Copyright: ZDF / Alfons Kowatsch
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Die Seelen im Feuer

Historischer Fernsehfilm nach dem Roman von Sabine Weigand

In der Zeit der Hexenverfolgung im Bamberg des 17. Jahrhunderts spielen Mark Waschke und Silke Bodenbender einen fortschrittlich gesinnten Arzt und eine Apothekertochter, die sich in einem Strudel von Denunziation, Verhaftung und Hinrichtung wiederfinden. Urs Egger inszenierte den historischen Fernsehfilm (Drehbuch: Annette Hess, Stefan Kolditz) nach wahren Begebenheiten basierend auf dem gleichnamigen Roman von Sabine Weigand.

Dieses wenig aufgearbeitete Kapitel der deutschen Geschichte vertieft der Film "Hexenwahn – Die Dokumentation" von Ricarda Schlosshan und Heike Schmidt, der im Anschluss zu sehen ist.

  • ZDF, Montag, 2. März 2015, 20.15 Uhr

    Texte

    Das Lebensgefühl der Zeit einfangen

    "Die Seelen im Feuer" beschreiben – auf der Basis historischer Fakten – den Höhe- und Wendepunkt der Hexenverfolgungen in Bamberg 1626 – 1631. Es geht dabei um erstaunlich aktuelle Themen: um Recht und Gerechtigkeit, Macht und Machtmissbrauch und um Zivilcourage.

    Wie konnte es zu dieser grausamen Massenbewegung kommen? Wie haben die Menschen damals gedacht und empfunden? Ro­manautorin wie Filmteam versuchten – soweit es für uns moderne Menschen heute möglich ist –, etwas von dem Lebensgefühl der damaligen Zeit einzufangen und die Figuren als Menschen ihrer Zeit zu zeigen.

    Verschiedenste Faktoren bereiteten den Nährboden für diese be­sonders heftige Welle der Verfolgung. Der Umbruch vom Mittel­alter zur Neuzeit verunsicherte die Menschen. Während überall neue wissenschaftliche Erkenntnisse helfen, die Welt zu erklären, wirkt in den noch tief mittelalterlich geprägten deutschen katholi­schen Fürstbistümern das "neuzeitliche" Denken wie Ketzerei. Durch die Gegenreformation widerstreiten Katholizismus und Protestantismus. Der Dreißigjährige Krieg schafft entweder ge­rade vor Ort Verwüstung oder ist als Drohung gegenwärtig. Und die "Kleine Eiszeit" sorgt mit ihrer jahrelangen Kaltwetterperiode für Hunger und Krankheit.

    Die größtenteils stark gläubige Bevölkerung, ob gebildet oder nicht, sucht die Erklärung für das Leid des Lebens bei Gott und dem Teufel. Der Teufel, so die Vorstellung, fährt in die Hexen – vor allem in das schwache weibliche Geschlecht – und diese zau­bern unter anderem Kriege, schlechtes Wetter, Hunger und Seu­chen, Tot- oder Missgeburten. Die Folter, juristisch festgelegt in der genau einzuhaltenden Reihenfolge, galt als probates Mittel, Hexen zu identifizieren. Was wir als Aberglaube bezeichnen, war für die Menschen dieser Zeit Gewissheit.

    Fürstbischof von Dornheim, der weltliche wie kirchliche Macht auf sich vereinte, und sein intriganter Weihbischof Friedrich Förner, ein Eiferer der Gegenreformation, nutzen die Situation am Ende weidlich auch für die eigenen Zwecke. Diese Exzesse der Machthaber ließen die gebildeten Räte allmählich zweifeln und den Kaiser um Gerechtigkeit bitten. Damit wurde in Bamberg der Anfang vom Ende des Hexenwahns eingeläutet. In Deutschland wird die letzte Hexe 1775 hingerichtet.

    Die Historikerin Sabine Weigand kann für ihren Roman auf zahl­reiche Zeugnisse zurückgreifen: Folterprotokolle, Geständnisse, Briefe an die Hinterbliebenen, unter anderem aus den Archiven der Staatsbibliothek Bamberg. Weigand wie die Drehbuchautoren Hess und Kolditz mischten sorgfältig Fakten und Fiktion.

    Die beiden Hauptfiguren sind fiktiv. Cornelius steht für den gebil­deten und bereisten Menschen neuzeitlicher Prägung. Johanna hat Zugang zu Bildung. Trotzdem glaubt sie, wie damals üblich, an Gott, den Teufel und die Hexen. Ob sie selbst eine Hexe ist oder nicht, daran würde diese Figur, wäre sie echt, wahrschein­lich bis an ihr Lebensende zweifeln. Authentisch verbürgt sind hingegen Hansi Moorhaupt, dessen pubertäre Phantasien tat­sächlich die letzte große Welle der Verfolgungen ausgelöst hatten, Fürstbischof Dornheim und Weihbischof Förner in den geschilderten Haltungen, Pater Kircher, der Schreiber Hans Schramm, die Hexenkommissare Herrenberger und Schwarzcontz, teilweise mit den authentischen Dialogen und Bürgermeister Junius mit seinem berühmten Brief an seine Tochter, in dem er erkennt, dass man unter der Folter bereit ist, alles zu sagen, "nur damit sie aufhöre". Historisch waren es betroffene Bürgerfamilien, die vor dem kaiserlichen Reichshofrat in Wien vorsprachen. Und der Kaiser erließ tatsächlich ein Mandat, nicht, weil er nicht mehr an Hexen glaubte, sondern weil juristische Verfahrensfehler nicht sein durften.

    Regie, Team und Darsteller geben dem Lebensgefühl der Zeit Gesicht und Statur. Dass die Szenen sich zum Teil so oder so ähnlich zugetragen hatten, sorgte dafür, dass sie sich in besonderer Weise verantwortlich fühlten.

    Auch die im Anschluss an unseren Film gezeigte Dokumentation unterscheidet Fakt und Fiktion. Das dunkle Kapitel deutscher Geschichte ist noch wenig aufgearbeitet und so halten sich hartnäckig bestimmte Fehlinformationen. Entgegen der allgemeinen Vorstellung hatten die Hexenverfolgungen ihren Höhepunkt nicht im "finsteren" Mittelalter, sondern zu Beginn der Neuzeit; es waren zehntausende Opfer statt Millionen; die Zahlen sprechen nicht dafür, dass hauptsächlich Hebammen und kräuterkundige Frauen verurteilt wurden und es gab Zeiten, in denen die Kirche Hexen für einen Aberglauben hielten.

    Zeitlos gültig bleiben die menschlichen Fragen nach Recht und Gerechtigkeit, Macht, Machtmissbrauch und Zivilcourage.

    Karina Ulitzsch
    HR Fernsehfilm / Serie I – Fernsehspiel II

    Stab, Besetzung, Inhalt

    Buch

          Annette Hess, Stefan Kolditz, nach dem Roman von Sabine Weigand
    Regie              Urs Egger
    Kamera         Holly Fink
    Musik             Marius Ruhland
    Schnitt           Britta Nahler
    Szenenbild      Petra Heim
    Kostüm         Birgit Hutter
    Maske         Monika Fischer-Vorauer, Andreas Meixner
    Ton            Thomas Szabolcs
    Herstellungsleitung          Sebastian Rybing
    Produktionsleitung           Winfried Demuss
    Produzenten      Arno Ortmair, Monika Raebel
    Redaktion          Karina Ulitzsch
    Länge          ca. 110 Min.

     

    Eine Produktion der Film-Line Production, München und Ecylpse Filmpartner, Wien, in Koproduktion mit dem ZDF.                      

     

    Die Rollen und ihre Darsteller

    Cornelius Weinmann        Mark Waschke
    Johanna Wolff          Silke Bodenbender
    Fürstbischof Fuchs von Dornheim        Paulus Manker
    Weihbischof Förner         Alexander Held
    Hans Schramm           Maximilian von Pufendorf
    Hexenkommissar Herrenberger           Axel Milberg
    Abdias Wolff           Rainer Bock
    Bürgermeister Junius         Richy Müller
    Pater Kircher    Michael A. Grimm    
    Schwartzcontz    Markus Schleinzer       
    Kaiser FerdinandMax Tidof        
    Hansi Moorhaupt Nino Böhlau       
    Antoni Wolff  Philipp Franck
    Mariele Reuß   Emilia Pieske      
    und andere

           

    Bamberg, um 1630. Der Arzt Cornelius Weinmann unterbricht seine medizinischen Studien im fortschrittlichen Wien und reist in seine Heimatstadt Bamberg, um seinen sterbenden Vater zu sehen. Er trifft dort auch auf seine Jugendliebe Johanna Flock, die mit kundigem Engagement die Apotheke ihres Vaters führt, obwohl Frauen diese Amtsausübung bei Strafe untersagt ist. Cornelius ist erneut fasziniert von der klugen und eigenwilligen Frau. Als sein Vater stirbt, steht jedoch sein Entschluss fest. Er will sofort nach Wien zurückkehren. Die Rückständigkeit Bambergs ist ihm zuwider.

    Der Fürstbischof Fuchs von Dornheim hatte allerdings Cornelius‘ moderne medizinische Methoden schätzen gelernt. Es war Cornelius, der des Fürstbischofs Schmerzen als Blasenstein diagnostizierte und  den Stein erfolgreich entfernte. Dornheim zwingt den fähigen Arzt in seine Dienste. Denn in Bamberg geht die Angst um. Es zeigen sich mehrere Fälle von Hexerei und eine gewissenhafte Untersuchung der Inhaftierten auf Hexenmale ist wichtig, um das Übel möglichst gleich auszurotten. Ausgerechnet der fortschrittlich gesinnte Cornelius soll nun zusammen mit den Hexenkommissaren die Untersuchungen vornehmen.

    Es kommt, wie es kommen muss. Johanna wird durch eine unbedachte Äußerung des kleinen Nachbarmädchens als Verdächtige inhaftiert und der Folter unterzogen. Und Cornelius macht sich mit seiner modernen Haltung und den neuen medizinischen Erkenntnissen Feinde unter den mächtigen Hexenkommissaren. So manches Hexenmal identifiziert er als gängige Warze oder Sommersprosse und überzieht die eifrigen Kommissäre mit wütendem Spott wegen ihrer Rückständigkeit.

    Fuchs von Dornheim, der die Hexenverfolgung als reinen Kampf gegen das Werk des Teufels begann, nutzt inzwischen unter dem Einfluss seines intriganten Weihbischofs Förner die Hexenverfolgung zunehmend für eigene Zwecke: er entledigt sich seiner politischen Gegner, vor allem der selbstbewussten Bamberger Stadträte. Sie werden als Hexer denunziert und nach deren Verbrennung lässt er – rechtswidrig – das Erbe der Hingerichteten in die fürstbischöfliche Kasse fließen. Weihbischof Förner füllt mit seinen angsttreibenden Predigten seine Kirchen wieder bis auf den letzten Platz. Es ist eine Frage der Zeit bis auch Cornelius, der sich mit den Stadträten schließlich verbündet hat, in den Bannkreis der Hexenverfolgung gerät. Und so sehr sich auch, vor allem in den gebildeten Kreisen, zögerlich aber stetig eine Skepsis und Gegenwehr formiert – so hat doch kaum jemand, der einmal in die Mühlen der Verfolgung hineingeraten ist, eine Chance zu entkommen.

    "Die Menschen waren überzeugt, dass Hexen existierten"

    Produzentennotiz von Arno Ortmair und Monika Raebel

    Als wir begannen, uns mit dem unglaublichen Thema der Hexenverfolgungen in Deutschland zu befassen, mussten wir überrascht feststellen, dass nahezu keine Verfilmungen hierzu existierten. Dieses hochdramatische und dunkle Kapitel der deutsch-europäischen Geschichte ist sowohl filmisch als auch literarisch bisher kaum aufgearbeitet. Im Zuge unserer Recherchen stießen wir auf den Roman von Sabine Weigand und erkannten, dass wir eine perfekte Filmvorlage gefunden hatten. Die Geschichte war authentisch, brillant recherchiert und sie beschreibt den historischen Höhe- und Wendepunkt. Wenn man sich mit den unmenschlichen, an Perversion kaum zu überbietenden Hexenprozessen befasst, empfindet man Ungläubigkeit, Mitleid, Empörung und Wut. Diese Emotionen wollten wir auf den Zuschauer übertragen.

    Zugleich wollten wir ihn auf eine faszinierende, spannende Reise schicken, in der die anbrechende Aufklärung Hoffnung und Veränderung bringt. Deshalb wurde ein fortschrittlicher Arzt und Forscher als Hauptfigur gewählt, der die angehende Neuzeit verkörpert und durch dessen Augen wir mit derselben Ungläubigkeit den Rückfall ins Mittelalter erleben. Eine große Herausforderung bestand darin, sich in die Köpfe der Menschen und die damalige Zeit zu versetzen. Die Menschen waren überzeugt, dass Hexen existierten. Niemand, auch nicht die Gegner der Hexenverfolgungen, wäre ernsthaft auf die Idee gekommen, zu bestreiten, dass es Hexen gab, die durch Zauberei der Menschheit Schaden zufügten. Wenn Menschen brannten, sahen die Zuschauer nicht den Menschen brennen, sondern den Teufel, der in ihm steckte und der sich bis zuletzt zur Wehr setzte. Unser Bestreben war es, über alle Empörung hinweg, ansatzweise eine Nachvollziehbarkeit der Denkweise und der Weltanschauung der Menschen zu jener Zeit zu erreichen. Der Hexenwahn des 17. Jahrhunderts nährte sich von der Suche der Menschen nach Schuldigen für die Missernten und alles unerklärliche Leid, das ihnen widerfuhr. Hierin offenbart sich ein Grundbedürfnis des Menschen, insbesondere in Krisenzeiten, andere für Unglück und Leid verantwortlich zu machen. Auch wenn die Auswüchse der Hexenverfolgungen in dieser Form heute nicht mehr denkbar erscheinen, so ist das System der Schuldzuweisung und Stigmatisierung Einzelner oder Randgruppen noch heute so virulent wie damals. Insofern hat der Hexenwahn der Vergangenheit auch Heute für uns Relevanz und Aktualität.

    "Es war eine Herausforderung, diesen schrecklichen Zeugnissen in der Darstellung gerecht zu werden"

    Statement von Regisseur Urs Egger

    Ein Stoff des 17. Jahrhunderts mit traurig klaren Bezügen zum 20. Jahrhundert – und zur Gegenwart! Wir haben bei der filmischen Umsetzung versucht, so authentisch wie möglich zu erzählen. Dabei hat geholfen, dass die Bamberger Hexenprozesse der Jahre 1612-1632 recht gut dokumentiert sind. In der Romanvorlage der Historikerin Sabine Weigand sind viele der handelnden Figuren historisch, das heißt an Menschen angelehnt, die die Verfolgungen selbst erlitten oder diese auf der anderen Seite gelenkt haben. So ist der berührende Brief des im Bamberger Malefizhaus eingekerkerten und auf dem Scheiterhaufen verbrannten Bürgermeisters Junius erhalten geblieben, wie auch viele originale Protokolle von Verhören und Folterungen, die durch die Hexenkommissare Herrenberger und Schwarzcontz durchgeführt wurden. In diesen Protokollen werden die Perfidie und perverse Grausamkeit der Hexenverfolgungen deutlich, die vom regierenden Fürstbischof Fuchs von Dornheim und seinem "Spin Doctor", dem Weihbischof Förner, veranlasst und durchgesetzt wurden. Diesen schrecklichen Zeugnissen in der Darstellung gerecht zu werden, war eine Herausforderung. Ein Anliegen war überdies, zu zeigen wie die katholische Kirche die Hexenprozesse im Kampf gegen das aufkommende Bürgertum und für die Gegenreformation politisch instrumentalisiert hat.

    In der Inszenierung war mir wichtig, die Gottesfürchtigkeit der Menschen und ihren weitverbreiteten Glauben an Magie und Hexerei ernst zu nehmen und erfahrbar zu machen – sogar der Hexenbrenner Dornheim ist ja immer wieder in magischem Denken gefangen (während sein Einflüsterer Förner ein Fanatiker ohne jeden Selbstzweifel bleibt). Gegen Hexenglauben und Magie stellt der Film die (fiktive) Hauptfigur Cornelius, in Wien lehrender Arzt, ein der Aufklärung und Ratio verpflichteter Forscher. Ihm kommt die Aufgabe zu, uns in die noch tief im Mittelalter verhaftete Welt des Bistums Bamberg zu begleiten, eine Welt geprägt von unmenschlicher Willkür. Cornelius blickt quasi mit unseren heutigen Augen auf diese Zeit und nimmt den Kampf gegen das Unrecht auf.

    Ich bin sehr glücklich über die Arbeit mit all den guten Schauspielern, die dem Film und damit den schrecklichen Ereignissen, die er erzählt, Glaubhaftigkeit verleihen. Mein Dank gilt also insbesondere Mark Waschke, Silke Bodenbender, Richy Müller, Rainer Bock, Axel Milberg, Alexander Held, Paulus Manker und Max von Pufendorf, um nur einige zu nennen.

    "Die Fragen des Films, so historisch verortet sie auch sind, reichen bis in die Gegenwart"

    Weitere Statements des Produktion-Teams

    Annette Hess (Drehbuch)

    Normalerweise kann ich historischen Romanen nichts abgewinnen: Heutige Charaktere agieren in einer pittoresken Phantasiekulisse von Vergangenheit. Bei Sabine Weigands Roman liegen die Verhältnisse ganz anders. Sie ist Historikerin und hat aufgrund einer einzigartigen Dokumentenlage zur Bamberger Hexenverfolgung einen Roman geschrieben, der tatsächlich Einsicht in eine Zeit vor 400 Jahren, in das Denken und Fühlen der Menschen der frühen Neuzeit bietet.

    Es war eine große Herausforderung, den üppigen, detail- und figurenreichen, 500 Seiten langen Roman zu verdichten und in eine filmgerechte Dramaturgie zu bringen, ohne die belegte Historie zu verfälschen oder die angelegten Figuren zu sehr zu verändern. Es ging mir vor allem darum, den Zuschauer an die historischen Charaktere zu binden, obwohl sie im wahrsten Sinne des Wortes überkommene Moralvorstellungen und Werte besitzen. Sie glauben ergeben an Gott und den Teufel, empfinden sich als fremdbestimmt durch die Obrigkeit und unsichtbare Mächte. Doch leben sie auch in einer Zeit des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit. Die beiden Hauptfiguren Cornelius und Johanna stehen exemplarisch für die Entwicklung vom unfreien, abhängigen Diener zu einem aufgeklärten Individuum, dem modernen Menschen, der für seine Lebenswelt selbst verantwortlich ist.

    Für die Gestaltung historischer Figuren versuche ich mich bestmöglich in die Atmosphäre und Mentalität der Zeit einzufühlen. Was war im Jahr 1630 der Menschen größte Hoffnung und größte Furcht? Wie sah der Alltag der Bamberger aus? Was unterschied die klerikale Oberschicht, die Bürger und die sogenannten ‚Unfreien’ voneinander? Ich habe Musik der Zeit gehört, zum Beispiel Choräle, die in diesen Jahren komponiert wurden, außerdem unzählige Tafelbilder des Barock angesehen. Die eindrucksvollste Erfahrung aber war, als ich im Bamberger Staatsarchiv die Originaldokumente der Hexenverfolgung einsehen durfte. Mit den vorgeschriebenen Glace-Handschuhen berührte ich die Briefe, die verzweifelten Appelle der Angehörigen an den Fürstbischof um Begnadigung für ihre Verwandten, den Junius-Brief aus dem Malefizhaus, der im Film original zitiert wird, die Verhörprotokolle, sorgfältig mit Datum und Uhrzeit versehen – und mit dem Vermerk, welches Folterinstrument angewandt wurde. Die meisten Schriftstücke  sind in einem überraschend guten Zustand, als wäre die Tinte nicht 400 sondern erst ein paar Jahre alt. Trotz der alten Schriftform konnte ich bald erste Worte wie "Daumenstock", "Beinschraube", "Bock", "Teufel" und "Drud" identifizieren. Diese Papiere in der Hand zu halten, war eine unbestechliche, direkte Berührung mit der Vergangenheit. Auffallend und zusätzlich erschreckend dabei: die entseelte Bürokratie. Auch damals schon haben die Deutschen ihr Morden strikt reglementiert und akkurat dokumentiert.

    Der zeitlose Aspekt hat mich bei diesem Projekt dann auch am meisten fasziniert. Die Hexenverfolgung ist kein historisch begrenztes Phänomen. Zu allen Zeiten werden in Gemeinschaften vermeintlich bedrohliche, tatsächlich aber unterlegene Gruppen zum Feindbild erklärt. Sie werden solange zu verschworenen Unheilsbringern, die die Weltherrschaft übernehmen wollen, erklärt, bis die Mehrheit der Bevölkerung daran glaubt. Und dann kann mit der einvernehmlichen Vernichtung begonnen werden. Aktuellstes Beispiel ist die sogenannte "Pegida"-Bewegung, die dabei ist, erschreckend viele Deutsche von ihrem Feindbild zu überzeugen. In diesem Sinne ist für mich ein Film über die Hexenverfolgung, neben seinem unbestreitbaren, reinen Unterhaltungswert, auch ein politischer Film, nämlich ein Appell zu Reflexion, Humanismus und Zivilcourage.

    Stefan Kolditz (Drehbuch)

    "Die Seelen im Feuer" ist ein etwas anderer historischer Roman. Er benutzt nicht ein zurückliegendes Jahrhundert als mehr oder weniger ernstgenommene Kulisse für melodramatische oder abenteuerliche Verwicklungen, sondern erzählt, von der Romanautorin Sabine Weigand genau recherchiert, im Bamberg des frühen 17.Jahrhunderts den dramatischen Zerfall eines intakten Sozialgefüges. Das machte die Mitarbeit am Film für mich – neben der erneuten Zusammenarbeit mit Urs Egger – zwingend und anregend, denn seine Fragen, so historisch verortet sie auch sind, reichen bis in die Gegenwart : Was macht eine Gesellschaft tolerant, mitfühlend und solidarisch? Wie kostbar ist eine Demokratie und wie fragil zugleich? Was ist Zivilcourage? Und was bin ich bereit, für die Verteidigung humaner Werte gegen Intoleranz, Stigmatisierung und Ausgrenzung zu tun, im Extremfall sogar zu riskieren? Denn Bürgersinn endet nicht nur beim Einzelnen, sondern beginnt mit ihm. Und das 17.Jahrhundert ist gar nicht so weit entfernt, wie uns lieb wäre.

    Holly Fink (Kamera)

    In der Vorbereitungszeit für den Film "Die Seelen im Feuer" haben sich Urs Egger (Regie), Birgit Hutter (Kostümbild), Petra Heim (Ausstattung) und ich, uns mit den Bildern von dem niederländischen Maler Pieter Bruegel auseinandergesetzt. Bruegel spiegelt in seinen Bildern sehr häufig das alltägliche Leben zu Anfang des 17. Jahrhunderts wieder. So waren einige dieser "Momentaufnahmen" eine gute Grundlage um sich über die Farbigkeit, die Gestaltung der Räume und die Inszenierung der Komparsen auszutauschen. Ich habe mir darüber hinaus Bilder von Vermeer und Rembrandt als guten Ansatz zur Lichtgestaltung des Films angeschaut. Besonders Vermeer, mit seiner Nutzung des natürlichen Tageslichtes, hat mich sehr inspiriert. Die größte visuelle Herausforderung für meinen Oberbeleuchter Michael Röska und mich, waren einige der Nachtszenen. Kerzen waren zu dieser Zeit sehr teuer und so haben wir teilweise mit nur einer Kerze die Szenerie beleuchtet. Letztendlich hat es großen Spaß gemacht und mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Des Weiteren haben wir die Nächte nicht im üblichen "blauen" kühlen Mondlicht beleuchtet sondern haben etwas grünbläuliches Licht gesetzt. Nach ersten Testaufnahmen war eindeutig, dass die Bilder den historischen Vorlagen sehr nahe kamen und sich die Zeit für mich so am besten überträgt.

    Urs und ich waren uns nach den ersten Gesprächen über den Stil des Films einig, dass die Geschichte mit einer ausschließlichen Hand-Kamera zu bedienen ist. Wir haben mit dieser Art, die Kamera zu führen, versucht, so "nah wie möglich", so persönlich und emotional, lebendig und hoffentlich unaufdringlich den Charakteren des Films zu folgen. Urs hat mir das Vertrauen gegeben und ich glaube, die Schauspieler habe ihre Freiheit sehr genossen.

    Petra Heim (Ausstattung)

    Nach dem intensiven Lesen des Drehbuchs und vielen Gesprächen mit Regie und Kamera, begann die Recherche über alle notwendigen szenenbildnerischen Details, wie die Architektur, Möbel, Stoffe und Requisiten. Besonderes Augenmerk haben wir auf unseren Hauptdrehort, die Apotheke, gelegt. Wir haben entsprechende Museen besucht und uns von Fachleuten die damalige Herstellung von verschiedenen Pillen und Pülverchen erklären lassen. Die Apothekergefäße konnten wir zum Teil von Sammlern anmieten oder käuflich erwerben. Der Rest der zahlreichen Gefäße wurde dann speziell für uns angefertigt. Auch für den Bau und die Einrichtung des Folterraums haben wir uns intensiv vorbereitet, Museen besucht, entsprechende Literatur gelesen und uns vor der Anfertigung fachliche Beratung geben lassen. Eine nicht ganz leichte Aufgabe war auch die Herstellung der "Feuerstätten vor Bamberg". Wir haben intensiv mit den Kollegen von den Spezialeffekten zusammengearbeitet. Denn trotz des Feuers, musste ja die Sicherheit und Unversehrtheit der Schauspieler und Komparsen gewährleistet werden. Um den notwendigen Sicherheitsabstand zwischen Schauspieler und Feuer zu haben, wurden die Grundflächen der Feuerstätten entsprechend vergrößert. Für den Brand an sich, wurden lebensgroße Dummies eingesetzt. Allgemein kann man sagen, es ist eine große Herausforderung, ein solches Filmprojekt mit dem vorgegebenen Etat und in dem knappen Zeitrahmen zu erstellen und erfordert von allen Mitarbeitern eine gute, kreative und sehr präzise Arbeit. Möbel, Stoffe und Requisiten aus dem 16./ 17. Jahrhundert, gerade in höherer Stückzahl zu beziehen, ist aufwendig, teuer und zeitintensiv. Besonders schwierig wird es dann, wenn die Szenen in gehobenen Gesellschaftskreisen spielen. So blieb es nicht aus, sich die notwendigen Möbel und Requisiten aus den einschlägigen Fundi, Museen und Privathaushalten, nicht nur landesweit, sondern aus dem gesamten europäischen Raum zu organisieren. Natürlich mussten auch einzelne Elemente komplett gebaut werden. In unserem Fall zum Beispiel die Apothekenschränke und die gesamte Einrichtung des Seziersaales. Es existierten keine, der Zeit entsprechenden Möbelstücke, oder sie standen nicht zur Verfügung. "Die Seelen im Feuer" war für unsere gesamte Ausstattungsabteilung eine große und schöne Aufgabe und alle waren sich der geschichtlichen Bedeutung und der daraus resultierenden Verantwortung bewusst.

    "Man erlebt einen Menschen im Umbruch"

    Interview mit Silke Bodenbender und Mark Waschke

    Über die Hexenverfolgung des 17. Jahrhunderts in Bamberg, dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte, weiß man wenig. Es kursieren Klischees und Vorurteile. Hatten Sie vor dem Projekt davon gehört? Wie haben Sie sich mit dem Stoff auseinandergesetzt?

    Silke Bodenbender: Als die Produzentin Monika Raebel mir vor einigen Jahren am Rande der Berlinale den Roman von Sabine Weigand gegeben und mir von der geplanten Verfilmung erzählt hat, war ich sofort interessiert. Das Thema fasziniert mich, seit ich als Schülerin Arthur Millers "Hexenjagd" gelesen habe, in dem es ja auch um die Verfolgung und Ermordung von unschuldigen Menschen geht, die keine der üblichen Hexenklischees erfüllen. In Bamberg hatte aber die politische Dimension sehr viel mehr Gewicht, da die Herrscher die Angst der Bevölkerung hier ganz bewusst für ihre Zwecke instrumentalisierten. Das macht den Stoff sehr aktuell, wenn man bedenkt, wie gezielt heute wieder Ängste vor Menschen geschürt werden, die angeblich anders sind.

    Mark Waschke: Es ist ja bemerkenswert, dass die Deutschen dazu neigen, Verbrechen, die direkt aus der Mitte der Gesellschaft heraus planmäßig und in großem Maßstab begangen wurden, dem Lauf der Geschichte zuordnen und dann von "dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte" zu sprechen – beim Nationalsozialismus wird gern auch der Superlativ "dunkelstes Kapitel" verwendet. Die Autorin Sabine Weigand erzählte, dass ihr die Recherchen im Bamberger Stadtarchiv vor allem deswegen so erschwert wurden, weil man "doch nicht immer nur von dieser Zeit in Bamberg berichten müsse, es gebe doch noch so viel mehr und Schöneres zu erzählen". Diese Abwehrmechanismen der Deutschen kennt man in Bezug auf die Nazidiktatur. Dass sie auch in Bezug auf das noch viel länger zurückliegende Verbrechen der Hexenverbrennung hochkommen, zeigt, wie tief eingeschrieben Verhaltensweisen sind, die mit Ressentiment, Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung zu tun haben. Sabine Weigand beschreibt in ihrem Buch sehr anschaulich die Entstehung der Verbrechen aus dem Geiste der Denunziation.

    Haben Sie sofort zugesagt, als man Ihnen jeweils die Rolle angeboten hat? Was ist das Reizvolle an Ihrer Figur und dem Miteinander?

    Silke Bodenbender: Ja, als das Projekt dann wirklich zustande kam, habe ich keinen Moment gezögert, da auch Johanna eine spannende Figur ist, gerade weil sie hin- und hergerissen ist zwischen Glaube, Aberglaube und Wissenschaft. Cornelius weiß genau, wie er die Welt sieht, und muss sich nur noch darüber klar werden, wie er handeln will. Johanna aber weiß lange Zeit gar nicht, was sie wirklich denkt, fühlt dafür aber deutlich, wie sie handeln muss. Deshalb ergänzen sich die beiden so gut.

    Mark Waschke: Tatsächlich habe ich auch nicht lange gezögert, zuzusagen. Wie die Figuren miteinander umgehen, erzählt nicht nur etwas über das Leben im 17. Jahrhundert, sondern eben auch darüber, wie sich die städtischen Strukturen und Machtgefüge entwickelt haben, wie Ressentiments und Vorurteile genutzt werden, um ökonomische Interessen der Herrschenden durchzusetzen.

    Wieso ist Cornelius so anders als die anderen Menschen in Bamberg? Was gibt ihm die Weitsicht, über den Tellerrand hinauszusehen und zu erkennen, dass die Hexenbesagungen und Anschuldigungen seitens des katholischen Erzbischofs haltlos sind?

    MW: Es geht um Bildung, wie heute auch – und natürlich um den Kampf gegen Armut, um die Überwindung von absurd großen sozialen Unterschieden. Interessant ist natürlich auch, dass die Hexenprozesse nur deshalb gestoppt werden konnten, weil sie gegen die bestehende Rechtsordnung verstießen. Die Idee, dass es dennoch Hexen gebe, war damit nicht vom Tisch, ganz im Gegenteil!

    Als Tochter eines Stadtrats bekommt Johanna die politischen Diskussionen bei Tisch mit und als Tochter des Apothekers kennt sie in etwa den Stand der damaligen Medizin. Wie erklären sie sich, dass sie trotzdem so lange im Glauben der Zeit verhaftet ist?

    SB: Johanna hat zunächst keinen Grund, an ihrem Glauben zu zweifeln, der in sich ja stimmig ist. Sie ist also eine fachlich gebildete Frau, die als "Heilerin" im Denken mutig und aufgeklärt wirkt und doch in ihrem Glauben der damaligen Zeit an Hexen und den Teufel gefangen ist. Erst die Hexenverfolgung gibt ihr konkret Anlass, die erlernte Sicht der Welt zu hinterfragen. Mit Johanna geht man einen Weg der Zerrissenheit bis hin zur Befreiung aus dem Glaubenskonflikt und erlebt damit einen Menschen im Umbruch.

    Johanna ist eigentlich mit dem Gerichtsschreiber verlobt, der ihr aber bei erster Gelegenheit in den Rücken fällt, um sich selbst zu retten. Frau Bodenbender, treibt das Johanna in die Arme von Cornelius?

    SB: Auf jeden Fall diskreditiert sich der Gerichtsschreiber natürlich als Verlobter, da so ein Verrat keine Basis für eine Ehe sein kann. Johanna und Cornelius, die noch aus Kindertagen ein

    durchsichtiges aber deutlich zu spürendes Band der Zuneigung verbindet, finden wohl eher wieder zueinander, da sie beide – anders als der Stadtschreiber – die Vorkommnisse um sie herum nicht ertragen können.

    Handelt Cornelius nur aus Liebe zu Johanna oder sind seine Motive, in Bamberg zu bleiben und zu kämpfen vielfältiger?

    MW: Tja, zunächst mal ist es ja so, dass er auf Anordnung des Fürstbischofs die Stadt nicht verlassen darf. Und in dieser Not- und Drucksituation verhält er sich dann zu dem, was da passiert – da spielen sehr unterschiedliche Gefühle eine Rolle: neben der Liebe zu Johanna mit Sicherheit auch eine unglaubliche Wut auf die Menschen, die seine Mutter getötet haben.

    Es ist die Zeit vor der Aufklärung / Neuzeit! Wie schwierig war es, sich in die Weltsicht der Menschen der damaligen Zeit hineinzuversetzen?

    SB: Man kann natürlich nachlesen, wie die Menschen damals in etwa die Welt gesehen haben, aber ich bezweifle, dass man wirklich nachempfinden kann, wie es war, als die Kirche und mit ihr breite Schichten der Bevölkerung an die Existenz von Hexen glaubten. Überhaupt können historische Stoffe immer nur Annäherungen sein, da wir geprägt von unseren heutigen Gefühlen und Denkweisen Figuren aus einer ganz anderen Zeit spielen. Aber, wie gesagt, lassen sich natürlich Parallelen zur heutigen Zeit ziehen: Wieder befindet sich die Welt in einem epochalen Umbruch, was Menschen verunsichert, wofür sie dann Schuldige suchen. Und der Film zeigt, dass hinter dem Wahn nicht unbedingt die große Not der Bevölkerung, sondern das Kalkül von Opportunisten und skrupellosen Herrschern steht. Und plötzlich denken einige dann wieder, im Recht zu sein, wenn sie Jagd auf Menschen machen.

    MW: Bei historischen Stoffen ist man immer angewiesen auf Lektüre – und Vermutung. Letzten Endes kann keiner genau sagen, wie die Menschen zu dieser Zeit gelebt und gefühlt und gedacht haben. Man hilft sich mit Analogien. Die Menschen glaubten eben an Hexen, so wie wir heute an Vitamine glauben – auch wenn wir noch nie eins gesehen haben.

    Hexenwahn – Die Dokumentation

    Film von Ricarda Schlossshan und Heike Schmidt

    Montag, 2. März 2015, 22.05 Uhr

     

    Buch und Regie       Ricarda Schlosshan und Heike Schmidt
    Kamera        Anthony Miller
    Schnitt                                       Christoph Schuhmacher
    Produktion         Claudia Comprix
    Redaktion         Georg Graffe
    Länge          ca. 29 Min.

    Zu Beginn der frühen Neuzeit wurden in Europa zehntausende angebliche Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Besonders hell brannten die Feuer in Deutschland.

    Das katholische Bamberg war ein Zentrum der Hexenverfolgung. Unter Fürstbischof Fuchs von Dornheim wurde fast der gesamte Stadtrat der Hexerei bezichtigt und hingerichtet. Erhaltene Prozessakten geben erschütternde Einblicke in die Anklage- und Strafpraxis jener Zeit.

    Die weit verbreitete Meinung, Hexenverfolgungen seien hauptsächlich eine Erscheinung des Mittelalters und die Opfer meist kräuterkundige Frauen, ist ebenso falsch wie Opferzahlen in Millionenhöhe oder die Ansicht, die Urteile seien durch kirchliche Inquisitionsgerichte gefällt und vollstreckt worden. Die Wahrheit sieht anders aus, wie es die Aufzeichnungen aus Bamberg zeigen. Anlass der großen Verfolgungswellen waren hier die Auswirkungen der "Kleinen Eiszeit" sowie konfessionelle Kämpfe im Zuge der Reformation. Missernten und die Wirren des 30jährigen Krieges führten zu Leid und Not. Dazu kamen unerklärliche Himmelserscheinungen wie Nordlichter, die die Menschen fürchten ließen, das Ende der Welt sei nah. Schuld an all dem, so glaubten sie, seien Zauberer und Hexen. Wie andernorts auch, ging man in Bamberg gegen die vermeintlichen Hexen vor. Im Zuge der Verfolgungen starben im ehemaligen Hochstift etwa 1.000 Einwohner. In ganz Europa fielen schätzungsweise 100.000 Menschen dem Hexenwahn zum Opfer, sowohl in katholischen als auch protestantischen Gebieten, verurteilt und hingerichtet durch weltliche Gerichte.

    "Die Seelen im Feuer" auf zdf.de

    Begleitend zum Film gibt es ein umfangreiches Onlineangebot mit Hintergrundinformationen, Bildergalerien, Interviews mit Fachleuten und einem interaktiven Modul. Unter http://www.seeleninfeuer.zdf.dewww.seelenimfeuer.zdf.de kann der User auf einer Karte des alten Bamberg und seiner Umgebung verschiedene Orte anklicken und Bilder zum Thema Hexenverfolgung abrufen sowie Video-Statements der historischen Fachberaterin und promovierten Buchautorin Sabine Weigand.

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