Christliche Themen im ZDF-Festprogramm

Dokumentationen, Gottesdienste, "sonntags" und "Ein guter Grund zu feiern"

Das ZDF würdigt das Weihnachtsfest in seiner christlichen Bedeutung mit einem umfangreichen Programmangebot. An den Adventssonntagen, an Heiligabend, am ersten Weihnachtstag, an Neujahr und an Dreikönig überträgt das ZDF evangelische und katholische Gottesdienste. Das Magazin "sonntags" greift Themen rund um Weihnachten und den Jahreswechsel auf. Am ersten Weihnachtstag sendet das ZDF live aus Rom den Weihnachtssegen des Papstes. Die Dokumentation am zweiten Weihnachtstag begleitet fünf Menschen auf dem Lutherweg. Und an Dreikönig fragt Pater Nikodemus Schnabel: Was ist an diesem Feiertag der gute Grund zu feiern?

  • ZDF, Sonntag, 29. November 2020, bis Mittwoch, 6. Januar 2021

    Texte

    Erster Advent: Sonntag, 29. November 2020

    9.03 Uhr

    sonntags: Kirchenasyl

    Wie zeitgemäß ist Kirchenasyl heute noch? Nicht zuletzt mit der Einführung der Härtefallkommissionen für Asylsuchende ist praktiziertes Kirchenasyl in die Kritik geraten.

    "sonntags" besucht die Äbtissin Mechthild Thürmer. Für die Ordensfrau ist Kirchenasyl ein Schutzangebot im Namen der Menschlichkeit. "sonntags" will auch wissen, wie viel Dialogbereitschaft zwischen Menschenrechtlern und Staatsrechtlern existiert.

    Die Geschichte eines Menschen, der im Kirchenasyl Schutz vor Abschiebung sucht, wird vorgestellt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, wie alt der Schutz im Raum von Heiligtümern und sakralen Gebäuden ist, wie dramatisch so manches Kirchenasyl ausging und wie es Menschen erging, die aufgrund einer erfolgreichen Zweitprüfung ihres Asylantrages in Deutschland bleiben konnten und sich hier eine neue Existenz aufbauten.

    9.30 Uhr

    Katholischer Gottesdienst: Gott ist treu

    Aus der Klosterkirche der Elisabethinen in Graz/Österreich

    Erster Adventsonntag, die Vorfreude auf Weihnachten beginnt. "Die Krippe ist die Manifestation der Treue Gottes: Gott wird Mensch", erklärt Pater Willibald Hopfgartner.

    Auch wenn die Welt kompliziert ist, Gott ist treu. Mit dieser Verheißung der Adventzeit kann man sich immer auf den Weg machen, so wie seinerzeit die Schwestern vor 330 Jahren, die nach Graz kamen, um ein Kloster und ein Spital zu gründen.

    "Schau hin und handle" – das ist der Leitspruch der Grazer Elisabethinen, eine Ordensgemeinschaft, die ein gemeinnütziges Akutkrankenhaus, betreutes Wohnen und zwei Hospize betreibt. Patrone des Ordens sind die heilige Elisabeth von Thüringen und der heilige Franz von Assisi. 2020 jährt sich die Ankunft der Elisabethinen in Graz zum 330. Mal.

    Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Frauenensemble Prima Tona und der Organistin Anastasiia Igoshina unter der Leitung von Michael Schadler.

    Zweiter Advent: Sonntag, 6. Dezember 2020

    sonntags: Jugend engagiert sich

    Jugendliche gelten derzeit als Problem: als Superspreader, als Corona-Party-Feiernde. Doch in diesem Alter werden auch die Weichen gestellt: für Engagement, für Toleranz, für soziale Kompetenz.

    Die Coronapandemie behindert und bremst Projekte für Jugendliche. Doch vieles ist noch da: vom Jugendrotkreuz bis zur Landjugend, von kirchlicher Friedensarbeit bis zu Sport- und Umweltvereinen. "sonntags" zeigt die Arbeit der Vereine – und was davon noch möglich ist.

    9.30 Uhr

    Evangelischer Gottesdienst: Was der Nikolaus bringt

    Aus der Evangelischen Festeburggemeinde in Frankfurt-Preungesheim

    Die Kinder der Frankfurter Johannisgemeinde werden am Vorabend des Nikolaustages ihre frisch geputzten Stiefel vor die Tür stellen. Und sie werden gespannt warten, womit der Nikolaus die Stiefel in der Nacht füllen wird.

    Auch wegen dieses Brauches, der sich auf ihn bezieht, dürfte der heilige Nikolaus von Myra einer der bekanntesten Heiligen sein. Er ist Thema des Gottesdienstes am Nikolaustag aus der Frankfurter Johanniskirche. Es geht um Legenden, die sich um ihn ranken, und um die Frage, warum er nicht nur für Kinder eine große Anziehungskraft hat.

    Für die musikalische Gestaltung sorgen ein Vokalensemble der Johanniskantorei unter Leitung von Jeannine Görde, der Posaunist Manfred Beutel und Dominik Hambel an der Orgel.

    Dritter Advent: Sonntag, 13. Dezember 2020

    9.03 Uhr

    sonntags: Familien im Corona-Jahr

    Die Belastung von Familien seit Beginn der Coronapandemie ist enorm. Das Leben muss neu organisiert und gestaltet werden. Vieles ist nicht mehr wie vorher und könnte auch anders bleiben.

    Im Alltag stellen sich Familien seit Monaten neuen und dauerhaften Herausforderungen – im Haushalt, in der Schule, im Job, auch in der Freizeit. Vor allem aber wirkt sich die Krise auf die Psyche aus. Wie verändern sich die Beziehungen zwischen Eltern und Kindern?

    Was ist schwer, was bleibt auf der Strecke? Was hat sich trotz allem positiv entwickelt? "sonntags" zieht Bilanz und fragt, wie es Familien in Deutschland im Coronajahr 2020 ergangen ist, wie sich die Dinge entwickelt haben und welche Perspektiven sich auftun. Dabei stehen nicht nur die Eltern und ihre Kinder im Blickfeld, sondern auch Großeltern und andere Verwandte sowie Freunde.

    9.30 Uhr

    Katholischer Gottesdienst: Mitten unter euch!

    Aus der Kirche Sankt Rabanus Maurus in Mainz

    "Mitten unter euch steht er, den ihr nicht kennt." Dieses Wort aus dem Evangelium ist Thema dieses Gottesdienstes. "Wo kann man Gott heutzutage finden und erfahren?", fragt Pfarrer Martin Olf.

    Wie Johannes der Täufer im Tagesevangelium Zeugnis über das Kommen Gottes ablegt, werden im Gottesdienst Menschen über ihre Glaubenserfahrungen sprechen. "Denn der, der mitten unter uns steht und den wir nicht kennen, braucht uns. Er braucht Zeuginnen und Zeugen."

    Musikalisch wird der Gottesdienst von einem Musikensemble unter der Leitung von Dekanatskantor Maximilian Rajczyk gestaltet.

    Vierter Advent: Sonntag, 20. Dezember 2020

    9.03 Uhr

    sonntags: Weihnachten nostalgisch

    Weihnachten ist das wichtigste Familienfest in Deutschland. Ältere Menschen erzählen von der Zeit, als man sich nicht über iPhones oder Parfüm, sondern über ein paar Socken oder eine Puppe als Geschenk gefreut hat.

    Im Jahr 2020 wird nun alles völlig anders sein. Schon heute ist abzusehen, dass Gottesdienste oft nur im Freien stattfinden können. "sonntags" erkundet in Nürnberg, wie sich die Jugendkirche Lux auf das Fest vorbereitet.

    Vier Tage vor Heiligabend berichtet die Sendung darüber, wie sich Ältere an die Bescherung in ihrer Kindheit erinnern, was es bedeutete, das Fest in der DDR mit sogenannten Jahresendfiguren zu feiern und wie in diesem Jahr an die Geburt Jesu in Jerusalem erinnert wird.

    9.30 Uhr

    Evangelischer Gottesdienst: Freut euch, ihr Menschen!

    Aus der Kreuzkirche in Wiesbaden

    Eine der schönsten Emotionen, die Menschen fühlen können, ist die Freude. Sie verändert äußerlich und innerlich. Ins Gesicht zaubert sie ein Lächeln, Augen beginnen zu strahlen und  Menschen fangen an zu leuchten, wenn sie sich auf etwas freuen. Echte Freude sieht und spürt man sofort. Das Schöne ist, dass sie auch innerlich stärkt und motiviert.

    Im Angesicht der Herausforderungen durch Corona 2020 braucht es Freude. Von ihr kündet der vierte Advent. Er stellt Maria, die Gott lobt, in den Mittelpunkt. Ihre Freude ist ansteckend und schenkt Widerstandskraft auch in schwierigen Zeiten.

    Der Wiesbadener Knabenchor unter Leitung von Roman Twardy und Andreas Karthäuser an der Orgel gestalten den Gottesdienst musikalisch.

    Heiligabend: Donnerstag, 24. Dezember 2020

    19.15 Uhr

    Evangelische Christvesper

    Aus der Saalkirche in Ingelheim

    Feierlicher Gottesdienst mit Krippe, lichtgeschmückten Tannenbäumen und Kerzen in den Bänken, in denen der Kinder- und Jugendchor "canto vocale" die klassischen Weihnachtslieder singt.

    Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm und Kirchenpräsident Volker Jung widmen sich an Heiligabend dem Wunder der Weihnacht: der Geburt eines Kindes in Kälte und Dunkelheit, ein Licht in der Nacht, der längsten des Jahres, die in Schrift und Liedgut die "Heilige Nacht" heißt.

    Für die musikalische Gestaltung sorgen der Kinder- und Jugendchor "canto vocale" sowie der Telemann-Chor Ingelheim. Leitung, Orgel und Klavier: Iris und Carsten Lenz.

    Erster Weihnachtstag: Freitag, 25. Dezember 2020

    10.45 Uhr

    Katholischer Weihnachtsgottesdienst: Das Licht kam in die Welt

    Aus der Stiftsbasilika in Rein/Österreich

    Weihnachten 2020 steht ganz im Zeichen der Coronapandemie. Wie werden die Menschen das Fest der Liebe feiern können? Welche Botschaft geht von Weihnachten aus, an dem die Christinnen und Christen feiern, dass Gott Mensch geworden ist?

    Abt Philipp Helm ist überzeugt, dass im Werk des Barockmalers Schmidt eine Antwort zu finden ist: "Die drei Hirten auf dem Hochaltarbild spiegeln die Arten wider, das Weihnachtsgeheimnis zu erfahren. Der erste Hirte, dargestellt in demütiger Gebetshaltung, am hellsten erleuchtet, ist der Tiefgläubige. Der Zweite, das greise Haupt hell erleuchtet, seine Hände nach dem Jesuskind ausgestreckt, ist der Gottsuchende. Und der dritte Hirte, der Kopf kaum beleuchtet, er betrachtet das Jesuskind nur – der bloße Betrachter."

    Das Stift Rein wurde 1129 gegründet und ist das älteste Zisterzienserkloster der Welt, das ohne Unterbrechung aktives Kloster ist. Noch zu Lebzeiten des heiligen Bernhard erfolgte seine Stiftung durch Markgraf Leopold I. von Steyr. Die ersten Mönche kamen aus Ebrach in Franken. Reiner Mönche gründeten vier Tochterklöster: 1138 Sittich in Slowenien, 1146 Wilhering bei Linz, 1444 das Neukloster in Wiener Neustadt und 1620 Schlierbach in Oberösterreich. Zum Stift Rein gehören heute 13 Pfarren.

    Die Stiftskirche präsentiert sich seit einigen Jahren in neuem Glanz: In enger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesdenkmalamt ließ das Zisterzienserstift Rein 2004 bis 2014 die umfangreichsten Restaurierungsarbeiten seit der Errichtung der barocken Basilika Mitte des 18. Jahrhunderts durchführen. Zehn Jahre lang wurden die von Josef Adam Mölk 1766 geschaffenen Deckengemälde, der Stuck und das Inventar Zentimeter für Zentimeter gereinigt und auch kleinste Risse und Farbschäden ausgebessert.

    12.00 Uhr

    Urbi et Orbi

    Weihnachtssegen des Papstes aus Rom

    Traditionell richtet der Papst am Ersten Weihnachtstag eine Friedensbotschaft an die Welt und spendet den Segen "Urbi et Orbi". Das ZDF überträgt mit Jürgen Erbacher als Kommentator.

    Die Coronapandemie wirbelt im Vatikan die Weihnachtsfeierlichkeiten durcheinander. Die traditionelle Christmette am 24. Dezember findet ohne Öffentlichkeit statt. Der Segen "Urbi et orbi" ist 2020 der einzige öffentliche Termin des Papstes zum Weihnachtsfest.

    Die lateinischen Worte "Urbi et Orbi" bedeuten übersetzt "Der Stadt und dem Erdkreis". Sie unterstreichen den weltweiten Charakter der katholischen Kirche. Nach Angaben des Vatikans sind jedes Jahr rund 100 Fernsehanstalten aus knapp 60 Ländern live bei dem Ereignis dabei.

    Zweiter Weihnachtstag: Samstag, 26. Dezember 2020

    18.15 Uhr

    Schritt für Schritt – Pilgern auf dem Lutherweg

    Film von Susanne Bohlmann

    Ein Weg voll neuer Erfahrungen und intensiver Begegnungen: Eine Gruppe von fünf Frauen und Männern macht sich auf, den Lutherweg zu bewältigen – 600 Kilometer in 28 Tagen.

    Der Lutherweg in Deutschland zählt zu den eindrucksvollsten spirituellen Wanderwegen des Landes. Dieser Weg ist jenem Mann gewidmet, der im 16. Jahrhundert mit seinen theologischen Überzeugungen und Thesen für Furore in der Welt sorgte.

    Von Erfurt nach Worms folgt der Weg unter anderem der historischen Reise Martin Luthers 1521 zum Reichstag, entlang von Kirchen, Burgen und Klöstern, durch ausgedehnte Heidelandschaften mit Flüssen und Wäldern.

    Der Lutherweg ist prädestiniert zum Innehalten, zum Nachspüren und zur Selbstfindung. Das genau wollen Beate, Thomas, Katrin, Sarah und Eric. Sie kommen aus unterschiedlichen Lebenssituationen und haben persönliche Motive für diese Pilgerreise. Und sie kommen aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands und treffen im Augustinerkloster in Erfurt das erste Mal aufeinander.

    Während Rentnerin Beate den Verlust ihres Mannes verarbeiten möchte, suchen Mutter Katrin und die 30-jährige Sarah nach mehr Sinn. Für Manager Eric ist es bereits die dritte Pilgerreise und für Koch Thomas eine Premiere.

    Die ungleiche Truppe möchte die 600 Kilometer gemeinsam bewältigen, aber dafür muss sich jeder einbringen und zurücknehmen. Die körperliche und mentale Anstrengung sowie der fehlende Rückzug und Luxus zerren an den Nerven. Doch es entwickeln sich auch neue Freundschaften und Bindungen. Jeden Tag kommen neue Erfahrungen und inspirierende Gespräche und Gedanken hinzu. Langsam, aber sicher verändert sich jeder, und die Gruppe wird zur Einheit.

    Sonntag, 27. Dezember 2020

    9.03 Uhr

    sonntags: Faszination Kloster

    Mehr als 230.000 Menschen nutzen jährlich die Angebote der Klöster und Orden, um eine Zeit lang als Gäste dort zu leben. Auch in der Coronakrise gibt es Begleitung – per Hotline und Gespräch.

    In der Abtei Niederaltaich fanden in den 1960er-Jahren die ersten Einkehrtage statt. "sonntags" fragt, was die Menschen an einem Kloster und dem Leben dort fasziniert. Einige Klöster versuchen, ihr Angebot zu Weihnachten und in der Coronazeit aufrechtzuerhalten.

    Das Magazin begleitet Ines, eine berufstätige Frau und alleinerziehende Mutter, die "Kloster auf Zeit" in der Abtei Niederaltaich für sich entdeckt hat. Oder auch Frater Symeon, der im Februar 2020 dort das Noviziat begonnen hat, die offizielle Ausbildungszeit eines Ordensbruders.

    9.30 Uhr

    Katholischer Gottesdienst: Heilige Familie – heil werden

    Aus der Kirche Sankt Bartholomäus in Fehlheim

    Am Sonntag nach Weihnachten feiert die katholische Kirche das "Hochfest der Heiligen Familie". Die Coronapandemie hat 2020 die Familien vor besondere Herausforderungen gestellt.

    Der Sehnsucht nach Gemeinschaft, die gerade in der Weihnachtszeit besteht, gibt der Gottesdienst aus Fehlheim Raum. Pfarrer Äneas Opitek will dabei die Generationen zusammenführen, indem er die Mitwirkenden in der Kirche mit den Jungen und Alten daheim verbindet.

    Das Junge Vokalensemble St. Georg aus dem benachbarten Bensheim wird den Gottesdienst unter der Leitung von Regionalkantor Gregor Knop weihnachtlich festlich gestalten und viel Gelegenheit zum Mitsingen vertrauter Weihnachtslieder bieten.

    Neujahr: Freitag, 1. Januar 2021

    10.15 Uhr

    Evangelischer Neujahrsgottesdienst: Mut zur Barmherzigkeit

    Aus der Frauenkirche in Dresden

    Im Mittelpunkt des festlichen Neujahrsgottesdienstes wird die Jahreslosung aus dem Lukasevangelium stehen. Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!

    Die Predigt hält Tobias Bilz, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Die Liturgie gestaltet Angelika Behnke, die Pfarrerin der Frauenkirche. Mozarts "Krönungsmesse" soll aufgeführt werden. Sie trägt den englischen Titel "Coronation Mass".

    Sonntag, 3. Januar 2021

    9.03 Uhr

    sonntags: König*in 2.0

    Die Sternsingerinnen und Sternsinger gehen auch unter Corona-Bedingungen als Heilige Drei Könige von Haus zu Haus. Sie setzen sich für Kinder ein, die nicht so privilegiert leben. Mit der Modernität dieses Themas beschäftigt sich das Magazin "sonntags".

    Königinnen und Könige stehen für eine Haltung der Würde und Einsatzbereitschaft zum Wohle aller. Das Bild von ihnen ist auch in demokratischen Gesellschaften noch verankert: Es ist Ausdruck für die Sehnsucht nach "guter Führung", nach Schönheit und Macht. Eine Krone ist ein Symbol für die Würde und Selbstachtung des Menschen.

    9.30 Uhr

    Katholischer Gottesdienst: Seit 175 Jahren: Kinder helfen Kindern!

    Aus der Kirche Sankt Rabanus Maurus in Mainz

    Der Gottesdienst wird vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" gestaltet, das den 175. Geburtstag feiert. Der Leitgedanke ist über die Jahre gleichgeblieben: "Kinder helfen Kindern".

    Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks, verdeutlicht in seiner Predigt, dass die Sternsinger die Kraft haben, die Welt zum Guten zu verändern, und wie die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entstanden ist.

    Am 2. Februar 1846 wurde das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Aachen gegründet. Den Anstoß gab Auguste von Sartorius, die von der Not der Kinder in China erfahren hatte. Unter dem damaligen Namen "Verein der heiligen Kindheit" nahm die Hilfe für Not leidende Mädchen und Jungen in aller Welt ihren Anfang. Der Leitgedanke damals wie heute: "Kinder helfen Kindern!"

    Markenzeichen des Hilfswerks sind die Sternsinger, die jährlich bundesweit rund um den Jahreswechsel die Botschaft von Jesu Geburt zu den Menschen bringen. Über die Haustüren schreiben sie den Segen "20*C+M+B+21 – Christus mansionem benedicat, Christus segne dieses Haus". Getragen wird die Aktion Dreikönigssingen vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

    Für die musikalische Gestaltung des Jubiläumsgottesdienstes sorgt die Brandenburger Band "Patchwork".

    Dreikönig: Mittwoch, 6. Januar 2021

    17.45 Uhr

    Ein guter Grund zu feiern

    Dreikönig mit Pater Nikodemus Schnabel

    Bezahlbarer Wohnraum wird weniger, die Mieten teurer und die Anforderungen an den perfekten Mieter entsprechend höher. Nicht alle Menschen können da mithalten. Obdachlosigkeit ist die Folge.

    Trifft einen Menschen ein Schicksalsschlag, gerät oft genug das bisherige Leben ins Wanken. Jobverlust und damit verbundener Wohnungsverlust können die Folge sein. Ein Teufelskreis. Pater Nikodemus begleitet Menschen, denen das passiert ist.

    Dafür verbringt er einen Tag und eine Nacht auf der Straße und wird mit Schicksalen von Gesprächspartnern konfrontiert, die alles verloren haben. Die anstehende Schlafplatzsuche und die Aussicht auf eine Nacht draußen bringen ihn an seine Grenzen. Ihm fällt die biblische Weihnachtsgeschichte ein, die von der Obdachlosigkeit der Heiligen Familie erzählt und in der christlichen Tradition oftmals romantisiert wurde. Das Leben auf der Straße ist nicht romantisch.

    Beim Frühstück in einer Sozialstation wird Pater Nikodemus bewusst, dass nicht immer nur das Helfen schwerfallen kann, sondern auch das Hilfeannehmen.

    Am Fest "Heilige Drei Könige" feiern Christen die Gegenwart Gottes in der Schwäche und Hilflosigkeit eines Kindes. In christlich geprägten Regionen bringen Sternsinger an diesem Tag den Segen in die Häuser und sammeln Geld für Hilfsprojekte. Pater Nikodemus nutzt den Tag, um der Frage nachzugehen, was es braucht, um ein würdiges Leben führen zu können, und was es erleichtert, fremde Hilfe anzunehmen.

    Feiertage sind Unterbrechungen des Alltags. Sie schaffen Raum zum Innehalten, um über Grundsätzliches nachzudenken und den Horizont zu erweitern. Viele Menschen nutzen die Feiertage normalerweise für Ausflüge. Das ist 2020 angesichts der Coronakrise so nicht möglich. Benediktinerpater Nikodemus Schnabel macht sich stellvertretend auf den Weg. Seine Feiertags-Ausflüge führen ihn zu außergewöhnlichen Menschen, in herausfordernde Situationen oder lassen ihn hinter die Kulissen und Mauern blicken. Dahin, wo sonst selten jemand schaut.

    Fotos

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/christlichesfestprogramm

    Weitere Informationen

    Informationen zu der Dokumentation "Schritt für Schritt": www.zdf.de/dokumentation/dokumentation-sonstige/schritt-fuer-schritt-pilgern-auf-dem-lutherweg-100.html

    Informationen zu den Gottesdiensten: https://www.zdf.de/gesellschaft/gottesdienste und https://www.zdf.fernsehgottesdienst.de/

    https://facebook.com/ZDFFernsehgottesdienst

    Informationen zum Magazin "sonntags": https://sonntags.zdf.de

    Die Feiertagsdokumentationen in der ZDFmediathek: https://zdf.de/doku-wissen

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