Ingrid Thurnher und Peter Frey moderieren "das #tvDuell zur Europawahl". Foto: ZDF
Ingrid Thurnher und Peter Frey moderieren "das #tvDuell zur Europawahl". Foto: ZDF

Europawahl 2019 im ZDF

Mit Spannung blickt Europa auf die Wahl 2019: Verliert die Idee eines vereinten, demokratischen Europas an Kraft? Gewinnen die EU-kritischen Positionen populistischer Parteien an Zustimmung? Wohin sich Europa entwickelt, das beleuchten die ZDF-Informationsprogramme bis zum Wahltermin am 26. Mai 2019 in vielen Facetten. Europa-Themen spielen nicht nur in den Nachrichtensendungen der "heute"-Familie oder in den aktuellen Magazinsendungen eine Rolle, sondern in vielen Sonderformaten – vom "#tvDuell" über den "Schlagabtausch" bis zu Presenter-Reportagen, "Mein erstes Mal"-Sendungen und dem "ZDFcheck19".

  • ZDF, Sonntag, 26. Mai 2019, 17.35 Uhr
  • ZDF neo, Sonntag, 5. Mai 2019, 5.00 Uhr bis 18.15 Uhr
  • ZDF info, Die Europa-Tage: Mittwoch, 17. April 2019 / Sonntag, 19. Mai 2019

Texte

Die Europawahl im ZDF

Diese Europawahl wird den Weg weisen, wie es mit der europäischen Idee weitergeht: Werden die Kräfte eines vereinten, demokratischen Europas weiter geschwächt oder mobilisiert die Zustimmung für Autokraten und Populisten diejenigen, die für vertiefte Zusammenarbeit und mehr Integration Europas sind? Was bedeutet es, wenn schon jetzt in vielen Mitgliedsländern europafeindliche Einstellungen Konjunktur haben? Hat Europa noch genügend Kraft auf der Weltbühne, wenn im Inneren die Differenzen wachsen? All diesen Fragen widmet sich das ZDF-Informationsprogramm von Mitte März bis zum Wahltermin am 26. Mai 2019 in vielen Facetten. Europa-Themen spielen nicht nur in den Nachrichtensendungen der "heute"-Familie“ oder  bei "maybrit illner" eine Rolle, sondern auch in zahlreichen Sonderformaten.

Auch 2019 wird der Europawahlkampf durch die europäischen Spitzenkandidaten personalisiert. Über sie und die Programme der einzelnen Parteien berichten die ZDF-Sendungen umfassend. Wie bei der Europawahl vor fünf Jahren präsentiert das ZDF gemeinsam mit dem ORF das Duell der europäischen Spitzenkandidaten – eingeladen sind Manfred Weber und Frans Timmermans. Im Format "Schlagabtausch" kommen zudem die deutschen Spitzenkandidaten von Grünen, FDP, AfD und Linken zu Wort. Ein Doppel-"Was nun, …?" mit dem Spitzenkandidaten von CDU/CSU, Manfred Weber, und der SPD-Spitzenkandidatin für Europa, Katarina Barley, ist bereits acht Wochen vor der Wahl im ZDF zu sehen.

Antworten auf die Frage "Wie geht’s Europa?" bieten fünf Tage vor der Wahl eine Presenter-Reportage und eine große Sondersendung: Reporter Jochen Breyer reist durch Deutschland und stellt Bürger vor, die von Europa profitieren, aber auch Menschen, die an der europäischen Integration scheitern. Moderiert von Bettina Schausten und Jochen Breyer treffen diese Bürger in Berlin dann die sechs deutschen Spitzenkandidaten live im ZDF.

Am Wahlabend selbst sendet das ZDF live aus dem Berliner Zollernhof. Zunächst stehen die Wahl-Ergebnisse in Deutschland im Fokus der Aufmerksamkeit, später in der Sendung liegen dann bereits die Ergebnisse aus anderen europäischen Ländern vor. Am Europawahltag findet zudem die Bürgerschaftswahl in Bremen statt – die Berichterstattung darüber wird in die Live-Sendung integriert.

Europäische Identität, demokratische Werte und die Perspektiven von Erstwählern sind Themen vieler weiterer Formate – wie etwa in "Mein erstes Mal", einem neuen crossmedialen Format, in dem 30 Erstwähler auf deutsche Spitzenkandidaten treffen.

Zur Europawahl legt auch wieder ein eigenes ZDF-Faktencheck-Team los: Der "ZDFcheck19" startet acht Wochen vor der Europawahl und überprüft Aussagen von Politikern auf ihre Richtigkeit. Neben der Recherche fertigt das Team auch Infografiken zu Europafakten an, zum Beispiel zu Mindestlohn, Wehrpflicht oder Rente.

Dokumentationen und Reportagen komplettieren das breite thematische ZDF-Programmangebot zur Europawahl. Sie schildern, wie Orbán, Salvini & Co. Europa spalten, und analysieren die Erfolgschancen rechtspopulistischer Parteien. Sie beleuchten die aktuelle Lage der Europäischen Union und wie sich die EU in den vergangenen mehr als sechs Jahrzehnten entwickelt hat. Ob die Zauber wieder binden, wie sie in der ehrwürdigen Ode "An die Freude" beschworen werden, oder ob diejenigen stärker werden, die die Europäische Union in ihrer bisherigen Form zerstören wollen, bleibt dabei die dramatische Frage. Die steht im Europawahljahr 2019 zur Entscheidung.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey

"Es steht mehr auf dem Spiel als bei vorangegangenen Europawahlen"
Fragen an Anne Gellinek, Leiterin des ZDF-Studios in Brüssel

Inwieweit wird der Brexit-Prozess die diesjährigen Europawahlen mitbestimmen?

Er beeinflusst die Europawahl insoweit, als er uns Europäern die Fragen vor Augen führt: Was ist uns die EU wert? Wofür brauchen wir diese EU? Der Brexit leistet somit einen unfreiwilligen Beitrag zum erhöhten Stellenwert der diesjährigen Europawahl: Plötzlich wird vielen Wählerinnen und Wählern in anderen Ländern bewusst, dass die EU doch einen größeren Wert hat als bisher angenommen. Die Diskussion um den britischen Austritt macht deutlich: In Zeiten, in denen Trump, Putin und Erdogan Europa bedrohen, ist es für die europäischen Länder ein Vorteil, in der Union zusammenzustehen und sich nicht abzuspalten.

Würden Sie mit Blick auf den 26. Mai 2019 gar von einer "Schicksalswahl" sprechen?

Übertreibung macht anschaulich – und nur so ist der Begriff "Schicksalswahl" zu verstehen. Er soll deutlich machen: Es steht diesmal mehr auf dem Spiel als bei vorangegangenen Wahlen, weil Konservative und Sozialdemokraten voraussichtlich Stimmenverluste verkraften müssen und der Druck der Populisten zunehmen dürfte: Diese drängen in das europäische Parlament, um es dann am liebsten abzuschaffen. Insofern könnte die Wahl einen Einschnitt bedeuten, was die künftige Verteilung der Kräfte in der EU betrifft.

Sie berichten seit vier Jahren für das ZDF aus Brüssel – Themenflaute gab es seit 2015 eher nicht, oder? 

Die großen Themen haben alles überlagert: Es fing mit dem zweiten Teil der Griechenland-Krise an und ging fließend über in die Flüchtlingskrise. Die europaweite Stärkung des Rechtspopulismus und eben der Brexit waren und sind die weiteren großen Themen. Sie werden auch im Europawahlkampf ihre Rolle spielen – die Flüchtlingsfrage besonders: Denn bei jedem Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer stellen sich die EU-Staaten neu die Frage: Wer kümmert sich darum? Die Verteilungsfrage ist weiterhin in der EU ungelöst.

Warum ist es aus Ihrer Sicht wichtig, bei der Europawahl am 26. Mai 2019 die Stimme abzugeben?

Weil es nicht egal ist, wer im Europaparlament sitzt. Weil Europa mehr Dinge mitentscheidet, als die meisten Menschen in Europa annehmen. Weil man als deutscher Wähler mit seiner Stimme direkt Einfluss darauf nehmen kann, wer der nächste Kommissionspräsident wird. Und weil man mit seiner Stimme auch mitentscheidet, welche Richtung das Europaparlament – etwa in Fragen der Rechtsstaatlichkeit und des Klimaschutzes – einschlägt.

Mit Anne Gellinek sprach Thomas Hagedorn.

Europawahl im ZDF: Übersicht der Sendetermine im Mai 2019

Mittwoch, 1. Mai 2019, 0.20 Uhr, ZDF

Mein erstes Mal
Erstwähler treffen auf Spitzenkandidaten

Moderation: Aminata Belli und Andreas Stamm

Donnerstag, 2. Mai 2019, 0.45 Uhr, ZDF

Mein erstes Mal
Erstwähler treffen auf Spitzenkandidaten

Moderation: Linda Kierstan und Mirko Drotschmann

Redaktion: Anna Schilling
Länge: 2 x 45 Minuten

 

Dienstag, 7. Mai 2019, 20.15 Uhr, ZDF

ZDFzeit: Wir Deutschen und Europa

Film von Stefan Brauburger und Christian Frey

Produktion: ZDF
Redaktion: Anja Greulich, Stephan Mausbach
Länge: ca. 45 Minuten

 

Dienstag, 14. Mai 2019, 20.15 Uhr, ZDF

ZDFzeit: Laut, forsch, national
Wie Salvini, Orban & Co. Europa spalten

Redaktion: Martina Schindelka
Leitung der Sendung: Ursula Schmidt
Länge: ca. 45 Minuten

 

Donnerstag, 16. Mai 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Das #tvDuell

Moderation: Peter Frey, Ingrid Thurnher

Produktion: ZDF/ORF
Redaktion: Volker Wilms
Länge: ca. 90 Minuten

 

Donnerstag, 16. Mai 2019, 22.15 Uhr, ZDF

Schlagabtausch

Moderation: Matthias Fornoff

Produktion: ZDF
Redaktion: Matthias Pupat, Anna Schilling, Wolfgang Zimmermann
Länge: ca. 60 Minuten

 

Samstag, 18. Mai 2019, 17.35 Uhr, ZDF

plan b: Grenzenlos arbeiten, reisen, leben!

Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Annette Hoth
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 19. Mai 2019, 16.30 Uhr, ZDF

planet e.: Hektarweise Geld Die europäischen Agrar-Milliarden

Film von Berndt Welz

Redaktion: Volker Angres
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 19. Mai 2019, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Ohne geht's nicht
Europäische Arbeitnehmer in Deutschland

Film von Albert Knechtel

Produktion: Rilana Film
Redaktion: Mike Stagneth
Länge: ca. 30 Minuten

 

Montag, 20. Mai 2019, 19.25 Uhr, ZDF

WISO-Dokumentation
Mit 500 PS durch Europa – Unterwegs mit dem WISO-Truck

Produktion: elbmotion
Redaktion: Marcus Niehaves
Länge: ca. 45 Minuten

 

Dienstag, 21. Mai 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Wie geht's Europa?

Moderation: Bettina Schausten, Jochen Breyer

Produktion: ZDF
Redaktion Doku: Nina Behlendorf, Beate Höbermann
Redaktion Studio: Martin Cordes, Sabine Räpple
Länge: ca. 135 Minuten

 

Mittwoch, 22. Mai 2019, 22.45 Uhr, ZDF

ZDFzoom: Europa – ein Zerbrechen? (Arbeitstitel)

Film von Kersten Schüssler

Redaktion: Markus Wenniges
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 26. Mai 2019, 17.35 Uhr, ZDF

Europawahl live im ZDF

Moderation: Bettina Schausten, Matthias Fornoff

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher

Drei große ZDF-Europa-Abende im Mai

Europa im Gespräch zur Primetime im ZDF: Am Donnerstag, 16. Mai 2019, Dienstag, 21. Mai 2019, und am Sonntag, 26. Mai 2019, prägt die Europawahl nachhaltig das Abendprogramm im ZDF. Wie schon bei der Europawahl 2014 präsentiert das Zweite gemeinsam mit dem ORF das Duell der europäischen Spitzenkandidaten zur Europawahl – mit Manfred Weber von den Christdemokraten und Frans Timmermans von den Sozialdemokraten. "Das #tvDuell" ist um 20.15 Uhr live im ZDF und im ORF zu sehen und wird von ZDF-Chefredakteur Peter Frey und ORF III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher moderiert. Nach dem "heute journal" um 21.45 Uhr folgt dann um 22.15 Uhr im ZDF das Format "Schlagabtausch", in dem die deutschen Spitzenkandidaten von Grünen, FDP, AfD und Linken zu Wort kommen.

Am zweiten großen Europa-Abend im ZDF geht es am Dienstag, 21. Mai 2019, 20.15 Uhr um die Frage "Wie geht’s, Europa?". Zunächst erkundet Jochen Breyer in einer Presenter-Reportage die Stimmungslage in Deutschland. Der Reporter reist durchs Land und stellt Bürger vor, die von Europa profitieren, aber auch Menschen, die an der europäischen Integration scheitern. Um 21.00 Uhr treffen diese Bürger dann im Studiotalk auf die sechs deutschen Spitzenkandidaten. Durch die Sendung führen Bettina Schausten und Jochen Breyer.

Am Wahlabend selbst, am Sonntag, 26. Mai 2019, berichtet das ZDF ab 17.35 Uhr live. In der Sendung aus dem Berliner Zollernhof, moderiert von Bettina Schausten und Matthias Fornoff, richtet sich der Fokus zunächst auf die Ergebnisse in Deutschland, im zweiten Teil liegen dann bereits die Ergebnisse aus anderen europäischen Ländern vor. Am selben Tag findet die Bürgerschaftswahl in Bremen statt, die Berichterstattung wird in die Sendung integriert.

Das "heute journal" berichtet am Sonntag, 26. Mai 2019, ab 21.45 Uhr von der Europawahl und der Wahl in Bremen. Nach der 30-minütigen Ausgabe steht um 22.15 Uhr noch einmal Europawahl live auf dem ZDF-Programm

Aktuelle Informationen zu Europa in der "heute"-Familie und den Magazinsendungen

In den "heute"-Sendungen und im "heute Journal" haben die Berichte über die Europapolitik einen festen Platz. Entsprechend der Nachrichtenlage behalten sie mit Blick auf die Europawahl die europäischen Ereignisse ebenso im Blick wie die tagesaktuellen ZDF-Magazine von "MoMa" und "Volle Kanne" bis "drehscheibe" und "MiMa". Das investigative ZDF-Politmagazin "Frontal 21" hat dienstags um 21.00 Uhr Europa im Visier, beim ZDF-Polittalk "maybrit illner" ist Europa donnerstags um 22.15 Uhr im Gespräch. Und auf der heute.de finden die Interessierten alles Wichtige zum Thema "Vom Brexit zur Europawahl".

Mein erstes Mal: Erstwähler treffen auf Spitzenkandidaten

Das ZDF startet zur Europawahl ein neues, junges europäisches Format, in dem drei deutsche Spitzenkandidaten auf rund 30 Erstwähler (Abiturienten, Berufsschüler oder Studierende) treffen. Als Moderationsteams sind Aminata Belli und Andreas Stamm sowie Mirko Drotschmann un Linda Kierstan im Einsatz. Das Format wird zunächst online und dann im ZDF gesendet (Sendetermine: Mittwoch, 1. Mai 2019 und Donnerstag, 2. Mai 2019, 0.20/0.45 Uhr). Im Boot sind auch die Social Media Kanäle des ZDF.

"Wie wollen Sie es schaffen, die Vorteile der EU den Menschen wieder näher zu bringen?", "Wie soll die Zukunft junger Menschen in digitaler Hinsicht ausgebaut werden?" und "Warum wirken viele Prozesse in der EU so undurchsichtig?" – diese und andere Fragen werden die Abiturient(inn)en, Berufsschüler(innen) und Studierenden, die im Alter zwischen 18 und 22 Jahren sind und das erste Mal bei einer Europawahl wählen dürfen, mit den Politikerinnen und Politikern diskutieren.

Es moderieren Aminata Belli (Reporterin beim funk-Format "follow.me.reports") mit Andreas Stamm (Korrespondent im ZDF-Studio London) und Linda Kierstan (Redakteurin in der ZDF-Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen) mit Mirko Drotschmann (Moderator bei "Terra X" und funk).

Bei diesem Projekt gilt online first! Die beiden Sendungen werden am Mittwoch, 1. Mai 2019, 0.20 Uhr, und am Donnerstag, Mai 2019, 0.45 Uhr im ZDF ausgestrahlt, aber zusätzlich speziell für einen Internetauftritt konfektioniert und sind schon am Wochenende 27./28. April 2019 in der ZDFmediathek, auf dem ZDF-Dachkanal auf Youtube und weiteren Social-Media-Kanälen des ZDF zu finden.

 

Aminata Belli, Youtuberin und Reporterin beim funk-Format follow.me reports

"Mir ist es ein großes Anliegen, dass meine Generation versteht, wie wir unsere Politik und Zukunft mitbestimmen können. Dafür müssen wir jungen Menschen Europa näherbringen und dafür sorgen, dass die europäische Identität gestärkt wird. Leider zeigen viele kein Interesse, weil sie denken, das EU-Parlament sei 'weit weg' – dabei beeinflussen dessen Entscheidungen maßgeblich unser Leben."

 

Andreas Stamm, Korrespondent im ZDF-Auslandsstudio in London:

"Mit Europa verbinde ich den Versuch, unsere Probleme friedlich zu lösen. Manchmal nervig, langweilig oder unverständlich. Aber alles besser, als sich in schöner Regelmäßigkeit an die Gurgel zu gehen. Dazu kein Roaming, gerade Gurken und keine Grenzen – geht nicht besser, oder doch? Haben wir eine Wahl?

Ich begleite seit drei Jahren einen der haarsträubendsten politischen Prozesse in Friedenszeiten, den Brexit. Eine Entscheidung, mit der die Jüngeren 60, 70 Jahre werden leben müssen. Doch ausschlaggebend war, dass die älteren Briten zahlreicher gewählt haben, und zwar meist für den Austritt. Und viele Jungwähler, eher pro EU, ihren Hintern nicht hochgekriegt haben. Da kann ich nur sagen: Glückwunsch, Nichtwähler!

Jeder, der denkt, Nichtwählen sei cool, ist ein Idiot. Wir wollen mit 'Mein erstes Mal' ein wenig dazu beitragen, dass alle Nicht-Idioten eine Entscheidung treffen können, die auf einer gesunden Mischung aus Fakten, Meinung und Bauchgefühl beruht."

 

Mirko Drotschmann, Video-Blogger "MrWissen2go", unter anderem für "funk":

"Diese Europawahl ist die vermutlich wichtigste Europawahl aller Zeiten. Leider hat die EU gerade bei jüngeren Menschen nicht den besten Ruf – sie denken an Dinge wie Artikel 13 oder die Datenschutzgrundverordnung. Gerade deshalb finde ich es wichtig, deutlich zu machen, welche Rolle Europa in unserem täglichen Leben spielt und wie sinnvoll es ist, sich für eine starke Gemeinschaft einzusetzen. Dazu gehört für mich ganz klar auch, sich an der einzigen Wahl zu beteiligen, die die EU zu bieten hat. Hier sind meiner Meinung nach vor allem die Politikerinnen und Politiker gefragt – sie müssen sich und ihre Arbeit erklären, ihre Positionen verständlich rüberbringen und klarmachen, worum es bei Europa geht. Genau darum sollen sich unsere Sendungen auch drehen."

 

Linda Kierstan, Redakteurin in der ZDF-Hauptredaktion Politik und Zeitgeschehen

"Europa bedeutet für mich Freiheit. Mit dem Mauerfall wurde der Kontinent für Millionen Menschen grenzenlos, besonders für mich als Ostdeutsche. Heute sind Reisen und Demokratie selbstverständlich – vor allem für die Millennials. Die Erwartungen an diese Generation sind hoch: Sie sollen verteidigen, was sie nie anders kenngelernt haben. Warum es sich lohnt, dafür zu kämpfen darauf muss auch die Politik in Brüssel Antworten haben."

Mit den "WISO"-Trucks vom Brexit zur Europawahl

"WISO" startet mit vier Trucks vier verschiedener Speditionen eine Tour durch ganz Europa. Die Lkw sind mit einer neuen Plane in Europa unterwegs, auf der vier Buchstaben zu lesen sind: "WISO"! Die Wege der Trucks bestimmt der freie Warenverkehr. Über die Geschichten, die unterwegs zu finden sind, berichten "WISO", das "ZDF-Morgenmagazin", das "ZDF-Mittagsmagazin", "Volle Kanne – Service täglich", "heute – in Europa" sowie die Nachrichtensendungen der "heute"-Familie.

Zehn Wochen vor der Europawahl und wenige Wochen vor dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU geht es los: Die "WISO"-Trucks sind bis zur Europawahl am Sonntag, 26. Mai 2019, unterwegs. Die "WISO"-Trucks bringen Reporterinnen und Reporter mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen, die von Europa profitieren oder Europa kritisch sehen. Was verbindet und was trennt uns in Europa? Wie funktioniert der europäische Binnenmarkt? Was denken die Menschen über Europa? Wer profitiert vom grenzenlosen Warenaustausch, wer sind die Verlierer? Die "WISO"-Trucks suchen Antworten und spannende Geschichten. Immer, wenn es über neue wirtschaftliche oder politische Entwicklungen zu berichten gilt, können die LKW mit von der Partie sein.  

Am Montag, 18. März 2019, 9.05 Uhr und 19.25 Uhr, berichten "Volle Kanne – Service täglich" und "WISO" erstmals über den Start der "WISO"-Trucks.

"WISO" begleitet die Trucks drei Monate lang und berichtet in einer eigenen Rubrik achtmal montags um 19.25 Uhr im ZDF über den europäischen Warenverkehr, die Produkte, die Logistik, die Länder und die Menschen. "WISO" ist dabei, wenn neue Waren geladen werden, und fährt mit ans Ziel.

In anderen tagesaktuellen Sendungen des ZDF werden die "WISO"-Trucks immer wieder auftauchen – vom "ZDF-Morgenmagazin", "Volle Kanne – Service täglich" und "ZDF-Mittagsmagazin" bis zu "heute – in Europa" sowie den Nachrichtensendungen der "heute"-Familie.

In den sozialen Netzwerken ist der "WISO"-Truck ebenfalls präsent.

Montag, 20. Mai 2019, 19.25 Uhr, ZDF
WISO-Dokumentation
Mit 500 PS durch Europa – Unterwegs mit dem WISO-Truck

45-minütiges Wirtschafts-Roadmovie

"ZDFzeit"-Dokumentationen zur Europawahl

ZDFzeit: Laut, forsch, national
Wie Salvini, Orban & Co. Europa spalten

Dienstag, 14. Mai 2019, 20.15 Uhr, ZDF

In nahezu jedem EU-Land sind Europa-Skeptiker und Rechtspopulisten inzwischen ein Bestandteil der politischen Landschaft. In Italien, Österreich, Polen, Ungarn, der Slowakei, Dänemark und Finnland stellen oder unterstützen sie die Regierung. "ZDFzeit" zeigt, wie in Europa die moderate Politik des Status Quo in die Krise geriet, analysiert, warum stattdessen eine extremistische Politik des Wandels salonfähig wurde, und skizziert die möglichen Folgen dieser Entwicklung – für die EU und die Gesellschaft. In der wir leben.

 

ZDFzeit: Wir Deutschen und Europa

Dienstag, 7. Mai 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Viele Partner in der EU erwarten mehr Führungsstärke und Engagement von Berlin, andere hingegen warnen vor einem "Diktat" der Deutschen. Wie stark darf Deutschland sein, damit die europäische Balance stimmt? Am Dienstag, 30. April 2019, 20.15 Uhr geht der Film "Wir Deutschen und Europa" von Stefan Brauburger und Christian Frey dieser Frage nach Anlässlich der Europawahlen 2019 wird der Bogen aus der Geschichte in die Gegenwart gespannt.

Die Frage der deutschen Machtstellung ist längst eine des Miteinanders und nicht mehr des Gegeneinanders in Europa. Und doch bleibt das Thema des deutschen Beitrags zur europäischen Balance virulent, vor allem im Rahmen der EU. Ist Deutschland zu mächtig oder sogar eher zu ohnmächtig für das derzeitige europäische Gefüge? Daran scheiden sich die Geister. Die einen sehen Deutschland gerade wegen seiner Wirtschaftskraft in einer gesamteuropäischen Pflicht. Andere betrachten es wegen seiner ökonomischen Dominanz jetzt schon als Hegemon oder "Zuchtmeister". In der "ZDFzeit"-Doku nehmen dazu renommierte Europa-Experten, Historiker, Politiker, Wirtschaftswissenschaftler  Stellung und ziehen Bilanz.

 

Ziemlich beste Nachbarn

Teil 3: Wir und die Briten am Dienstag, 19. März 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Alle drei Folgen am Mittwoch, 17. April 2019, 12.45 bis 16.30 Uhr, ZDFinfo

Bereits seit dem 5. März 2019 beleuchtet die Reihe "Ziemlich beste Nachbarn – mit Michael Kessler" in drei Folgen die Beziehungen zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn – in "Wir und die Russen", "Wir und die Italiener", "Wir und die Briten".

Anhand historischer Ereignisse, Klischees und Anekdoten der vergangenen Jahrhunderte zeichnen die Filme aus der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte die Entwicklung der Beziehungen nach: Was halten wir von unseren engeren und ferneren Nachbarn in Europa? Was denken sie über uns? Was ist dran an unseren  Bildern, Vorurteilen und Klischees? Was ist Illusion, was Wirklichkeit? Welche Gefahren gehen von Stereotypen aus? Was verbindet uns kulturell, wirtschaftlich, politisch, als Europäer? Die Filme zeigen helle und dunkle Kapitel gemeinsamer Vergangenheit, führen vor Augen, wie sich der Wechsel von Gegner- und Partnerschaft vollzog, legen dar, wie es zu den "ziemlich besten" Nachbarschaften mit all ihren liebgewonnenen Selbst- und Fremdbildern kommen konnte. Es ist ein Blick über Grenzen, nicht ohne ironisches Augenzwinkern. Schauspieler und Comedian Michael Kessler stellt Vorurteile auf den Prüfstand, hinterfragt humorvoll die gegenseitigen Zuschreibungen und entdeckt Europa dabei neu. Historiker, Politik- und Kulturwissenschaftler ordnen die zum Teil jahrhundertealten Stereotypen ein und erläutern, ob die Bilder, die in den Köpfen verankert sind, mit der Gegenwart Schritt halten und realen Entwicklungen folgen.

ZDFzoom: Von Brexit-Fragen bis zur EU-Ehrlichkeit

"ZDFzoom" bietet mittwochs um 22.45 Uhr in der Regel im Anschluss an das "auslandsjournal" investigative Recherchen zu gesellschaftlich relevanten und alltagsnahen innen- wie außenpolitischen Themen. In den acht Wochen vor der Europawahl geht die Doku-Reihe viermal aktuellen Fragen zur gegenwärtigen Situation in der EU und zu Europas Perspektiven nach.

 

ZDFzoom: Angriff auf die Demokratie – Wurde der Brexit gekauft?

Mittwoch, 27. März 2019, 22.45 Uhr, ZDF

Die britische Wahlkommission ist überzeugt: Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass große Teile der Gelder der Leave.EU-Kampagne aus "undurchsichtigen Quellen" im Ausland kommen. Deshalb ermittelt die National Crime Agency. Sie soll die bislang verschleierte Kampagnen-Finanzierung offenlegen. Im Focus steht der Mann, über dessen Offshore-Konten die Gelder geflossen sind: Arron Banks, Strippenzieher und enger Freund von UKIP-Anführer Nigel Farage. Aber es ging bei der Kampagne mit dem Ziel "Brexit" nicht nur ums Geld, sondern auch schlicht um Beratung. Waren Leave.EU und die damit verbundenen digitalen Wahlkampf-Strategien letztlich ein Feldversuch für die wenige Monate später stattgefundene Wahlkampagne Donald Trumps? Nigel Farage sagt im Interview mit "ZDFzoom" ganz offen, wie wichtig Steve Bannon als Spindoctor für die Kampagne in UK war. "ZDFzoom"-Autor Dirk Laabs geht in der Dokumentation den Fragen nach: Mit welchen fragwürdigen Methoden wurde die Mehrheit der Briten vom Brexit überzeugt? Welche Interessen und Profiteure stecken dahinter? Und: Dirk Laabs fragt bei Akteuren in Brüssel nach, welche Maßnahmen mit Blick auf die Europa-Wahl ergriffen werden sollten und überhaupt könnten, um den Digital-Wahlkampf zu regulieren oder kontrollierbarer zu machen.

ZDFinfo sendet eine 45-Minuten-Fassung dieser Dokumentation am Donnerstag, 25. April 2019, 20.15 Uhr.

 

ZDFzoom: EU-Ehrlichkeit utopisch? - Betrug und Politik in Osteuropa (Arbeitstitel)

Mittwoch, 17. April 2019, 22.45 Uhr, ZDF

EU-Subventionen sollen dazu beitragen, die Lebensverhältnisse innerhalb Europas anzugleichen. Tatsächlich aber bewirken sie oft das Gegenteil: Mit illegalen oder zumindest halblegalen Methoden wird der EU-Haushalt angezapft – zum Beispiel in der Landwirtschaft, bei der Strukturentwicklung, der Energieförderung, bei der Bildung. Mit ungewollter Unterstützung der EU kaufen gerade die Mächtigen Osteuropas ein – Land, Unternehmen, Medienhäuser – und vergrößern so ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss. Die Autorinnen Britta Hilpert und Eva Schiller aus dem ZDF-Südosteuropa-Studio in Wien begeben sich auf Spurensuche

 

Wie geht's Europa? - #wasmireuropabringt

Jochen Breyer am Puls Deutschlands

Dienstag, 21. Mai 2019, 20.15 Uhr, ZDF

Die Deutschen und Europa – wie steht es eigentlich um die Beziehung? Eingerostet wie bei einem alten Ehepaar oder noch immer frisch verliebt? Das will Jochen Breyer herausfinden. In Fortführung der "Am Puls Deutschlands"-Reihe beginnt die Dokumentation mit einem Aufruf in den sozialen Medien mit einem klaren, pointierten Hashtag: #wasmireuropabringt. Unterwegs "am Puls Deutschlands" sucht Jochen Breyer das Gespräch mit denen, die auf den Hashtag geantwortet haben: offen, direkt, unverblümt. Auf diese Weise entsteht ein spannendes Bild davon, wie es Europa im Wahljahr geht – für die Doku selbst und für die anschließende Studiosendung "Wie geht’s Europa?".

 

ZDFzoom: Europa – ein Zerbrechen? (Arbeitstitel)

Mittwoch, 22. Mai 2019, 22.45 Uhr, ZDF

Die Europawahl steht vor der Tür, doch von Euphorie keine Spur. Brüssel, das ist bei vielen gleichbedeutend mit Blase, Beamten und Verschwendung. "ZDFzoom"-Autor Kersten Schüssler hinterfragt, welche Strahlkraft der einst so glanzvolle europäische Gedanke in diesen Tagen noch hat und stellt auf seiner Reise durch Europa ernüchtert fest: Zwischen hochglänzenden Hauptstädten und trostlosen Peripherien zerbröselt allzu oft der gemeinsame Gedanke. Dabei ist ohne die EU (fast) alles schlechter. Die Europäer müssen sich bei dieser Wahl deshalb entscheiden – zwischen Zerbrechen und Versprechen.

Europa-Schwerpunkt bei "plan b", "planet e." und "ZDF.reportage"

Die ZDF-Doku-Formate am Wochenende setzen am Samstag, 18., und am Sonntag, 19. Mai 2019, erneut einen gemeinsamen thematischen Schwerpunkt – eine Woche vor der Europawahl beleuchtet "plan b", inwiefern Europa in Bewegung ist, während es bei "planet e." um die europäischen Agrar-Milliarden" geht. Die "ZDF.reportage" zeigt, dass es ohne europäische Arbeitnehmer in vielen Branchen in Deutschland längst nicht mehr läuft

 

plan b: Europa in Bewegung – Grenzenlos arbeiten, reisen, leben! (Arbeitstitel)
Sonntag, 18. Mai 2019, 17.35 Uhr, ZDF

"plan b" zeigt, wo die Europäische Union ganz konkret gelingt und welche Chance sie gerade jungen Europäern eröffnet. Grenzenloses Arbeiten, Reisen und Leben ist in vielen Regionen schon Normalität, wird aber kaum noch als Errungenschaft gewürdigt. "plan b" ist in Grenzregionen der EU unterwegs und porträtiert unter anderen zwei deutsch-niederländische Freundinnen, die schon seit ihrer Kindheit die Grenze nicht nur in ihren Köpfen überwunden haben. Grenzenlos Reisen verbindet die beiden Aktivisten Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer, die seit ihrer ersten Interrail-Tour dafür kämpfen, dass alle Europäer nach ihrem 18. Geburtstag kostenlos mit dem Zug durch Europa reisen können. In Zeiten wachsender Europa-Skepsis dokumentiert "plan b", wo sich Europa positiv auf unser Leben auswirkt und so die Entwicklung von Menschen und Regionen bereichert.

 

planet e.: Hektarweise Geld – Die europäischen Agrar-Milliarden

Sonntag, 19. Mai 2019, 16.30 Uhr, ZDF

Fast sechzig Milliarden Euro gibt die Europäische Union jedes Jahr für die Landwirtschaft aus. Der größte Anteil davon wird seit jeher für Direktzahlungen an Landwirte ausgegeben. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich dabei vor allem nach der Größe der Agrarflächen. Derzeit wird der EU-Haushalt neu verhandelt – eigentlich eine Chance, die Agrarpolitik deutlich ökologischer auszurichten. Das deutsche Umweltbundesamt kritisiert, dass in Brüssel immer noch zu viele umweltschädliche Subventionen beibehalten werden.

In Zukunft könnte sich die Situation sogar noch verschärfen: Deutliche Budgetkürzungen sollen ausgerechnet die Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) treffen, mit der bislang Umweltprogramme finanziert wurden. Für große Unsicherheit sorgt zudem die Vorstellung der Kommission, ab 2021 auf nationale Strategiepläne zu setzen. Damit würde die EU  ihre Verantwortung auf die Mitgliedstaaten abwälzen. Der Weg wäre frei, um nationale Umwelt- und Klimastandards abzusenken, damit europäische Agrarprodukte auf dem Weltmarkt nicht ins Hintertreffen geraten.

Anlässlich der Wahl zum europäischen Parlament begibt sich die Doku-Reihe "planet e." in das Dickicht der europäischen Agrarpolitik. Filmautor Berndt Welz trifft  politische Entscheidungsträger, Vertreter von Umweltverbänden sowie betroffene Landwirte und fragt, welchen Einfluss die EU-Parlamentarier haben, um die GAP umweltgerechter zu gestalten.

 

ZDF.reportage: Ohne geht’s nicht – Europäische Arbeitnehmer in Deutschland

Sonntag, 19. Mai 2019, 18.00 Uhr

Unser Wohlstand hat viel mit Europa zu tun – mit Einwanderung und ausländischen Arbeitnehmern. Ohne Arbeitnehmer mit ausländischem Pass würde es in vielen Branchen schwierig – in der Landwirtschaft zum Beispiel müssten die Gurken- oder Spargelernte ausfallen, wenn nicht Arbeiter aus Bulgarien, Rumänien oder anderen EU-Ländern zur Erntezeit eingesetzt würden. In der Pflege und im Baugewerbe sieht es ähnlich aus: Ohne Arbeitnehmer aus dem Ausland geht nichts. Die "ZDF.reportage" zeigt, wie wichtig Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund für die deutsche Volkswirtschaft sind: Daniela Reim kümmert sich in Niedersachsen um die Wanderarbeiter, die in Fleischereien, im Straßenbau und in vielen anderen Branchen vorübergehend eingesetzt werden. Mit einem VW-Transporter fährt sie übers flache norddeutsche Land und setzt sich für diese Menschen ein, erklärt ihnen ihre Rechte und hört ihre Probleme. Friedrich Heimerer hat im Kosovo eine private Fachhochschule gegründet, die Pflegepersonal für den deutschen Arbeitsmarkt ausbildet – der Pflegenotstand in Deutschland hat in Ländern wie dem Kosovo zu einem Ausbildungsboom geführt. Thomas Süß hat eine Baufirma in Leipzig – er ist gelernter Ofensetzer und Fliesenleger. Fachkräfte zu finden, sei eine Qual heutzutage. Er hätte gern mehr ausländische Arbeitskräfte in seinem Betrieb und verweist auf den 19-jährigen Afghanen Naim, der bei der Firma Süß Baumaschinenführer lernt.

ZDFinfo-Dokus zwischen Brexit und Europawahl

ZDFinfo bietet im April und Mai 2019 mehrere eigene Dokumentationen zu den Themenfelder, die sich zwischen Brexit und Europawahl auftun. Zwei Schwerpunkttage ragen heraus: Am Mittwoch, 17. April 2019, sind zahlreiche Dokumentationen von der "Europa-Saga" bis zu den Erstausstrahlungen "Wut auf Brüssel" und "Die sieben größten Gefahren der EU" zu sehen. Und am Sonntag, 19. Mai 2019, eine Woche vor dem Europa-Wahltag, sendet ZDFinfo noch einmal alle Dokumentationen zum Thema, die in den Wochen zuvor erstausgestrahlt wurden.

 

Die großen Irrtümer der Globalisierung

Donnerstag, 11. April 2019, 20.15 Uhr, ZDFinfo 

Ist die Globalisierung am Ende? Die großen Handelsmächte machen ihre Schotten dicht, in den USA regiert ein protektionistischer Präsident, der wichtigste Handelspartner mit Zöllen bedroht. Die EU und China reagieren mit Gegendrohungen. – Wie sehr wiegen die unbestritten noch bestehenden Vorzüge der Globalisierung die damit verbundenen Probleme auf? Die Dokumentation von Stefan Ebling stellt sie in sieben Kapiteln auf den Prüfstand.

 

Hinter den Kulissen des Brexit

Donnerstag, 17. April 2019, 19.30 Uhr, ZDFinfo

Durch Guy Verhofstadt werden die Zuschauer Zeuge von dem, was hinter den Kulissen stattfindet. Sie werden an allen wichtigen Schritten des Brexit-Prozesses beteiligt sein. Warum lässt Verhofstadt sich in die Karten schauen? Er ist ein Verfechter eines stärkeren, nicht schwächeren Europa. Auch wenn die Briten das Projekt EU verlassen, sieht er eine Perspektive für den Kontinent. Diese Überzeugung hat ihn dazu bewogen, einem Kamerateam die Türen zu öffnen. Die Zuschauer sollen die Möglichkeit bekommen, sich selbst ein Bild zu machen. Der Brexit-Prozess soll offen und öffentlich ablaufen. Nur so, ist Verhofstadt überzeugt, kann der Schaden minimiert werden für Europa. Ein Film von Lode Desmet

 

Wut auf Brüssel – Polen, Ungarn und die EU

Mittwoch, 17. April 2019 20.15 Uhr, ZDFinfo

„Wir brauchen kein EU-Imperium!“ – Die nationalkonservativen Regierungen in Ungarn und Polen provozieren mit antieuropäischen Parolen und fordern eine neue Machtverteilung in der Europäischen Union. Der Druck auf die EU wächst, denn Ungarn und Polen stellen mit ihrer autoritären Medien- und Justizpolitik, der Unterdrückung oppositioneller Bewegungen und dem Hass auf Minderheiten eine Gefahr für europäische Werte dar. Die EU-Kommission reagiert mit Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn und erstmals mit einem Sanktionsverfahren gegen Polen. Mehr noch: Künftig will die Europäische Union die Fördergelder an Rechtsstaatlichkeit knüpfen. Ein klares Signal an die "zwei Brüderlein" in Osteuropa. Stehen die Zeichen auf Spaltung? Ein Film von Marta Schröder

 

Die sieben größten Gefahren für die EU

Mittwoch, 17. April 2019 21.15 Uhr, ZDFinfo

Im Jahr der Europawahl steht die Zukunft der Europäischen Union auf dem Spiel: Autokraten von außen und innen, Terrorismus, Migration – überall kratzt es an der Essenz der EU. Wie gefährlich sind die Entwicklungen wirklich? Was könnte dem über 50 Jahre alten Staatenbund endgültig den Boden unter den Füßen wegziehen? Die sieben größten Gefahren für die EU – ein Film von Anja Kollruß.

 

Schafft Europa sich ab? EU-Gegner auf dem Vormarsch

Donnerstag, 9. Mai 2019 20.15 Uhr, ZDFinfo / Mittwoch, 24. April 2019, 0.45 Uhr, ZDF

Die Zeichen in Europa zeigen nach rechts – und das hat Gründe. Werden sich in Europa dauerhaft geteilte Gesellschaften etablieren? Steuert Europa auf einen Zustand zu, den die amerikanische Gesellschaft seit Jahren unter dem Begriff "Divided Nation" kennt.

Fast überall in Europa strömen Rechtspopulisten in Parlamente und sind in zahlreiche Staaten an der Macht beteiligt – eine aktuelle Bestandsaufnahme von Filmautor Rainer Fromm.

Die Geschichte Europas in ZDFneo

Zur Europawahl 2019 sendet ZDFneo am Sonntag, 5. Mai 2019, von 5.00 Uhr bis 18.15 Uhr einen Schwerpunkt "Die Geschichte Europas". Drei Wochen vor der Wahl zeigt ZDFneo an diesem Tag die Vielfalt des Europäischen Kontinents. Im Mittelpunkt stehen erfolgreiche und bildgewaltige "Terra X"-Dokumentationen mit Expeditionscharakter.

Den Auftakt bilden Dokus über Russland, die Ostsee, die Alpen bis hin zu Island. Wie weit die Naturgeschichte Europas zurückreicht, präsentiert der Geologe Prof. Colin Devey in den "Terra X"-Dokumentationen "Expedition Deutschland" und "Expedition Europa". Devey nimmt den Zuschauer mit auf eine erdgeschichtliche Reise bis zu den Ursprüngen des europäischen Kontinents. Den Abschluss der Schwerpunktplanung bildet der "Terra X"-Sechsteiler "Die Europa-Saga", in dem der Historiker Christopher Clark auf unterhaltsame Art und Weise durch Kultur und Geschichte Europas führt.

logo! extra: Kinder in Europa

Am 17. Mai 2019 vertieft "logo!“ mit einem "logo! extra: Kinder in Europa“ die Berichterstattung rund um die Europawahl. In der monothematischen Sendung, die um 20.35 Uhr bei KiKA gesendet wird, geht es vor allem um das Leben von Kindern in verschiedenen EU-Ländern. Gemeinsam mit Videojournalist Hanno Hummel sind "logo!“-Reporterin Maral Bazargani nach Finnland und Rumänien sowie "logo!“-Reporterin Dilek Üsük nach Griechenland und Portugal gereist. In jedem Land haben sie Kinder getroffen, die ihnen gezeigt haben, wie der Alltag für sie dort aussieht. Was sind die Besonderheiten in der Schule, was machen Kinder in ihrer Freizeit, was ist typisch für das Land?

So besucht zum Beispiel Siiri in Finnland eine Schule ohne Klassenzimmer, Zoe in Griechenland lebt in einer Hightech-Modellstadt mit autonom fahrenden Bussen, Arthur in Portugal geht nach der Schule zum Wellenreiten, und Ania in Rumänien bekommt zusätzlich zur Schule noch private Englischstunden.

Die Reporterinnen konnten so herausfinden, wie vielfältig die Kulturen innerhalb der EU sind und welche Gemeinsamkeiten die Menschen haben.

Begleitet und vertieft wird die Thematik auf logo.de und bei @zdflogo auf Instagram - z. B. mit weiteren Hintergründen zur EU.

"logo!", die einzige tägliche Kindernachrichtensendung im deutschen Fernsehen, wird im Wechsel von Linda Joe Fuhrich, Jennifer Sieglar und Tim Schreder präsentiert: samstags bis donnerstags um 19.50 Uhr und freitags um 19.25 Uhr im KiKA sowie auf logo.de.

aspekte on tour: Wer braucht noch die EU? Den gängigsten Vorurteilen auf der Spur

Kurz vor der Europawahl teilt sich der Kontinent in flammende EU-Verfechter, grimmige EU-Kritiker und eine Mehrheit, der die EU schlichtweg egal zu sein scheint. Was ist dieses EU-Konstrukt eigentlich, mit dem so viele seiner Bewohner hadern? Was ist dran an Vorurteilen und der Skepsis, mit der auch viele Deutsche der EU begegnen? Katty Salié und Jo Schück haben genug von Panels und Talkrunden zum Thema und begeben sich am Freitag, 26. April 2019, 23.00 Uhr im ZDF auf eine ganz persönliche Recherche-Tour. Zunächst sprechen beide in Deutschland mit Befürwortern, Ängstlichen und ausgewiesenen Europafeinden. Immer wieder sagen die Leute, Europa sei zu teuer, mische sich viel zu sehr ein und sei am Ende doch zu schwach, um die drängenden Probleme zu lösen. Aber stimmt das? Wie sind die Fakten? Die beiden machen sich auf zu einer unterhaltsamen Europa-Reise, über Großbritannien, Polen, Italien und nicht zuletzt Brüssel, um Vorurteile zu überprüfen und Antworten zu finden.

Online first: Faktenchecks und mehr

ZDFcheck19

Acht Wochen vor der Europawahl startet der "ZDFcheck19". Das Team Faktencheck überprüft dann erneut Aussagen von Politikern auf ihre Richtigkeit. Neben der Recherche fertigt das Team auch Infografiken zu Europafacts an, wie zum Beispiel zum Mindestlohn, zur Wehrpflicht, zur Rente und weiteren Themen. Die Rechercheergebnisse und Grafiken werden neben der Online-Ausspielung auch in verschiedene Fernseh-Sendungen einfließen.

Europa-Fakten

Relevante Daten zur EU und über diese hinaus werden in der Rubrik "Europa-Fakten" auf den ZDF-Onlineseiten gesammelt und grafisch dargestellt – zum Beispiel zu Erfolgen im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit, Mindestlöhnen, Renteneintrittsalter, Korruptionsindex.

wahl.zdf.de

Alle ZDF-Sendungen über den Wahlkampf und den Wahlabend werden in der ZDFmediathek zur Verfügung stehen. Unter wahl.zdf.de ist das gesamte Informationsangebot gebündelt zu finden. Einen exklusiven Online-Livestream gibt es am 15. Mai 2019 unter wahl.zdf.de zur Debatte aller EU-Spitzenkandidaten.

Am Wahlabend selbst werden online unterschiedliche Tools eingesetzt, um ausführlich über die Ergebnisse der Wahl zu informieren. Dazu gehört die schnelle Darstellung von Prognose, Hochrechnungen und Endergebnis sowie von Gewinnen und Verlusten der Parteien im Vergleich zur Vorwahl. Auch die Unterschiede in sozialen Gruppierungen werden dargestellt. Eine weitere Übersicht liefert die Ergebnisse aller EU-Länder liefern, sobald diese vorliegen.

heute.de

Die heute.de-Redaktion wird die Spitzenkandidaten in Deutschland vorstellen und Europa und Fakten dazu anbieten, welche Parteien zur Wahl antreten. Eine Bilderserie mit Infografiken zur Europäischen Union (wer ist seit wann Mitglied, wer hat den Euro seit wann, Bevölkerungsgröße, etc.) findet sich dort dann ebenso wie Infos zur Wahlbeteiligung 2014: Wer entsendet wie viele EU-Parlamentarier, wer zahlt was ein, wer bekommt wie viel aus Brüssel? Ab Mai 2019 ist auf der heute.de und auf wahl.zdf.de auch der Wahl-o-Mat wieder nutzbar.

The Love Europe Project

"The Love Europe Project" ist ein innovatives Nachwuchsprojekt von jungen Filmemachern aus ganz Europa. Entstanden sind zehn Kurzfilme à zehn Minuten, die in verschiedenen europäischen Ländern realisiert wurden. In dem 100-minütigen Kompilationsfilm "The Love Europe Project" treten junge Filmemacherinnen und -macher unterschiedlicher Nationalitäten mit ihren Filmen in einen grenzüberschreitenden Dialog zu Europa. Sie erschaffen, konträr zur verbreiteten "Europa-Skepsis", ein emotionales Narrativ des Miteinander, zeigen Brüche und zugleich Brücken auf zwischen unterschiedlichen Lebenswelten und Ländern eines diversen Kontinents.

Die vom  ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE und dem FilmFernsehFonds Bayern geförderte Koproduktion gibt mit ihrer Collage aus szenisch erzählten, persönlichen Geschichten und Schicksalen Einblick in die Lebenswirklichkeit unserer europäischen Nachbarn. Die einzelnen Filme schaffen in ihrer Verknüpfung und durch ihre unterschiedlichen Perspektiven emotionale Berührungspunkte. Die Episoden über Menschen aus verschiedenen sozialen, kulturellen und religiösen Milieus spiegeln Disparitäten wider und den immer wieder vorhandenen Traum, diese zu überwinden. Die Figuren, egal woher sie kommen, ringen um ihre Identität – auf der Suche nach Orientierung und Zugehörigkeit. In Zeiten politischer Instabilität, wachsendem Nationalismus und Chauvinismus ist der Film ein Plädoyer für die Notwendigkeit von Verständnis, Solidarität und freiheitlichem Miteinander. Gerade dort, wo es keine einfachen Antworten mehr gibt, wo aber der gemeinsame Weg Garant für Frieden und Freiheit sein kann.

Der Langfilm wird im April 2019 zunächst in einigen Kinos zu sehen sein. Ab dem 1. Mai 2019 sind die zehn Kurzfilme und der Langfilm für 30 Tage in der ZDFmediathek und unter arte.tv zu sehen. Im ZDF wird der Langfilm voraussichtlich am Montag, 13. Mai 2019, auf dem Sendeplatz des Kleinen Fernsehspiels gegen 0.00 Uhr ausgestrahlt.

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