Copyright: ZDF / Hardy Spitz
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Herr und Frau Bulle – Alles auf Tod

Der Samstagskrimi

Schüsse in einer Berliner Spielhalle: Der Geschäftsführer ist verletzt, seine Frau tot, der Täter unbekannt. Dies ruft das Ehepaar Yvonne und Heiko Wills (Alice Dwyer und Johann von Bülow) auf den Plan. Die Kriminalhauptkommissarin mit geheimen familiären Beziehungen zur Unterwelt und der Fallanalytiker ermitteln. Unterstützt werden die beiden von Kevin (Tim Kalkhof) und Frau Springer (Birge Schade).

  • ZDF, Samstag, 24. April 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Freitag, 23. April 2021, ab 10.00 Uhr

Texte

Stab, Besetzung und Inhalt

Samstag, 24. April 2021, 20.15 Uhr
Herr und Frau Bulle – Alles auf Tod
Der Samstagskrimi

Buch – Axel Hildebrand
Regie – Uwe Janson
Kamera – Michael Tötter
Schnitt – Tatjana Schöps
Kostüm – Corinna Baum
Szenenbild – Olaf Rehahn
Musik – Andreas Koslik
Produktion – Eikon Media GmbH
Producerin – Katarina Cvitic
Produzentin – Michaela Nix
Redaktion – Peter Jännert

Die Rollen und ihre Darsteller*innen
Yvonne Wills – Alice Dwyer
Heiko Wills – Johann von Bülow
Kevin Lukowski – Tim Kalkhof
Diane Springer – Birge Schade
Kriminaldirektor Pede – Stephan Bissmeier
Else Pinninger – Lina Wendel
Ivo Zeissler – Nico Holonics
Die Marx – Gisa Flake
Onkel Mike – Heinz Hoenig
Verena – Johanna Polley
Ibrahim Bekin – Ercan Durmaz
Helge van Houten – Filip Peeters
Umeir Bekin – Lucas Janson
Vito – Burak Yigit
Norbert – Maximilian Gehrlinger
Edgar Pinninger – Ronald Nitschke
Emine Bekin – Ela Cosen
und andere

Inhalt
Abend in Berlin-Kreuzberg: Ein neuer Chicken-Imbiss feiert Eröffnung. Es herrscht großer Trubel, hier und da spaziert ein Mensch im Hühnerkostüm und verteilt Flyer. In der Spielhalle um die Ecke werden gerade die Tageseinnahmen gezählt, als mehrere Schüsse fallen: Geschäftsführer Ibrahim Bekin wird verletzt, seine Frau Emine stirbt.
Kriminalhauptkommissarin Yvonne Wills vermutet, dass Ibrahim – trotz Verletzung – mit der Tat zu tun hat, denn seine Frau war ein irrsinniger Kontrollfreak. Yvonnes Mann, der Fallanalytiker Heiko Wills, sieht das anders. Er glaubt, dass etwas viel Größeres dahintersteckt, schließlich gehört die Spielhalle Edgar Pinninger, dem berüchtigten Glücksspielkönig von Berlin. Während das Team in alle Richtungen sondiert, sammelt eine Kollegin der internen Ermittlung, die von allen nur "die Marx" genannt wird, Beweise gegen Yvonne. Sie unterstellt ihr, dass sie für die organisierte Kriminalität arbeitet, denn ihre guten Kontakte in die Unterwelt sorgen schon seit Längerem für Aufsehen. Mitten im schönsten gegenseitigen Misstrauen sucht Yvonne Rat bei ihrem Onkel Mike im Gefängnis – dort, wo auch Pinninger einsitzt. Als dieser in derselben Nacht tot in seiner Zelle liegt, finden die Ermittlungen kurz darauf jedoch ein jähes Ende, denn die Marx sorgt für Yvonnes Suspendierung. Nun muss das Team auf eigene Faust heimlich weiter ermitteln.

Fragen an "Herrn Bulle" Johann von Bülow (Heiko Wills)

Ein paar kleine Geheimnisse tun vielleicht jeder Ehe ganz gut, aber Yvonne hat es wohl übertrieben. Wie erklärt sich Heiko den Umstand, dass seine Frau ihm nichts von ihren familiären Beziehungen zur Unterwelt erzählt hat? Und wie steckt er das weg?

Johann von Bülow: Heiko liebt Yvonne. Und auch, wenn er natürlich schockiert ist, dass ihre angeblich toten Eltern putzmunter und sogar Mittelpunkt der Berliner Unterwelt sind, lässt er seine Frau nicht hängen. Er hat sogar einen Plan, wie er sie in der ganzen Sache am Ende rausboxen könnte. Und wenn Heiko Pläne macht, ist er in seinem Element. Er steckt den Verrat also besser weg als von Yvonne befürchtet.

Heiko ist sicher einer der bestgekleideten Fallanalytiker der TV-Geschichte. Was halten Sie persönlich von diesem Kleidungsstil?

Johann von Bülow: Ich freue mich, einen so gut angezogenen Kommissar spielen zu dürfen. Bullen in Lederjacke gibt’s genug. Die Kostümbildnerin Corinna Baum und ich haben Heiko mit viel Spaß und Liebe zum Detail eine Eleganz verliehen, die seinem klaren Verstand entspricht. Vielleicht auch ein wenig seiner Pedanterie. Aber nur ein klein wenig.

Die Dreharbeiten im letzten Jahr mussten wegen des Coronavirus unterbrochen werden. Wie war die Situation für Sie am Set? Und wie ist es jetzt, ein Jahr später, noch immer mittendrin in der Pandemie?

Johann von Bülow: Der Kölner – ich selbst bin keiner – sagt: "Et kütt wie et kütt. Et hätt noch emmer joot jejange." (Es kommt, wie es kommt. Es ist bisher noch immer gut gegangen). Ich finde, das ist allgemein ein gutes Lebensmotto und in diesen unsicheren Zeiten umso mehr. Wir leben nun mal jetzt, das kann man nicht ändern, und wir werden diese Pandemie irgendwann überwunden haben. Als die Dreharbeiten im März zunächst unterbrochen wurden, waren wir erstmal alle froh, weil die Gefahr durch das Virus völlig unklar war und keinerlei Schutzkonzepte bestanden. Als wir im Juni weitergemacht haben, wussten wir schon besser, wie man sich bei der Arbeit schützen kann und konnten Gottseidank ohne einen einzigen Coronafall alles zu Ende drehen. Wenn es auch seltsam war, bei knapp 30° im Juni mit den Kostümen für den eher kalten Februar rumzulaufen. Aber das ist das Tolle am Film: Wenn man es nicht weiß, fällt es (fast) nicht auf.
Dass die Schutzmaßnahmen beim Film wirksam sind, ist ein großes Glück für uns Filmschaffende gegenüber vielen anderen Künsten wie zum Beispiel dem Theater oder dem Musikbetrieb, die durch die Pandemie praktisch mit einem Berufsverbot belegt sind. Daher bin ich dankbar, arbeiten zu können. Und dankbar, dass es die moderne Wissenschaft gibt, die in so kurzer Zeit verschiedene Impfstoffe entwickelt hat.

Die Fragen stellte Christiane Beeck.

Fragen an "Frau Bulle" Alice Dwyer (Yvonne Wills)

Yvonne hat ihrem Mann Heiko in ihrer Ehe so einiges verheimlicht – damit ist jetzt Schluss – unfreiwillig. Warum hat Yvonne ihrem Mann nicht schon viel früher aus freien Stücken reinen Wein eingeschenkt?

Alice Dwyer: Yvonne wollte einen sauberen Start und Einstieg bei der Polizei. Ohne dass ihre Vergangenheit, ihre Familie eine Rolle spielt. Und sie hat über die Jahre wohl den richtigen Moment verpasst, ihn einzuweihen. Irgendwann war es einfach zu spät, mit der Wahrheit rauszurücken.

Heiko arbeitet sehr gern mit seiner Frau zusammen – und drängt sich bei Vernehmungen durchaus in den Vordergrund. Was empfindet Yvonne dabei?

Alice Dwyer: Ich hoffe, das sieht man in den Folgen. Heiko und Yvonnes prallen mit ihren Ermittlungsstilen immer wieder gegeneinander. Sie sind grundsätzlich oft anderer Meinung. Und das ist auch ein Grund dafür, dass Yvonne meist lieber ohne Heiko ermittelt. Aber bei all den Unterschieden weiß Yvonne im Herzen auch: Sie sind schon ein verdammt gutes Team.

Die Dreharbeiten im letzten Jahr mussten coronabedingt unterbrochen werden. Wie war die Situation für Sie und das Team am Set?

Alice Dwyer: Ja, das war sehr speziell da keiner wusste, wie oder wann es weitergeht. Aber die Produktion hat schnell ein super Hygienekonzept erstellt, und so war es zwar gewöhnungsbedürftig zum Beispiel immer mit Masken am Set zu sein, aber wir konnten den Film gut zu Ende drehen. Und zum Glück sind wir als Cast nach vier Filmen ja mittlerweile gut eingespielt. Mit Uwe Janson, dem Regisseur, hatten wir bereits 2019 einen "Herr und Frau Bulle"-Teil gedreht, das hat es für uns alle einfacher gemacht, dass wir uns kannten.

Ein Jahr später sind wir noch immer mitten in der Pandemie: Was haben Sie persönlich aus dieser Zeit mitgenommen?

Alice Dwyer: Persönlich habe ich vom letzten Jahr mitgenommen, wie dankbar ich sein kann, dass es mir und meiner Familie gut geht. Und wie oft wir uns durch unwichtige, oberflächliche Dinge von den wesentlichen Dingen ablenken lassen – und das Spazierengehen sehr viel mehr Spaß macht, als ich viele Jahre dachte.

Die Fragen stellte Christiane Beeck.

Fragen an Birge Schade (Diane Springer) und Tim Kalkhof (Kevin Lukowski)

Yvonne droht eine Suspendierung – und Kevin droht damit, dann ebenfalls aufzuhören. Wieso tut er das?

Tim Kalkhof: Kevin und Yvonne gehören zusammen. Sie sind schon lange Partner und durch dick und dünn beruflich wie privat gegangen. Für Kevin ist vollkommen klar: Wenn die Chefin aufhört, hört er auch auf.

Bei der Enttarnung von Yvonne spielt Diane Springer keine unwichtige Rolle. Warum macht sie das?

Birge Schade: Diane ist Heiko Wills gegenüber absolut loyal, und weil sie Yvonne von Anfang an nicht recht über den Weg getraut hat, wie sich rausstellt auch nicht ganz zu Unrecht, lässt sie sich mit der Marx ein. Als sie allerdings merkt, wohin das führt, nämlich zur Suspendierung von Yvonne, wird ihr erst klar, wie sehr ihr das Team in genau dieser Konstellation und Qualität ans Herz gewachsen ist, und sie versucht, ihren Fehler wieder gutzumachen.

Kevin und Diane Springer waren nicht unbedingt von Anfang an ein Dreamteam. Das scheint sich aber zu ändern. Woran liegt das?

Tim Kalkhof: Kevin und Diane haben sich angenähert über die verschiedenen Fälle. Das Vertrauen, der Humor und der Charme zwischen den beiden ist gewachsen. Kevin sieht in ihr schon länger eine interessante und kluge Kollegin.

Wie würden Sie den Wandel des Verhältnisses jetzt beschreiben?

Birge Schade: Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Die Dreharbeiten im letzten Jahr mussten coronabedingt unterbrochen werden. Wie war die Situation für Sie und das Team am Set? Und wie ist es jetzt, ein Jahr später?

Birge Schade: Als wir letzten März unterbrechen mussten, wusste keiner wann und wie und ob überhaupt wir jemals weiter machen können. Das war sehr beunruhigend. Glücklicherweise konnten wir den Film dann im Sommer fertigstellen. Nun haben wir in der Film- und Fernsehindustrie ein strenges, funktionierendes Hygienekonzept und es wird wieder viel gedreht. Mir ist bewusst, wie privilegiert wir sind als Film- und Fernsehschaffende gegenüber anderen Künstlern in der Unterhaltungsbranche, die ihren Beruf seit fast einem Jahr nicht ausüben dürfen. Ich spiele selber Theater, und wir stehen mit fertig erarbeitetem Stück in den Startlöchern und hoffen auf die Öffnung des Theaters und darauf, dass das Publikum wieder kommen möchte. Die Krise ist noch lange nicht vorbei.

Tim Kalkhof: Die Selbstverständlichkeit, diesen Beruf ausüben zu dürfen, hat sich verändert. Es ist ein Privileg, sich in dieser Branche mit funktionierendem Hygienekonzept beruflich zu verwirklichen. Die Unterbrechung war rückblickend wirklich nicht allzu lange, und es wurde schnell wieder unter den neuen Bedingungen weitergearbeitet. 

Die Fragen stellte Christiane Beeck.

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