Unterwegs für die ZDF-Berichterstattung aus den Bundesländern, hier Kamerafrau Ute Kerstingjohänner, Tonfrau Juliane Kühn und Studioleiter Ralf Zimmermann von Siefart vor dem Rathaus in Hamburg. Foto: ZDF/Sascha Baumann
Unterwegs für die ZDF-Berichterstattung aus den Bundesländern, hier Kamerafrau Ute Kerstingjohänner, Tonfrau Juliane Kühn und Studioleiter Ralf Zimmermann von Siefart vor dem Rathaus in Hamburg. Foto: ZDF/Sascha Baumann

Das ZDF in den Bundesländern

Die 16 ZDF-Landesstudios

16 Bundesländer – 16 ZDF-Landesstudios: Von Schleswig-Holstein bis Bayern, vom Saarland bis Sachsen ist das ZDF in jedem Bundesland präsent und berichtet direkt von vor Ort. Die 16 ZDF-Landesstudios sind eine Voraussetzung dafür, dass die ZDF-Berichterstattung nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen anknüpft und die Reporterinnen und Reporter unmittelbar von den Wünschen, Ängsten und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Regionen erfahren. Wo und wie die journalistische Arbeit geleistet wird, die zu einem objektiven und vielfältigen Bild der Wirklichkeit im föderalen Deutschland beitragen soll, ist hier zu erfahren.

Texte

Das ZDF in den Bundesländern 
Von ZDF-Chefredakteur Peter Frey

16 Bundesländer – 16 Landesstudios: Von Schleswig-Holstein bis Bayern, vom Saarland bis Sachsen – das ZDF ist in jedem Bundesland präsent und berichtet direkt von vor Ort. Die 16 Studios in den 16 Landeshauptstädten sind eine Voraussetzung dafür, dass die ZDF-Berichterstattung nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen anknüpft und die Reporterinnen und Reporter unmittelbar von den Wünschen, Ängsten und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger in den verschiedenen Regionen erfahren. Nur so lässt sich ein objektives und vielfältiges Bild der Wirklichkeit im föderalen Deutschland zeichnen.

Was die Menschen in Berlin, Hamburg, Köln oder München umtreibt, kann sich unterscheiden von dem, was die Bürgerinnen und Bürger in Cottbus, Husum, Bottrop oder Kulmbach bewegt. Um Stimmen aus ganz Deutschland einzufangen und die Themen, die die Menschen in den verschiedenen Bundesländern beschäftigen, ausgewogen abzubilden, verfügt das ZDF neben der Sendezentrale in Mainz und dem Hauptstadtstudio in Berlin über 16 Landesstudios. Diese liefern für die aktuellen Sendungen des ZDF täglich zahlreiche Beiträge und Reportagen und berichten über alles, was aus und in den Ländern für ein bundesweites Programm relevant ist.

Die Korrespondentinnen und Korrespondenten befassen sich dauerhaft mit den Themen der Region und halten dabei regelmäßigen Kontakt zu den Akteuren vor Ort: etwa den Landespolitikern, Wirtschaftsvertretern, Sozialpartnern, Bildungseinrichtungen, Kirchen und Kulturinstitutionen. Ihre Kenntnisse der Lebensverhältnisse und -wirklichkeit und auch ihr persönliches Lebensgefühl spiegeln sich in der Landesberichterstattung und zeigen, dass ein bundesweiter Sender wie das ZDF tief in den Regionen verankert ist.

Das ZDF stellt sich zudem intensiv den Fragen der Menschen vor Ort. Mit "Moma vor Ort" geht das "ZDF-Morgenmagazin" in kleinere Städte und Orte, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und Geschichten zu erfahren, die nicht nur die Leute dort betreffen, sondern auch Relevanz für das ganze Land haben. Für das Format "ZDF in …" berichtet ein Reporterteam vier Wochen lang aus einer Stadt – und ist dort zugleich Ansprechpartner für die Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern auf den Nägeln brennen. Von Mai 2018 bis Oktober 2020 wurde in diesem Format bereits intensiv aus 14 Städten berichtet, die nur selten im überregionalen Fokus des Nachrichtengeschehens stehen, zum Beispiel aus Weißwasser, Stendal, Wilhelmshaven oder Homburg.

Dahin zu gehen, wo die Menschen sind, gehört für die Kolleginnen und Kollegen in den ZDF-Landesstudios zum Arbeitsalltag. Täglich stellen sie sich den Fragen: Was bewegt die Menschen in unserer Umgebung? Welche Probleme beschäftigen sie im Alltag? Welche Geschichten interessieren sie? Und um Antworten darauf zu finden, ist es Aufgabe der Journalistin, des Journalisten hinzufahren und zu recherchieren – die ZDF-Landesstudios bilden die Basis dafür, faktenreich und umfassend aus allen Regionen Deutschlands berichten zu können.

Das ZDF-Landesstudio Baden-Württemberg in Halbhöhenlage

Den Überblick über den "Stuttgarter Kessel" garantiert schon der Standort des ZDF-Landesstudios Baden-Württemberg. Das Gebäude im Stuttgarter Herdweg 63 liegt in Halhöhenlage – vom Garten aus ist ein perspektivenreicher Blick auf die Schwabenmetropole möglich. Zudem weist das ZDF-Studio eine architektonische Verbindung mit dem Stuttgarter Gebäude auf, das in den zurückliegenden Jahren am häufigsten erwähnt wurde – dem Hauptbahnhof. Dessen Halle wurde lange vor "Stuttgart 21" nach Plänen von Paul Bonatz gebaut. Und auf diesen 1956 gestorbenen Architekten der Stuttgarter Schule geht der Paul-Bonatz-Preis zurück, mit dem der Eingangsbereich und das Treppenhaus des ZDF-Studios 1959 ausgezeichnet wurde, wie dort heute noch auf der Innenwand vermerkt ist. Allerdings war zum Zeitpunkt dieser Preisverleihung noch nicht das ZDF Besitzer der für seine Innenarchitektur gewürdigten Immobilie. Dort residierte zuvor der Thieme-Verlag. Das ZDF hat das Gebäude Mitte der 80er Jahre gekauft – auch aufgrund der guten Lage: Die ZDF-Reporterteams sind von dort ebenso schnell am Landtag wie auf der Autobahn.

Im Studio selbst stellen auf drei Etagen rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicher, dass das ZDF umfassend aus Baden-Württemberg und der Schweiz berichtet. Im gesamten Gebäudekomplex sind noch weitere Mieter aktiv: Oben hat sich der Deutsche Journalisten-Verband eingemietet, im Nebengebäude ist zudem die GEMA präsent.

Baden-Württemberg mit einem Brutto-Inlandsprodukt von mehr als 500 Milliarden Euro, mit Unternehmen wie Daimler, Porsche und Bosch sowie mit einem starken Mittelstand ist gerade bei ökonomischen Themen auch bundesweit immer gefragt. Entsprechend berichtet das ZDF-Team um Studioleiterin Eva Schiller häufig über wirtschaftliche Entwicklungen. Aber auch der "gebildete Protest" ist seit den vielfältigen Demonstrationen gegen das Verkehrs- und Städtebauprojekt "Stuttgart 21" ein regelmäßiges Berichterstattungsthema, das sich allerdings im Corona-Jahr 2020 stärker auf die Querdenker-Proteste verlagerte.

Das ZDF-Studio Baden-Württemberg ist auch für die Berichterstattung aus dem Land der Eidgenossen zuständig: Mehr als 50 Beiträge über die Schweiz kommen im Jahresverlauf zustande. Gerade wenn dort Volksbegehren anstehen, berichtet das ZDF-Team verstärkt aus dem südlichen Nachbarland.

Im Jahr 2021 rückt vor allem die Landtagswahl am 14. März in den Berichterstatter-Blick. Seit bald zehn Jahren regiert in Baden-Württemberg mit Winfried Kretschmann der erste Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes, der von den Grünen gestellt wird. Schafft es der 72-Jährige zum dritten Mal für dieses Amt gewählt zu werden?

Seit Oktober 2019 leitet Eva Schiller das ZDF-Landesstudio Baden-Württemberg. Sie folgte auf Hilke Petersen, die von 2014 diese ZDF-Dependance geleitet hatte. Von 2005 bis 2014 war Rudolf Rauschenberger als Studioleiter in Stuttgart aktiv, sein Vorgänger war Alois Theisen, der von 1998 sieben Jahre dort im Einsatz war. Doch die längste Einsatzzeit weisen die ersten beiden Studioleiter auf: Insgesamt 16 Jahre war Peter Kustermann vom Sendestart des ZDF im Jahr 1963 bis 1979 in Stuttgart für das Zweite präsent. Sein Nachfolger Arbo von Roeder brachte es von 1980 bis 1998 auf 18 Dienstjahre in der Stuttgarter Halbhöhenlage.

"Wahlkampf in Pandemiezeiten – das gab es noch nie"
Fragen an Eva Schiller, Leiterin des ZDF-Landesstudios Baden-Württemberg

Am 14. März 2021 ist Landtagswahl in Baden-Württemberg: Wie bereitet sich ihr Studio auf diesen Großeinsatz unter Corona-Beschränkungen vor? Und welche Landtagswahl-Themen stehen für Sie im Fokus – ist dabei vieles auf die Frage ausgerichtet, ob der erste grüne Ministerpräsident zum insgesamt dritten Mal gewählt wird?

Wahlkampf in Pandemiezeiten – das war noch nie da in der deutschen Fernsehgeschichte und ist Neuland für uns Journalist*innen aber auch für die Politiker*innen. Und wie so häufig in diesen Tagen: Wir fahren auf Sicht. Wir werden in der Berichterstattung den Spagat versuchen: Kontakte im Studio aber auch auf Drehs reduzieren, trotzdem aber so tiefe politische Einblicke vermitteln wie möglich. Gerade in Corona-Zeiten, wo den Bürger*innen die Begegnungen mit den Kandidat*innen fehlen, tragen wir als Fernsehjournalist*innen eine besondere Verantwortung. Es wird ein knappes Rennen: Winfried Kretschmann, der erste grüne Ministerpräsident, will zum dritten Mal gewählt werden. Aber wie schwer wiegt sein Amtsbonus? Er liegt in den meisten Umfragen nur leicht vor seiner CDU-Herausforderin Susanne Eisenmann, derzeit Kultusministerin. Die Umwelt schützen, den Klimawandel bremsen, aber zugleich die Wirtschaftskraft des Autolands aufrecht erhalten – geht das? Diese Frage stellen sich derzeit viele Baden-Württemberger. Neben den großen Konzernen schlägt im Ländle das Herz des Mittelstands. Die Autoindustrie steckt in der Transformationskrise, dazu jetzt noch Corona: Viele Menschen wünschen sich eine Zukunftsvision.

Welche Themen fern der Tagespolitik sind "Dauerbrenner" für Ihr Team? Reicht diese Themenpalette von Daimler bis Stuttgart 21, von schwäbischen Protestlern bis zu badischen Urlaubsregionen?

Die Themen sind so vielfältig wie Baden-Württemberg. Von der Autoindustrie über den Mittelstand, vom Tübinger Cyber Valley über die vielen anderen hervorragenden Forschungsinstitute und Unikliniken, von der schwäbischen Alb über Baden und den herrlichen Bodensee: Die Themen, die unterschiedlichen Menschen und ihre Geschichten, sind zahlreich. Wie heterogen die Bevölkerung ist, zeigt sich auch an den Protestbewegungen von Stuttgart 21 und jetzt den Querdenkern. Auf der einen Seite sind vielen Baden-Württembergern Ordnung, Fleiß und Regeln wichtig, auf der anderen Seite herrscht aber auch eine große Skepsis gegenüber Obrigkeiten, ja, eine Protestkultur, die sich keinem politischen Lager zuordnen lässt. Ein goldenes Jahrzehnt liegt hinter den Menschen, jetzt ist die große Frage, wie es wirtschaftlich weitergeht: Das birgt weiteren Sprengstoff, quer durch alle Bevölkerungsschichten. Baden-Württemberg ist auch das Land der Tüftler und Denker: Es gibt aktuell hervorragenden Wissenschaftler zum Beispiel in den Bereichen Medizin(-Technik) und künstliche Intelligenz. Deren Arbeit möchten wir gerne stärker in den Blick nehmen.

Neben Baden-Württemberg haben Sie von Stuttgart aus auch die Schweiz im Blick zu behalten: Was sind Themen und Anlässe, bei denen Sie sofort sagen würden: Darüber müssen wir aus dem Land der Eidgenossen berichten?

Auch in der Schweiz gibt es sehr viele spannende Themen. Die Schweiz geht gerne einen Sonderweg, das zeigt sich auch jetzt in der Corona-Zeit. Freiheit, Föderalismus und das Wohlergehen der Wirtschaft sind den Menschen sehr wichtig, und es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich Schweizer*innen an politische Herausforderungen herangehen. Es gibt und gab viele Volksabstimmungen, die das widerspiegeln. Zum Beispiel die kürzlich knapp gescheiterte Konzernverantwortungsinitiative, die Schweizer Konzerne auf der ganzen Welt zu ethischem Handeln verpflichten wollte. Zudem ein Dauerbrenner in unserer Berichterstattung: Die herrliche Schweizer Bergwelt in allen Schattierungen, sei es in punkto Wintersport, Klimawandel oder das Leben in den Bergdörfern. Nicht zu vergessen: Die WHO und UN-Institutionen in Genf, die uns internationalen Themen nach Stuttgart tragen.

Das ZDF-Landesstudio Bayern am Medienstandort Unterföhring

Zum Sendestart 1963 mit zwölf Quadratmetern und einem Redakteur im Unterföhringer Produktionskomplex des Bayerischen Rundfunks untergebracht, nahm das ZDF 1972 gerade rechtzeitig für die Berichterstattung zu den Olympischen Spielen ein eigenes Hochhaus in Unterföhring mit rund hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Betrieb – das ZDF-Landesstudio Bayern. Damals mit den angrenzenden Studios der FSM und dem Bayerischen Rundfunk ein öffentlich-rechtlicher Standort, befinden sich heute weitere Medienhäuser wie die ProSiebenSat.1-Gruppe, Sky und Vodafone Kabel Deutschland in direkter Nachbarschaft. In den sechs Stockwerken des ZDF-Gebäudes arbeiten heute mehr als 150 feste und freie Angestellte. Sie sind aufgeteilt in drei Redaktionen ("Aktualität", "Leute heute", "Naturwissenschaft und Technik") sowie in das Geschäftsfeld, das die Redaktionen mit eigenen EB-Teams, Cutterinnen und Cuttern sowie einem Technik-Team für die Einschaltung der Beiträge in das ZDF-Programm unterstützt. Zudem sind in München die Sportredaktion mit einem Redakteur und zwei Kollegen aus dem Produktionsbereich sowie der Bereich Dokumentation mit zwei Archivaren vertreten.

Nachrichten brauchen Informationen aus erster Hand, am besten am selben Tag: Das Landesstudio Bayern versorgt das ZDF-Programm mit aktuellen Fakten, Hintergründen und Live-Schalten zum Politikgeschehen in Bayern – mit der Besonderheit der CSU im bayerischen Parteien-System. Das Studio berichtet über Land und Leute des flächengrößten der 16 Bundesländer, bildet dabei Aktualität in all ihren Facetten ab – ob Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport. Am Standort Unterföhring werden Beiträge für die Nachrichten-Sendungen "heute", "heute journal", "heute journal update" sowie für den Onlineauftritt "ZDFheute.de", das tagesaktuelle "ZDF-Morgen-" beziehungsweise "-Mittagsmagazin", für Sendungen wie "drehscheibe", "hallo deutschland" und für den "Länderspiegel" produziert. Zu  besonderen Themen der vergangenen Jahre zählen beispielsweise die Berichterstattung zur Flutkatastrophe in Niederbayern, zum Attentat im Olympia-Einkaufszentrum in München, zu den jüngsten Landtagswahlen und zur Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt wie auch im gesamten Freistaat – von Garmisch, Berchtesgaden oder Lindau bis Aschaffenburg, Hof oder Passau.

Die Redaktion "Leute heute" gehört ebenfalls zur Chefredaktion – das ZDF-People-Magazin sendet montags bis freitags live um 17.45 Uhr mit Moderatorin Karen Webb und vertretungsweise Florian Weiss aus einem eigenen hochmodernen Studio unter dem Dach des Landesstudios Bayern.

Die Redaktion Naturwissenschaft und Technik konzipiert und produziert aus dem Landesstudio heraus die Sendungen "Terra X: Faszination Erde – mit Dirk Steffens", "Leschs Kosmos" und "Terra X: Faszination Universum" mit Professor Harald Lesch, das Format "Terra X: Ein Fall für Lesch und Steffens" sowie die wöchentlichen Videos für den ZDF-YouTube-Kanal "Terra X Lesch & Co".

Im Großraum München und im Freistaat Bayern entstehen viele ZDF-Produktionen wie "Aktenzeichen XY… ungelöst", die Kinder-Quizshow "1,2 oder 3", Reihen und Serien wie "Lena Lorenz", "Frühling", "Die Rosenheim-Cops", "Der Alte", "Die Chefin", "München Mord", "Kommissarin Lucas" und viele mehr.

Seit April 2016 ist Jürgen Bollmann Leiter des ZDF-Landesstudios Bayern. Er hatte fünf Vorgänger: Wolf Posselt (September 1962 bis Januar 1991), Ulrich Craemer (Februar 1991 bis August 1993), Bernhard Wabnitz (Oktober 1993 bis Juni 1995), Christoph Minhoff (Juli 1995 bis Februar 2005) und Ulrich Berls (Juli 2005 bis Juni 2015).

"Bei Bundestagswahlen fällt ein besonderes Schlaglicht auf Bayern"
Frage an Jürgen Bollmann, Leiter des ZDF-Landesstudio Bayern

Mit Blick auf das Wahljahr 2021 – welche Themenschwerpunkte setzen Sie für die Berichterstattung?

Bei Bundestagswahlen fällt immer ein besonderes Schlaglicht auf Bayern, weil es hier eine Bundespartei gibt, die nur in Bayern antritt. Und die CSU wird auch dieses Mal wieder darauf bedacht sein, dass ihre bundespolitische Bedeutung genügend zur Geltung kommt. Doch 2021 geht es um mehr. Markus Söder ist bisher so etwas wie Kanzlerkandidat-Kandidat. Sollte er also die Union anführen, wird das natürlich das zentrale Personalthema der Wahl. Sollte es nicht dazu kommen, dass der CSU-Chef Kanzlerkandidat wird, wird die Partei zusammen mit ihrem Vorsitzenden umso deutlicher ihre politischen Vorstellungen in den Wahlkampf einbringen. So oder so – Bayern wird ein interessantes Berichtsgebiet im Wahlkampf.

Das ZDF im Berliner Zollernhof

Das ZDF ist seit Februar 2000 im "Zollernhof" Unter den Linden im Herzen Berlins präsent. In unmittelbarer Nähe des Regierungsviertels bilden das ZDF-Hauptstadtstudio und das ZDF-Landesstudio Berlin mit ihrer Bericht­erstattung über das politische, kulturelle und gesellschaftliche Gesche­hen hinsichtlich Sendevolumen und Aufgabenstellung den größten Standort außerhalb der Sendezentrale in Mainz.

Und es ist ein Standort mit Geschichte: Das Kontorhaus "Unter den Linden" wurde am 5. November 1911 mit einer feierlichen Veranstaltung eingeweiht. Ende der 1930er Jahre wurde der ursprüngliche "Zollernhof" erweitert und die Kleine Kirchgasse überbaut, die das Grundstück nach Osten begrenzte. Am Ende des Zweiten Weltkrieges waren Teile des Gebäudes erheblich zerstört. Die sowjetische Militäradministration ließ das Gebäude bald darauf wieder in Stand setzen, um es Anfang der 1950er Jahre der SED-Nachwuchsorganisation FDJ zu übergeben, die es bis 1990 als Hauptsitz und Zentralverwaltung nutzte. Nach der Wende kam das Haus unter Treuhandverwaltung und wurde Ende 1993 an die Bauherrengemeinschaft von ZDF und VEBA (heute e.on) verkauft.

Mit der Eröffnung des Zollernhofs im Februar 2000 zog das ZDF-Landesstudio Berlin vom seit April 1964 genutzten Standort auf dem Gelände der Berliner Union Film-Ateliers (BUFA) in Berlin-Tempelhof nach Berlin-Mitte und berichtet seitdem von dort über landespolitische, kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse in der Stadt.

Seit Januar 2018 leitet Stephan Merseburger das ZDF-Landesstudio in Berlin. In dieser Funktion hatte er zwei Vorgängerinnen und fünf Vorgänger. Von Januar 2009 bis Dezember 2017 leitete Bettina Warken über acht Jahre das Studio. Sie war auf Susanne Gelhard gefolgt, die in Berlin von Juli 2002 bis Dezember 2008 im Einsatz war. Deren Vorgänger Joachim Jauer hatte von Oktober 1999 bis Juni 2002 das Studio geleitet, in Nachfolge von Reinhard Grindel, der von März 1997 bis Oktober 1999 dort tätig war. Fast neun Jahre war Gustav Trampe in dieser Funktion aktiv – von Oktober 1988 bis Februar 1997. Mit 25 Jahren die längste Zeit als Studioleiter hat Hanns Werner Schwarze aufzuweisen, der von Januar 1963 bis September 1988 das Landesstudio in Westberlin leitete. Noch vor dem Sendestart hatte von August bis Dezember 1962 Günter Lincke dort die Leitungsfunktion inne.

1998 zog die Hauptstadtredaktion des ZDF von Bonn nach Berlin, zunächst in das Studio in Tempelhof. Seit Anfang 2000 hat das ZDF-Hauptstadtstudio seinen Sitz im Berliner Zollernhof. Es beliefert alle aktuellen Sendungen des ZDF mit Beiträgen über das politische Geschehen in der Bundeshauptstadt. Seit März 2019 leitet Theo Koll das Hauptstadtstudio, seine Stellvertreterin ist Shakuntala Banerjee. Abwechselnd moderieren beide das politische Magazin "Berlin direkt".

Kolls Vorgängerin war von April 2010 bis Februar 2019 Bettina Schausten, die auf Peter Frey gefolgt war, der von September 2001 bis März 2010 das ZDF-Hauptstadtstudio leitete. Von Dezember 1998 bis August 2001 leitete Peter Ellgaard das Hauptstadtstudio in Berlin – in gleicher Funktion hatte er das ab 1995 auch bereits in Bonn gemacht.

Im "Zollernhof" sind neben den Hauptstadt-Korrespondenten, unter anderem mit dem Magazin "Berlin direkt", auch die Redaktionen "Frontal 21", "maybrit illner", Tagesmagazine Berlin mit "ZDF-Morgenmagazin" und "ZDF-Mittagsmagazin" sowie die Redaktion "Kultur Berlin" mit den Sendungen "aspekte" und "Das Literarische Quartett" aktiv. Darüber hinaus werden dort auch Sendungen wie die "Berliner Runde", "Was nun, …?" und ggf. "ZDF spezial"-Ausgaben produziert. Im Innenhof des Hauptstadtstudios ist zudem Platz für das "Moma-Café", für Preis­verleihungen wie die des "XY-Preises" und des "Gründerpreises" sowie für weitere Veranstaltungen.

Etwa 300 feste sowie zahlreiche freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im ZDF-Hauptstadtstudio. Partnersender des ZDF sind ebenfalls im "Zollernhof" zu finden: 3sat, der rbb und das österreichi­sche Fernsehen ORF haben dort Büros und technische Räume gemietet.

Der Innenhof des ZDF-Hauptstadtstudios mit Haupteingang Unter den Linden 36-38 ist in der Regel für Publikum frei zugänglich. Dort ist auch die ZDF-Info-Lounge, in der interessierte Besucher aktuelle Informationen über das ZDF finden.

"Die extreme Zugänglichkeit der Informationen"
Fragen an Theo Koll, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios

Welches sind die Hauptthemen Ihrer Berichterstattung?

Aktuell ist alles überlagert vom politischen Corona-Management. In normaleren Zeiten begleiten und analysieren wir die ganze Palette des Regierungs- und Oppositionshandelns – wie immer natürlich aus kritischer Distanz.

Was kennzeichnet Berlin als Arbeitsplatz?

Die extreme Zugänglichkeit der Informationen. Überall treffen sich Hintergrundkreise, Interviews sind keine Mangelware – der Wettbewerb der politischen Player erschließt Informationsquellen. Zugleich hat es ein Element von Lokaljournalismus: die, die man abends in Sendungen kritisiert, trifft man am nächsten Tag wieder.

Was erwarten Sie vom Super-Wahljahr 2021?

Die sechs Landtagswahlen sowie die Bundestagswahl stehen im Zeichen der Pandemiebekämpfung. Für die Wahlchancen dürfte es auch wichtig werden, wer die Herausforderungen der Nach-Corona-Welt überzeugend aufgreift und die dafür besten Angebote macht. Zugleich geht im letzten Regierungsjahr von Angela Merkel absehbar eine ganze Ära zu Ende – und die politischen Magnetfelder ordnen sich und richten sich neu aus.

"Mittendrin in Deutschlands wohl aufregendster Stadt"
Fragen an Stephan Merseburger, Leiter des ZDF-Landesstudios Berlin

Welche Themen stehen in Ihrer Berichterstattung im Vordergrund?

Die Themen sind so bunt wie die Stadt. Natürlich beschäftigen uns die Landespolitik und brennende soziale Fragen wie zum Beispiel der rasante Anstieg der Mietpreise. Was tut die Politik dagegen, wie organisieren sich die Bürger? Berlin ist Deutschlands Demo-Hauptstadt: von Corona-Leugnern bis hin zu Landwirten treibt es so ziemlich jeden, der gegen oder für etwas ist, auf die Straßen der Hauptstadt. Messen und Kongresse sind – in Zeiten ohne Pandemie – ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Berlin und auch für unsere Berichterstattung wichtig. Das gleiche gilt für das gesellschaftliche Leben der Promi-Hauptstadt. Berlin hat außerdem viel Kultur zu bieten, Museen, Theater, Opernhäuser, Off-Bühnen, Dreharbeiten für Kino- und Fernseh-Filme sowie Festivals wie die Berlinale – auch das findet sich im Programm wieder. Alle wichtigen Verbände und Denkfabriken sitzen Berlin. Service-Themen, Verkehr, Kriminalität und Prozesse sind ebenfalls Teil der Berichterstattung.

Was kennzeichnet Ihren "Arbeitsplatz Berlin"? 

Wir sind mittendrin in Deutschlands wohl aufregendster Stadt. Unter den Linden, zentraler geht nicht. Berlin hat als Stadtstaat zwar relativ kurze Wege, aber trotzdem jede Menge Stau, was stressig ist. Ansonsten ist der Arbeitsplatz so aufregend, vielseitig und bunt wie die Stadt.

Wie gestaltet sich die Wahlberichterstattung zur Berliner Abgeordnetenhauswahl im Duo mit der Bundestagswahl am 26. September 2021?

Da werden wir kämpfen müssen, um auch die Berliner Stadtthemen im Programm abbilden zu können. Denn auch Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen wählen im Schatten der alles beherrschenden Bundestagswahl. Aber auch Länderwahlen sind elementarer Bestandteil der ZDF-Berichterstattung, an neuen Formaten – auch für die sozialen Medien – arbeiten wir derzeit.  

Das ZDF-Landesstudio Brandenburg am Medienstandort Potsdam-Babelsberg

1990 hatte das ZDF sein neues Landesstudio Brandenburg provisorisch in einer Baracke auf dem DEFA-Filmgelände in Potsdam-Babelsberg eingerichtet. Im April 1995 bezog das Studio gemeinsam mit dem ORB eine denkmalgeschützte Villa auf dem ehemaligen DEFA-Gelände in Potsdam-Babelsberg. Ursprünglich logierte dort der erste UFA-Direktor. Diese 1912 erbaute Villa hat heute die Adresse "August-Bebel-Str. 15". Während der Verhandlungen zum Kauf Mitte der 190er Jahre hieß sie nur "Villa 15/16" oder "Haus 15/16". Zu DEFA-Zeiten wurde sie als Haus 543 bezeichnet, in dem sich die DEFA-Berufsschule befand.

Am traditionsreichen Medienstandort, der einst durch die UFA-Studios Weltruhm erlangte, hat sich schnell eine "Medienstadt“ entwickelt. Genau der richtige Ort für das ZDF, um in Brandenburg öffentlich-rechtliche Präsenz zu zeigen.

Wer das Wort Villa hört, mag unwillkürlich an großzügige Platzverhältnisse denken. Tatsächlich werden praktisch alle Räume des Gebäudes für den Studiobetrieb genutzt. Die Kameraleute haben sich im Kellergeschoss eingerichtet, der Studiobereich befindet sich im ersten Stock, im zweiten Obergeschoss arbeiten Redaktion, Verwaltung, der Teamleiter Technik und die Studioleiterin Nicola Albrecht, die zuvor von Dezember 2014 bis Juli 2020 das ZDF-Studio in Tel Aviv geleitet hat.

Vor ihr gab es bereits zwei ZDF-Studioleiterinnen und vier -Studioleiter in Potsdam. Zuletzt hatte von Januar 2018 an über etwas mehr als zwei Jahre Bettina Warken das Studio geleitet. Sie war auf Britta Hilpert gefolgt, die in Potsdam acht Jahre im Einsatz war – von Januar 2009 bis Dezember 2017. Ebenfalls acht Jahre leitete Peter Kranz das ZDF-Studio Brandenburg – von Oktober 2000 bis Juli 2008. Zuvor war Matthias Fornoff von April 1998 bis September 2000 in dieser Leitungsfunktion aktiv. Dessen Vorgänger war Dirk Sager – von April 1997 bis März 1998. Erster Studioleiter war Giselher Suhr von Januar 1991 bis Dezember 1996.

"Brandenburg auf vielfältige Art und Weise sichtbar machen"
Fragen an Nicola Albrecht, Leiterin des ZDF-Landesstudios Brandenburg 

Welche Themen nehmen in Ihrer Berichterstattung besonders großen Platz ein?

Auch in Brandenburg ist derzeit das Thema Corona sehr präsent. Die Hauptthemen kreisen ansonsten alle um den Fakt, dass Brandenburg ein Bundesland im Wandel ist, und zwar in jeder Hinsicht. Beispiel Strukturwandel: Bund und Länder versuchen es – mit viel Geld. Brandenburg erhält Milliarden-Subventionen für den Kohleausstieg und die Bewältigung der Folgen. Schlüsseltechnologien, Infrastruktur, Universitäten, die Pläne sind riesig. Doch werden die Menschen diesen Weg mitgehen? Menschen, die schon einmal vor 30 Jahren einen Transformationsprozess durchleben mussten, dessen Folgen noch heute überall spürbar und längst nicht verarbeitet sind? Im Landtag regiert Kenia. Die brandenburgische AfD hat sich, auch parteiintern, klar rechts außen positioniert. Sie ist stärkste Opposition und erhält nach wie vor viel Zuspruch in der Bevölkerung. Der Verfassungsschutz ist alert. Die Dynamiken, die dadurch entstehen, beobachten wir stetig. Wirtschaftlich ist auch die Ansiedlung des amerikanischen E-Auto-Konzerns Tesla interessant. Die Politik nennt es Segen und spricht von nie dagewesenen Chancen, Brandenburg zum Vorreiter in Sachen neue Technologien zu machen; außerdem erhofft man sich Tausende Arbeitsplätze. Gleichzeitig sorgt aber auch das Tempo, das die Amerikaner vorlegen, für Widerstand in der Bevölkerung. Anwohner fühlen sich überrannt, Umweltschützer befürchten irreversible Schäden für Flora und Fauna. Weitere wichtige Themen sind auch Umwelt und Landwirtschaft auf der einen sowie Kultur und Wissenschaft auf der anderen Seite. Potsdam ist seit Jahren, nicht zuletzt durch die großzügige Unterstützung einiger reicher Privatmäzene wie SAP-Gründer Hasso Plattner, ein Anziehungspunkt für Kulturinteressierte, aber auch Wissenschaftler. Und dann wäre da ja noch der Flughafen, von Brandenburgern auch gerne "Fluchhafen" genannt, der im Oktober 2020 mit zwölf Jahren Verspätung eröffnet wurde. Das Milliardengrab für Steuergelder, darüber haben wir viel berichtet und das wird sicher auch in Zukunft so sein.

Was kennzeichnet Potsdam als Arbeitsort und Brandenburg als Berichterstattungsgebiet?

Potsdam ist ein wunderschöner Standort. Die Stadt pulsiert, ohne dabei außer Atem zu geraten. Die Nähe und das spannungsgeladene Verhältnis zu Berlin verleiht Potsdam zudem einen besonderen Reiz. Brandenburg ist ein Flächenland. Wenn wir irgendwo berichten möchten, müssen wir immer ein paar Stunden Fahrt einkalkulieren. 

Und was ist Ihnen für die Zukunft wichtig?

Es ist mir wichtig, dass Brandenburg im ZDF-Programm präsent ist und wahrgenommen wird – und es ist mir wichtig, als ZDF in Brandenburg präsent zu sein. Unsere Arbeit soll also einerseits im Programm auf vielfältige Art und Weise sichtbar sein, so dass die Zuschauer erfahren und erfassen können, was Brandenburg bewegt. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass wir als Reporter des ZDF in unserem Berichtsgebiet gut vernetzt sind. Damit meine ich, dass es darum geht, den Kontakt und das Vertrauen unserer Gesprächspartner aus allen Lebensbereichen zu gewinnen – und zwar mit Transparenz, Faktenorientiertheit und Empathie.

Das ZDF-Landesstudio in Bremen direkt an der Weser

Mitten in Bremen, in fußläufiger Nähe zum Marktplatz und den Bremer Stadtmusikanten, befindet sich die Schlachte, Bremens maritime Meile direkt an der Weser. In unmittelbarer Nachbarschaft, umgeben von hohen Bäumen mit Blick aufs Wasser, hat das ZDF-Landesstudio Bremen in der dritten Etage eines modernen lichtdurchfluteten Gebäudes Räume von Radio Bremen angemietet.

Reflexartig wird das Land Bremen bei der Berichterstattung oft mit hoher Arbeitslosigkeit, Kinderarmut und schlechtem Bildungswesen in Verbindung gebracht. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Themen. Das Land hat mit die höchste Millionärsdichte, schreibt über den Hafen-Import und -Export Rekordzahlen, ist Luft- und Raumfahrt-Zentrum (Airbus/Ariane/OHB), Heimat für das zweitgrößte Mercedes-Werk der Welt und mit Bremerhaven Sitz des Alfred-Wegener-Instituts. Von dort betreibt das Institut weltweit anerkannte Arbeit unter anderem bei der Analyse des Klimawandels. Die Expeditionen des Forschungsschiffes "Polarstern" etwa in der Arktis tauchen regelmäßig in den ZDF-Nachrichtensendungen auf.

Das Motto des Studios im kleinsten deutschen Bundesland: Im Ausland helfen, aber auch den "Heimathafen" Bremen/Bremerhaven wertschätzen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten schon seit vielen Jahren in Bremen und lieben ihre Stadt.

Seit 2014 ist Kai Niklasch, der zuvor neun Jahre im Auslandsstudio Brüssel als Nato- und EU-Korrespondent wirkte, Leiter des ZDF-Landesstudios Bremen. Von 2009 bis 2014 leitete Claudia Rüggeberg das Studio, von 2008 bis 2009 hatte Wilhelm Tacke die Leitung kommissarisch inne. Seine Vorgängerinnen und Vorgänger waren Nick Leifert (2002 bis 2008), Claudia Burkhardt (1996 bis 2002), Wolfgang Breilmann (1986 bis 1996) und Wolfgang Schumacher (1963 bis 1986).

"Bremen ist nun mal kein Flächenland"
Frage an Studioleiter Kai Niklasch

Sie sind in Bremerhaven geboren und aufgewachsen – sensibilisiert Sie das in besonderer Weise für die Belange, Probleme und Themen in Ihrem Berichterstattungsgebiet?

Reflexe, die das Land Bremen bei der Berichterstattung auf Arbeitslosigkeit, Kinderarmut und Bildungsdefizite reduzieren, werden von mir gern in einen größeren Kontext eingeordnet: Strukturkrise (Werften/Fischerei), wirtschaftlicher Speckgürtel in Niedersachsen. Bremen hat ähnliche Probleme wie andere Großstädte und ist nun mal kein Flächenland. Viele der Protagonisten sind mir gut bekannt: Ehemalige Nachbarn, mein ehemaliger Fußballtrainer oder mein ehemaliger Fahrlehrer saßen als Abgeordnete oder Senatoren in der Bremer Bürgerschaft oder in der Stadtverordnetenversammlung von Bremerhaven. Dies ermöglicht einen weiteren Bezugsrahmen bei der Einordnung von Land und Leuten. Als Kind der 60er Jahre habe ich außerdem das Privileg gehabt, Bremerhaven und Bremen als prosperierende Werftstädte kennenzulernen. Von der Seestadt aus starteten einst zahlreiche Fischkutter, die im Fischereihafen auf Auktionen ihre Ware feilboten. Ein weiterer Höhepunkt war die wiederkehrende Windjammerparade auf der Sail in Bremerhaven mit Millionenpublikum.

Das ZDF-Landesstudio im Herzen der Hansestadt Hamburg

Mitten im Herzen der Hansestadt liegt das ZDF-Landesstudio Hamburg. Direkt an der Elbe, zwischen Hauptbahnhof und Speicherstadt – Elbphilharmonie und historisches Rathaus in Sichtweite. Im siebten Stock des Deichtor-Office-Centers, dem markanten Bau von Star-Architekt Hadi Teherani, haben Redaktion und Technik des Landesstudios sowie ein Außenbüro der ZDF-Presse und Information seit dem Jahr 2005 ihre Zentrale für die Berichterstattung aus der zweitgrößten Stadt Deutschlands. Zuvor war das ZDF-Landesstudio mehr als 40 Jahre lang in Hamburgs Osten auf dem Gelände der Film- und Fernsehproduktion Studio Hamburg untergebracht.

Der Hamburger Hafen – Deutschlands Tor zur Welt, wie man dort gerne betont – bietet deutlich mehr zur Berichterstattung als nur reine Im- und Exportzahlen. In der ständig wachsenden Metropole spiegeln sich die Themen der modernen Gesellschaft wider – nachhaltige Mobilität, bezahlbarer Wohnraum und soziale Ungleichheit. Und nicht erst seit der Eröffnung der Elbphilharmonie strebt Hamburg in die Spitzenposition unter den Kulturmetropolen der Republik. Viele erstklassige Museen, preisgekrönte Bühnen, Konzertsäle, aber auch zahlreiche kleine Clubs liefern laufend Stoff zur Berichterstattung abseits der klassischen Nachrichten.

Auch für Interviewpartner ist Hamburg immer wieder ein gefragter Ort im ZDF-Programm. Das gilt vor allem für etliche Hamburger Spitzenmediziner – und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Auch Wirtschafts- und Umweltexperten oder Politiker wie der Hamburger Bürgermeister sowie politische Beobachter, etwa Wissenschaftler der Universität Hamburg, kommen regelmäßig im ZDF-Programm zu Wort.

Die Vielfalt der Stadt spiegelt sich auch in der Themenbreite des Landesstudios wider. Die meisten Beiträge werden für Magazinsendungen wie das "heute journal", die "drehscheibe" und das "ZDF-Morgen-" beziehungsweise "ZDF-Mittagsmagazin" produziert. Daneben finden ebenso Wirtschaftsnachrichten aus der Hansestadt ins ZDF-Programm, wie auch Beiträge für die Kindernachrichten-Sendung "logo!" und Technikthemen für die Sendung "nano" in 3sat

Insgesamt rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für die täglichen Reportagen, Beiträge und Interviews im ZDF-Programm. Auch für die Partnerkanäle 3sat, phoenix und ARTE wird hier produziert. Zur Redaktion gehören neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich mit eigenen Kamerateams in der Stadt unterwegs sind, um für die Vielzahl der Sendungen zu berichten. Gefertigt werden die Beiträge in Zusammenarbeit mit Cutterinnen, Cuttern und Technikern im Landesstudio an der Oberbaumbrücke. 

Das Geschäftsfeld Technik/Nord koordiniert von Hamburg aus die Zusammenarbeit auf technischem Gebiet zwischen den Landesstudios Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. So werden Synergien bei Equipment und Personal für die fünf norddeutschen ZDF-Studios organisiert und Ressourcen untereinander ausgetauscht. Durch die enge dezentrale Zusammenarbeit der Nordstudios werden Kosten und Aufwand reduziert.

Zu den Besonderheiten des Landesstudios Hamburg gehört auch ein Studioarchiv, das es sonst nur noch in Berlin, München und Düsseldorf gibt. In Hamburg arbeitet ein Zwei-Frauen-Team im engen Austausch mit der Redaktion. Neben dem regionalen Presselektorat recherchiert und beschafft es Filmmaterial, Musik, Fotos und Texte aus den ZDF-Datenbanken und Fremdarchiven für die aktuell zu produzierenden Beiträge. Aus Hamburg werden auch übergeordnete Recherche- und Archivierungstätigkeiten für andere Landesstudios und die Zentrale übernommen.

Seit 2016 leitet Ralf Zimmermann von Siefart das ZDF-Landesstudio Hamburg. Seine Vorgängerin Kristina Hansen löste 2005 Knut Terjung (1997 bis 2005) ab. Die Liste der ehemaligen Studioleiter weist viele einst bekannte ZDF-Reporter auf: Uwe Kröger (1993 bis 1997), Werner Doyé (1988 bis 1993), Hans Herbert Westermann (1985 bis 1988), Gunter Péus (1978 bis 1985) und Eberhard Freudenberg (1963 bis 1977).

"Die Probleme der modernen Stadtgesellschaft rücken hier in den Fokus"
Fragen an Ralf Zimmermann von Siefart, Leiter des ZDF-Landesstudios Hamburg

Was ist der besondere Reiz, aus und über Hamburg zu berichten?

Hamburg ist ein Schmelztiegel für alles, was in Deutschland passiert. Alle gesellschaftlichen Gruppen, alle Hautfarben, alle Religionen haben hier ihr Zuhause. Hamburg und seine Bewohnerinnen und Bewohner haben mit der hanseatischen Tradition und der langgelebten Liberalität immer für Toleranz und soziales Miteinander gestanden. Die Vielschichtigkeit, die Kontraste und die Probleme der modernen Stadtgesellschaft rücken hier in besonderer Weise in den Fokus. Für jede Journalistin, für jeden Journalisten eine äußerst spannende Metropole der Moderne.

Welche Berichterstattungs-Highlights aus der Hansestadt sind Ihnen besonders in Erinnerung?

Natürlich ist die Corona-Pandemie eine in jeder Hinsicht aufregende Zeit. Gerade auch, weil Hamburg geografisch und durch die hamburgische Mentalität bedingt, selten ganz vorne in den Schlagzeilen war. Mit Bedacht und Umsicht führt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, von Haus aus Mediziner, durch die Krise. Der Hamburger und die Hamburgerin gehören überwiegend zu den vernunftbegabten Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern, die der Politik und deren Führung nicht nur glauben, sondern auch weitgehend folgen. Ein Berichterstattungs-Highlight war der G 20-Gipfel von 2017 – das große Treffen der Staats- und Regierungschefs mitten in der Millionenmetropole. Olaf Scholz, damals noch Bürgermeister, sah kein Problem darin, obwohl die Alarmglocken hätten läuten müssen bei dem Protest und der Gewalt, die sich schon im Vorhinein lautstark ankündigten. Ein Politik-Spektakel und Straßenschlacht-Debakel, das es so wohl niemals mehr geben wird – zumindest nicht in Hamburg. Und schließlich ist noch ein vierwöchiges Projekt im August und September 2020 für das ZDF-Format "ZDF in Hamburg-Finkenwerder" zu nennen. Der Besuch und die Beobachtung auf dem Südufer in einem ehemaligen Fischerdorf oder besser: auf einer ehemaligen Elbinsel. Weshalb man auch auf Finkenwerder ist und nicht in Finkenwerder. Die Menschen dort sind noch echte Typen. Viele "snacken" noch Platt oder pflegen norddeutsches Brauchtum. Aber natürlich fanden dort zwischen dem Airbus-Werk und den Plantagen der Apfelbauern im Laufe der vergangenen Jahre auch unzählige Menschen mit Migrationshintergrund ihr Zuhause. Ein wunderbarer Ort, die norddeutsche Mentalität noch genauer zu erkunden.

Das ZDF-Landesstudio Hessen im Deutschen Filmhaus

In Sichtweite zum Wiesbadener Hauptbahnhof und direkt gegenüber dem Kulturzentrum "Schlachthof" ist das ZDF-Landesstudio Hessen im Deutschen Filmhaus ansässig. Dieses wird seit 2009 von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung betrieben und bietet nicht nur dem ZDF Büroflächen, sondern auch filmkulturellen Einrichtungen und Vertretungen der Filmwirtschaft. So sind im Deutschen Filmhaus die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO), die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (besser bekannt als FSK), das Institut für Kino und Filmkultur, die Produktionsfirma Kelvin-Film und das Deutsche Filminstitut (DIF) vertreten. Zu dem gesamten Büro und Veranstaltungskomplex gehört auch das Murnau-Filmtheater.

Das ZDF-Landesstudio Hessen in der Wiesbadener Murnaustraße 6 bietet günstige Verkehrsanbindungen zur Autobahn und zum Hauptbahnhof. Das ist nicht nur wegen der weiten Entfernungen wichtig, die das Berichtsgebiet Hessen offeriert – die Dienstfahrt ins nordhessische Kassel und wieder zurück kann schon mal tagesfüllend werden. Auch die kurzen Strecken, besonders zum ZDF-Sendezentrum auf den Mainzer Lerchenberg, verlangen nach guter Anbindung. Denn aufgrund der räumlichen Nähe zum ZDF-Hauptsitz hat das Landesstudio Hessen keine eigenen Produktionsressourcen zur Verfügung, also keine fernsehtechnischen Einrichtungen wie Studio, Kameras, Scheinwerfer oder Schnittplätze. Dafür greift man in Wiesbaden auf die Kapazitäten in Mainz zurück. Das bedeutet für die Studioredakteurinnen und -redakteure eben auch, vielfach mit dem eigenen Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen den Standorten zu pendeln. Die Kamerateams starten meist vom Lerchenberg aus. Die Redakteurinnen und Redakteure treffen sich nach dem Rendezvous-Prinzip mit ihnen am vereinbarten Treffpunkt. Nach dem Dreh geht es zum Schnitt zurück ins Sendezentrum.

Das ZDF-Team im Studio berichtet aus einem Bundesland, das mit der Metropole Frankfurt am Main, dem Sitz der Europäischen Zentralbank sowie vieler bedeutender Geschäftsbanken und der Frankfurter Börse gerade bei wirtschaftlichen Themen sehr gefragt ist – der Frankfurter Flughafen und Opel kommen als mögliche Schwerpunkte aktueller Berichterstattung hinzu. Und auch Berichte aus dem Wissenschaftsstandort Darmstadt sind häufig in den verschiedenen aktuellen Sendungen des ZDF gefragt. Doch das Wiesbadener Team blickt ebenso aufmerksam nach Marburg, Fulda, Kassel und in den Süden des forstwirtschaftlich-waldreichen Bundeslandes, um den Zuschauerinnen und Zuschauern ein umfassendes Bild aus dem zentral gelegenen Hessen bieten zu können.

Seit 2011 leitet Peter Wagner das Wiesbadener ZDF-Studio und berichtet mit seinem Team über alle relevanten Themen der Landespolitik. In den bald 60 Jahren, in denen das ZDF mittlerweile auf Sendung ist, hatte er bisher fünf Vorgänger und eine Vorgängerin: Von 2009 bis 2011 leitete Martin Leutke das Studio, als gerade der Umzug aus der Adolfsallee in die Murnaustraße vollzogen war. Von 2003 bis 2009 war Anne Reidt Studioleiterin in Wiesbaden, von 1995 bis 2002 berichtete Norbert Lehmann als leitender ZDF-Korrespondent aus der hessischen Landeshauptstadt, von 1992 bis 1995 hatte Olaf Buhl diese Aufgabe inne. Zusammen knapp 30 Jahre waren die ersten beiden Studioleiter im Einsatz und teilten sich auch noch den Nachnamen: Von 1980 bis 1991 berichtete Uve Hirsch aus Wiesbaden, von 1963 bis 1979 Hans Herbert Hirsch.

Schwarz-Grün in Wiesbaden als Beispiel für Berlin?
Fragen an Peter Wagner, Leiter des ZDF-Landesstudios Hessen

Wie blickt man aus Hessen auf das große Wahljahr 2021? Könnte die schwarzgrüne Landesregierung dort gar ein Muster für den Bund darstellen?

Hessens Politik zeigt in der zweiten Legislatur in Folge, wie die Zusammenarbeit zwischen CDU und Grünen pragmatisch und zum Vorteil beider Koalitionspartner funktionieren kann – ohne ständige Querelen. Zieht man die Umfragetrends auf Bundesebene heran und bleiben diese in etwa stabil, dann sind Koalitionsverhandlungen zwischen Schwarz und Grün in Berlin nicht unwahrscheinlich. Sowohl für die neue CDU-Spitze als auch für die grüne Delegation wäre dann der Rat ihrer Parteifreunde aus Wiesbaden besonders wertvoll.

Welche Themen fern der aktuellen Tagespolitik sind denn solche, bei denen sofort klar ist: Darüber muss jemand aus dem Studio Wiesbaden berichten?

Die Luftfahrt- und Finanzthemen. Welche Bedeutung Deutschlands größter Flughafen für Hessen und ganz Deutschland hat, das wird ja gerade in der Corona-Pandemie deutlich. Auch wenn sich manche wegen des ausbleibenden Fluglärms freuen: Fraport, Lufthansa und die zahlreichen Logistiker und Dienstleister um den Airport sind eine Job- und Integrationsmaschine, ein Teil der Herzkammer des Rhein-Main-Gebiets. Ein anderer ist der Finanzplatz, gestärkt durch die EZB. Und die macht den teilweisen Bedeutungsverlust durch den Niedergang der deutschen Großbanken wett.

Mit Formaten wie "ZDF in …" hat das ZDF zuletzt seine Berichterstattung aus Orten verstärkt, die nicht immer im bundesweiten Fokus stehen. Wie lässt es sich realisieren, dass neben der Berichterstattung aus einer Stadt wie Frankfurt immer auch mal aus Fritzlar oder Fulda über die Themen berichtet wird, die den Hessinnen und Hessen auf den Nägeln brennen?

Durch aufmerksame journalistische Arbeit des gesamten Teams. Fester Bestandteil der täglichen Konferenz ist der Blick in Hessens Regionen. In Gesprächen mit den Planerinnen und Planern der aktuellen Sendungen bemühen wir uns, alle Facetten des vielfältigen Bundeslandes zu beleuchten. In Formaten wie "heute – in Deutschland", "drehscheibe" und "hallo deutschland" präsentieren wir Hessen in all seinen Farben. Und es gelingt uns regelmäßig, auch die vermeintlich großen bundespolitischen Themen beispielsweise auf das mittelständische Unternehmen im Main-Kinzig- oder Werra-Meißner-Kreis herunterzubrechen.

Das ZDF-Landesstudio Mecklenburg-Vorpommern am Pfaffenteich

Das ZDF-Landesstudio Mecklenburg-Vorpommern hat seinen Sitz im historischen Gebäude der "Kücken-Stiftung" am Schweriner Pfaffenteich. Im neoklassizistischen ehemaligen Wohnhaus des Hofkapellmeisters Friedrich Wilhelm Kücken arbeitet das elfköpfige Team des Landesstudios auf zwei Etagen – in Redaktions- und Schnitträumen, im Studio und im Sekretariat. Das Gebäude wurde in den 1990er Jahren vom ZDF denkmalgerecht restauriert und mit moderner Fernsehtechnik ausgestattet.

Mecklenburg-Vorpommern ist Norden und Osten zugleich: Sowohl ein Land der Küste und damit norddeutsch, als auch ein Land, das einmal Teil der DDR war. Beide Zugehörigkeiten machen die Identität der Menschen hier aus. Die Mecklenburger und Vorpommern neigen nicht gerade zur Hektik – Gelassenheit ist angesagt. Dinge geschehen hier oft später als anderswo. Und: Das Land ist dünn besiedelt. Das alles kann ein Vorteil sein, wie die Corona-Krise gezeigt hat.

Das Landesstudio-Team berichtet aus Mecklenburg-Vorpommern über alles, was gut läuft und was noch besser laufen könnte, was die Menschen bewegt und was über das Land hinausstrahlt. Zudem ist das Landesstudio auch vor Ort präsent mit ZDF-Formaten wie "ZDF in …" und "ZDF vor Ort", mit Präsentationen zum Beispiel beim jährlichen "Tag des offenen Landtags", mit Kinoveranstaltungen oder mit engagierter Juryarbeit.

Ein Schwerpunkt der Berichterstattung ist der Tourismus. Mit seinen Stränden, Seen, Landschaften und Kulturgütern ist Mecklenburg-Vorpommern heute das beliebteste Urlaubsbundesland der Deutschen – rund 30 Millionen Übernachtungen werden im Jahr gezählt. Weitere Themen ergeben sich aus den Besonderheiten der Region: Auf den Werften des Landes werden die weltweit größten Kreuzfahrtschiffe gebaut, Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweit meisten Nationalparks – fast 20 Prozent der Fläche haben Schutzstatus. Und die weit übers Land verstreuten Kultur-Highlights wie die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder das Usedomer Musikfestival haben Ausstrahlung bis in den Ostseeraum hinein.

Seit Juli 2017 ist Bernd Mosebach Leiter des ZDF-Landesstudios Mecklenburg-Vorpommern. Er hatte zwei Vorgängerinnen und einen Vorgänger: Kristina Hansen leitete bis Juni 1992 die Korrespondentenstelle in Mecklenburg-Vorpommern, erster Studioleiter in Schwerin war von 1991 bis 2006 Lutz Panhans. Sylvia Bleßmann hatte die Studioleitung von 2007 bis 2017 inne.

"Ein bemerkenswert vielfältiges Bundesland"
Frage an Bernd Mosebach, Leiter des ZDF-Landesstudios Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland – wie wirkt sich das auf die Berichterstattung aus?

In einem Bundesland mit 1,6 Millionen Einwohnern ist es für ein Landesstudio eine Herausforderung, im Programm die verdiente Aufmerksamkeit für die Themen und Geschichten des Landes zu finden. Auch wenn nicht jeden Tag etwas Wegweisendes oder Bedeutendes passiert, so gibt es doch Entwicklungen, Veränderungen und immer wieder Bemerkenswertes, was es wert ist, auch weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen zu werden. Mecklenburg-Vorpommern ist ein bemerkenswert schönes und vielfältiges Bundesland, in dem es sich sehr gut leben und arbeiten lässt.

Das ZDF-Landesstudio Niedersachsen am Maschsee

Wer die Uferstraße am künstlich angelegten Maschsee nahe des Stadtzentrums von Hannover Richtung Süden entlangspaziert, kommt zunächst am Sprengel-, und am Landesmuseum vorbei, passiert dann das NDR-Landesfunkhaus und gelangt schließlich zum ZDF-Landesstudio Niedersachsen, ausgewiesen durch zwei Flaggen in orange und weiß: In der zweistöckigen 70er-Jahre-Residenz in der Wiesenstraße 56 ist neben dem ZDF als Untermieter noch die Novo Film- und Fernsehproduktion ansässig.

Die 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ZDF-Studio Niedersachsen meistern die Berichterstattung aus dem zweitgrößten Flächenland der Bundesrepublik Deutschland. Das Themenspektrum reicht von der Automobilindustrie, die mit Volkswagen prominent im Land vertreten ist, bis zur Milchquote und Schweineproduktion – die meisten Schweine in Deutschland werden hier gezüchtet. Aktuelle Themen aus dem Bereich der Landwirtschaft bieten sich im Berichtsgebiet immer wieder an. Aber auch Fragen zur Energiewende und erneuerbaren Energien lassen sich im von Windrädern in der Landschaft geprägten Niedersachsen so aufgreifen, dass sie von bundesweitem Interesse sind. Das langjährige Aufreger-Thema um die Endlagerung radioaktiver Abfälle im Atommülllager Gorleben und der Schachtanlage Asse hat 2020 an Brisanz verloren – der Salzstock Gorleben wird nicht mehr für das Endlager in Betracht gezogen. Etwas anderes bleibt, wie es ist: Politiker aus Niedersachsen gaben über Jahrzehnte immer wieder den Ton in der Bundesrepublik mit an. Ob in Bonn oder Berlin – oder als Stimme aus Hannover.

Das ZDF-Team im Studio Niedersachsen hat ein breites Themenspektrum im Blick, von allgemeiner gesellschaftlicher und Berichterstattungsrelevanz. So haben zum Beispiel auch die Evangelische Kirche Deutschlands und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie ihren Sitz in Hannover. Manche Beobachter halten zudem die politische Gemengelage in der niedersächsischen Landeshauptstadt für so vielfältig, dass der amtierende Ministerpräsident Stephan Weil von Niedersachsen mit Bezug darauf von dem "Eldorado des politischen Journalismus" spricht. Was der Landeshauptstadt selbst von Insidern nachgesagt wird: Sie sei in Sachen Lebensqualität der unterschätzteste Ort Deutschlands

Vom Korrespondentenplatz im fernen Singapur wechselte 2016 Peter Kunz nach Hannover und übernahm dort die Leitung des ZDF-Studios. Er folgte auf Jürgen Bollmann, der ab 2013 für das ZDF aus Niedersachsen berichtete und im Sommer 2015 als Studioleiter Bayern nach München wechselte. Insgesamt zehn Studioleiter waren in bald 60 Jahren für das ZDF in Hannover aktiv: Neben den beiden bereits genannten von 2010 bis 2012 Hans-Peter Trojek, von 2001 bis 2009 Rainer Hirsch, von 1990 bis 2000 Christian Sier, von 1985 bis 1990 Detlef Sprickmann, von 1983 bis 1984 Werner Brüssau, von 1979 bis 1983 Norbert Harlinghausen, 1978 Claus Mertens und von 1963 bis 1977 Hanno Bade.

"Man bleibt hier in Bewegung"
Fragen an Peter Kunz, Leiter des ZDF-Landesstudios Niedersachsen

Welchen Fokus richtet man aus Niedersachsen, wo erst 2022 die nächste Landtagswahl ansteht, auf das Wahljahr 2021? Wird Ihre Berichterstattung in diesem Jahr auch von bundespolitischen Themen bestimmt?

Das Landesstudio Niedersachsen ist aufgrund der Größe des Bundeslandes, seiner Wirtschaftskraft – aber auch durch bekannte niedersächsische Politiker fast jeder Couleur ohnehin ein Ort, an dem sich bundespolitische Themen wiederfinden oder gut abbilden lassen. Entweder, weil wir die großen Themen herunterbrechen auf die Menschen und Orte, die gemeint oder betroffen sind. Aber auch, weil die Musik zum Thema hier spielt. Große Herausforderungen wie Strategien gegen die Klimakrise führen im Wind- und Autoland Niedersachsen sofort zu Turbinenherstellern oder Volkswagen. Ursula von der Leyen an der Spitze der EU-Kommission kommt auch aus Niedersachsen. Und bei der Landtagswahl 2022 werden möglicherweise dann auch  Rechnungen der Wähler aus der kommenden Bundestagswahl beglichen.

Und welche Themen fern der Tagespolitik werden weiter Konjunktur haben und vom ZDF-Team im Studio Hannover besonders beobachtet – zum Beispiel VW, Hannover Messe, Landwirtschaft oder anderes?

In den vergangenen Jahren haben wir festgestellt, dass wir zunehmend zu einer Art journalistischem Schiedsrichter zwischen den Bauern und der Öffentlichkeit geworden sind. Landwirte fühlen sich oft falsch verstanden, wenn sie mehrheitlich als unsensibel für Umweltschutz und Tierwohl gesehen und sogar beschimpft werden. So einfach ist es nicht, und die Landwirtschaft wie auch manche Grundhaltung von Bauern hat sich inzwischen fundamental verändert. Solche Entwicklungen deutlich zu machen und zu begleiten – und nicht nur bei einem Thema mit draufzuhauen, das gerade wie die Sau durchs Dorf getrieben wird – das sehe ich als unsere Aufgabe. Nachhaltigkeit gilt auch für uns.

Mit Formaten wie "ZDF in …" hat das ZDF zuletzt seine Berichterstattung aus Orten verstärkt, die nicht immer bundesweit im Fokus stehen. Auch "ZDF in Wilhelmshaven" gab es bereits in dieser Reihe. Wie stellen Sie und Ihr Team es in einem so großen Flächenland wie Niedersachsen sicher, dass sie von Hannover aus auch die entfernten Regionen im Blick behalten und wissen, was den Menschen dort auf den Nägeln brennt?

Wir verlassen uns auf ein Netz von Kontakten in der Region, zu Entscheidungsträgern wie zu "ganz normalen Niedersachsen". Durch die lange Präsenz des Studios sind Expertise und Substanz gewachsen, mit denen Redakteure, Chef vom Dienst und Studioleiter schnell und fundiert auf Entwicklungen, sagen wir auf den Ostfriesischen Inseln, reagieren können. Zu meiner Morgenlektüre gehört auch eine Übersicht über die regionale Presse, die eine Kollegin in aller Herrgottsfrühe akribisch zusammenstellt. Ich war vorher in Asien und musste die Weltgegend zwischen Pakistan und Neuseeland im Blick halten. Mir ist gleich zu Anfang  bei einer 400-Kilometer-Fahrt zwischen zwei Terminen in Emden und Göttingen – also zwischen Küste und den Ausläufern des Harz – klar geworden, dass das Flächenland Niedersachsen eine Herausforderung an Vielfalt sein kann. Man bleibt hier in Bewegung.

Das ZDF-Landesstudio Nordrhein-Westfalen zieht um

In der Nähe des Golzheimer Platzes in Düsseldorf, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Mode-Labels und anderen Geschäftshäusern, residiert das ZDF-Landesstudio Nordrhein-Westfalen seit mittlerweile fünf Jahrzehnten. Das zweistöckige Gebäude ist in die Jahre gekommen und bietet nicht mehr ausreichend Raum für die wachsenden Berichterstattungsaufgaben plus der Produktion einer werktäglichen 90-minütigen Live-Sendung. Deswegen zieht das ZDF-Landesstudio Nordrhein-Westfalen um und wird künftig aus dem Funkhaus Düsseldorf des WDR senden. Im Herbst 2021 folgt die Einrichtung der neuen Büroflächen. Anfang 2022 steht der finale Umzug an.

Das ZDF-Landesstudio NRW und die Redaktion "Volle Kanne – Service täglich" werden als Mieter mehr als 3000 Quadratmeter Büro- und Produktionsfläche im Funkhaus Düsseldorf nutzen. Darin enthalten sind ein Fernsehstudio und eine Regiezone für die Live-Sendung "Volle Kanne". Nach dem vollständigen Umzug gibt das ZDF seinen derzeitigen Standort in Düsseldorf nahe des Golzheimer Platzes auf. Der Umzug des ZDF in das WDR-Gebäude ist ein Beispiel für eine sinnvolle Kooperation öffentlich-rechtlicher Sender und eine Stärkung des Medienstandortes Düsseldorf. 

Im derzeitigen ZDF-Studio in Düsseldorf sind rund 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Redaktion, Produktion, Technik und Verwaltung tätig, fast gleichermaßen weit entfernt von Landtag, Medienhafen und Altstadt. Der neue Standort liegt am Rhein, in direkter Nachbarschaft zum Landtag und in fußläufiger Nähe zur Staatskanzlei, zu den Landesministerien und zur Altstadt – ab 2022 wird die Stromstraße am Rhein die dritte Adresse des ZDF in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt in dann insgesamt 60 Jahren sein.

1962 mietete das ZDF in einem mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshaus, dort, wo später die "Kö"-Galerie errichtet wurde, die erste Wohnung für ein provisorisches Studio in Düsseldorf an – bis Mai 1966 war dann das ganze Haus vom ZDF "besetzt". Allerdings nur bis zum 31. Dezember 1967, danach war der Abbruch des Hauses vorgesehen. Zur Jahreswende 1967/68 hieß es Abschied nehmen vom alten Haus in der Grünstraße nahe der Königsallee: Der Einzug in das Gebäude in der Josef-Gockeln-Straße 8 stand bevor. Und es kam im Laufe der Jahre dort etwas hinzu, was noch heute den Studiostandort mitprägt:  Es wurden regelmäßig auch Sendungen in Düsseldorf produziert – "Freizeit", "Nachbarn in Europa", "Info Arbeit und Beruf", gelegentlich "Mosaik" und andere. Am 30. August 1999 startete dort das werktägliche Vormittagsmagazin "Volle Kanne" – das wiederum ab Anfang 2022 aus einem größeren Studio sendet, das mehr Spielfläche und digitale Möglichkeiten bietet.

"Wir werden mit dem Umzug bessere Rahmenbedingungen für unsere journalistische Arbeit haben", sagt Dorthe Ferber, die seit 2012 das Landesstudio Nordrhein-Westfalen leitet. Ihre Vorgängerin war Michaela Kolster, die nach nur zwei Jahren in Düsseldorf 2012 als Programmgeschäftsführerin von phoenix nach Bonn wechselte. Ansonsten war in bald 60 Jahren Kontinuität an der Spitze des Landesstudios NRW angesagt: Ferdinand Ranft war bis 1968 der erste Studioleiter, ihm folgte Horst von Stryk, der von 1969 bis 1988 fast 20 Jahre lang das politische Leben in der Landeshauptstadt im Korrespondenten-Blick hatte, bevor von 1989 bis 2009 Martin Schmuck ebenfalls zwei Jahrzehnte aus Düsseldorf für das ZDF berichtete.

"Das Superwahljahr beeinflusst die Berichterstattung aus NRW"
Fragen an Dorthe Ferber, Leiterin des ZDF-Landesstudios Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen wählt im Frühjahr 2022 einen neuen Landtag. Inwieweit wird das große Wahljahr 2021 dennoch auch die Berichterstattung aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland mitbestimmen?

Mit Armin Laschet ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen neuer CDU-Chef – allein deshalb wird zum Beispiel die Entscheidung für den Kanzlerkandidaten der Union möglicherweise auch Auswirkungen auf NRW haben. Auch ansonsten beeinflusst das Superwahljahr die Berichterstattung von Rhein und Ruhr: Das Ruhrgebiet gilt trotz schlechter SPD-Umfragewerte weiter als "Herzkammer der Sozialdemokratie", dort werden wir sicher Wählerstimmungen spiegeln. FPD-Parteichef Lindner stammt ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen, hier ist seine Partei besonders stark und an der Landesregierung beteiligt. Um dem Wiedereinzug in den Bundestag müssen die Liberalen hingegen bangen – und wir werden schauen, wie die Lage hier vor Ort ist.

Die Berichterstattung aus den Bundesländern gilt als wichtiger denn je in Zeiten von digitalen Veränderungen, gesellschaftlichen Verunsicherungen und "querdenkerischen" Beschädigungen demokratischer Gepflogenheiten. Welche innovativen Wege sind nötig, um die fundierte, faktenstarke Berichterstattung über Landesthemen auf allen digitalen Plattformen anbieten zu können?

Der Twitter-Account unseres Landesstudio Nordrhein-Westfalen bietet eine gute Möglichkeit, unseren mehr als 11.000 Followern auf die regionalen Themen im bundesweiten Programm des ZDF aufmerksam zu machen – mit Tweets, die teils mehrere Hundertausend Sichtungen erreichen. Darüber hinaus entstehen aus Beiträgen, die zunächst für das lineare Programm produziert werden, auch vertiefende Formate für die Mediathek: Jüngst zum Beispiel ein 15-minütiger Film über Patienten mit Covid-19-Langzeitfolgen aus einer Reha-Klinik in Bad Lippspringe. Zudem fertigt das Social-Media-Team in der Mainzer Zentrale in Zusammenarbeit mit uns aus unserem Drehmaterial reichweitenstarke Instagram-Beiträge und Hochkant-Videos für die ZDF.heute. Ein Thema wie die Kölner "Black Lives Matter"-Demonstration stößt dort auf großes Interesse eines jungen Publikums.  

Ihr Studio steht vor einem Übergangsjahr 2021 – aufgrund des Studioumzugs, der Anfang 2022 vollendet sein wird. Ist das eine besondere Herausforderung mit Blick auf das journalistische Tagesgeschäft? Birgt der Umzug mehr Chancen oder mehr Risiken, weil erprobte Workflows verändert werden müssen?

Der Studioumzug wird unser Jahr 2021 in besonderer Weise prägen, wir werden den seit mehr als 50 Jahren gewohnten Standort verlassen. Es ist ein Aufbruch in ein deutlich moderneres Haus mit hervorragender Anbindung zum Landtag, der viel Veränderung bedeutet: Das reicht vom neuen Studiodesign für die tägliche Live-Sendung "Volle Kanne" bis hin zu Parkplatzsorgen der Mitarbeitenden. Erprobte Wege werden verlassen, neue ausprobiert – eine Herausforderung mit einem klaren Ziel: Wir wollen vom neuen Standort weiter täglich hochwertiges Programm machen, aus und über Nordrhein-Westfalen.

Das ZDF-Landesstudio Rheinland-Pfalz im Sendezentrum Mainz 

Das Landesstudio Rheinland-Pfalz ist auf dem Mainzer Lerchenberg beheimatet, der die Landeshauptstadt Mainz als Medienstandort international bekannt gemacht hat. Wie alle anderen ZDF-Landesstudios ist auch das Landesstudio Rheinland-Pfalz eine eigenständige Organisationseinheit. Technisch und produktionell bringt sein Standort im Sendezentrum 1 des ZDF allerdings den Vorteil mit sich, dass das Team die dortigen umfassenden Produktionsmöglichkeiten in Anspruch nehmen kann – ohne eigene Produktionsleitung, Kameraabteilung oder Schnittplätze, wie das in anderen Studios zwingend ist. Für die tagesaktuellen Einsätze wird dem Studio wochenweise ein festes Kamerateam zugeordnet.

Weithin sichtbarer Orientierungspunkt des ZDF-Sendezentrums ist das Hochhaus auf dem Lerchenberg, das seit 1974 als Redaktions- und Verwaltungsgebäude 70 Meter hoch in den Himmel ragt – ein 125 Meter langer und 19 Meter breiter Quader mit 14 Stockwerken, umgeben von einem Grundstück, das einschließlich verpachteter landwirtschaftlicher Fläche etwa eine Million Quadratmeter umfasst. An der Nordseite des Hochhauses schließt sich das Sendebetriebsgebäude an – seit 1984 heißt es deshalb im On: "Wir schalten um ins ZDF-Sendezentrum Mainz". In den Studios dieses markanten mehrfarbigen Rundbaus wurden bis 2009 alle Nachrichtensendungen der "heute"-Familie, das "heute journal", sämtliche Sondernachrichtensendungen, das "ZDF-Mittagsmagazin", "logo", das Wetter und aktuelle "ZDF spezial"-Ausgaben produziert. Doch nach zwei Jahrzehnten waren die Grenzen der technischen und gestalterischen Möglichkeiten erreicht. Aus diesem Grund baute das ZDF ein neues Nachrichtenstudio. Seit 2009 werden aus diesem teilvirtuellen Studio Nachrichten- und Informationssendungen ausgestrahlt, welche die Ansprüche und Sehgewohnheiten der digitalen Fernsehzukunft erfüllen. Die unmittelbare Nähe zu den Redaktionsarbeitsplätzen ermöglicht einen optimalen Arbeitsablauf zwischen Redaktion, Schneideräumen und Studio und kommt in dieser Hinsicht auch dem Landesstudio Rheinland-Pfalz zugute.

Inmitten der großen ZDF-Schaltzentrale finden sich die Räume des Landesstudios Rheinland-Pfalz im Sendezentrum 1. Dort war es auch schon präsent, als die 1 noch nicht hinter den Begriff Sendezentrum gestellt wurde – erst 2001 kam das Sendezentrum 2 als substanzieller Ausbau des Medienstandortes Mainz in fußläufiger Entfernung zum Sendezentrum 1 auf dem Lerchenberg hinzu.

Die acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Studio Rheinland-Pfalz berichten über eine Vielzahl von Themen: über die rheinland-pfälzische Landespolitik, die Landwirtschaft mit dem wichtigen Weinbau, den Tourismus von der Loreley bis in die Pfalz und über die US-amerikanischen Militärbasen von Spangdahlem bis Ramstein. Bei der Wirtschaftsberichterstattung spielen die großen Werke von BASF, Boehringer und Schott genauso eine Rolle wie die zahlreichen mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz – aber auch neue Technologiegründungen wie das Mainzer Unternehmen Biontech, das als erstes einen Corona-Impfstoff entwickelte, oder das Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern. Und dann hat das Studio Rheinland-Pfalz als einziges unter 16 ZDF-Landesstudios noch ein ganz besonderes Thema zu bieten: die Meenzer Fassenacht. Am Rosenmontag ist es jedes Mal soweit – zumindest in Corona-freien Jahren.

Dabei ist das Landesstudio Rheinland-Pfalz nicht nur in den vielen Nachrichten- und Magazinsendungen im linearen Fernsehen präsent, sondern auch auf ZDFheute und auf Social Media.

Susanne Gelhard leitet seit 2017 das Landesstudio Rheinland-Pfalz – als erste Frau in dieser Funktion. Ihre sechs Vorgänger: Bernd Mosebach (2010 bis 2017), Axel Becher (2000 bis 2010), Ralph Schumacher (1997 bis 2000), Ingolf Falkenstein (1988 bis 1997), Klemens Mosmann (1986 bis 1988) und Dietmar Zundel (1966 bis 1986).

"Corona wird viel überlagern"
Fragen an Susanne Gelhard, Leiterin des ZDF-Landesstudios Rheinland-Pfalz

Am 14. März 2021 finden in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen statt. Wo sehen Sie die Herausforderung für sich und ihr Team? Und wie bereiten Sie sich auf das Ereignis vor?

Diese Landtagswahl in Rheinland-Pfalz könnte eine ganz besondere werden. Wegen der Corona-Pandemie könnte sie in größeren Teilen als Briefwahl ablaufen. Die Wahlbüros bis hin zu den Wahlkabinen werden in jedem Fall Corona-konform vorbereitet. Sollten die harten Corona-Einschränkungen jedoch weiter anhalten, könnte diese Wahl auch als reine Briefwahl stattfinden. Der Wahlleiter jedenfalls hat entsprechende Vorbereitungen getroffen und will über drei Millionen Wahlbriefe drucken lassen. Der rheinland-pfälzische Landtag hat den Weg für eine reine Briefwahl bereits per Gesetz frei gemacht. Der Wahlkampf ist schon jetzt völlig anders: keine großen Veranstaltungen, keine engen persönlichen Begegnungen zwischen Wählern und Kandidaten. Für die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Beispiel schwierige Bedingungen, die von sich sagt, gerade die Begegnung von Mensch zu Mensch sei ihr im Wahlkampf besonders wichtig. Für uns bedeutet dies, dass wir neue Formen der Berichterstattung nutzen müssen: weniger Reportagen von Wahlveranstaltungen, dafür mehr virtuelle Elemente wie etwa Skype-Interviews oder Online-Auftritte. Trotzdem haben wir uns fest vorgenommen, bei den Menschen vor Ort zu sein – so gut das die Corona-Regeln erlauben.

Was werden Ihrer Einschätzung nach vorrangige Themen und Fragestellungen in den letzten Wahlkampf-Wochen sein?

Da wird Corona viel überlagern – auch das Thema Bildungspolitik zum Beispiel: die Situation in den Schulen und Kitas, die Ausstattung mit digitaler Technik und Infrastruktur. Oder das Thema Gesundheitswesen und Pflege – die Situation beim Personal in Krankenhäusern und Seniorenheimen und der Fortschritt beim Impfen. Und dann das Thema Wirtschaft: Wie kommen die Unternehmen, die Selbstständigen, die Kulturschaffenden durch die Zeit der Pandemie? Bisher hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Krisenmanagerin gut geschlagen, obwohl auch ihr einige Fehler unterliefen: zu Beginn der Pandemie zögerliche Entscheidungen wie etwa die späte Maskenpflicht. Doch bei den Wählern ist Malu Dreyer nach wie vor sehr beliebt. Zwei Drittel schätzen die Regierungsarbeit ihrer Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen – darunter auch viele CDU-Anhänger. CDU-Herausforderer Christian Baldauf hingegen ist weit weniger populär und bei vielen noch nicht einmal bekannt. Und das, obwohl die Landes-CDU in Umfragen seit Monaten mit über 30 Prozent mehrere Punkte vor der SPD liegt. Christian Baldauf will die Wahl vor allem mit Bildungspolitik gewinnen und liebäugelt auch ab und zu mit Themen der Grünen. Die folgen an dritter Stelle und machen alternative Energien und Öko-Landwirtschaft zu ihrem Wahlkampfthema –  gefolgt von einer AfD mit einstelligen Prognosen, mit der keine der Parteien im rheinland-pfälzischen Landtag paktieren will, und von einer FDP, die um den Einzug in den Landtag bangen muss. Noch ist der Ausgang der Wahl völlig offen. Es bleibt also spannend in Rheinland-Pfalz.

Welche Themen prägen fern der Wahl die Berichterstattung aus Rheinland-Pfalz?

Unser Team von acht Kolleginnen und Kollegen berichtet über ein Bundesland, das sich in den vergangenen Jahren sehr gewandelt hat. Früher hieß es: Rheinland-Pfalz, das bedeutet Reben, Rüben, Raketen. Aus den Reben ist mittlerweile ein hochmoderner innovativer Weinbau geworden – übrigens mit vielen Frauen an der Spitze der Unternehmen. Die Rüben haben sich zumindest in Teilen zu Ökolandbau gewandelt, der nach den Plänen der Landesregierung in den kommenden Jahren bis zu 20 Prozent der Landwirtschaft einnehmen soll. Die Raketen sind zum Glück bis auf den Standort Büchel fast ganz verschwunden. Hinzugekommen ist neben den bekannten großen Firmen BASF, Boehringer und Schott eine Vielzahl hoch spezialisierter Technologie-Unternehmen, von denen der Name Biontech nur einer ist, der im Moment mit dem als erstem zugelassenen Corona-Impfstoff international Schlagzeilen macht. Dazu kommen auch die Themen, die Rheinland-Pfalz zusätzlich so liebenswert und sympathisch machen: der Rhein mit der Loreley, die Mosel, der Regionen-Tourismus in Hunsrück, Eifel, Pfalz und Westerwald, der in diesen Zeiten immer wichtiger wird. Die Kultur mit dem Luther-Jahr, das in Worms gerade beginnt. Und natürlich die fünfte Jahreszeit, die es so nur bei uns gibt – und die wir am Rosenmontag im nächsten Jahr hoffentlich wieder feiern können.

Das Landesstudio Saarland auf dem Saarbrücker Halberg

Das ZDF-Landesstudio Saarland ist auf dem Saarbrücker Halberg untergebracht – in direkter Nachbarschaft zum Saarländischen Rundfunk, der das dort ansässige Stummsche Schloss 1959 erworben und zudem ein neues Funkhaus auf dem Gelände errichtet hat. Im Außenbereich des Schlossgeländes besitzt das ZDF ein ehemaliges Beamtenwohnhaus aus rotem Sandstein. Heute arbeitet auf zwei Stockwerken des kleinen Gebäudes ein zwölfköpfiges Team mit entsprechender technischer Ausstattung für die ZDF-Berichterstattung.

Im Südwesten Deutschlands, mitten in Europa: Mit der kleinsten Fläche der 16 Bundesländer und knapp einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern ist das Saarland geprägt von der Nachbarschaft zu Frankreich und Luxemburg. Die geschichtliche Entwicklung vom Saargebiet zum Saarland, der späte Anschluss an die BRD im Jahr 1957 prägen das "erste neue Bundesland" bis heute. Wie auch der wirtschaftliche Strukturwandel – von einer krisengeschüttelten Kohlebergbau- und Stahlregion zu einer modernen Wirtschaftsregion und einem Zentrum der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Durch die besondere Lage im Dreiländereck hat das Saarland die höchste grenzüberschreitende Mobilität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Europäischen Union. Mit einem Drittel der Fläche an Waldgebiet und mit Flusstälern von Mosel, Blies und Saar treffen im Saarland Natur und Industrie aufeinander, darunter viele Denkmäler wie das Weltkulturerbe "Völklinger Hütte".

Reportagen, Hintergrundberichte und Analysen aus der Landeshauptstadt Saarbrücken und den sechs Landkreisen mit deren Zentren wie Neunkirchen, Homburg und Saarlouis decken alle Bereiche der Aktualität ab – Politik und Wirtschaft, Kunst oder Kultur – und integriert die Themen, die im Saarland und in der Großregion SaarLorLux bundesweite Relevanz haben. Das Landesstudio ist auch mit ZDF-Formaten wie "ZDF in …" und "ZDF vor Ort" präsent und führt Veranstaltungen durch, wie Anfang 2020 eine Podiumsdiskussion zum Thema "Qualitätsjournalismus und neue Medien".

Seit August 2017 ist Susanne Freitag-Carteron Leiterin des ZDF-Landesstudios Saarland. Sie hatte sieben Vorgängerinnen und zwei Vorgänger, darunter Christel Szymanski, die von Juli 1985 bis Juni 1992 als erste Frau in der Position einer Landesstudioleiterin tätig war. Susanne Freitag-Carteron ist auf Daniela Bach gefolgt, die von 2007 bis 2017 das Landesstudio Saarland leitete. Zuvor war dort von 2003 bis 2007 Conny Hermann aktiv, die auf Ines Trams (2000 bis 2003), Britta Hilpert (1998 bis 2000) und Sabine Rieden (1995 bis 1997) gefolgt war. Als Nachfolgerin von Christel Szymanski arbeitete von Juli 1992 bis September 1995 Gundula Koch als Studioleiterin in Saarbrücken. In den ersten 22 Studiojahren war diese Position noch männlich besetzt: Karl Freund leitete von 1973 bis 1985 und Karl-Josef Dorscheid von 1963 bis 1972 das ZDF-Studio Saarland.

"Wir sind die Botschafter des ZDF dort, wo die Menschen leben"
Fragen an Susanne Freitag-Carteron, Leiterin des ZDF-Landesstudios Saarland

Welche Rolle kommt im Rahmen des öffentlich-rechtlichen Programmauftrags dem ZDF-Landesstudio in Saarbrücken zu?

Wir sind die Botschafter des ZDF, des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dort, wo die Menschen leben. Unser Team ist im Saarland mit einem eigenen Korrespondentenbüro vertreten, das ist bei vielen anderen überregionalen Medien nicht der Fall. Wir werden häufig gefragt, ob wir aus Mainz kommen – und die Menschen sind überrascht, aber auch froh, dass wir ein eigenes Studio in Saarbrücken haben. Das ermöglicht schnelle Reaktionen, wenn es darum geht, politische, wirtschaftliche und soziale Themen abzubilden. Seriöse Informationen, Geschichten und Ereignisse dieser Region, die dann bundesweit ausgestrahlt werden, das wird wahrgenommen und geschätzt. Das Saarland ist eine Region, die häufig als "abgehängt" bezeichnet wird. Ich sehe es als unsere Aufgabe an, auch in Berlin, Dresden, Köln zu zeigen, was das Besondere an dieser Region ist. Gerade in Zeiten, in denen Populismus und eine weltweite Pandemie uns alle vor enorme Herausforderungen stellen, ist diese Aufgabe sehr wichtig.

Sie waren 15 Jahre ZDF-Korrespondentin in Paris. Inwieweit ist diese Zeit von Nutzen für die Berichterstattung aus der Region SaarLorLux?

In Paris habe ich zahlreiche deutsch-französische Gipfel beobachtet, die diplomatischen Beziehungen im Blick gehabt und die "große Politik" abgebildet (vier Präsidenten – und alle haben mit Angela Merkel gearbeitet). Der Blick in die Grenzregion war von dort aus nicht zwingend – es gab immer auch sehr viele andere Themen. Vor Ort wird deutlich: Es gibt keine Region, in der Deutschland und Frankreich auch räumlich so miteinander verwoben sind, wie an der Grenze zwischen dem Saarland und Lothringen. Dort zeigt sich sofort, welche Abkommen und Übereinkünfte aus Paris, Berlin oder Brüssel praxistauglich sind und welche überhaupt nicht funktionieren. Das ist wie ein Brennglas für Europa. Nur ein Beispiel ist die Entsenderichtlinie, die Frankreich vor Lohndumping aus Billigländern schützen soll. In Paris oder Marseille funktioniert das. Aber Unternehmer aus Deutschland, die in Frankreich arbeiten wollen, bringt sie zur Verzweiflung, weil sie die Bürokratie nicht bewältigen und bezahlen können. Auch die Harmonisierung der Gesundheitssysteme, die grenzübergreifende Medizinversorgung ist so ein Thema. Die beiden Rechtssysteme sind eben sehr unterschiedlich. In Paris lernt man die Schwerfälligkeit der Behörden in einem zentralistischen Staat kennen, in Deutschland die Probleme eines föderalen Systems. Das hilft, die Probleme vor Ort besser zu verstehen, wenngleich die Lösung oft schwierig und langwierig bleibt – aber das ist dann auch Stoff für viele Reportagen.

Mit Blick auf die Pandemie – wie nehmen Sie die derzeitigen Veränderungen in einer europäisch gelebten Region wahr?

Gerade im Frühjahr 2020 hat sich in der Grenzregion gezeigt, wie zerbrechlich Europa ist, gerade weil es hier täglich gelebt wird. Als Deutschland ohne Vorwarnung die Grenzen geschlossen hat, kam es zu unschönen Szenen auf beiden Seiten. Franzosen wurden teilweise beschimpft, französische Grenzgänger mussten kilometerweite Umwege fahren, Das hat alte Vorurteile aufgeweckt, vom "autoritären Deutschen". Aber es hat sich gleichzeitig gezeigt, wie gut die Beziehungen normalerweise sind. Es gab viele Aktionen, wie den "Baguette-Angler", der sein Brot aus Frankreich über die Grenzbarrieren angelt – das hat auch zusammengeschweißt. Und gezeigt: Uns kann man nicht einfach so trennen. Alle haben gemerkt, was fehlt, wenn plötzlich Grenzen da sind. Das hat die Menschen sensibilisiert. Nun versucht man, einen grenzübergreifenden Pandemie-Plan auf die Beine zu stellen – hängt noch an nationalstaatlichen Eigenheiten.

Und welche Themen stehen für Sie 2021 im Vordergrund?

Im Jahr 2021 wird das Thema Nummer eins die Bundestagswahl sein. Im Landkreis Saarlouis kämpfen Bundesaußenminister Heiko Maas und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gegeneinander um ein Mandat, Annegret Kramp Karrenbauer, Bundesministerin für Verteidigung, tritt für Saarbrücken an – das wird eine spannende Zeit. Und im Frühjahr 2022 stehen dann die saarländischen Landtagswahlen an, so dass der Wahlkampf im Herbst und Winter direkt weitergehen wird. Außerdem ist 2021 das Jahr, in dem der Saarländer Matthias Maurer ins All fliegen wird, auch das wird uns sicherlich beschäftigen. Als Folge der Pandemie wird auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft ein wichtiges Thema sein. Für die vom Strukturwandel geplagte Saar-Wirtschaft war die Lage schon vor der Pandemie nicht rosig, jetzt ist mit noch größeren Herausforderungen zu rechnen – Arbeitsplatzabbau im Automobilsektor, die Krise der Stahlbranche, all das hat direkte Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Die wachsende IT- und Digitalisierungsbranche wird die Einbußen in den klassischen Wirtschaftszweigen nur bedingt ausgleichen können. Wir werden gut beschäftigt sein, darauf freuen wir uns.

Das ZDF-Landesstudio Sachsen im Lippert’schen Haus

Das ZDF-Landesstudio Sachsen befindet sich in Dresden in einem von fünf sogenannten Hofhäusern in der Königstraße, die den Zweiten Weltkrieg überstanden hatten und – seit 1978 kaum noch genutzt – dem Verfall preisgegeben waren. Nach der Wende existierten in Sachsen zunächst zwei ZDF-Dependancen nebeneinander, da unsicher war, ob das Los der Landeshauptstadt auf Dresden oder Leipzig fallen würde, wo es bereits eine ZDF-Korrespondentenstelle gab. Als der Beschluss für Dresden stand, sollte ein repräsentatives und dauerhaftes Objekt statt des bisherigen Behelfsstudios in einer Baracke gefunden werden.

Das ZDF erwarb das "Lippert‘sche Haus" in der Inneren Neustadt, und nach aufwendigen Bau- und Restaurierungsarbeiten unter denkmalpflegerischer Zielsetzung konnte das Studio im August 1994 einziehen. Durch den Einsatz des ZDF wuchs die Attraktivität des barocken Ensembles an der Königstraße, weitere Investoren zogen nach und so konnte ein bedeutendes Kulturdenkmal des barocken Städtebaus wieder zum Leben erweckt werden.

Seit September 2020 leitet Cornelia Schiemenz das ZDF-Landesstudio Sachsen. Zuvor war von Januar 2017 bis August 2020 Michael Bewerunge in Dresden im Einsatz. Sechs Jahre lang leitete Carsten Thurau das Studio – von August 2010 bis August 2016. Seine Vorgängerin Natalie Steger war dort von Oktober 2008 bis April 2010 aktiv. Mit sieben Jahren die längste Zeit als ZDF-Studioleiter in Sachsen weist Thomas Euting auf, der dort von September 2000 bis Juli 2007 tätig war. Klaus Wilhelm, der von Januar 1993 bis November 1999 Studioleiter war, hatte noch die Phase mit den zwei ZDF-Dependancen in Dresden und Leipzig miterlebt, ebenso sein Vorgänger Friedrich Mönckmeier – von Januar 1991 bis Dezember 1992. Neben den fünf Studioleitern und den zwei Studioleiterinnen muss noch einer genannt werden, der zwischen 1999 und 2016 insgesamt vier Mal für jeweils einige Monate das Studio kommissarisch führte: Stefan Kelch.

"Die Themen aus Sachsen sind bunt wie das Bundesland selbst"
Fragen an Cornelia Schiemenz, Leiterin des ZDF-Landesstudios Sachsen

Welche Hauptthemen gibt es in der Berichterstattung aus Sachsen? 

Die Themen aus Sachsen sind so bunt wie das Bundesland selbst. Politik, Wirtschaft, Soziales, Tourismus, Kultur, Alltagsgeschichten – all das sind Themen, mit denen wir uns tagtäglich beschäftigen. Vor allem politisch steht der Freistaat Sachsen immer wieder im Fokus: ob Linksextremismus, Rechtsextremismus, Islamismus – die Bandbreite ist enorm. Auch mit seiner Wirtschaft, die vor allem auf einem breiten Mittelstand fußt, ist Sachsen in den überregionalen Medien und natürlich auch im ZDF immer wieder präsent. Und nicht zu vergessen – die Kultur: Semperoper, Grünes Gewölbe, Thomanerchor und Kreuzchor locken jedes Jahr Millionen Tourist*innen in den Freistaat – und bei uns vor den Bildschirm.

Was ist das Besondere am Dresdner Studio?

Vielleicht der Fakt, dass das ZDF bis zur Wende aufgrund der topographischen Lage fast nirgendwo im Bezirk Dresden zu empfangen war – und heute einer der wichtigen Medienpfeiler in Sachsen ist. In diesem Jahr feiert das Dresdner ZDF-Studio sein 30-jähriges Jubiläum. Genauso lange berichten wir schon über alle Entwicklungen im Freistaat. Von den turbulenten Nachwendejahren bis heute. Mit einer kleinen Mannschaft begann das ZDF 1991 aus Dresden zu senden, zunächst aus einer Baracke gleich neben dem Finanzministerium, seit 1994 aus dem Lippert‘schen Haus an der Königsstraße – aus architektonischer Sicht ein wahres Juwel inmitten der wunderbar sanierten Inneren Neustadt, wo das Besondere des Alten Dresdens wieder erstrahlt. Das ZDF-Studio in Dresden ist mit 14 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit einer großen Familie vergleichbar – die meisten sind seit den Anfangsjahren mit dabei.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Es sind die vielen Alltagsgeschichten aus Sachsen, die das Berichtsgebiet so spannend machen. Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, einen Stollenbäcker aus dem Erzgebirge in ein Bergwerk in 110 Meter Tiefe zu begleiten, wo er seine Stollen lagert. Stollen im Stollen sozusagen – und zahlreiche erzgebirgische Geschichten gibt’s gratis dazu. Wir wollen die Menschen in Sachsen zeigen, wie sie wirklich sind, mit all ihren Geschichten von Hoffnung und Verzweiflung, mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen, mit ihren Traditionen – im Erzgebirge, in der Lausitz, in Mittelsachsen.

Das ZDF-Landesstudio Sachsen-Anhalt in Magdeburg

Wissen Sie, welche Tiere im Wappen von Sachsen-Anhalt abgebildet sind? War Ihnen klar, dass die 1000 Kilometer lange "Straße der Romantik" durch das Gebiet der Sachsen-Anhalter verläuft, die eben nicht Anhaltiner heißen?

Dass es wirtschaftlich in der Region vorangeht, bestätigt Andreas Weise, der seit April 2020 neuer Leiter des ZDF-Landesstudios Sachsen-Anhalt in Magdeburg ist. Dort arbeitet das elfköpfige Team auf drei Etagen plus Erdgeschoss daran, aktuelle Beiträge aus Sachsen-Anhalt für die verschiedenen Sendegefäße des ZDF zu produzieren.

Seit 1991 gibt es das Landesstudio Sachsen-Anhalt – anfangs war es in einer Wohnung, dann sogar mal in einem Hotel. 1995 war das denkmalgeschützte Domizil fertig, in dem das Studio bis heute ist. Aus einem verfallen, heruntergekommen Haus war wieder ein Gründerzeit-Schmuckstück geworden – eines von wenigen die noch übrig waren nach heftigen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und den Bausünden der DDR.

Immer wieder mal beschäftigt die Magdeburger Kolleginnen und Kollegen die Elbe, die unweit ihres Arbeitsplatzes fließt. Als etwa 2002 Hochwasseralarm war, sorgte das so genannte Jahrhunderthochwasser auch nahe des Studios für Gefahr und Aufsehen.

Sachsen-Anhalt, zwischen (Ober-)Sachsen und Niedersachsen gelegen, findet immer mehr zu sich. Die Zufriedenheit der Sachsen-Anhalter mit ihrem Leben wächst stetig – und das spiegelt sich auch in den ZDF-Programmbeiträgen wider. Das Studio Magdeburg punktet mit Länderkompetenz, will immer wieder beweisen, dass das ZDF das Leben der 2,4 Millionen Sachsen-Anhalter bundesweit am besten abbildet. Doch bei den Dreharbeiten dazu müssen die Kolleginnen und Kollegen häufig die Erfahrung machen, dass den wenigsten Mitbürgern präsent ist, dass das ZDF mit einem Landesstudio in Magdeburg vertreten ist. Hängt das nur damit zusammen, dass die Dienstwagen MZ statt MD auf dem Nummernschild führen?

"Land der Frühaufsteher" – das war mal das Motto des Bundeslandes. Über eine Stunde früher verlassen die Menschen dort ihre Bettstatt, als dies im Bundesdurchschnitt geschieht. Doch so richtig gut kam das auf Dauer selbst bei den Sachsen-Anhaltern nicht an. #moderndenken – so heißt jetzt das Motto – für Sachsen-Anhalt und das ZDF-Landesstudio in Magdeburg.

Andreas Weise ist der fünfte ZDF-Studioleiter in Sachsen-Anhalt. Seine drei Vorgänger und seine Vorgängerin: Annegret Oster leitete das Studio von September 2014 bis März 2020, Winand Wernicke war doch von Oktober 2009 bis August 2014 aktiv. Giselher Suhr war über zwölf Jahre lang der Studioleiter in Magdeburg, von Januar 1997 bis September 2009. Erster Studioleiter war Wolfgang Kramer, von Januar 1991 bis Dezember 1996.

"Dazu beitragen, dass Ost und West sich besser verstehen lernen"
Fragen an Andreas Weise, Leiter des ZDF-Landesstudios Sachsen-Anhalt

Welche Hauptthemen prägen die Berichterstattung aus Sachsen-Anhalt?

Seit ich hier im Studio bin natürlich zuallererst die Corona-Pandemie und wie das Bundesland sie und ihre Folgen bewältigt. Aber auch das Zusammenwachsen von Ost und West ist immer noch ein Riesenthema und die Frage, wie gut ausgebildete Fachkräfte hierher gelockt werden können

Was erwartet Sie im Super-Wahljahr 2021 im Hinblick auf die Landtagswahlen?

Es wird ein Wahlkampf, in dem sich die derzeitigen Kenia-Koalitionäre – CDU, SPD und Grüne – nicht allzu sehr weh tun dürften. Denn alles deutet auf eine weitere schwarz-rot-grüne Landesregierung nach den Wahlen hin. Auch wenn sich Teile der Landes-CDU schon eine Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen können – mit Ministerpräsident Reiner Haseloff ist das nicht zu machen. Und der ist klar das Zugpferd der Union im Wahlkampf. Die AfD will mit Angriffen auf die Corona-Einschränkungen punkten – liegt aber derzeit in den Umfragen bei 20 Prozent. 2016 erreichte sie 24,5 Prozent der Stimmen. Die Linke will versuchen stärker zu werden, träumt, wie auch manche bei SPD und Grünen, von Rot-Rot-Grün. Doch danach sieht es derzeit nicht aus. Vor allem AfD und Linke werden versuchen Schärfe in den Wahlkampf zu bekommen. Ob das aber in Zeiten von Corona Wirkung zeigt – ich bin da skeptisch.

Welche Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?

Mir liegt viel daran, das Bild, das viele, vor allem "im Westen" – von Sachsen-Anhalt haben, zu verändern. Ja, das Bundesland hat viele Probleme, doch es hat sich auch gut entwickelt in den Jahrzehnten seit der Deutschen Einheit. Es ist ein landschaftlich schönes Bundesland – Harz, Altmark, Quedlinburg, Naumburg – mit fünf Welterbestätten, das viel zu bieten hat. Das zu zeigen und dabei Dinge wie rechte Tendenzen oder Überalterung nicht auszuklammern – das sehe ich als unsere Aufgabe hier im Studio an. So wollen wir auch mit dazu beizutragen, dass Ost und West sich näherkommen, sich besser verstehen lernen.

Das ZDF-Landesstudio Schleswig-Holstein am Kieler Hafenkai

Unter der Adresse Am Wall 68 in Kiel, direkt neben den Schweden- und Norwegenkais der Hafenstadt, beherbergt ein grauer 70er-Jahre-Zweckbau das Landesfunkhaus des NDR, in dem das ZDF-Landesstudio Schleswig-Holstein auf zwei Stockwerken Mieter ist.

Trotz kleiner personeller Ausstattung mit elf festen und zwei freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist das ZDF-Studio in Kiel nicht nur zuständig für die Berichterstattung aus Schleswig-Holstein, sondern auch für die aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Island und Grönland. Mit Reportagen, Hinter­grundberichten und Analysen zu allen Themen dieser Regionen liefert das Studio Beiträge für das ZDF. Um eine Region, die von Grönland bis an die deutsch-dänische Grenze reicht, von Kiel aus medial zu erschließen, braucht es ein eng geknüpftes Netz, was nicht zuletzt durch die Unterstützung der "Stringer" gewährleistet ist. Diese freiberuflichen Journalistinnen und Journalisten sind entweder Einheimische mit guten Deutschkenntnissen oder Deutsche, die seit langem ihren Lebensmittelpunkt im Berichtsland haben.

Schleswig-Holstein ist zwar nicht so groß wie Bayern oder Niedersachsen, doch auch hier erschweren die Entfernungen die Arbeit. Wer etwa nach Niebüll will, um mit dem Auto nach Sylt überzusetzen, ist allein bis dort von Kiel aus anderthalb Stunden unterwegs. Viele Themen führen in Schleswig-Holstein auf eine Insel, Logistik ist also ein Problem.

Hermann-Uwe Bernd ist seit 2010 Leiter des ZDF-Landesstudios Schleswig-Holstein und Korrespondent für Nordeuropa. Seine Vorgängerinnen und Vorgänger waren: Ines Trams (2005 bis 2010), Kristina Hansen (2002 bis 2005), Dietmar Barsig (1995 bis 2002) und Hans-Joachim Kürtz (1963 bis 1995).

"Für die Berichterstattung an Sehnsuchtsorte reisen"
Fragen an Hermann-Uwe Bernd, Leiter des ZDF-Landesstudios Schleswig-Holstein

Welches sind die Dauerbrenner in Ihrer aktuellen Berichterstattung?

In Schleswig-Holstein haben wir es mit einer spannenden Landespolitik zu tun. Weitere klassische Themen sind Umwelt, Tourismus und Gesellschaft. Das Land zwischen den Küsten und der Kontrast zwischen Stadt und Land sind weitere Schwerpunkte. 

Über welche Themen berichten Sie am liebsten?

Das wichtigste Thema ist für mich der Mensch, egal ob Handwerker, Bauer oder Politiker. Ich bin immer auf der Suche nach kleinen oder großen menschlichen Highlights und Geschichten. Wichtig ist mir auch das Thema Minderheiten. Zwischen Flensburg und Rendsburg bekennen sich etwa 50.000 Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit zur dänischen Minderheit, halten also an der dänischen Sprache und Kultur fest. Andererseits leben rund 15.000 Mitglieder der deutschen Minderheit in Südjütland, betreiben dort eigene Kindergärten und Schulen, geben eine eigene Tageszeitung heraus und bieten in vielen Vereinen sportliche und kulturelle Aktivitäten an.

An welche besonderen Highlights und Herausforderungen in Ihrer bisherigen Zeit als Studioleiter in Kiel erinnern Sie sich als erstes?

Was ich sicher nicht vergessen werde, ist die Berichterstattung über die terroristischen Anschläge von Anders Behring Breivik in Norwegen im Jahre 2011. Besonderheiten waren auch die beiden Landtagswahlen. Wir haben es in Kiel mit Daniel Günther, Robert Habeck, Wolfgang Kubicki und Ralf Stegner ja mit vier politischen Hochkarätern zu tun, was für ein Bundesland außergewöhnlich ist und die Berichterstattung spannend macht. Meine ganz persönlichen Highlights sind die nordfriesischen Inseln mit ihrer hinreißenden Natur – zum Beispiel am nördlichsten Zipfel Deutschlands, dem Lister Ellenbogen auf Sylt. Ich darf für Geschichten an Sehnsuchtsorte reisen und bekomme auch noch Geld dafür. Das ist schon toll!

Das Landesstudio Thüringen im Haus Zum Güldenen Rade

Das ZDF-Landesstudio Thüringen hat seinen Sitz seit 1997 in einem der historischen Bürgerhäuser in Erfurt. Das Altstadtgebäude liegt in der Marktstraße 50 in unmittelbarer Nähe der bekannten Krämerbrücke und wurde nach Richtlinien des Denkmalschutzes saniert und mit moderner Fernsehtechnik ausgestattet. Ein 13-köpfiges Team arbeitet dort im ersten Stock über dem Restaurant "Zum Güldenen Rade" sowie in weiteren über einen Innenhof verbundene Räumlichkeiten. Diese werden als Schnitträume und als ein durch altes Mauerwerk schallgedämmtes Studio genutzt.

Berichtet wird aus der Mitte Deutschlands: Eingerahmt von fünf anderen Bundesländern zählt das waldreiche Thüringen mit 17 Landkreisen und sechs kreisfreien Städten Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Jena und Gera zu den kleineren der 16 Länder. Die sogenannte Thüringer Städtekette und der gesamte Freistaat weisen bedeutende kulturhistorische Stätten auf – deutsche Geschichte ist überall spürbar, vor allem die Weimarer Klassik. Aber auch die jüngere Geschichte um die Weimarer Republik, Buchenwald als Schauplatz schrecklicher Verbrechen, die deutsch-deutsche Vergangenheit sowie die Entwicklungen seit der Wiedervereinigung tragen zur kulturellen Berichterstattung als ein Schwerpunkt des Landesstudios Thüringen bei.

Schwerpunkt und Hauptanteil ist inzwischen die aktuelle Berichterstattung – vor allem, seit im Jahr 2014 der erste linke Ministerpräsident Deutschlands ins Amt kam. Auch die Regierungskrise 2020 und deren Folgen sind Schwerpunkte der Berichterstattung. Rund 1500 Sendeminuten wurden von den Erfurter Kolleginnen und Kollegen im vergangenen Jahr zu Politik, Wirtschaft, Land und Leute realisiert.

Zudem ist das Landesstudio auch vor Ort präsent mit ZDF-Formaten wie "ZDF in …" und "ZDF vor Ort" und koordiniert darüber hinaus gemeinsam mit der Stiftung Ettersberg, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein "Gegen Vergessen – für Demokratie e.V." die Veranstaltung einer Gesprächsreihe im Kubus der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt.

Seit Februar 2020 ist Melanie Haack Leiterin des ZDF-Landesstudios Thüringen. Sie hatte sechs Vorgängerinnen und Vorgänger: Susanne Biedenkopf (November 1990 bis Juni 1992), Klemens Mosmann (Juli 1992 bis September 1995), Eckart Gaddum (Oktober 1995 bis August 1997), Hermann-Uwe Bernd (September 1997 bis Juni 2005), Daniela Kuntze (Juli 2005 bis Juli 2010) und Andreas Postel (November 2010 bis Januar 2020).

"Thüringen ist mehr als Politik und Kultur"
Fragen an die Studioleiterin Melanie Haack

In den vergangenen Jahren rückte die Politik ins Zentrum der Berichterstattung. Wie stellen Sie sich diesbezüglich auf 2021 ein?

Dieses Jahr stellt uns aufgrund der Pandemie vor große Herausforderungen. Allein schon, weil wir, wo immer es geht, vereinzelt arbeiten müssen. Die Politik steht neben der Pandemie auch in diesem Jahr im Zentrum. Mit der Verschiebung der für den 24. April 2021 geplanten Landtagswahl auf den Termin der Bundestagswahl müssen auch wir umdenken und neu planen. Wir produzieren aktuelle Nachrichtenbeiträge, machen Schaltgespräche für die "heute"-Sendungen und berichten in verschiedenen Reportagen über die Menschen in Thüringen und ihre Lebenswelt.

Welche Schwerpunkte kann das Landesstudio Thüringen neben dem Tagesgeschäft der aktuellen und kulturellen Berichterstattung setzen?

Für uns ist sehr wichtig, die ostdeutsche Lebenswelt im Programm abzubilden, denn Thüringen ist mehr als Politik und Kultur. Thüringen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem aufstrebenden Wirtschafts- und Forschungsstandort entwickelt. Der Mittelstand prägt das Land, an ihm hängen viele Arbeitsplätze. Rund um Jena etwa arbeiten junge Unternehmen an Innovationen. Auch sie finden Platz in unserer Berichterstattung.

Inwiefern tut die föderale Struktur aus Ihrer Sicht dem Fernsehen gut?

Sie gibt uns die Möglichkeit, uns gezielt und kenntnisreich auf die Themen und Menschen hier in Thüringen zu fokussieren. Unser Landesstudio ist nicht nur vor Ort, sondern mittendrin. Diese Kontakte prägen unsere Arbeit.

Macht es für Sie einen Unterschied, von welchem Ort aus eine Journalistin oder ein Journalist arbeitet?

Ja, Geschichten vor Ort zu finden, direkt im Gespräch zu bleiben, das ist die Quelle für Journalisten. Wir wollen uns Themen nicht nur anlesen, wir wollen sie "draußen" finden und erzählen.

Sie sind in Ludwigsfelde bei Berlin geboren. Ist Thüringen für Sie zur Heimat geworden?

Thüringen ist mein Zuhause geworden und meine zweite Heimat, die ich Stück für Stück erobere. Ich genieße die Vielfalt des Thüringer Waldes über Weimar bis zur Krämerbrücke. Ein schönes Zuhause auch für meine Familie.

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Herdweg 63,  70 174 Stuttgart
Telefon: 0711-229280
Twitter: @ZDFstuttgart

 

ZDF-Landesstudio Bayern

ZDF-Straße 1, 85774 Unterföhring
Telefon: 089-9955-0
Twitter: @ZDFbayern

 

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Unter den Linden 36-38, 10117 Berlin
Telefon: 030/2099-1200
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August-Bebel-Straße 15, 14482 Potsdam
Telefon: 0331-74729
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Oberbaumbrücke 1, 20457 Hamburg
Telefon: 040-669850
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Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden
Telefon: 0611 9885990 
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Telefon: 0351 808850
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Telefon: 0391 532 300
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Telefon: 0431-237180-0
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Marktstraße 50, 99084 Erfurt
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