Copyright: ZDF/[m] UFA FICTION Maria Jülisch, Foto: Stefan Erhard
Copyright: ZDF/[m] UFA FICTION Maria Jülisch, Foto: Stefan Erhard

Ku'damm 59

Die Fortsetzung der Familiengeschichte in drei Teilen

Nach dem erfolgreichen ZDF-Dreiteiler "Ku'damm 56" geht die Geschichte von Caterina Schöllack (Claudia Michelsen) und ihren drei Töchtern mit "Ku'damm 59" weiter. Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle) sind erwachsen geworden: Jede für sich sucht ihren Weg, sich in der starren Gesellschaft der späten 50er Jahre, die von strikten Konventionen und festen Rollenbildern geprägt ist, zurechtzufinden.

Video 1: Trailer "Ku'damm 59"

Video 2: Musik und Tanz mit Monika (Sonja Gerhardt) und Freddy (Trystan Pütter)

Video 3: Die "Verwandlung" von Maria in Helga (Maria Ehrich)

Video 4: Evas Führerschein  (Emilia Schüle)

  • ZDF Mediathek, ZDFmediathek: Bis März 2019 sind "Ku'damm 59" sowie "Ku'damm 56" online.

Texte

Eine Frauen- und Familiengeschichte
Von Heike Hempel, stellvertretende ZDF-Programmdirektorin

"Ku'damm 56" hat uns gezeigt, was es hieß, vor nicht allzu langer Zeit in Deutschland als Frau zu leben. Annette Hess hat es mit dieser seriellen Erzählung geschafft, ganz auf Augenhöhe mit den weiblichen Hauptfiguren, spannend und unterhaltsam einen Kos­mos zu schaffen, der alle Generationen und sowohl Männer als auch Frauen vor dem Bildschirm versammelt hat.
Wir freuen uns, dass wir mit "Ku'damm 59" die Fortsetzung dieser Frauen- und Familiengeschichte um die Tanzschulbesitzerin Caterina Schöllack und ihre drei Töchter präsentieren können: eine nicht minder wendungs- und überraschungsreiche Geschichte über die Suche nach weiblicher Identität und dem Erwachsenwerden in den 50er Jahren.

Zwischen Erwachsenwerden und Abhängigkeit
Von Beate Bramstedt und Bastian Wagner, HR Fernsehfilm/Serie II

Der Berliner Ku'damm im Jahr 1959. Drei Jahre sind vergangen, seit die junge, selbstbewusste Monika Schöllack im erfolgreichen Mehrteiler "Ku'damm 56" auszog, um ihren Traum von einem freien und selbstbestimmten Leben zu verwirklichen. Monika und ihre Schwestern sind mittlerweile erwachsen geworden. In der Fort­setzung "Ku'damm 59" geht es daher nicht mehr nur um den Kon­flikt der Generationen, sondern auch um die Frage, was Erwachsensein bedeutet und was es heißt, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, insbesondere in einer Zeit, die von strikten Konventionen und starren Rollenbildern geprägt ist. Monika und ihre Schwestern müssen weiterhin für die weibliche Selbstbestimmung und Sexualität eintreten.

In "Ku'damm 59" erzählt Autorin und Creative Producerin Annette Hess Zeitgeschichte konsequent als Familiengeschichte und wirft gemeinsam mit Regisseur Sven Bohse ein schonungsloses  Schlaglicht auf die deutsche Gesellschaft der späten 50er Jahre. Denn das Menschenbild, insbesondere das Frauenbild, ei­ner Gesellschaft ist quasi der Lackmustest für ihre Modernität. Zwar scheint diese Zeit aus heutiger Sicht weit weg zu sein. Das Aufflammen der #MeToo-Debatte zeigt allerdings, dass ein Miteinander von Männern und Frauen auf Augenhöhe auch heut­zutage immer noch keine Selbstverständlichkeit ist.

Anette Hess begleitet Caterina Schöllack und ihre drei Töchter auf ihren unterschiedlichen Lebenswegen und definiert sie stets in Kontradiktion zur dominierenden Rolle des Mannes. Neben all den Härten der Zeit, findet sie in ihrer punktgenauen und kunstvollen Erzählung aber auch zahlreiche humorvolle und warme Momente. Regisseur Sven Bohse hat die Geschichten großartig in Szene gesetzt und dabei die Bildsprache der ersten Staffel noch einmal weiterentwickelt, gemeinsam mit dem außergewöhnlichen Schauspieleren­semble um Claudia Michelsen, Sonja Gerhardt, Maria Ehrich, Emilia Schüle, Sabin Tambrea, Trystan Pütter, August Wittgenstein sowie Ulrich Noethen und Heino Ferch. Die profilierten Produzenten hinter dem Film sind Nico Hofmann und Benjamin Benedict von der UFA Fiction.
Begleitet wird der Mehrteiler durch eine Dokumentation der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte.

"Eine hochemotionale und überraschende Reise"
Von Benjamin Benedict, Geschäftsführer UFA FICTION+Nico Hofmann, CEO UFA

Die Fortsetzung von "Ku'damm 56" stellt die Hauptfiguren – drei Jahre später und damit erwachsener – vor ganz neue Fragen und Entscheidungen. Ging es in der ersten Staffel um das Erwachsenwerden, konzentriert sich "Ku'damm 59" auf die schmerzlichen, komplexen Fragen des Erwachsenseins. Unsere Protagonistinnen erfahren die persönlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen ihrer Lebensentscheidungen mit voller Wucht. Dies mitzuerleben ist eine hochemotionale und überraschende Reise.

Stab und Besetzung

Ku'damm 59
Die Fortsetzung der Familiengeschichte in drei Teilen

Drehzeit_____Ende Juni – Ende September 2017
Drehorte_____Berlin und Umgebung

Stab
Buch_____Annette Hess
Regie_____Sven Bohse
Kamera_____Michael Schreitel
Casting_____Nina Haun
Musik_____Maurus Ronner
Schnitt_____Ronny Mattas
Szenenbild_____Axel Nocker
Kostüm_____Maria Schicker
Produktionsleitung_____Ilja Leptihn
Produzenten_____Benjamin Benedict, Nico Hofmann
Ausführender Produzent_____Marc Lepetit
Produktion_____UFA FICTION
Weltvertrieb_____ZDF Enterprises
Redaktion_____Bastian Wagner, Beate Bramstedt, Heike Hempel / HR Fernsehfilm/Serie II

Eine Produktion der UFA FICTION im Auftrag von ZDF/ZDF Enterprises.

Die Rollen und ihre Darsteller

Monika Schöllack_____Sonja Gerhardt
Caterina Schöllack_____Claudia Michelsen
Helga von Boost
geb. Schöllack_____Maria Ehrich
Eva Fassbender
geb. Schöllack_____Emilia Schüle
Prof. Dr. Jürgen
Fassbender _____Heino Ferch
Kurt Moser_____Ulrich Noethen
Joachim Frank_____Sabin Tambrea
Freddy Donath_____Trystan Pütter
Wolfgang von Boost_____August Wittgenstein
Dorli_____Alma und Smilla Löhr
Ninette Rabe_____Laura de Boer
Hans Liebknecht_____Andreas Pietschmann
Otto Franck_____Markus Boysen
und andere

Inhalt

Kurzinhalt
"Ku'damm 59" setzt den erfolgreichen ZDF-Dreiteiler
"Ku'damm 56" fort und erzählt die Geschichte von Caterina Schöllack und ihren Töch­tern weiter. Monika, Helga und Eva sind erwachsen geworden. Jede für sich ringt mit den Lebensumstän­den, in die sie hineingeworfen wurde, und sucht ihren Weg, sich in der starren Gesellschaft der späten 50er Jahre zurechtzufin­den. Helga arbeitet hart daran, an der Seite ihres Mannes Wolfgang die perfekte Hausfrau und Mutter zu sein, während Wolfgang die Ehe durch eine gefährliche Affäre aufs Spiel setzt. Eva hingegen rebelliert gegen dieses Rollenbild. Sie leidet unter dem patriarchalen Verhalten ihres Mannes und versucht, sich ihm zu entziehen. Monika wiederum scheint vordergründig einen selbstbestimmten Weg zu gehen, da sie gemeinsam mit Freddy im Show-Business Fuß fasst. Mutter Caterina begleitet die beiden als deren Managerin, immer auf die Einhaltung gesellschaftlicher Konventionen bedacht. Glücklich ist Monika dabei jedoch nicht. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sie das Sorgerecht für ihre uneheliche Tochter Dorli zurück gewinnt, die – vom Vor­mundschaftsgericht verfügt – bei ihrer Schwester Helga auf­wächst.

Teil 1: "Nicki und Freddy machen Musik"

Berlin, 1957: Hochschwanger erreicht Monika die Tanzschule Schöllack. Sie hat ihre Bleibe verloren und hofft nun auf die Hilfe ihrer Mutter. Doch Caterina weist sie ab. Monika ist auf sich ge­stellt, als die Wehen einsetzen, und im Krankenhaus wird sie kri­tisch beäugt. Als ledige Mutter traut man ihr nicht zu, ein Kind zu erziehen. Monika fällt ins Kindbettfieber – als sie aus dem Delirium  wieder zu sich kommt, hat Caterina "alles geregelt". Dorli wurde nicht in einem Pflegeheim, sondern bei Pflegeeltern untergebracht: bei Helga und ihrem Mann Wolfgang.

Zwei Jahre später. Dorli ist der Kitt für die Ehe von Helga und Wolfgang, denn sie hilft, seine Homosexualität zu kaschieren. Monika darf ihre Tochter zwar regelmäßig besuchen, aber Helga verlangt, dass sie dem Kind gegenüber als "Tante" auftritt und schränkt Monikas Besuchsrecht immer stärker ein. Um Dorli nicht zu verlieren, greift Monika zur letzten ihr verbleibenden Waffe: Sie lässt gerichtlich prüfen, ob sie das Sorgerecht zurückbekom­men kann. Als sich Freddy, ihr Tanzpartner und Vater von Dorli, erbärmlich vor Gericht verhält, wird der Antrag abgelehnt. Monika muss zusehen, wie Dorli sich in der Obhut ihrer Schwester mehr und mehr von ihr entfremdet.
Caterina kommt diese Entwicklung gerade recht. Sie vermarktet das Duo "Nicki und Freddy" erfolgreich als Managerin und weiß den Erfolg ihrer Tochter auch zum Vorteil der Tanzschule zu nut­zen. Monikas Karriere nimmt weiter Fahrt auf, als sie und Freddy für einen Heimatfilm gebucht werden. Caterina verliebt sich sogar in dessen Regisseur Kurt Moser und schwebt auf einer Wolke des Glücks. Ihre jüngste Tochter Eva hingegen ist in ihrer Ehe mit Professor Jürgen Fassbender sehr unglücklich. Fassbender ist nicht nur notorisch eifersüchtig, er lebt auch seine patriarchale Macht aus, wo er nur kann.

Indessen kehrt Joachim Franck aus dem Ausland zurück. Sein Vater ist dement und will, dass der Sohn den Rüstungskonzern übernimmt. Sekretärin Ninette kümmert sich rührend um den Va­ter – und bald auch um Joachim. Nur kurze Zeit später erwartet sie ein Kind von ihm. Und ausgerechnet jetzt fasst sich Monika ein Herz und macht Joachim einen Heiratsantrag.

Teil 2: "Der Skandal"

Monika und Joachim empfinden immer noch viel füreinander. Dennoch kann Joachim Monikas Antrag nicht annehmen, zu stark ist sein Pflichtgefühl gegenüber der schwangeren Ninette. Ver­zweifelt stürzt sich Monika auf das einzige, was ihr im Leben noch bleibt: auf ihren Beruf als tanzende Sängerin und Schauspielerin. Dass sie sich dabei selbst belügt, wird ihr spätestens bei der Premiere ihres Films klar. Sie nutzt die Feier, um einige Wahr­heiten sehr laut auszusprechen, und beendet damit ihre Filmkarri­ere, bevor diese richtig begonnen hat – denn weder gesteht die Gesellschaft einem deutschen Fräulein und Jugendidol ein un­eheliches Kind zu, noch toleriert man einen Juden als Teenie-Schwarm.

Freddy hat seine traumatische Vergangenheit im KZ bislang per­fekt verdrängen können: Er fühlt sich verantwortlich dafür, dass sein kleiner Bruder im KZ ermordet wurde. Nun soll Freddy in ei­nem Prozess gegen die Verantwortlichen aussagen, wodurch seine angestauten Schuldgefühle so vehement hochkommen, dass er keinen Ausweg mehr sieht. Monika kommt gerade recht­zeitig, um Freddy vor einer fatalen Entscheidung zu bewahren.
Währenddessen werden Fassbenders Methoden, Eva seine Macht spüren zu lassen, immer sadistischer. Eva flieht aus ihrer Ehe und mietet mithilfe ihrer Schwester Monika eine eigene Wohnung an. Doch schnell merkt sie, wie eng die Grenzen sind, in denen sie sich "frei" bewegen kann. In dieser Situation setzt sie auf ihre Weiblichkeit und genießt die Faszination und die Macht, die sie auf Männer ausübt.

Helga hat inzwischen herausgefunden, dass sich Wolfgang ernst­haft in einen Kollegen verliebt hat. Verzweifelt packt sie die Koffer und zieht mit Dorli zurück in die Tanzschule. Dort trifft sie auf eine völlig aufgelöste Caterina. Die Zeitung hat über eine Vater­schaftsklage berichtet, die gegen Kurt Moser angestrengt wird. Damit ist für Caterina klar, dass dieser Mann für sie nicht mehr in Frage kommt.

Teil 3: "Im Urwald"

Nach langem Suchen findet Fassbender endlich Evas Aufent­haltsort heraus. Er ist außer sich, besonders als Eva sich weigert, wieder mit ihm nach Hause zu gehen. Kurze Zeit später wird Eva mit einer schlimmen Kopfverletzung bewusstlos in ihrer Wohnung aufgefunden und kommt ins Krankenhaus. Ist Fassbender der Täter? Dennoch kehrt Eva zu ihm zurück, nachdem sie aus einem wochenlangen Koma erwacht und endlich wieder genesen ist. Sie hat ein Ass im Ärmel, das ihr Leben an der Seite von Fassbender unter einen anderen Stern stellen wird. An den Verlauf des Tatabends erinnert sie sich zwar nur bruchstückhaft. Eines weiß sie jedoch sicher: Sie hat mit Joachim die Kneipe verlassen.

Joachim hatte an dem Abend gerade erfahren, dass er unmöglich der Vater von Ninettes Kind sein kann. Nachdem er Ninette mit­geteilt hatte, dass er sich scheiden lassen möchte, war er aufge­wühlt in eine Kneipe geflohen und auf Eva getroffen. Der aufkei­mende Verdacht des versuchten Todschlags an Eva bringt Joachim ins Gefängnis. Ninette verweigert ihm ein Alibi, obwohl sie weiß, dass Joachim zur Tatzeit schon wieder zu Hause war. Doch Monika gelingt es, Ninette umzustimmen, sodass Joachim wieder frei kommt. Ob Monika nun endlich eine gemeinsame Zu­kunft mit ihm aufbauen kann?

Helga steht indessen vor einem Scherbenhaufen. Wolfgang, der in seinem Kollegen Hans Liebknecht seine erste richtige Liebe gefunden hat, möchte sie verlassen – und das, obwohl sie ihm gerade ein gesundes Kind geboren hat. Helga kann und will seine Entscheidung nicht akzeptieren. Verzweifelt treibt sie einen Keil zwischen Wolfgang und Hans und versucht so ein weiteres Mal, die Fassade ihrer Ehe aufrecht zu erhalten. Währenddessen hat Monika einen neuen Quell gefunden, ihre Seele sprechen zu las­sen: den Blues. Zusammen mit Freddys Band arbeitet sie an Songs, die sie gemeinsam auf die Bühne bringen wollen. Und so sind es also wieder beide Männer, Joachim und Freddy, die für Monikas Glück wichtig sind.

Die Rollenprofile

Caterina Schöllack (Claudia Michelsen)
Caterina Schöllack ist froh, ihre Töchter Helga und Eva verheira­tet zu wissen, beide genießen einen recht respektablen Stand in der Gesellschaft. Ob sie in ihren Ehen glücklich sind oder nicht – eine Frau muss sich ihrem Mann unterordnen, das ist und bleibt Caterinas Credo. Monika ist weiterhin ihr Sorgenkind. Als Mana­gerin von "Nicky und Freddy" glaubt Caterina allerdings, Monika gut unter Kontrolle zu haben. Doch da verliert sie selbst den Halt: Sie verliebt sich.

Monika Schöllack (Sonja Gerhardt)
Monikas erstes Interesse gilt ihrer und Freddys Tochter Dorli. Freddy ist ihr musikalischer Partner und ihr bester Freund, doch er will keine Verantwortung übernehmen. Und als alleinstehende Frau hat Monika keine Chance, ihre Tochter selbst aufzuziehen. Dorli wächst daher bei Helga und Wolfgang auf, was einen Keil zwischen die Schwestern treibt. Monika aber gibt die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben mit Dorli nicht auf. Ihre Sehn­sucht nach Dorli, nach Joachim, den sie noch immer liebt, und nach einer freieren Welt kann sie nicht nur im Tanzen, sondern auch in der neu entdeckten Blues-Musik ausdrücken.

Helga von Boost geb. Schöllack (Maria Ehrich)
Helga kämpft – sie kämpft um ihre Ehe, um Dorli, um eine eigene Familie und um einen makellosen gesellschaftlichen Ruf. Den Weg zu ihrem Ziel geht sie zunehmend skrupellos, zu wichtig ist ihr die Fassade einer heilen Familie. Ihr Glück scheint sich end­lich zu bewähren, als sie von Wolfgang schwanger wird und eine Tochter bekommt. Doch die Ehe zwischen ihr und Wolfgang bleibt problematisch.

Eva Fassbender geb. Schöllack (Emilia Schüle)
Eva ist mit Professor Fassbender verheiratet – doch sie ist nicht glücklich. Die Ehe ist immer noch kinderlos, wozu Eva ihren Teil beiträgt. Sie langweilt sich schrecklich, da sie, wie ihr Ehemann es möchte, nicht mehr arbeitet. Doch Eva fühlt sich nicht wohl in diesem Korsett, sie möchte einen Führerschein machen und ihre Jugend genießen. Eine folgenschwere Entscheidung bringt Eva dann auf einen Weg, der auch ihr Leben gefährdet.

Freddy Donath (Trystan Pütter)
Freddy ist Freddy geblieben: ungebunden, freiheitsliebend, ver­schlossen. Dass seine Tochter woanders aufwächst, gefällt ihm recht gut und bewahrt ihn vor zu viel Verantwortung. Seine Karri­ere als Musiker und Tänzer nimmt Fahrt auf, als er zusammen mit Monika für einen Heimatfilm engagiert wird. Doch hinter Freddys sorgloser Fassade verbirgt sich eine verletzte Seele. Er wird sich seiner Vergangenheit stellen müssen.

Joachim Franck (Sabin Tambrea)
Da Joachims Vater an Demenz erkrankt ist, überlässt er Joachim die Franck-Werke. Dieser ist mit der neuen Situation gnadenlos überfordert und dankbar für die Hilfe der attraktiven Sekretärin seines Vaters. Die beiden kommen sich bald näher, doch Joachim hat Monika nicht vergessen. Es gibt weiterhin eine starke Verbin­dung und Vertrautheit zwischen den beiden.

Wolfgang von Boost (August Wittgenstein)
Wolfgang und Helga haben sich in ihrer Ehe scheinbar arrangiert. Dorli soll zu ihrem Glück beitragen, da ihre Ehe immer noch kin­derlos ist. Als Helga aber doch noch schwanger wird, ist auch Wolfgang überwältigt. Hin- und hergerissen zwischen der Ver­nunft und seinen starken Gefühlen für einen Kollegen muss er eine Entscheidung treffen.

Kurt Moser (Ulrich Noethen)
Der österreichische Filmregisseur Kurt Moser mag Frauen: Frauen wie Caterina, aber auch Frauen wie Monika. In Monika und Freddy sieht er ein absolutes Erfolgspotential und dreht mit ihnen eine vielversprechende Musikkomödie. Obwohl diese in seinen Augen nicht an Mosers berühmtestes Werk "Gefreiter Veith" aus dem Jahr 1944 herankommt, sieht er der Premiere hoffnungsfroh entgegen – aber er hat nicht mit Monika gerechnet.

Professor Dr. Jürgen Fassbender (Heino Ferch)
Dr. Jürgen Fassbender bemüht sich nach seinen Vorstellungen redlich um seine junge Frau Eva. Doch er kann sie nicht glücklich machen. Unterbewusst weiß er, dass die Heirat ein Fehler war. Aber anstatt sich das einzugestehen, beharrt er umso mehr auf seinen gesellschaftlich verbrieften Rechten als Ehegatte – was schließlich in eine menschliche Katastrophe führt.

"Das Thema 'Emanzipation' war immer dringlich"
Statement der Drehbuchautorin Annette Hess

Drei Jahre sind seit dem Tanzschulball in "Ku'damm 56" vergan­gen. Monika und ihre Schwestern sind erwachsener geworden und suchen ihren Platz in einer patriarchalen Gesellschaft. Auch in "Ku'damm 59" liegt der Fokus auf der besonderen Stellung der Frauen, denen es damals schwer möglich war, ein selbstbe­stimmtes Leben zu führen. Uneheliche Kinder, alleinerziehende Mütter, sexuelle Bedürfnisse von Frauen waren gesellschaftliche Tabuthemen. Belästigung, körperliche Übergriffe von Vorgesetz­ten und Vergewaltigung in der Ehe wurden dagegen stillschwei­gend toleriert. Frauen durften ohne Zustimmung ihres Ehemanns keine Wohnung anmieten, keine Arbeitsstelle antreten. Sie hatten sich dem Willen des Mannes unterzuordnen. Auch wenn uns die 50er und beginnenden 60er Jahre fern und finster erscheinen – so halten uns die Zustände doch einen Spiegel vor. Und wir müs­sen uns fragen: Wie weit ist es mit der Gleichberechtigung der Frau heute gediehen? Das Thema 'Emanzipation' war immer dringlich – und ist wieder salonfähig. Warum wohl?

"Mit neuen Fragen und Prämissen"
Statement des Regisseurs Sven Bohse

Das Tolle an einer Fortsetzung ist, an bereits bestehende Figuren und Geschichten anknüpfen zu können und auch gestalterisch auf dem aufzubauen, was bereits da ist. Man kann bei den Figuren schneller in die Tiefe gehen, komplexere Konflikte behandeln und in der Umsetzung einige Dinge besser machen als beim ersten Mal. Das ist ein Privileg und ein großes Vergnügen. Für mich war es ein bisschen wie nach Hause kommen, wieder im Studiobau der Tanzschule Galant zu stehen und mit dem großartigen Cast und meinem Team dort weiterzumachen, wo wir mit "Ku'damm 56" aufgehört haben – mit neuen Fragen und Prämissen, aber einer bereits gemeinsam erlebten Geschichte. Die Bücher von Annette Hess haben wieder den richtigen Ton zwischen Leichtigkeit und Drama getroffen, viel Neues geboten und dennoch die Themen von "Ku'damm 56" konsequent und schonungslos weitererzählt. Für mich stand die Selbstbestimmung, Emanzipation und Aufleh­nung von jungen Frauen und Männern im Kontext einer rigiden Gesellschaft nach wie vor im Mittelpunkt. Nur dieses Mal aus der gereiften Perspektive junger Erwachsener, die selbst Verantwor­tung für ihr Leben und ihre Handlungen übernehmen müssen.

Bei der Umsetzung haben mich vor allem die Gegensätze gereizt. Es ging darum, individuelle, persönliche Schicksale einerseits unterhaltsam und mitreißend, andererseits auch brutal und unge­schönt zu schildern. Die richtige Balance zwischen Überhöhung und Realismus zu finden. Diese Reibung zwischen dem Schönen und dem Hässlichen, der Überspitzung und dem Understatement, der glatten Oberfläche und dem Tumult darunter, machen für mich die erzählerische Kraft von "Ku‘damm 59" aus.

Statements der Schauspielerinnen
Claudia Michelsen, Sonja Gerhardt, Maria Ehrich, Emilia Schüle

Claudia Michelsen (Rolle: Caterina Schöllack)

… über Begegnungen am Set:

"Für mich war der direkte Kontakt mit Anette Hess sehr wichtig und neu, da wir im Vorfeld schon Gespräche hatten, ob man Caterina diese neue Liebe schenken kann, welche Möglichkeiten des Erzählens sich dadurch für mich ergeben und welche Schwä­chen wir ihr zugestehen können. Das war ganz wunderbar, so eng mit unserer Erfinderin aller Figuren und deren Geschichten ar­beiten zu können. Ansonsten ist es natürlich immer wieder eine große Freude, dieses wunderbare Team wiederzusehen."

… über Anforderungen der damaligen Zeit:

"Ich denke, über die Not, in welcher Frauen und Mütter in dieser Zeit waren, gibt es viel zu erzählen. Dieses schon fast künstliche und sehr angestrengte "Zusammengezurrtsein" dieser Caterina hat für mich sehr viel damit zu tun. Strenge, Disziplin, dieses sich fast schon militant an Form und Etikette halten zu müssen, um den Zerfall durch den Krieg zu überwinden."

Sonja Gerhardt (Rolle: Monika Schöllack)

… über Monika und was sie persönlich an ihr fasziniert:

"Monika kämpft unentwegt weiter für ihre Träume. Sie lässt ein­fach nicht locker und beweist auf ihrem teils sehr steinigen Weg viel Mut und Kraft. Ich bewundere Monika für ihre Beharrlichkeit. Ohne sich von ihren Ängsten aufhalten zu lassen, kämpft sie un­beirrt weiter um ihr Recht."

… über ihre neue Leidenschaft, das Singen:

"Ich war, bevor ich die Lieder im Studio eingesungen habe und auch währenddessen, bei einem Gesangscoach, der mit mir an meiner Stimme und den Songtexten gearbeitet hat. Nach zwei Wochen intensiver Vorbereitung beim Coach habe ich jeden Song eingesungen, damit ich beim Dreh nur noch Playback singen musste. Durch "Ku'damm 59" habe ich, neben dem Tanzen, eine neue Leidenschaft entdeckt: das Singen."

… über ein Heimspiel:

"Die Dreharbeiten zur Fortsetzung waren wie ein Heimspiel. Der Umgang miteinander war sehr familiär und die Stimmung am Set harmonisch. Das gesamte Team hat es mir sehr leicht gemacht, mich in meine Rolle hineinfühlen und fallen lassen zu können.

Maria Ehrich (Rolle: Helga von Boost geb. Schöllack)

… über ihre Rolle als Helga:

Helga ist sehr unsicher und ängstlich, dabei starr- und hitzköpfig, und tut häufig Dinge, die sie im Nachhinein bereut. Mir war es wichtig, Helga trotz allem eine liebenswerte Seite zu geben und sie nicht langweilig erscheinen zu lassen, auch wenn sie die kon­servativste der drei Schwestern ist.

… über die Dreharbeiten mit dem Zwillingspärchen:

"Eine Herausforderung war auf jeden Fall der Dreh mit den Zwillingen Alma und Smilla, die die kleine Dorli spielen. Wir hat­ten jede Menge Spaß am Set. Jedoch war es auch ein Balance­akt, die Waage zu halten zwischen mir, Maria, die die beiden lie­ben gelernt hat, und meiner Rolle, Helga, die oft streng und bös­artig sein musste. Trotz allem haben wir das gemeinsam sehr gut hinbekommen. Und die Mädchen haben sich mehr als wacker geschlagen – schließlich war es ihr erster Film!"

"Ganz besonders toll fand ich unseren Kindercoach Katja Frenzel. Sie hat den beiden Mädchen mit unendlich viel Kreativi­tät und Liebe zur Seite gestanden und ihnen wirklich viel Spaß am Set gegeben, sodass die Arbeit mit ihnen so viel einfacher war, als ich gedacht hätte.

Emilia Schüle (Rolle: Eva Fassbender geb. Schöllack)

… über die Darstellung von Eva:

"Ich habe mich auf die Eva Schöllack intensiv vorbereitet, wie ich es aber für jede Rolle mache. Die Figur der Eva hat eine gewisse Leichtigkeit und Naivität, ist gleichzeitig von einer Sehnsucht ge­trieben, und sie hat auch etwas Melancholisches. Und das darzu­stellen, ist mir hoffentlich gelungen."

… über die Herausforderung mit den Kostümen:

"Am Set empfand ich den Umgang mit den Kostümen als echte Herausforderung. Der Gang zur Toilette kann wirklich mühsam sein, wenn man Strumpfbänder trägt, in enge Kleider einge­schnürt ist, die man ohne Hilfe nicht öffnen kann, und gleichzeitig verkabelt ist. Abgesehen davon, dass ich die Kostüme wunder­schön fand, empfinde ich es doch als unglaubliche Befreiung, dass wir Frauen uns nicht mehr in solche Kostümchen und Blüschen zwängen müssen."

"Monika kämpft immer noch gegen die Norm und für die Rechte als Frau."
Radio-Interview mit Sonja Gerhardt inkl. Audio-Datei

Link Audio-Datei Interview Sonja Gerhardt

Sonja Gerhardt, ein Journalist hat über Dich geschrieben: "Die kann historische Stoffe!". Stimmt diese Einschätzung?

Ach ja, also es ist sehr nett, da sage ich nicht nein. Das freut mich sehr. (0:06)

Wie groß war die Freude, als Du erfahren hast, dass Drehbuchautorin Annette Hess die zweite dreiteilige Staffel schreibt?

Die war auf jeden Fall groß. Und ich wollte auch sofort wissen, wie es weitergeht. Also, da habe ich wirklich jeden belästigt, der das wissen könnte, wie Annette Hess zum Beispiel oder unseren Regisseur Sven Bohse, die erstmal nichts verraten haben. Und als ich dann die Bücher auf dem Tisch hatte, habe ich mich sehr, sehr gefreut. (0:17)

Wir wollen nicht allzu viel verraten, aber Monika hatte es schon in der ersten Staffel sehr schwer. Wird das Leben für sie jetzt leichter?

Nee, absolut nicht. Sie hat auf jeden Fall sehr viele Hürden, die sie aber gut meistert. (0:05)

Monika bekommt ihr uneheliches Kind. Und Du musst eine Geburtsszene spielen. War das schwer?

Absolut. Ich habe selber keine Kinder und es war auch schwierig sich da hineinzuversetzen, aber wenn man sich vorstellt, dass man sein eigenes Kind verliert oder weggenommen bekommt - ich glaube, das will keiner. Und dann hätte ich genauso agiert wie Monika. (0:14)

Verändert sich Monika im Laufe der zweiten Staffel?

Monika kämpft auf jeden Fall gegen die Norm. Und kämpft um ihre Rechte als Frau. Und da ist sie auf jeden Fall hinterher. (0:09)

Wieviel Sonja Gerhardt steckt in Monika Schöllack?

(lacht) Ach Gott. Ich habe auf jeden Fall von Monika gelernt, über seine eigenen Ängste zu springen und anzugehen. Und das macht Monika mit Bravour, muss ich sagen. Sie lässt sich von nichts aufhalten und passt aber trotzdem noch drauf auf, dass keiner zu Schaden kommt dabei. (0:21)

Monika wird ein Star. Sie tritt in Fernsehshows auf, nimmt mit Freddy eine Platte auf. Und Sie mussten singen. Hast Du davor jemals gesungen?

Also, ich wusste nicht, dass ich singen kann. Klar singt man mal. Unter der Dusche. Aber ja, ich hatte Gesangsunterricht und dann gings irgendwann zwei Wochen lang ins Studio. Mir hat das unglaublich viel Spaß gemacht. Ich dachte eigentlich, es wird sehr, sehr anstrengend und es wird sehr lange dauern, aber da habe ich gemerkt, dass es mir eigentlich echt viel Spaß macht und ich hoffe, dass es gefallen wird. (0:25)

Du hättest Dich ja auch synchronisieren lassen können?

Ich wollte selbst. Das war mir sehr wichtig für die Rolle, weil, Monika fängt ja auch erst an zu singen. Und ich hätte mich, mit einer synchronisierten Stimme, Gesangsstimme, hätte ich mich da nicht so gut reinfinden können. Deshalb war es mir sehr, sehr wichtig, dass ich das alles selber singe. (0:18)

Du kannst tanzen, hast das auch im Berliner Friedrichsstadt-Palast gelernt. Und Du tanzt wieder Rock 'n' Roll. Ganz spektakulär wird es, wenn Du in der Schlagershow einen sensationellen Salto zeigst. Wie oft musste diese Szene gedreht werden?

Also, dafür hatten wir tatsächlich Doubles. Auch schon aus versicherungstechnischen Gründen. Wenn uns da irgendwas passieren würde, hätten wir einen Drehstopp. Deshalb konnten wir das nicht selber machen. Auch wenn wir es gerne gemacht hätten. (0:14)

Es gab Preise und Nominierungen für "Ku'damm 56", du hast den Deutschen Fernsehpreis erhalten. Wie hat diese Rolle dein Leben - als Schauspielerin und als Sonja Gerhardt - verändert?

Privat eigentlich kaum, aber ich konnte auf jeden Fall mal was komplett anderes zeigen, vom Schauspielerischen. Monika hat einfach so viele Facetten. Ich konnte tanzen, ich konnte singen, ich kann bei Monika so viel zeigen. Und das hat mich sehr gefreut. Ich bin auch sehr stolz auf die Preise, die ich gewonnen habe. Das hat mich sehr gefreut. (0:26)

Das Interview führte Hermann Orgeldinger

Weitere O-Töne (mit Audio-Datei)

Zum Fokus bei "Ku'damm 59": Heike Hempel, stellvertretende Programmdirektorin des ZDF

"Sie (Anmerk.: Die Frauen) kriegen mit sehr viel stärkerer Wucht, und das macht das Drama dieses neuen Dreiteilers aus, sozusagen die gesellschaftlichen Restriktionen zu spüren, da wo sie nicht nur Kompromisse machen müssen. Sondern da, wo sie leiden, wo Schmerz da ist. Und das schafft Annette Hess so zu erzählen, dass wir gleichzeitig Humor da drin haben und eine gewisse Leichtigkeit. Und das macht diese Erzählung aus und deshalb sind wir beim ZDF stolz, diese Produktion gemacht zu haben.
Link Audio-Datei Heike Hempel (0:32)

Drehbuchautorin Annette Hess über ihr Interesse an der Zeit der 50er Jahre:

"Mich interessiert der weibliche Blickwinkel, insbesondere in der Zeit der 50er Jahre, weil es die Frauen, aus meiner Sicht, da schwerer hatten als die Männer. Sie waren unterdrückter, konnten sich weniger frei bewegen, keine Wohnung anmieten, keinen Führerschein machen, keinen Job annehmen, ohne ihren Ehemann zu fragen. Das sind dann per se Rollen bzw. Charaktere, die mich interessieren, weil sie sich was erkämpfen müssen."
Link Audio-Datei Annette Hess (0:26)

Trystan Pütter zur Rolle von Mann und Frau in den 50er Jahren:

"Es ist schrecklich, diese Zeit und dieses Verhältnis, aber es ist noch lange nicht vorbei. Deswegen bin ich ganz froh, dass unser Film zu so einer Zeit rauskommt, weil er vielleicht dazu beitragen kann, dass zwischen den Generationen mehr gesprochen und erzählt wird, dass den Leuten solche Dinge immer noch passieren."
Link Audio-Datei Trystan Pütter (0:19) 

O-Töne von Hermann Orgeldinger

Online-Begleitung

Auf kudamm59.zdf.de findet der Zuschauer bereits ab 1. März 2018 umfangreiche Informationen zur Handlung und Entwicklung der Familiengeschichte "Ku'damm 59".

Vielfältige Extras geben exklusive Einblicke in die aufwändige Produktion. Begleitvideos vermitteln anhand verschiedener Themenkomplexe wie Mode oder Frauenbild der 50er Jahre einen Blick in die jüngere deutsche Geschichte.
Ein weiteres Special ist ein 360-Grad-Video, das dem Zuschauer ermöglicht, in die Gedankenwelt der Hauptfigur Monika Schöllack (Sonja Gerhardt) einzutauchen und mit ihr die prägenden Mo­mente der ersten drei Filme nachzuerleben.
Weitere Inhalte folgen sukzessive bis zur Ausstrahlung. Im Rahmen eines Programmschwerpunktes wird dort auch das begleitende Dokumentationsprogramm mit abgebildet.

Bereits vom 18. März 2018, 10.00 Uhr, an sind alle drei Teile von "Ku'damm 59" in der ZDFmediathek unter kudamm59.zdf.de abrufbar.
Ab dem 11. März, 10.00 Uhr, sind dort auch die ersten Teile von "Ku'damm 56" zu sehen.
Sonntag, 18. März 2018, 21.45 Uhr, im Anschluss an Folge 1

"Ku'damm 59 – Die Dokumentation"

Ein Film von Heike Nelsen-Minkenberg
Kamera_____Benedict Sichenender
Schnitt_____Robert Handrick 
Produktion_____Sascha Lienert, Marie-Kristin Wolf
             Februar Film
Redaktion_____Carl-Ludwig Paeschke, Stefan Brauburger / ZDF-Redaktion Zeitgeschichte
Länge_____ca. 45 Min.

Die Redaktion Zeitgeschichte begleitet die fiktive Spielhandlung des Dreiteilers, wie bereits bei "Ku'damm 56", mit einer Doku­mentation. Heike Nelsen-Minkenberg berichtet vom Leben in der geteilten Metropole Ende der 50er Jahre. Die Autorin hat Zeitzeugen auf­gespürt, deren Schicksale widerspiegeln, was die Familie Schöllack im Film erlebt.

Hunger und Not der ersten Nachkriegsjahre bestimmen längst nicht mehr den Alltag. Westberlin ist das Aushängeschild des freien Westens im kommunistischen Machtbereich. Der Gegen­satz der Systeme zeigt sich nicht nur im Konsum, sondern auch in der Moral und in der Freizügigkeit.

Die Dokumentation bezieht Ereignisse und Entwicklungen mit ein, die in der Spielhandlung den zeitgeschichtlichen Hintergrund bil­den, wie die Berlinkrise (das Ringen um den Status des freien Teils der Stadt im Kalten Krieg), die erwachende Jugendkultur, Fragen der Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Be­deutung des neuen Massenmediums Fernsehen. Es geht aber auch um den Umgang mit der NS-Vergangenheit und mit Men­schen, die nicht den gesellschaftlichen Konventionen entspre­chen. Zeitzeugen erzählen dazu ihre eigene Geschichte.

Die Dokumentation berichtet zudem von der "Modestadt Berlin", die in den 50er Jahren im Westteil wieder aufblühte. Doch produ­ziert wurde die Kleidung von Näherinnen aus Ost-Berlin, wie sich der Berliner Modezar Uli Richter erinnert.

Weitere Informationen

Fotos über ZDF Presse und Information
Telefon: (06131) 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/kudamm59

ZDFmediathek
Bis März 2019 sind "Ku'damm 59" sowie "Ku'damm 56" abrufbar.

DVD
Die DVD zu "Ku'damm 59" erscheint bei Universum Film

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2018 ZDF

Ansprechpartner

Name: Maike Magdanz
E-Mail: presse.berlin@zdf.de
Telefon: (030) 20991093