Copyright: ZDF / Filip Zumbrunn
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Die Känguru-Chroniken

Free-TV-Premiere

Wie reagiert man, wenn plötzlich ein Känguru ungefragt bei einem einzieht? Kleinkünstler Marc-Uwe gibt resigniert nach und versucht, sich auf den energiegeladenen Mitbewohner einzulassen. Doch nicht nur das Känguru bringt Trubel in sein Leben. Der Immobilienhai Jörg Dwigs möchte ausgerechnet in Marc-Uwes Kiez mitten in Kreuzberg ein gigantisches Monument errichten – und dafür das halbe Viertel abreißen. Das wollen sich Marc-Uwe und das Känguru nicht gefallen lassen. Mithilfe der cleveren Nachbarin Maria, dem türkischen Kioskbesitzer Friedrich Wilhelm und anderen Kiezbewohnern führen sie einen Kleinkrieg gegen Dwigs Schergen. 

  • ZDF, Samstag, 25. Dezember 2021, 17.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, 18. Dezember 2021 bis 18. März 2022

Texte

Statement der ZDF-Redaktion

Als große Fans der Känguru-Hörbücher von Marc-Uwe Kling war es uns als ZDF-Redaktion eine besondere Freude, das Känguru und seine Abenteuer auf die große Kinoleinwand zu bringen. Doch dann kam Corona und nach einem fulminanten Start für die Verfilmung des Bestsellers wurden die Kinos geschlossen.

Umso mehr freut es uns, dass "Die Känguru Chroniken" nun Teil unserer Weihnachts-Highlights sind. Wir hoffen, dass die Familien, die Fans und solche, die es noch werden wollen, viel Spaß und gute Unterhaltung mit unserem humorvollen Ensemble haben! Darauf eine Schnapspraline – oder auch gerne zwei oder drei.

Caroline von Senden, Redaktionsleiterin Fernsehspiel I

Alexandra Staib, Redaktion Fernsehspiel I

Stab und Besetzung

Buch   Marc-Uwe Kling, nach den Romanen und Hörbuch-Beststellern von Marc-Uwe Kling
RegieDani Levy
BildgestaltungFilip Zumbrunn
MusikNiki Reiser
TonJohannes Hampel
SzenenbildTim Pannen
KostümbildLucie Bates
CastingSimone Bär
MaskenbildWaldemar Pokromski
SchnittToni Froschhammer
ProduktionX Filme Creative Pool GmbH in Koproduktion mit ZDF, Trixter und Arri Media Productions, gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), Mitteldeutsche Medienförderung (MDM), Filmförderungsanstalt (FFA), Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), FilmFernsehFonds Bayern (FFF), Deutscher Filmförderfonds (DFFF) und Creative Europe MEDIA Programm der Europäischen Union
ProduzentenStefan Arndt, Uwe Schott (X Filme)
KoproduzentChristian Sommer (Trixter)
Ausführender ProduzentMarcus Loges
Creative ProducerMarc-Uwe Kling
Executive ProducerChristian Sommer, Antonio Exacoustos, Joseph M’Barek
Junior ProducerGenia Krassnig, Jorgo Narjes
ProduktionsleitungKathrin Krückeberg
RedaktionCaroline von Senden, Alexandra Staib, Irene Wellershoff
Länge

 89 Minuten


Die Rollen und ihre Darsteller*innen
ErzählerMarc-Uwe Kling
Känguru Känguru
Marc-Uwe Dimitrij Schaad
Maria Rosalie Thomass
Friedrich-WilhelmAdnan Maral
Otto  Tim Seyfi
Herta  Carmen-Maja Antoni
Jeanette Bettina Lamprecht
Jörg Dwigs  Henry Hübchen
JesusOskar Strohecker
Standcoach Känguru Volker Zack
Therapeut  Paulus Manker
und andere

Inhalt

Wie reagiert man, wenn plötzlich ein Känguru ungefragt bei einem einzieht? Kleinkünstler Marc-Uwe gibt resigniert nach und versucht sich auf den energiegeladenen Mitbewohner einzulassen. Doch nicht nur das Känguru bringt Trubel in sein Leben. Der Immobilienhai Jörg Dwigs möchte ausgerechnet in Marc-Uwes Kiez mitten in Kreuzberg ein gigantisches Monument errichten – und dafür das halbe Viertel abreißen. Das wollen sich Marc-Uwe und das Känguru nicht gefallen lassen. Mithilfe der cleveren Nachbarin Maria, dem türkischen Kioskbesitzer Friedrich Wilhelm und anderen Kiezbewohnern führen sie einen Kleinkrieg gegen Dwigs Schergen. Der reiche Geschäftsmann, der zugleich Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei AZD ist, kämpft mit unfairen Mitteln. Doch der Kleinkünstler und das Känguru haben nicht nur äußerst kreative Einfälle, sondern sind auch noch im Besitz von Dwigs glücksbringender Hasenpfote.

Nachdem das kommunistische Känguru jahrelang die Fans satirisch-schrägen Humors in (Hör-)Büchern beglücken konnte, hüpft es nun endlich auch live und in Farbe über die Bildschirme. Marc-Uwe Kling, der Autor der Erfolgsbücher, war federführend an der Entwicklung des Filmes beteiligt und hat natürlich seinen "Witzig-Stempel" auf das Drehbuch gepresst.

Das Känguru zur TV-Ausstrahlung

Liebe Genossinnen, Genossen und Genießende,

meine Güte!

Dieses ganze Tamtam, nur weil ich mal in einem Kinofilm mitgespielt habe. Als ob ein sprechendes Känguru so etwas Besonderes wäre. Und jetzt sogar ein Feiertag, nur weil der Film im Fernsehen läuft. Oder nee, der ist wegen Jesus. Aber voll der gute Sendeplatz. Weihnachten. Da hätte man doch auch noch mal "Der kleine Lord" wiederholen können. Und bestimmt hat auch die AZD wieder etwas Dummes getwittert, über das man berichten könnte. Vielleicht haben sie ja rausgefunden, dass Jesus kein Deutscher war. Nun ja. Wenn ich es mir recht überlege, dann ist es doch besser, meinen Streifen auszustrahlen. Im Film geht es übrigens um mich. Und auch um den unterambitionierten Kleinkünstler, mit dem ich zusammenwohne. Ich hätte ihn gerne aus dem Film rausgehalten, was aber schwierig war, weil er das Drehbuch geschrieben hat. Aber das nur am Rande.

In diesem Sinne. Schaut rein.

Das Känguru

Vier Fragen an Regisseur Dani Levy

Wie kamen Sie zu "Die Känguru-Chroniken"?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von den "Känguru-Chroniken" nichts gehört hatte, bis sie etwa 2015 via Hörbuch-CDs meiner Kinder in mein Leben schwappten. Und zwar massiv. Was meine damals neun- und 16-jährigen Kinder von den vielen Themen verstanden, war mir ein Rätsel, aber sie hörten mit Begeisterung zu. Und wie könnte man Kinder und Jugendliche besser für politische und gesellschaftliche Themen begeistern? "Die Känguru-Chroniken" werden von einem Millionenpublikum gelesen und gehört, der Film sollte auf jeden Fall kommerziell werden und die Fans nicht enttäuschen (und am allerwenigsten meine kritischen Kinder…).

Wie sind Sie bei der Umsetzung der Buchvorlage vorgegangen?

Für uns alle war die Aufgabe ein Fest. Technisch, inhaltlich und filmisch. In der engen Zusammenarbeit mit Marc-Uwe Kling wurde schnell klar, dass wir keinen hochglänzenden, niedlichen Animationsfilm drehen, sondern versuchen wollten, die eigenwillige und raue Vorlage entsprechend kantig auf die Leinwand zu bringen. Da wir beide Comic-Verfilmungen lieben, haben wir eine ironisch durchsetzte "Kampf-gegen-Bösewicht-Geschichte" entwickelt. Aber was wären "Die Känguru-Chroniken" ohne ihre ironischen und versponnenen Meta-Witze? Die Zitate und Verweise auf alle möglichen Kultfilme und Musiken wollten wir auf jeden Fall in den Film mitnehmen.

Wie kam das Känguru auf die Leinwand?

Das größte Abenteuer war die Erschaffung der Hauptfigur. An der Seite von Trixter, die nicht zuletzt auch "Rocket" für "Guardians of the Galaxy" erschaffen hatten, betrat ich ein für mich völlig neues Territorium. Das Känguru konnte von einem Schauspieler, dem Komödianten Volker Zack, in einem Motion Capture Suit gespielt werden. Dadurch hatten die anderen Schauspieler einen echten Spielpartner und damit die Chance, emotional spontan und impulsiv zu agieren. Das Resultat ist für mich ein Wunder.

Was begeistert Sie an dem Film?

Die entscheidende Motivation für dieses besondere Projekt war meine Begeisterung, für ein breites Publikum einen politischen Film zu machen. Unterhaltungskino mit Substanz und Subversion. Auch wenn die politischen Vorgänge weder neu noch profund sind, so setzen "Die Känguru-Chroniken" doch einen klaren Kontrapunkt in der Landschaft der Mainstreamfilme, als ein ungehobelter, unerzogener Film gegen Nazis, Rechtspopulisten und die Zerstörung der Städte.

Kurzinterview mit Visual Effects Supervisor Jan Stoltz

Für "Die Känguru-Chroniken" wurden Sie im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Filmpreis in der Kategorie "Beste visuelle Effekte und Animation" ausgezeichnet. Wie erweckt man ein kommunistisches Känguru zum Leben – und wie schafft man es, dass daraus ein echter Charakter wird?

Die Grundvoraussetzung für die Geburt des Kängurus war zum ersten die Auswahl der richtigen Zutaten. Wir hatten mit der Entscheidung, die Hauptbewegungen von einem echten Schauspieler – Volker Zack – am Set spielen zu lassen, eine perfekte Basis gefunden. In der Nachbearbeitung wurde das dann von dem fantastischen Animationsteam bearbeitet und veredelt. Gerade dem Kängurugesicht wurde eine ganz individuelle und von Hand animierte Mimik verpasst, die zu Marc-Uwe Klings Stimme passte. Das Aussehen des Kängurus wurde lange davor in einer umfangreichen, konzeptionellen Phase festgelegt. Das ergab dann den besonderen Mix aus niedlichem Känguru und kommunistischen Kriegsveteranen.

Volker Zack hat das Känguru am Set gespielt. Gab es ein besonderes Briefing für ihn?

Die genauen Briefings für Volker kamen natürlich von Marc-Uwe und Regisseur Dani Levy. Allerdings haben wir dafür gesorgt, dass Volker immer in einem Kostüm mit einem künstlichen Känguruschwanz und extra langen Kängurufüssen spielen musste, um ihn auch körperlich in die Physiognomie des Beuteltiers zu zwingen. Das hat sicher zur besonderen Umsetzung dieser Rolle beigetragen.

Was war die größte Herausforderung bei der Arbeit an diesem Film?

Für mich eindeutig, das Versprechen zu geben, einen komplett digitalen Hauptdarsteller zu erschaffen, der über 90 Minuten trotz alledem ein handfestes und emotionales Gegenüber für die restlichen Schauspieler ist und später auch vom Publikum nicht als visueller Computereffekt, sondern als real existierende Figur wahrgenommen wird.

Und was der schönste Moment?

Als sich Marc-Uwe Kling und Dani Levy bei einer Animationspräsentation das erste Mal über das animierte Känguru herzhaft schlapp gelacht haben. Da wussten wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 

 

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