Tamara Bunke (Florentine Weihe) mit den Guerilleros in Bolivien. Foto: ZDF/Doclights
Tamara Bunke (Florentine Weihe) mit den Guerilleros in Bolivien. Foto: ZDF/Doclights

Mission Che Guevara – Die Deutsche, die sein Schicksal wurde

Weitere neue ZDFinfo-Dokus: "Die Porsche-Story", "Wer erschoss Siegfried Buback?"

Seit über fünf Jahren sorgt das "Fernsehen zum Mitreden" für echten Info-Mehrwert aus den Bereichen Geschichte, Wissen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. ZDFinfo bietet jeden Monat rund 50 neue Dokumentationen. Die nächsten ZDFinfo-Dokus in Erstausstrahlung: Am Dienstag, 28. März 2017, 20.15 Uhr "Mission Che Guevara – Die Deutsche, die sein Schicksal wurde", am Donnerstag, 30. März 2017, 20.15 Uhr "Die Porsche-Story" und am Sonntag, 2. April 2017, 20.15 Uhr "Wer erschoss Siegfried Buback?"

  • ZDF info, Dienstag, 28. März 2017, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Dienstag, 28. März 2017

Texte

Sendetermine und Stab

Dienstag, 28. März 2017, 20.15 Uhr, ZDFinfo

Mission Che Guevara Die Deutsche, die sein Schicksal wurde

Film von Dietrich Duppel

Produktion: Studio Hamburg DocLights
Redaktion: Carmen Peter, Susanne Krause-Klinck
Länge: ca. 45 Minuten

 

Donnerstag, 30. März 2017, 20.15 Uhr, ZDFinfo

Die Porsche-Story

Redaktion: Imke Meier
Länge: ca. 45 Minuten

 

Samstag, 2. April 2017, 20.15 Uhr, ZDFinfo

Wer erschoss Siegfried Buback?

Film von Christhard Läpple

Kamera: Robert Cöllen
Schnitt: Gunnar Refardt
Produktion: ZDF
Redaktion: Susanne Krause-Klinck
Länge: ca. 45 Minuten

 

Sonntag, 9. April 2017, 20.15 Uhr, ZDFinfo

DDR mobil – Zwischen Reichsbahn und Rasendem Roland

Film von Meike Materne

Produktion: Doclights
Redaktion: Michael Gries
Länge: ca. 45 Minuten

Mission Che Guevara – Die Deutsche, die sein Schicksal wurde

Tamara Bunke war die deutsche Spionin an der Seite von Che Guevara, die als 29-Jährige in Bolivien ums Leben kam. Die Dokumentation beleuchtet ein Leben voller Rätsel und Widersprüche

Tamara Bunke alias Tania la Guerillera alias Laura Guitiérrez Bauer wurde 1937 in Buenos Aires als Tochter deutscher Exilanten geboren, zog als Jugendliche mit ihren Eltern in die DDR und lernte dort als Dolmetscherin Che Guevara kennen. Bereits 1958 nahm die Stasi Kontakt zu ihr auf. 1961 wurde sie auf Kuba aktiv. Im Oktober 1964 schickte der kubanische Geheimdienst sie unter dem Namen Laura Guitiérrez Bauer als Agentin nach Bolivien. Dort war sie später die einzige Frau unter den Guerillakämpfern Che Guevaras und wurde von der bolivianischen Armee in einem Hinterhalt am Rio Grande erschossen. Ob sie das Militär absichtlich auf die Spur von Che Guevara gebracht hat, der am 9. Oktober 1967 in La Higuera hingerichtet wurde, ist ebenso unklar, wie die Frage, wie lange sie für die Stasi gearbeitet hat – Stoff für Bücher und Hollywoodfilme. Die ZDFinfo-Dokumentation schildert mit Reenactments den abenteuerlichen Weg der deutschen Guerillera Tamara Bunke.

Die Erstsendung in ZDFinfo ist am Dienstag, 28. März 2017, eingebettet in einen Doku-Schwerpunkt über Kuba und die lateinamerikanische Revolutionsgeschichte: Los geht es um 15.45 Uhr mit der Doku "Von Kolumbus bis Castro – Die Geschichte Kubas", der sich um 16.30 Uhr die "ZDF-History"-Sendung "Die Fidel-Castro-Bänder" anschließt. Vier Folgen der achtteiligen ZDFinfo-Reihe "Geheimes Kuba" sind ab 17.15 Uhr erneut zu sehen, zwei weitere im Anschluss an "Mission Che Guevara" ab 21.00 Uhr.

Die Porsche-Story

Porsche – ein Mythos, ein Faszinosum? Auf jeden Fall eine Story wert. Autofans sind weltweit fasziniert von Porsche – und das seit Jahrzehnten. Doch was macht Porsche aus? Darauf sucht die Dokumentation Antworten – von Fans und Machern, von Beobachtern und Wissenschaftlern.

Die Dokumentation erläutert die unverwechselbare Form, spürt den ersten Erfolgen nach auf dem Weg zur profitabelsten Automarke weltweit und fragt nach den Stolpersteinen und Krisen, die auf diesem Weg zu überwinden waren: Porsche kurz vor der Pleite, der Zwist der Besitzerfamilien Porsche und Piëch, der Versuch der Übernahme von Volkswagen. Erstmals seit seinem Freispruch im Prozess wegen Marktmanipulation im Zusammenhang mit den VW-Aktienkäufen meldet sich in der Dokumentation auch Ex-Chef Wendelin Wiedeking zu Wort.

Die Dokumentation führt auch durch die Jahrzehnte, bevor Porsche zur Sportwagenmarke wurde. Im Büro seines Großvaters erinnert der heutige Firmenpatriarch und Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche an seinen Großvater Ferdinand, den genialen Autokonstrukteur.

Und natürlich spielt der Rennsport eine wichtige Rolle – zum Beispiel mit Blick auf die Rückkehr zum traditionellen Langstreckenrennen in Le Mans, in dem Porsche direkt den Sieg nach 17 Jahren Abwesenheit errang. Motorsport-Erfolge dienten in der gesamten Firmen-Historie der Beglaubigung der Marke.

Wer erschoss Siegfried Buback?

Am 7. April 2017 jährt sich das Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback zum vierzigsten Mal. Bis heute sind die wahren Täter der RAF nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Davon ist Sohn Michael Buback überzeugt. Die hochdramatische Geschichte des Karlsruher RAF-Anschlages endet nicht 1977, sondern geht bis zum heutigen Tage weiter. Seit zehn Jahren sucht der Chemie-Professor aus Göttingen nach den wahren Tätern.

Michael Buback recherchiert seither die unglaubliche Liste der Schlampereien, Unstimmigkeiten und Ungenauigkeiten bei den Ermittlungen von Justiz und zuständigen Behörden. Er ist überzeugt: Die falschen Täter wurden verurteilt. Im Fall des Attentats von 1977 (RAF-Deckname "Margarine") habe es eine schützende Hand des Staates für eine der beteiligten Terroristinnen gegeben – für Verena Becker. Sie sei die Schützin gewesen. Zwanzig Zeugen, darunter vier Tatortzeugen, hätten eine zierliche weibliche Person auf dem Tatfahrzeug, eine Suzuki, in Karlsruhe gesehen. Doch deren Aussagen seien nie berücksichtigt worden – auch nicht im Nachfolgeprozess von Stuttgart im Jahre 2012.

Längst ist bestätigt, dass Verena Becker ab 1981 mit dem Verfassungsschutz kooperiert hat. Sie packte aus, enthüllte im Vorgang "Zauber" Namen, Strukturen und offenbar auch Depots der Terroristen. 1983 wurde Becker aus den Reihen der RAF ausgeschlossen. Seitdem gilt sie als Verräterin. Für ihre Kooperation wurde die Top-Terroristin (verurteilt wegen anderer RAF-Verbrechen zu zweimal lebenslänglich und 13 Jahren) nach neun Jahren und 53 Tagen Haft begnadigt. Sie kam am 30. November 1989 frei. Es war der Tag, an dem Alfred Herrhausen ermordet wurde.

Verena Becker lebt zurückgezogen in einem Villenviertel in Berlin-Schlachtensee und in einem einsam gelegenen Haus im Havelland. Die heute 64-Jährige erhält Sozialhilfe. Das Haus, 1994 gekauft, ist schuldenfrei. Becker könnte die Tat klären, schweigt bis heute beharrlich. Genau wie alle anderen RAF-Mitglieder. Das Schweigegelübde war 2007 auf einem geheimen Treffen in Mannheim erneuert worden.

Im September 1990, wenige Tage vor der Einheit, beschlagnahmte der Generalstaatsanwalt der DDR in Erich Mielkes Privatwohnung 17 Aktenbände. Unter Position 141 befand sich die Akte Verena Becker. Dort heißt es, dass "die B. (Becker) seit 1972 von westdeutschen Abwehrorganen wegen der Zugehörigkeit zu terroristischen Gruppierungen bearbeitet bzw. unter Kontrolle gehalten wird".

1986 erfuhr die Stasi, dass Becker beim Verfassungsschutz geredet hatte. Für Sohn Michael Buback ein weiterer Beleg, dass Verena Becker staatlichen Schutz erfahren habe, möglicherweise schon vor dem Attentat von 1977. Systematisch seien Belege verheimlicht oder verwischt worden. 1994 waren alle BKA-Spurenakten auf Weisung des Generalbundesanwaltes vernichtet worden - wegen "Platzmangel".

Wer erschoss Siegfried Buback? Wird hier möglicherweise ein beispielloser Justizskandal gedeckt? Grundlage des Films sind neue Dokumente aus dem Privatarchiv Buback, unveröffentlichte Geheimpapiere aus Archiven von MfS, BKA und GBA sowie Augen- und Zeitzeugenberichte. Zu sehen sein werden historische Aufnahmen aus den siebziger und achtziger Jahren. Zu Wort kommen ehemalige Ermittler, Staatsanwälte, Verfassungsschützer, Tatortzeugen, Experten und Aussteiger und Ex-Mitglieder der RAF.

ZDF-Autor Christhard Läpple begleitet die Suche des Ehepaars Michael und Elisabeth Buback. Seit genau zehn Jahren gehen sie unermüdlich der Frage nach, wer den Vater und dessen beiden Begleiter Wurster und Göbel ermordet hat. Der 71-jährige Michael Buback sagt, das sei er seinem Vater Siegfried schuldig. Mord verjähre nicht.

DDR mobil – Zwischen Reichsbahn und Rasendem Roland

Wie Trabant, Tütenmilch und Warteschlangen gehörte auch die Reichsbahn zum Alltag in der DDR. Sie war mit gut einer Viertelmillion Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber im Land und stellte Jahrzehnte lang das Hauptverkehrsmittel im Osten dar. "Deutsche Reichsbahn", ein Name, der so gar nicht zum sozialistischen Sprachgebrauch passte, sondern eher ans vergangene Kaiserreich erinnerte. Was es mit dem Namen auf sich hat und wer sich hinter dem "Rasenden Roland" verbirgt, das sind nur zwei der historischen Episoden, die Autorin Meike Materne in der ZDFinfo-Sendung "DDR mobil – Zwischen Reichsbahn und Rasendem Roland" erzählt. Erstmals widmet sich eine ganze Dokumentation der Deutschen Reichsbahn, denn im geteilten Deutschland schrieben die Eisenbahn-Pioniere im Arbeiter- und Bauernstaat Technik-Geschichte. Und die versetzt sicher nicht nur eingefleischte Dampfbahn-Fans ins Staunen.

Gegründet 1924, verband die Deutsche Reichsbahn die Menschen, wurde aber schon bald auch Kriegswerkszeug der Nazis. "Räder müssen rollen für den Sieg!" lautete die Parole. Dabei lag die Welt längst in Trümmern. Nach Kriegsende war Deutschland zweigeteilt. In der Sowjetzone, der späteren DDR, wurde die Deutsche Reichsbahn ab 1949 die Staatsbahn der DDR. Vom Dampf- übers Diesel- bis ins Elektro-Zeitalter bleiben Züge noch lange Zeit das Transportmittel Nummer eins, zuverlässig, pünktlich und vor allem preiswert.

Was die Männer und Frauen in Diensten der DR leisteten, ist beeindruckend. Trotz der Zerstörung eines großen Teils des Streckennetzes, der Waggons und der Lokomotiven waren bereits zwei Jahre nach Kriegsende hunderte von Zügen wieder fahrbereit. Auch die Hauptstrecken in der Sowjetischen Besatzungszone waren wieder befahrbar, und das, obwohl viel Schienenmaterial und Maschinen als Reparationsleistungen an die Sowjetunion abtransportiert worden sind. Im Westen war die Bahn weit weniger von solchen Wiedergutmachungsmaßnahmen betroffen.

Doch in den 50er Jahren verließen die ersten neu gebauten Dampfloks wieder die alten Produktions-Standorte und findige Ingenieure entwickeln in Görlitz die ersten Doppelstockzüge für den Personennahverkehr. Tausende Diesel und Elektrolokomotiven werden im Auftrag der Deutschen Reichsahn hergestellt und das elektrische Streckennetz ausgebaut

Trotz des permanenten Rohstoffmangels, wirtschaftspolitischer Fehlentscheidungen und ständiger Materialknappheit erreicht  das Transportvolumen der DDR 1980 fast die Größenordnung der Bundesbahn, obwohl diese ein doppelt so großes Streckennetz besitzt. Sei es im Kampf mit sandiger Braunkohle, mit dem tosenden Lärm sowjetischer Güterloks oder gegen das Zerbröseln der Beton-Schwellen, wer bei der DR arbeitete, hatte immer eine Herausforderung zu stemmen.

Nachdem der erste Teil der ZDFinfo-Dokumentationsreihe "DDR mobil" im vergangenen Jahr die Erinnerung an Trabi, Wartburg und Schwalbe-Mopeds wachrief, erweckt Folge zwei "DDR mobil – Zwischen Reichsbahn und Rasendem Roland" nun den Verkehr auf der Schiene wieder zum Leben, an Orten, wo noch heute an alten Loks gehämmert und geschraubt wird, wo sich tausende Eisenbahnfans treffen und in Sonderzügen unterwegs sind. Bahnexperten und ehemalige Mitarbeiter kommen dabei ebenso zu Wort wie leidenschaftliche Fans von heute.

"Dokumentationen rund um die Uhr" – Interview mit ZDFinfo-Chef Robert Bachem

Am 5. September 2011 ging ZDFinfo neu an den Start. Welche Entwicklung hat die vergangenen fünf Senderjahre am deutlichsten geprägt?

Am Anfang waren wir uns nicht so sicher, ob wir wirklich ein Sender nur für Dokumentationen werden sollten. Im Laufe der Jahre hat sich aber herausgestellt, dass es genau das ist, was die Zuschauer von uns erwarten: Dokumentationen rund um die Uhr.

Ist die Erkenntnis demnach: Magazine, wie etwa zuletzt noch der "Elektrische Reporter" gehen in Dokumentationen auf, die die Magazinthemen breitflächiger anbieten?

Auf dem Fernsehmarkt muss man heute eindeutig sein. Die Menschen, die uns einschalten, suchen Informationen, Wissen, Geschichte. Und in den vergangenen fünf Jahren hat sich herausgestellt, dass Dokumentationen genau das bieten, was das Publikum von uns erwartet – und das möglichst über lange thematische Strecken.

Mit Blick auf Wissen und Geschichte: Sind die "Geschichte der RAF" oder "Geheimnisse der Weimarer Republik" gleichermaßen Programm-Pfunde von ZDFinfo wie andererseits etwa die "Killerspiele"-Reihe? Wie würden Sie das Programm-Portfolio beschreiben?

Zum Programm-Portfolio gehört alles, was mit Wissen zu tun hat – mit der Welt, in der wir momentan leben. Menschen sehnen sich nach Geschichte und geschichtlicher Einordnung und erwarten diese von uns – dazu gehört ebenso die Geschichte von Youtube, auch wenn diese erst zehn Jahre währt. Hinzu kommt Wissensvermittlung jeder Art, gerade auch Wissen über Politik und Wirtschaft. Das zeigten zuletzt beispielsweise unsere Dokumentation über die Krise bei VW oder unsere vielen Dokus über Rechtsradikalismus in Deutschland und Europa. Solche Dokumentationen werden ebenso nachgefragt wie Geschichte und Wissensdokumentationen.

Sie nannten als eine Erkenntnis aus den vergangenen fünf ZDFinfo-Jahren: Die Zuschauer suchen Wissen in 45-Minuten-Dokumentationen. Doch suchen sie diese nicht auf einem festen Sendeplatz. Planen Sie Ihr Programm deshalb vornehmlich in Doku-Strecken?

Wir denken in Themen. Die Zuschauer, die ZDFinfo einschalten, wollen offensichtlich etwas lernen. Wir müssen dieses Senderversprechen, dass sie dies bei uns können, rund um die Uhr erfüllen. Wir bieten deshalb den Zuschauern über lange Strecken, was er von uns haben will: Wissen über Geschichte, Politik und Wissenschaft.

Was würden Sie denn als erstes nennen, wenn Sie Programmhighlights der vergangenen fünf Jahren nennen müssten – achtteilige Reihen wie "Die Wahrheit über den Holocaust" oder "Geheimes Kuba"?

Genau solche langen Reihen, aber auch "Die Youtube-Story", "Die Google-Story" oder "Twitter – Revolution in 140 Zeichen". Und vor allem kommende Highlights würde ich nennen – wie etwa die sechsteilige Reihe zu den "Geheimnissen der digitalen Revolution" oder die fünfteilige Reihe zu Franco. Das sind Programmangebote, die das ausmachen, wofür wir stehen: Dokumentationen zu facettenreichen Themen in Reihe gebracht, auf dass ihnen ins Detail folgen kann, wer sich wirklich dafür interessiert.

Wie hat man sich die Themenplanung bei ZDFinfo vorzustellen: Konzentriert diese sich stark auf Jahrestage oder macht sie sich gerade davon eher unabhängig?

Jahrestage spielen eine Rolle, aber sicher nicht eine so dominante wie bei Sendern, die auch noch Live-Übertragungen zu diesen Erinnerungstagen planen. Bei der Planung von Dokumentationen besteht die Kunst darin, zu erfassen, was denn das Thema im nächsten Jahr sein wird. Denn durch den Produktionsvorlauf von einem halben Jahr muss man sicher sein, dass das die Dokumentation ein Thema aufgreift, dass nicht nur tagesaktuelle Relevanz hat.

Sie bieten bevorzugt lange Doku-Strecken zu einem Thema. Wollen sich die Menschen tatsächlich über mehrere Stunden in eine Richtung schlau machen?

Offensichtlich ja. Wenn die Zuschauer sich für uns entscheiden, möchten sie nicht nur eine Doku zum Thema sehen, sondern dranbleiben und noch weitere sehen. Unsere Medienforschung weist aus, dass wir ein Sender sind, der sehr lange von sehr jungen Menschen gesehen wird. Und wir sind sehr froh, dass wir die Themen anbieten können, die zum langen Verweilen bei ZDFinfo animieren können.

Das verweist schon auf den Wachstumskurs, den ZDFinfo in den vergangenen fünf Jahren absolviert hat. Wie erklären Sie es sich, dass ZDFinfo kontinuierlich den Marktanteil steigern konnte?

Wir sind auch inhaltlich interessanter geworden – der Programmstock von ZDFinfo umfasst mittlerweile über 3000 Dokumentationen. Wir senden sehr viele Produktionen vom internationalen Markt, die man in Deutschland nur bei uns findet. Aber wir senden auch immer mehr, was wir selbst herstellen. Das ermöglicht es uns, mit intelligenten Ankäufen, Lizenzen und unseren Auftragsproduktionen, den Zuschauern ein rundes Bild von einem Thema anbieten zu können. Und das führt dazu, dass mehr von ihnen einschalten.

Wo sehen Sie ZDFinfo in den nächsten fünf Jahren?

Ich hoffe, dass wir unseren Weg weitergehen können: noch mehr selbst zu produzieren und noch mehr Profil zu gewinnen, um in diesem umkämpften Dokumentationsmarkt zu bestehen. International bilden Dokumentationen einen großer Pfeiler des Fernsehens – wir wollen uns in Deutschland verstärkt mit eigenen Produktionen und Produktionsreihen profilieren.

In einem Satz: Warum sollte der Zuschauer ZDFinfo einschalten?

Wenn er sich über interessante Themen informieren möchte, kann er bei ZDFinfo zu jeder Zeit fündig werden.

Mit Robert Bachem sprach Thomas Hagedorn

ZDFinfo setzt Wachstumskurs fort

ZDFinfo setzte 2016 seinen Wachstumskurs fort und legte gegenüber 2015 um 0,2 Prozent zu. Der Sender erreichte sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch in der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 1,2 Prozent. Im Jahr 2015 erreichte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum und der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 0,9 Prozent.

Im Monat Februar 2017 erzielte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,2 Prozent bei den Zuschauern gesamt und 1,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: „ZDFinfo ist gemeinsam mit ZDFneo für die Zukunft der ZDF-Familie von entscheidender Bedeutung. Mit seinen herausragenden Dokumentationen erreicht der Sender ein junges Publikum, das sonst nur wenig öffentlich-rechtliche Programme schaut.“

Der Digitalsender mit hochwertigen Dokumentationen aus den Themenfeldern Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service hat dabei von seinem stetig wachsenden Programmangebot profitiert. Pro Monat starten etwa 50 neue ZDFinfo-Dokus.

Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

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