Das Team der Kripo Aurich (Peter Heinrich Brix, Barnaby Metschurat, Christiane Paul, Christian Erdmann), Copyright: ZDF / Christine Schroeder
Das Team der Kripo Aurich (Peter Heinrich Brix, Barnaby Metschurat, Christiane Paul, Christian Erdmann), Copyright: ZDF / Christine Schroeder

Pressemappen

Ostfriesenkiller

Der Samstagskrimi

Eine Mordserie erschüttert den friedlichen Urlaubsort Norden an der ostfriesischen Nordseeküste. Die ersten beiden mit äußerster Brutalität und Präzision getöteten Opfer führen Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihre Kollegen Weller und Rupert zum Regenbogenverein, der sich nicht nur um behinderte Menschen kümmert, sondern auch deren teilweise beachtliche Vermögenswerte verwaltet. Die Nerven der Mitarbeiter liegen blank. Was haben ihr Chef, Ulf Speicher, und Kai, der sein Freiwilliges Soziales Jahr bei ihnen absolviert, getan, dass sie sterben mussten? Wer wird als nächster dran glauben?

  • ZDF, Samstag, 1. April 2017, 20.15 Uhr

Texte

Ostfriesland, heimlicher Star der Krimireihe

"Ostfriesenkiller" ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Klaus-Peter Wolf. Wolfs Ostfrieslandkrimis zeichnen sich durch präzise beobachtete Charaktere aus und sind fest verwurzelt mit der Landschaft und den Menschen dieser eigenwillig gezeichneten Küstenregion. Die Konflikte, die sich aus den Serienmord-Ermittlungen entspinnen, provozieren kontroverse Betrachtungen zu aktuellen Themen. Wolf ist nah dran an seinen Charakteren, hat als Wahlostfriese den besonderen Blick auf "sein" Ostfriesland behalten und lebt genau dort, wo seine Geschichten spielen: in dem übersichtlichen Städtchen Norden, keinen Steinwurf von der Küste entfernt, wo die Fähren nach Norderney und Juist ablegen.

Das charismatisch gezeichnete Ostfriesland ist der heimliche Star dieser Reihe. Der teilweise frappierenden Brutalität und beklem­menden Ausweglosigkeit, mit der "das Böse" in Form von Serien­morden immer wieder Einzug in die Beschaulichkeit dieses Ur­laubsidylls hält, steht mit der Hauptfigur Ann Kathrin Klaasen eine so unverwüstlich menschliche Wellenbrecherin entgegen, dass der Ton insgesamt hoffnungsvoll bleibt. Diese eigensinnige Kripo-Hauptkommissarin, verkörpert von Christiane Paul (Emmy-Gewinnerin 2016), "tickt" anders als ihre Kollegen Weller (Christian Erdmann), Rupert (Barnaby Metschurat) und der Chef der Kripo Aurich Ubbo Heide (Peter Heinrich Brix). Und somit sorgen besonders die Reibereien dieser Kommissars-Familie untereinander immer wieder für Zündstoff.

Bei den Ostfrieslandkrimis handelt es sich um einen seit mittler­weile über zehn Jahren gewachsenen Kosmos, dessen Verfil­mung eine anspruchsvolle Aufgabe darstellt, der sich Regisseur Sven Bohse ("Ku'damm 56") und Kameramann Henner Besuch ("Kundschafter des Friedens") mitsamt ihrer 30-köpfigen Crew unter bemerkenswert einladender Mithilfe vieler Ostfriesen in Norden und Umgebung gestellt haben.

Der Dreh zu "Ostfriesenblut" und "Ostfriesenangst" ist für Spät­sommer/Herbst 2017 geplant.

"Wer meint, Ann Kathrin Klaasen verstanden zu haben, befindet sich bereits auf dem Holzweg." Ein treffendes Zitat aus dem Mund von Rupert, das bestimmt in einem der nächsten Filme seinen Platz finden wird.

Daniel Blum, HR Fernsehfilm/ Serie I - Redaktion Fernsehspiel II

Stab und Besetzung

Buch   Florian Schumacher nach dem gleichnamigen Roman von Klaus-Peter Wolf
RegieSven Bohse
KameraHenner Besuch
MusikJessica de Rooij
TonRalf Herrmann
SchnittJulia Karg
SzenenbildDetlef Provvedi
KostümbildMetin Misdik
ProduktionSchiwago Film GmbH, Berlin
ProduzentMartin Lehwald
ProducerSimon Grohe
Produktionsleitung Dusko Pupic-Bakrac
Redaktion Daniel Blum
Länge

ca. 90 Minuten

Rollen/Darsteller
Ann Kathrin Klaasen           Christiane Paul
Frank Weller                     Christian Erdmann
Rupert                               Barnaby Metschurat
Ubbo Heide                        Peter Heinrich Brix
Hero Klaasen                     Andreas Pietschmann
Eike Klaasen                      Alexis Salsali
Peter Grendel  Andreas Euler
Sylvia Kleine                      Svenja Jung
Ludwig Bongart                  Sebastian Fräsdorf
Paul Winter                        Stefan Lampadius
Georg KohlhammerUwe Bohm
Tim GerlachVincent Krüger
Jutta Breuer Sandra Borgmann
und andere

Inhalt

Norden ist ein friedlicher Urlaubsort an der Nordseeküste - bis eine Serie von Morden die kleine Stadt erschüttert. Für Haupt­kommissarin Ann Kathrin Klaasen (Christiane Paul), die gerade selbst in einer tiefen Lebenskrise steckt, wird dieser Fall zu einer Bewährungsprobe, die ihre bisherige Vorstellung von Gut und Böse vollkommen über den Haufen wirft.

Ulf Speicher (Michael Sideris) liegt mit einem Loch in der Stirn in seiner Küche – erschossen mit einer historischen Waffe. Kai Uphoff (Paul Hinrich Aeils) ist als nächster dran. Seine Leiche wird zwischen den Strandkörben gefunden.

Die beiden mit äußerster Brutalität und Präzision getöteten Opfer führen Kommissarin Ann Kathrin und ihre Kollegen Frank Weller (Christian Erdmann) und Rupert (Barnaby Metschurat) zum Regenbogenverein, der sich nicht nur um behinderte Menschen kümmert, sondern auch deren teilweise beachtliche Vermögens­werte verwaltet. Die Nerven der Mitarbeiter liegen blank. Was ha­ben ihr Chef, Ulf Speicher, und Kai, der sein Freiwilliges Soziales Jahr bei ihnen absolviert, getan, dass sie sterben mussten? Wer wird als nächster dran glauben?

Dann wird der stellvertretende Leiter des Vereins unweit von seinem Haus im Straßengraben gefunden – ebenfalls grausam ermordet.

Etliche Ermittlungsschritte weiter und erst, als es fast schon zu spät ist, ahnt Ann Kathrin das ganze Ausmaß einer beispiellosen Manipulation, die mit ihren fatalen Folgen bereits drei Menschen das Le­ben gekostet hat und die sich nun ungebrochen vernichtend gegen das nächste Opfer richtet...

Rollenprofile

Ann Kathrin Klaasen (Christiane Paul)

Ann Kathrin Klaasen ist Hauptkommissarin bei der Kripo Aurich. Um ihre Fälle zu lösen, versetzt sie sich vollständig in die Rolle der Opfer und versucht so, die Tat zu begreifen. Klaasen gilt als Verhörspezialistin, ist eigenwillig, energisch und wenig teamfähig. Ihr Familienleben leidet unter ihrem Arbeitseifer. Als es zum Eklat zwischen Ann Kathrin und ihrem Mann Hero kommt, zieht er mit dem 11-jährigen Sohn Eike zu seiner Geliebten.

Ubbo Heide (Peter Heinrich Brix)

Ubbo Heide, ein verständnisvoller Vorgesetzter mit vorausschauendem Blick, ist Kripochef für ganz Ostfriesland. Ubbo weiß um die Qualitäten Klaasens, aber auch um ihre Schwächen, hält immer wieder schützend die Hand über Ann Kathrin, die in ihm so etwas wie einen Vaterersatz sieht.

Frank Weller (Christian Erdmann)

Insgeheim ist Frank Weller, Kommissar bei der Kripo Aurich, in Ann Kathrin verliebt. Eigentlich ist er ein ganz ruhiger und sanfter Kerl, aber manchmal flippt er total aus. Dann spürt man, dass dieser Mann auch ganz andere Seiten hat. Gelegentlich träumt er davon, seinen Polizistenjob an den Nagel zu hängen, hätte auch kein Problem damit, eine Fischbude in Norddeich aufzumachen - solange Ann Kathrin mit von der Partie ist.

Rupert (Barnaby Metschurat)

Rupert, Kommissar bei der Kripo Aurich, ist ein intriganter, chau­vinistischer Zyniker und macht gern Dienst nach Vorschrift. Er ist sehr unsensibel und hält Ehebruch für einen Volkssport. Mit Ann Kathrin kommt er überhaupt nicht klar ("Der liebe Gott weiß alles, aber Ann Kathrin Klaasen weiß natürlich alles besser."), und Weller ist für ihn ein warmduschendes Weichei.

Peter Grendel (Andreas Euler)

Der waschechte Ostfriese ist ein Kerl wie ein Baum, hat Hände wie Bratpfannen und ist Maurer. Eine grundehrliche Haut, schwer aus der Ruhe zu bringen und hat meist eine recht pragmatische Sicht auf die Dinge. Als Nachbar und langjähriger Freund steht er zu Ann Kathrin, komme was wolle.

"Das Universum der Geschichte ist riesig" - Interview mit Christiane Paul

Was war Ihr erster Gedanke, als Ihnen die Rolle der Ann Kathrin Klaasen angetragen wurde?

Mein erster Gedanke war, dass ich mir das unbedingt ansehen muss. Ich habe zunächst ja "nur" ein Treatment von der Produktionsfirma erhalten, ein gutes, spannendes Konzept. Es hat mich sofort interessiert. Wir haben uns dann getroffen und gemeinsam das Drehbuch bearbeitet. Ich habe mich darauf gefreut, eine neue Figur zu kreieren.

Sie schlüpfen ja nicht zum ersten Mal in die Rolle der Ermittlerin? Was reizt Sie an dieser Figur?

Eigentlich habe ich bisher nur eine Ermittlerin gespielt, das war 2005 mit Matti Geschonneck in "Die Tote am Deich" – das war in Husum und ist schon lange her.

Das Thema der Figur ist mir  wichtig und dass sie horizontal erzählt wird. Ihre Entwicklung zu zeigen, auch ihre Schwächen, zum Beispiel mit der Familie, ihre guten Eigenschaften, aber auch ihre Eigenheiten. Das finde ich toll. Überhaupt hat mich die Form zu erzählen, interessiert: Das Fernsehen hat sich entwickelt, die Krimis haben sich entwickelt. Wir wollten schauen, was möglich ist, ob es gelingt, eine Figur zu erzählen, die wir so noch nicht kennengelernt haben.

Ann Kathrin hat ein immer noch intensives Verhältnis zu ihrem Vater, der zwar schon lange tot, aber für sie immer präsent ist. Kennen Sie solche "Seelenverwandtschaft" auch? Und falls ja, wie äußert sich das?

Ich glaube, ich hatte so etwas Ähnliches mit meiner Großmutter väterlicherseits. Es ist mir zwei oder drei Mal passiert, dass ich von ihr geträumt habe und sie für mich im Traum die Situationen, die ich erlebt und die mich belastet haben, gelöst hat. Natürlich war das nur eine Imagination, es war nicht real.

Ist es eine Projektion oder lässt es sich erklären?

Ja, es ist eine Projektion, ein Stilmittel, um eine für sie schwierige Situation überwinden zu können. Für meine Figur ist ihr Vater in diesen Momenten real für sie da. Außerdem ist Ann Kathrin nie über den plötzlichen Tod ihres Vaters hinweg gekommen. Sie hatte keine Gelegenheit, sich von ihm zu verabschieden. Mit ihm zu sprechen, ist ihre Art, damit fertig zu werden.

Welches war für Sie die größte Herausforderung während der Arbeit an dem Film?

Es war zu Beginn der Dreharbeiten sehr heiß, wir hatten zwischen 30 und 35°C, und ich trug warme Wollsachen – das war schon eine kleine Herausforderung. Darüber hinaus haben wir lange am Drehbuch gefeilt.

Ihre Figur gibt sich die Schuld am Scheitern ihrer Ehe beziehungsweise ihrer Familie, denn auch ihr Sohn verlässt sie. Ihre Arbeit steht immer im Vordergrund. Welche Facetten der Rolle waren für Sie besonders wichtig zu transportieren?

Gibt sie sich wirklich die Schuld? Ann Kathrin trägt Eigenschaften in sich, die ihr Handeln bestimmen. Mir war es wichtig zu zeigen, was sie antreibt, dass ihre Arbeit gleichzeitig ihre Leidenschaft ist. Sie liebt ihre Familie, sie will gerne alles gut machen, aber ich wollte auch ihr Scheitern zeigen, und wie sehr sie dieses Scheitern schmerzt. Es sind zwei Seelen in ihr: Sie liebt ihr Kind, ihren Mann und doch sieht sie, dass die Beziehung zerbricht. Wenn das passiert, erlebt man es als persönliches Scheitern. Man kann sehen, wie sehr es sie mitnimmt – und doch muss sie funktionieren. Sie macht weiter und versucht, irgendwie da durchzukommen. Das ist eben sie.

Sie haben Klaus-Peter Wolf, den Autor der Ostfriesenkrimis, getroffen. Wie war das, und was für ein Mensch ist er?

Ja, das war sehr gut und auch hilfreich. Durch die Gespräche mit ihm hatte man noch einen anderen Zugang, verstand das ganze Umfeld besser. Klaus-Peter Wolf ist eine sehr positive Persönlichkeit, er ist ein total offener, freundlicher und zugewandter Mensch. Ich habe die Romanvorlage auch gelesen, das mache ich immer, damit ich mehr Details mitbekomme. Deswegen haben wir auch die Geschichte von Ann Kathrins Vater mit aufgenommen. Allerdings ist das Universum der Geschichte in den Büchern riesig. Sie sind hochkomplex, und es kann leider nicht alles im Film in Bilder umgesetzt werden.

Während der Dreharbeiten haben Sie Ostfriesland, seine Menschen und seine Inseln kennengelernt. Wie ging es Ihnen damit?

Gut. Ich finde es dort echt schön. Lange vor den Dreharbeiten bin ich für zwei, drei Tage dort gewesen, um mir einen Eindruck zu verschaffen, wo ich da überhaupt bin. Am liebsten hätte ich mich bei einer Familie eingemietet. Es hat mir gut gefallen - Land und Leute. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, hilfsbereit und liebevoll. Wir haben viel Unterstützung erfahren.

Das Interview führte Karin Jensen

"Ich erzähle mein Ostfriesland" - Interview mit Romanautor Klaus-Peter Wolf

"Ostfriesenkiller" ist das erste Buch Ihrer Krimireihe um das Ermittlerteam Ann Kathrin Klaasen, Ubbo Heide, Rupert und Weller. In Kürze wird Ihr elfter Fall veröffentlicht – eine Er­folgsgeschichte. Erinnern Sie sich noch an die Anfänge? Was war es für eine Zeit, in der Sie das Buch geschrieben haben?

Ich wollte ein großes Gesellschaftspanorama schreiben, angelegt auf viele tausend Seiten. Ich dachte, wenn man später alle Bü­cher nebeneinander legt, kann man sagen: So haben die damals gelebt. Das waren ihre Ängste, ihre Sehnsüchte, der Wahnsinn, der sie umgeben hat.

Ich wählte für dieses Gesellschaftspanorama den Kriminalroman, weil ich darin die Abgründe der menschlichen Seele ausloten kann. Im Kriminalroman geht es immer um die Frage nach dem Warum, dem Motiv. Deswegen sind gute Kriminalromane klar in Zeit und Raum verortet, immer gesellschaftlich relevant und spie­geln die Widersprüche, in denen wir leben.

Gab es für Ihre Hauptfiguren Vorbilder?

Ann Kathrin Klaasen hat viel von mir selbst. Ich bin zwar keine Frau, aber wie sie bin ich im Ruhrgebiet geboren und lebe als Zugereister in Ostfriesland. Ann Kathrin Klaasen wohnt im selben Viertel wie ich, in derselben Straße. Ich bin wie sie in Gelsenkirchen zum Grillo-Gymnasium gegangen und lese und sammle Kinderbücher. Auch ich rede manchmal mit Gegenstän­den. Sie hat auch viele Züge meiner Frau Bettina Göschl. Das hat auch die Hauptdarstellerin Christiane Paul bereits bemerkt.

Hat sich Ihre Ermittlerin im Laufe der Jahre verändert und wenn ja, wie?

Natürlich habe ich das gesamte Ermittlerteam im Laufe der Zeit besser kennengelernt. Das ist mit lebenden Menschen doch ge­nauso. Die Beziehungen werden mit den Jahren tiefer.

Ein ganz besonderes Merkmal Ihrer Geschichten besteht ja darin, dass es die flankierenden Figuren und Orte, Straßen­namen und Locations in der Realität gibt, was einen ganz eigenen, besonderen Charme hat. Sind denn die Genannten immer alle einverstanden mit Ihrer Darstellung oder wurden Sie auch schon mal mit Unzufriedenheit seitens der Darge­stellten konfrontiert?

In meinen Büchern ist praktisch alles echt. Die Lokale, die Cafés, die Straßen - es gibt das alles. Ich erzähle mein Ostfriesland. Auch viele Figuren meiner Bücher existieren wirklich, heißen so, reden so, sind so wie beschrieben.
Ich frage die Menschen vorher: "Darf ich dein Leben fiktionalisie­ren? Ich will dich als Typ in meine Bücher holen. Dort wirst du sein, wie du bist, aber du wirst Dinge erleben, die du nie erlebt hast. Vielleicht muss ich dir gar Schreckliches antun."
Die meisten waren einverstanden, ja, stolz darauf. Sie führen jetzt praktisch zwei Leben. Ein echtes und ein literarisches. Zum Bei­spiel der Maurer Peter Grendel, der Journalist Holger Bloem, der Konditor Jörg Tapper, sind inzwischen zu so bekannten Figuren geworden, dass sie – wenn sie von Fans erkannt werden – Bücher von mir signieren müssen.

Sie haben die Erstellung eines Drehbuches an einen anderen Autor abgegeben. Ist Ihnen das schwergefallen? Warum ha­ben Sie so entschieden?

Ich bin auf endlosen Touren und stelle meine Kriminalromane in einem literarisch-musikalischen Programm vor. Die Musik macht Bettina Göschl mit ihrer Band "Die Komplizen". Sie hat Lieder zu den einzelnen Figuren meiner Romane geschrieben. Wir stehen mit diesem Programm an 150 bis 200 Abenden auf der Bühne. Außerdem schreibe ich jedes Jahr einen, manch­mal sogar zwei dicke Romane. Das kann niemand anders für mich tun. Aber Drehbuch schreiben ist auch Handwerk. Ich habe die Filmarbeit beratend begleitet, habe aber dem Filmteam so weit vertraut, dass sie nun ihre eigene Vision meiner Geschichte vor­stellen können. Den Roman "Ostfriesenkiller" haben inzwischen mehr als 700.000 Menschen gelesen. Da hat ja jeder eine eigene Phantasie. Und nun kommt eine Filmvision dazu.

Wie war es für Sie, während der Dreharbeiten in Ihrer Wahl-Heimat zu sehen, dass den Figuren und Geschichten Leben eingehaucht wurde?

Das war ein durchaus spannender Prozess, wobei wir vereinbart hatten, dass meine real existierenden Figuren, wenn sie jetzt von Schauspielern gespielt werden, beim Casting ein Wörtchen mitzu­reden haben. Das hat dem Film sicherlich gut getan.

Hatten Sie Gelegenheit, mit den Schauspielern über ihre Rol­len zu sprechen? Gab es für Sie dadurch neue Aspekte der von Ihnen erdachten Figuren?

Natürlich habe ich lange Gespräche mit den Schauspielern über die Figuren geführt. Ich war mit der Besetzung sehr einverstan­den, ja, sie entsprach meinen Wunschvorstellungen.

Teilen Sie die Vorliebe von Ann Kathrins Vater für "Doornkaat"? Was steckt hinter dieser "Gewohnheit"?

Die Doornkaat-Flasche ist ein Wahrzeichen der Stadt Norden. Ich fand das immer sympathisch. Die Geschichte der Stadt war eng mit der Firma Doornkaat verknüpft. Eine Schnapsflasche ist mir in der Tat lieber als das Reiterdenkmal eines Generals. Ich selber mag keinen Doornkaat, meine Kommissarin übrigens auch nicht. Sie trinkt ihn nur im Andenken an ihren toten Vater und schafft so eine Verbindung zu ihm. Das mag man komisch finden, aber so ist sie halt.

Das Interview führte Karin Jensen

 

 

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