ZDFinfo zeigt am 24. Juli 2019, 18.45 Uhr, acht Folgen der Doku-Reihe "Der Zweite Weltkrieg". Foto: ZDF/Spiegel TV
ZDFinfo zeigt am 24. Juli 2019, 18.45 Uhr, acht Folgen der Doku-Reihe "Der Zweite Weltkrieg". Foto: ZDF/Spiegel TV

Geschichts-Dokus in ZDFinfo

Aus Anlass des Gedenkens an den Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren zeigt ZDFinfo 16 Dokumentationen zum Thema.

  • ZDF info, Sonntag, 25. August 2019, ab 10.30 Uhr

Texte

Sendetermine: Dokus zu 80 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg

Sonntag, 25. August 2019, 20.15 Uhr, ZDFinfo 

Countdown zum Zweiten Weltkrieg

20.15 Uhr: Täuschung – September bis Dezember 1937
21.00 Uhr: Erpressung – Januar bis April 1938
21.45 Uhr: Verrat – Mai bis September 1938
22.30 Uhr: Aggression – Oktober 1938 bis April 1939

Film von Michael Kloft

Produktion: Spiegel TV Geschichte
Redaktion: Christian Deick, Susanne Krause-Klinck
Länge: 4 x 45 Minuten

 

Mittwoch, 24. Juli 2019, 18.45 Uhr, ZDFinfo

Der Zweite Weltkrieg

18.45 Uhr: Der Überfall
19.30 Uhr: Angriff auf Europa
20.15 Uhr: Neue Allianzen
21.00 Uhr: Die Welt am Abgrund
21.45 Uhr: Vernichtungskrieg
22.30 Uhr: An allen Fronten
23.15 Uhr: Totaler Krieg
24.00 Uhr: Der Weg in den Untergang

Weitere Sendetermine im Block:
Dienstag, 30. Juli 2019/Mittwoch, 31. Juli 2019, 0.45 bis 6.30 Uhr
Mittwoch, 31. Juli 2019, 12.45 bis 18.45 Uhr 

Filme von Michael Kloft

Produktion: Spiegel TV
Redaktion: Christian Deick, Antje Böhning-Nüsse, Henri Bick
Länge: 4 x 45 Minuten

 

Sonntag, 25. August 2019, ab 10.30 Uhr:
16 Dokumentationen zum Zweiten Weltkrieg

10.30 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Der Überfall"
11.15 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Angriff auf Europa"
12.00 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Neue Allianzen"
12.45 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Die Welt am Abgrund"
13.30 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Vernichtungskrieg"
14.15 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: An allen Fronten"
15.00 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Totaler Krieg"
15.45 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Der Weg in den Untergang"
16.30 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Übermacht"
17.15 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Verbrannte Erde"
18.00 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Schlachtfeld Deutschland"
18.45 Uhr: "Der Zweite Weltkrieg: Apokalypse"
20.15 Uhr: "Countdown zum Zweiten Weltkrieg: Täuschung"
21.00 Uhr: "Countdown zum Zweiten Weltkrieg: Erpressung"
21.45 Uhr: "Countdown zum Zweiten Weltkrieg: Verrat"
22.30 Uhr: "Countdown zum Zweiten Weltkrieg: Aggression"

Countdown zum Zweiten Weltkrieg

Täuschung – September bis Dezember 1937

1. September 1937 – noch 730 Tage bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Adolf Hitler war seit über viereinhalb Jahren an der Macht. Es gab kaum Widerstand gegen seine Herrschaft. Mit diktatorischen Mitteln und Terror hatte Hitler sich Deutschland unterworfen. In jenen Tagen reiste der amerikanische Filmemacher Julien Bryan durch Nazideutschland. Auch wenn er nicht drehen konnte, was er wollte, gelangen ihm dennoch einzigartige Einblicke. 

Immer wieder machten vor allem Politiker aus Großbritannien ihre Aufwartung bei dem Diktator, um ihn von einer gesamteuropäischen Friedenspolitik zu überzeugen. Das "Dritte Reich" präsentierte in diesem Sommer 1937 seine wiedergewonnene Stärke nicht nur vor heimischer Kulisse: Auf der großen Weltausstellung in Paris hatten die Deutschen für ihren riesigen Pavillon von Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer einen Platz direkt am Eiffelturm bekommen. Gleich gegenüber hatte die Sowjetunion ihre Ausstellungshalle gebaut. In Sachen Monumentalität stand die sozialistische Diktatur der deutschen in nichts nach.

 

Erpressung – Januar bis April 1938

Am 4. Februar 1938 gab Hitler bekannt, dass nicht nur Kriegsminister Werner von Blomberg aus seinem Amt ausgeschieden ist, sondern auch der Oberbefehlshaber des Heeres, Werner von Fritsch. Der Diktator selbst übernahm die Befehlsgewalt über die Wehrmacht und gab sie bis zum Untergang nicht mehr ab. Joachim von Ribbentrop wurde Außenminister, Hermann Göring zum Feldmarschall und zum Stellvertreter des "Führers" ernannt.

So ging der Diktator aus der Krise nicht etwa geschwächt, sondern erheblich gestärkt hervor. Alle Schlüsselpositionen für den Weg in den Krieg waren in den Händen ergebener Parteigänger. Das neue Team verlor keine Zeit und erhöhte den Druck auf Österreich. Kanzler Kurt Schuschnigg reiste am 12. Februar 1938 auf den Obersalzberg. In Anwesenheit von besonders "martialisch" aussehenden deutschen Generälen drohte Hitler mit dem Einmarsch im Nachbarland. Nur mit Rücksicht auf die italienischen Verbündeten ließ er sich auf politische Zugeständnisse ein, die jedoch den Weg zur "Gleichschaltung" ebneten.

Wie Hitler setzte auch sein Paladin Hermann Göring gegenüber dem Nachbarn Österreich ohne Skrupel auf das Erpressungspotenzial deutscher Machtpolitik. Nach zwei Tagen des Zögerns erteilte Hitler am 10. März 1938 der Wehrmacht den Marschbefehl und zwang die Regierung in Wien zum Rücktritt. Am Morgen des 12. März überschritten deutsche Truppen die Grenze.

 

Verrat – Mai bis September 1938

Anfang Juli 1938 stellte Hermann Göring die wirtschaftlichen Weichen in Richtung Krieg. Neue Produktionsziele betraffen vor allem die Rüstung. Die Wehrmacht sollte alles Nötige bekommen. Die Waffenproduktion lief auf Hochtouren. Der von Krupp-Ingenieuren entwickelte Panzer IV wurde inzwischen in Serie gebaut. Obwohl die Schlagkraft der Wehrmacht ständig wuchs, warnten die Militärs den Diktator vor einem Waffengang. Das könnte einen Konflikt mit den europäischen Großmächten auslösen. Hitler war dennoch zum Krieg entschlossen. Und Hermann Göring unterstützte seine Pläne. Die Luftwaffe sei einsatzbereit, behauptete er wider besseren Wissens.

Die Regierung in London reagierte besorgt auf die sich zuspitzende Krise. Premierminister Neville Chamberlain war überzeugt, dass ein neuer Krieg in Europa auch sein Land ins Unglück stürzen würde. Er war entschlossen, den Frieden zu retten. Dabei wusste er die Bevölkerung hinter sich. Chamberlains Credo hieß "Appeasement", zu Deutsch "Beschwichtigung".

Auch Frankreich rüstete massiv auf. Premier Édouard Daladier versicherte den Briten, die französische Armee könne sich gegen die Wehrmacht behaupten. Trotzdem war die Regierung in London nicht bereit, konkrete Verpflichtungen zu übernehmen. Frankreich stand allein.

Im Sommer 1938 ließ sich Hitler von seinem Volk bejubeln. Die "Wochenschau" zeigte vor allem seine Anhängerinnen in Ekstase. Immer wieder wurden Gruppen sudetendeutscher Frauen ins Reich gebracht, um ihren "Retter" kameragerecht aufzufordern, sie vom Joch aus Prag zu befreien.

30. September 1938: Kurz nach Mitternacht wurde das "Münchner Abkommen" unterzeichnet. Zuerst von Hitler, dann von den anderen. Chamberlain betonte, das Abkommen habe große Bedeutung für die Weiterentwicklung der Politik. Nachrichtenagenturen hatten noch in der Nacht die Sensation aus München gemeldet, und Zeitungen in der ganzen Welt druckten Extrablätter. "Frieden" titelte der "Daily Express" in London, und auch die anderen britischen Zeitungen feierten das Abkommen. Es kam anders.

 

Aggression Oktober 1938 bis April 1939

Am 7. November 1938 verübte der jüdische Jugendliche Herschel Grynszpan in Paris ein Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Eine Tat mit weitreichenden Folgen: In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden in ganz Deutschland jüdische Geschäfte geplündert und Synagogen in Brand gesteckt so auch in Kitzingen bei Würzburg. Erhalten gebliebene Gestapo-Akten und zahlreiche Fotos dokumentieren das schreckliche Geschehen:

Hermann Göring versprach sich von antijüdischen Pogromen erhöhte Auswanderungszahlen und damit riesige Gewinne für seine leeren Kassen, denn die Juden müssten ihre Vermögen zurücklassen. "Mir wäre lieber gewesen, ihr hättet 200 Juden erschlagen und hättet nicht solche Werte vernichtet", sagt Göring.

Um den Druck zu erhöhen, ließ man nach der Pogromnacht Zehntausende in die Konzentrationslager bringen. "Ich möchte kein Jude in Deutschland sein", höhnte Hitlers zweiter Mann. Am 12. November berief Göring eine Sitzung im Luftfahrtministerium ein, auf der noch mehr Maßnahmen zur Erpressung der jüdischen Deutschen beschlossen wurden. So flossen Millionenwerte in die Kriegskasse des "Dritten Reiches".

Ende Januar 1939 war Hitler im Gespräch mit Goebbels noch unentschlossen, welches der nächste Schritt seiner Expansionspolitik sein wird. Doch binnen weniger Tage entschloss er sich, militärisch gegen die Regierung in Prag vorzugehen. Nach dem Einmarsch in Prag verleibte sich das "Dritte Reich" auch das seit dem Versailler Vertrag von 1919 unter litauischer Verwaltung stehende Memelgebiet ein. Angesichts eines Ultimatums vom 20. März 1939 beugte sich die Regierung Litauens dem Druck und übergab am 22. März Memel an die Deutschen.

Das nächste Ziel der Pläne des "Führers" waren Polen und die freie Stadt Danzig. Am 1. April 1939 lief in Wilhelmshaven das Schlachtschiff "Tirpitz" vom Stapel. In einer "Brandrede" auf dem Rathausplatz der Stadt griff der Diktator die angebliche "Einkreisungspolitik" Großbritanniens an. Noch bevor sich Hitler an Bord des KdF-Schiffes "Robert Ley" begab, beauftragte er die Wehrmacht mit der Vorbereitung des Krieges gegen Polen und der "Inbesitznahme von Danzig"

 

Höllenfahrt – April bis August 1939

Am 1. Mai 1939 fanden in Hamburg, Wien und Berlin Maifeiern statt. Am Brandenburger Tor marschierte eine Abordnung der "Deutschen Arbeitsfront" auf. Auf Gedeih und Verderb sei man aufeinander angewiesen, erklärte Hitler in seiner Rede zum Tag der Arbeit – und erhielt dafür frenetischen Beifall. Am 14. Mai besichtigte der Diktator den "Westwall" an der Grenze zu Frankreich – eine deutliche Demonstration.

Am 22. Mai unterzeichneten die Außenminister Italiens und Nazideutschlands ein Militärabkommen, den sogenannten "Stahlpakt". Ende Mai intensivierte das Propagandaministerium die Polemik gegen Polen und Großbritannien. Die "Legion Condor" kehrte aus dem spanischen Bürgerkrieg zurück und wurde am 6. Juni mit einer Parade in Berlin geehrt. In Danzig veranstalteten die Nazis eine "Gau-Kulturwoche" und heizen die Stimmung in der Stadt weiter an.

Die Kriegsvorbereitungen liefen auf Hochtouren. Sechs Millionen Deutsche waren für den Ernstfall einsatzbereit. Adolf Hitler kehrte aus der Sommerfrische auf dem Obersalzberg nach Berlin zurück und führte in der Reichskanzlei Gespräche mit Militärs und Diplomaten. Schließlich entschied der Diktator, dass der Krieg am 1. September beginnen sollte. Ein von der SS inszenierter Zwischenfall am Sender Gleiwitz sollte einen Vorwand zum Losschlagen liefern. In Danzig war das Schulschiff "Schleswig-Holstein" eingetroffen, das mit der Beschießung des polnischen Munitionsdepots auf der Westerplatte das Zeichen zum Angriff geben würde.

Der Zweite Weltkrieg

Der Überfall

Am 1. September 1939 eröffnete das Kriegsschiff "Schleswig-Holstein" das Feuer auf die Halbinsel Westerplatte bei Danzig. Es war der Auftakt zu einem Krieg, der Europa ins Chaos stürzt.

Nach dem Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts fühlte sich Hitler stark genug, loszuschlagen. Die Wehrmacht überfiel Polen. Von Anfang an wurde der Krieg mit hoher Brutalität geführt und kostete Zehntausende Zivilisten das Leben.

Auch wenn das Nachbarland binnen weniger Wochen besiegt war, verlief der Feldzug nicht so reibungslos, wie von der NS-Propaganda verbreitet: Die Polen leisteten erbitterten Widerstand. Die Dokumentation wirft einen ausführlichen Blick auf verschiedene Aspekte des Überfalls und verdeutlicht, welche Folgen der Feldzug für den weiteren Verlauf des Krieges hatte.

 

Angriff auf Europa

Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen im Herbst 1939 nahm Hitler Dänemark und Norwegen ins Visier. An der Westfront hingegen herrschte eine seltsame Phase der Ruhe – noch.

Obwohl sich die nationalsozialistische Diktatur mit England und Frankreich im Krieg befindet, gab es im sogenannten "Sitzkrieg" kaum militärische Auseinandersetzungen. Das änderte sich im Frühjahr 1940 mit dem Beginn des deutschen Westfeldzuges.

Binnen weniger Wochen war Frankreich besiegt und die britischen Expeditionsstreitkräfte waren vom europäischen Kontinent vertrieben. Hitlers Popularität erreichte in Deutschland einen neuen Höhepunkt.

Die Dokumentation beschäftigt sich intensiv mit den Etappen des Westfeldzuges der Wehrmacht, dem Beginn der brutalen Besatzungsherrschaft in Frankreich und der Stimmung in Deutschland während des Frühsommers 1940.

 

Neue Allianzen

Nach dem Sieg über Frankreich war Hitler auf dem Höhepunkt seiner Macht. Er und seine Verbündeten in Italien und Japan wollten die Welt unter sich aufteilen.

Doch es gab Rückschläge. Im August 1940 warfen britische Fliegerverbände als Vergeltung für die vorangegangenen deutschen Luftangriffe auf England die ersten Bomben über Berlin ab.

Als die Deutschen die Bombenkrater in der Hauptstadt des "Dritten Reiches" sahen, wurde ihnen erstmals seit dem Beginn des Krieges die eigene Verwundbarkeit vor Augen geführt: Trotz diverser Blitzkrieg-Siege war die Luftwaffe nicht in der Lage, die feindlichen Verbände fernzuhalten. Der britische Premier Winston Churchill wollte Hitlers Herrschaft über Europa um jeden Preis verhindern, andernfalls wurde "die Welt im Abgrund eines neuen dunklen Zeitalters versinken", so Churchill.

Auch auf der anderen Seite des Globus wurde das Vereinte Königreich angegriffen: In Südostasien schickte sich das militaristische Kaiserreich Japan an, die Kolonien des Westens zu überrennen. Das rief eine weitere Großmacht auf den Plan: Die Vereinigten Staaten von Amerika sahen ihre Interessen im Pazifik gefährdet. Doch zunächst beteiligten sich die USA nur indirekt an den Kämpfen auf den Schlachtfeldern des Krieges.

 

Die Welt am Abgrund

Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 griffen Wehrmachtsverbände die Sowjetunion an. Damit begann ein fast vier Jahre andauernder verbrecherischer Krieg, der Millionen Opfer kostete

Den Generälen der Wehrmacht hatte Hitler bereits Monate zuvor klargemacht, was er vom Krieg gegen die Sowjetunion erwartete. Ein "Vernichtungsfeldzug" sollte es werden – zur völligen Zerschlagung des sowjetischen Staates und Ausbeutung seiner Bevölkerung.

Erst nach einem halben Jahr kamen die deutschen Truppen vor Moskau zum Stehen. Verblendet von vorangegangenen Blitzkrieg-Siegen haben die deutschen Befehlshaber die Truppen tief ins Land vorstoßen lassen. Doch der schnelle Sieg blieb aus.

Als auf der anderen Seite der Welt das mit Hitler-Deutschland verbündete Kaiserreich Japan die USA im Pazifik in den Krieg riss, wuchsen die Konfliktherde zusammen – der Weltkrieg war vollends entbrannt.

 

Vernichtungskrieg

Im Winter 1941/42 wurde klar: Der erhoffte schnelle Sieg gegen die Sowjetunion würde eine Illusion bleiben. Hitlers Regime setzte jetzt alles daran, wenigstens das zweite Ziel zu erreichen.

Hitlers ideologisches Hauptziel: die "Endlösung der Judenfrage". Anfang 1942 nahmen die ersten Vernichtungslager ihren Betrieb auf, der monströse Massenmord an Europas Juden nahm seinen Lauf. Zugleich schlugen die Alliierten erstmals auf deutschem Boden zurück.

Britische und später auch US-amerikanische Bomberflotten griffen deutsche Städte an. In der Atlantikschlacht eskalierte der U-Boot-Krieg. An der Ostküste der Vereinigten Staaten trafen die deutschen U-Boote auf eine unvorbereitete US-Navy.

Kurz darauf beschossen japanische U-Boote die US-amerikanische Westküste bei Santa Barbara. Doch die US-Kriegsmaschine nahm allmählich Fahrt auf. In der Schlacht bei Midway brachten US-Schiffe der japanischen Flotte eine erste schwere Niederlage bei.

 

An allen Fronten

Sowjetunion im Sommer 1942: Die deutsche Wehrmacht startete eine Großoffensive im Süden der Front. Das Ziel waren die Ölfelder des Kaukasus. Doch der von Hitler befohlene Vormarsch wüde auf verhängnisvolle Weise enden – in Stalingrad. Die US-Amerikaner kämpften bereits seit Monaten gegen die Truppen des Kaiserreichs Japan – Insel für Insel im Pazifik musste blutig erobert werden.

Die Schlacht von Guadalcanal war die erste einer langen Reihe verlustreicher Gefechte. Zusammen mit ihren britischen Verbündeten planten die US-Amerikaner eine Landung in Nordafrika – "Operation Torch" sollte das Tor zur Befreiung Europas öffnen.

 

Totaler Krieg

Im Februar 1943 rief Propagandaminister Joseph Goebbels den "Totalen Krieg" aus. Es war der verzweifelte Versuch des Regimes, sich gegen die immer klarer werdende Niederlage zu stemmen.

Zwei Wochen zuvor hatte die deutsche sechste Armee nach monatelangen Kämpfen in Stalingrad kapitulieren müssen. Im Sommer standen sich die Rote Armee und Hitlers Wehrmacht bei Kursk gegenüber. Es entbrannte die größte Panzerschlacht der Weltgeschichte.

An deren Ende mussten sich die Deutschen zurückziehen. Auch an den anderen Kriegsschauplätzen war die Zeit der deutschen Siege vorüber. Im Mai 1943 gingen die letzten deutschen und italienischen Truppen in Nordafrika in Gefangenschaft. Damit war für die Alliierten der Weg zur Landung in Italien frei.

 

Der Weg in den Untergang

Im Sommer 1943 wurde Hamburg Ziel schwerer alliierter Luftangriffe. Mehrere Tausend Tonnen britischer und US-amerikanischer Bomben lösten einen verheerenden Feuersturm aus.

Der Krieg forderte immer mehr zivile Opfer an der deutschen Heimatfront. An den Fronten spitzte sich die Lage für Hitlers Wehrmacht weiter zu. An der Ostfront musste sie sich nach den Niederlagen von Stalingrad und Kursk weiter zurückziehen.

Anfang 1944 wurde Leningrad nach fast 900-tägiger Blockade von der Roten Armee befreit. Mehr als eine Million Einwohner der Stadt waren der deutschen Belagerung zum Opfer gefallen.

Infos zu ZDFinfo

Die Wissensvermittlung bleibt der Markenkern von ZDFinfo – mit langen Dokumentationsstrecken aus den Bereichen Zeitgeschichte, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Wissens-Dokus im "Fernsehen zum Mitreden" sind gefragt: Im Mai 2019 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,4 Prozent bei den Zuschauern gesamt und 1,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen.

Im gesamten Jahr 2018 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,4 Prozent bei Zuschauer gesamt und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen.

Zur Entwicklung der Marktanteile:

ZDFinfo erreichte 2017 bei den Zuschauern gesamt einen Marktanteil von 1,2 Prozent – und steigerte seinen Marktanteil in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 1,3 Prozent. 2016 hatte der Digitalsender gegenüber 2015 um 0,2 Prozent zugelegt. Der Sender erreichte sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent. Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

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