McDonald & Dodds

Britische Krimireihe im ZDF

Britische Krimireihe mit komödiantischen Zügen: Einem älteren Detective Sergeant im englischen Bath wird eine junge leitende Ermittlerin vor die Nase gesetzt. Das ungleiche Duo erkennt schnell, dass es aufeinander angewiesen ist. 

Die beiden Folgen stehen sowohl im TV als auch in der ZDFmediathek wahlweise in der synchronisierten als auch in der englischen Originalfassung zur Verfügung.

  • ZDF, Ab Sonntag, 25. Oktober 2020, 22.15 Uhr, im ZDF
  • ZDF Mediathek, Nach TV-Ausstrahlung jeweils für 30 Tage in der ZDFmediathek

Texte

Eine Stimme für die Unsichtbaren

Es gibt Menschen, die laut sind, alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und den gesamten Raum einzunehmen vermögen, sobald sie irgendwo auftauchen. Und es gibt die Leisen, solche, die niemand beachtet. Detective Sergeant Dodds, ein Mittfünfziger aus dem beschaulichen Bath in England, gehört zu letzteren. Ein Polizist, der die vergangenen elf Jahre am Schreibtisch gesessen hat und der mehr als Inventar der Wache wahrgenommen wird denn als der Mensch, der er ist. Jeder kennt solche introvertierten Menschen, die bei jeder Beförderung übergangen werden und geradezu unsichtbar sind – aber wie gut kennt man sie wirklich?

Robert Murphy, der sich "McDonald & Dodds" erdacht und die Drehbücher geschrieben hat, gibt diesen Unsichtbaren eine Stimme. Charakterdarsteller Jason Watkins verleiht ihnen auf unnachahmlich berührende Art die dazu passende Gestalt.

Doch das ist längst nicht alles, was "McDonald & Dodds" zu einem besonderen Erlebnis werden lässt. Auf den ersten Blick kommt die neue Reihe zwar als typischer Whodunit daher, doch die Geschichten bergen einiges, das es darüber hinaus zu entdecken gilt: zum Beispiel das besondere Spannungsverhältnis zwischen Dodds, seiner neuen Vorgesetzten DCI McDonald (Tala Gouveia) und dem gemeinsamen Boss, Superintendent Houseman (James Murray), hochaktuelle gesellschaftliche Konflikte wie Alltagsrassismus, die unaufdringlich mitschwingen, oder die vielen bis in die Nebenrollen detailliert gezeichneten Figuren. Als Sahnehäubchen ist eine Humorebene eingeflochten, die nie die Grenze zum Klamauk überschreitet.

Eine große Herausforderung bestand darin, die Dialoge der Darstellerinnen und Darsteller so ins Deutsche zu übertragen, dass möglichst wenig von der Originalität verlorengeht. Dieser Aufgabe hat sich Splendid Synchron mit viel Liebe zum Detail gewidmet: Dank der Dialogregie von Stefan Krüger und der Interpretation der Synchronsprecherinnen und -sprechern Michael Pan (Dodds), Josephine Schmidt (McDonald) und Sascha Rotermund (Houseman) sowie zahlreichen weiteren ist es gelungen, eine deutsche Synchronfassung herzustellen, die dem englischen Original in nichts nachsteht.

Frank Baloch
Hauptredaktion Internationale Fiktion
 

McDonald & Dodds – Der Tote nahm den Hut 
(Sonntag, 25. Oktober 2020, 22.15 Uhr)

Drehbuch         Robert Murphy 
Regie     Richard Senior
Kamera      Guilio Biccari
Schnitt        Meredith Leece
Musik       Blair Mowat
Produktion         ITV, Großbritannien
Redaktion       Frank Baloch
Dialogregie        Stefan Krüger
Länge         ca. 89 Minuten

 


Die Rollen und ihre Darsteller

DS Dodds     Jason Watkins
DCI Lauren McDonald   Tala Gouveia
Chief Superintendent John Houseman      James Murray
DC Laura Simpson Pearl Chanda
DC Darren CraigJack Riddiford
Max Crockett  Robert Lindsay
Mathilde Crockett Natalie Mendoza
Ellie Crockett   Ellie Kendrick
Kasha Perry    Cassie Bradley
und andere 

 

Ein Obdachloser wird in der über das Wochenende leerstehenden Villa von Erfinder und Unternehmer Max Crockett erschossen. Crockett ist einer der bekanntesten Industriellen von Bath – er und seine Familie genießen ein sehr hohes Ansehen in der Stadt.

Für den Mittfünfziger DS Dodds ist dieser Fall nach elf Jahren Schreibtischarbeit sein erster Außeneinsatz, und er wirkt von Beginn an überfordert. Dazu wird ihm als leitende Ermittlerin die aus London neu eingetroffene DCI McDonald vor die Nase gesetzt. Sie hat von ihrem Chef den Auftrag bekommen, Dodds mehr oder weniger sanft in Richtung vorzeitigen Ruhestand zu drängen.

Die zwei Ermittler finden in der Crockett-Familie eine äußerlich perfekte, eng verbundene Gemeinschaft mit drei erfolgreichen Töchtern vor, die alle in liebevollen Beziehungen leben.

Doch niemand kennt den Obdachlosen, keiner hat ein offensichtliches Mordmotiv. Bald aber wird klar, dass jede der drei Crockett-Töchter durchaus Geheimnisse zu verbergen hat und dass im Haus der Familie Crockett nicht alles so ist, wie es scheint.

McDonald & Dodds – Die Leiche hing im Wasserrohr 
(Sonntag, 8. November 2020, 22.15 Uhr)

Drehbuch    Robert Murphy
Regie      Laura Scrivano
Kamera      Tim Palmer
Schnitt     Andy Morrison
Musik         Blair Mowat
Produktion        ITV, Großbritannien
Redaktion           Frank Baloch
Dialogregie        Stefan Krüger
Länge       ca. 89 Minuten


Die Rollen und ihr Darsteller

DS Dodds    Jason Watkins
DCI Lauren McDonald    Tala Gouveia
Chief Superintendent John Houseman James Murray
DC Laure Simpson    Pearl Chanda
DC Darren Craig Jack Riddiford
Alison Speirs   Caroline Catz
George Holden   Hugh Dennis
Miles Stevens Freddie Fox
Jane Crawford   Suzanne Packer
Kelly Mulcreevy   Joanna Scanlan
Maheeda Abaasi    Kiran Sonia Dotrice
DS Irene Ross    Charlotte Ritchie
und andere 

 

DCI McDonald und ihr Partner DS Dodds werden in das Mara Retreat, eine private Rehabilitationsklinik, gerufen, um den mysteriösen Tod einer reichen Patientin zu untersuchen.

War es tatsächlich Suizid, wie die äußeren Umstände es vermuten lassen? Oder doch ein Mord, wie DS Dodds behauptet, nachdem er die Situation nachgestellt und entdeckt hat, dass die vermuteten Ereignisse so nicht haben stattfinden können. Leider hat Dodds dabei versehentlich einen größeren Schaden angerichtet.

Die verbleibenden Patientinnen und Patienten der zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zusammengewachsenen Therapiegruppe und ihre manipulative Therapeutin navigieren McDonald und Dodds geschickt im Kreis und zwingen die Ermittler dazu, ungewöhnliche Wege zu gehen, um der Wahrheit näherzukommen.

Bei ihren Ermittlungen entdecken die beiden ein wahres Füllhorn an Lügen und Verrat – und schließlich auch ein geradezu unglaubliches Motiv für einen Mord. 

"Als wir uns zum ersten Mal trafen, entstand 
ein klein wenig Magie zwischen uns"

Interview mit Jason Watkins

Was waren Ihre ersten Gedanken zu DS Dodds und der Reihe?

DS Dodds ist so eine großartige und so gut gezeichnete Figur. Das Drehbuch fand ich gleich ansprechend. Ich erkenne ein gutes Drehbuch sofort – wenn man es liest, spricht man die Zeilen laut aus, und bekommt direkt Ideen, wie man die Rolle spielen könnte. Das passiert nicht immer, aber bei Dodds war es so. Mir hat auch gefallen, dass Dodds kein vorpreschender Polizist ist. Er ist langsam, interessant, sehr schlau und in gewisser Weise etwas weltfremd. Er hat dieses brillante analytische Gehirn und eine offene Naivität. Auf diese Weise ist er eine interessante Mischung – eine wirklich ehrliche Person.

Wie nehmen andere Menschen Dodds wahr?

Dodds ist unsichtbar in dem Sinne, dass andere Leute ihn nicht bemerken. Er ist die Person in der Ecke, die sich einem nicht vorstellt. Robert Murphy, der Drehbuchautor, interessierte sich sehr für das Thema des "Unsichtbar seins", und zudem ist Dodds Mitte 50 und soll ermutigt werden, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Murphy hat das, meiner Meinung nach, sehr gut ausgelotet.

Dodds lernt, wie er von Menschen gesehen wird, und dass das eine Waffe sein kann, die er gegen sie einsetzen kann.

Ich will Social Media nicht kritisieren, denn ich nutze diese Möglichkeiten ebenfalls, aber manchmal denkt man: "Die Person, die am lautesten schreit, wird bemerkt." Dennoch gibt es viele sehr interessante, brillante Menschen, die nicht das Bedürfnis haben oder auch nicht in der Lage sind, sich zu behaupten in dieser Umgebung, und sie sind genauso wichtig wie alle anderen.

Welchen Background hat er?

Dodds ist in Bath geboren und aufgewachsen, und hat größtenteils in demselben Haus gelebt. Er ist kein Karriere-Polizist.

Sein Chef hat ihn jetzt in den Außendienst geschickt, damit er ihn loswerden kann. Aber Dodds sieht das als Chance. Zu seiner eigenen und der Überraschung aller anderen, ist er wirklich gut in seinem Job. Das ist ziemlich berührend.

Jeder benutzt iPads, doch Dodds hat immer noch sein kleines Notizbuch. So hat er immer gearbeitet. Und das ist auch lustig: Er geht in die Bibliothek und sucht Querverweise, um einer im wörtlichen Sinne Papierspur zu folgen und handfeste Fakten zu finden, die gebraucht werden. Er kommt mit physischen, greifbaren Beweisen zurück.

Beschreiben Sie die Beziehung zwischen DCI Lauren McDonald, gespielt von Tala Gouveia, und ihrem Assistenten DS Dodds?

Was Tala so brillant spielt, ist die Energie, die in ihrer Figur McDonald steckt. Sie ist diejenige, die versucht, einen Fall sofort aufzuklären. McDonald ist vielleicht etwas ungeduldig und sie stößt sicherlich auf alte Vorurteile gegen sie als junge schwarze Frau, die auch noch von außerhalb nach Bath kommt. Dagegen kämpft sie an. Vielleicht erklärt das einen Großteil ihrer Energie. Dodds und McDonald lernen voneinander. Dodds lernt, dass es keine schlechte Sache ist, sich auch mal durchzusetzen. Umgekehrt muss McDonald vielleicht auch einmal ihren Fuß vom Gas nehmen.

Wie war die Zusammenarbeit mit Tala Gouveia?

Man ist nie zu alt, um zu lernen, und ich habe viel von Tala gelernt. Wir haben gegenseitig erkannt, dass wir beide hart arbeiten. Manchmal tendiert man dazu, zu denken, dass einem die Arbeit leichtfällt, wenn man sich eine Weile im Geschäft etabliert und zahlreiche Rollen gespielt hat, wie ich das Glück hatte. Aber das ist nicht der Fall. Dies ist eine völlig neue Reihe und wir beide wollten sie so gut wie möglich machen. Wir haben beide diesen Instinkt für intensives Arbeiten. Tala geht Szenen frontal an und ist furchtlos. Wir haben die Dynamik der Figuren verstanden, und auch eine Dynamik zwischen uns entwickelt. Als wir uns zum ersten Mal bei einer Drehbuchlesung trafen, entstand ein klein wenig Magie zwischen uns beim Vorspielen. Als Schauspielende waren wir uns sehr bewusst, dass wir diese bewahren müssen.

Kannten Sie die Stadt Bath schon vor den Dreharbeiten?

Ich habe dort ungefähr drei oder vier Mal Theater gespielt und bin immer dageblieben. Bath ist ein erstaunlicher Ort und eine weitere Figur in dieser Reihe. Die Stadt hat – offensichtlich –wahrhaft-architektonisches Flair, viel altes Geld, viele sehr erfolgreiche Leute und eine Mischung aus verschiedenen Typen. Bath ist eine wundervolle Kulisse und eine Welt, die sich immer wieder nutzen und besuchen lässt.

Dodds steht unter Druck in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Gehen Schauspielerinnen und Schauspieler jemals in Rente?

Ich glaube nicht, dass Schauspielerinnen und Schauspieler jemals in den Ruhestand gehen. Man macht einfach weiter. Ich bin in einer Position, in der ich jetzt ein bisschen wählen kann. Es ist eine Mischung aus dem Versuch, seinen Lebensunterhalt zu verdienen und wirklich interessante Projekte – wie diese Reihe – zu finden. Wenn man beides kann, hat man großes Glück. Ich hoffe nur, dass das so weitergeht. Ich befinde mich in einer sehr glücklichen Lage. Hoffentlich spiele ich noch lange.

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