Heiligabend mit Handy, Youtube und Shitstorm

Dokutag über mobile Revolutionen und andere Netz-Aktivitäten

Heiligabend goes digital: ZDFinfo bietet am 24. Dezember 2015 eine etwas andere Bescherung und beleuchtet den Siegeszug von Handys, Internetvideos und Computerspielen. Über den kompletten Sendetag informiert der Digitalsender mit 24 Dokus und einer Gesprächsrunde – darunter auch einige Erstsendungen – über junge Medien, Internetbusiness und mobile Revolutionen.

  • ZDF info, Donnerstag, 24. Dezember 2015, ganztags

Texte

Digitaler Heiligabend in ZDFinfo

06.15 Uhr: 15 Minutes of Fame: Cassette Boy

06.30 Uhr: Die Facebook-Story – Mark Zuckerberg: Das wahre Gesicht hinter Facebook

07.15 Uhr: Die Nintendo-Story

07.45 Uhr: DSKNECTD – Vernetzt und doch einsam?

08.30 Uhr: Tatort Internet: Angeklickt und Abgezockt

09.15 Uhr: Das Handy – Die mobile Revolution der Welt

10.00 Uhr: Die Apple-Story: Steve Jobs - Der Mann, der die Zukunft erfand

10.45 Uhr: Die Microsoft-Story: Computerpionier Bill Gates

11.30 Uhr: Rivalen: Bill Gates und Steve Jobs

12.15 Uhr: Steve Jobs – Das Genie von Apple

13.00 Uhr: Die Youtube-Story: Videorevolution zwischen Katzen und Kinderstars

13.45 Uhr: Die Google-Story: Die Milliarden-Dollar-Maschine

14.30 Uhr: Die Youtube-Story: Milliardengeschäft zwischen Pop und Politik

15.15 Uhr: Youtube – Info-Stammtisch

16.00 Uhr: Die SciFi-Story: Aufstand der Roboter

16.45 Uhr: Die SciFi-Story: Unendliche Weiten

17.30 Uhr: Die SciFi-Story: Angriff der Aliens

18.15 Uhr: Die SciFi-Story: Zeitreisen

19.00 Uhr: WISO plus: Hightech – Spielerisch durchs Leben

19.45 Uhr: Die Nintendo-Story

20.15 Uhr: Videospiele – Revolution einer Generation

21.00 Uhr: World of Warcraft – Geschichte eines Kult-Spiels

21.45 Uhr: Rebellen im Internet: Die Anonymous-Story

22.40 Uhr: Tod eines Internet-Aktivisten: Die Aaron-Swartz-Story

00.25 Uhr: Shitstorm: Und plötzlich hasst dich die ganze Welt

01.10 Uhr: Die Scheinwelt von Facebook & Co: Das Geschäft mit den gekauften Links

15 Minutes of Fame: Cassette Boy

Bilder, Videos und Texte werden im Internet plötzlich zu einem Massenphänomen – mal zufällig, mal gesteuert. "15 Minutes of Fame" erzählt die Geschichte hinter den Trends und Thesen im Netz. Internetphänomene wie "Harlem Shake", "Ice Bucket Challenge", "Grumpy Cat" oder "Selfies", die längst zum Kulturgut geworden sind, hat dieses Netzkultur-Format in ZDFinfo bereits veranschaulicht. "Cassette Boy" wird an Heiligabend erstmals gesendet – es ist die 15. Folge von "15 Minutes of Fame".

Das Handy – Die mobile Revolution der Welt

Die Dokumentation, die erstmals in ZDFinfo gesendet wird, erzählt, wie das Mobiltelefon unser Leben verändert hat. Wie konnten wir in wenigen Jahrzehnten vom langsamen, gebundenen Menschen zum dynamischen Kommunikationsprofi werden?

Seit es Mobiltelefone gibt, haben wir das Lebenstempo kontinuierlich beschleunigt und neue Geschwindigkeitsstandards gesetzt. Aber wie konnte so ein kleines Gerät die Welt so radikal verändern? 

Youtube: Info-Stammtisch

Youtube ist mehr als ein Tummelplatz für kreative Jugendliche. Nach den Gamern, Rappern und Comedians kamen die Nachrichten und die Kommentatoren. Youtube hat die Art und Weise verändert, wie wir Nachrichten konsumieren. Viele Jugendliche haben sich vom klassischen Fernsehen abgewandt. Laut JIM-Studie aus dem Jahr 2014 ist YouTube unter den 12- bis 19-Jährigen das aktuell beliebteste Internetangebot.

Viele von ihnen wollen inzwischen selbst Youtube-Star werden. Selbst, wenn nur rund ein Prozent der Youtuber von ihren Werbeeinnahmen leben können, möchten sie dennoch berühmt werden. Wir leben in einer Zeit, in der das Berühmtsein einen nie gekannten Stellenwert erreicht hat.

Was vor zehn Jahren mit einem einfachen Amateur-Video begann, ist heute eine weltweite Medienmacht geworden. Täglich nutzen über eine Milliarde Menschen YouTube. Pro Minute werden 100 Stunden Material hochgeladen, Umsatz: geschätzt 4,5 Milliarden Euro.

Webvideos sind der größte Wachstumsmarkt im Mediengeschäft. Kein Wunder also, dass viele mitverdienen wollen. Die Stars der Szene sind inzwischen bei renomierten Medienunternehmen unter Vertrag, doch bei den Produktionen verschmelzen Werbung und Inhalt.

Gäste am Youtube-Info-Stammtisch

Christoph Krachten: TV Produzent und Mitbegründer des Multichannel Networks Mediakraft, heute Geschäftsführer der Videodays. Dem klassischen Fernsehen sagte er vor fünf Jahren bereits den Tod voraus.

Jürgen  Brautmeier, Direktor der Landesmedienanstalt NRW, Historiker und Medienpädagoge, sucht den Dialog mit den Youtubern und fordert eine strikte Trennung zwischen Inhalten und Werbung.

Mirko Drotschmann, TV Journalist und YouTuber. Mit seinem Channel "Wissen to go" will er vor allem politische und gesellschaftliche Ereignisse vermitteln. Er glaubt, dass die Nachfrage nach erwachsenen Inhalten im Netz steigen wird.

Lars Gräßer, Pressesprecher und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Grimme Instituts für Medien und Bildung, der sagt, dass die Jugendlichen vom Fernsehen schon lange nicht mehr erreicht würden.

Nela Lee, Fernsehmoderatorin und Youtuberin, gewann in diesem Jahr den Playaward in der Kategorie "Beauty, Lifestyle, Fashion. Dank Youtube hat die Moderatorin sich ein zweites Standbein geschaffen.

Alexander Böhm, genannt Alexi Bexi, ist Youtuber und vor allem durch Comedy und hochwertig gemachte Filme bekannt. Er schätzt die Authentizität und die kreative Freiheit bei Youtube.

WISO plus: Hightech – Spielerisch durchs Leben

Früher war alles besser? Von wegen. Mit Hightech kommt jeder quasi spielerisch zum Erfolg: Gamification statt Leistungswahn. "WISO plus" berichtet über die Hightech-Trends von morgen. Zum Beispiel über einen Computerbildschirm, der sich wie ein Taschentuch falten und in die Hosentasche stecken lässt. Oder über das Smartglass: Ein Brillencomputer erzeugt einen virtuellen Touchscreen – direkt in der Luft vor der eigenen Nase. Er lässt sich sogar antippen und bedienen.

Videospiele – Revolution einer Generation

Videospiele führen in vielen Familien zu Spannungen. Manchmal sind sie die Ursache für Schulversagen. Viele Eltern verteufeln sie. Doch die Game-Industrie birgt auch kreatives Potenzial. Der Film deckt das Erfolgsrezept dieser Industrie auf und berichtet nicht nur von den negativen Einflüssen, sondern auch von den Chancen dieses Megatrends.

Heute sind Videospiele die am meisten verkauften Kulturprodukte weltweit. Die Spiele sind allgegenwärtig und durchdringen die Medien, sei es auf Konsolen, Computern, Telefonen oder im Internet. In Montreal, wo die weltweit führenden Unternehmen beheimatet sind, gibt es Ausbildungsgänge, die auf Spieldesign spezialisiert sind.

Ebenso wichtig wie die Entwicklung der Software ist die Bindung der User an die Spiele. Studenten erforschen die psychologischen Profile der Spieler und analysieren Bindungssysteme. Die weltweite Explosion der Gamification ist ein Phänomen. Dieser Trend interessiert auch Psychologen, Psychiater und Neurowissenschaftler. Sie untersuchen unter anderem die Auswirkungen auf das Gehirn.

Shitstorm – Und plötzlich hasst dich die ganze Welt

Früher wurde gehänselt, später gemobbt, heutzutage bricht ein Shitstorm über mehr oder weniger Ahnungslose herein: Immer öfter, immer bösartiger wird im Internet gepöbelt, beleidigt und verletzt. Es geht den Pöblern darum, die Würde eines Menschen zu ruinieren, die politische Meinung zu beeinflussen oder Journalisten anzugreifen. Beschimpfungen im Netz treffen Menschen, Unternehmen, Institutionen – und dies oft unvermittelt, ohne Vorwarnung. Die Dokumentation "Shitstorm – Und plötzlich hasst dich die ganze Welt", die erstmals zu sehen ist, geht der Frage nach: Was passiert mit den Betroffenen, wenn eine Hasswelle über sie hereinbricht? Wie entstehen diese digitalen Feldzüge? Und wann lässt sich überhaupt von einem Shitstorm sprechen?

Bianka Echtermeyer schrieb für Brigitte.de eine Glosse über erwachsene Männer auf Skateboards und fand sich innerhalb von Minuten im Mittelpunkt eines massiven Shitstorms, einer modernen Hexenjagd. Die Journalistin sah sich mit Morddrohungen konfrontiert und brach unter dem psychischen Druck zusammen. Der Tierschützer Friedrich Mülln wird seit einem Jahr im Netz als Steuerbetrüger, Lügner und Zuhälter diffamiert. Die Osteuropa-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, Cathrin Kahlweit, wurde nach ihrer Ukraine-Berichterstattung als CIA-Hure und Russenfeindin beschimpft und die Qualität ihrer journalistischen Arbeit grundsätzlich in Frage gestellt.

Um die Mechanismen eines Shitstorms besser zu verstehen, simuliert Filmautorin Daniela Agostini mit Studenten den Ablauf einer digitalen Hetzkampagne. Christian Scherg ist Berater für Unternehmen, die in einen Shitstorm geraten. Die Anonymität des Netzes macht es nach seiner Überzeugung möglich, dass aus einem Luftzug ein Orkan wird. Und die Psychologin Dorothee Scholz ist sicher, dass das Netz die Menschen enthemmt.

Infos zu ZDFinfo

Am 5. September 2011 vollzog ZDFinfo seinen Neustart mit der crossmedialen Ausrichtung auf die Themenfelder Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service. Seitdem steigerte das neuprofilierte Angebot seinen Marktanteil kontinuierlich – auf mittlerweile ein Prozent. Der junge und erfolgreiche Digitalsender legt seinen Schwerpunkt auf zeitgeschichtliche Dokumentationen und bietet seinem Publikum die nachgefragten Hardfacts auf allen verfügba­ren Wegen an – über das Fernsehprogramm ebenso wie über on­line und Social Media. ZDFinfo, vor über vier Jahren als "Fernse­hen zum Mitreden" neu durchgestartet, schlägt mit dieser konse­quenten crossmedialen Ausrichtung den Weg zum "betreuten Fernsehen" ein.    

Im Monat November 2015 hat ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil im Gesamtpublikum erzielt und 1,3 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Im Digitalmarkt ist ZDFinfo bei den jüngeren Zuschauern der erfolgreichste öffentlich-rechtliche Digitalkanal. Täglich schalteten 2,69 Mil­lionen Zuschauer das Programm mit Fokus auf Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service ein.

Künftig will ZDFinfo parallel zu seinen Sendungen verstärkt auf die Social-Media-Kommunikation setzen. Die Zuschauer sollen sich vor, während oder im Anschluss an Fernsehprogramme des Digi­talkanals in sozialen Netzwerken oder entsprechenden Plattfor­men über die Programminhalte informieren und austauschen kön­nen.

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