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Mensch Beckenbauer! Schau‘n mer mal

ZDFzeit-Dokumentation

Franz Beckenbauer wird 75 Jahre alt. Noch 2006 war er weltweit gefeierter Botschafter des deutschen Fußballs, der die WM nach Deutschland brachte. Heute gilt er auch als Sinnbild für unlautere Machenschaften und Korruption.
Filmemacher Uli Weidenbach geht auf Spurensuche und zeichnet ein Porträt des Idols mehrerer Generationen mit seinen Licht- und Schattenseiten. Prominente Gesprächspartner sowie exklusives Filmmaterial aus privaten und Fußball-Quellen tragen dazu bei.

  • ZDF, Dienstag, 8. September 2020, 20.15 Uhr

    Texte

    Stab, Besetzung, Inhalt

    Dienstag, 8. September 2020, 20.15 Uhr
    Mensch Beckenbauer! Schau‘n mer mal
    ZDFzeit-Dokumentation

    Autor/Regie_____Uli Weidenbach
    Kamera_____Anthony R. Miller, Christian Baumann
    Schnitt_____Wolfgang Daut
    Archivrecherche_____Timo Köster, Johannes Kratz
    Grafik_____Jan Schulz, zornshot
    Produktionsleitung_____Carola Ulrich, Achim Seegebrecht
    Redaktion_____Stefan Mausbach
    Leitung_____Stefan Brauburger

    Franz Beckenbauer – am 11. September 2020 wird er 75 Jahre alt. Der Film von Uli Weidenbach ist eine Rückschau auf sein Lebenswerk, das 2015 durch Korruptionsvorwürfe und Schicksalsschläge in der Familie aus der Balance gerät. Was bleibt vom Bild eines der weltbesten Fußballer aller Zeiten? Wie wird er in die Geschichtsbücher eingehen? Als legendärer Sportler oder käuflicher Funktionär? Auch im Jahr seines besonderen Geburtstags steht der gesundheitlich angeschlagene Franz Beckenbauer weiterhin im Mittelpunkt skandalöser Vorgänge.

    Jahrzehntelang nannte man ihn schlicht den "Kaiser", und jeder wusste, wer gemeint ist. Eine lebende Legende, ein deutsches Denkmal, Fußballweltmeister – als Spieler und Trainer. Dass er die WM 2006 ins eigene Land holte, ließ ihn wie den Vater des "Sommermärchens" erscheinen. Doch dann der Absturz: Es geht um die Vergabe von Weltmeisterschaften, bei denen er als internationaler Fußball-Funktionär mitmischte. Zunächst stand das Votum für die WM in Deutschland im Fokus internationaler Ermittlungen, danach ging es um Ungereimtheiten bei den Entscheidungen für Russland und Katar. Der Vorwurf gegenüber Beckenbauer: Er habe bestochen, und seine Stimme sei käuflich gewesen.

    Die Dokumentation spiegelt die hellen und dunklen Kapitel der Biografie – mithilfe zum Teil unbekannter Filmmaterialien und Stimmen zahlreicher Wegbegleiter aus Sport, persönlichem Umfeld und Journalismus. Zu Wort kommen unter anderen Beckenbauers Bruder Walter, die frühere Lebenspartnerin Diana Sandmann, Biograf Torsten Körner, der Historiker Hans Woller, die Journalisten Marcel Reif und Gunther Latsch sowie die früheren Mitspieler in der Nationalelf und beim FC Bayern München, Sepp Maier, Paul Breitner und Uli Hoeneß.

    "Wir zeigen die 'Lichtgestalt' mit allen Schattierungen und ein Leben im Wandel."
    Drei Fragen an Filmautor Uli Weidenbach

    Was waren Ihr Ziel und Ihre Intention bei dem Filmprojekt "Mensch Beckenbauer! Schau’n mer mal"?

    Der 75. Geburtstag war und ist Anlass für eine Rückschau auf das Leben einer Fußball-Legende, die bis heute wirkt. Dass seit 2015 und bis heute Vorwürfe laut werden, macht den Film aktuell und das Thema sensibel. Wir zeigen die "Lichtgestalt" mit allen Schattierungen und ein Leben im Wandel.

    Sie waren selbst Fußball-Vertragsspieler, sind lizensierter DFB-Trainer und haben in Ihren Filmen auch immer wieder den Fußball im Blick. Haben Sie einen persönlichen Bezug zu Franz Beckenbauer? Sind sie ihm begegnet?

    Franz Beckenbauer ist natürlich der Held meiner Kindheit, "mein" Weltmeister-Kapitän 1974, den ich als damals 7-Jähriger verehrt habe. Später habe ich ihn mehrfach persönlich im medialen Umfeld getroffen und ihn als offen, charmant und gewinnend erlebt. Dies aber darf den Blick nicht trüben, sich nun in journalistischer Weise der Person und dem Phänomen Franz Beckenbauer zu nähern – weder als Heldenverehrung noch mit "Schaum vor dem Mund", was die heftigen Vorwürfe der letzten Jahre angeht.

    Gab es Besonderheiten bei der Recherche und den Interviews zu Ihrer Dokumentation?

    Wir sind im Vorfeld übereingekommen, als Chronisten den Blick von oben auf das, was war, zu richten. Zu keinem Zeitpunkt haben sich für uns Hindernisse seitens der FIFA oder seitens Beckenbauer und seines engsten Umfelds ergeben. Da es keine Unterstützung oder Mitwirkung gab, hat uns dies einen ungetrübten, nüchternen Blick ermöglicht.
    Unsere Interviewpartner waren sehr zentral dafür, das Bild des Menschen Beckenbauer wie ein Mosaik zu bauen und Lebensabschnitte nachzuerzählen, zum Beispiel die Kinder- und Jugendjahre sowie die erste Zeit des Profisportlers Beckenbauer mithilfe seines Bruders Walter.

    O-Töne zu Franz Beckenbauer

    Über seinen Stellenwert für den Fußball

    Uli Hoeneß, Mitspieler und Weltmeister 1974:
    "Er ist eine Legende, weil er aus meiner Sicht der alles überragende Spieler in Deutschland war. Wahrscheinlich gehört er zu den zwei, drei besten Spielern, die die Welt je hervorgebracht hat. Es wirkte ja immer alles so elegant. Er war der perfekte Spieler."

    Paul Breitner, Mitspieler und Weltmeister 1974:
    "Der Franz hat dafür gesorgt, dass der Fußball aus seinem Drecksimage rauskam, dass sich die Gesellschaft plötzlich für den Fußball interessierte."

     

    Über Franz Beckenbauer als Spieler

    Lothar Matthäus, Weltmeister 1990:
    "Diese Leichtigkeit und das Gefühl 'hey, das macht einfach Spaß und strengt gar nicht an', das war für mich Franz Beckenbauer als Spieler. Er hat sich ganz sicher angestrengt. Aber es hat nie so ausgesehen."

     

    Über Kindheit und Jugend

    Walter Beckenbauer, Bruder:
    "Wir sind in einer unwahrscheinlich armseligen Gegend aufgewachsen, in einem wahnsinnig armseligen Haus. Wir hatten allerdings das Riesenglück, dass unser Haus mit direktem Blick zum Fußballplatz war. Wir waren Straßenkinder."

     

    Zur Rolle des Beckenbauer-Managers Robert Schwan

    Dr. Torsten Körner, Biograf:
    "Sein Manager hat alle Konflikte abgeräumt, selbst im privatesten Umfeld. Und das ist natürlich gefährlich, weil man dann selbst als Mensch nicht wirklich geschäftsfähig wird. Beckenbauer ist immer ein Stück weit Kind geblieben.

     

    Über die Zeit als Spieler in New York Ende der 1970er / Anfang der 1980er Jahre

    Diana Sandmann, langjährige Lebenspartnerin:
    "Die Zeit in den USA war ein Erwachsenwerden, nicht mehr abhängig sein von dem Management, das um ihn herum ist, nicht mehr abhängig sein vom FC Bayern. Auch ein Emanzipieren, einen Schritt wagen, der viel Mut erfordert hat von ihm, auch sich von der Familie zu trennen mit noch pubertären Kindern."

     

    Die Bedeutung des WM-Gewinns 1990 mit Franz Beckenbauer als Teamchef

    Uli Hoeneß, Mitspieler und Weltmeister 1974:
    "Dieser WM-Titel 1990 hat bewiesen, dass er – zumindest im Fußball – mehr oder weniger über Wasser laufen kann."

     

    Zur "Sommermärchen-Affäre" um eine möglicherweise gekaufte WM 2006

    Gunther Latsch, Investigativ-Reporter "Der Spiegel":
    "Es musste ein Weg gefunden werden, dass es irgendwie sauber läuft und dass man es hinkriegt, die WM 2006 nach Deutschland zu holen. Unrechtsbewusstsein war da Null, weil es immer so gelaufen ist. Und weil Beckenbauer in einer Zeit sozialisiert worden war, in dem Schwarzgeld und ähnliche Dinge im Fußball so etwas wie 'gerechte Entlohnung' waren."

     

    Bedeutung der Fußball-WM 2006 für Franz Beckenbauer

    Rudi Völler, langjähriger Nationalspieler:
    "Der Franz hat als Spieler und Trainer alles gewonnen, so dass es kaum noch Steigerungen geben konnte in seinem Leben. Und dann habe ich erst einmal gemerkt, wie wichtig es für ihn war, die WM 2006 nach Deutschland zu holen. Das war für ihn wie ein WM-Gewinn."

     

    Zu Beckenbauers zweifelhaften Äußerungen

    Gunther Latsch, Investigativ-Reporter "Der Spiegel":
    "In den Augen vieler wurde Beckenbauer zu einer zweifelhaften Figur, als er, angesprochen auf Sklavenarbeit auf den Baustellen der Stadien für die WM in Katar, gesagt hat, er habe dort keine Sklaven gesehen. Da musste man schon wirklich sehr bewusst weggucken, um da nichts zu sehen."

     

    Zu einer möglichen Käuflichkeit

    Gunther Latsch, Investigativ-Reporter "Der Spiegel":
    "Man musste Beckenbauer nicht in eine korrupte Ecke drängen. Er hat sich selber hineinbegeben. Es gab Hinweise auf Zahlungen für seine Stimme im Exekutivkomitee. Er hat das stets bestritten, aber es gibt halt ganz viele Merkwürdigkeiten."

     

    Seine Rolle in einem Geflecht der Vorteilsnahme

    Dr. Hans Woller, Historiker:
    "Franz Beckenbauer ist in einem 'Amigo-System' aufgewachsen, und er hat gelernt, dass ihm bei solchen Tricksereien nichts passiert, weil er immer einen politischen Schutzengel hatte, der ihn sozusagen auf seinen illegalen Wegen beschützt hat."

     

    Charakterisierung

    Dr. Hans Woller, Historiker:
    "In Franz Beckenbauer erkenne ich keinen freien Mann. Ich glaube, er ist in vielfacher Hinsicht eher ein Getriebener. Ein Getriebener, auch durch Geschäftspartner, die Franz Beckenbauer auch inszenieren wollen, die sozusagen jeden Cent aus ihm herausholen wollen und von ihm erwarten, dass er da mitspielt."

    Wissenswertes zu Franz Beckenbauer

    11. September 1945

    Franz Beckenbauer kommt in München-Giesing zur Welt.

    6. Juni 1964

    Der 18-jährige Beckenbauer macht sein erstes Pflichtspiel für den FC Bayern München. Gegner ist der FC St. Pauli. Beckenbauer erzielt beim 4:0-Sieg auch direkt sein erstes Pflichtspieltor. Für die Bayern absolviert er bis 1977 insgesamt 427 Pflichtspiele und erzielt dabei 60 Tore und vier(!) Eigentore.

    31. Mai 1967

    Beckenbauer gewinnt mit seinem Team den Europapokal der Pokalsieger, nachdem er im Jahr zuvor den DFB-Pokal für Bayern München gewinnen konnte.

    Saison 1968/69

    Der FC Bayern München wird nach 1932 erstmals wieder Deutscher Meister. Franz Beckenbauer erzielt dabei in 33 Spielen zwei Tore. Torschützenkönig wird sein Mitspieler Gerd Müller mit 30 Toren in ebenso vielen Spielen. In dieser Saison wechselt Beckenbauer von der Position als Mittelfeldspieler auf den Libero-Posten.

    1972 - 1974

    Bayern München wird – mit Franz Beckenbauer als Mannschaftskapitän – drei Mal in Folge Deutscher Meister.

    17. Mai 1974

    Bayern München gewinnt als erste deutsche Mannschaft den "Europapokal der Landesmeister". In der zweiten Runde war es zu zwei denkwürdigen Spielen gegen Dynamo Dresden gekommen, bei denen die Bayern das Hinspiel mit 4:3 gewinnen konnten. Das Rückspiel endete 3:3. Franz Beckenbauer kam als Kapitän bei allen Spielen in diesem Wettbewerb zum Einsatz und erzielte ein Tor. Auch in den beiden darauffolgenden Jahren gewinnen die Bayern diesen Wettbewerb.

    7. Juli 1974

    Im Münchner Olympiastadion feiert Franz Beckenbauer mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel. Im Endspiel besiegen er und seine Mitspieler die Niederlande mit 2:1.

    20. Juni 1976

    Endspiel der Europameisterschaft in Belgrad gegen die Tschechoslowakei. Es ist Beckenbauers 100. Einsatz im Trikot der Nationalmannschaft. Das Jubiläum endet mit einer Niederlage im Elfmeterschießen. Beckenbauers Vereinskamerad Uli Hoeneß verschießt den entscheidenden Elfmeter. Vier Jahre zuvor hatte Deutschland noch im eigenen Land triumphiert.

    23. Februar 1977

    Franz Beckenbauer bestreitet gegen Frankreich sein letztes von insgesamt 103 Länderspielen für den DFB. In seiner Karriere als Nationalspieler konnte er 14 Tore erzielen.

    28. August 1977

    Beckenbauer wird mit New York Cosmos US-Meister – drei Monate, nachdem er für die damalige Rekordsumme von zwei Millionen Dollar von München in die USA gewechselt war. An seiner Seite spielen zahlreiche Altstars, darunter der Brasilianer Pelé. Bis 1980 wird er dort sein und noch zwei weitere Meistertitel gewinnen.

    31. Oktober 1980

    Franz Beckenbauer landet – von New York kommend – in Hamburg. Dort wird er für den HSV in 28 Spielen bis 1982 zum Einsatz kommen. Eine Ablöse wird nicht fällig, aber Beckenbauer erhält ein zu diesem Zeitpunkt überaus fürstliches Gehalt von 1,2 Millionen Mark, hauptsächlich finanziert vom damaligen HSV-Hauptsponsor BP.
    Zum Abschluss seiner Bundesligakarriere wird er 1982 noch einmal deutscher Meister.

    12. September 1983

    Franz Beckenbauer absolviert im Viertelfinale der US-amerikanischen Soccer-League sein letztes Pflichtspiel in seiner 19-jährigen Profikarriere. Er war zu Beginn der Saison noch einmal nach New York gewechselt.

    12. September 1984

    Ein Jahr nach seinem Abschied als aktiver Fußballer beginnt die zweite Karriere des Franz Beckenbauer – als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft. Die Premiere endet mit einer 1:3-Niederlage gegen Argentinien. Zwei Jahre später führt er die Nationalelf zur Vize-Weltmeisterschaft.

    8. Juli 1990

    Die deutsche Nationalmannschaft unter Teamchef Beckenbauer wird in Rom Weltmeister. Das Siegtor zum 1:0 gelingt Andreas Brehme in der 85. Minute per Elfmeter. Vor Beckenbauer gelang nur dem Brasilianer Mario Zagallo das Kunststück, als Spieler und Trainer Weltmeister zu werden. Nach dem Triumph tritt Beckenbauer als Teamchef ab, nicht ohne seinem Nachfolger verbal noch eine schwere Hypothek mitzugeben: "Auf Jahre hinaus wird unsere Mannschaft unschlagbar sein".

    7. Mai 1994

    Franz Beckenbauer führt Bayern München als Trainer zur 13. Deutschen Meisterschaft. Er war nach der Winterpause auf Erich Ribbeck gefolgt, dem der Verein den Titel nicht mehr zugetraut hatte. Zwei Jahre später wiederholt er dieses Engagement, im April 1996 löst er bis Saisonende Otto Rehhagel als Trainer ab. Wieder mit Erfolg.

    14. November 1994

    Franz Beckenbauer wird zum Präsidenten des FC Bayern München gewählt. Dieses Amt hat er für 15 Jahre bis 2009 inne. Seit 2009 wirkt er als Ehrenpräsident seines Vereins.

    2. März 1997

    Franz Beckenbauer wird zum Vorsitzenden des deutschen Bewerbungs-Komitees für die WM-Endrunde 2006 ernannt. Nach erfolgreicher Vergabe an Deutschland im Juli 2000 wird Beckenbauer zum Präsidenten des Organisationskomitees bestimmt. Der Erfolg des sogenannten "Sommermärchens 2006"wird ganz wesentlich auch mit seinem Namen verbunden.

    6. November 2015

    Die schweizerische Staatsanwaltschaft leitet ein Strafverfahren gegen Beckenbauer wegen des Verdachts auf Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung, Geldwäscherei und Veruntreuung ein. Die Ermittlungsakte sieht in Beckenbauer einen wesentlichen Drahtzieher eines Stimmenankaufs für die WM-Entscheidung.

    Im September 2016 wurde durch Medienberichte bekannt, dass Franz Beckenbauer für seine Arbeit als Präsident des Organisationskomitees der WM 2006 insgesamt 5,5 Millionen Euro aus einem Werbevertrag mit der Sportwette ODDSET erhalten hat. Bis dahin hatte es geheißen, Beckenbauers Tätigkeit sei ehrenamtlich gewesen.

    Februar 2017

    Unter Berufung auf Schweizer Ermittlungsakten berichtet die Bildzeitung, dass Beckenbauer und seine beiden Vertrauten Fedor Radmann und Andreas Abold 1,7 Millionen Euro bekommen haben sollen – für angebliche Beratertätigkeiten für die Bewerbung Südafrikas um die Weltmeisterschaft 2010, die dann auch erfolgreich verlaufen war.

    Oktober 2019

    Erstmals werden Vorwürfe laut, Franz Beckenbauer habe 2010 als Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees Geld aus Katar und Russland erhalten – für seine Stimme zur WM-Vergabe an diese beiden Länder.

    27. April 2020

    Der Prozess um die Vergabe der Fußball-WM 2006 endet in der Schweiz. Ohne Freispruch, ohne Verurteilung, eingestellt wegen Verjährung. Im Kern geht es um eine Überweisung des Deutschen Fußball-Bundes im Jahr 2005 in Höhe von 6,7 Millionen Euro über die FIFA an den inzwischen verstorbenen Unternehmer Robert Louis-Dreyfus. Das Geld wurde als Beitrag für eine Gala zur WM 2006 deklariert, die nie stattfand. Im Jahr 2002 hatte der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer ein Darlehen von Louis-Dreyfus in gleicher Höhe erhalten, das letztendlich auf Konten von Firmen des damaligen FIFA-Finanzchefs Mohamed bin Hammam verschwand. Wofür, ist bis heute unklar.
    Bereits im vergangenen Sommer war das Verfahren gegen Beckenbauer, bei der WM 2006 Chef des Organisationskomitees, aufgrund dessen gesundheitlichen Zustandes abgetrennt worden.

     

    Zusammengestellt von Stefan Mausbach, Redaktion Zeitgeschichte

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