Copyright: ZDF / Julie Terjung
Copyright: ZDF / Julie Terjung

Dengler – Kreuzberg Blues

Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Schorlau

In seinem sechsten TV-Fall ermittelt Privatdetektiv Georg Dengler (Ronald Zehrfeld) mit Hacker-Aktivistin Olga Illiescu (Birgit Minichmayr) in der hart umkämpften Berliner Immobilienbranche. 

  • ZDF, Montag, 22. November 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Montag, 15. November 2021, 10.00 Uhr

Texte

Stab, Besetzung, Inhalt

Montag, 22. November 2021, 20.15 Uhr
ZDFmediathek: Ab Montag, 15. November 2021, 10.00 Uhr
Dengler – Kreuzberg Blues
Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Schorlau

Buch_____Lars Kraume unter Mitarbeit von Wolfgang Schorlau
Regie_____Daniel Rübesam
Kamera_____Roland Stuprich
Schnitt_____Linda Bosch
Kostüm_____Marion Bergmann
Ausstattung_____Johanna Maul
Ton_____Oscar Stiebitz
Musik_____Jasmin Reuter, Tina Pepper
Producer_____Karsten Günther
Produzenten_____Raoul Reinert (Cuckoo Clock Entertainment), Oliver Vogel (Bavaria Fiction)
Redaktion_____Elke Müller
Sendelänge_____89 Minuten

Die Rollen und ihre Darsteller:
Georg Dengler_____Ronald Zehrfeld
Olga Illiescu_____Birgit Minichmayr
Ezra Malick_____Seyneb Saleh
Jan Kröger_____Peter Trabner
Dr. Gross_____Sabin Tambrea
Arthur Brinkmann_____Winfried Glatzeder
Roy_____Joshua Seelenbinder
Matse_____Wanja Götz
Mark_____Marius Lamprecht
Ramon_____Thiago Barga de Oliveira
Charlotte Krüger_____Kira Zurhausen
Kirkmann_____Peter Weiss
Katrin Henke_____Caprice Crawford
Demirel_____Mona Pirzad
Jermey L. Dawson_____John Keogh
und andere

ZDF-Auftragsproduktion der Bavaria Fiction in Zusammenarbeit mit der Cuckoo Clock Entertainment

Inhalt
Hacker-Aktivistin Olga bittet den ihr mehr als vertrauten Privatdetektiv Dengler um Hilfe. Der Privatermittler soll einen Kreuzberger Entmietungsskandal aufdecken.
Als mitten in der Nacht eine Ratte dem Baby ihrer Freundin Ezra in den Finger beißt, ist für Olga die Sache klar. Mit kriminellen Machenschaften, wie dem Aussetzen von Ratten, werden Mieter terrorisiert und vertrieben. Sie ist überzeugt, dass dahinter der Immobilieninvestor Jan Kröger steckt. Auch Olgas Freundin Ezra glaubt, dass so Platz für neue Luxusapartments geschaffen werden soll.
Doch die Sache ist komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint. Kröger sieht sich als Arbeiterkind, das sich hochgearbeitet hat und nun mit seinen Gebäuden und Sanierungen etwas für die Mieter in Berlin tut. Er weist alle Anschuldigungen von sich und schlägt sogar vor, Dengler für die Aufklärung des Falles zu engagieren. Ein geschicktes Manöver, um den Verdacht von sich abzulenken, oder ein Beweis seiner Unschuld? Dengler und Olga finden heraus, dass Kröger kurz vor einem entscheidenden Deal steht, für den jede negative Publicity das Aus bedeuten könnte. Dengler kommen Zweifel an Krögers Schuld. Während Olga nicht fassen kann, dass Dengler sich von Kröger beauftragen lässt, werden die beiden verfolgt. Selbst die Polizei scheint machtlos. Bei den Nachforschungen in der umkämpften Berliner Immobilienbranche geraten sie zwischen die Fronten und in Lebensgefahr.

Kurze Statements von Ronald Zehrfeld (Georg Dengler)

Über "Kreuzberg Blues"

Das Thema beim aktuellen "Dengler" ist diesmal besonders interessant, weil viele Menschen bestimmt schon selbst damit konfrontiert worden sind. Steigende Mieten oder Entmietung gibt es in vielen Großstädten, bezahlbarer Wohnraum ist schwer zu finden. Ich finde es sehr spannend, wie der Autor Wolfgang Schorlau dieses Thema aufgegriffen hat und wie wir es in der Verfilmung umsetzen.

Über persönliche Erfahrungen

Natürlich beobachte ich auch, wie sich ganze Stadtviertel in Berlin verändern. Alte Gebäude werden durch Neubauten ersetzt und nicht immer funktioniert alt und neu gut nebeneinander. Die Authentizität mancher Kieze verliert sich, wenn alteingesessene Kneipen oder Geschäfte durch Neubauten ersetzt werden. Berlin wird für viele unbezahlbar, ein Thema, dass auch in meinem Umfeld diskutiert wird.

Zwei Fragen an Roman-Autor Wolfgang Schorlau

Was war für Sie die überraschendste Erkenntnis bei der Recherche zu „Kreuzberg Blues“?

Es gab mehrere überraschende, teils bestürzende Erkenntnisse. Die erste ist: Kein Mieter ist sicher. Denn solange die Wohnungskonzerne viel mehr mit Neuvermietungen als mit "normalen" Mieterhöhungen verdienen – das Verhältnis ist 70 zu 30 Prozent – versuchen sie fortwährend, bestehende Mietverhältnisse zu kündigen. Die zweite Überraschung: Wie hart und teils mit krimineller Energie die Entmietungen durchgezogen werden. Und die dritte, die erfreuliche Überraschung: wie groß und lebendig der Widerstand in Berlin mittlerweile ist. Es hat mich nicht gewundert, dass die Initiative zur Enteignung der Wohnungskonzerne bei der Abstimmung eine so überragende Mehrheit gefunden hat.

Haben Sie ihm Rahmen Ihrer Recherche einen möglichen Lösungsansatz gegen Gentrifizierung in Großstädten gefunden?

Ja. Die Rückführung der Wohnungsbestände in kommunales Eigentum. Der Berliner Senat hat in der "arm, aber sexy-Phase" Tausende Wohnungen an Heuschrecken-Hedgefonds verkauft. Aus diesen entstanden dann "Deutsche Wohnen" und andere umstrittene Unternehmen. Der durchschnittliche Preis lag damals bei 6.500 Euro. Nicht pro Quadratmeter, wie Sie vielleicht vermuten, sondern pro Wohnung. Mit anderen Worten: Der Senat hat die Wohnungen an die Finanzindustrie verschenkt. Dies rückgängig zu machen, ist das Gebot der Stunde.

Die Fragen stellte Claudia Burau  

Weitere Informationen

Fotos über ZDF Presse und Information
Telefon: (06131) 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/dengler 

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2021 ZDF

Kontakt

Name: Dr. Birgit-Nicole Krebs
E-Mail: presse.berlin@zdf.de
Telefon: (030) 2099 1096