Wahlen 2016 live im ZDF

Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt

Gleich drei Landtagswahlen an einem Sonntag – zudem die ersten Wahlen, seitdem das Flüchtlingsthema Deutschland und Europa besonders intensiv fordert: Spannung ist garantiert, wenn am 13. März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt die Wähler ihre Erst- und Zweitstimme abgeben – zumal die jüngsten Umfragen knappe Ergebnisse erwarten lassen. Das ZDF berichtet am Wahlsonntag ab 17.30 Uhr live und bietet seinen Zuschauer ab 19.40 Uhr die "Berliner Runde" sowie ab 22.15 Uhr ein "maybrit illner spezial" zu den ersten Wahlen 2016.

  • ZDF, Sonntag, 13. März 2016, 17.30 Uhr

Texte

Der Wahlsonntag im ZDF 

Sonntag, 13. März 2016

17.30 Uhr: Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen Anhalt.
Live aus den ZDF-Wahlstudios in Stuttgart, Mainz und Magdeburg

mit Bettina Schausten
Hochrechnungen und Analysen: Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen

 

19.00 Uhr: heute

Moderation: Petra Gerster
Redaktion: Thomas Heinrich

 

19.25 Uhr: Wahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen Anhalt.
Live aus den ZDF-Wahlstudios in Stuttgart, Mainz und Magdeburg

mit Bettina Schausten
Hochrechnungen und Analysen: Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen

 

19.40 Uhr: Berliner Runde

Leitung: Elmar Theveßen
Redaktion: Ralph Schumacher

 

21.45 Uhr: heute-journal

Moderation: Christian Sievers
Redaktion: Anne Reidt

 

22.15 Uhr: maybrit illner spezial
Der Polit-Talk im ZDF

Moderation: Maybrit Illner
Redaktion: Volker Wilms

Drei Landtagswahlen am 13. März 2016

Sonntag, der 13. März, verspricht Spannung mal drei: In Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind die Bürger aufgerufen, ihre Landtage neu zu wählen. In allen drei Ländern beherrscht das Flüchtlingsthema den Wahlkampf. Eine weitere Gemeinsamkeit: Die letzten Umfragen deuten auf knappe Ergebnisse hin.

Zum Beispiel in Baden-Württemberg: Winfried Kretschmann, erster grüner Ministerpräsident, muss sich um seine Sympathiewerte zwar keine Sorgen machen. Allerdings wird es für eine Fortsetzung der grün-roten Regierung eng. Der Koalitionspartner, die SPD, schwächelt. Und auch die CDU mit ihrem Herausforderer Guido Wolf musste zuletzt Punkte lassen. Die schlechte Stimmung in der Bundesregierung zeigt Wirkung im Ländle.

Das Bild der duellierenden Frauen im rheinland-pfälzischen Wahlkampf wurde in den letzten Wochen oft bemüht. Tatsächlich kämpfen zum ersten Mal überhaupt zwei Frauen gegeneinander um die Macht in einem Bundesland: die amtierende SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ihre Herausforderin Julia Klöckner von der CDU. 

Für den Linken Wulf Gallert ist es bereits der dritte Versuch, Regierungschef in Sachsen-Anhalt zu werden. Bei der letzten Wahl hätte es für ihn gereicht, allein die SPD wollte nicht Juniorpartner in einem rot-roten Bündnis werden. Und dieses Mal? SPD und Linke liegen gleichauf, allerdings weit abgeschlagen hinter der CDU von Ministerpräsident Reiner Haseloff. Die große Koalition könnte dort fortgesetzt werden.

Unterschiedlichste Ausgangslagen in den drei Bundesländern. Allen gemein ist, dass die AfD beste Aussichten hat, in jeden dieser Landtage erstmalig einzuziehen. In Sachsen-Anhalt kam sie in letzten Umfragen auf Werte von 15 Prozent und damit in Reichweite von SPD und der Linken.

Viele Zahlen, viele Gesichter, viele Namen. Durch diesen spannenden Wahlabend führen ab 17.30 Uhr ZDF-Hauptstadtstudioleitern Bettina Schausten und ZDF-Politikchef Matthias Fornoff im ZDF-Wahlstudio in Stuttgart. Um 19 Uhr in der "heute"-Sendung versammeln sich alle Spitzenkandidaten in den drei Landeshauptstädten für einen ersten Schlagabtausch. 

Neueste Zahlen, Reaktionen und Analysen gibt es dann noch einmal um 21.45 Uhr im "heute-journal".

Jederzeit aktuell und auf dem neusten Stand gibt es am Wahltag Hochrechnungen, Analysen und Stimmen aus den Ländern und aus Berlin auf http://heute.de

"Das alles beherrschende Thema stellt derzeit die Flüchtlingskrise dar"
Interview mit ZDF-Politikchef Matthias Fornoff

Am 13. März finden gleich drei Landtagswahlen statt, über die das ZDF live berichtet: Wird das angesichts der aktuellen politischen Debatten um die Bewältigung der Flüchtlingskrise und in Anbetracht der Wortmeldungen, die im Wahlkampf bereits vernehmbar sind, eine Dreifachwahl, die über die jeweiligen Landesgrenzen hinausweist?

Es sind die ersten Landtagswahlen, seitdem wir den Zustrom von Flüchtlingen in Deutschland haben – deshalb ist das natürlich ein Stimmungstest. Es sind zwar Landtagswahlen, die klären, wer in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz regiert, aber das alles beherrschende Thema stellt derzeit die Flüchtlingskrise dar. Und so ist es eine Mischung aus bundes- und landespolitischen Aspekten, die den Wahlsonntag am 13. März so spannend macht.

Bei den Wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg könnte es zu der Situation kommen, dass die guten Umfragewerte für die amtierende Ministerpräsidentin und den amtierenden Ministerpräsidenten diesen beiden am Ende nicht wirklich weiterhelfen werden, wenn ihre Regierungskoalitionen keine Mehrheiten mehr erreichen. Wird der Wahlabend gerade angesichts solcher Fragen vor allem ein komplexes Zahlenspiel, an dem die Forschungsgruppe Wahlen besonders gefordert ist?

Die Stimmung – gerade mit Blick auf diese Fragen – messen wir ja bereits jetzt intensiv in unseren "Politbarometern". Bis zu den Wahlen präsentieren wir mit der Forschungsgruppe Wahlen noch zwei bundesweite "Politbarometer" im ZDF. Und am 4. März fragen wir in den "Politbarometern extra" erneut in den jeweiligen Ländern, wie dort denn nun abgestimmt würde, wäre dann bereits der Wahltermin. Drei Tage vor dem Wahlsonntag erfassen wir dann im "Politbarometer" noch einmal die Stimmung in diesen drei Ländern. Gerade bei den letzten Wahlen dort – im Jahr 2011 – konnte man sehen, wie viel sich noch kurzfristig verändern kann. Damals änderte der Reaktorunfall in Fukushima die Stimmung – mit ein Grund, warum erstmals ein grüner Politiker Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden konnte. Es ist also nicht nur am Wahlabend ein komplexes Zahlenspiel, sondern auch bereits in den Wochen zuvor.

Für Sachsen-Anhalt erwarten die meisten Wahlforscher bislang, dass alles beim Alten bleibt. Auch dort sind die Umfragewerte für den amtierenden Ministerpräsidenten gut – wie steht es um den Zuspruch für die einzelnen Parteien?

Im "Politbarometer extra" für Sachsen-Anhalt hat die Forschungsgruppe Wahlen Werte gemessen, die nur eine Fortsetzung der Großen Koalition nahelegen. Aber auch dort gilt: Es sind noch einige Wochen bis zur Wahl – da kann sich noch viel drehen. Sachsen-Anhalt hat zwei Besonderheiten: eine starke Linke und – nach den Werten, die wir messen – auch eine starke AfD. Letztere wird in Sachsen-Anhalt noch mal deutlich stärker sein als in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – und das macht den Wahlausgang ein bisschen unberechenbarer.

Wie schwer ist es für die Wahlforscher, das Abschneiden der AfD richtig einzuschätzen? Ist sie am Ende bei allen drei Wahlen die große Unbekannte?

Mit der AfD gibt es weniger Vorerfahrungen als mit anderen Parteien – das Wahlverhalten von Menschen, die die AfD gut finden, ist nicht klar. Bei rechtsextremen Parteien wie der NPD oder der DVU war früher oft das Verhalten zu bemerken, dass Menschen, die sie gewählt haben, das vorher meist nicht zugeben wollten. Allerdings bekennen sich bei der AfD derzeit viele offen dazu, dass sie in der Flüchtlingsfrage eine deutlich andere Politik wollen.

Was bedeutet denn eine solche Dreifachwahl für die Struktur der Live-Sendung, die am 13. März um 17.30 Uhr im ZDF startet? Werden Sie als "Mann der Zahlen“"nach 18.00 Uhr überhaupt noch mit dem Präsentieren der verschiedenen Hochrechnungen hinterherkommen?

Die Struktur sieht so aus: Unser Studio richten wir in Stuttgart ein, weil es bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg die meisten Wahlberechtigten gibt. Allerdings werden wir auch starke Außenstellen in Mainz und Magdeburg haben. Bettina Schausten führt durch die Live-Sendung, ich präsentiere die Zahlen und Analysen. Die Hochrechnungen sind am Wahlabend die Basis für das, worüber in der Sendung gesprochen wird – entsprechend haben die Zahlen der Forschungsgruppe Wahlen Priorität.

Aber es wird keine Konferenzschaltung geben wie an Spieltagen der Fußball-Bundesliga im Radio: Zur neuesten Hochrechnung schalten wir schnell nach Mainz, überraschende Stimmen-Bewegung in Magdeburg …

Die Forschungsgruppe Wahlen ist in unserem Studio in Stuttgart verortet – von dort präsentieren wir auch die Zahlen für Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Und von dort schalten wir dann zu den Interviews nach Mainz und Magdeburg – zum Beispiel zu den Runden mit den Spitzenkandidaten in der 19.00 Uhr-"heute"-Sendung.

Erfordert eine Dreifachwahl ein personell verstärktes Berichterstatter-Team für die Livestrecke im ZDF?

Aufgrund der beiden "Außenstellen", an denen Bernd Mosebach, Studioleiter in Rheinland-Pfalz, und Annegret Oster, Studioleiterin in Sachsen-Anhalt, mit ihren Teams präsent sind, ist natürlich auch der personelle Aufwand höher als etwa im vergangenen Jahren bei den Einzel-Wahlabenden in Bremen oder Hamburg. In Stuttgart sind neben dem Team um Hilke Petersen, Leiterin des Landesstudios Baden-Württemberg, noch Reporter und Redakteure aus der Zentrale im Einsatz.

Und online wird der Wahlinteressierte auf heute.de bestens und immerzu informiert?

Vor allem findet er dort immer die aktuellsten Zahlen – das wird die Grundlage sein für alles das, was dort zum Wahlgeschehen zu finden ist.

Und was muss wie gelaufen sein, damit Sie nach dem Wahlabend resümieren können: Das haben wir doch ganz gut hinbekommen?

Es wird gut gelaufen sein, wenn wir den Wahlabend treffend analysiert haben und dem Zuschauer zu dem reinen Zahlenwerk einen Mehrwert mitgeben konnten. Ich habe selbst noch keine Dreifachwahl mitgemacht – das ist eine Herausforderung vor allem auch für die Regie und den Leiter der Sendung, der schnell entscheiden muss, wann gehen wir aus einem O-Ton heraus, wo unterbrechen wir ein Interview für die nächste Hochrechnung und wann geht es nach Mainz und wann nach Magdeburg.

Das Wahljahr 2016 bietet im September noch die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin. Ist mit Blick auf die nächste Bundestagswahl 2017 und den Zuspruch für die Politik der Bundeskanzlerin Angela Merkel die anstehende Dreifachwahl nun der "Lackmustest"? Oder haben in dieser Hinsicht die September-Wahlen die größere Bedeutung?

Die aktuelle Aufmerksamkeit liegt auf dieser Dreifachwahl, weil es die ersten großen Landtagswahlen sind, seit es die Flüchtlingskrise gibt. Was im September die politische Tagesordnung bestimmen wird, wissen wir jetzt noch nicht. Klar ist aber: Die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sind noch näher an der nächsten Bundestagswahl dran – es bleibt also spannend.

Mit Matthias Fornoff sprach Thomas Hagedorn.

maybrit illner spezial

Verändern die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt nachhaltig die parteipolitische Landschaft in Deutschland? In "maybrit illner spezial" diskutieren die Gäste, welche Auswirkungen der Wählerentscheid für die Regierungspolitik in Berlin haben kann.

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