Copyright ZDF / Frederic Batier
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Extraklasse 2+

Gemeinsam mit seinen SchülerInnen wird Ralph Friesner (Axel Prahl) vor eine unliebsame Aufgabe gestellt: Die Abendschule zieht in ein innovatives Bildungszentrum um. Ralph hält das für einen schlechten Scherz.

  • ZDF, Montag, 3. Mai 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Montag, 26. April 2021 - Montag, 2. Mai 2022

Texte

Stab

Regie: Matthias Tiefenbacher
Idee und Buch: Johann Bunners, Martin Douven
Kamera: Hanno Lentz
Ton: Wolfgang Widmer
Szenenbild: Claus Jürgen Pfeiffer
Kostüm: Daniela Thomas
Casting: Ingrid Cuenca
Schnitt: Horst Reiter
Musik: Biber Gullatz
Produktionsleitung: Stefan Hiller
Herstellungsleitung: Katja Hartwig
Produzenten: Markus Brunnemann, Dedina Dettmers
Produktion: UFA Fiction
Redaktion: Petra Tilger, Jasmin Maeda
Länge: 89 Minuten

Besetzung

Ralph Friesner - Axel Prahl
Dörte Wiedebusch - Aglaia Szyszkowitz
Karin - Katharina Thalbach
Viktor van de Veede - Stephan Kampwirth
Walter - Hans-Martin Stier
Gülmira - Ruzica Hajdari
Gökdal - Vedat Erincin
Katharina Wasmuth - Sonsee Neu
Norbert - Nico Randel
Sandra - Cosima Henman
Philipp - Anselm Bresgott 

Inhalt

Gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern wird Ralph Friesner vor eine unliebsame Aufgabe gestellt: Die Abendschule zieht in ein innovatives Bildungszentrum um. Ralph hält das für einen schlechten Scherz.
Die neue Schule geht Ralph gehörig auf den Geist, auch wenn seine Chefin Dörte Wiedebusch vom Konzept überzeugt ist. Ralph glaubt, dass an dem Bildungszentrum und dem feinen Direktor etwas faul ist. Kurzerhand geht er der Sache auf den Grund und setzt dabei nicht nur seinen Job, sondern auch Dörtes Vertrauen aufs Spiel. Und das, obwohl er Dörte doch am liebsten auch privat wieder näher kommen würde. Doch anstatt an ihre gemeinsame Nacht aus dem Sommer anzuknüpfen, ist Dörte strenger denn je mit ihm. Kostenlose Ratschläge zu Dörtes Gefühlslage bekommt Ralph von seiner Mitbewohnerin Karin . Für sie ist die Sache klar: Die Wiedebusch ist in Ralph verknallt. Und das soll ihre Art sein, ihm das zu zeigen? Ralph findet das absurd. Während er noch seine Gefühle sortiert, haben es ein paar arrogante Abiturientinnen und Abiturienten auf seine Klasse abgesehen. Dörte hält das für Anfangsschwierig­keiten, Ralph für Mobbing. Doch nicht nur das Selbstwertgefühl seiner Klasse leidet, auch die Noten lassen zu wünschen übrig. Ralph hat also alle Hände voll zu tun, um seine Schülerinnen und Schüler zum Abschluss zu bringen.

Fragen an...
...Axel Prahl

Was erwartet die Zuschauer im zweiten „Extraklasse“-Film?

Den Zuschauer erwarten neue Schüler mit neuen Problemen, aber auch eine Prise „Detektivgeschichte“, wenn Ralph mit seinem journalistischen Spürsinn Mauscheleien und Korruption in Ämtern und Trägergesellschaften auf die Spur kommt. Natürlich sind aber auch wieder alte Bekannte mit von der Partie, Karin, bei der Ralph jetzt lebt, und ihr Enkel Roman, der quirlige Norbert, Gökdal, mit dem Ralph jetzt eine enge Freundschaft verbindet, und natürlich Dörte, mit der nicht alles so einfach ist, wie Ralph das gerne hätte.

Ralph Friesner ist bei seinen Schülern sehr beliebt. Was hat er, was andere Lehrer nicht haben, was zeichnet ihn aus?

Ralph hat selbst schon die Höhen und Tiefen kennengelernt, die das Leben mit sich bringt, deshalb kann er sich besser in seine Schüler und ihre problematischen Umstände hineinversetzen. Außerdem hat er ein Herz aus Gold, auch wenn er das hinter seinem ruppigen Auftreten manchmal sehr gut zu verbergen weiß.

Zwischen Ralph und Schulleiterin Dörte gibt es einige atmosphärische Störungen. Warum?

Sie wissen ja selbst, wie das manchmal so kommen kann in ganz frischen Beziehungen, wenn sich beide noch unsicher sind.  Zwischen den beiden kam es zu einem dummen Missverständnis nach einer romantischen Nacht. Mehr soll noch nicht verraten werden.

...Aglaia Szyszkowitz


Sie spielen wieder die Schulleiterin Dörte. Was mögen Sie an der Figur?

Ich mag ihre Strenge, ich liebe es, Frauen zu spielen, die nach außen autoritär und nach innen voller Sehnsucht sind. Dörte ist so eine Frau. Sie gönnt sich wenig Genuss, lebt für ihren Job. Die Affäre mit Ralph bringt sie demzufolge gefährlich aus der Balance.

Dörte und Ralph sind mehr als Kollegen – auch wenn das Verhältnis im Moment etwas angespannt ist. Was steht zwischen ihnen?


Naja, sie hatten eine sehr schöne, gemeinsame Nacht und haben sich danach die ganzen Sommerferien über nicht mehr gesehen. Beide sind davon verunsichert, dass keiner sich gemeldet hat, da sie beide einsam sind, liebestechnisch, und sich die Reaktion des anderen einfach nicht erklären können.

Wie war die Stimmung am Set?

Vor dem Lockdown angespannt, danach sehr gut. Matthias Tiefenbacher hat großen Spaß am Komödien-Inszenieren und Axel ist ein wunderbarer Partner. Ich lerne von ihm Tricks, die ich gerne weiterverwende.

...Cosima Henman

Ihre Figur Sandra Kruske war in diverse Gewaltdelikte verwickelt und muss ihre Bewährungsstrafe nun in der Abendschule absitzen. Probleme werden bei ihr mit Gewalt gelöst. Warum ist Sandra so voller Wut?

Da Sandras Mutter schwer crackabhängig war und es nie eine Vaterfigur in ihrem Leben gab, wurde Sandra mit 4 Jahren in eine Pflegefamilie gegeben. Das Gefühl, von allen ungewollt zu sein und von jedem abgestoßen zu werden, hat sich tief in Sandra verankert. Ihre natürliche Reaktion auf Angriff oder Ablehnung ist es, in den Gegenangriff zu gehen. Bevor es jemand schafft sie zu verletzten, verletzt sie lieber zuerst. Ob körperlich oder verbal. Eine Art Schutzmechanismus. So hat Sandra das Gefühl immer die Kontrolle zu wahren, damit niemand, der sie eventuell verletzten könnte, ihr zu nahekommen kann.

In dem neuen Bildungszentrum legt sich Sandra sofort mit dem Abiturienten-Schnösel Philipp an. Die anfängliche Abneigung verändert sich dann aber. Was gefällt Sandra an Philipp?

Trotz der zwei komplett unterschiedlichen Welten, aus der Philipp und Sandra stammen, schafft Philip es, Sandras Interesse zu wecken. Er ist der erste Typ, der nicht durch Sandra eingeschüchtert ist. Ganz im Gegenteil! Er geht sogar immer wieder auf sie zu. Ausgelöst durch den von ihm initiierten Poetry Slam entdeckt Sandra eine neue Seite an sich. Und zwar, dass sie sich nicht nur mit Fäusten, sondern auch auf eine ganz andere Art, verbal, wehren kann, zum Beispiel in Form von Reimen oder Rap. Und vor allem, dass sie doch in etwas gut ist. Durch ihr neues Talent bekommt sie das erste Mal in ihrem Leben Anerkennung.

Wie waren die Dreharbeiten mit Sandras Filmhund?

Ich liebe Hunde! Nicht nur im Film, sondern auch am Set war der Filmhund „Bruno“ mein treuer Begleiter. Er hat auf meine Anweisungen genauso gut, wie auf die, der Hundetrainerin gehört, was die Zusammenarbeit sehr leicht gemacht hat. Am liebsten hätte ich „Bruno“ direkt mit nach Hause genommen!

...Anselm Bresgott

Philipp van de Veede kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus, sein Vater ist der Direktor der Schule, ihm scheint es an nichts zu fehlen. Oder?

Materiell gesehen hat er alles. Sozial beziehungsweise emotional sehr wenig. Seine Werte beziehen sich vor allem auf das, was er selbst nicht ist. Eine teure Uhr, eine Modemarke und ein Auto. Natürlich ist eine gewisse finanzielle Grundlage existenziell. Zu einer guten Lebensgrundlage gehört aber auch noch die soziale Existenz und die Liebe. Die hat er selbst nicht erfahren. Er definiert sich über seine externe materialistische Welt und ist dadurch in seinem Selbstwert von äußeren Dingen abhängig, was ihn am Ende sehr verunsichert. Phillipp hat eine materielle Grundlage, aber seine innere Welt, seine Psyche und seine Selbstachtung brauchen noch viel Aufmerksamkeit, Liebe und Mut. Vor allem von ihm selbst.

Philipp hat ein Auge auf Sandra geworfen. Was fasziniert ihn an ihr?

S
andra hat sich ihre innere Freiheit bewahrt und ist in die Selbstverantwortung gegangen. Sie nimmt sich und ihre Ziele zu großen Teilen ernst. Sie lebt nach bestimmten Werten, sie will etwas vom Leben. Das wünscht sich Philipp auch. Außerdem fühlt er sich von ihr auf eine neue Art und Weise angenommen, ein Gefühl, das er bis dahin nicht kannte. Diese Verbundenheit will er in sein Leben integrieren. Er ist aber trotzdem noch Sohn seines Vaters und lernt diese Veränderung in seinem Leben erst langsam kennen.

Wie haben Sie persönlich Ihre Schulzeit erlebt?

Ich hatte eine tolle Schulzeit. Ich war auf einer sehr freien Schule, die sich als Ziel Eigenverantwortung, Gemeinschaftssinn, die persönliche Entwicklung und das Meistern der Herausforderungen unserer Generation gesetzt hat. Ich war immer in jahrgangsübergreifenden Klassen und bekam bis zur 10. Klasse keine Noten. Das war toll. Mir wurde immer der Raum gegeben, meine Ideen und meine Kraft für Projekte zu nutzen, die mir am Herzen lagen und wo ich selbst kreativ sein konnte. Gemeinschaftlich wurde viel kommuniziert und diskutiert, auf Augenhöhe mit Schülern und Lehrern.

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über
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