Das ZDF auf der Berlinale 2014

6.-16. Februar 2014

Zum zehnten Mal ist das ZDF Medienpartner der Berlinale und darüber hinaus mit zahlreichen Produktion, nicht zuletzt zwei Filmen im Wettbewerb, vertreten. Auch in diesem Jahr bedeutet das eine umfangreiche Berichterstattung über die Internationalen Filmfestspiele in Berlin durch das ZDF und seine Partnerkanäle.

  • ZDF, 6. bis 16. Februar 2014

    Texte

    Das ZDF und die 64. Berlinale

    Zum zehnten Mal ist das ZDF Medienpartner der Berlinale und darüber hinaus mit zahlreichen Produktion, nicht zuletzt zwei Filmen im Wettbewerb, vertreten. Auch in diesem Jahr bedeutet das eine umfangreiche Berichterstattung über die Internationalen Filmfestspiele in Berlin durch das ZDF und seine Partnerkanäle. Die Medienpartnerschaft wurde im vergangenen Jahr bis 2016 verlängert.

    Umfassend werden die aktuellen Redaktionen in "heute", dem "heute-journal" ebenso wie im "Morgenmagazin", "Mittagsmagazin", "Leute heute" und natürlich auch in "logo!" berichten. "aspekte" widmet dem Filmfest zwei Sendungen. Alle Berichte gebündelt sowie Interviews und Bilderstrecken sind unter berlinale.zdf.de zu finden.

    Berlinale 2014 in 3sat

    Der Zuschauer kann auch in diesem Jahr wieder das größte Filmfest der Welt bei 3sat miterleben. Am Donnerstag, 6. Februar, ist 3sat ab 19.20 Uhr im Berlinale Palast und zeigt die Eröffnung live in seinem Programm. Peter Twiehaus spricht mit prominenten Gästen am roten Teppich und "Kulturzeit"-Moderatorin Cécile Schortmann kommentiert das Geschehen vor Ort. Das "Kulturzeit"-Team gibt einen Ausblick auf die Filme des Festivals und fragt nach dem Stand des deutschen Films. Außerdem geht es um den neuen Film von Wes Anderson: "Grand Budapest Hotel", der die Berlinale eröffnen wird.

    Zur Halbzeit des Filmfestivals beschäftigt sich Tina Mendelsohn in der Erstausstrahlung "Kulturzeit extra: Tor zum Osten – Russland auf der Berlinale" am Dienstag, 11. Februar, 19.20 Uhr, mit der Filmszene des Riesenreichs. Am Samstag, 15. Februar, können die Zuschauer die Abschlussgala mit der Bärenverleihung ab 19.00 Uhr live miterleben. Cécile Schortmann begleitet und kommentiert die Sendung. Am Sonntag, 16. Februar, lässt um 22.25 Uhr "Kulturzeit extra: Die Bilanz der Berlinale" (Erstausstrahlung) nochmal die wichtigsten Momente des Filmfestivals Revue passieren.
    Während des Filmfestivals informiert "Kulturzeit" werktäglich um 19.20 Uhr über die wichtigsten Ereignisse in der Filmstadt und an sechs Tagen meldet sich das "Berlinale-Studio" immer gegen Mitternacht mit Berichten und Interviews.
    Die Live-Sendungen und die umfangreiche aktuelle Berichterstattung begleitet 3sat mit einer elfteiligen Filmreihe. Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der von Berlinale-Direktor Dieter Kosslick gegründeten Sektion "Berlinale Special" zeigt 3sat Highlights der dort gelaufenen Filme in einer gleichnamigen Filmreihe in seinem Programm. Dabei sind internationale Historienfilme wie "John Rabe – Der gute Deutsche von Nanking" mit Ulrich Tukur (Donnerstag, 6. Februar, 21.00 Uhr) und "Das Fest des Ziegenbocks" mit Isabella Rossellini (Freitag, 7. Februar, 22.35 Uhr), der restaurierte Stummfilmklassiker "Oktober" von Sergej Eisenstein (Sonntag, 9. Februar, 11.00 Uhr), aber auch Geheimtipps wie "Der Räuber" von Benjamin Heisenberg (Dienstag, 11. Februar, 20.15 Uhr) und "Pink" von Rudolf Thome mit Hannah Herzsprung (Sonntag, 9. Februar 17.10 Uhr) und schließlich wegweisende Dokumentarfilme wie "Rhythm is it!" (Samstag, 15. Februar, 20.30 Uhr).

    Berlinale-Beiträge auf ARTE

    Auch in diesem Jahr nehmen Alice Tumler und Yared Dibaba die Berlinale zum Anlass, die Tore der "ARTE-Lounge" für ein Special zu öffnen. Ihre hochkarätigen Gäste, darunter die Star-Sopranistin Diana Damrau, der Pianist Alexandre Tharaud und LaBrassBanda, geben diesem großartigen Festival den musikalischen Takt. Die Aufzeichnung findet am 8. Februar im Berliner RADIALSYSTEM V statt. Im Web wird die Show im Livestream auf der neuen Plattform "ARTE Concert" zu sehen sein. Die TV-Ausstrahlung der "ARTE Lounge – Special Berlinale" erfolgt am 16. Februar gegen 23.00 Uhr
    (Redaktion: Tobias Cassau).

    Das Kulturmagazin "Metropolis" beschäftigt sich am Sonntag, 9. Februar, 16.50 Uhr, auf ARTE ebenfalls mit der Berlinale.

    Dr Caligari und das deutsche Filmerbe
    Rechtzeitig zur Berlinale wird ein Filmklassiker zu neuem Leben erweckt. Der 1920 entstandene Stummfilm "Das Cabinet des Dr. Caligari" von Robert Wiene wird in aktueller Digitalrestaurierung gezeigt, live begleitet vom US-amerikanischen Jazzmusiker John Zorn, der diese Musik im Auftrag von ZDF/ARTE schrieb. Diese aufwendige Restaurierung ist eine Ausnahme. Vielen historischen Filmkopien droht der chemische Zerfall und ein großer Teil der deutschen Filmgeschichte könnte unwiederbringlich verloren gehen. Für eine Konservierung fehlt derzeit das Geld.

    Mode, Machtkämpfe, Musen: Der Mythos Yves Saint Laurent
    Legenden werden nicht geboren, sie erschaffen sich selbst: Seit mehr als 50 Jahren ist der Name Yves Saint Laurent Inbegriff von französischem Chic, Luxus und Stil, dessen Aufsehen erregende Kreationen Kunst, Zeitgeist und Eleganz in sich vereinen. Jetzt feiert ein Biopic über das Genie auf der Berlinale Premiere. Im Mittelpunkt des Films steht die berührende Liebesgeschichte von Yves Saint Laurent und seinem Lebens- und Geschäftspartner Pierre Bergé. In Paris trifft Metropolis den Mann, der Yves Saint Laurents Welterfolg erst möglich gemacht hat (Redaktion Petra Boden, Marita Hübinger).

    ZDF-Berlinale-Lounge

    Unweit des roten Teppichs am Berlinale Palast präsentiert sich das ZDF wieder mit seiner Berlinale-Lounge im Hotel Grand Hyatt. Hier erhalten akkreditierte Journalisten alle aktuellen Informationen zur ZDF- und 3sat-Berichterstattung über die Filmfestspiele und können mit den Machern der während der 64. Berlinale gezeigten ZDF-Produktionen ins Gespräch kommen.
    Zu den täglich stattfindenden Veranstaltungen mit geladenen Gästen erfolgen die Einladungen über die jeweiligen Hauptredaktionen. Weitere Informationen erhalten Sie auf Wunsch per Newsletter und über die ZDF-Pressestelle.
    Die ZDF-Pressestelle ist telefonisch unter 030/2099-1099 sowie per Mail unter presse.berlin@zdf.de erreichbar.

    Berlinale-Special: Das Cabinet des Dr. Caligari

    Berlinale-Special
    Das Cabinet des Dr. Caligari
    Deutschland 1920, Restaurierte Fassung

    Aufzeichnung: 09.02.2014, Philharmonie Berlin im Rahmen der Berlinale 2014

    Regie: Robert Wiene
    Buch: Carl Mayer, Hans Jannowitz
    Kamera: Willy Hameister
    Bauten: Walter Röhrig, Walter Reimann, Hermann Warm
    Restaurierung: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung(2013),
    ausgeführt von L‘Immagine Ritrovato, Bologna
    Musik: John Zorn
    Produzent: 2eleven || zeitgenössische musik projekte
    Redaktion: Nina Goslar (ZDF/Spielfilm)
    Produktion: Koproduktion Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung,
    ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE und 2eleven || zeitgenössische
    musik projekte
    Uraufführung: 27.02.1920, Marmorhaus Berlin
    Länge: 75 Min.

    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Dr. Caligari / der Schausteller - Werner Krauss
    Cesare, ein Somnambuler - Conrad Veidt
    Jane - Lil Dagover
    Francis - Friedrich Feher
    Alan - Hans-H. v. Tardowski
    Medizinalrat Olsen - Rudolf Lettinger

    Mit dem "Cabinet des Dr. Caligari" setzt ZDF/ARTE seine Reihe der Filmkonzerte fort, die sich seit einigen Jahren als fester Bestandteil des Berlinale-Programms etabliert haben. Dieses Mal im Konzertsaal der Berliner Philharmonie - große Bühne also für einen Klassiker der deutschen Filmgeschichte:

    Dank einer aufwendigen Digitalrestaurierung in 4KAuflösung ist der Film zum ersten Mal wieder in einer Bildqualität zu erleben, die seinem Status als Klassiker gerecht wird. Ausgangsmaterial war das im Bundesarchiv-Filmarchiv in Berlin erhaltene Kameranegativ, das mit mehreren zeitgenössischen Verleihkopien aus internationalen Filmarchiven abgeglichen wurde.

    Die Aufführung wird auch in musikalischer Hinsicht eine Weltpremiere sein. John Zorn, 1953 in New York geboren und einer der produktivsten Musiker der dortigen off-Szene, wird den Film an der Karl-Schuke-Orgel der Berliner Philharmonie begleiten. Er spielt eine neue, teils notierte, teils improvisierte Musik und schrieb sie im Auftrag von ZDF/ARTE.

    Mit der Aufführung in Berlin kommen zwei große Leidenschaften des Musikers zum Zug: sein großes Interesse am deutschen Stummfilm, sowie seine Liebe zur Orgel mit ihrem immensen, geradezu mystischen Klangspektrum. Die Musik wird live mitgeschnitten und am 12. Februar 2014 mit dem Film auf ARTE ausgestrahlt.

    Im Wettbewerb: Zwischen Welten

    Im Wettbewerb
    Zwischen Welten
    Deutschland 2014

    Vorführungen:
    Dienstag, 11.02.2014, 09.00/ 16.00 Uhr, Berlinale Palast
    Mittwoch, 12.02.2014, 09.30/15.30 Uhr, Friedrichstadt Palast
                                      19.30 Uhr, Haus der Berliner Festspiele
    Sonntag, 16.02.2014, 15.30 Uhr, Berlinale Palast

    Produktion: Independent Artists Filmproduktion GbR, Berlin/Germany
    Koproduzent: Hans W. Geißendörfer, Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion KG
    TV-Koproduzenten: ZDF (Daniel Blum), ARTE, Prof. Dr. Andreas Schreitmüller, ZDF/ARTE, Olaf Grunert
    Produktionsförderung: Filmförderungsanstalt, Medienboard Berlin-Brandenburg, Film- und Medienstiftung NRW, Nordmedia, DFFF
    Drehbuch & Projektentwicklungsförderung: Filmförderungsanstalt, MEDIA Programme der EU
    Verleih: Majestic Filmverleih
    Weltvertrieb: The Match Factory
    Produktion, Buch und Regie: Feo Aladag
    Bildgestaltung, Co-Autorin: Judith Kaufmann
    Co-Autor: Matthias Kock
    Szenenbild: Silke Buhr
    Kostümbild: Gabriela Reumer
    Maskenbild: Paula Leupold
    Tongestaltung: Max Thomas Meindl
    Montage: Andrea Mertens
    Musik: Jan A.P. Kaczmarek, Karim Sebastian Elias
    Sounddesign: Guido Zettier
    Mischung: Stefan Korte
    Herstellungsleitung: Karsten Aurich
    Länge: 98 Min.

    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Jesper - Ronald Zehrfeld
    Tarik - Mohamad Mohsen
    Nala - Saida Barmaki
    Haroon -  Abdul Salam Yosofzai
    Oberst Haar - Burghart Klaußner
    Oli - Felix Kramer
    Teckl - Pit Bukowski
    Petze - Tobias Schönenberg
    Sepp - Roman-Timothy Rien
    Zia Khan - Abdul Sabor Rasooly

    Feo Aladag, die für "Zwischen Welten", wie schon bei ihrem Debütfilm "Die Fremde", als Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin fungiert, widmet sich erneut einem höchst aktuellen Thema mit universeller Tragweite für unsere Gesellschaft: "Zwischen Welten" erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Bundeswehrsoldaten Jesper (Ronald Zehrfeld) und dem afghanischen Dolmetscher Tarik (Mohamad Mohsen) im Krisenland Afghanistan.
    Feo Aladag realisierte den Film an Originalschauplätzen in Afghanistan. Jahrelang hat sie darauf hingearbeitet, zahllose Hindernisse und Bedenken aus dem Weg geräumt, um den Film direkt im Krisengebiet zu drehen und nicht, wie für westliche Produktionen üblich, auf ähnlich wirkende Länder auszuweichen. Die Geschichte der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Bundeswehrsoldaten und seinem afghanischen Übersetzer hat während der Produktionsphase eine aktuelle Brisanz gewonnen: 2014 ziehen die deutschen Schutztruppen nach mehr als 10 Jahren aus Afghanistan ab und hinterlassen ein unbefriedetes Land und zahllose lokale Mitarbeiter, die von den Taliban als Kollaborateure der Besatzungsmächte gesehen werden.

    Bundeswehrsoldat Jesper meldet sich erneut zum Dienst in das krisengeschüttelte Afghanistan und erhält mit seiner Truppe den Auftrag, einen Außenposten in einem kleinen Dorf vor dem wachsenden Einfluss der Taliban zu schützen. Dabei wird ihnen der junge Afghane Tarik als Dolmetscher zur Seite gestellt. Jesper versucht mit Tariks Hilfe das Vertrauen der Dorfgemeinschaft und der verbündeten afghanischen Milizen zu gewinnen – doch die Unterschiede zwischen den beiden Welten sind groß. Er steht immer wieder im Konflikt zwischen seinem Gewissen und den Befehlen seiner Vorgesetzten. Als Tarik, der von den Taliban bedroht wird, weil er für die Deutschen arbeitet, seine Schwester in Sicherheit bringen will, geraten die Dinge außer Kontrolle.

    Im Wettbewerb: La Tercera Orilla/The Third Side of The River

    Im Wettbewerb
    La Tercera Orilla/The Third Side of The River
    Spielfilm, Argentinien/Deutschland 2014

    Vorführungen:
    Mittwoch, 12.02.2014, 09.00 Uhr, Berlinale Palast (Presse Vorführung)
    Mittwoch, 12.02. 2014, 16.00 Uhr, Berlinale Palast
    Donnerstag, 13.02.2014, 13.00 Uhr, Zoo Palast 1, 15.00 Uhr, Friedrichstadtpalast, 22.30 Uhr, International
    Sonntag, 16.02.2014, 17.30 Uhr, Zoo Palast 2

    Buch: Celina Murga, Gabriel Medina
    Regie: Celina Murga
    Kamera: Diego Poleri
    Schnitt: Eliane Katz
    Szenenbild: Sebastian Roses
    Sound Design: Federico Billordo, Andreas Ruft
    Kostüm: Paola Delgado
    Produzenten: Juan Villegas, Celina Murga
    Koproduzenten: Peter Rommel, Jan Van Der Zanden
    Executive Producer: Martin Scorsese
    Redaktion: Lucas Schmidt, Doris Hepp
    Produktion: Tresmilmundos Cine in Koproduktion mit Rommel Film Produktion, Waterland Film  und ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE, mit Unterstützung von INCAA, Moviecity, Hubert Bals Fund, Film Festival Rotterdam, Medienboard Berlin-Brandenburg, World Cinema Fund, Rolex Mentor und Protégé Arts Initiative, Gobierno de Entre Rios und des Netherland Film Fund.   
    Länge: 92 Minuten
    Die Rollen und ihre Darsteller
    Nicolas - Alian Devetac
    Jorge - Daniel Veronese
    Nilda - Gaby Ferrero
    Andrea - Irina Wetzel
    Esteban - Tomas Omacini
    u.a.   

    Der 17-jährige Nicolas lebt in einer Kleinstadt in der argentinischen Provinz Entre Rios. Sein Vater Jorge, ein anerkannter örtlicher Arzt, führt ein Doppelleben. Das eine mit seiner offiziellen Familie. Das andere mit einer zweiten Frau, mit der er drei Kinder hat, die er aber nicht offiziell anerkennt. Nicolas ist der älteste der drei. Nur sechs Häuserblocks trennen die Familien, aber Nicolas hat keinen Zutritt zur offiziellen Familie seines Vaters. Ungeachtet dessen beschließt Jorge, Nicolas zu seinem Nachfolger aufzubauen. Tag für Tag drängt er seinen Sohn in diese Richtung und duldet keinen Widerspruch. Nicolas hasst seinen Vater - und er fürchtet ihn. Er sieht auch, wie seine Mutter schon ihr Leben lang unter diesem Mann leidet. Nicolas liebt seine Familie. Er erkennt aber, dass er so nicht weiterleben kann und ist bereit, dafür einen schmerzhaften Preis zu zahlen.


    Celina Murga (Buch & Regie), geboren 1973 in Parana, Argentinien, studierte Fotografie und Filmregie an der Universidad del Cine in Buenos Aires. Dort realisierte sie mehrere Kurzfilme, u. a. "Interior-Noche","Frio Afuera" und "Una tarde feliz". 2009 erhielt sie von Martin Scorsese ein Stipendium für das einjährige Mentorenprogramm "Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative". Murga wurde für ihre Filme international auf mehreren Festivals ausgezeichnet. Die beiden Filme "Una Semana Solo (A Week Alone)" und "Ana y los Otros (Ana and the Others)" premierten beim Film Festival in Venedig und gewannen mehrere Preise, u.a. als Bester lateinamerikanischer Film des Jahres 2003. Seit 2004 unterrichtet sie Filmregie am Buenos Aires Centro de Investigacion Cinematografica.

    Panorama: STEREO

    Panorama
    STEREO
    Spielfilm, Deutschland 2014
    Vorführungen:
    Freitag, 07.02.2014, 15.45 Uhr, Cinestar 3 (Pressevorführung)
    Samstag, 08.02.2014, 19.00 Uhr, Zoo Palast 1
    Sonntag, 09.02.2014, 10.00 Uhr, CinemaxX 7
    Montag, 10.02.2014, 14.30 Uhr, Cubix 9
    Sonntag, 16.02.2014, 22.30 Uhr, Colosseum 1

    Buch und Regie: Maximilian Erlenwein
    Kamera: Ngo The Chau
    Schnitt: Sven Budelmann
    Musik: Enis Rotthoff
    Szenenbild: Heike Lange
    Kostümbild: Maria Schicker
    Casting: Silke Koch
    Maske: Elke Hahn & Marcus Michael
    Produzenten: Alexander Bickenbach, Manuel Bickenbach, Khaled Kaissar
    Koproduzenten: Marc Gabizon und Amelie Kienlin
    Produktion:     Frisbeefilms & Kaissar Film Produktion, in Koproduktion mit Wild Bunch Germany und ZDF/Das kleine Fernsehspiel, in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung, die Filmförderungsanstalt, die Film- und Medienstiftung NRW, den FilmFernsehFonds Bayern und den Deutschen Filmförderfonds
    Redaktion: Lucas Schmidt (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Olaf Grunert (ZDF/Arte), Andreas Schreitmüller (Arte)
    Länge: 95 Minuten

    Die Rollen und ihre Darsteller
    Erik - Jürgen Vogel
    Henry - Moritz Bleibtreu
    Julia - Petra Schmidt-Schaller
    Keitel - Georg Friedrich
    Wolfgang - Rainer Bock
    Gaspar - Mark Zak
    Linda - Helena Schönfelder
    Arzt - Fabian Hinrichs
    Frau Saurion - Valery Tscheplanowa
    Alter Geistheiler - Jürgen Holtz
    Hansen+ - Paul Faßnacht
    Deisler - Adrian Can
    Kowalki - Julian Schmieder
    Schröder - Gerdy Zint

    Nach seinem Rückzug ins ländliche Idyll will Erik einfach nur runter kommen und sich um seine Motorradwerkstatt kümmern. Seine freie Zeit verbringt er mit seiner neuen Freundin Julia und deren kleiner Tochter. Alles könnte so friedlich sein. Doch diese scheinbar heile Welt findet ein jähes Ende, als der schräge Unbekannte Henry in Eriks Leben eindringt - wie ein Parasit lässt er sich nicht mehr abschütteln, provoziert und treibt Erik mit seiner zynischen Art an den Rand des
    Wahnsinns. Als dann auch noch weitere zwielichtige Gestalten auftauchen, die vorgeben Erik zu kennen, und ihm entweder an den Kragen gehen oder ihn zu dunklen Machenschaften zwingen wollen, droht sein Leben komplett aus den Fugen zu geraten. In die Ecke gedrängt,
    scheinbar ohne Ausweg, bleibt Erik schließlich nichts anderes übrig, als sich doch auf den geheimnisvollen Henry einzulassen. Aber kann man Henry trauen?

    Maximilian Erlenwein (Buch & Regie) begann 1999 ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, in dessen Verlauf er zahlreiche Kurzfilme inszenierte, die mehrfach ausgezeichnet wurden und auf Festivals rund um den Globus liefen. Für seinen Kurzfilm BLACKOUT erhielt er den Helene-Schwarz-Preis für die "Beste Regie", den Preis der Deutschen Filmkritik als "Bester Deutscher Kurzfilm" sowie auf dem Monterrey International Filmfestival in Mexiko den Preis als "Best International Shortfilm". 2005 gründete Erlenwein zusammen mit Robin von Hardenberg die Fat Lady Filmproduktion, mit der er seitdem Musikvideos, Dokumentarfilme, Imagefilme und Werbespots produziert. Für den Werbespot "Bewerbungsgespräch" erhielt er 2011 den deutschen Werbefilmpreis in der Kategorie "Bestes Viral".
    Aufmerksamkeit erlangte Maximilian Erlenwein durch seinen DFFB-Abschlussfilm "Schwerkraft" (2010) mit Jürgen Vogel, Fabian Hinrichs und Nora von Waldstätten, für den er auch das Drehbuch schrieb. Er wurde mit dem First Steps Award als "Bester abendfüllender Spielfilm", dem Max Ophüls Preis in den Kategorien "Bester Film", "Bestes Drehbuch", "Bester Hauptdarsteller" sowie "Beste Nachwuchsschauspielerin" ausgezeichnet, errang eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" und wurde auf den internationalen Festivals in Seattle und Zürich mit "lobender Erwähnung" ausgezeichnet.

    Panorama: Last Hijack

    Panorama
    Last Hijack
    Dokumentarfilm, Niederlande/ Irland /Deutschland/ Belgien 2014

    Vorführungen:
    Freitag, 07.02.2014, 17.00 Uhr, CineStar 7
    Samstag, 08.02.2014, 12.00 Uhr, CineStar 7
    Sonntag, 09.02.2014, 17.30 Uhr, Cubix 7
    Montag, 10.02.2014, 15.30 Uhr, Colosseum 1
    Freitag, 14.02.2014, 14.30 Uhr, CineStar 7

    Buch und Regie: Tommy Pallotta, Femke Wolting
    Kamera: Ahmed Farah
    Schnitt: Edgar Burcksen
    Musik: Kreidler
    Animation Supervisor: Gavin Kelly
    Recherche und Interviews: Jamal Osman
    Produzenten: Bruno Felix & Femke Wolting
    Koproduzenten: Nicky Gogan & Gerhard Meixner & Roman Paul & Bart Van Langendonck
    Produktion: Submarine in Koproduktion mit Still Films, Razor Film, Savage Film, IKON und ZDF/Das kleine Fernsehspiel und zdf.info, in Zusammenarbeit mit  Irish Film Board, mit Unterstützung durch Media Programm der EU, Netherland Film Fund, CoBo, Filmstiftung NRW, Dutch Media Fund, Flanders Audiovisual Fund unter Beteiligung von Planète + and RTS Radio Télévision Suisse.
    Redaktion: Lucia Haslauer, Isa Ostertag (ZDF, Neue Medien), Lucas Schmidt (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
    Länge: 83 Minuten

    Der teilweise animierte Dokumentarfilm "Last Hijack" führt uns in die Welt des somalischen Piraten Mohamed – was ist das für ein Leben, das er führt, wie kam es dazu? Die Animation zeigt uns Mohameds Gedankenwelt, seine Erinnerungen, Träume und Ängste, während der dokumentarische Teil uns die harte und komplexe Wirklichkeit eines Piratenlebens in Somalia vor Augen führt.
    Somalia ist immer noch Hochburg der Piraterie und Mohamed ist einer von Somalias erfahrensten Piraten. Aber in seiner Heimat, dem gescheiterten Staat Somalia, ist Mohamed einfach nur ein normaler Mann mittleren Alters, der versucht, über die Runden zukommen. Weit entfernt vom Glamour und den Abenteuern der Piraten aus Büchern und Filmen erfahren die somalischen Piraten zunehmend gesellschaftliche Ablehnung auch in ihrer Heimat. Aus den Rebellen von einst werden geächtete Verbrecher in einem Land, das über keinerlei Gesetzgebung mehr verfügt.
    Mohamed hat sich gerade verlobt und seine Eltern und Schwiegereltern bedrängen ihn, vor dem Hochzeitstag einen neuen Weg im Leben einzuschlagen. Mohamed spürt, dass das goldene Zeitalter der Piraterie zu Ende geht, steht aber unter dem wachsenden Druck, sein auch kostspieliges Leben und die Wünsche seiner zukünftigen Gattin zu finanzieren. Er muss sich entscheiden, ob sein "Last Hijack" ihm eine Zukunft eröffnet oder diese zunichte macht.

    "Last Hijack" ist ein crossmediales Projekt: neben dem Kinofilm geht die komplexe Geschichte rund um die somalischen Piraten auf lasthijack.zdf.de weiter. In einem aufwändigen, interaktiven Special können Interessierte zwischen der westlichen und der somalischen Perspektive wechseln und intuitiv individuelle Interessen vertiefen.
    Parallel zum Kinostart geht die Vollversion online, erste Eindrücke jetzt schon unter lasthijack.zdf.de

    Die beiden Filmemacher Tommy Pallotta und Femke Wolting sind zwei Industriepioniere, die gerne die Grenzen des klassischen Storytellings sprengen. Pallotta lernte während des Studiums Richard Linklater kennen und realisierte mit ihm den mehrfach ausgezeichneten Film "Waking Life". Im Folgenden führte Pallotta Regie bei dem für einen Emmy nominierten Film "Collapsus".
    Femke Wolting ist Mitgründerin von Submarine, einer vielfach ausgezeichneten Produktionsfirma. Sie produzierte Peter Greenaways Film "Rembrandt’s J’Accuse" und Dokumentarfilme wie "My Second Life" und "Meet the Fokkens". Wolting ist selbst als Regisseurin tätig und drehte unter anderem "Sneakers" und "Viktor & Rolf. Because We Are Worth It".

    Panorama: Meine Mutter, ein Krieg und ich

    Panorama
    Meine Mutter, ein Krieg und ich
    Deutschland 2013

    Vorführungen:
    Sonntag, 09.02. 2014, 20:00 Uhr, CineStar 7
    Montag, 10.02. 2014, 22.30 Uhr, Cinestar 7
    Dienstag, 11.02.2014, 22.00 Uhr, Zoopalast 2
    Freitag, 14.02.2014, 15.30 Uhr, Colosseum

    Regie: Tamara Trampe, Johann Feindt
    Buch: Tamara Trampe
    Kamera: Johann Feindt
    Ton: Jule Katinka Cramer
    Montage: Stephan Krumbiegel
    Produktion: Johann Feindt Produktion
    Redaktion: Doris Hepp (ARTE)
    Länge: 78 Min.

    "Dezember 1942, Woronesh, Russland. Zweiter Weltkrieg.
    Auf einem Schneefeld, nahe der Frontlinie, hockt eine junge Frau. Sie drückt ein Mal und ein zweites Mal. So werde ich geboren.
    Meine Mutter, Ukrainerin, Krankenschwester in der Roten Armee, diente bis Kriegsende in Feldlazaretten, zerstörten Krankenhäusern, kleinen Zelten, immer dem Frontverlauf folgend. Über den Krieg hat sie nicht gesprochen. "Lasst mich", sagte sie.
    Zwei Jahre vor ihrem Tod aber haben wir mit ihr gedreht. Mit diesem Material und vielen Fragen mache ich mich auf die Reise in die Ukraine und nach Russland. Ich suche die junge Frau von damals, das Lebensgefühl. Ich treffe den letzten der acht Geschwister meiner Mutter, meinen Onkel Ivan, und drei Frauen, die wie meine Mutter im Krieg waren: eine Fliegerin, eine Sanitäterin, eine Krankenschwester.
    Die Erinnerungen lösen sich auf, ihr Schmerz ist geblieben" (Tamara Trampe).

    Zu den Regisseuren
    Tamara Trampe studierte Germanistik an der Universität Rostock und begann 1967 als Kulturredakteurin beim "Forum". Von 1970 bis 1990 betreute sie als Dramaturgin zahlreiche Spielfilme beim DEFA-Studio in Babelsberg. Seit 1990 ist sie als freiberufliche Filmemacherin, Autorin und Dramaturgin tätig und unterrichtet an verschiedenen Filmhochschulen.
    Johann Feindt schloss 1980 seine Ausbildung an der DFFB in Berlin ab und arbeitet seither als Kameramann, Autor und Regisseur für Fernsehproduktionen, Dokumentar- und Spielfilme. Für seine Filme "Unversöhnliche Erinnerungen", "Der Versuch zu leben" und "Der schwarze Kasten" erhielt er internationale Preise.

    Panorama: Fieber

    Panorama
    Fieber
    Spielfilm, Luxemburg / Österreich / Deutschland 2014

    Vorführungen:
    Dienstag, 11.02.2014, 19.30 Uhr, CineSatr IMAX
    Mittwoch, 12.02.2014, 17.45 Uhr, CineStar 3
    Donnerstag, 13.02.2014, 14.00 Uhr, International

    Buch und Regie: Elfi Mikesch
    Kamera: Jerzy Palacz
    Ton: Hjalti Bager-Jonathansson
    Szenenbild: Christina Schaffer
    Schnitt: Pia Dumont
    Musik: André Mergenthaler
    Produzent: Bady Minck / Alexander Dumreicher-Ivanceanu
    Produktion: Amour Fou Luxemburg / Amour Fou Wien / ZDF/3sat
    Redaktion: Ingrid Gränz (ZDF/3sat)
    Länge: ca. 90 Minuten

    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Franziska - Eva Mattes
    Franzi - Carolina Luzia Cardoso
    Vater - Martin Wuttke
    Mutter - Nicole Max
    Madame Marguérite - Sascha Ley
    Monsieur Charbon - Luc Feit
    Monsieur Briquet - André Jung
    u.v.a.

    In ihrem Spielfilm "Fieber", der in Koproduktion mit ZDF/3sat entstanden ist, erzählt Elfi Mikesch von dem Mädchen Franzi (Carolina Luzia Cardoso), das in den 50er Jahren mit ihren Eltern in einer österreichischen Kleinstadt lebt. Mit den Fotos, die ihr Vater (Martin Wuttke) während der Kolonialzeit als Fremdenlegionär in Nordafrika machte, verbringt sie Tage und Nächte zwischen Traum und Wirklichkeit. Jahrzehnte später begibt sich Franziska (Eva Mattes), inzwischen eine erfolgreiche Fotografin, auf Spurensuche nach den damaligen Ereignissen.- Die renommierte Kamerafrau ("Tote Schwule - Lebende Lesben") und Regisseurin Elfi Mikesch hatte zuletzt mit ihrem Dokumentarfilm "Mondo Lux – Die Bilderwelten des Werner Schroeter" (ebenfalls eine Koproduktion mit ZDF/3sat) auf der Berlinale 2011 Aufmerksamkeit erregt.

    Forum: Los Ángeles

    Forum
    Los Ángeles
    Spielfilm, Deutschland 2014

    Vorführungen:
    Donnerstag, 06.02.2014, CinemaxX 6 (Pressevorführung)
    Samstag, 08.02.2014, 19.15 Uhr, CineStar 8
    Sonntag, 09.02.2014, 22.30 Uhr, Cubix 9
    Dienstag, 11.02.2014, 20.00 Uhr, Colosseum 1
    Freitag, 14.02.2014, 22.00 Uhr, CineStar 8

    Buch und Regie: Damian John Harper
    Kamera: Friede Clausz
    Szenenbild: Adán Hernández   
    Kostümbild: Abril Alamo, Felicitas Adler
    Sounddesign/Komponist: Gregor Bonse
    Schnitt: Lorna Hoefler Steffen
    Produzenten: Jonas Weydemann, Jakob D. Weydemann
    Koproduzenten: Frank Evers, Helge Neubronner, Andreas Eicher
    Produktion : Weydemann Bros. mit cine plus und ZDF/Das kleine Fernsehspiel.
    Gefördert von Film- und Medienstiftung NRW, Mitteldeutsche Medienförderung, Kuratorium junger deutscher Film, Deutscher Film Förderfonds
    Redaktion: Katharina Dufner (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
    Länge: 97 Min.

    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Mateo - Mateo Bautista Matías
    Marcos - Marcos Rodríguez Ruíz
    Lidia - Lidia García
    Danny - Daniel Bautista
    Donasiano - Donaciano "Chamoy” Bautista Matías
    Valentina - Valentina Ojeda

    Mateo, 17, versucht genug Geld zusammenzubekommen, um den "Coyote" zu bezahlen, der ihn nach der jährlichen Fiesta seines kleinen zapotekischen Dorfes im Süden Mexikos über die U.S.-Mexikanische Grenze schmuggeln soll. Sein Traum ist es, in Los Angeles zu arbeiten, um seine Mutter und seinen kleinen Bruder zuhause zu unterstützen.
    Auf der Suche nach Schutz und Zugehörigkeit auf der anderen Seite der Grenze entscheidet er sich vor seiner Abreise in eine Gang einzutreten, die auch im Dorf Mitglieder hat. Doch nach dem Aufnahmeritual erfährt er den wahren Preis für seine Mitgliedschaft: Er muss ein Mitglied einer rivalisierenden Gang töten!
    Anfangs tut Mateo alles, um sich den Respekt der Gang zu verdienen, aber im letzten Moment ist er unfähig den Mord auszuführen und lässt die Waffe sinken. Der Anführer der Gang ist außer sich und schwört bittere Rache!
    Während das ganze Dorf bei der Fiesta tanzt, versucht die Gang Mateo zu töten. Er kommt gerade noch mit dem Leben davon. Am nächsten Tag umzingeln sie ihn beim großen Rodeo, während er sich auf seinen Ritt vorbereitet. Aber bevor die Gang ihn fassen kann, wird er vom Stier geworfen und ins Krankenhaus gebracht. Da Mateos Bein gebrochen ist, entscheidet die Familie stattdessen seinen kleinen Bruder nach L.A. zu schicken. Der Anführer der Gang schwört, seinen kleinen Bruder bei dessen Ankunft in L.A. zu ermorden!
    Um seinen Bruder zu beschützen, rast Mateo hinter ihm her und kann ihn am Busbahnhof gerade noch abfangen. Er entscheidet sich, ihn nachhause zu schicken. Mateo selbst macht sich auf nach Los Angeles, um der Gewalt ein Ende zu setzen, auch wenn dort große Gefahren auf ihn warten.
    Los Ángeles ist eine Geschichte über den Wert der Familie, Bruderliebe und den Kampf eines hoffnungsvollen jungen Mannes für ein besseres Leben in einer Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit.

    "Meine Vorstellung von Familie wurde schon in jungen Jahren zerstört, als sich meine Eltern scheiden ließen. Mit der Zeit bildete sich eine weitverzweigte Patchwork Familie, die schon von klein auf meine Sehnsucht nährte, mehr über andere Kulturen zu lernen. So war es auch keine Überraschung, dass ich im Jahr 2000 meinen Bachelor in Anthropologie abschloss und für ein Jahr fortzog, um in dem kleinen Ort Santa Ana Del Valle in der Provinz Oaxaca im Süden Mexikos zu leben. Dort arbeitete ich als Ethnologe und hatte die Chance enge Freundschaften zu knüpfen und die zapotekische Kultur aus erster Hand kennenzulernen. Ihre reziproken Strukturen gesellschaftlicher Organisation, ihre starken familiären Werte und ihre jährliche Fiesta faszinierten mich. Ihr täglicher Überlebenskampf hat bei mir für immer einen tiefen Eindruck hinterlassen..
    Um zu überleben werden Familien auseinandergerissen, da einzelne Familienmitglieder die gefährliche und qualvolle Reise über die amerikanisch-mexikanische Grenze antreten müssen. In Los Angeles arbeiten sie illegal, viele von ihnen werden ausgenutzt. Trotzdem bilden dieses kollektive Opfer und die Dollars, die sie nach Hause schicken, die Lebensader, die ihr Dorf lebendig hält. Bei ihrer Rückkehr bringen die Migranten den Komfort des 21. Jahrhunderts und eine große Portion amerikanischer Popkultur mit nach Hause, typische Los Angeles Straßengangs inbegriffen. In den letzten zwölf Jahren habe ich meine guten Freunde in Santa Ana del Valle viele Male besucht und fühle mich verpflichtet, ihre Geschichte zu erzählen.
    LOS ÁNGELES ist mein Weg meine Erfahrungen persönlich zu verarbeiten und zu teilen. Lose in den Fußstapfen des italienischen Neorealismus, habe ich zehn Jahre Freundschaft und Beobachtungen in einer Storyline verdichtet und in ein Drehbuch geformt. Ich habe es mit der Idee geschrieben, dass meine Freunde, die tatsächlichen Dorfbewohner (Laien), sich im Film selbst darstellen, eine filmische Form, die mir in der Vergangenheit viel Freude und Befriedigung bereitet hat. Die Geschichte ist fest im Dorf verankert. Sie gibt denjenigen eine Stimme, die zuhause zurückgeblieben sind, denjenigen, die nachhause zurückkehren und den Jugendlichen, die kurz davor stehen zum ersten Mal fortzugehen. Es ist die Geschichte einer ethnischen Minderheit in einer vergessenen Ecke Latein Amerikas, deren Kampf ein Beispiel für die universellen Werte familiärer Kraft und brüderlicher Liebe ist - Werte, die in allen Kulturen existieren trotz aller Widrigkeiten." (Damian John Harper)

    Damian John Harper (Buch & Regie) wurde 1978 in Boulder, Colorado in den USA geboren. Nach seinem Bachelorabschluss in Anthropologie arbeitet er als Ethnologe im Süden Mexikos, bevor er Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen München (HFF) studiert. Harpers Abschluss-Kurzfilm "Teardrop"(2011) zeigt eindringlich den Zustand der amerikanischen Jugend durch ein Gang- Initiationsritual und gewann zahlreiche Preise in mehr als 50 Festivalwettbewerben weltweit. Mit seinem Debütfilm LOS ÁNGELES kehrt Harper in das mexikanische Dorf zurück, in dem er als junger Ethnologe gelebt hat. LOS ÁNGELES wurde als Viertelfinalst des renommierten Academy of Arts and Sciences Nicholl Fellowship in Screenwriting sowie für den Berlinale Coproduction Market ausgewählt.

    Forum: Töchter

    Forum
    Töchter
    Spielfilm, Deutschland 2013

    Vorführungen:
    Freitag, 07.02.2014, 21.30 Uhr, CinemaxX6 (press screening) EN
    Samstag, 08.02.2014, 19.00 Uhr, Delphi-Filmpalast EN
    Sonntag, 09.02.2014, 11.00 Uhr, CineStar 8 EN
    Dienstag, 11.02.2014, 18.30 Uhr, Filmkunst 66 Berlinale Goes Kiez EN
    Mittwoch, 12.02.2014, 19.30 Uhr, CineStar IMAX EN
    Sonntag, 16.02.2014, 20.00 Uhr, Cubix 9 EN
    Buch und Regie: Maria Speth
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Ton: Johannes Grehl
    Schnitt: Maria Speth, Gergana Voigt
    Produktionsleitung: Sabina Belcher
    Szenenbild: Olivier Meidinger
    Produzenten: Maria Speth
    Produktion: Madonnen Film GmbH, in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel, in Zusammenarbeit mit Arte
    Redaktion: Claudia Tronnier (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Anne Even (ZDF/Arte), Doris Hepp (ZDF/Arte), Barbara Häbe (Arte)
    Länge: 110 Min.

    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Agnes - Corinna Kirchhoff
    Ines - Kathleen Morgeneyer
    Thomas - Fabian Hinrichs
    Julija - Irina Potapenko
    Tanaka Hakuo - Hiroki Mano
    Madsen - Lars Mikkelsen
    u.a.

    Agnes, eine Lehrerin aus der hessischen Provinz kommt nach Berlin. Sie soll ein totes Mädchen identifizieren. Die Polizei vermutet, dass es sich um ihre fünfzehnjährige Tochter Lydia handelt, die von zu Hause weggelaufen ist. Es ist nicht Lydia. Trotzdem bleibt Agnes in der Stadt. Angetrieben von der Hoffnung, irgendwo ihre Tochter zu finden. Eine verzweifelte Suche beginnt. Bahnhofsmissionen, Drogentreffs, Kontaktstellen für Obdachlose. Orte, die Agnes normalerweise meidet. Die sie ängstigen. Das Schlimmste: nicht zu wissen. Ines lebt seit Jahren in dieser Stadt. Oft auf der Straße. Manchmal bei Menschen, die ihr Obdach geben. Ein überzeugter Parasit dieser Gesellschaft. Behauptet aber, Malerin zu sein. Die Wege dieser beiden Frauen kreuzen sich. Ines weicht nicht mehr von Agnes` Seite. Dringt mit penetranter Selbstverständlichkeit in Agnes` Leben ein, so als ob es das ihre sei. Agnes lässt es geschehen. Die Unbekannte erscheint ihr unerklärbar, fremdartig, bedrohlich und doch irgendwie vertraut. Ein eigentümliches Verhältnis von Anziehung und Abstoßung beginnt sich zwischen den beiden Frauen zu entwickeln. Agnes ist verwirrt. Verliert die Orientierung. Woher und warum ist Ines zu ihr gekommen? Gibt es eine Verbindung zwischen der Fremden und ihrer Tochter? Soll sie weiter nach ihrer Tochter suchen? Warum weist sie Ines nicht einfach die Tür?
    Agnes muss eine Entscheidung treffen.

    "Am Ende der Dreharbeiten meines Films "Madonnen" drückte mir jemand ein Buch in die Hand. Das hatte den Titel: "dann hau ich eben ab”, Gespräche mit Eltern, deren Kinder von zu Hause abgehauen waren. Das Buch sollte mich animieren, einen weiteren Film mit der damals zwölfjährigen Darstellerin der Fanny aus "madonnen” zu machen.
    Monate später fing ich dann an, in Berlin im Milieu von Straßenkindern und obdachlosen Jugendlichen zu recherchieren. Und traf auf eine junge Frau, deren Energie und Trotz mich an Fanny erinnerten, eine, die sich selbst als Künstlerin sah, aber sich dem Kunstbetrieb verweigerte. So wie sie sich generell den Leistungsanforderungen dieser Gesellschaft verweigerte, obwohl sie auf Grund ihrer Intelligenz und ihrer Fähigkeiten bestens geeignet gewesen wäre, diese Ansprüche zu erfüllen. Aggressiv vorgetragene Gesellschaftskritik in jeder Form war ihre Lieblingsattitüde. Eine Schmarotzerin aus Überzeugung. Diese Gesellschaft produziere so viel Überfluss. Es sei nur gerecht, daran zu partizipieren.
    Eine mögliche Geschichte der Fanny fortzuschreiben, interessierte mich. Unmöglich jedoch, ohne die Figur der Mutter. Und die Mütter der Straßenkinder sind nicht notwendigerweise arbeitslos  und wohnen im Märkischen Viertel. Sie arbeiten auch als Lehrerinnen. Für Deutsch und Geschichte, zum Beispiel. An einem humanistischen Gymnasium in einer hessischen Kleistadt. Sehr bürgerlich, sehr normal, sehr geregelt. Aber sie weigern sich, zu sprechen. Über den Makel. Die Schuld. Und die Scham.
    "Das Wichtigste im Leben sind die eigenen Gefühle. Wenn das nicht beschädigt würde, wäre man ein Leben lang ein phantastischer Mensch. Wenn man etwas fühlt, dann ist es wahr." (John Cassavetes) Der erste Ort der Beschädigung ist die Familie. Die Familie ist diese Gesellschaft in ihrer kleinsten Organisationsform. Alles, was das Leben der Gesellschaft bestimmt, bestimmt auch das der Familie und umgekehrt. Aber die Beziehungen in Familien sind nicht nach öffentlichem Gesetz und Ordnung geregelt. Deshalb sind die Verhältnisse liebevoller oder brutaler und rücksichtsloser. Agnes und Ines, die beiden Hauptfiguren meines Films, tragen ihre familiären Verletzungen mit sich, als sie sich begegnen. Als Mutter und als Tochter. Mit der Chance, sich in diesen Rollen anders zu erfahren. Oder sich zu wiederholen." (Maria Speth)
    Maria Speth (Buch und Regie), 1967 geboren, studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Ab 1991 arbeitete sie als Schnitt- und Regieassistentin bei Kino- und Fernsehfilmen. Bereits einer ihrer frühen Kurzfilme BARFUß (1999), bei dem sie für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete, wurde mit dem 3sat Förderpreis ausgezeichnet.
    Ihr Spielfilmdebüt IN DEN TAG HINEIN (2001) gewann den VPRO Tiger Award in
    Rotterdam, den großen Preis der Jury des Internationalen Frauen Film Festivals in Créteil und den MFG-Star 2001.
    MADONNEN (2007), ihr zweiter Spielfilm, wurde 2007 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin im Forum gezeigt und mit dem Hessischen Filmpreis 2007 und in Mar del Plata mit dem "Silbernen Astor" für die beste Darstellerin ausgezeichnet 2009 gründete Speth Madonnen Film und produzierte ihren ersten Dokumentarfilm
    9 LEBEN, bei dem sie auch für Buch, Regie und Schnitt verantwortlich war.
    9 LEBEN wurde auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival Leipzig 2010 mit dem Förderpreis der DEFA-Stiftung und auf dem Internationalen Human Rights Filmfestival Nürnberg mit dem Preis der Open-Eyes-Jugendjury 2011 ausgezeichnet. 2011 erhielt Maria Speth im Rahmen des Kunstpreises der Akademie der Künste Berlin den «Förderpreis für Film- und Medienkunst«. 2012 wurde sie mit dem Deutschen Regiepreis Metropolis als beste Regisseurin in der Kategorie Dokumentarfilm für 9 LEBEN ausgezeichnet.

    Forum: Sto Spiti/At Home

    Forum
    Sto Spiti/At Home
    Spielfilm, Griechenland/Deutschland 2014

    Vorführungen:
    Samstag, 08.02.2014, 11.00 Uhr, CinemaxX 6 (Pressevorführung)
    Montag, 10.02.2014, 19.15 Uhr, CineStar 8
    Mittwoch, 12.02.2014 22.00 Uhr, Cubix 9
    Donnerstag, 13.02.2014, 17.30 Uhr,  Arsenal
    Sonntag, 16.02.2014, 18.45 Uhr, Delphi-Filmpalast

    Buch und Regie: Athanasios Karanikolas
    Kamera: Johannes M. Louis
    Schnitt: Monika Weber, Lorna Höfler Steffen
    Ton: Johannes  Schmelzer-Ziringer
    Sounddesign: Manuel Meichsner
    Mischung: Valentin Finke
    Produzenten: Lasse Scharpen, Argyris Papadimitropoulos
    Produktion: SHPN3 Filmproduktion in Koproduktion mit  Oxymoron Films und ZDF – Das kleine Fernsehspiel.
    Redaktion: Lucas Schmidt (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
    Länge: 83 Minuten

    Die Rollen und ihre Darsteller
    Nadja - Maria Kallimani
    Evi - Marisha Triantafyllidou
    Stefanos - Alexandros Logothetis
    Markos - Giannis Tsortekis
    Iris - Zoi Asimaki
    Katerina - Nefeli Kouri
    Dora - Alexia Kaltsiki
    Alexis - Nikos Georgakis
    Tania - Romanna Lobach
    Doktor - Ieronimos Kaletsanos
    Krankenschwester - Eleftheria Roussaki

    Ein luxuriöses Haus in den Bergen Marathons. Mit freiem Blick auf das Meer. Hier lebt Nadja. An der Seite von Stefanos, Evi und deren Tochter Iris. Die vier stehen sich nah. Sie sind eine Familie. Oder zumindest scheint es so. Denn Nadja lebt hier nicht nur. Sie putzt, sie kocht, sie pflegt und erzieht. Nadja ist die Hausgehilfin der Familie. Sie arbeitet im Kreise der Familie, seitdem Iris ihr erstes Wort sprach. Nadja ist immer da gewesen. Auch als Evi ihr zweites Kind verlor. Doch eine unerwartete Krankheit bringt drastische Veränderungen in die beruflich und privat eng verflochtenen Beziehungen. Die Familie setzt die gesundheitlich angeschlagene Nadja auf die Straße.

    Athanasios Karanikolas (Buch & Regie) wurde 1967 in Thessaloniki geboren. Er studierte zunächst Fotografie an der New School for Social Research und an der Parsons School of Design in New York. Anschließend studierte er Video und Medienkunst an der Kunstakademie Düsseldorf sowie Film- und Fernsehregie an der Hochschule für Film- und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam. 2007 entstand sein erster abendfüllender Film "Elli Makra, 42277 Wuppertal". Neben seiner Tätigkeit als Filmemacher arbeitet er als Dozent an verschiedenen Hochschulen sowie als Theaterregisseur.

    Forum: N – DER WAHN DER VERNUNFT

    Forum
    N – DER WAHN DER VERNUNFT
    Belgien / Deutschland / Niederlande 2014

    Vorführungen:
    Samstag, 08.02.2014, 19.30 Uhr, CinemaxX 4
    Sonntag, 09.02.2014, 13.45 Uhr, CineStar 8
    Montag, 10.02.2014, 14.00 Uhr, Delphi Filmpalast
    Samstag, 15.02.2014, 17.15 Uhr, Kino Arsenal 1

    Buch und Regie: Peter Krüger
    Kamera: Rimvydas Leipus
    Text: Ben Okri
    Schnitt: Nico Leunen
    Komposition: Walter Hus
    Gesang: Fatoumata Diawara
    Ton: Ludo Van Pachterbeke, Benoit Bruwier
    Kameraassistenten: Olivier Martin, Veroni Landers
    Steadicam: Jules Debrock
    Grip: Thierry Kafando, Dieuwert Vandekerckhove
    Sounddesign & Mischung: Alex Booy & Huybert Boon
    Lineproducer: Wim Steeman, Vincent ‘T Sas, Philip Albert Schrooten
    Postproduction Manager: Jules Debrock
    Grading: Veerle Zeelmaekers
    Grafikdesign: Amira Daoudi
    Produktion: Inti Films – Peter Krüger; Blinker Filmproduktion – Meike Martens; Cobra Films – Daniel de Valck; Dieptescherpte – Jos de Putter Mollywood
    Redaktion: Martin Pieper (ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE)
    Länge: 102 Minuten
    Entwicklung gefördert durch MEDIA Programm der Europäischen
    Union
    Gefördert durch Vlaams Audiovisueel Fonds, Centre du Cinéma et de l’Audiovisuel de la Fédération Wallonie – Bruxelles, Nederlands Film Fonds, Taxshelter Belgien, EURIMAGES
    In Zusammenarbeit mit Canvas Sabam

    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Erzähler - Michael Lonsdale
    Afrikanische Frau - Wendyam Sawadogo
    Musiker - Vieux Farka Toure
    Narr - Hamadou Kassonge
       
    "N" ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Obsession: Ein Enzyklopädist versucht, über den Tod hinaus sein Lebenswerk zu vollenden.
    Zwischen Traum und Realität schwebend, konfrontiert der Film visuell und musikalisch eindrucksvoll westlichen Verstand und afrikanische Spiritualität.
    "N" erzählt die Geschichte des Franzosen Raymond Borremans, der Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts verließ und fortan in Afrika lebte. Er widmete sein Leben der Erstellung der ersten Enzyklopädie dieser fremden Welt. Doch er starb, als er beim Buchstaben N angelangt war. Borremans ruheloser Geist irrt nun durch Westafrika, gefangen zwischen Leben und Tod, Vergangenheit und Gegenwart. Eine afrikanische Frau, die getriebenen Seelen beisteht, hilft ihm, sein Schicksal zu erfüllen.
    Mit dem Bürgerkrieg an der Elfenbeinküste konfrontiert, ist er von der Entwicklung des Landes bitter enttäuscht und verzweifelt. Sein enzyklopädischer Verstand – der Grenzen ziehen, Definitionen und Kategorisierungen finden will – tut sich schwer mit dem Unvorhergesehen der Realität. Der enzyklopädische Gedanke verliert, in die Praxis umgesetzt seine Unschuld. Doch Borremans Geist sehnt sich danach, sein Werk zu vollenden.

    Der Film beschwört in großer narrativer Komplexität die Vernunft und den Wahn, die Borremans monumentales Projekt inspiriert haben, herauf.
    "N" erforscht die realen und die imaginierten Grenzen zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, dem Greifbaren und dem Schwindenden, Wort und Bild, dem Dokumentarischem und der Fiktion.

    LOLA@Berlinale: Die schöne Krista

    LOLA@Berlinale
    Die schöne Krista
    Dokumentarfilm, Deutschland 2013

    Vorführung:
    Mittwoch, 12.02.2014, 10.00 Uhr, Zoo Palast 3

    Buch und Regie: Antje Schneider
    Ko-Regie: Carsten Waldbauer
    Kamera: Carsten Waldbauer
    Schnitt: Catrin Vogt
    Musik: Rainer Brüninghaus
    Produzenten: Carl-Ludwig Rettinger
    Produktion: Lichtblick Film GmbH und Lichtblick Medien in Koproduktion mit ZDF Das kleine Fernsehspiel, gefördert von Film- und Medienstiftung NRW, Mitteldeutsche Medienförderung, Nordmedia, Kuratorium junger deutscher Film, Filmbüro Bremen
    Redaktion: Christian Cloos (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
    Länge: 93‘00

    Mit: Holstein-Kuh Krista, Züchter Jörg und seine Frau Janine, andere Bauern Norddeutschlands, der Tierarzt, die Preisrichter, die Bullenzüchter in Kanada

    Dokumentarische Langzeit-Beobachtung über die schönste Kuh Deutschlands, den Überlebenskampf norddeutscher Landwirte und die technologische Perfektionierung der modernen Hochleistungskuh in der weltweiten Züchtungsindustrie

    Krista ist mittleren Alters, Mutter dreier Kinder von drei verschiedenen Vätern und sieht bezaubernd aus. Als sie zur schönsten Kuh Deutschlands gewählt wird, ändert sich auf einen Schlag ihr Leben. Der Dokumentarfilm begleitet Krista und ihren engagierten Züchter bei ihren Reisen zu Wettbewerben, ist ganz nah, wenn der Viehdoktor kommt, oder unsere Protagonistin zum ersten Mal kalbt. Und er ignoriert nicht, dass bei aller Bauernhof-Romantik die Viehzucht ein knallhartes Geschäft ist, bei dem kein Kuhauge trocken bleibt.

    In ihrem Dokumentarfilm-Debut nähern sich Antje Schneider und Carsten Waldbauer ihrem Thema auf ganz bodenständige Weise, mit Leichtigkeit, Humor und Lust am szenischen Erzählen.

    Antje Schneider (Buch & Regie) wurde 1971 in Leipzig geboren. Nach einem Betriebswirtschaftsstudium und Volontariat, erhielt sie 2004 bis 2005 ein Stipendium der Drehbuchwerkstatt an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Ihr Drehbuch für den Spielfilm "Muttererde" wurde 2006 für den Tankred-Dorst- Drehbuchpreis nominiert. 2009 bis 2010 besuchte sie die Masterclass Non-Fiction an der Internationalen Filmschule Köln. Seit 2001 arbeitet Antje Schneider als freie Autorin und Regisseurin für Film und Fernsehen. Nach dem essayistischen Dokumentarfilm "Seit ich zuerst sie sah"(2004) und zahlreichen Reportagen und Dokumentationen ist "Die schöne Krista" ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm fürs Kino.

    Carsten Waldbauer (Kamera & Ko-Regie) wurde 1966 in Halle geboren. Nach einer Tischlerlehre absolvierte er eine Ausbildung zum Mediengestalter. Er belegte einen Dokumentarfilm-Workshop bei der Werkleitz-Gesellschaft. Von 2009 bis 2010 besuchte er die Masterclass Non-Fiction der Internationalen Filmschule in Köln. Seit 2002 arbeitet Carsten Waldbauer als freier Kameramann für Film und Fernsehen. Er dreht eigene Dokumentarfilme oder fungiert als Koregisseur, wie bei "Die schöne Krista".

    LOLA@Berlinale: Ich fühl mich Dicso

    LOLA@Berlinale
    Ich fühl mich Dicso
    Spielfilm, Deutschland 2013

    Vorführung:
    Freitag, 07.02.2014, 10.00 Uhr, Zoo Palast 2

    Buch und Regie: Axel Ranisch
    Kamera: Dennis Pauls
    Schnitt: Milenka Nawka und Guernica Zimgabel
    Ton: Martin Schmidt
    Sounddesign: Johannes Varga
    Szenenbild und Kostüm: Lena Moritzen
    Produzentinnen: Alexandra und Meike Kordes
    Produktion: Kordes & Kordes Film GmbH
    Redaktion: Redaktion: Katharina Dufner (ZDF, Das kleine Fernsehspiel), Anne Even (ZDF/ARTE)
    Länge: 95’08’’
    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Florian Herbst - Frithjof Gawenda
    Hanno Herbst - Heiko Pinkowski
    Monika Herbst - Christina Große
    Radu - Robert Alexander Baer
    Nele - Talisa Lilli Lemke
    Christian Steiffen - Christian Steiffen
    Rosa von Praunheim - Rosa von Praunheim
    Cheftrainer Förster - Petra Hartung

    Eigentlich ist Florian Herbst am glücklichsten, wenn Papa nicht zu Hause ist. Dann kann er mit seiner Mama in der Wohnung Disco tanzen, verrückte Kostüme anziehen und tagträumend seine Sorgen vergessen.
    Auch Hanno Herbst kann mit seinem Sohn nicht viel anfangen. Der hat zwei linke Hände, wie er einen viel zu runden Bauch und interessiert sich weder für Sport noch für Mädchen.
    Alles nicht so schlimm! Zum Glück ist da ja Mama.
    Mama hält die fragile Familienharmonie mit zärtlicher Dominanz in der Balance und beschützt ihre beiden Männer voreinander und vor sich selbst. Zumindest so lange, bis eines schrecklichen Morgens das Kartenhaus in sich zusammenbricht und Mama von einer Sekunde auf die andere verschwindet.
    Wie Vater und Sohn überfordert zurück bleiben, lernen mit ihrem Schicksal umzugehen und sich gegenseitig zu respektieren, erzählt der Film "Ich fühl mich Disco". Mal ein wenig melancholisch, immer humorvoll, mal ein wenig absurd und fantastisch entwickelt Regisseur Axel Ranisch einen sehr sensiblen Familienfilm, der ganz neu zeigt, wie zwei völlig unterschiedliche Menschen ihr Verhältnis zueinander neu ordnen – nicht zuletzt mit Hilfe von Schlagerstar Christian Steiffen.

    "Mach einen Film über das, womit du dich auskennst." So hat es mein Professor Rosa von Praunheim immer zu uns Studenten gesagt. So ein Film ist "Ich fühl mich Disco" geworden. Voll von Erinnerungen. Voll von Szenen und Gefühlen, mit denen ich mich hervorragend auskenne: Ein Jugendlicher, der mitten in der Selbstfindung steckt, mit seinem Vater aneckt, seine Sexualität entdeckt und gerade gefunden wieder versteckt. Ein Junge, der einen lieben Menschen verliert, sich oft genug einsam fühlt und in den Falschen verliebt.
    Es ist kaum zu verstecken, dass vieles an diesem Flori dem Axel ähnelt und einiges an Hanno meinem eigenen Papa. Und doch haben sich im Laufe der vier Jahre, die ich an dieser Geschichte gearbeitet habe, die Charaktere emanzipiert. Schließlich haben meine beiden Hauptdarsteller Heiko und Frithjof dieses Vater-Sohn-Gespann mit ganz eigenem Leben, mit Humor, Fantasie und Charme gefüllt.
    "Ich fühl mich Disco" ist eine große Liebeserklärung: An meine Jugend, an meine Heimat Lichtenberg und an meinen Papa. Und keine Sorge, Mama, du kommst auch noch dran!" (Axel Ranisch)
    Axel Ranisch (Buch & Regie), 1983 in Berlin geboren, dreht 2002 seinen ersten Kurzfilm. Noch parallel zum Abitur beginnt Ranisch eine Ausbildung in Medien- und Theaterpädagogik, die er im Frühjahr 2004 abschließt. 2004 folgen zahlreiche Praktika sowie eine erste ruhmreiche Anstellung als Bildregisseur für die große Samstagabend-Show "TV Berlin sucht den Circusstar 04".
    Von 2004 bis 2011 studiert Ranisch an der HFF "Konrad Wolf" in Potsdam Babelsberg Regie. Seinen bisher größten Coup landet Axel mit seinem Diplomfilm "Dicke Mädchen"(2011).
    Mit seinen Kommilitonen Dennis Pauls und Anne Baeker, sowie dem Schauspieler Heiko Pinkowski gründet Ranisch 2011 die gemeinsame Produktionsfirma "Sehr gute Filme".
    Neben seinen Filmen ist Ranisch auch als Schauspieler und Opernregisseur tätig. Für die Bayerische Staatsoper in München inszeniert er im Juni 2013 "La voix humaine" von Francis Poulenc und "The Bear" von William Walton. Für die Oper "GEORGE", die 2014 in Hannover uraufgeführt wird, schreibt er das Libretto.

    LOLA @Berlinale: Feuchtgebiete

    LOLA @Berlinale
    Feuchtgebiete
    Spielfilm, Deutschland 2013

    Vorführung:
    Freitag, 14.02.2014, 16.15 Uhr, Zoo Palast 2

    Buch: Claus Falckenberg, David Wnendt
    nach dem Roman von Charlotte Roche
    Regie : David Wnendt
    Kamera: Jakub Bejnarowicz
    Schnitt : Andreas Wodraschke
    Szenenbild: Jenny Roesler
    Kostümbild: Elke von Sivers
    Maske: Monika Münnich, Johanna Hinsch
    Ton: Paul Rischer
    Musik: Enis Rotthoff
    Casting: Ulrike Müller
    Produzenten: Peter Rommel
    Produktion:Rommel Film Produktion in Koproduktion mit dem ZDF, gefördert durch Medienboard Berlin Brandenburg, Filmförderungsanstalt und den deutschen Filmförderfond.
    Redaktion: Doris Schrenner (ZDF/Spielfilm), Lucas Schmidt (ZDF/Das kleine Fernsehspiel)
    Länge: 109 Minuten
    Die Rollen und ihre Darsteller
    Helen - Carla Juri
    Robin - Christoph Letkowski
    Mutter - Meret Becker
    Vater - Axel Milberg
    Corinna - Marlen Kruse
    Schwester Valerie - Peri Baumeister
    Prof. Notz - Edgar Selge
    Neuer Freund - Harry Baer

    Sie experimentiert beim Masturbieren gern mit Gemüse. Körperhygiene ist ihrer Ansicht nach weit überschätzt. Sie provoziert ihre Umwelt, indem sie ganz unmädchenhaft ausspricht, was andere nicht einmal zu denken wagen: Das ist Helen Memel!
    Helen ist eine Herausforderung für ihre geschiedenen Eltern – und wünscht sich doch nichts sehnlicher, als eine wiedervereinte Familie. Geborgenheit findet sie nur bei ihrer Freundin und Blutsschwester Corinna, mit der sie kein gesellschaftliches Tabu auslässt.
    Als Helen sich eines Tages bei einer missglückten Intimrasur verletzt, muss sie ins Krankenhaus. Dort ist sie nicht nur für Chefarzt Prof. Notz ein ungewöhnlicher Fall. Ihr ungestümer Witz und ihre Wahrhaftigkeit machen sie zu einer Sensation im ganzen Krankenhaus. Helen wittert die Chance, ihre Eltern am Krankenbett wieder zu vereinen und findet in ihrem Pfleger Robin einen Verbündeten, dem sie dabei gehörig den Kopf verdreht...

    David Wnendt, geboren 1977 in Gelsenkirchen, wuchs als Sohn einer Diplomatenfamilie in Islamabad, Miami, Brüssel und im rheinländischen Meckenheim auf. Erste berufliche Erfahrungen sammelte er bei Theater- und Fernsehproduktionen, u.a. als Beleuchter, Cutter sowie Regie- und Produktionsassistent. Nach einem abgeschlossenen Studium der BWL und Publizistik an der Freien Universität Berlin und einem einjährigen Filmstudium an der Film and TV School of Academy of Performing Arts in Prag, gelang ihm 2004 die Aufnahme an der renommierten Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Während seines dortigen Regiestudiums konnte er bereits mit dem Kurzfilm "California Dreams" (2006) einen Preis auf dem Internationalen Kurzfilmfestival interfilm Berlin gewinnen.
    Mit seinem Aufsehen erregenden Abschlussfilm "Kriegerin", bei dem er sowohl das Drehbuch schrieb als auch Regie führte, konnte David Wnendt zahlreiche Erfolge feiern: Das im rechtsradikalen Milieu angesiedelte Drama gewann nach seinem Kinostart 2012 gleich drei Deutsche Filmpreise: den Filmpreis in Bronze als Bester Spielfilm, das Beste Drehbuch sowie für Alina Levshin als Beste Hauptdarstellerin. Als Bester Nachwuchsregisseur erhielt Wnendt zudem den Bayerischen Filmpreis, den Förderpreis Deutscher Film und den Prix Genève-Europe für das Beste Drehbuch sowie den First Steps Award für den Besten abendfüllenden Spielfilm.

    LOLA@Berlinale: Tore tanzt

    LOLA@Berlinale
    Tore tanzt
    Spielfilm, Deutschland 2012
    Vorführung:
    Freitag, 14.02.2014, 14.00 Uhr, Zoo Palast 2

    Buch und Regie: Katrin Gebbe
    Kamera: Moritz Schultheiß
    Ton: Timo Selengia, Urs Krüger
    Szenenbild: Iris Trescher
    Schnitt: Heike Gnida
    Musik: Peter Folk und Johannes Lehniger
    Produktionsleitung: Ralph Homuth
    Produzentin: Verena Gräfe-Höft
    Produktion: Junafilm mit Unterstützung der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein GmbH und der Nordmedia Fonds GmbH
    Redaktion: Katharina Dufner, ZDF/Das kleine Fernsehspiel
    Länge: 110‘00
    Die Rollen und ihre Darsteller:
    Tore - Julius Feldmeier
    Benno - Sascha Alexander Gersak
    Astrid - Annika Kuhl
    Sanny - Swantje Kohlhof

    Der Jesus-Freak Tore will bei den religiösen Punks in Hamburg ein Leben nach christlichem Vorbild führen. Als er einer Familie bei einer Autopanne hilft, glaubt er, Zeuge eines Wunders zu sein und knüpft Freundschaft mit dem Familienvater Benno. Kurze Zeit später zieht er zu der Familie in den Schrebergarten und ahnt nicht, welche grausamen Erlebnisse ihm noch bevorstehen werden. Fest in seinem Glauben verankert, bleibt Tore trotz der drohenden Gewalt und widersetzt sich auf seine Art. Es beginnt ein Kampf zwischen Triebhaftigkeit und aufopfernder Nächstenliebe.
    "Tore tanzt" ist inspiriert von einer wahren Geschichte eines jungen Mannes, der hier in Deutschland zum "Sklaven" einer Familie wird. Was ist, wenn die üblichen Erklärungsmuster nicht ausreichen, wenn man davon ausgeht, dass es das Böse gibt, wenn auch Tore mehr ist als nur Opfer, wenn er die Konfrontation mit seinem Gegenüber bewusst eingegangen ist? Den Grundstein für seinen Charakter habe ich aus Dostojewskis Romanhelden, dem Epileptiker Fürst Myschkin ("Der Idiot"), entwickelt. Sein Hintergrund sind die Jesus-Freaks, die in Hamburg gegründet wurden und sich selbst als Jesuskrieger bezeichnen. Benno verkörpert seinen Schatten, er ist der Verführer, der sich seinen dionysischen und egozentrischen Trieben hingibt. Und zwischen den beiden Männern steht ein Mädchen, für das Beide eine gegensätzliche Art der Zuneigung empfinden: Sanny.
    Die Bibel gibt dem christlichen Leiden einen Sinn, doch Gegner kritisieren das Christentum für seine Sklavenmoral. "Tore tanzt" ist die Versuchsanordnung, die das Spannungsfeld zwischen religiöser Nächstenliebe und körperlichen und seelischen Qualen auslotet. Im Laufe des Films wird Tore zum Sündenbock, der alle Gewalt auf sich zieht. Er geht den Kreuzweg und wird zur tragischen Figur, zum provokanten Kämpfer für die menschlichen Ideale." (Katrin Gebbe)

    Festivals und Preise (Auswahl)
    Festival de Cannes, Sektion Un Certain Regard
    Fantastic Fest Austin, USA, Feature
    Filmfest Hamburg, Sektion Nordlichter
    Zürich Filmfestival, Schweiz, Wettbewerb
    Sao Paolo International Film Festival, Brasilien, Wettbewerb
    "Emeric Pressburger Preis” und "FICC Preis”, Jameson Cinefest 10. Miskolc International Film Festival, Ungarn
    "Beste Darstellerin” für Swantje Kohlhof, Fantastic Fest Austin, USA
    "Drehbuchpreis", Hamburger Filmpreis
    "Berndt Media Preis für den besten Filmtitel", Kinofest Lünen
    "Bester Schauspieler" für Julius Feldmeier und "Beste Redakteurin" für Katharina Dufner, Deutscher Regiepreis METROPOLIS
    Beste Nachwuchs-Regie beim Bayrischen Filmpreis 2014 für Katrin Gebbe

    Katrin Gebbe (Buch & Regie) ,geboren 1983, dreht erste Kurz- und Experimentalfilme an der AKI, Academy of Visual Arts and Design (NL) und der School of the Museum of Fine Arts in Boston, USA. 2006 beendet sie ihr Studium in den Niederlanden mit dem Bachelor of
    Design in Visueller Kommunikation und beginnt ein Regie-Aufbaustudium an der Hamburg Media School, das sie 2008 mit Auszeichnung abschließt. Während dieser Zeit entstehen preisgekrönte Kurzfilme, u.a. ihr Abschlussfilm "Sores & Sirin”(2008), der mit dem European Young CIVIS Media Prize ausgezeichnet wird und sich für den Kurzfilm-Oscar qualifiziert. TORE TANZT ist ihr Debütfilm.

    Kontakt, Bildhinweis und Impressum

    Kontakt ZDF Presse und Information:
    Telefon: 030/2099-1099
    E-Mail: presse.berlin@zdf.de 

    Bildhinweis
    Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst,
    Telefon 06131-70-16100, und über
    http://bilderdienst.zdf.de/presse/berlinale2014 

    Weitere Infos auch unter https://twitter.com/ZDF 

    ZDF Hauptabteilung Kommunikation

    Presse und Information
    Verantwortlich: Alexander Stock
    pressedesk@zdf.de
    ©2014 by ZDF

    Weitere Informationen

    Impressum

    Ansprechpartner

    Name: Sabine Dreher
    E-Mail: presse.berlin@zdf.de
    Telefon: (030) 2099 1098