ZDFinfo erinnert an die "68er". Foto: ZDF/Nico Viets
ZDFinfo erinnert an die "68er". Foto: ZDF/Nico Viets

Geschichts-Dokus in ZDFinfo

"Die 68er", "Böse Bauten", "Entführung aus dem Vatikan"

Zwei Dokumentationen aus Anlass von 50 Jahre "68er" und eine neue Folge der Reihe "Böse Bauten". ZDFinfo sendet am Mittwoch, 26. September 2018, 20.15 Uhr zunächst "Die 68er – Wir waren die Zukunft", gefolgt von "Der 68er Check – Sieben Mythen und Wahrheiten". Am Mittwoch, 3. Oktober 2018, 20.15 Uhr ist erstmals die fünfte Folge der Reihe "Böse Bauten" über "Hitlers Architektur an Nord- und Ostsee" zu sehen. Am Samstag, 20. Oktober 2018, 20.15 Uhr steht die "Entführung aus dem Vatikan – Der Fall Emanuela Orlandi" auf dem ZDFinfo-Programm.

  • ZDF info, Mittwoch, 26. September 2018, 20.15 Uhr / Mittwoch, 3. Oktober 2018, 20.15 Uhr / Samstag, 20. Oktober 2018, 20.15 Uhr

Texte

Sendetermine

Mittwoch, 26. September 2018,
20.15 Uhr: Die 68er – Wir waren die Zukunft
21.00 Uhr: Der 68er-Check  Sieben Mythen und Wahrheiten"

 

Mittwoch, 3. Oktober 2018,
20.15 Uhr: Böse Bauten – Hitlers Architektur an Nord- und Ostsee
21.00 Uhr: Böse Bauten – Hitlers Architektur: Spuren vom Westwall bis zur Autobahn
21.45 Uhr: Böse Bauten – Hitlers Architektur im Schatten der Alpen

 

Samstag, 20. Oktober 2018, 20.15 Uhr
Entführung aus dem Vatikan – Der Fall Emanuela Orlandi

 

Sonntag, 11. November 2018, 20.15 Uhr
"Verrat" – Das Ende der Habsburger im Ersten Weltkrieg

Die 68er – Wir waren die Zukunft

Film von Christhard Läpple

Produktion: ZDF
Redaktion: Paul Amberg, Christian Deick, Susanne Krause-Klinck
Länge: ca. 45 Minuten

Ihre Lebenswege könnten unterschiedlicher nicht sein. Was sie eint, war die Idee einer anderen Welt: Hans-Christian Ströbele, Alice Schwarzer, Horst Mahler und Wibke Bruhns. Eine Generation – vier Wege. Befreiung, Veränderung, eine neue Gesellschaft – das Private wird politisch. Das waren einige Ziele der jungen 68er-Rebellen von damals. Im Kern die Kampfansage an die Eltern der Nazi-Generation, an den Muff der Wiederaufbaujahre.

Heute sind die 68er-Veteranen zwischen 70 und 80 Jahre alt. Doch diese Rentner-Generation weigert sich beharrlich, alt zu werden. Die 68er stehen für die längste Pubertät der Weltgeschichte. Ihre Jugend verteidigen sie bis ins hohe Alter mit Jeans und Turnschuhen, Pferdeschwanz im Pflegeheim und nostalgisch verklärtem Blick zurück. Keine Generation hat so viel bewegt – und noch mehr zerstört, sagen ihre Kritiker.

Die Dokumentation stellt anhand von vier ausgewählten Lebensläufen die Hoffnungen und Enttäuschungen, Siege und Niederlagen dieser Aufbruch-Generation vor. Was ist aus ihnen geworden? Wo sind ihre Gemeinsamkeiten, wo ihre Brüche und Konflikte? Wie lautet am Ende die Bilanz? Waren die 68er ein Glücksfall für die Demokratie oder der Auftakt zu Gewalt und RAF-Terror? Organisierten die 68er bei ihrem Marsch durch die Institutionen die Neugründung der Bundesrepublik, oder waren sie der Epochen-Bruch in Richtung Egozentrik, Mittelmaß und Ausverkauf aller Werte? Die 68er werden ein halbes Jahrhundert alt.

"Der 68er-Check – Sieben Mythen und Wahrheiten"

Film von Sonja von Behrens

Produktion: ECO Media TV
Redaktion: Susanne Krause-Klinck 
Länge: 45 Minuten

Demos, Sit-ins, Straßenrevolten, Hippies, Kommunen, Hasch, Rockmusik, freie Liebe: Das alles überrollt in den späten 60er Jahren das bis dahin biedere Nachkriegsdeutschland. Doch haben die "68er" wirklich eine ganze Generation geprägt? Wurde die Sexualität durch sie freier? Waren die Vordenker alle links? Haben sie die Kindererziehung zum Guten revolutioniert und Ernst gemacht mit der Aufarbeitung der NS-Zeit? Und vor allem: Ist Deutschland noch heute durch sie und ihre Ideen geprägt?
Drei Historiker führen in einheitlich gestalteten Interviews durch den Film. Grob können sie dem linken, dem liberalen und dem konservativem Spektrum zugeordnet werden. Zudem zeigt der Check anhand einer niederbayerischen Gemeinde, wie wenig außerhalb der Großstädte von den "68ern" zu spüren war. In Kurzporträts kommen Menschen zu Wort, die zwar zu der Generation gehören, aber sich überhaupt nicht den 68ern zugehörig fühlen. Kann man also wirklich davon sprechen, dass mehr oder weniger alle Deutschen eines bestimmten Alters von 1968 geprägt seien?

Böse Bauten – Hitlers Architektur an Nord- und Ostsee

Film von Kathrin Beck

Produktion: ZDF Digital
Redaktion: Werner von Bergen, Susanne Krause-Klinck

Neue, fünfte Folge aus der Reihe "Böse Bauten" in ZDFinfo.

Abreißen, neu nutzen, oder gar unter Denkmalschutz stellen? Die Frage stellt sich auch dort, wo man das unbequeme Erbe des "Dritten Reiches" auf den ersten Blick nicht erwartet: Zwischen Strandkörben und Krabbenbrötchen, in den beliebten Urlaubsgebieten an der Nord- und Ostseeküste finden wir sie: sperrige Relikte aus der Zeit des Nationalsozialismus. Der fünfte Teil der Reihe "Böse Bauten" reist von Holland bis an die Ostsee.

Wie geht die Küstenregion mit dem Nazi-Bauerbe um? Die Bunker des sogenannten "Atlantikwalls" im niederländischen Scheveningen, dem See-Vorort von Den Haag, bieten ein bizarres Bild, mitten in der Ferienidylle. Was soll man mit ihnen anfangen? Eine jüngere Generation von holländischen Denkmalpflegern kümmert sich nun um diese sperrigen Bauwerke, die die deutschen Besatzer einst hinterlassen haben. Fachleute erforschen sie, graben sie aus dem Dünensand und sanieren sie. Der Atlantikwall: ein länderübergreifendes, europäisches Kriegs-Monument, das für die Zukunft erhalten sein will.

Derweil sorgt das längste und wohl prominenteste NS-Bauwerk des Nordostens, das einstige KdF-Seebad Prora auf Rügen, immer wieder für Schlagzeilen. Schicke Eigentumswohnungen verkaufen sich bestens, aber was wird vom Original noch erfahrbar bleiben? Nun soll auch noch ein Sportboothafen entstehen.

In Peenemünde, auf der Ostsee-Insel Usedom, versucht man indessen, das munitionsbelastete Sperrgebiet der ehemaligen Heeresversuchsanstalt - in der Wernher von Braun, der "Vater" der US-Mondlandung, mit der V2-Rakete frühe Karriere machte - endlich voll zugänglich zu machen.

Und in Hamburg? Dort streitet man sich um die Nachnutzung von NS-Bauten, um Flaktürme und Bunker. Mit dem Verein "Hamburger Unterwelten" erforscht die Dokumentation bisher schwer zugängliche Orte - und ein solcher Ort liegt mitten auf, beziehungsweise unter der Reeperbahn. Zudem wird die Architekturhistorikerin Dr. Sylvia Necker den "Albert Speer" von Hamburg vorstellen und auf das Außenlager des KZ Neuengamme hinweisen.

In Schleswig-Holstein, an der Nordseeküste im Kreis Dithmarschen, haben die Nationalsozialisten in sogenannten Koogs dem Meer Land abgetrotzt und Bauern angesiedelt. Der ehemalige "Adolf-Hitler-Koog", heute Dieksanderkoog, ist noch erhalten, und immer noch leben hier viele Nachfahren der ersten Bewohner. Zurzeit wird der Koog mit seiner Anti-Kirche, in der rätselhafte Schriftzüge auf einen Hitleraltar verweisen, erforscht. Die Vergangenheit gibt ihre Geheimnisse preis.

Entführung aus dem Vatikan – Der Fall Emanuela Orlandi

Produktion: Ilona Grundmann Filmproduktion
Redaktion: Bea Starke
Länge: ca. 45 Minuten

Am 22. Juni 1983 verschwand die 15-jährige Emanuela Orlandi spurlos – am helllichten Tag, mitten im Vatikan. In den folgenden Tagen meldeten sich bei ihrer Familie anonyme Anrufer. Sie gaben vor, Emanuela entführt zu haben. Die vatikanischen Behörden schalteten sich ein, auch Papst Johannes Paul II. Doch Emanuela blieb verschwunden. Seither sucht ihr Bruder Pietro unermüdlich nach Indizien, nach Antworten. Und tatsächlich hat er bei seinen Recherchen eine Reihe von überraschenden Erkenntnissen über das Verschwinden seiner Schwester zutage gebracht.

"Verrat" – Das Ende der Habsburger im Ersten Weltkrieg

Film von Fritz Kalteis

Produktion: Metafilm Wien
Redaktion: Peter Allenbacher (ARTE), Susanne Krause-Klinck (ZDFinfo)
Länge: ca. 45 Minuten

Eben erst auf dem Thron, wollte Karl I von Österreich, Europas letzter Kaiser, das Schlachten des ersten Weltkriegs beenden. Die Welt würde ganz anders aussehen, hätte Karl Erfolg gehabt.

Jung und unerfahren stürzte sich Karl I von Österreich im Jahr 1917 in das diplomatische Ränkespiel der Großmächte. Er war bereit, für den Frieden den Waffenbruder Deutschland an Frankreich zu verraten – und musste bitter dafür büßen.

Die so genannte „Sixtus-Affäre“ zerstörte nicht nur die letzte Chance auf Frieden – sie brachte den totalen Krieg und führte zum Untergang des 650 Jahre alten Weltreiches der Habsburger.

Infos zu ZDFinfo

Wissens-Dokus im "Fernsehen zum Mitreden" sind bei jüngeren Zuschauern weiter gefragt: ZDFinfo erreichte 2017 bei den Zuschauern gesamt einen Marktanteil von 1,2 Prozent – und steigerte seinen Marktanteil in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 1,3 Prozent. Im August 2018 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,6 Prozent bei den Zuschauern gesamt und 1,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: "ZDFinfo spricht mit seinen informativen Dokumentationen weiter verstärkt ein jüngeres Publikum an und führt dieses an das Programmangebot der ZDF-Familie heran."

Die Wissensvermittlung bleibt der Markenkern des Digitalkanals, der mit langen Dokumentationsstrecken aus den Bereichen Zeitgeschichte, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft erfolgreich ist. 

Zur Entwicklung der Marktanteile:

2016 hatte der Digitalsender gegenüber 2015 um 0,2 Prozent zugelegt. Der Sender erreichte sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent. Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,
und über https://presseportal.zdf.de/presse/geschichte    

Weitere Informationen

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2018 ZDF  

 


Ansprechpartner:


Thomas Hagedorn
Telefon: 06131/70-13802
E-Mail: hagedorn.t@zdf.de

Anja Scherer
Telefon: 06131/70-12154
E-Mail: scherer.an@zdf.de