krimis gibt es nicht zu wenige – das wissen wir. Da wir unsere Serie aber durch die Augen unserer Polizeischüler erzählen, können wir das Genre neu aufrollen und den Zuschauern eine unbekannte Perspektive eröffnen. „Blutige Anfänger“ zeigt, wie aus Schülern Profis werden.

Andreas Jakobs-Woltering, Christof Königstein, Axel Laustroer

Producer's Note

Noch ganz grün hinter den Ohren und doch schon bei der Polizei – das war die Grundidee der Autoren Heike Brückner von Grumbkow und Jörg Brückner, die ich am Anfang unserer langen Reise zu einer neuen Pre-Primetime-Serie so faszinierend fand.
Fünf junge Studenten der Polizeifachhochschule Halle in ihrem ersten Praxissemester, einerseits natürlich gut ausgebildet, auf der anderen Seite aber noch nicht so routiniert und abgeklärt wie ihre erfahrenen Kollegen, die ihnen an die Seite gestellt werden.
Das war die Basis, auf der wir aufgebaut haben. Dazu kam eine starke horizontale Geschichte, die über die ganze erste Staffel erzählt wird, in jeder Folge ein abgeschlossener Fall und darüber hinaus die privaten  Lines unseres Hauptcasts - ganz schön viel Stoff für jeweils eine dreiviertel Stunde Sendezeit.
Aber so konnte es die vollgepackte und spannende Serie werden, in der wir mit einem ungewohnt jungen Cast, hervorragenden "erwachsenen" Kollegen, drei erfahrenen Regisseuren und einem enthusiastischen Team in der Krimi-lastigen Fernsehwelt eine eigene Marke setzen werden.

Milena Maitz

Rollenprofile

Ann-Christin Heffner, "AC" (Jane Chirwa)
Wild und explosiv

AC liebt das Leben. Und sie liebt Musik! Die meisten haben nach der Schule keine Idee, wo es hingehen könnte. AC hatte einen ganzen Strauß davon – und musste sich entscheiden. Professionelle Drummerin? Stuntfrau? Tischlerin? Sie beschloss, zur Schutzpolizei zu gehen und ihre anderen Vorlieben, allen voran ihre Band, auf die Hobby-Schiene zu schieben. Mit Begeisterung hat sie sich in den Streifendienst gestürzt, war eine der Besten. Zwei Dinge haben sie gestört: Ohne Abi fehlten ihr die Aufstiegsperspektiven. Und es hat sie frustriert, dass sie zwar meist die erste am Tatort war – dann aber den Fall an die Kriminalpolizei abgeben musste. Den Fall lösten andere.
Ihr neuer ehrgeiziger Plan: Ann-Christin hat auf der Abendschule das Abitur nachgeholt und sich dann an der Polizeifachhochschule beworben. Die Prüfung war für sie ein Spaziergang. Wenn es ins Praxissemester geht, hat sie ganz klar einen Vorteil vor den anderen. Wie hart es da draußen ist, ist ihr klar. Sie geht einen Fall unerschrocken und mit sprudelndem Forscherehrgeiz an. Ihr Witz und ihre selbstbewusste Art stoßen nicht überall auf Gegenliebe, schüchtern manchmal ein. Vielleicht könnte sie sich das Leben leichter machen, wenn sie hin und wieder ihre weiblichen Trümpfe ausspielen würde. Aber das ist unter ihrer Würde.

Marc Abel (Timmi Trinks)

Sonnenschein mit Cop-Gen

Wenn es ein Kripo-Gen gibt, dann hat Marc es geerbt. Solange man bei den Abels zurückdenken kann, war man im Polizeidienst. Marcs Vater ist heute Landeskriminaldirektor, und seine Mutter hat das Kunststück fertiggebracht, Familienmanagement und eine glänzende Polizei-Karriere unter einen Hut zu bringen. Kein Wunder, dass Marc es seinen tollen Eltern mindestens gleichtun will.
Direkt nach dem Abitur hat der Sonnyboy sich an der Fachhochschule beworben und ist mit bemerkenswerter Souveränität durch die ersten beiden Ausbildungsjahre geglitten. Jetzt, im dritten Jahr beginnt der Ausbildungsabschnitt, auf den Marc sehnsüchtig gewartet hat: Die Studenten dürfen in den praktischen Dienst. Und Marc will endlich unter Beweis stellen, dass auch er die untrügliche Spürnase der Abels besitzt, die seinen Vater und seinen Großvater zu Legenden gemacht hat.
Doch ganz so schnell wird man nicht zur Legende. Denn dazu braucht man auch Lebenserfahrung, und die besitzt der jüngste unserer Rookies beim besten Willen noch nicht. Der erfolgsverwöhnte Junge muss hinnehmen, dass auch er manchmal falsch liegt mit seinen Einschätzungen und einige bittere Erfahrungen machen.

Inka Kubicki (Luise von Finckh)

Wenig Ego, viel InstinktPressemappe

Mit einem fabelhaften Abi in der Tasche ging Inka zum Studieren nach Halle und hatte einen Plan: Wie alle Kubickis wollte auch sie Medizinerin werden.
Zu ihrer eigenen Verwunderung musste sie feststellen, dass das Arzt-Gen ihrer Eltern offenbar nicht in ihrer DNA verankert ist. Mühsam schleppte sie sich durch das Studium. Ihr einziger Lichtblick: ein junger Arzt. Aus den beiden wurde schnell ein Paar – und ebenso schnell waren sie wieder getrennt. Nach ein paar Wochen stellte Inka fest, dass sie schwanger ist.
Allein und schwanger, gab Inka das ungeliebte Studium auf. Sie erfuhr, dass die Kripo-Fachhochschule weibliche Bewerber sucht und dass es sogar auf junge Mütter zugeschnittene Lehrpläne gibt. Kurze darauf hatte sie ihre Bewerbungsunterlagen fertig. Im Studium lernte sie Kilian kennen und ließ sich auf eine neue Beziehung mit ihrem Kommilitonen ein.
Wir lernen Inka kennen, als es ins Praxissemester geht. Sie wäre nie auf die Idee gekommen, gut genug für die MOKO zu sein – aber ihre Profs sehen das anders. Hier kann sie ihre große Stärke ausspielen: Die Menschen vertrauen sich ihr an. Ihr Vorgehen in den Ermittlungen ist besonnen und einfühlsam.
Inka wohnt mit ihrer kleiner Tochter Luna und ihrer Kommilitonin Leonie zusammen. Inka redet sich ein, dass sie nicht gerade die beste Mutter der Welt ist. Dass Lunas Vater und dessen Neue dem Kind vermutlich mehr bieten könnten. Heißt, das Beste für das Kind zu wollen, sie in die Obhut des Vaters zu geben?

Kilian Hirschfeld (
François Goeske)
Viel Ego, wenig Skrupel

Ein Polizist wie aus dem Bilderbuch. Kilian ist sportlich, strahlt Kompetenz und Autorität aus, hat Ehrgeiz und einen guten kriminalistischen Instinkt. Aber all das ist nur Fassade und verdeckt eine Persönlichkeit, die geprägt ist von Komplexen und der Sehnsucht nach Anerkennung. Kilian ist, anders als sein strahlendes Auftreten glauben machen will, instabil.
Man könnte meinen, einem Superhelden wie Kilian fliegen die Herzen an der Schule nur so zu. Doch dafür blitzt zu oft die Verbissenheit hinter seiner "goldenen Rüstung" auf. Die schulischen Semester hat er mit Bravour bewältigt. Dann kommt die Praxis. Die Begegnungen mit dem wahren Verbrechen. Hier fehlt es Kilian an echtem Einfühlungsvermögen. Oft prescht er in einer Ermittlung voran – er will immer der erste sein - nur leider übersieht er in seinem Tempo immer wieder entscheidende Punkte.
Kilian ist mit Inka zusammen. Und es ist Liebe. Möglich, dass ihr Höhere-Tochter-Status das Feuer noch anfacht. Zu seinem besten Freund hat Kilian Marc erkoren. Er legt sich unglaublich für diese Freundschaft ins Zeug. Marcs Mehrwert ist seine Familie: Die Abels sind eine angesehene Polizeidynastie. Besonders Marcs Vater ist das Objekt von Kilians Bewunderung.

Leonie Ruska (Larissa Marolt)

Femme fatale

Leonie ist eine schöne, aufregende Frau. Der Typ, der Männer magisch anzieht. Und dazu eine hervorragende Studentin. Niemand weiß, dass sie eine Affäre mit Daniel Goldenbogen, dem Dekan der PFH, hat. Nicht einmal ihre beste Freundin und Kommilitonin Inka, mit der sie eine Wohnung teilt, kennt ihr pikantes Geheimnis. Doch die Beziehung läuft nicht glatt, Goldenbogen macht Schluss. Das tut weh – Leonie verliert den Fokus, ihre schulischen Leistungen gehen den Bach runter. Sie hat nur noch das eine Thema: den Bruch mit ihrem geheimnisvollen Lover.
Leonie wird zur Hauptverdächtigen in einem Mordfall, der sich an der Uni ereignet. Dass sie flieht, bestärkt den Verdacht umso mehr. Um ihre Unschuld zu beweisen, setzt sie auf die Hilfe ihrer besten Freundin Inka und bringt sie damit in große Schwierigkeiten.

Daniel Goldenbogen (Gedeon Burkhard)

Professor Doktor Heartbreaker

Professor! Doktor! Daniel Goldenbogen ist der Dekan der Polizeifachhochschule, ein sportlicher Mann, braungebrannt nach seinen Tauchferien im Süden. Er ist zeitgemäß und gewählt gekleidet. Jemand, der den Frauen gefällt und Männern imponiert. Bevor er an die Polizeifachhochschule berufen wurde, hat er sich als forensischer Gutachter einen Namen gemacht. Er hat Bücher veröffentlicht, die heute als Standardwerke gelten. Daniel ist der ewige Single. Es gibt doch viel zu viele Frauen, die ihn bewundern – wäre ja schade, sich festzulegen. Zumindest nicht zu lange.
Daniels Eitelkeit steht intensiven Freundschaften nicht im Wege: Mit Julia Salomon, Nadir Malouf und Pierre Hartwich bildet er eine eingeschworene Clique. Weine, Reisen, das schöne Leben - dafür steht Goldenbogen. In seinem Privatleben will er von den menschlichen Abgründen, in die er jeden Tag beruflich blickt, nichts wissen. Was ihm auf der Seele liegt, ist der Bruch mit seiner Schwester Helene: Nach zermürbenden Streitereien wegen einer Erbschaft hat sie Deutschland sang- und klanglos den Rücken gekehrt und jeden Kontakt abgebrochen. Man geht davon aus, dass sie nach Australien ausgewandert ist. Doch als Daniel beginnt, nachzuforschen, kommt er auf eine andere Spur.

Julia Salomon (Esther Schweins)

Dozentin für Kriminalpsychologie und Soziologie

Dr. Julia Salomon wirkt unnahbar. Sie ist freundlich, sie lächelt – aber sie wirkt immer unterkühlt. Sie ist immer darauf bedacht, Abstand zu halten – körperlich wie emotional. Und ein genauer Beobachter wird eine Reihe von Ticks an ihr entdecken. Kleine Schrullen, über die man schmunzeln mag, nie das Haus ohne Taschenlampe zu verlassen zum Beispiel. Julia Salomon leidet an einer traumatisch bedingten Nyktophobie. Sie hat panische Angst vor Dunkelheit, schläft sogar bei taghellem Licht. Peinlich genau richtet sie sich nach den Vorhersagen für Sonnenauf- und -untergang und schlüpft mit dem letzten Sonnenstrahl in ihre kleine Festung zurück.
Julia glaubt, ihre Zwanghaftigkeit niemandem zumuten zu können. Und lebt deshalb mit ihrer "Macke" lieber allein. Nur ihr bester Freund Malouf weiß, was Julia an ihrer letzten Uni durchgemacht hat. Sie war Zeugin einer Tage währenden Geiselnahme, die sie versteckt in absoluter Dunkelheit in einem Schrank überlebt hat.
Ihre Vorlesungen, die sie mit leiser aber fesselnder Stimme vorträgt, sind faszinierend, sie hat einen messerscharfen Verstand; sie kann aus der Erfahrung eines langjährigen Berufslebens schöpfen. Die Fachhochschule ist stolz, eine Kapazität wie Dr. Julia Salomon als Dozentin gewonnen zu haben. Sie hat jahrelang psychologische Gutachten über Straftäter verfasst. Seit zwei Jahren gibt sie nun ihr Wissen an Studenten weiter.

Sami Malouf (Neil Malik Abdullah)

Leiter der MOKO und Dozent, "Papa Bulle"

Sami ist seit fünf Jahren Leiter der Mordkommission Halle. Er ist alles, was das Klischee einem Araber abspricht: gut sortiert, ruhig, unbestechlich. Die Vaterrolle ist ihm auf den Leib geschrieben - sowohl zu Hause als auch den jungen Kollegen gegenüber. Er unterrichtet zwei Tage in der Woche an der Fachhochschule. Einigen seiner Studenten begegnet er später bei der Mordkommission, wenn diese im Rahmen ihres Studiums dort ihre praktischen Erfahrungen sammeln.
Sami ist Anfang der Neunzigerjahre mit seinen Eltern aus dem Libanon nach Deutschland geflohen. Der intelligente Junge hat sein Abitur mit Bravour bestanden – und dann bei der Polizei angefangen. Sein Auftrag: Der Kampf gegen das Chaos. Er hat gesehen, dass Gewalt Menschenleben auslöscht. Er will dem Land, das ihm ein bürgerliches Leben ermöglicht, etwas zurückgeben.
Sami hat eine gebürtige Hallenserin geheiratet. Weder ihr christlicher noch sein muslimischer Glaube spielen in der Ehe eine Rolle. Vielleicht ist diese Toleranz auch schuld daran, dass ihr gemeinsamer Sohn Bassam keinen Halt findet: Er rebelliert gegen seinen Vater und gerät dabei in Konflikt mit dem Gesetz.

Michael Kelting (Werner Daehn)

Oberkommissar, alter Hase, harter Hund

Kelting ist ein harter Hund. Die Studenten machen seine Bekanntschaft im Sportunterricht. Er treibt die jungen Leute körperlich weit über ihre eigenen Grenzen. Und auch in der Praxis entkommt man ihm nicht: Kelting ist Oberkommissar in der MOKO. Die meisten beten, dass sie nicht in seinem Team landen. Er soll als Kollege ebenso gnadenlos sein wie als Coach. Besonders schwer haben es die Frauen bei ihm. Beamtinnen im Team sind für ihn eine Schwachstelle.
Doch Kelting ist nicht nur anderen gegenüber knallhart. Zu sich selbst ist er ebenso streng, verlangt sich ebenso viel ab. Kelting war früher beim SEK. Und er war mächtig stolz darauf. Allerdings wird man dort mit Vierzig ausgemustert. Kelting hätte sich mit der Abfindung vom SEK auf die faule Haut legen können, aber er hat von vorn angefangen und sich bei der Kripo beworben. Mit unglaublicher Zähigkeit und mit enormem Fleiß ist er ein sehr guter Kripomann geworden. Warum aber hat Supermann keine Frau? Weil er einen Mann hat: Kelting lebt mit größter Selbstverständlichkeit mit dem Rechtsmediziner Dr. Steinebach zusammen.

Lorenzo Battiato (Salvatore Greco)

Hauptkommissar mit Italo-Schmelz

Der Name allein lässt Frauen doch schon dahinschmelzen. Und dem Typ mit dem braunen Plüschblick und den dunklen Haaren passt er wie ein Handschuh. Unter den Männern hält sich seine Beliebtheit in Grenzen. An Lorenzo klebt sein Ruf als Womanizer und Verführer. Das schmeichelt ihm, entspricht aber nicht ganz der Wahrheit. Er flirtet gern, das liegt ihm im Blut, und dann und wann lässt er sich von einer Frau abschleppen – wobei er Blondinen bevorzugt. Wenn das Wort Beziehung im Raum steht, macht er einen Rückzieher. Viel zu großer Energieaufwand.
Lorenzo liebt das Leben und er liebt die italienische Küche. Seine Eltern führen ein Restaurant und haben neben der Pizza auch den dazugehörigen Familiensinn nach Halle importiert. Zu ihrer Enttäuschung entschied sich Lorenzo für einen eigenständigen Berufsweg.
Bis vor ein paar Jahren war er selbst Student der Polizeifachhochschule und hat diese mit einem exzellenten Zeugnis verlassen. Auf der Polizeifachhochschule wird einem nichts geschenkt, und Lorenzo trägt seinen Dienstgrad absolut zu Recht.

Pierre Hartwich (Steffen Groth)

Das smarte Gesicht der Polizei

Pierre Hartwich war ein guter Ermittler. Bis er und die Behörde gemerkt haben, dass sein wahres Talent woanders liegt: Er versteht es wie kein anderer, der Öffentlichkeit die Polizei zu verkaufen. Und so wurde er zum Leiter der Pressearbeit der Polizei Halle, in dessen Bereich auch die Fachhochschule fällt. Wenn eine Kamera auf den smarten Hartwich gerichtet ist, strahlt sein Gesicht sofort die angemessene Mischung aus Betroffenheit, Trost und Kompetenz aus. Seine geschliffen formulierten Pressetexte können verharmlosen, können aufwiegeln, können verschleiern – ohne sich den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, unsachlich zu sein.
Hartwich lebt allein – seit vor ein paar Jahren seine Frau Helene spurlos verschwunden ist. Von einem Tag auf den anderen, nach einem sinnlos hochgekochten Streit. Er hat alle Beziehungen spielen lassen, um sie zu finden. Vergeblich. Es kamen noch ein paar Mails von ihr aus Australien, dann verliert sich ihre Spur.

Schauspieler-Statements

Was macht den Reiz der Serie für Sie aus?

Jane Chirwa:
"Es ist vor allem die Erzähl-Perspektive. Man sieht jungen, hitzigen, durstigen Menschen zu, die lernen, ausprobieren, feiern, Fehler machen und für ihr eigenes Vorankommen kämpfen."

Luise von Finckh
: "Blutige Anfänger ist so nah an den jungen Polizistinnen und Polizisten dran, das ist neu. Man schaut hinter die Kulissen der Polizeiarbeit und erlebt die Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen."

Fran
çois Goekse: "Die Serie greift aktuelle Themen auf, gerade jetzt in dieser Zeit, in der auch politisch so viel passiert."

Neil Malik Abdullah
: "Wir haben einen arabischen Mordkommissionsleiter, eine farbige angehende Polizistin und einen homosexuellen Oberkommissar. Dadurch wird die Serie mutig und junge. Sie ist dynamisch und frech. Es gelingt der Spagat zwischen den Generationen. Ich hoffe, der Zuschauer folgt uns."

Werner Daehn
" Eine neue, frische Serie, mit einem Ansatz, den man bisher nicht kannte. Dabei bleibt es im Genre charmant und erzählerisch dicht."


Sehen Sie bei sich Ausbilder-Qualitäten?

Neil Malik Abdullah: "Ich bin selbst Dozent an der Schule für Schauspiel in Hamburg und jedes Jahr dürfen die Schüler nach sechs Monaten entscheiden, ob sie bei mir weitermachen möchten – was sie bisher fast immer getan haben. Ausgehend von dieser persönlichen Statistik, stehen meine Chancen nicht schlecht."

Salvatore Greco
: "Ich würde das ganz klar mit Ja beantworten, da ich mich zusätzlich zur Schauspielerei an der PH Zug (Schweiz) zum Lehrer ausbilden lasse."

Steffen Groth
:" Ja, ich glaub', die hab' ich. Ich habe mich tatsächlich viel mit Menschenführung auseinandergesetzt und bereits auf unterschiedlichen Feldern als Coach gearbeitet – ich vermute, das gleicht der Arbeit des Ausbilders in vielerlei Hinsicht."

Werner Daehn:
"Ich denke schon. Ich habe zum Beispiel früher als Student auch als Trainer gearbeitet und hatte eine sehr positive Resonanz bei meinen Schülern. In der Tat ist die Figur Kelting durchaus etwas verwandt mit mir."


Hat die Serie Ihre persönliche Sicht auf die Polizeiarbeit verändert?

Larissa Marolt
: "Vor dem Polizei-Beruf hatte ich immer großen Respekt, denn ich habe Freunde, die bei der Polizei arbeiten und weiß, wie hart die Arbeit ist und wieviel dieser Beruf einem abverlangt."

Fran
çois Goeske: "Ja, tatsächlich! Nicht zuletzt durch die Gespräche mit echten Polizisten am Set, bekam ich ein anderes Gefühl für die Polizei. Trotz antrainierter Sachlichkeit in Sprache und Haltung und einer Art Selbstkontrolle, gehen auch sie nach Dienstschluss nach Hause und müssen mit dem Erlebten klarkommen. Es sind vor allem Menschen, die sich u.a. für unsere Sicherheit einsetzen. Diese Menschlichkeit versuche ich auch als ‚Kilian“ mit einzubringen."

Luise von Finckh:
"Ich finde es schon ehrenwert, dass Polizistinnen und Polizisten sich täglich für Recht und Ordnung einsetzen, damit der Staat funktioniert. Das ist ein Job, der völlig uneigennützig für das Miteinander in der Gesellschaft steht. Das kann man gar nicht von so vielen Berufen behaupten, oder?"

Gab es für Sie besondere Moment beim Dreh?

Steffen Groth
: "Bei mir ist ein Stunt schiefgegangen als ich rückwärts in einen Tisch fliegen sollte, der dann unter mir zusammenbrechen sollte. Beim ersten Mal klappte der Tisch nur zögerlich zusammen, beim zweiten Versuch dann leider gar nicht, so dass ich mit Schwung über den Tisch bis unter das Sofa gesegelt bin, an dessen Stahlkonstrukt ich dann mit dem Kopf zum Halten gekommen bin. Ich hatte eine Schürwunde am Kopf und der Sanitäter wurde gerufen."

Larissa Marolt:
"Ich hatte eine blutige Szene, musste aber danach schnell zum Flughafen und die Farbe ging nur schwer ab. Gestresst am Flughafen angekommen, habe ich einige entsetze Blicke geerntet."

Werner Daehn:
"In einer Szene musste ich mir mit meiner Kollegin Jane Chirwa ein Wettrennen liefern. Obwohl ich nach wie vor viel Sport mache, ist Jane ja einiges jünger und topfit, deshalb hatte ich etwas Respekt davor. Aber ich konnte gut mithalten und war happy, dass alles im Kasten war. Dummerweise sollte der Take ein zweites Mal gedreht werden, der Versuch war dann weniger erfolgreich. Die Frage ist jetzt: Wurde der erste Take, in dem ich gut aussah, genommen oder der zweite, bei dem ich weniger sportlich rüberkomme – es bleibt spannend."

Jane Chirwa:
"Ich hatte eine heftige Kampfszene, danach hatte ich tagelang noch Schmerzen. Aber es war auch mein Lieblings-Fight, also hat es sich dennoch gelohnt. Da habe ich wieder gemerkt, wie sehr ich körperliche Arbeit liebe."

Timmi Trinks:
"„Nach den Dreharbeiten in Halle rein in die Bar und Gin Tonic für 2,50 Euro."


Die Interviews führte Karoline van Baars, Agentur 67.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,
und über https://presseportal.zdf.de/presse/blutigeanfaenger 

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