Copyright: ZDF / Hermann Hermeter
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Klassisch an Weihnachten und zum Jahreswechsel

Das Konzert-Programm von der Adventszeit bis zu Neujahr

Premiere: Für Heiligabend plant das ZDF erstmals ein musikalisches Highlight, bei dem der Startenor Jonas Kaufmann im Mittelpunkt steht. Mit seiner persönlichen Auswahl an Weihnachtsliedern aus aller Welt meldet sich der mehrfache "OPUS KLASSIK"-Preisträger aus der Kirche St. Nikolaus in Oberndorf bei Salzburg, wo 1818 zum ersten Mal das weltberühmte "Stille Nacht, heilige Nacht" zu hören war. Kaufmanns winterliche Erkundungen in Salzburg und Umgebung werden eingerahmt von einem besinnlichen Kirchenkonzert – zur besten Christmette-Zeit. Die ganz persönlichen Ansichten des Startenors im Interview finden Sie hier im Kapitel seiner Sendung.

  • ZDF, ab 29. November 2020 (1. Advent), 17.55 Uhr

    Texte

    Adventskonzert aus Dresden

    Sonntag, 29. November 2020 (1. Advent), 17.55 Uhr

    Adventskonzert aus Dresden

     

    Mitwirkende:

    Aida Garifullina, Sopran
    Daniel Behle, Tenor
    Céline Moinet, Oboe
    Semper Brass Dresden
    Kammerchor der Frauenkirche Dresden, Leitung: Matthias Grünert

    Sächsische Staatskapelle Dresden
    Musikalische Leitung: Antonello Manacorda

    Moderation: Stephanie Stumph

     

    Regie: Elisabeth Malzer
    Produktionsleitung: Lars Dembeck
    Redaktion: Jörg Hitzemann, Sonja Schneider

    Länge: ca. 60 Min.

     

    Als besinnlichste Zeit des Jahres steht der Advent für das Innehalten, für stille Momente. Das Adventskonzert aus der Dresdner Frauenkirche bietet eine festliche Auszeit zum Jahresausklang.

    Auch das Adventskonzert unterliegt den aktuellen Corona-Auflagen und wird deshalb diesmal ohne Publikum stattfinden. Präsentiert von Schauspielerin Stephanie Stumph gibt es dennoch ein feierliches Programm mit Sopranistin Aida Garifullina, Tenor Daniel Behle und der Staatskapelle Dresden, dirigiert von Antonello Manacorda.

    Mit ihrem stimmgewaltigen Gesang füllen die solistischen Gäste das beeindruckende Dresdner Gotteshaus: Die russische Sopranistin Aida Garifullina war mehrere Jahre Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper, Gastengagements führten sie bereits an viele internationale Opernhäuser. Doch Aida Garifullina ist nicht nur in der Opernwelt bekannt: Gemeinsam mit Robbie Williams sang sie bei der Eröffnungsfeier der Fußballweltmeisterschaft 2018. Auch in die Kinowelt ist Garifullina eingetaucht: Im Film "Florence Foster Jenkins" spielte  sie die legendäre Opernsängerin Lily Pons.

    Tenor Daniel Behle ist bekannt für seine stimmliche Vielseitigkeit, die ihm ein breites Repertoire von Barock bis zu Kompositionen der Gegenwart ermöglicht. Als Konzert- und Operntenor ist er erfolgreich zu Gast in internationalen Konzertsälen und Opernhäusern. Für das Adventskonzert bringt Daniel Behle seine Leidenschaft für das geistliche Repertoire mit in die Frauenkirche nach Dresden.

    Die musikalische Leitung dieses besonderen Adventskonzertes mit Werken unter anderem von Bach, Haydn, Mozart und Verdi übernimmt der italienische Dirigent Antonello Manacorda. Seit zehn Jahren ist er Chefdirigent der Kammerakademie Potsdam. Seine erfolgreiche Arbeit mit diesem Orchester macht ihn zum gefragten Gastdirigenten vieler internationaler Opernhäuser und Sinfonieorchester. In der Saison 2020/21 ist Antonello Manacorda auch Gastdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

    Musikerinnen und Musiker der Sächsischen Staatskapelle Dresden werden das Konzertprogramm zusätzlich solistisch gestalten: Céline Moinet ist seit 2008 Solo-Oboistin der Staatskapelle und bringt mit dem "Adagio" aus Alessandro Marcellos Oboenkonzert einen Klassiker der Barockmusik in die barocke Frauenkirche. Das Dresdner Ensemble "Semper Brass" ist 1994 von Mitgliedern der Staatskapelle gegründet worden und bereichert das Konzert mit adventlich-weihnachtlichen Klängen auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche.

    Komplettiert wird das diesjährige Adventskonzert durch den Kammerchor der Dresdner Frauenkirche unter der Leitung von Matthias Grünert. Corona-bedingt auch in reduzierter Besetzung, aber mit dem gewohnt warmen und ausdrucksstarken Chorklang.

    Schauspielerin Stephanie Stumph wird in diesem Jahr den Zuschauern zu Hause das Adventskonzert präsentieren. Schon lange ist für sie das Konzert aus der Dresdner Frauenkirche ein fester Bestandteil der adventlichen Vorweihnachtszeit, denn als gebürtige Dresdnerin ist sie eng verbunden mit der Frauenkirche und hat viele Erinnerungen an Adventskonzerte aus vergangenen Jahren.

    Die Dresdner Frauenkirche strahlte in ihrer Geschichte immer mit hoher Symbolkraft: Als Ruine war sie über lange Zeit ein prominentes Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Nach dem Wiederaufbau wurde der Sakralbau als Wahrzeichen wieder zu einem wichtigen Bestandteil des Dresdner Stadtbildes. Heute gilt die Dresdner Frauenkirche als ein Symbol für Versöhnung und das Zusammenwachsen von Europa: Spenden für den Wiederaufbau kamen auch aus Ländern mit schweren Verlusten durch deutsche Kriegsangriffe.

     

     

    Geplantes Repertoire (kurzfristige Änderungen vorbehalten):

     

    "Macht hoch die Tür"
    Semper Brass Dresden

    Joseph Haydn
    "Mit Würd und Hoheit angetan" aus "Die Schöpfung"

    Bartholomäus Gesius
    "Hosianna, dem Sohne Davids"
    Kammerchor der Frauenkirche

    Wolfgang Amadeus Mozart
    "Laudamus te" aus Grosse Messe c-moll KV 427

    Johann Sebastian Bach
    Auszüge aus "Das Weihnachtsoratorium" BWV 248

    Sinfonia pastorale

    Choral "Brich an, o schönes Morgenlicht"
    Kammerchor der Frauenkirche

    Arie "Frohe Hirten, eilt, ach eilet"           

    Alessandro Marcello
    II. Adagio aus dem Oboenkonzert d-Moll
    Solistin: Céline Moinet

    Johann Christoph Pezel
    Allemande aus "Fünfstimmige blasende Musik"
    Semper Brass Dresden

    Giuseppe Verdi
    "Ave Maria" aus der Oper "Otello"

    Wolfgang Amadeus Mozart
    IV. Molto allegro aus der Symphonie C-Dur KV 551 "Jupiter"

    William Byrd
    "Ave verum corpus"
    Kammerchor der Frauenkirche           

    Adolphe Adam (Arrangement: Jarkko Riihimäki)                        
    "O Holy Night"

    Michael Praetorius
    "Es ist ein Ros entsprungen"

    Weihnachten mit dem Bundespräsidenten - Ein festliches Konzert aus Bernau bei Berlin

    Donnerstag, 24. Dezember 2020, 18:00 Uhr

    Weihnachten mit dem Bundespräsidenten Ein festliches Konzert aus Bernau bei Berlin

     

    Moderation: Johannes B. Kerner

     

    Mitwirkende:

    Sonya Yoncheva
    Lucas und Arthur Jussen
    Ensemble Amarcord
    Sasha
    Iris Berben

    Kammerakademie Potsdam     
    Musikalische Leitung: Václav Luks

     

    Regie: Michael Maier
    Kamera: Volker Schmidt
    Redaktion: Jule Broda, Timo Rieth

    Länge: ca. 60 Min.

    Aufzeichnung: 16. Dezember 2020, 18.00 Uhr, St. Marien Bernau (bei Berlin)

                                 

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und First Lady Elke Büdenbender laden zu einem festlichen Weihnachtskonzert im brandenburgischen Bernau. Moderiert wird der Abend von Johannes B. Kerner.

    International gefeierte Solist*innen präsentieren ein Konzertprogramm mit bekannten Weihnachtsliedern und musikalischen Überraschungen. Das Konzert, in diesem Jahr unter den besonderen Umständen der Corona-Pandemie, findet in der evangelischen Kirche St. Marien in Bernau bei Berlin statt.

    Der weihnachtlich-festliche Abend wird musikalisch gestaltet von der gefeierten bulgarischen Sopranistin Sonya Yoncheva, den Gebrüdern Lucas und Arthur Jussen aus den Niederlanden am Klavier und dem Leipziger Vokalensemble Amarcord. Unter der Leitung von Václav Luks ist die Kammerakademie Potsdam, eines der herausragenden Orchester Brandenburgs, nach St. Marien geladen. Popsänger Sasha präsentiert eine musikalische Überraschung, und Iris Berben wird mit einer Lesung für eine besondere weihnachtliche Stimmung sorgen.

    Seit vielen Jahren ist die Sendung "Weihnachten mit dem Bundespräsidenten" fester Bestandteil des Heiligabends im ZDF. 1995 wurde sie auf Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog und seiner Frau Christiane ins Leben gerufen. Seit der Premiere im bayerischen Dießen besuchen die amtierenden Bundespräsidenten alljährlich ein anderes Bundesland, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern den Heiligen Abend zu feiern. Das ZDF überträgt die Traditionsveranstaltung bereits zum 26. Mal.

    Weihnachten mit Jonas Kaufmann

    Donnerstag, 24. Dezember 2020, 22.15 Uhr

    Weihnachten mit Jonas Kaufmann

     

    Mitwirkende:

    Jonas Kaufmann

    Kammerorchester Salzburg Chamber Soloists
    Kinderchor Oberndorf
    Tobias Regner (Gitarre)
    Silke Aichhorn (Harfe)

     

    Regie: Nikolai Dörler
    Kamera: Sebastian Felsch, Herbert Jochum, Volker Rieck, Markus Ziegler
    Produktionsleitung: Karl-Martin Lötsch
    Producer: Elmar Kruse
    Redaktion: Martin Schneider

     

    Einen besonders stimmungsvollen Heiligabend im ZDF verspricht Startenor Jonas Kaufmann mit seiner persönlichen Auswahl der schönsten Weihnachtslieder aus aller Welt.

    In der Kirche St. Nikolaus von Oberndorf bei Salzburg, also dem Ort, an dem in der Christmette 1818 zum ersten Mal "Stille Nacht, heilige Nacht" erklang, präsentiert er die Weihnachtsklassiker, die er schon als Kind mit der Familie unterm Christbaum gesungen hat.

    "Denk ich an Weihnachten, dann steigen viele Erinnerungen in mir auf", sagt Jonas Kaufmann. "So wird es wohl jedem ergehen. Weihnachten ist das Fest des Innehaltens, des Sich-Erinnerns. Es ist das Fest der Freude und der Lichter. Und diese Lieder rufen in mir glückliche Erinnerungen an schöne Weihnachtsmomente wach, von dankbarer Andacht bis zu turbulenten Festen mit Freunden und Verwandten."

    Doch auf dem Programm stehen nicht nur die traditionellen deutschen Lieder. Zu den Klängen internationaler "Weihnachts-Hits" von "Minuit, chrétiens", bis zu "White Christmas" führt Jonas Kaufmann die Zuschauer auch in die winterliche Landschaft und ins adventliche Treiben im benachbarten Salzburg. Und als besonderes "Schmankerl" singt er in der intimen Atmosphäre der kleinen Stille-Nacht-Kapelle auch zwei alpenländische Weihnachtslieder unter Begleitung von Harfenistin Silke Aichhorn: "Es wird scho glei dumpa" und "Still, still, still". Zu "Let it snow" lässt es Jonas Kaufmann schneien und wagt sich bei "Jingle Bells" zu einer Fahrt auf dem Hornschlitten.

    Jonas Kaufmann geht in Salzburg und Umgebung außerdem auf eine adventliche Entdeckungsreise, besucht unter anderem das Weihnachtsmuseum.

    Interview mit Jonas Kaufmann (auch als Audiodatei abrufbar)*

    Die mp3-Datei finden Sie hier. *Das Interview, auch auszugsweise, ist honorarfrei verwendbar im Zusammenhang mit Ihrer Berichterstattung über die Sendung.

     

    Audiodiskription:

     

    (Anmoderation: Heiligabend, das ist für die meisten von uns ein ganz besonderer Abend. Viele emotionale Kindheitserinnerungen sind damit verbunden, es ist ein Abend, an dem die Familie zusammenkommt, ein Abend mit festen Ritualen. Wie beim Startenor Jonas Kaufmann der Heiligabend aussieht, das hat er uns am Rande der Dreharbeiten für seine ZDF-Sendung „Weihnachten mit Jonas Kaufmann" am 24. Dezember um 22 Uhr 15 – also zur besten Christmette-Zeit - verraten. Welche Erinnerungen hat der „OPUS KLASSIK“-Preisträger an Weihnachten in seiner Kindheit? Singt er unterm Weihnachtsbaum, was ist sein Lieblingsgebäck und wann besorgt er die Geschenke?)

     

    1. Jonas Kaufmann, als Kind war für uns alle der 24. Dezember ein wahnsinnig toller Tag, aber auch ein Tag, an dem wir voller Ungeduld auf die Bescherung warten mussten. Erzählen Sie uns doch mal von Ihrem Heiligabend als Kind ...

    Es gab natürlich immer nachmittags, ich glaube 15:30 Uhr oder so etwas, einen Gottesdienst für Kinder. Der war erstens etwas kürzer. Der war zweitens mit vielen Kindern, dementsprechend mussten man sich nicht ganz so streng benehmen. Das war sozusagen die bessere Alternative. Und natürlich wurde diese Zeit dann auch gnadenlos dazu ausgenutzt. Ein Elternteil, der hat da leider nicht mitgehen können, weil er noch irgendetwas arbeiten oder in der Küche etwas machen musste. In Wirklichkeit hat der natürlich dann in der Zeit angefangen, den Baum zu schmücken und die Geschenke zu verpacken und alles vorzubereiten. Das heißt, wenn man dann aus der Kirche kam und es war schon dunkel, dann ist man in sein Zimmer gegangen, und wenig später war auf magische Weise das Christkind da. (0:44)

     

    2. Erinnern Sie sich noch an ganz besondere Weihnachtsgeschenke in Ihrer Kindheit?

    Ich habe zum Beispiel einen Kaufladen bekommen und habe den sehr geliebt. Und der wurde jedes Jahr wieder neu aufgebaut zu Weihnachten, auch, um dann mit neuen Sachen bestückt zu werden. Diese vielen, vielen kleinen Döschen und Packungen mit Waschpulver, mit Puffreis und was da noch alles drin war – das war herrlich. Das habe ich sehr genossen. Was aber für mich der größte Triumpf war, war neben vielen anderen Sachen wahrscheinlich die Carrera-Rennbahn. Ich habe also solch eine Rennbahn bekommen und das war ein absoluter Traum. Bis heute wird die bei meinen Kindern eigentlich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit wieder aufgebaut. Und natürlich ist es nicht mehr nur diese kleine Schleife, die wir damals hatten, sondern es sind mittlerweile… wir sind, glaube ich, bei 30 Metern Strecke. Es ist erstaunlich, wie lang dann so eine Leidenschaft anhält. (0:52)

     

    3. Welcher Geschenke-Typ sind Sie denn? Derjenige, der sich schon monatelang Gedanken macht, wem er was schenkt? Oder eher der Lastminute-Käufer?

    Die Tendenz geht eher zur letzten Minute. Ich finde es immer unglaublich erschütternd, wenn – wir waren jetzt gerade vor ein paar Tagen zusammen mit der Familie wandern – und meine Tochter und meine Frau haben sich miteinander ausgetauscht, dass sie ja natürlich alle Weihnachtsgeschenke schon haben. Und da wird einem dann gleich ganz anders. (lacht) Also in der letzten Sekunde am 23. Dezember bin ich, glaube ich, noch nie losgezogen, um Geschenke einzukaufen, aber ich glaube, bei mir muss irgendwie der erste Advent vor der Tür stehen, bevor ich mir Gedanken drüber mache. (0:30)

     

    4. In vielen Familien wird vor dem Christbaum gesungen. Bei Ihnen auch?

    Klar! Wir werden musizieren und gemeinsam Lieder singen. Das ist natürlich schön. (0:07)

     

    5. Sie sind Deutschlands bester und berühmtester Tenor. Mal Hand aufs Herz. Ihre Frau und Ihre Kinder trauen sich doch niemals mit Ihnen zu singen?  

    Nein, das ist nicht so. Also ich kann vielleicht ein bisschen besser die Melodie finden oder ein bisschen besser den Ton halten. Aber ich singe ja unterm Christbaum oder auch im Gottesdienst oder wo auch immer, nicht mit dieser, in Anführungszeichen, Opernstimme, sondern man singt mit der Stimme, mit der man auch seine Kinder in den Schlaf singt. Also wenn ich mit dem, was ich für die Bühne brauche, womit ich ein paar Tausend Leute gleichzeitig unterhalten kann, glaube, ein Kind zum Schlafen zu bringen, dann hätte ich einiges falsch verstanden, muss ich sagen. (0:33)

     

    6. In der ZDF-Sendung an Heiligabend wird es etwas ganz Besonderes, sehr Emotionales geben: Sie singen in der Kirche St. Nikolaus in Oberndorf bei Salzburg "Stille Nacht, heilige Nacht". Genau an dem Ort, wo im Jahr 1818 dieses Lied zum ersten Mal öffentlich erklang. Was empfinden Sie bei „Stille Nacht, heilige Nacht“?

    Die Möglichkeit, in Ruhe und Frieden leben zu dürfen. Und das wird eben mit dieser „Heiligen Nacht“ heraufbeschworen. Das ist schon unglaublich. Und dass wir nach 200 Jahren immer noch Gänsehaut bekommen, wenn wir das Lied hören spricht für die Qualität, sag ich mal vorsichtig. (0’16)

     

    7. An Weihnachten warten viele Genüsse auf uns. Der Festtagsbraten, der gute Wein. Groß ist aber auch das Angebot an Süßigkeiten. Sind Sie ein Süßer und welches Gebäck mögen Sie am liebsten?

    Ich glaube, richtig gute Vanillekipferl, die praktisch fast schon vor der Berührung des Mundes zerfallen, sind mir letztlich das allerliebste. Ich mag Zimtsterne auch wahnsinnig gerne. Ich mag auch einfaches Buttergepäck mit Mandeln drauf oder Walnüssen zum Beispiel. Ich mag sehr vieles. Ich mag Springerle. Es gibt unendliche Mengen an Sachen, die man gerne backt und macht und tut, aber wenn ich mich für eine einzige Sorte entscheiden müsste, sind es die Vanillekipferl. (lacht) (0:33)

     

    8. Und welchen Wunsch haben Sie für dieses – ja doch – ungewöhnliche Weihnachten 2020?

    Dass wir dieses Weihnachten als ein einmaliges in unserem Gedächtnis behalten werden. Und nicht als einen Anfang von etwas, was uns vielleicht in eine neue, in eine schwierigere Zeit geleitet hat. Ich denke, das ist das Wichtigste. Dementsprechend hoffe ich sehr für uns alle, dass es bei diesem einen seltsamen Corona-Weihnachten bleiben wird. (0:22)

     

    (Abmoderation: Startenor Jonas Kaufmann über seine ganz privaten Weihnachten. Sie können ihn an Heiligabend zu sich ins heimische Wohnzimmer einladen. Das ZDF bietet am 24. Dezember um 22 Uhr 15 ein ganz besonderes musikalisches Highlight: In der Sendung "Weihnachten mit Jonas Kaufmann" zur besten Christmette-Zeit präsentiert der mehrfache "OPUS KLASSIK"-Preisträger seine ganz persönliche Auswahl an Weihnachtsliedern aus der Kirche St. Nikolaus in Oberndorf bei Salzburg. Einem Ort mit Tradition: Dort war im Jahr 1818 zum ersten Mal das weltberühmte "Stille Nacht, heilige Nacht" zu hören. Und dieses berühmte Weihnachtslied wird Jonas Kaufmann natürlich auch singen)


    Das Interview zeichnete Hermann Orgeldinger, all4radio auf.

    Festkonzert aus der Semperoper

    Mittwoch, 30. Dezember 2020, 22:30 Uhr

    Festkonzert aus der Semperoper

     

    Mitwirkende:

    Hanna-Elisabeth Müller, Sopran
    Piotr Beczala, Tenor
    Benjamin Bruns, Tenor

    Sächsische Staatskapelle Dresden
    Musikalische Leitung: Christian Thielemann

    Regie: Julia Möller
    Produktionsleitung: Lars Dembeck
    Redaktion: Jörg Hitzemann, Elke Schwenck

    Länge:  ca. 90 Min. 

     

    Mit einer musikalischen Zeitreise in die wilden Zwanziger feiert die Semperoper den Jahresausklang. Auf dem Programm des Konzertes stehen Songs und Schlager von Komponisten wie George Gershwin bis Franz Léhar.

    Im festlichen Ambiente spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann. Die Gesangssolisten Hanna-Elisabeth Müller, Piotr Beczala und Benjamin Bruns komplettieren die hochkarätige Besetzung dieses Gala-Events.

    Zwischen Halbwelt und Hochkultur, Rausch und Ratio – das neue Lebensgefühl der Goldenen Zwanziger war einzigartig. Es brachte frischen Wind in Kunst und Kultur und einen ungebrochenen künstlerischen Innovationsgeist. Die Musik profitierte davon: Jazz und Swing stellten vertraute Klänge auf den Kopf. Tanzpaläste, Bars und Caféhäuser schossen wie Pilze aus dem Boden und machten Großstädte wie Berlin zu international gefeierten Kulturmetropolen. Eine Tanzwelle schwappte über den großen Teich. Amerikanische Importe brachten One-Step und Charleston vom Broadway nach Berlin und versetzte die Spreemetropole ins "Ragtime-Fieber". Frech, subversiv und gespickt mit subtilen Botschaften: Berlin wurde zur Kulisse der Revueoperette, die mit ihrer einmaligen Verbindung von Musik, Stars und Glamour weltweit Aufsehen erregte.

    Heute – 100 Jahre später - blickt das Festkonzert aus der Semperoper 2020 zurück auf die turbulente Dekade zwischen Weltkriegstrauma und Aufbruchsvisionen – mit Nostalgie, Feierlaune und vielleicht auch ein wenig mit dem Zeitgeistgefühl eines Déjà-vu. So wird der Abend vor Silvester Melodien aus Filmmusik, Schlager und Operette von Berlin bis zum Broadway zu Gehör bringen: ein "Melting-Pot" aus dem Sound der 20er. Die Semperoper feiert ein musikalisches Jahrzehnt mit den  berühmten Jazz- und Musicalnummern des Broadway-Darlings George Gershwin, Filmmusik-Klassikern wie "Metropolis" und "Ich küsse ihre Hand, Madame", Salonmusik von Marek Weber und Kassenschlagern aus dem Repertoire einer unvergessenen Operettenära. 

    Für Christian Thielemann ist es das zehnte Mal, dass er zum Jahreswechsel die Staatskapelle Dresden dirigiert. Seine Reverenz an den Mythos der „Roaring Twenties“ erklärt der Chefdirigent mit den Worten: “…Es ist wunderbare Musik, unterhaltend und anspruchsvoll zugleich, feinsinnig und voller Charme, Witz und Ideen.“ 

    Hochklassig ist auch die Solistenbesetzung des diesjährigen Festkonzertes aus Dresden: Neben der jungen, vielseitigen und international erfolgreichen Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller stehen gleich zwei Tenöre auf der Bühne: Benjamin Bruns, der ein breitgefächertes Repertoire beherrscht. Neben ihm tritt der polnische Opernsänger Piotr Beczala auf, der schon in den Silvesterkonzerten 2011 und 2012 für seine Auftritte bejubelt wurde.

    Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2015 - Live aus Wien

    Freitag, 1. Januar 2021, 11.15 Uhr

    Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2021
    Live aus Wien

     

    Mitwirkende:

    Wiener Philharmoniker
    Musikalische Leitung: Riccardo Muti

    Wiener Staatsballett
    Choreografie: José Carlos Martinez

     

    Regie: Henning Kasten
    Redaktion: Dr. Karin Veitl (ORF), Holger Faber (ZDF)
    Eine Produktion der EBU

    Länge: ca.150 min.

     

    Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ist das musikalische Highlight zum Jahresauftakt. Auch 2021 überträgt das ZDF das Konzert live aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.

    Es ist das größte klassische Musikereignis der Welt, wird in mehr als 90 Länder übertragen und von mehr als 50 Millionen Menschen in der ganzen Welt mitverfolgt. Am Dirigentenpult steht zum wiederholten Male der italienische Dirigent Riccardo Muti.

    Die Wiener Philharmoniker präsentieren zum Jahreswechsel wieder ein heiteres und zugleich besinnliches Programm aus dem reichen Repertoire der Strauß-Dynastie und deren Zeitgenossen. Das Orchester versteht sich als musikalischer Botschafter Österreichs und möchte allen Menschen einen Gruß im Geiste von Hoffnung, Freundschaft und Frieden übermitteln.

    Im Lauf seiner außerordentlichen Karriere hat Riccardo Muti, der im Juli 2021 seinen 80. Geburtstag feiern kann, viele der wichtigsten Orchester der Welt dirigiert: von den Berliner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bis zum New York Philharmonic Orchestra und dem Orchestre National de France.

    Besonders eng ist er den Wiener Philharmonikern verbunden, mit denen er seit 1971 auch regelmäßig bei den Salzburger Festspielen auftritt. Als Muti 1992 das Konzert zu Ehren des 150-jährigen Jubiläums der Wiener Philharmoniker dirigierte, überreichte ihm das Orchester den Ehrenring als Zeichen der engen Verbundenheit und höchsten Anerkennung. Er stand fünf Mal am Pult des prestigereichen Neujahrskonzertes in den Jahren 1993, 1997, 2000, 2004 und 2018.

    Im Jahr 2021 geht die kontinuierliche Zusammenarbeit von Riccardo Muti mit den Wiener Philharmonikern in ihr 51. Jahr.

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