Auf dem Truppenübungsplatz Sagan in Polen während der NATO-Übung Noble Jump. Foto: ZDF/Nick Golücke
Auf dem Truppenübungsplatz Sagan in Polen während der NATO-Übung Noble Jump. Foto: ZDF/Nick Golücke

Deutschlands Rolle in der NATO und der Welt

Zudem ZDFinfo-Dreiteiler "Inside NATO"

Sicherheitsstrategen in Deutschland sehen sich Widersprüchen gegenüber: einerseits Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr, andererseits eine NATO, die von Deutschland mehr Einsatz fordert. Hinzu kommt eine veränderte globale Sicherheitslage. Die Doku "Alte Bündnisse – neue Bedrohungen: Deutschlands Rolle in der NATO und der Welt" beleuchtet am Donnerstag, 1. August 2019, 22.15 Uhr im ZDF, die deutsche und internationale Verteidigungsarchitektur und Sicherheitsstrategie. Im Jubiläumsjahr der 1949 gegründeten NATO schildert zudem der ZDFinfo-Dreiteiler "Inside NATO", wie sich das Militärbündnis in den zurückliegenden 70 Jahren entwickelt hat. 

  • ZDF, Donnerstag, 1. August 2019, 22.15 Uhr
  • ZDF info, Mittwoch, 11. September 2019, 20.15 bis 22.30 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    Donnerstag, 1. August 2019, 22.15 Uhr, ZDF

    Alte Bündnisse – neue Bedrohungen
    Deutschlands Rolle in der NATO und der Welt

    Film von Nick Golüke und Michael Müller

    Kamera: Martin Kießling, Roland Holz
    Produktion: NGlow
    Redaktion: Nina Behlendorf
    Leitung der Sendung: Markus Wenniges
    Länge: ca. 45 Minuten

     

    Mittwoch, 11. September 2019, 20.15 bis 22.30 Uhr, ZDFinfo

    Inside NAT0

    20.15 Uhr: Inside NATO – Eine amerikanische Erfindung?
    Film von Sonja von Behrens

    21.00 Uhr: Inside NATO – Das große Wettrüsten
    Film von Denise Jacobs 

    21.45 Uhr: Inside NATO – Krieg und neue Feinde
    Film von Andrea Schäfer

    Produktion: ECO Media
    Redaktion: Christian Deick, Susanne Krause-Klinck, Silvia Menzel
    Länge: 3 x 45 Minuten

    Alte Bündnisse – neue Bedrohungen: Deutschlands Rolle in der NATO und der Welt

    Die Welt ist unsicherer geworden: Abrüstungsverträge werden gekündigt, bestehende Allianzen bröckeln, ein neues Wettrüsten droht. Wird Deutschland diesen Herausforderungen gerecht?

    Sicherheitsstrategen in Deutschland sehen sich großen Widersprüchen gegenüber: einerseits Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr, andererseits eine NATO, die von Deutschland mehr Einsatz fordert. Und über allem eine veränderte globale Sicherheitslage.

    Die Dokumentation von Michael Müller und Nick Golüke analysiert die deutsche und internationale Verteidigungsarchitektur und Sicherheitsstrategie – ausgehend vom deutschen Status quo: Wie ist die Bundeswehr aktuell aufgestellt? Wie passt sie sich den neuen, weltweiten Herausforderungen an? Spart sich die Bundeswehr sicherheitspolitisch zu Tode? Was erwartet die NATO von Deutschland? Wie lassen sich nationale Strategien und NATO-Strategie zusammenbringen?

    "Wir erwarten, dass die Bundeswehr mehr in die Verteidigung investiert", gibt NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg unmissverständlich die Erwartungen vor. Dem entgegnet der außenpolitische Sprecher der SPD, Rolf Mützenich: "Ein Bündnis, das sich nur über die russische Bedrohung legitimiert, hat keine Zukunft."

    In den Augen der USA sind es die Deutschen, die leichtfertig die Zukunft einer Allianz aufs Spiel setzen. Auf drei Gipfeln in Folge hat die Bundesregierung seit 2014 den Verbündeten zugesagt, die Verteidigungsausgaben in Richtung der versprochenen zwei Prozent zu erhöhen. Die Bundesregierung aber rechnet im laufenden Jahr mit 1,35 Prozent vom Bruttoinlandprodukt.

    "Deutschlands Weigerung, seine Zusage zu erfüllen, wird langfristige Folgen für die Fähigkeiten und die Solidarität in der NATO haben", warnt Julianne Smith, ehemalige Sicherheitsberaterin von Obamas Vizepräsidenten Joe Biden. Man "solle nicht glauben, es sei unmöglich, dass die USA unter Trump die NATO verlassen".

    Die Autoren begleiten die Very High Readiness Joint Task Force, die schnelle Eingreiftruppe der NATO, und sind bei einer NATO-Übung der deutschen, niederländischen und norwegischen Brigaden in Polen vor Ort. Russland nennt hier niemand beim Namen. Aber allen ist klar, was hier trainiert wird. Denn Russland hat im Kaliningrader Gebiet weiter aufgerüstet: Dort stehen Raketen vom Typ Iskander, die mit Atomsprengköpfen besetzt werden können. Und nur wenige Kilometer entfernt trainiert die Bundeswehr mit litauischen Einheiten, wie sich der baltische Staat gegen eine Invasion aus dem Osten wehren kann.

    Neben Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kommen NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, die Außenminister Litauens und Lettlands, Linas Antanas Linkevicius und Edgars Rinkevics, sowie Sicherheits- und Rüstungsexperten aus dem In- und Ausland zu Wort.

    Inside NATO

    Am 4. April 1949 – knapp vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges – wurde die NATO gegründet. NATO steht für "North Atlantic Treaty Organization". Die Gründungsstaaten der NATO waren die USA und Kanada sowie die westeuropäischen Länder Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen und Portugal. Am 4. April 1949 unterzeichneten diese Staaten den Nordatlantik-Vertrag zur gegenseitigen Verteidigung. Die Bundesrepublik trat erst später – im Jahr 1955 – der NATO bei.

    Folge 1: Inside NATO – Eine amerikanische Erfindung?

    Die NATO ist das mächtigste Militärbündnis der Welt. Anfangs ein Bündnis auf Zeit dauert es bis heute an. Ihr Ziel: die Sicherheit ihrer 29 Mitgliedsstaaten und weltweite Stabilität. Wie oft die NATO selbst von Krisen und Konflikten erschüttert wurde, gehört zu den sorgsam gehüteten Geheimnissen des Bündnisses. Der Film lüftet einige Geheimnisse – etwa, die heimliche Partisanenarmee oder wie es zwischen zwei Bündnispartnern fast zum Krieg kam.

    Folge 2: Inside NATO – Das große Wettrüsten

    In der Kubakrise rückte ein Atomkrieg zwischen USA und UdSSR in greifbare Nähe. Danach wuchs die Neigung, Verträge zu schließen, um die Gefahr einer Konfrontation zu bannen. Ende der 1970er Jahre war die Entspannungspolitik wieder vom Tisch. 1979 marschierten die Sowjets in Afghanistan ein und im Weißen Haus regierte ab 1981 ein "Kalter Krieger": Ronald Reagan startete Geheimoperationen gegen das von ihm so genannte "Reich des Bösen".

    Folge 3: Inside NATO – Krieg und neue Feinde

    Nach der Jahrtausendwende wurde intensiv über Aufgaben und Rolle der NATO debattiert. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 leiteten neue Zeiten ein. Kurz nach den Anschlägen geschah Epochales: Zum ersten Mal in der NATO-Geschichte setzte Generalsekretär Lord Robertson Artikel 5 in Kraft: Im sogenannten Bündnisfall können die USA auf die Unterstützung aller NATO-Staaten zählen. Wenige Monate nach dem 11. September 2001 begann Operation "Enduring Freedom" in Afghanistan.

    Infos zum Sendeplatz der Doku am Donnerstag um 22.15 Uhr im ZDF

    Mit der Ausgabe am Donnerstag, 4. Juli 2019, 22.15 Uhr, ist "maybrit illner" in die diesjährige Sommerpause gegangen – der ZDF-Polittalk kehrt am Donnerstag, 22. August 2019, 22.15 Uhr, ins ZDF-Programm zurück. In der Sommerpause von "maybrit illner" ist an den drei weiteren Juli-Donnerstagen die dreiteilige Doku-Reihe "Seen-Sucht" zu sehen. Am Donnerstag, 1. August 2019, 22.15 Uhr, folgt auf dem "maybrit illner"-Sendeplatz die Dokumentation "Alte Bündnisse – neue Bedrohungen: Deutschlands Rolle in der NATO und der Welt". Am Donnerstag, 8. August 2019, 22.15 Uhr, steht die zweite Folge der "Deutschland-Bilanz: Ein Land, zwei Seelen", und am Donnerstag, 15. August 2019, 22.15 Uhr, "Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Vögel" auf dem ZDF-Programm.

    Infos zu ZDFinfo

    Die Wissensvermittlung ist der Markenkern von ZDFinfo – mit langen Dokumentationsstrecken aus den Bereichen Zeitgeschichte, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Wissens-Dokus im "Fernsehen zum Mitreden" sind gefragt: Im Juni 2019 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,5 Prozent bei den Zuschauern gesamt und 1,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

    Im gesamten Jahr 2018 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,4 Prozent bei Zuschauer gesamt und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen.

    Zur Entwicklung der Marktanteile:

    ZDFinfo erreichte 2017 bei den Zuschauern gesamt einen Marktanteil von 1,2 Prozent – und steigerte seinen Marktanteil in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 1,3 Prozent. 2016 hatte der Digitalsender gegenüber 2015 um 0,2 Prozent zugelegt. Der Sender erreichte sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent. Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

    Fotohinweis

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/altebuendnisse

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