Der Jungfrauenwahn

Dokumentarfilm - ZDF/ Das kleine Fernsehspiel

Wie verträgt sich für junge Muslime, die in einer freien Gesellschaft leben, die Herkunftskultur der Eltern mit den eigenen Wünschen? Unter welchen gesellschaftlichen, religiösen und familiären Bedingungen leben Muslime in Deutschland heute ihre Sexualität? Diesen Fragen geht Autorin und Regisseurin Güner Yasemin Balcı in ihrem Dokumentarfilm nach. Dabei lässt sie auch Protagonisten wie den Psychologen Ahmad Mansour, die Anwältin Seyran Ateş die Femen-Aktivistin Zana Ramadani, die Studentin Arife Yalnız zu Wort kommen. 

  • ZDF, Montag, 29. Februar 2016, 23.45 Uhr

Texte

Stab

Buch und RegieGüner Yasemin Balcı
KameraYoliswa von Dallwitz, Susanna Salonen, Moritz Bauer
SchnittLena Rem
Produktion Hanfgarn & Ufer Filmproduktion, Andrea Ufer, in Koproduktion mit
ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert von Nordmedia
Redaktion Burkhard Althoff (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Kathrin Brinkmann (ZDF/ARTE)
Länge86' (ZDF) / 58' (ZDF/ARTE)

Mitwirkende

Ahmad Mansour, Seyran Ateş, Zana Ramadani, Arife Yalnız

Inhalt

Vieles, was heute als Problem von muslimischen Migranten verhandelt wird, wie die Unterdrückung von Frauen, überhöhter Machismo bei Männern, Zwangsehen und Gewalt im Namen der Ehre, hat seinen Ursprung bei einem zentralen Thema der gesamten muslimischen Welt: Die Verteufelung der weiblichen Sexualität. "Wenn der Jungfrauenwahn ein Ende hätte", sagt Protagonistin Seyran Ateş, "dann wäre der Wahnsinn vorbei."

Die Journalistin und Filmemacherin Güner Yasemin Balcı geht in ihrem Film in vier sehr persönlichen Porträts der Frage nach, unter welchen Bedingungen Muslime in Deutschland Sexualität heute leben können. Balci ist als Tochter türkischer Einwanderer in Berlin-Neukölln aufgewachsen. Es hat sie schon früh beschäftigt, warum es immer wieder ihre muslimischen Nachbarn sind, die ihren Kindern das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verwehren. Und: Welchen Preis die junge Generation zahlen muss, um frei zu sein.

Biografisches zu Güner Yasemin Balcı

Güner Yasemin Balcı ist Journalistin, Schriftstellerin und Filmemacherin. Als Journalistin befasst sie sich in Berichten und Reportagen unter anderem für die Welt, die Zeit, die FAZ, Spiegel Online, Deutschlandradio Kultur, den WDR und Panorama kritisch mit der Situation von Migranten in der deutschen Gesellschaft. Bis Ende 2008 war sie beim ZDF für das Fernsehmagazin Frontal 21 als Fernsehredakteurin tätig. Alle drei Wochen erscheint von ihr eine Kolumne in der Stuttgarter Sonntagszeitung. Der Lage von Migranten in Deutschland gilt auch ihr Interesse als Schriftstellerin. Im September 2008 erschien ihr Debütroman "Arabboy – Eine Jugend in Deutschland oder das kurze Leben des Rashid A.", der auch erfolgreich fürs Theater adaptiert wurde.

Eine Adaption Balcıs zweiten Buches "ArabQueen oder der Geschmack der Freiheit" hatte im November 2010 unter dem Titel "Arabqueen oder das andere Leben" Premiere. 2012 wurde Balcı zusammen mit Nicola Graef mit dem Civis-Fernsehpreis für die Reportage "Tod einer Richterin – Auf den Spuren von Kristen Heisig" ausgezeichnet.

2014 erschien ihr Buch "Aliyahs Flucht", in dem sie die reale Fluchtgeschichte einer jungen Kurdin schildert, die sich für ein selbstbestimmtes Leben entscheidet und seither untergetaucht unter falschem Namen ein neues Leben führt. Güner Balcı hat die junge Frau dabei unterstützt und begleitet und hält bis heute den Kontakt zu ihr. "Der Jungfrauenwahn" ist ihr erster langer Dokumentarfilm.

Bildhinweis

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