Janin Ullmann fragt für ZDFneo: "Wie lange ist für immer?" Copyright: ZDF/Melanie Greim
Janin Ullmann fragt für ZDFneo: "Wie lange ist für immer?" Copyright: ZDF/Melanie Greim

Wie lange ist für immer?

Zweiteiliges Social Factual mit Janin Ullmann

 

In "Wie lange ist für immer?" ergründet Moderatorin Janin Ullmann, ob sich die Haltbarkeit einer Beziehung vorhersehen lässt, ob es die ewige Liebe wirklich gibt und was man dafür tun muss.

 

  • ZDF neo, Am Donnerstag, 11. Februar 2021, 20.15 Uhr und 21.00 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Donnerstag, 11. Februar 2021, 10.00 Uhr

    Texte

    Stab

    Produktion: Imago TV GmbH im Auftrag von ZDFneo

    Produzentinnen: Kirstin Benthaus-Gebauer, Andrea Schönhuber

    Autor und Autorin: Florian Breithaupt, Kathrin Schwiering

    Realisator und Realisatorin: Anke Broszio, Christoph Züfle

    Kamera : Sören Meyer, Christian Friedl, Nils Ockelmann

    Schnitt: Marén Thomas, Steffen Meibaum

    Produktion: Leila Kessler

    Herstellungsleitung: Anne Hamp

    Produktion ZDFneo: Katrin Lachmann

    Redaktion ZDF: Simone Barthel

    Koordination ZDFneo: Fabian Strauß

    Länge: 2 x 45 Minuten

    Inhalt

    Im ersten Teil des Social Factuals geht es darum, warum sich Menschen ineinander verlieben, ob ewige Liebe ein verklärtes Mysterium ist oder nur ein biologisch programmierter Rausch der Hormone – und woran man erkennen kann, ob jener Mensch, für den man sich entschieden hat, wirklich das Potential hat, einen für immer zu begleiten. Kurz: "Wie lange ist für immer?" ergründet die biologischen und sozialpsychologischen Geheimnisse des Verliebens.

    Im zweiten Teil möchte Janin Ullmann ergründen, wie aus dem Verliebtsein Liebe und eine langandauernde Partnerschaft werden kann. Gibt es die ewige Liebe überhaupt? Passt dieses Beziehungsmodell noch in eine moderne, schnelllebige Gesellschaft, oder ist es längst nur noch der Stoff, aus dem Hollywood-Filme gemacht sind?

    Um Antworten auf diese Fragen zu finden, gewähren fünf Paare einen Einblick in ihren Beziehungsalltag, ihr Leben, ihre großen und kleinen Kämpfe und in ihre Art zu lieben.

    Darüber hinaus analysieren Wissenschaftler aus verschiedenen Fachbereichen die fünf persönlichen Beziehungsmodelle der vorgestellten Paare und ordnen mithilfe aufschlussreicher Experimente konkret ein, wie es um die Beziehungen der fünf Paare steht. Außerdem erklären die Experten die komplexen biochemischen, anthropologischen, sexuellen und psychologischen Strukturen der romantischen Liebe.

    Die Paare

    Marie (36) und Genc (37) aus Berlin
    Die Jazzsängerin und der Softwaredesigner sind seit elf Jahren ein Paar und haben ein gemeinsames Kind. Die beiden sind sehr unterschiedlich – sie liebt Kant, er seine Playstation. Genc hat albanische Wurzeln und führte vor der Heirat mit Marie eine arrangierte Ehe. Beide glauben, an ihren Konflikten zu wachsen und dass man die Liebe nicht einfach so geschenkt bekommt.

    "Liebe ist etwas, das wächst. Es ist interessant, dass es immer einen gibt, der eine Richtung einschlägt, und dann hat der andere die Möglichkeit, sich zu überlegen, okay, das mache ich mit oder das mache ich nicht mit. Zusammen haben wir gelernt, diesen Gedanken, dass wir vielleicht auch irgendwann nicht mehr zusammen sind, zu akzeptieren und anzunehmen. Es kann auch eine Motivation sein, daran zu arbeiten, dass das nicht passiert."

     

    Michi (32) und Tobi (34) aus Berlin
    Der Bauingenieur und der Psychologe sind seit 13 Jahren ein Paar und seit drei Jahren verheiratet. Die beiden haben nach sieben Jahren monogamer Zweisamkeit beschlossen, ihre Beziehung für Sex-Dates zu öffnen.“

    "Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit. Liebe ist nicht immer nur happy, happy und juchhu! Liebe heißt auch, Dinge aushalten zu können. Da sind auch Vernunftgründe, aber wir sind zusammen, weil wir wie Arsch auf Eimer passen. Es ist eine offene Ehe. Wir sagen immer, wir sind untenrum offen, aber oben geschlossen."

     

    Dagmar (59) und Theo (60) aus Zeuthen
    Seit über 40 Jahren sind die beiden ein Paar, haben drei erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder, auf die sie sehr stolz sind. Die zahnmedizinische Prophylaxeassistentin und der Finanzbeamte leben eine traditionelle Ehe. Dagmar sagt wo es lang geht, Theo ist der Versorger.

    "Wir können nicht teilen. Man möchte sein Leben und seine Liebe und Fürsorge einem Menschen geben und nicht verteilen. Wir haben keine Langeweile, hier tut sich immer was, es war auch von Beginn an so. Es herrscht totales Vertrauen, Zuneigung, einfach der Fels in der Brandung für den anderen sein, hier ist Geborgenheit, nach Hause kommen. Die Liebe fühlt sich heute sogar intensiver an als früher – doch, wir würden auch immer wieder heiraten."

     

    Darleen (27) und Tim (30) aus Köln
    Seit neun Jahren sind die gelernte Erzieherin und der Maschinenbau-Ingenieur ein Paar, vier davon verheiratet. Ihre Ehe ist auch Arbeit, im wahren Sinne des Wortes. Denn ihre alten Jobs haben sie hingeschmissen und verdienen jetzt gemeinsam ihr Geld als "Powercouple" auf Instagram, schreiben Bücher und geben online Beziehungstipps. 24 Stunden, jeden Tag in der Woche passiert hier alles zusammen, das geht nur mit Achtsamkeit, Kommunikation und sehr viel Nähe, sagen die beiden. So bedeutet eine Ehe nicht das baldige Ende, sondern man entwickelt sich gemeinsam weiter.

    "Wir glauben tatsächlich, dass wir für immer zusammenbleiben werden. Auf jeden Fall ist das unser Bestreben, und deshalb glauben wir daran und geben unser Bestes. Verheiratet zu sein, ist dann doch nochmal etwas anderes als einfach nur zusammenzuwohnen. Wo man einfach noch mal sagt: Ich will jetzt mit dieser Person mein Leben verbringen."

     

    Marco (41) und Verena (30) aus Straubing
    Zehn Jahre Beziehung, anderthalb Jahre verheiratet und drei gemeinsame Kinder. Die gelernte Erzieherin und der Online-Redakteur führen seit fünf Jahren eine offene Beziehung. Marco schläft regelmäßig mit anderen Frauen – mit dem OK seiner Frau. Verena führt Nebenbeziehungen. Sex miteinander findet dagegen so gut wie nie statt.

    "Man muss nicht nur einen lieben! Man lernt jemanden Neuen kennen, man hat wieder diese Schmetterlinge, das ist dann auch ein anderer Sex als der, den man in der Ehe hat. Wir kennen uns seit zehn Jahren, der Sex ist jetzt nicht mehr der, den man am Anfang hatte. Deshalb führen wir eine offene Beziehung. Wir sind uns treu, weil wir das Paar sind, aber die klassische Treue fällt durch die offene Beziehung raus."

    Die Moderatorin

    Janin Ullmann – Moderatorin, Journalistin, Kolumnistin

    Janin Ullmann zeigt sich in "Wie lange ist für immer?" von einer persönlichen Seite: Sie hat selbst an die große, ewige Liebe geglaubt und diesen Traum auch lange gelebt. Zwölf Jahre war sie in einer Beziehung, zwei Jahre davon verheiratet, bis sich das Paar 2018 trennte.

    In der Trennungsphase und der Zeit danach hat sie sich selbst intensiv mit der Frage beschäftigt, was Liebe und Beziehung eigentlich bedeutet und wie sie diese gestalten möchte.

    In "Wie lange ist für immer?" ist sie auf der Suche nach Antworten – nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für ihr eigenes Leben.

    Die Expertinnen und Experten

    Evolutionsbiologe und Darwin-Experte Prof. Dr. Thomas Junker (63)

    Prof. Dr. Thomas Junker lehrt Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen. Von 1992 bis 1995 war er Mitherausgeber von Darwins Briefwechsel in Cambridge (England). Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Geschichte und Theorie der Evolutionsbiologie und Anthropologie veröffentlicht. In den aktuellen wissenschaftlichen und weltanschaulichen Kontroversen hat er sich öffentlichkeitswirksam für die Vermittlung evolutionsbiologischer Kenntnisse eingesetzt.

    Er sagt: "Evolutionär gesehen muss Liebe Sinn machen!"

     

    Diplom-Psychologen Claudia Clasen-Holzberg (64) und Oskar Holzberg (67)

    Seit über 35 Jahren arbeiten die beiden als Paartherapeuten und sind genauso lange selbst ein Paar.  

    Die Eltern von drei Kindern veröffentlichen einen Beziehungs-Podcast und sind Autoren diverser Publikationen und Bücher.

    Sie sagen: "Liebe kennt keine Regeln. Eine Beziehung schon. Die ewige Liebe ist grundsätzlich möglich!"

     

    Sexologin Jana Welch (51)

    Die Sexologin M.A. arbeitet als Paarberaterin und Autorin. Jana Welch ist im Bereich "Gewaltfreie Kommunikation" tätig und arbeitet erfolgreich seit Jahren im Rahmen der integrativen Paartherapie und Systemischen Sexualberatung.

    Sie sagt: "Sex ist der Klebstoff der Beziehung!"

     

    Emotionsforscherin Professor Birgitt Röttger-Rössler (65)

    Die Professorin an der FU Berlin forscht seit 1975 über europäische und südostasiatische Anthropologie. Sie ist Autorin einer Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen und Bücher. Seit 2015 hält sie den Vorsitz des Forschungsprojekts: "Affective Societies: Dynamics of Social Coexistence in Mobile Worlds".

    Sie sagt: "Die romantische Liebe ist eine Erfindung."

     

    Neuropsychologin Junior-Professorin Ilona Croy (38)

    Prof. Dr. Ilona Croy leitet die Forschungsgruppe "Neuromarker" an der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Dresden – eine Studie mit 3.000 Paaren.

    Die Spezialistin für den Geruchs- und Streichelsinn in Partnerschaften, ist Autorin einer Vielzahl von wissenschaftlichen Publikationen, unter anderem: " Berührungen zwischen Paaren: Gestreichelt werden ist wohltuender als Streicheln und verringert den Herzschlag" (2017).

    Sie sagt: "Liebe geht nicht durch den Magen, sondern durch die Nase!"

     

    Psychologin Lisa Fischbach (53)

    Die Forschungsleiterin des Matching-Verfahrens für ein Online-Dating-Portal studierte Psychologie mit den Schwerpunkten Klinische und Pädagogische Psychologie an der Universität Hamburg sowie Sexualwissenschaft am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf. Lisa Fischbach arbeitet als Coach und Systemische Therapeutin und Paarberaterin.

    Sie sagt: " Liebe ist kein Zustand, sondern das Ergebnis einer Entwicklung."

    Audio-Interview

    Bildhinweis

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    und über https://presseportal.zdf.de/presse/wielangeistfuerimmer

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