Copyright: Elbgorilla/ Björn Lindenblatt
Copyright: Elbgorilla/ Björn Lindenblatt

Filmgorillas

2022: Das Film- und Serienmagazin geht weiter

Auftritt Filmgorillas! Seit 2020 geht ZDFkultur mit dem Magazin "Filmgorillas" und dem gleichnamigen YouTube-Kanal neue Wege in der Filmberichterstattung. Auch 2022 diskutieren Kinoexperte Steven Gätjen, Journalistin Anne Wernicke sowie das Cineasten-Ehepaar Silke und Daniel Schröckert ebenso versiert wie leidenschaftlich über das, was sie beruflich und privat am meisten beschäftigt: Serien und Kinofilme.

  • ZDF, Immer donnerstags gegen 0.45 Uhr
  • ZDF Mediathek, Immer ab Donnerstag um 10 Uhr

Texte

Bei YouTube, ZDFkultur und im TV

Mit den Filmgorillas hat ZDFkultur 2020 einen eigenen YouTube-Kanal ins Leben gerufen. Dreimal in der Woche laden die vier "Filmgorillas" dort neue Videos hoch. Steven Gätjen, Anne Wernicke, Daniel und Silke Schröckert präsentieren dienstags und mittwochs "Frischfutter" sowie donnerstags "Streifzüge", jeweils um 16 Uhr. In der Rubrik "Frischfutter" diskutieren sie interessante Neustarts, während sie in ihren "Streifzügen" relevante Themen aus der Film- und Serienwelt aufgreifen.

Die Highlights der YouTube-Woche werden donnerstags gegen 0.45 Uhr im gleichnamigen TV-Magazin zusammengefasst. Zu sehen sind die "Filmgorillas" außerdem bei ZDFkultur in der Mediathek unter https://www.zdf.de/kultur/filmgorillas

Die "Filmgorillas" wenden sich an ein breites, filmbegeistertes Publikum, das auf der Plattform YouTube auch unmittelbar zum Austausch eingeladen ist: Das Feedback, das die Community über die Kommentare gibt, fließt regelmäßig in die Videos ein. 

Inhalt

Wenn vier meinungsstarke Kinobegeisterte über ihr Lieblingsthema reden, sprühen die Funken, und es wird einiges geboten: ungewohnte Blicke hinter die Kulissen und Interviews mit schillernden Persönlichkeiten aus der Filmbranche. Ob Blockbuster, Arthouse, Familienfilm oder die neueste Thrillerserie: Die "Filmgorillas" lieben es, sich gegenseitig von ihren ganz persönlichen Film-Highlights zu überzeugen. Ihre Kino-, Streaming- und TV-Tipps präsentieren sie immer zu zweit – mal einvernehmlich, manchmal aber auch mit Spaß an einem gepflegten Streit, mal schwärmerisch und mal polemisch, aber immer pointiert, informativ und unterhaltsam.

Die einzelnen Filmgorillas

Steven Gätjen – der erfahrene Branchenkenner: Durch die Adern des Vollzeit-Cineasten fließt Film- und Serien-Blut. Seit seiner Kindheit verschlingt er bewegte Bilder. So hat er zu alten und neuen Filmen eine fundierte, aber vor allem sehr persönliche Haltung. Kein Wunder, denn seit Jahrzehnten bewegt er sich auf den roten Teppichen dieser Welt und kennt das Who's Who der Branche. Er fachsimpelt, macht Smalltalk und steckt sein Umfeld mit seiner bedingungslosen Leidenschaft für Filme und Serien an. 

Anne Wernicke – der Movie-Fan: Filme, Serien, Videospiele, dass Anne noch keine eckigen Augen hat, gleicht einem Wunder. Denn seit ihrer Jugend schlägt ihr Herz für bewegte Bilder und ausgefallene Kostüme. Den Grundstein legte ihr Vater mit Heimkino-Klassikern. Diverse Godzilla-Filme später ist sie ein absoluter Monster-Fan, und die Trilogie "Der Herr der Ringe" macht sie zur Fantasy-Followerin. Ob Blockbuster oder Arthouse: Anne hinterfragt das, was sie guckt, auf der emotionalen wie auf der handwerklichen Ebene. Ihr Joker: ein „Film und Animation“-Studium, und als Videospiel-Redakteurin ist  auch das Netz ihre Heimat.

Daniel Schröckert – der forschende Film-Nerd und ein wandelndes Kinolexikon. Schröckert analysiert alles, was er zu sehen bekommt, und hat immer eine klare Meinung. Referenzen, Analysen, Fun-Facts und Geschichten sind sein Ding, genau wie asiatische Action-Streifen und Godzilla-Filme. Sein Blick auf die Materie ist immer kompetent, unter der erfahrenen Rezensenten-Schale schlägt jedoch ein Herz voller Leidenschaft für den Film, weshalb seine emotionalen Wortergüsse von der Netzwelt gefeiert werden.

Silke Schröckert – die Kino-Liebhaberin: Als ausgebildete Journalistin und Kommunikations-Coach trifft Silke immer den richtigen Ton. Sie bildet sich eine eigene Meinung und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn ihre persönliche Haltung hinterfragt wird. Mit ihrer gesunden Intuition und einem über die Jahre gewachsenen Filmverständnis steht sie – im noch immer von Männern dominierten Bereich der Filmkritiker – lässig ihre Frau.

"Wir machen das über alle Kanäle" – Interview mit Steven Gätjen zum Start des Formats im Jahr 2020

Steven, von Ihnen kommt eine neue Sendung ins ZDF: "Filmgorillas". Was war die Motivation, dieses neue Format zu machen?

Meine Liebe zum Kino und zur Serie ist hoffentlich unverkennbar und ist mittlerweile auch relativ bekannt. Ich habe ein paar Jahre eine Show im linearen Fernsehen des ZDF gehabt: "Gätjens großes Kino". Da haben wir versucht, einmal im Monat das Beste vom Besten vorzustellen. Und es war eigentlich immer mein Wunsch, das Ganze auf eine wöchentliche Ebene zu heben. Ich war im Gespräch mit dem ZDF, man fand die Idee großartig. Vor allen Dingen, dass wir das über alle Kanäle machen, also einen eigenen YouTube-Kanal, lineares Fernsehen und über Social Media-Möglichkeiten, die man heutzutage hat. Dass wir jetzt im Mai starten, liegt einfach daran, dass es trotz geschlossener Kinos immer noch ein unfassbares Angebot gibt.

Warum machen Kinotipps aktuell Sinn, obwohl die Filmtheater gerade geschlossen sind?

Mittlerweile ist es ja so: Es gibt reichlich Kinoproduktionen, die gestreamt werden. Das ist für uns immer noch ein Anlass, den Fans die Möglichkeit zu bieten, sich in diesem dichten Serien- und Filmdschungel zurechtzufinden und sich sozusagen die Perlen anzuschauen. Und da wollen wir als "Filmgorillas" ein bisschen zur Seite stehen und Hilfe leisten. Und das wird natürlich in Zukunft mit den Kino-Öffnungen und Kino-Starts noch mehr werden.

Was erwartet uns denn bei den "Filmgorillas"?

Für uns war es wichtig, dass wir sozusagen aus einer persönlichen Liebe zu Serien und Filmen den Zuschauerinnen und Zuschauern die Möglichkeit geben, gemeinsam mit uns in diese Welt einzutauchen. Wir wollen unsere persönlichen Meinungen kundgeben, in einer Diskussion. Das heißt, wir haben manchmal zu einem Film oder einer Serie die gleiche Meinung, manchmal tauschen wir uns aber auch kontrovers aus. Und ich glaube, das ist das Schöne: Wir geben eine kurze Inhaltsangabe durch, diskutieren aber auch aus unserer Erwartungshaltung heraus. Und das machen wir bunt, ehrlich, straight und authentisch. Ich finde, das ist eine schöne Herangehensweise. Und wenn wir den Leuten dadurch einen gewissen Maßstab oder eine Guideline an die Hand geben, freut uns das natürlich sehr.

Sie besprechen in "Filmgorillas" nicht nur Kinoproduktionen und Spielfilme, sondern auch Serienformate. Sind Sie überrascht vom Erfolg der Serien?

Überrascht nicht, sondern hocherfreut darüber. Weil das auch eine Kunst ist: Das Tolle ist, dass man in der Serie natürlich die Zeit hat, die Figuren breiter auszubauen. Du hast viel mehr Möglichkeiten, Sachen unterschiedlich zu erzählen. Ich finde es toll, und beides ergänzt sich perfekt. Es gibt einfach Stoffe, die müssen seriell erzählt werden, weil es da einfach so viele Hintergründe gibt, so eine Dimension und so einen Reichtum an Geschichten und Figuren, dass man so etwas gar nicht auf zwei Stunden komprimieren kann. Aber ich finde das Kinoerlebnis, das mir eine abgeschlossene Geschichte präsentiert, immer noch genauso spannend. Wir als Konsumenten können uns ja über die Flut an Dingen inhaltlicher Art ergötzen und jeden Tag in die Hände klatschen.

Für uns alle gilt während der Corona-Krise: Zuhause bleiben! Hand auf's Herz: Wie viel Zeit verbringen Sie gerade vor dem Fernseher oder dem Beamer?

Ich bin immer noch sehr in Action und halte mich mit sehr viel Arbeit auf und versuche, extrem kreativ zu sein. Das heißt, für mich sind die Nächte die Zeit, in der ich mir cineastische Ergüsse und Serien um die Ohren beziehungsweise Augen schlagen kann. Ich gucke viel, mit den Filmgorillas wird das noch viel mehr. Das heißt, ich kann mein Hobby noch mehr zum Beruf machen. 

Sie sind absoluter Kino-Fan – wie schwer ist es für Sie, auf die große Leinwand und das Gemeinschaftserlebnis im Kino verzichten zu müssen?

Ich vermisse das Kino extrem. Ich liebe es, mit anderen Menschen einen Film zu gucken, weil einem das manchmal die Augen auch noch zusätzlich öffnet. Es gibt doch nichts Schöneres, als mit anderen zu lachen, beziehungsweise zu bemerken, wann andere lachen, und dann lässt man sich davon anstecken. Diese Emotionalität, Spannung, diesen Grusel oder diese Angespanntheit – ich finde das einfach toll. Ich mag das Rascheln von Popcorn und ich mag, wenn jemand zwischendurch tuschelt. Dieses Gemeinschaftsgefühl vermisse ich sehr, und ich bin mir sicher, das Kino wird ganz fulminant zurückkommen. Es wird weiterhin ein wichtiger gesellschaftlicher Ausflug bleiben. Umso mehr freue ich mich auf meinen ersten Kinobesuch nach dieser langen Zeit.

"James Bond", "Fast & Furious 9", "Mulan" – über 100 Kinoneustarts mussten wegen Corona bereits verschoben werden. Auf welche Produktion hätten Sie sich in diesem Jahr ganz besonders gefreut?

Ich war heiß auf den 25. "Bond" mit Daniel Craig in seinem sehr wahrscheinlich letzten Auftritt als Doppel-Null-Agent. Jetzt kann ich mich noch länger darauf freuen. Und als Kind der Achtzigerjahre freue ich mich logischerweise tierisch auf "Maverick", die Fortsetzung von "Top Gun". Der Trailer hat mir schon Gänsehaut bereitet, ich bin echt gespannt, was Tom Cruise wieder auf die Beine gestellt hat. Ich freue mich auf den zweiten "Minions"-Film, der nächstes Jahr rauskommt und auf diverse deutsche Produktionen. "Räuber Hotzenplotz" steht auch in den Startlöchern. Ich glaube für jeden Kino- und Serienfreund haben wir einen spannenden Herbst, hoffe ich – wenn nicht sogar spannenderen Winter. Aber nächstes Jahr im Frühjahr geht es dann richtig los.

Im Vorgänger-Format "Gätjens großes Kino" haben Sie sich mit internationalen Stars der Branche wie Tom Hanks getroffen. Das ist zurzeit ja nicht möglich – kommen bei den Filmgorillas dennoch Schauspieler und Regisseure zu Wort?

Auf jeden Fall. Ein Standbein der Berichterstattung über die Film- und Serienwelt sind natürlich Interviews mit den Machern, den Menschen, die vor der Kamera stehen, und den Menschen, die das, was uns magisch anzieht, auf die Leinwand zaubern. Ich finde, das ist das Schöne, und wir wollen mit den Filmgorillas nicht nur Filme besprechen, sondern auch die Magie des Kinos und der Serie rüberbringen. Dazu braucht man einfach die Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseurinnen und Regisseure, Produzenten. Das ist ein ganz großes Anliegen von uns. Wir grooven uns jetzt ein und werden den Film- und Seriendschungel noch größer werden lassen und allen Fans und Liebhabern dieser Genres zeigen, was wir bekommen.

Audio-Töne aus dem Interview mit Steven Gätjen

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