Copyright: ZDF / Georges Pauly
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Nachtschicht - Ladies First

Der Fernsehfilm der Woche

Die Kommissare Erichsen und Kruse eilen zu einem Unfallort. Ein nagelneuer Sportwagen ist nur noch Schrott; Jacky Herbst ist der Besitzer des Luxusschlittens. Der megaerfolgreiche Entertainer und Comedian telefoniert aufgebracht mit seinem Ma­nager Leo Strootmann. Der will, dass Jacky möglichst schnell ins Theater kommt, denn heute soll die neue Show „Ladies First“ beginnen. Bevor Jacky den Unfallort verlässt, behauptet er, ein Sniper hätte auf ihn geschossen. Ein überzogener Witz des durchgeknallten Entertainers? Von wegen!

  • ZDF, Montag, 20. Februar 2017, 20:15 Uhr

    Texte

    Stab und Besetzung

    Buch & Regie    Lars Becker
    KameraAndreas Zickgraf
    TonJörn Martens
    SzenenbildSabine Pawlik
    SchnittSanjeev Hathiramani
    MusikHinrich Dageför und Stefan Wulff
    ostümFana Becker
    MaskeAdella Selzer, Nica Faas
    Casting Sandra Köppe
    ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG, Köln
    ProducerNikola Bock
    HerstellungsleitungAndreas Breyer
    ProduktionsleitungTim Körbelin
    Produzent Wolfgang Cimera
    RedaktionDaniel Blum
    Längeca. 90 Minuten

     

    Lisa BrennerBarbara Auer
    ErichsenArmin Rohde
    MimiMinh-Khai Phan-Thi
    Yannick KruseChristoph Letkowski
    Ömer KaplanÖzgür Karadeniz
    Jacky Herbst Jürgen Vogel
    Leo StrootmannHenry Hübchen
    Holm BrüllsAnatole Taubman
    Emma Graf Nora von Waldstätten
    Salvatore MüllerAurel Manthei
    Mario GrafSascha Alexander Geršak
    Marvin Weber Alexander Scheer
    Mandy GoldbeckMarleen Lohse
    HakanHakan Orbeyi
    Hermann NölsSascha Reimann
    SkipperPeter Heinrich Brix
    Wachhabender WalterAlbrecht Ganskopf
    und andere

    Inhalt

    Hauptkommissar Erichsen und sein Kollege Kruse fahren in einer kalten Winternacht zu einem Unfallort, an dem es einen spektakulären Autounfall gegeben hat. Im Straßengraben hängt ein nagelneuer Sportwagen. Das andere Unfallauto ist ein 20 Jahre alter PKW. Emma Graf, alleinerziehende Mutter und Krankenschwester, steht mürrisch vor ihrem demolierten Auto.

    Jacky Herbst, Besitzer des Sportwagens und Unfallgegner, ist ein erfolgreicher Entertainer und Comedian, ein pseudofeministischer Macho, der die Krise des Mannes propagiert. Mit Hilfe seines windigen Managers Leo Strootmann, und vor allem seines Beifahrers Holm Brülls, der als vermeintlicher Fahrer die Schuld auf sich nimmt, kann Jacky den Unfallort verlassen. Doch zuvor lässt er noch eine „Bombe“ platzen: Es sei auf sie geschossen worden. Oben auf der Brücke habe er den Sniper gesehen.

    Ein überzogener Witz des durchgeknallten Comedian? Von wegen! Ein paar Stunden später ist Holm Brülls tot. Erschossen in der Toilette des Theaters. Wer hat es hier auf Comedians abgesehen und warum? Die Ermittlungen zeigen, dass der Fall auch mit einem Vergewaltigungs- und Selbstmordopfer zu tun zu haben scheint, der Komapatientin Carlotta, die ausgerechnet auf Emma Grafs Station liegt. Hauptkommissarin Lisa Brenner klemmt sich hinter den alten Fall.

    Die richtige Mischung macht‘s - Interview mit Jürgen Vogel

    Ihre Figur Jacky Herbst tritt als Comedian in einem Theater auf dem Kiez auf. Auch wenn Sie nur für die Dreharbeiten auf der Bühne standen, wie war das für Sie?

    Ich habe vor Jahren ja schon für die Comedy „Schillerstraße“ auf der Bühne gestan­den. Es war mir also nicht komplett fremd, wie man Leute zum Lachen bringt. In der Zeit habe ich auch sämtliche Comedians Deutschlands kennengelernt. Ohne es da­mals zu ahnen, dass ich es für die Rolle „Jacky Herbst“ brauchen könnte, war das schon eine gute Recherche.

    Können Sie gut Witze erzählen?

    Witze kann ich nicht so gut erzählen, aber lustige Geschichten. Das liegt mir mehr.

    Welche Art von Humor mögen Sie am liebsten?

    Das ist total schwierig. Ich mag englischen, trockenen Humor, aber richtig albernen Quatsch finde ich auch gut. Es kommt, wie immer, auf die richtige Mischung an.

    Wie ist das für Sie, wenn Sie von ihren Fans auf der Straße erkannt werden?

    Man lebt natürlich damit. Es ist ja auch nett, wenn Dich jemand erkennt und etwas über Deine Arbeit sagt. Aber ich könnte auch gut darauf verzichten. Also, wenn ich meine Arbeit so machen könnte, wie ich sie jetzt mache, ohne diese ganze Öffent­lichkeit, dann würde ich das sofort eintauschen. Nicht, weil ich die Leute nicht mag, sondern weil es schön ist, einfach seine Arbeit zu machen und ansonsten wie ein ganz normaler Mensch zu leben.

    Sind Sie privat eigentlich ein Krimifan?

    Auf jeden Fall. Ich spiele ja auch in vielen Krimis mit. Und ich finde, wir haben hier in Deutschland auch echt gute Krimiformate.

    Kannten Sie die „Nachtschicht“-Reihe schon vorher?

    Ja, klar. Die „Nachtschicht“ gibt es ja schon lange. Ich fand die immer toll. Es sind tolle Figu­ren und immer gute Geschichten. Es sieht auch immer gut aus. Ein klasse Format.

    Lars Becker schafft es immer, ein ganz besonderes Ensemble für seine „Nachtschicht“ zusammenzustellen. Was macht die Arbeit mit ihm so beson­ders?

    Lars Becker guckt als Regisseur immer ganz genau hin. Er hat einen sehr guten Humor, was ich toll finde. Auch wenn er Krimis erzählt, es ist nie so ganz ernst, sondern oft auch maka­ber, aber trotzdem immer total spannend. Die Genres so zu mixen, das kann nicht je­der. Lars Becker macht das wirklich sehr fein.

     Das Interview führte Ellen Wirth

    Eine neue Facette - Interview mit Nora von Waldstätten

    Die Zuschauer kennen Sie unter anderem als Ermittlerin am Bodensee. In der neuen „Nachtschicht“ spielen Sie die Krankenschwester Emma Graf. Was hat Ihnen an dieser Rolle gefallen?

    Ich war sofort begeistert von Emma! Von ihrem Mut, ihrer Kraft und ihrem wunderbaren Witz. Eine Kämpferin, die den Widerständen des Lebens mit viel Humor begegnet. Sie hat mich direkt berührt, und es war eine Freude, sie zu spielen. Auch konnte ich neue schauspieleri­sche Seiten von mir zeigen. Der Stand-up-Comedy-Aspekt war nämlich durchaus eine große Herausforderung und etwas, was ich bisher nicht einmal auch nur annähernd gemacht habe.

    Ihre Figur Emma Graf kann sehr gut Grimassen schneiden. Wie lange mussten Sie dafür üben? 

    Gar nicht. Ich habe als Kind damit angefangen und nie damit aufgehört. Ich warte schon lange auf eine Rolle, die mir diese Freiheit bietet, und die nutze ich dann liebend gerne. „Fünf Freunde 3“ hatte mir auch schon eine Figur geschenkt, die Slapstick-Elemente hatte. Es macht wahnsinnig Spaß, so etwas zu spielen und so aus sich ‘rauszugehen. Zumal man bei mir vielleicht nicht sofort mit dieser Seite rechnet. 

    Sind Sie privat eher ein ernster Mensch oder können Sie ähnlich wie Emma Graf auch albern sein?

    Ich bin gerne albern und nehme mich auch oft auf die Schippe. Mit Selbstironie geht das Leben viel leichter und lustiger dahin. Bei diesem Dreh rannte sowieso der Schmäh, wie man in Wien sagen würde. Mit Jürgen, Armin und Henry am Set gibt es immer etwas zu lachen. 

    Welche Art von Humor mögen Sie am liebsten?

    Selbstironischen - und natürlich den Wiener Schmäh. 

    Sind Sie privat eigentlich ein Krimifan?

    Oh, ja, ich schaue Krimis sehr gerne. Ob deutsche, österreichische, skandinavische oder den guten alten „Columbo“. Und wenn ein Krimi es schafft, lustig, skurril, berührend und spannend zugleich zu sein, dann ist das der Jackpot. Lars Becker schafft das mit seiner „Nachtschicht“ ganz wunderbar.

    Sie haben bereits 2010 in der „Nachtschicht – Ein Mord zu viel“ mitgespielt. Wie war der Dreh zu „Ladies First“?

    Als mir Emma Graf angeboten wurde, habe ich mich unglaublich gefreut, weil ich wusste, was künstlerisch und menschlich auf mich zukommt: eine ganz tolle Erfahrung.

    Lars Becker schafft es immer, ein ganz besonderes Ensemble für seine „Nachtschicht“ zusammenzustellen. Was macht die Arbeit mit ihm so beson­ders?

    Mit Lars Becker zu arbeiten ist wundervoll. Er ist so ein feiner, achtsamer, genauer, mutiger Regisseur und Drehbuchautor.  Er kreiert diese außergewöhnlichen Charaktere und hat ge­nau im Kopf, wer sie spielen kann. Da trifft dann jedes Mal ein unglaubliches Ensemble auf­einander. Lars hört nicht eher auf zu drehen, bis die Szene in all ihren Facetten stimmt, und das ist ein riesiges Geschenk. 

    Das Interview führte Ellen Wirth

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