"Herzkino.Märchen: Schneeweißchen & Rosenrot". Fotocredit: ZDF/Boris Laewen.
"Herzkino.Märchen: Schneeweißchen & Rosenrot". Fotocredit: ZDF/Boris Laewen.

"Herzkino.Märchen" im Advent

"Schneeweißchen & Rosenrot" und "Der Froschkönig"

Am dritten und vierten Advent zeigt die neue Reihe "Herzkino.Märchen" zwei Erzählungen der Gebrüder Grimm, die in die heutige Zeit übersetzt worden sind.

  • ZDF, ab Sonntag, 16. Dezember 2018, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 15. Dezember 2018, 10.00 Uhr

Texte

Statements aus der Redaktion

"Zeitgemäß und phantasievoll in die Gegenwart übertragen"

"Herzkino.Märchen" – mit zwei der schönsten und beliebtesten Geschichten der Gebrüder Grimm nimmt diese neue Reihe am Sonntagabend im ZDF die weihnachtliche Tradition des Märchenfilms auf und interpretiert sie zugleich auf ihre sehr besondere Art. Zeitgemäß und phantasievoll in die Gegenwart übertragen, feiern "Schneeweißchen & Rosenrot" und "Der Froschkönig" das Märchen als Erzählform für alle Generationen und als Bühne für Momente voller Magie, aber ohne Hokuspokus, für archetypische Geschichten voller großer Gefühle und wahrer HeldInnen. Beste fiktionale Unterhaltung für Märchen-Fans – und alle, die es werden wollen.

Alexander Bickel
Teamleiter HR Fernsehfilm / Serie II

 

 

"Vom Frosch geküsst – klassische Märchen reloaded"

Mit Märchen sind wir alle aufgewachsen, sie befinden sich in unser aller Erinnerungsschatz. Diese Erinnerung zu wecken und gleichzeitig mit einer Modernität zu paaren, ist eine spannende Herausforderung.

Klassische Märchen in die heutige Zeit zu übertragen und zeitgemäß zu erzählen, diese Stoffidee der unabhängigen Produktionsfirma sabotage films bot eine interessante und innovative Facette für den "Herzkino"-Sendeplatz. In einer kreativen Zusammenarbeit galt es herauszufinden, was die Ingredienzen für moderne Märcheninterpretationen sind. Vor allem Sarah Esser als Autorin liefert hier eine klare Handschrift und kombiniert gekonnt märchenhaften Zitate und aktuelle Bezüge. 

Zunächst widmet sich die Reihe den Märchen der Gebrüder Grimm. Den meisten von uns sind diese seit Kindertagen vertraut. Mit dieser Vertrautheit zu spielen und den Kern der Märchen in einen modernen Kontext zu setzen, macht einen besonderen Reiz aus. Und so entstanden zwei "Herzkino.Märchen"-Filme mit viel Herz, Helden und Happy End. Klassische Märchen reloaded eben.

Silvia Hubrich
Redakteurin HR Fernsehfilm//Serie II

"Herzkino.Märchen: Schneeweißchen & Rosenrot": Stab, Besetzung und Inhalt

Stab

Buch    Sarah Esser
Regie    Seyhan Derin
Kamera    Osman Ozzy Öksüz
Musik    Therese Strasser
Musik-Supervision   Kai Schoormann
Schnitt    Eva Lopez Echegoyen
Szenenbild    Andrea Steinlandt
Kostüme    Stefanie Bieker
Maske    Isabelle Neu, Christina Birnbaum
Aufnahmeleitung    Esther Fischer, Christof Jork
Produktionsleitung          Philipp von Hoff
Herstellungsleitung    Karsten Aurich
Produktion  sabotage films GmbH
Produzenten    Annedore v. Donop, Karsten Aurich
Redaktion    Silvia Hubrich
Länge    ca. 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Rosalie RotheZoe Moore
Bianca Rothe Jeanne Goursaud
Paul Petit  Martin Umbach
Leon Bär    Kerem Can
Sofia Südwein     Gaby Dohm
Birgit Auer     Stephanie Kämmer
Anni Lohse    Marie Anne Fliegel
Gabriel Winter    Steffen Wink
Designer Rosenschmelz    Jorge González
Fahrer Paul PetitVolkmar Leif Gilbert
Kredithai    Adolfo Assor
Sekretärin Paul Petit   Mackie Heilmann
Steffen Bär   Joshua Grothe
Designerin, Team Heldt Stella Sieger
Designer, Team HeldtSascha Pederiva
und andere

 

Inhalt

Nach dem Tod ihrer Mutter stehen die Schwestern Rosalie und Bianca vor einem Schuldenberg. Da bietet sich den beiden Jungdesignerinnen die Chance, für den berühmten Modezaren Paul Petit zu arbeiten. Bedingung ist allerdings, dass sie mit ihren Entwürfen einen Wettbewerb gewinnen müssen.

Dieser dreitägige Modedesign-Wettbewerb findet in der Abgeschiedenheit eines alten Schlosses statt. Jeden Tag stellt Sofia Südwein, die charismatische Chefin einer bekannten Modekette, eine neue Aufgabe, die es zu meistern gilt. Vier handverlesene Designerteams treten gegeneinander an und müssen mit ihren Kreationen eine Jury überzeugen.    

Paul Petit, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, scheint großes Vertrauen in das Talent der Schwestern zu haben. Er lässt ihnen bei den Entwürfen völlig freie Hand. Ihr eingespieltes Teamwork ist den Schwestern eine große Hilfe bei der Arbeit: Rosalie sucht Inspiration in der Natur und Bianca übersetzt diese in Entwürfe – ein kreatives Team, das perfekt funktioniert.

Doch die enge Verbindung der Schwestern wird bald auf eine harte Probe gestellt. Rosalie verliebt sich in ihren härtesten Konkurrenten, den geheimnisvollen Leon Bär. Um den ehemaligen Geschäftspartner von Paul Petit ranken sich eigenartige Gerüchte. Diesen Umstand nutzt Petit aus und beginnt, einen Keil zwischen die Schwestern zu treiben. Sein intrigantes Spiel können Rosalie und Bianca nur gemeinsam durchkreuzen.

Statements von Zoe Moore und Jeanne Goursaud

"Jeanne und ich waren schon nach kurzer Zeit unzertrennlich"

Nachdem ich selbst mit den Märchen der Gebrüder Grimm aufgewachsen bin, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, "Schneeweißchen und Rosenrot" neu zu interpretieren und dabei die zauberhaften Elemente der Geschichte beizubehalten. Ich sehe unseren Film als Hommage an das klassische Märchen mit der Freiheit, neue Facetten hinzuzufügen.

Rosalie war mir als Figur sofort vertraut und ich habe ihre Kreativität, Impulsivität und ihren Freigeist geliebt. Ein zentraler Teil der Geschichte ist die Beziehung der Schwestern, glücklicherweise waren Jeanne und ich schon nach kurzer Zeit unzertrennlich und konnten das auf unsere Rollenbeziehungen übertragen. Das ging sogar so weit, dass uns einige tatsächlich für Schwestern hielten!

Statement von Zoe Moore

 

 

"Liebe in einem anderen Kontext"

Die Dreharbeiten haben unglaublichen Spaß gemacht. Oftmals werden in Märchen die Konflikte einer romantischen Beziehung beschrieben, eben jene Konflikte, die das Verliebtsein so mit sich bringt. Deswegen fand ich es schön, die Liebe und all die Probleme, die sie verursachen kann, mal in einem anderen Kontext zu zeigen – nämlich innerhalb der Familie. Die Geschichte zwischen den Schwestern und ihr Zusammenhalt nach dem Tod ihrer Mutter haben mich sehr berührt, und Zoe ist mir während der Dreharbeiten sehr ans Herz gewachsen. Ich fand es spannend‚ "Schneeweißchen und Rosenrot" in einer so modernen Erzählweise darzustellen.

Statement von Jeanne Goursaud

Interview mit Gaby Dohm

Sie spielen die extravagante Sofia Südwein, Jury-Vorsitzende eines Fashion-Wettbewerbs. Wie wichtig sind Ihnen persönlich Mode und Trends?

Natürlich interessiere ich mich für den jeweiligen Trend, auch wenn ich mich persönlich wenig danach richte. Ich weiß, was mir steht und trage, was mir gefällt.

Der Film ist ein klassisches Märchen der Gebrüder Grimm in zeitgemäßem und frischem Gewand. Sind sie selbst mit Märchen groß geworden?

Wie wohl die meisten, bin auch ich mit Märchen groß geworden – und gerade zu Weihnachten ist es besonders anheimelnd, den Enkeln Märchen vorzulesen.

Sie sind kürzlich 75 Jahre alt geworden und haben geäußert, dass das Leben im Alter wichtiger wird als die Arbeit und dass Sie Rollenangebote nur noch annehmen, wenn Sie die Rolle wirklich gern spielen wollen. Was war bei "Schneeweißchen & Rosenrot" ausschlaggebend?

Bei dieser Rolle war es das besondere Milieu und die leicht exaltierte Type, die den Ausschlag gegeben haben. So etwas zu schauspielern macht immer Spaß. Nach dem Dreh habe ich mir Mecklenburg-Vorpommern angesehen, war in einigen Gutshäusern und Schlössern und war begeistert von der herrlichen Landschaft.

"Herzkino.Märchen: Der Froschkönig": Stab, Besetzung und Inhalt

Stab

Buch   Sarah Esser
Regie    Jeanette Wagner
Kamera    Timo Moritz
Musik    Therese Strasser
Musik-Supervision    Kai Schoormann
Schnitt    Corina Dietz-Heyne
Szenenbild    Wolfgang Baark
Kostüme    Stefanie Bieker
Maske    Isabelle Neu, Doris Junker
Aufnahmeleitung    Esther Fischer, Christof Jork
Produktionsleitung    Philipp von Hoff
Herstellungsleitung       Karsten Aurich
Produktion    sabotage films GmbH
Produzenten    Annedore v. Donop, Karsten Aurich
Redaktion   Silvia Hubrich
Länge   ca. 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Isabelle Herzog   Anuschka Tochtermann
Jimi Springer    Bernd-Christian Althoff
Simeon Herzog    Heino Ferch
Heinrich Eisen    Tristan Seith
Betty    Vera Kasimir
Olivia Goldmann    Sina Tkotsch
Hermann v. Lichtenstein    Rüdiger Vogler
Johanna    Sabine Vitua
Hildegard    Veronika Nowag-Jones
Lea Herzog    Charlotte Sieglin
Lilly Herzog    Antje Thiele
Theo    Thomas Bartholomäus
Frau v. Ochterbeck    Judith Steinhäuser
Hotelangestellter  Matthias Rheinheimer
Butler Arne Fiedler
und andere

 

Inhalt    

Isabelle, der reichen Tochter eines Schlosshotel-Besitzers, fällt eine goldene Kette in einen Schacht. Doch Jimi, der als Taucher die Scheiben von Aquarien reinigt, holt sie ihr zurück. Dafür muss Isabelle allerdings einen Vertrag mit ihm schließen und Jimi als Gegenleistung ihre Welt zeigen – vier Wochen lang wird er sie auf Schritt und Tritt begleiten. Denn er hat sich auf den ersten Blick in Isabelle verliebt. Davon ahnt diese aber nichts, vielmehr ist Jimi für sie die reinste Zumutung. Sie will Jimi, der aus einer völlig anderen Welt stammt, so schnell wie möglich wieder loswerden.

Denn nachdem sie ihr Studium kürzlich beendet hat, möchte sich Isabelle nun endlich ihren eigenen Platz im Schlosshotel sichern, an der Seite ihres Vaters Simeon und ihrer Schwestern. Gerade erst konnte sie ihren Vater davon überzeugen, ihr die Organisation der alljährlichen Spendengala für ein Kinderheim zu überlassen – eine Veranstaltung, die für ihren Vater von größter Wichtigkeit ist. Dabei kann Isabelle Jimi ganz und gar nicht gebrauchen.

Doch Jimi lässt sich von ihr nicht abwimmeln und hat zudem in Simeon einen unerwarteten Fürsprecher. Notgedrungen muss sich Isabelle also gemeinsam mit Jimi auf die Suche nach finanzkräftigen Sponsoren für die Gala machen. Am wichtigsten ist es, den einflussreichen Herrmann von Lichtenstein für die Veranstaltung zu gewinnen. Doch der lässt die beiden eiskalt abblitzen.

Jimi erkennt schnell, dass Isabelle die Sache völlig falsch angeht und zeigt ihr, wo er groß geworden ist: in einem Kinderheim. Es prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die sich doch Schritt für Schritt auf märchenhafte Weise annähern.

Statements von Anuschka Tochtermann und Bernd-Christian Althoff

"Der Dreh war ziemlich märchenhaft für mich"

Dass ich viel lese, verdanke ich meinen Eltern, die mir als Kind schon immer viel vorgelesen haben, darunter waren auch Fabelgeschichten und natürlich Märchen. An Fasching wollte ich unzählige Male die Prinzessin sein, umso lustiger und schöner ist es jetzt natürlich, dass ich Teil dieser besonderen Produktion sein konnte.

Ehrlich gesagt war der ganze Dreh ziemlich märchenhaft für mich. Klar war es harte Arbeit und ein hohes Pensum, doch das gesamte Team und alle Mitwirkenden, allen voran Regisseurin Jeanette Wagner und mein Kollege Bernd-Christian Althoff, haben es mir so viel leichter gemacht. Wir hatten zudem das große Glück, an vielen ganz unterschiedlichen, wunderschönen Locations in und um Berlin zu drehen. Eines meiner absoluten Highlights war ein Nachtdreh im Aquarium Berlin, welches das Filmteam innerhalb kürzester Zeit in ein Edelrestaurant verwandelt hatte. So was Verrücktes erlebt man wahrscheinlich nur am Set und dafür bin ich wirklich dankbar.

Statement von Anuschka Tochtermann

 

 

"Für mich sind Märchen fest mit Weihnachten verknüpft"

Ich bin mit ganz klassischen und modernen Märchen aufgewachsen und liebe sie noch immer. Ich hatte allerdings als Kind schon sehr viel Fantasie, also war nach dem Vorlesen ans Schlafen meistens nicht zu denken. Heute sind Geschichten elementarer Bestandteil meines Jobs.

Märchen sind zwar in gewisser Hinsicht zeitlos, ich finde aber, dass sie Kindern unbedingt erklärt und auch in den zeitlichen Kontext eingeordnet werden müssen, in dem sie geschrieben wurden. Denn Kinder können meistens noch nicht so gut abstrahieren und nehmen die Dinge eins zu eins. Aber manchmal sind selbst mir die Originale einfach zu grausam – zum Beispiel, wenn der Frosch gegen die Wand geschmissen wird.

Für mich sind Märchen fest mit Weihnachten verknüpft, schließlich ist der Großteil der Weihnachtsgeschichte selbst ein Märchen. Meine Familie und Freunde sind daher völlig aus dem Häuschen, dass der Film am Tag vor Heiligabend ausgestrahlt wird, wenn alle zusammen zu Hause sind.

Statement von Bernd-Christian Althoff

Interview mit Heino Ferch

Sie in einem Märchen zu sehen, ist eher die Ausnahme. Warum haben Sie sich für das Projekt "Der Froschkönig" entschieden?

Ich fand die Adaption reizvoll. Hinzu kam ein sehr nettes Treffen mit der sympathischen Regisseurin. Es müssen für mich nicht immer die großen Hauptrollen sein. "Der Froschkönig" war eine charmante Anfrage, und ich hatte Lust auf das Projekt.

Märchen bestechen durch Magie und häufig durch ein Happy End. Was macht sie in Ihren Augen darüber so zeitlos?

Märchen haben ja immer einen pädagogischen Ansatz. Das heißt, es gibt etwas zu lernen. Beim Froschkönig muss die im Mittelpunkt stehende junge Dame von ihrem hohen Ross herunter, um sich mit "normalen" Menschen auseinanderzusetzen. Märchen sind sozusagen Persönlichkeitsbildung, verpackt in viele verschiedene Geschichten. Zugegeben sind viele dieser Geschichten auch ziemlich brutal, aber man kann immer etwas lernen.

Sie sind auch Vater: Haben Sie Ihren Kindern Märchen nähergebracht?

Die Grimm’schen Märchen spielten bei unseren Kindern zwar auch eine Rolle, und sie kamen auch gut an, waren aber nur eine gewisse Phase lang populär. Die Kinderliteratur ist heute derart vielfältig, und da gibt es Geschichten, die bei uns daheim größere Favoriten sind, Pferdegeschichten zum Beispiel. In meiner Kindheit war das noch etwas anders, da gab es ja kaum Alternativen zu Grimms Märchen und dementsprechend groß war die Rolle, die sie damals gespielt haben.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/herzkinomaerchen

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