Copyright: ZDF / Sandra Hoever
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Stralsund - Doppelkopf

Der Samstagskrimi

Die Krimireihe "Stralsund" läuft seit 2009 im ZDF und zählt zu den erfolgreichsten Formaten am Samstagabend.

In "Stralsund - Doppelkopf", dem 15. Film der Reihe, stellen zwei Mordgeständnisse Kommissarin Nina Petersen (Katharina Wackernagel) und ihr Team (Alexander Held, Karim Günes, Johannes Zirner) auf die Probe. In dem eindeutig scheinenden Fall beweist Nina Petersen einmal mehr ihre ungetrübte Intuition.

  • ZDF, Samstag, 23. November 2019, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Freitag, 22. November 2019, 10.00 Uhr

Texte

Stab und Besetzung

Buch   Andreas Kanonenberg
RegieThomas Durchschlag
KameraChristoph Chassée
MusikOliver Kranz
Ton Christian Wegner
SzenenbildClaus Kottmann
KostümFrank Bohn
Maske Christine Rose und Jörg Dreydoppel
SchnittRainer Nigrelli
Casting Sandra Köppe
Produktion Network Movie, Film- und Fernsehproduktion GmbH, Köln
ProduzentWolfgang Cimera
Producer Florian Strebin
HerstellungsleitungAndreas Breyer
ProduktionsleitungRalph Retzlaff
RedaktionMartin R. Neumann
Länge

88:30 Minuten

Rollen/Darsteller
Nina PetersenKatharina Wackernagel
Karl Hidde    Alexander Held
Karim Uthman  Karim Günes
Caroline Seibert  Therese Hämer
Techniker SteinAndreas Schröders
Thomas JungJohannes Zirner
Peter ThiesSimon Schwarz
Thorsten Weber  Patrick von Blume
Monika Weber Dagmar Leesch
Moritz Weber Franz Ferdinand Krause
Fabian Weber  Maximilian Brauer
Susanne RichterMagdalena Höfner
Frauke Richter  Nike Martens
Mirko Krauss       Ralf Novak
Hans WuttkeAndreas Windhuis
Johannes Faber  Peter Meinhardt
und andere

Inhalt

Der Büchereiangestellte Peter Thies gesteht den Mord an der Strandbadbesucherin Susanne Richter. Obwohl Thies über präzises Täterwissen verfügt und eine der beiden DNA-Spuren am Tatort von ihm stammt, hat Kommissarin Nina Petersen Zweifel an seinem Geständnis. Warum weicht Thies Fragen nach seinem Motiv aus? Gesteht er den Mord, um so ins Rampenlicht zu kommen? Als Nina Petersen Thies auf die Probe stellt und ihm ihre Aufmerksamkeit entzieht, gesteht er einen weiteren Mord – an Jana Radic, die vor ein paar Jahren spurlos verschwand. Die Chefin der Mordkommission, Caroline Seibert, triumphiert. Was für ein Karriereschub, wenn sie mit Thies einen Serienmörder überführen könnte. Um Thies' Geständnis zu überprüfen, soll er die Polizisten zur Leiche von Jana Radic führen. Doch in diesem entscheidenden Moment patzt Thies. Sollte Ninas anfängliche Skepsis doch berechtigt gewesen sein?

Filme und Quoten seit 2009

"Stralsund – Schattenlinien" (14)

Samstag, 26. Januar 2019, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 6,42 Mio. Zuschauer, MA 20,5%

 

"Stralsund – Waffenbrüder" (13)

Samstag, 10. November 2018, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 6,61 Mio. Zuschauer gesamt, MA 21,8%

 

"Stralsund – Das Phantom" (12)

Samstag, 3. Februar 2018, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 6,91 Mio. Zuschauer gesamt, MA 21,1%

 

"Stralsund – Kein Weg zurück" (11)

Samstag, 4. November 2017, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 7,17 Mio. Zuschauer gesamt, MA 23,1%

 

"Stralsund – Vergeltung" (10)

Samstag, 29. Oktober 2016, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 5,98 Mio. Zuschauer gesamt, MA 19,1%

 

"Stralsund – Schutzlos" (9)

Samstag, 15. Oktober 2016, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 5,75 Mio. Zuschauer gesamt, MA 18,8%

 

"Stralsund – Der Anschlag" (8)

Montag, 28. Dezember 2015, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 3,98 Mio. Zuschauer gesamt, MA 11,9%

 

"Stralsund – Es ist nie vorbei" (7)

Samstag, 31. Oktober 2015, 20.15 (ZDF)

Einschaltquote: 6,10 Mio. Zuschauer gesamt, MA 20,1%

 

"Stralsund – Kreuzfeuer" (6)

Samstag, 31. Januar 2015, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 7,01 Mio. Zuschauer, MA 22,3%

 

"Stralsund – Freier Fall" (5)

Montag, 30. Dezember 2013, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 5,99 Mio. Zuschaue gesamt, MA 18,4%

 

"Stralsund – Tödliches Versprechen" (4)

Sonntag, 3. Februar 2013, 21.45 Uhr (ZDFneo)

Montag, 4. Februar 2013, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 6,01 Mio. Zuschauer gesamt, MA 17,6% (ZDF)

 

"Stralsund – Blutige Fährte" (3)

Freitag, 27. Januar 2012, 20.15 Uhr (ZDFneo)

Montag, 30. Januar 2012, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 6,25 Mio. Zuschauer gesamt, MA 18,0% (ZDF)

 

"Stralsund – Außer Kontrolle" (2)

Montag, 10. Januar 2011, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 6,45 Mio. Zuschauer gesamt, MA 18,6%

 

"Stralsund – Mörderische Verfolgung" (1)

Montag, 30. März 2009, 20.15 Uhr (ZDF)

Einschaltquote: 5,61 Mio. Zuschauer gesamt, MA 17,4%

Zehn Jahre "Stralsund" - Statement von Producer Florian Strebin

Die Krimireihe "Stralsund" läuft seit 2009 im ZDF und zählt zu den erfolgreichsten Formaten am Samstagabend.

Schon in ihrem ersten Fall "Mörderische Verfolgung" (Regie: Martin Eigler) stellt Nina Petersen als schlagfertige und geradlinige Kollegin ihre Leader-Fähigkeiten und ihren ermittlerischen Biss unter Beweis.

Zehn Jahre und 14 Fälle später ist sie nicht etwa selbst Chefin ihrer Einheit, obwohl sich dazu genügend Gelegenheiten geboten hätten. Und das aus gutem Grund: Sie gehört als Jägerin auf die Straße. Mit ihren hohen moralischen Ansprüchen muss sie die Täter selbst stellen – koste es auch einen persönlichen Preis. Angeschossen verliert sie ihr ungeborenes Kind (4. Film "Tödliches Versprechen", Regie Martin Eigler). Der Vater des Kindes, Benjamin Lietz (Wotan Wilke-Möhring) flirtet mit der falschen Seite und geht dafür ins Gefängnis. Doch Nina macht weiter und arbeitet mit jedem ihrer Fälle ein Stück DDR-Geschichte auf. Zusammen mit ihrem langjährigen und loyalen Kollegen Karl Hidde (Alexander Held) legt sie sich mit dem organisierten Verbrechen an, überführt alte Stasi-Seilschaften, deckt Geheimnisse der NVA auf.

Mit "Doppelkopf“ stellt sich Nina Petersen in ihrem 15. Fall polizeiinternen Schwierigkeiten und beweist einmal mehr ihre ungetrübte Intuition in einem Fall, der für ihre Chefin Caroline Seibert glasklar zu sein scheint.

Fünf Fragen an "Doppelkopf"-Autor Andreas Kanonenberg

Der Stoff beziehungsweise die Hauptfigur haben eine reale Vorlage. Welche ist es, und wie sind Sie darauf gestoßen?

Sture Bergwall, bekannt geworden unter dem Namen Thomas Quick, war ein drogenabhängiger und psychisch gestörter schwedischer Staatsbürger, der in der geschlossenen Anstalt keine Drogen mehr bekam, um seine Sucht zu befriedigen. Das änderte sich schlagartig, als er erst einen Mord und dann im Laufe der Zeit immer mehr – insgesamt 33 – Morde gestand. Auf einmal stand er im Mittelpunkt des Interesses und bekam nicht nur wieder seine Psychopharmaka, sondern auch die Aufmerksamkeit des gesamten Strafverfolgungsapparats. Aufmerksamkeit, von der Quick ebenso abhängig wurde, wie von den Tabletten, die man ihm verabreichte. Der Fall hat in Schweden eine heftige Diskussion über die Arbeit der Polizei und der Behörden ausgelöst.

Was war das Packende an den realen Ereignissen, was hat Sie zum Schreiben des Drehbuches inspiriert?

Mich hat erstens interessiert, was einen Menschen dazu bringt, ein Verbrechen zu gestehen. Und zweitens, darauf aufbauend: Was macht es mit Ermittlern, wenn sie auf einmal "anders herum" ermitteln müssen – also einem Täter nicht seine Schuld beweisen, sondern Beweise für eine Tat liefern müssen, die diese Schuld einwandfrei beweisen? Oder eben nicht. Aber was tun, wenn alle Beweise, Indizien, DNA-Spuren und Täterwissen nur einen Schluss zulassen?

Fließen in die Charaktere Ihrer Geschichten persönliche Erfahrungen mit ein, die die Figuren besonders plastisch werden lassen?

Ein Autorenkollege hat mal gesagt, dass alles Schreiben autobiografisch und gleichzeitig pure Fiktion ist. Das ist auf den ersten Blick widersprüchlich, macht aber total Sinn. Natürlich bedient man sich im eigenen Werkzeugkasten der Emotionen und Erfahrungen, und natürlich sind einem manche Figuren vertrauter als andere. Aber letztendlich geht es darum, zu verstehen, was Menschen antreibt. Was ihnen Angst macht, was ihnen Freude macht, was sie wütend macht. Wenn die Beweggründe, aus denen Menschen tun, was sie tun, stimmig sind, fühlen wir mit ihnen – auch wenn ihre Motive in einem Krimi in aller Regel nicht nobel sind. Aber zu verstehen, warum Menschen böse oder durchgedreht sind, ist faszinierend. Und wenn ich es schaffe, den Zuschauer emotional ganz nah an die Ermittler, und, durch sie, auch an die "Bösen", heranzulassen, dann ist das ein ganz besonderer Kick. Das treibt mich an.

Einen Krimi mit spannenden Hauptfiguren, den Kommissaren, zu erzählen, ist die Herausforderung für jede Reihe. Welche persönlichen Konflikte werden für die Kommissare wichtig, und wo docken bei "Doppelkopf" die Kommissare an die Geschichte an?

Liebe ist das zentrale Thema in "Doppelkopf": zerbrochene Liebe, verlorene Liebe, neue Liebe und enttäuschte Liebe. Und daraus folgen die Angst vor Zurückweisung, Einsamkeit, Trauer, Wut und schließlich Gewalt. Die Ermittler sind in all dem gespiegelt. Nina Petersen ist frisch verliebt in den Neuen im Team, Thomas Jung. Doch sie traut dem neuen Glück noch nicht so ganz, und tatsächlich wird ihr Vertrauen von Jung einige Male auf eine harte Probe gestellt. Karl Hidde sieht sich einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt. Karim Uthman kämpft konstant mit dem Gefühl, nicht richtig dazuzugehören – weil er der Jüngste ist, oder weil er einen Migrationshintergrund hat. Und in "Doppelkopf" auch, weil er es seinem Vater nicht rechtmachen kann, der nicht wollte, dass Karim zur Polizei geht. All das sind Konflikte der Hauptfiguren, die parallel zur Krimihandlung laufen, sich aber doch ganz organisch in den Plot von "Doppelkopf" einfügen.

In wie weit sind Sie als Autor in die Dreharbeiten eingebunden?

Die Situation bei "Doppelkopf" kann ich eigentlich nur als ideal bezeichnen. Die Entwicklungsarbeit mit Produktion und Redaktion war intensiv und produktiv; wir hatten viel Zeit, uns mit den vielen Details dieses sehr komplexen Buches auseinanderzusetzen.

Dies ist mein erstes Drehbuch für "Stralsund", und bei einer so erfolgreichen und etablierten Reihe kann es für einen neuen Autor sehr einschüchternd sein, die Schauspieler zu treffen, die nun mal das Gesicht des Formats sind. Aber Katharina Wackernagel, Alexander Held, Karim Günes und Johannes Zirner haben mich mit offenen Armen aufgenommen; die Bucharbeit mit ihnen war ein tolles Erlebnis.

Dann hatte ich das Glück, Regisseur Thomas Durchschlag kennenzulernen. Die Zusammenarbeit mit ihm im Vorfeld war fantastisch; wir haben Wochen damit verbracht, über das Buch zu sprechen: Wie hast du das gemeint, kannst du mir hier noch was erklären? Autoren sind das nicht immer so gewohnt, und wenn dann eine solche Zusammenarbeit stattfindet und Vertrauen entsteht, ist das ein Geschenk. Ich wurde mit ins Casting einbezogen und Produktion und Regie haben mich mit Fotos von allen Motiven versorgt. Der kreative Austausch, die Art und Weise, wie ich mit an Bord genommen wurde über das reine Schreiben hinaus, war fantastisch. Am Ende muss der Autor allerdings auch loslassen können – denn wenn die Zeit kommt, soll der Regisseur aus meinem Buch seinen Film machen. Und wenn alles super läuft, ist das Ergebnis besser als die Vorlage, mit der er gearbeitet hat.

Producer Florian Strebin und auch Thomas Durchschlag haben mich zu den Dreharbeiten eingeladen, und dieser Einladung bin ich gerne gefolgt. Zwei Drehtage war ich mit dabei, und ich kann ehrlich sagen, dass es für den Autor nervenaufreibend ist zu sehen, was vor Ort, am Set, mit den Schauspielern passiert. Mit seinem Buch. Aber letztendlich geht es nur um eines: dass den Zuschauern unsere Geschichte genau so viel Spaß macht wie uns.

Das Interview führte Suse Becker.

 

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