Copyright: ZDF / Georges Pauly
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Matula

Krimi-Special

Privatdetektiv Josef Matula ermittelt wieder. In seinem Wohnmobil verlässt er zusammen mit einem zugelaufenen Straßenköter seine alte Wirkungsstätte Frankfurt und macht sich auf den Weg an die Nordseeküste. Frau Prof. Wollert, hochdekorierte Wissenschaftlerin und eine alte Bekannte von Matulas Auftraggeber, fühlt sich bedroht, und Matula soll in einer Seniorenresidenz nach dem Rechten sehen. Als er dort ankommt, ist die Professorin tot. Unglücklich gestürzt in ihrem Zimmer. Doch an einen Unfall mag Spürnase Matula nicht glauben. Er begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit - eine Suche, die ihn beinahe das Leben kostet.

  • ZDF, Freitag, 14. April 2017, 21:15

Texte

Welcome back, Matula!

32 Jahre lang prägte Claus Theo Gärtner in seiner Paraderolle als Josef Matula die deutsche Fernsehlandschaft und spielte sich mit seinem unverwechselbaren Charme in die Herzen der Zuschauer. Die Marke „Matula“ wird nun als Spin-Off des Krimi-Klassikers „Ein Fall für zwei“ in einem 90-minütigen Krimi-Special weiterent­wickelt.

Ab sofort ist der Privatdetektiv als Solo-Ermittler mit einem zuge­laufenen Straßenköter in seinem Wohnmobil außerhalb von Frankfurt unterwegs. In gewohnter Manier, ob intuitiv, raffiniert, raubeinig oder auch einfühlsam, löst er seinen Auftrag auf der Insel Föhr und weiß, dass er zwar älter geworden ist, aber längst nicht zum alten Eisen gehört. Die Zuschauer dürfen sich auf den legendären „private eye“ Matula mit altbewährten und neuen Fa­cetten freuen.

Entstanden ist unter der Regie von Thorsten Näter ein ausdrucks­starker „Crime in Nature-Film“, der gekonnt Konventionen des klassischen Detektivfilms mit Drama- und Komödien-Elementen vereint. Die Zuschauer begeben sich mit Matula auf eine humor­volle, immer spannender und emotionaler werdende Reise in die Vergangenheitsgeschichte einer jungen, geheimnisvollen Frau. Neben der Episodenhandlung sorgt die wachsende Freundschaft zwischen Matula und seinem zugelaufenen Hund für charmante Situationskomik und Dialogwitz. So liegt es nahe, dass ihm der Detektiv den prägenden Namen Dr. Renz verleiht - eine Reminis­zenz an den unvergessenen Volksschauspieler Günter Strack, mit dem die Erfolgsgeschichte des Freitagskrimis „Ein Fall für zwei“ begann.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Matula und wünschen beste Feiertagsunterhaltung.

Nadja Grünewald-Kalkofen und Matthias Pfeifer, HR Fernsehfilm/Serie I, Redaktion Reihen und Serie I

Stab und Besetzung

Buch   Ben Braeunlich
RegieThorsten Näter
KameraJoachim Hasse
Ton Kai Nührmann
MusikAxel Donner
SchnittJulia von Frihling
SzenenbildSonja Strömer
KostümbildAstrid Karras
Produktion Odeon TV, Wiesbaden, im Auftrag von ZDF, ORF und ZDF Enterprises
Produzenten Anette Kaufmann, Klaus Laudi
HerstellungsleitungThomas Höbbel
ProduktionsleitungMichael Bauernfeind
RedaktionMatthias Pfeifer, Nadja Grünewald-Kalkofen
Länge

88:30 Minuten

Rollen/Darsteller
Josef MatulaClaus Theo Gärtner
Helen Petersen                  Sinja Dieks
Dr. Claas Jessen               Götz Schubert
Rolf Lech                           Thomas Sarbacher
Ann-Gret Dahus  Ulrike Krumbiegel
Gesine Franke Anna Böttcher
Dr. Hans ZerbaumLutz Herkenrath
Marianne CordaJosephine Ehlert
Wilfried BauerBenjamin Morik
Justin Willi Gerk
Wolfgang Nitz Torsten Hammann
Hartmut Kruse Josef Heynert
Johanna Fahner Renate Delfs
und andere

Inhalt

Privatdetektiv Josef Matula ermittelt wieder. Mehr schlecht als recht schlägt er sich in Frankfurt als Kaufhausdetektiv durch, bis ihn ein neuer Auftrag an die Nordseeküste führt.

Matula soll in einer Seniorenresidenz in Norddeutschland nach dem Rechten sehen. Frau Prof. Wollert, hochdekorierte Wissen­schaftlerin und eine alte Bekannte von Matulas Auftraggeber Jessen, fühlt sich bedroht.

Im Wohnmobil, in dem er lebt, seit seine Wohnung in Flammen aufging, verlässt Matula zusammen mit einem zugelaufenen Stra­ßenköter seine alte Wirkungsstätte Frankfurt und macht sich auf den Weg nach Norden. Als er dort ankommt, ist Frau Professor Wollert tot. Unglücklich gestürzt in ihrem Zimmer im Senioren­heim. Doch an einen Unfall mag Spürnase Matula nicht so recht glauben.

Seine weitere Ermittlung führt ihn zunächst ins Forschungsinstitut Bremerhaven, Professor Wollerts früherer Wirkungsstätte. Nachdem ihm die Institutsmitarbeiter Ann-Gret Dahus und Rolf Lech nicht weiterhelfen können, folgt Matula seiner Intuition und setzt seine Ermittlungen auf einer Nordseeinsel im Wattenmeer fort. Helen, die junge Frau, die ihm dort begegnet, ist wie er auf der Suche nach der Wahrheit – eine Suche, die Matula beinahe das Leben kostet. Am Ende hat er eine menschliche Tragödie aufgedeckt und weiß, dass er zwar älter geworden ist, aber längst noch nicht zum alten Eisen zählt.

Ein authentischer Underdog - Interview mit Claus Theo Gärtner

Zu ihrem 70. Geburtstag bekamen Sie einen Anruf vom ZDF. Neben Glückwünschen auch das Angebot für „Matula“. Wie war ihre erste Reaktion?

Es wurde ja schon vor meinem Geburtstag gemunkelt, dass es zu einem Revival kommen könnte. Dass man mir das Angebot quasi als Geburtstagsgeschenk präsentiert hat, hat mich natürlich sehr gefreut.

Wie würden Sie ihr Verhältnis zu Matula im Laufe der letzten 35 Jahre beschreiben?

Er ist mir ans Herz gewachsen. Und er ist mit mir älter und weiser geworden. Aber wenn ich abends die Lederjacke ausgezogen habe, wurde aus Matula auch wieder Claus Theo Gärtner. Unser Verhältnis war nie symbiotisch.

Was macht die Figur Matula aus? Wie erklären Sie sich die unglaubliche Popularität beim Publikum?

Matula war kein Superheld, sondern eher ein Antiheld - ein Underdog, der authentisch und für jedermann greifbar war. Es ist leicht, sich mit der Figur zu identifizieren. Jeder könnte Matula sein.

Nach den Anwälten in „Ein Fall für zwei“ hat Matula jetzt nur noch einen Hund an seiner Seite und ist ansonsten auf sich alleine gestellt. Entwickelt sich Matula zum „lonely wolf“?

Das war er im Grunde schon immer. Ob Anwälte oder Affairen, am Schluss stand er immer alleine da. Aber nur, um dann wieder die nächsten Menschen in sein Leben zu lassen. Matula ist ein Einzelgänger mit einem großen Herzen. Er kann Nähe zulassen, kommt aber auch gut mit sich selbst zurecht.

In der letzten Folge „Ein Fall für zwei“ brannte Matulas Wohnung aus. Seitdem lebt er in einem Wohnmobil. Dieses Vagabundenleben ist Ihnen nicht fremd, oder?

Nein, ganz im Gegenteil. Auch mir macht es Spaß, in einem Reisemobil unterwegs zu sein, und das habe ich auch ausführlich genossen. Das fing in den 60er Jahren mit einem VW-Bus an und hörte neulich mit einem 12,5-Tonner Mercedes Atego auf.

Matula ermittelt an Containern hängend, im Wattenmeer watend und im Strömungskanal schwimmend. Haben Sie wieder alle Szenen selber gedreht oder gab es ein Double bei den Stunts?

Einmal gab es ein Double, ich habe nicht selbst am Container gehangen. Aber die restlichen Szenen waren körperlich genug. Der Dreh zum neuen Matula-Film war der härteste, den ich jemals hatte. Auch heute, rund ein Jahr später, beschwert sich meine Bandscheibe noch gelegentlich.

Das Interview führte Malte Weber

„Matula, der wohl bekannteste Lederjackenträger“ - Interview mit Sinja Dieks

Als Sie 1986 geboren wurden, ermittelte Claus Theo Gärtner bereits seit fünf Jahren als Matula. Wie haben Sie reagiert, als das Angebot kam, im „Matula“-Krimi-Special dabei zu sein?

Ich hab‘ mich total gefreut, und gespannt war ich auch, Matula, den wohl bekanntesten Lederjackenträger, kennenzulernen. Vor allem aber auch, weil mir die Rolle Helen Petersen sofort gefiel - mutig, zielstrebig und ein bisschen eigenbrötlerisch. Das Buch las sich sehr vielversprechend, ein spannender Fall.

Was sind Ihre frühesten Erinnerungen an Matula?

Wann genau ich als Kind meine erste Folge „Ein Fall für zwei“ gesehen habe (oder sehen durfte - es war ja doch oft sehr spannend, und geprügelt wurde sich auch), weiß ich nicht. Aber ich erinnere mich tatsächlich gut an die Marke Matula, wenn ich das so sagen kann. Das Bild des blonden Mannes in der lässigen Lederjacke, dessen Haare immer so ein bisschen nach Salzluft aussahen (daher passt die wilde Nordsee für den Film super, wie ich finde), erinnerte mich immer ein bisschen an meinen Vater, nur dass seine Lederjacke rot ist.

Matula ist für Claus Theo Gärtner die Rolle seines Lebens. Können Sie sich vorstellen, über einen solch‘ langen Zeitraum mit einer Figur zu wachsen und sich mit ihr zu entwickeln?

Das kann ich mir sehr gut vorstellen! Oft fällt es mir schwer, einer Figur nach abgeschlossenem Dreh wieder "tschüss" zu sagen. Bei Helen ging es mir so. Dann finde ich die Vorstellung spannend und schön, die Figur weiterentwickeln und immer mehr über sie ‘rausfinden zu können.

Sie hatten die unterschiedlichsten Berufsziele, bevor Sie zur Schauspielerei kamen. Können Sie Ihren beruflichen Weg kurz skizzieren?

Eine kurze Skizze könnte so aussehen: Artistik beim Circus Travados in Unna bis ich 15 war, Tanzausbildung in Essen-Werden bis zum Abitur, Medizin + 1. Staatsexamen am UKE in Hamburg, Schauspielstudium an der HFF Konrad Wolf in Babelsberg bis 2012. Dabei bin ich geblieben.

Das Interview führte Malte Weber

 

 

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