Copyright: ZDF/Studio Zentral
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WIR, 2. Staffel

neoriginal/12-teilige Dramaserie

In der zweiten Staffel dreht sich alles um Emre, der nach der Scheidung von Mel sicher ist, sich nie wieder verlieben zu können – bis er auf die impulsive Feuerwehrfrau Katha trifft. 

  • ZDF neo, Freitag, 7. Januar 2022, ab 23.35 Uhr (Folgen 13-19) und Freitag, 11. Februar 2022, ab 23.25 Uhr (Folgen 20-24)
  • ZDF Mediathek, Ab 3. Dezember 2021 jeden Freitag um 10.00 Uhr eine neue Folge

Texte

Stab und Besetzung

Buch   Gesa Scheibner, Julia Penner, Silvia Overath, Christian Brecht, Jonas Zimmermann, Cihan Acar  
GesamtkonzeptSandra Stöckmann, Gesa Scheibner, Sabina Gröner, Julia Penner
RegieAxel Ranisch, Ozan Mermer, Luzie Loose
KameraDennis Pauls, Christiane Buchmann, Valentin Selmke
ProduktionStudio Zentral im Auftrag von ZDFneo
Produzenten Lasse Scharpen, Lucas Schmidt
DistributionMax Fraenkel
Producerin Maren Schmitt
Redaktion ZDFJörg Schneider, Lisa Reisch
Koordination ZDFneo Christiane Meyer zur Capellen
Länge  

12 x 20 Minuten

Die Rollen und ihre Darsteller*innen
Emre Karagöz                   Erol Afsin
Katha Meierhöfer                Bineta Hansen   
Mel Nowak                         Natalia Rudziewicz 
Pinar Karagöz Greta Kasalo
Nils Schönborn Peter Becker
Tom Brecht-Overath Matti Schmidt-Schaller
Helena Kwiatkowski Katharina Nesytowa 
Annika Baer  Eva Maria Jost 
Tayo Schulte  Malick Bauer  
Maik Baer Lorris Andre Blazejewski  
Linh Baer Le-Thanh Ho
Timi BaerKhiem Nguyen
Luca Baer Hang Nhi Nguyen
und andere

Inhalt

In der zweiten Staffel dreht sich alles um Emre, der nach der Scheidung von Mel sicher ist, sich nie wieder verlieben zu können – bis er auf die impulsive Feuerwehrfrau Katha trifft. Emre entwickelt Gefühle für sie. Die beiden daten sich, aber dann erfährt Emres Tochter Pinar von Katha und ist sofort gegen die neue Freundin. Emres und Kathas aufkeimende Liebe steht auf der Kippe, zumal Katha sich nicht sicher ist, ob sie sich der Verantwortung einer Beziehung mit Kind stellen soll. Sie lässt sich schließlich darauf ein und versteht sich sogar gut mit Pinar. Doch gleichzeitig stört es sie zunehmend, sich Emre ständig mit seiner Familie teilen zu müssen, vor allem, als Kathas eigene Familie Stress macht und sie ihn besonders braucht. Das Paar muss sich entscheiden, ob sie das Abenteuer "Patchwork" wirklich eingehen wollen. Zum Glück stehen Emre seine Kumpels beiseite: Maik und natürlich auch Tayo, der nach der Trennung von Helena unter großem Liebeskummer leidet.

Folgenübersicht

Folge 1: "Emre"

Emre, Mel und Pinar erleben einen schönen Weihnachtseinkauf zusammen, doch dann werden die drei von der Realität eingeholt: Die Scheidung von Emre und Mel steht an. Emre will den Tag einfach nur hinter sich bringen. Doch dann besteht Pinar darauf, bei der Scheidung dabei zu sein. Für Emre macht das die Sache doppelt schmerzhaft. Er fühlt sich gescheitert und will sich nur noch zu Hause verkriechen – aber da wird er von seinen Kumpels Tayo und Maik überrascht, die ihn aus seiner Wohnung "entführen". Sie haben eine Scheidungsparty für Emre organisiert. Emre ist von der Geste gerührt, aber die Trennung von Mel lässt ihn nicht los. Seinen Freunden gesteht er: Es fühlt sich wie eine Wunde an, die sich nie schließen wird, weil sie immer neu gereizt wird. Schließlich sehen sie sich ständig. Sogar in der Schule hängt ein Foto von ihnen beiden. Das bringt die Männer auf eine Idee: Sie brechen in die Schule ein und verbrennen das Foto. Doch dabei geht der Rauchmelder los und Feuerwehrleute tauchen auf. Unter ihnen erblickt Emre die Feuerwehrfrau Katha, die ihn vom ersten Moment an schwer beeindruckt.

 

Folge 2: "Zauberer und Zombies"

Emre hat ein Problem: Die Feuerwehr hat ihn beim Kokeln in seiner Schule erwischt. Wenn er für den Einsatz aufkommen muss, würde ihn das 1000 Euro kosten. Zum Glück kann Emre die Brandmeisterin Katha überreden, dass er stattdessen bei der gemeinnützigen Aktion "Weihnachtsengel" aushilft, bei der Geschenke an bedürftige Kinder verteilt werden. Blöderweise muss Emre am nächsten Tag feststellen, dass der Termin auf den gleichen Tag fällt, an dem Pinar einen Arzttermin hat. Mel ist nicht bereit, diesen zu verschieben. Sie ist schlecht auf Emre zu sprechen, seit sie erfahren hat, dass er ihr Foto verbrannt hat. So gerät Emre in Stress, als er versucht, sein Leben als Vater mit seiner Verpflichtung für Katha zu vereinbaren. Schließlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Arzttermin zu verschieben. Als er anschließend fix und fertig bei Katha in der Feuerwehr auftaucht, reicht ein kühles Wort von Katha, um bei Emre das Fass zum Überlaufen zu bringen. In einem emotionalen Ausbruch berichtet er von der Scheidung und seinem chaotischen Leben. Zu seiner Überraschung zeigt Katha Verständnis, und als Emre und sie Geschenke für "Weihnachtsengel" verpacken ist da plötzlich eine Anziehung zwischen ihnen.

 

Folge 3: "Weihnachtsengel"

Emre ist von Katha fasziniert, und so lässt er sich von ihr dazu überreden, die Geschenke, die sie für "Weihnachtsengel" verpackt haben, mit ihr und ihrem Mitbewohner Tom zusammen auszufahren und an bedürftige Kinder zu verteilen. Das ist für Emre auch eine willkommene Ablenkung von seinem Familienstress. Denn Mel hat von dem verpassten Arzttermin erfahren, und ihr Freund Nils hält Emre deswegen eine Standpauke. Beim Geschenkeausfahren kommen Emre, Katha und Tom auch in einem Kinderheim vorbei. Emre erfährt staunend, dass Katha hier aufgewachsen ist. Als er sieht, wie fürsorglich sie die Geschenke an die Kinder verteilt, verliebt er sich endgültig in sie. Auch Katha entdeckt eine neue Seite an Emre, als dieser einen stolzen Vater dazu überredet, eine Geschenk-Spende für seine Tochter anzunehmen. Der Abend endet damit, dass Emre, Katha und Tom zusammen Glühwein trinken und Emre Katha gesteht, dass er sie gut findet. Anstelle einer Antwort gibt Katha Emre einen Kuss.  

 

Folge 4: "Familiengeheimnisse"

Nach dem Kuss verabreden sich Emre und Katha zu einem Date. Während es Katha dabei vor allem um Sex geht, überlegt Emre bereits, wie er ihr sagen soll, dass er eine Tochter hat. Denn, wenn Katha keine Kinder mag, kann das zwischen ihnen nichts werden. Als das Date dann ansteht, läuft es zunächst gut, aber dann bekommt Emre mit, dass was mit Tayo nicht stimmt. Notgedrungen fahren er und Katha zu Tayo nach Hause, wo sie Emres Kumpel am Boden zerstört vor dem Apfelbaum auffinden, den er damals für Helena gekauft hat. Katha rührt es zu sehen, wie Emre sich um seinen Kumpel kümmert. Nachdem Emre Tayo ins Bett gebracht hat, stellt Katha fest, wie gut es ist, dass Tayo und Helena keine Kinder haben. Eine Trennung mit Kind ist schrecklich. Emre kann in dem Moment nicht zugeben, dass er in eben dieser Situation steckt. Stattdessen verbringen er und Katha einen wunderschönen Abend zusammen: Mit Kochen und tiefen Gespräch statt Sex. Als der Morgen dämmert, findet Emre schließlich den Mut zu gestehen: Er hat eine Tochter.

 

Folge 5: "Fest der Liebe" (Teil 1)

Zu Emres Erleichterung reagiert Katha cool darauf, dass er eine Tochter hat. Doch sobald er sie auf ihre eigene Familie anspricht, weicht Katha dem Thema aus. Als Katha bald darauf von ihrer Mutter Marita zu einem Weihnachtsbesuch eingeladen wird, wird auch klar, warum: Marita ist eine Narzisstin, die es immer wieder schafft, Katha zu enttäuschen. So will sie Heiligabend lieber mit ihrem Boyfriend feiern, als mit ihrer Tochter. Als kurz darauf die Weihnachtsfeier der Feuerwehr stattfindet, betäubt Katha ihren Schmerz darüber mit Alkohol. Emre kommt nichtsahnend dazu und erzählt Katha begeistert von seinem Weihnachtsgeschenk für Pinar. Katha will nichts von Emres toller Familie hören und versucht ihn stattdessen zu verführen. Doch Emre merkt, dass etwas nicht stimmt. Als er mit Katha darüber reden will, fährt sie ihn an, dass er sie mit seinem "Familienscheiß" in Ruhe lassen soll, und lässt Emre stehen.

 

Folge 6: "Fest der Liebe" (Teil 2)

Am Morgen nach der Weihnachtsfeier bereut Katha, dass sie Emre so vor den Kopf gestoßen hat. Sie schreibt ihm, dass es ihr leidtut, aber Emre ist zu verletzt, um ihr zu antworten. Außerdem hat er eh gerade genug Stress. Denn Heiligabend steht an, bei dem dieses Mal auch Nils dabei ist – und Mels Mutter Renata, die Emre nicht ausstehen kann. Unterm Weihnachtsbaum kommt es dann auch prompt zu einer Auseinandersetzung zwischen Emre und Renata. Als er sich anschließend auf die Toilette zurückzieht, ruft Katha an, die mit ihren Kollegen Weihnachten in einer Kneipe feiert. Sie öffnet sich Emre und gibt zu, dass sie unter Bindungsangst leidet. Darum hat sie ihn weggestoßen. Emre nimmt die Entschuldigung an, glaubt er dennoch traurig, dass es zwischen ihm und Katha vorbei ist. Parallel dazu fällt Katha in ihre alten Muster zurück und macht mit einem Fremden rum. Doch es fühlt sich nicht richtig an, und schließlich springt Katha über ihren Schatten. Sie taucht bei Emre auf und will ihnen eine Chance geben. Unter der Bedingung, dass sie es langsam angehen. Emre ist glücklich und lässt sich darauf ein.

 

Folge 7: "Silvester"

Emre und Katha sind jetzt zusammen. Sie genießen ihr Liebesglück, wobei sie es langsam angehen. Katha ist jetzt sogar froh, dass Emre Vater ist: So haben sie eine Woche zusammen, und eine Woche hat sie ihre Ruhe. Das ist doch perfekt. Doch dann kommt Pinar unerwartet in die Wohnung, als Katha gerade im Badezimmer ist. Katha sieht Pinar nicht, aber Emre kriegt mit, dass seine Tochter da war. Er hofft zunächst, dass Pinar Katha nicht gesehen hat. Doch auf der Silvesterparty der "WIR"-Freunde platzt Pinar damit heraus, dass ihr Papa eine neue Freundin hat. Verlegen muss Emre Pinar die Sache erklären. Pinar scheint mit der Situation einverstanden zu sein, und so besucht Emre Katha mit gutem Gewissen auf ihrer eigenen Silvesterparty. Doch am nächsten Morgen bekommt Emre einen Anruf von Pinar. Sie findet es gar nicht gut, dass ihr Vater bei seiner Freundin ist, und will diese Woche bei ihrer Mutter verbringen. Emre steht unter Schock. Er begreift, dass Pinar Katha als Bedrohung empfindet und will diesen ersten Eindruck unbedingt revidieren. Also fordert er Katha auf: Sie muss seine Tochter kennenlernen.

 

Folge 8: "Schmetterlinge im Januar"

Katha ist völlig überfordert von Emres Vorschlag, Pinar kennenzulernen. Das geht ihr zu schnell. Doch als Emre ihr klarmacht, dass Pinar sie als Bedrohung empfindet, lässt Katha sich schließlich darauf ein. Auch, weil ihr und Emre klar ist: Wenn Pinar Katha nicht mag, hat ihre Beziehung keine Zukunft. So gehen Emre, Katha und Pinar bald darauf zusammen in eine Kletterhalle. Das Kennenlernen läuft anfangs schlecht. Pinar ist eifersüchtig auf die neue Frau an der Seite ihres Vaters und ist abweisend. Katha und Emre sind schon kurz davor aufzugeben, da finden Katha und Pinar doch noch zueinander. Pinar erlaubt es sogar, dass Katha ihr ein Wassertattoo auf den Arm macht. Während Emre und Katha danach glücklich nach Hause fahren, ist jemand anderes todunglücklich, als sie das Tattoo entdeckt: Mel. Auch wenn sie sich einerseits wünscht, dass Pinar gut mit Katha klarkommt, macht es Mel schwer zu schaffen, dass eine fremde Frau plötzlich im Leben ihrer Tochter ist. Pinar bekommt mit, dass ihre Mutter traurig ist, und rubbelt das Tattoo wieder ab. Parallel dazu will Katha nach dem anstrengenden Tag einen schönen Abend mit Emre verbringen, aber da ruft Mel an, und Emre telefoniert ewig mit seiner Ex. 

 

Folge 9: "Mel"

Katha trifft zum ersten Mal auf Mel. Auch wenn beide Frauen höflich zueinander sind, spürt Katha, dass Mel sie nicht mag. Dieser Eindruck wird bestätigt, als Katha von Emre zu der Einweihungsfeier von Annika und Helena eingeladen wird und dort erneut Emres Ex begegnet. Denn Mel hält Katha eine Standpauke dazu, dass sie jetzt im Leben von Pinar ist und darum eine Vorbildfunktion hat. Überfordert zieht Katha sich zurück. Am liebsten würde sie von der Party verschwunden, aber sie erkennt, dass sie Mel nicht ewig aus dem Weg gehen kann. Also macht Katha stattdessen einen versöhnlichen Schritt auf Mel zu. Das lässt auch Mel weicher werden. Sie entschuldigt sich bei Katha, und die Frauen versöhnen sich. Die Freunde feiern zusammen, und Emre ist glücklich: Endlich hat er das Gefühl, dass es zwischen ihm und Mel ausgeglichen ist. Sie hat Nils, er hat Katha, doch dann bekommt Emre mit, dass Mel schwanger ist. Und als Katha nach Hause kommt, erwartet sie dort auch eine Überraschung.

 

Folge 10: "Joker"

Kathas Mutter Marita steht bei Katha vor der Tür. Sie wurde von ihrem Freund rausgeworfen und will jetzt bei Katha unterkommen. Katha nimmt sie auf, bereut es aber sofort. Denn Marita verhält sich wie ein Teenager und schafft es ein ums andere Mal, Katha das Gefühl zu geben, wertlos zu sein. Katha sucht Unterstützung bei Emre, aber der ist in Gedanken bei Mels Schwangerschaft und was das mit ihrer Familie macht. Katha hat genug von dem Familienthema und bittet Emre darum, ein Wochenende nur zu zweit zu verbringen. Emre sagt zu. Doch gerade als sie den Ausflug antreten wollen, bekommt Emre einen Anruf von Pinar. Sie spielt auf einem wichtigen Fußballturnier, das Emre vergessen hat. Emre tut es leid, aber er muss bei seiner Tochter sein. Katha kann es nicht fassen. Wütend begleitet sie Emre zu dem Turnier. Je länger dieses dauert, desto verletzter fühlt Katha sich. Und dann schießt Pinar Katha auch noch mit einem Ball ab. Das bringt bei Katha das Fass zum Überlaufen: Wütend und frustriert schreit sie Pinar vor aller Augen, an.

 

Folge 11: "Ausbruch"

Nach Kathas Ausbruch kommt es zum Streit zwischen ihr und Emre. Emre findet es falsch, dass Katha seine Tochter angeschrien hat. Katha wiederum fühlt sich von Emre vernachlässigt. Die beiden gehen wütend auseinander. Als Katha nach Hause kommt, trifft sie auf Tom, der früher als geplant auszieht. Er hält es mit Marita zu Hause nicht länger aus. Traurig will Katha sich einfach nur verkriechen, aber ihre Mutter lässt sie nicht in Ruhe. Schließlich schmeißt Katha Marita raus – nur um sich anschließend noch einsamer in der leeren Wohnung zu fühlen. Parallel dazu gerät auch Emre mit Mel und Nils in Streit. Es ärgert ihn, wie kompliziert ihre Patchwork-Situation ist. Es kommt zu einer großen Diskussion zwischen allen dreien, die schließlich aber zu einer friedlichen Aussprache führt. Emre sieht ein, dass früher auch nicht alles besser war, und versöhnt sich mit Nils. Anschließend will er mit Katha sprechen. Doch als Emre bei ihrer Wohnung ankommt, ist Katha verschwunden.

 

Folge 12: "Kalte Wasser"

Auf seiner Suche nach Katha trifft Emre auf ihre Mutter Marita. Durch die Begegnung begreift Emre, welchen Stress Katha in der letzten Zeit hatte, ohne dass er für sie da war. Schließlich findet Emre Katha an dem See, zu dem sie beide fahren wollten. Emre entschuldigt sich bei Katha, aber für die ist die Sache nicht erledigt. Sie wird nach seiner Familie immer die zweite Geige bei Emre sein. Und das will Katha nicht. Emre ist geschockt, dass Katha mit ihm Schluss macht. Schließlich wusste sie, worauf sie sich einlässt. Doch ein Gespräch mit Nils führt ihm vor Augen, wie hart es wirklich für Katha sein muss, in eine bestehende Familie zu kommen. Parallel dazu wird Katha in ihrem Liebeskummer von Tom aufgefangen. Ihr bester Freund macht Katha klar, dass sie ihre Angst vor Beziehungen immer noch nicht ganz überwunden hat – und jetzt nicht auf halber Strecke aufgeben soll. Als Katha schließlich zurück nach Teltow kommt, erwartet sie dort Emre am Bahngleis. Er appelliert an sie, ihnen noch eine Chance zu geben. Er wird zwar immer Vater sein, aber er wird alles dafür tun, damit sie sich nicht wie die zweite Geige fühlt. Katha nimmt das Versöhnungsangebot an, und die beiden kommen wieder zusammen.

Der Freundeskreis  Rollenprofile

Emre Karagöz (35)

Emre arbeitet als Musik- und Mathelehrer an der Grundschule. Er ist ein kreativer, nerdiger Typ, der Spaßmacher der "WIR"-Freundes-Gruppe, den man auf den ersten Blick nicht ganz ernst nimmt und der einen dann mit einem tiefsinnigen Kommentar überrascht. Bereits in Staffel eins ist zu sehen, dass Emre unter der Trennung von Mel leidet, mit der er eine gemeinsame Tochter Pinar hat. Zu Beginn der zweiten Staffel lassen Emre und Mel sich endgültig scheiden. Emre fühlt sich gescheitert und glaubt nicht mehr an die Liebe, doch dann trifft er auf die Feuerwehrfrau Katha, durch die er nach und nach seine Lebensfreude zurückfindet. Doch um wirklich eine neue Beziehung eingehen zu können, muss Emre sich von seinem Idealbild einer "heilen" Familie verabschieden und sich für das Konzept "Patchwork"-Familie öffnen.

 

Katharina "Katha" Meierhöfer (27)

Katha ist Brandmeisterin bei der Feuerwehr Teltow und schon auf den ersten Blick unkonventionell: Sie hat pinkfarbene Haare, macht gerne derbe Scherze und pinkelt bei offener Tür, weil sich das "so befreiend" anfühlt. Nach außen hin ist Katha meistens fröhlich und hat einen lustigen Spruch auf den Lippen, doch dahinter verbirgt sich eine tiefe Verletzung. Als Katha zehn Jahre alt war, gab ihre narzisstische Mutter sie ins Heim, weil sie mit ihr überfordert war und lieber ihr eigenes Leben leben wollte. Die Zeit im Heim war für Katha heilend, sie fand Freunde und lernte, selbstverantwortlich zu leben. Trotzdem hinterließ diese Erfahrung bei Katha das Gefühl, "nicht gewollt" zu sein und sich auf niemanden verlassen zu können. Sie geht darum nur unverbindliche Beziehungen ein – bis sie auf Emre trifft.

 

Melanie "Mel" Nowak (32)

Mel ist in Teltow geboren, ihre Eltern kommen ursprünglich aus Polen. Von allen Figuren im Cast sind Mel Status und Aussehen am wichtigsten. Gleichzeitig ist sie eine begeisterte und emanzipierte Geschäftsfrau. So hat sie seit zwei Jahren ein eigenes Online-Geschäft mit Schmuck und Accessoires. Zu Beginn der zweiten Staffel lässt Mel sich von Emre scheiden. Das tut nicht nur Emre weh, sondern auch Mel. Es verletzt sie, dass sie sich auch jetzt noch immer wieder mit ihrem Ex in die Haare kriegt. Seine Planlosigkeit bringt sie auf die Palme. Mel möchte in ihrem Leben weitermachen, für ihre Tochter Pinar und auch für ihre Beziehung zu ihrem neuen Freund Nils. Als dann jedoch Katha auftaucht und plötzlich eine fremde Frau im Leben ihrer Tochter ist, macht Mel das mehr zu schaffen, als sie gedacht hätte.

 

Tayo Schulte (32)

Tayo ist selbständiger Programmierer und ein fürsorglicher, rücksichtsvoller Kerl. Seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Nigerianer, aber er würde sich selbst als typisch deutsch bezeichnen. Für Tayo ist seine Arbeit nur ein Job, Familie und Freunde sind ihm wichtiger. Manchmal kann er stur sein, und er hasst es, wenn Pläne geändert werden. Doch genau das ist, im ganz großen Maße, in der ersten Staffel passiert, als sich seine Verlobte Helena von ihm getrennt hat. Für Tayo ist das ein herber Schlag. Er versucht, sich von seinem Schmerz abzulenken, indem er sich viel datet und trinkt, aber schließlich holen ihn seine Emotionen ein.

 

Maik Baer (35)

Maik ist Annikas älterer Bruder. Er hat nach der Realschule eine Ausbildung zum Kaufmann gemacht und dann die Gärtnerei übernommen. Er ist ein harter Arbeiter und führt, zusammen mit seiner Frau Linh, das Geschäft sehr erfolgreich. Dass Maik kein Abitur hat, wie seine Schwester und seine Freunde, stört ihn manchmal. Maik ist ein Familienmensch. Er ist wenig kritikfähig und manchmal fast cholerisch, gleichzeitig hat er viel Humor, kann über sich selbst lachen und ist absolut loyal. Im Finale von Staffel eins brach Maiks neu-gebaute Gärtnerei durch einen Fehler von Annika zusammen. Maik war deswegen am Boden zerstört, doch sobald Annika wegen eines Burnouts ins Krankenhaus musste, war alles andere unwichtig. Über die Erfahrung sind die beiden Geschwister einander noch nähergekommen. Was mit der Gärtnerei passiert – das weiß Maik selbst nicht genau.

 

Helena Kwiatkowski (32)

Helena ist Rektorin an der Grundschule Teltow. Ihre Eltern stammen aus Polen und Russland, aber sie ist in Teltow aufgewachsen, das sie als ihre Heimat bezeichnet. Sie ist kreativ, ein Freigeist, hat aber Probleme damit, Entscheidungen zu treffen. In der ersten Staffel war es für Helena darum besonders schwer, ihren Verlobten Tayo für ihre Jugendliebe Annika zu verlassen. Doch inzwischen ist Helena glücklich mit ihrer Entscheidung. Sie und Annika ziehen zusammen und freuen sich auf ihre gemeinsame Zukunft.

 

Annika Baer (32)

Annika ist Maiks zielstrebige und, auf den ersten Blick, kühle Schwester. Im Gegensatz zu ihrem Bruder verließ sie nach der Schule Teltow, um im Ausland Architektur zu studieren. Das führte zu Spannungen zwischen ihr und Maik, der es lieber gesehen hätte, dass sie in der Gärtnerei der Familie ausgeholfen hätte. In der ersten Staffel kehrte Annika zurück nach Teltow, wo sie auf ihre Jugendliebe Helena traf. Die beiden kamen wieder zusammen, und Annika konnte sich mit Maik versöhnen, gleichzeitig erlitt sie jedoch einen Burnout. Mit Helenas Unterstützung macht Annika zu Beginn der zweiten Staffel eine Therapie. Auch wenn es hart ist, vorerst nicht mehr als Architektin zu arbeiten, ist sie glücklicher denn je.

 

Linh Baer (30)

Linh ist Maiks Ehefrau und in Berlin aufgewachsen. Sie und Maik haben sich beim Feiern in der Großstadt kennengelernt, und sie ist für ihn nach Teltow gekommen. Sie hatte nie Schwierigkeiten hier anzukommen, nur ihre Familie und Freunde der vietnamesischen Community vermisst sie. Linh ist gelernte Steuerfachangestellte, führt aber jetzt mit Maik zusammen die Gärtnerei. Sie hat den Überblick über die Finanzen und kümmert sich nebenbei um die Kinder. Bei Linh sieht das manchmal alles spielend leicht aus. Doch tatsächlich macht sie sich oft große Sorgen, vor allem darum, dass Maik sich mit dem Wiederaufbau der neuen Gärtnerei überschätzt.

 

Nils Schönborn (45)

Es gibt einen Grund, warum Mel mit Nils zusammen ist: Er ist das Gegenteil von Emre. Nils ist organisiert, vernünftig, verlässlich. Er ist das, was man "erwachsen" nennt. Einer, der gerne die Wirtschaftszeitung liest und stundenlang Rezensionen studiert, ehe er eine größere Anschaffung macht. Während Nils zunächst vor allem als Gegenspieler von Emre auftritt, werden die Zuschauerinnen und Zuschauer ihn im Verlauf der zweiten Staffel immer besser kennenlernen: Als einen Mann, der alles für seine neue Patchworkfamilie mit Mel tun würde, auch, weil er selbst keine Kinder bekommen kann. Nils liebt Mel über alles und ist der ruhige Fels in der Brandung, wenn das Patchwork-Chaos sie überfordert. 

 

Tom Brecht-Overath (26)

Tom ist Kathas bester Freund und ihr Mitbewohner. Die beiden kennen sich, seit sie mit 16 Jahren bei der Feuerwehr in Teltow zusammen anfingen. Tom hat eine größere Schwester und ist das Nesthäkchen in seiner Familie. Tom ist das Gegenteil von Katha: Da, wo sie misstrauisch den Menschen gegenübersteht, verschenkt er zu schnell sein Herz. Er ist liebenswert, manchmal etwas unbedarft und absolut harmoniebedürftig. Tom und Katha haben eine fast schon symbiotische Beziehung. Tom liebt das, steckt deswegen aber auch in der Zwickmühle: Denn sein Freund Pedro will endlich mit ihm zusammenziehen.

Interview mit dem Freundeskreis

Was bedeutet "WIR" für Dich?

Bineta Hansen (Katha): "WIR" bedeutet für mich, genug zu sein und so sein zu dürfen, wie ich bin. Wir erzählen nichts Perfektes, wir erzählen was Echtes. Und das ist, wie ich finde, sehr kostbar und macht mich glücklich.

Ozan Mermer (Regie): "WIR" erzählt von einem Freundeskreis, den ich gerne auch gehabt hätte. Ein Ort der Wärme, Liebe, Reibung und Wiederversöhnung.

Peter Becker (Nils): "WIR" ist eine Wundertüte: Multiperspektivisch erzählt aus der Sicht von Menschen, die unterschiedliche Hintergründe, Träume und Verletzungen haben. Alle eint der Wunsch, endlich im eigenen Leben anzukommen. Ich liebe die Aufrichtigkeit und Leichtigkeit, mit der alle Beteiligten versuchen, "WIR" zum Leben zu erwecken und freue mich sehr, ein Teil des großen Ganzen zu sein.

Le-Thanh Ho (Linh): "WIR" schafft es, mit einer zum Niederknien schönen Leichtigkeit, eine Art utopische Welt zu kreieren, ohne die Komplexität zu verneinen, die zwischenmenschliche Beziehungen eben einfach mit sich bringen. Und ich bin wahnsinnig glücklich, Teil dieser Vision sein zu dürfen.

Was bedeutet Familie für Dich?

Bineta Hansen (Katha): Egal, wie oft ich im Leben gegen Wände laufe: Familie, sind die Menschen, die mich auffangen, mir meine Wunden verarzten, mir in den Arsch treten und mir ins Ohr flüstern, wo es die nächste Tür gibt.

Natalia Rudziewicz (Mel): Familie ist für mich eine elementare Säule, die mich durchs Leben trägt.

Ozan Mermer (Regie): Meine Familie lebt in Deutschland. Wir haben einen doppelten Migrationshintergrund. Unser erweiterter Familienkreis ist für uns weit entfernt. Geographisch und emotional. Meine Schwester, mein Vater und meine Mutter sind für mich Heimat. In jedem Sinne.

Peter Becker (Nils): Meine Familie lebt in Großbritannien, und ich konnte sie aufgrund der Pandemie seit über eineinhalb Jahren nicht mehr sehen. Ich habe bis 2019 noch in England gelebt und vermisse sie sehr. Um einander trotzdem nah zu sein, haben wir eine neue Tradition eingeführt: Quizabende per Zoom. Ich hoffe, spätestens Weihnachten sind wir wieder alle vereint.

Le-Thanh Ho (Linh): Ich bin in einem Umfeld groß geworden, in der Familie und Gastfreundschaftlichkeit einen sehr hohen Stellenwert einnehmen, das finde ich in Maik und Linh wieder. Das besondere an Freundschaften für mich ist aber, dass man irgendwann loszieht und sich dann Menschen sucht, für die man sich entscheidet und zu denen man dann eine Bindung aufbaut; man gründet eine Wahlfamilie. Die biologische Familie kann man sich nicht aussuchen, und die kann deswegen zum härtesten Lernfeld werden, wenn es darum geht, herauszufinden, was es bedeutet, Kompromisse einzugehen. Das ist, glaube ich, die krasseste Lektion, die es in Bezug auf Liebe zu lernen gilt: Die Balance zu halten zwischen Abgrenzung, Selbstwertschätzung, Zugewandtheit und offener Zuneigung.

Luzie Loose (Regie): Menschen brauchen keine traditionelle Familie, sondern eine glückliche. Diese Familie kann alles sein: Patchwork, gleichgeschlechtliche Paare, Väter, Mütter, Kinder – in allen möglichen Konstellationen. Das kannst Du allein sein mit Deinem Hund oder Deinem Kaktus. Das kann ein Dorf sein, ein Club oder eben ein Freundeskreis. Mit "WIR" haben wir die Chance, diese Lebensanschauung weiter zu normalisieren. Mit der Serie möchten wir unsere Zuschauer*innen ermutigen, ihr individuelles Glück zu finden.

Was sind die Herausforderungen, damit es als Patchworkfamilie funktioniert?

Bineta Hansen (Katha): Ich glaube nicht, dass viele Gewürze die Suppe verderben. Ich glaube, das macht sie einzigartig. Und vielfältig. Und das ist sehr schön. Außerdem gibt es in jedem Familienkonstrukt Herausforderungen. Aber daran wächst man. Und ohne, wär's ja langweilig, wa?

Ozan Mermer (Regie): Damit das Konzept Patchworkfamilie funktioniert, braucht es Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation. Die Bedürfnisse und Grenzen von jedem (Patchwork)-Familienmitglied müssen ausgesprochen, respektiert und ständig angepasst werden.

Natalia Rudziewicz (Mel): Bringe ich es fertig, meine eigenen Bedürfnisse und mein Ego für das Gelingen einer Patchworkfamilie in den Hintergrund zu stellen? Halte ich es aus, meinen Ex-Partner/meine Ex-Partnerin wirklich loszulassen und ihn/sie in einer neuen, glücklichen Beziehung zu sehen? Schaffe ich es, eine genuine Beziehung zwischen meinem Kind und dem neuen Partner/der neuen Partnerin zuzulassen? Bin ich in der Lage, mit meinem neuen Partner/meiner neuen Partnerin in eine ehrliche Kommunikation über die ambivalenten, teils heiklen Gefühle zu treten? Diese Fragen umreißen für mich das Spannungsfeld der Herausforderungen, die basal für das Gelingen oder Scheitern einer Patchworkfamilie sind.

Peter Becker (Nils): In meiner vorigen Beziehung war das Thema Kinderkriegen omnipräsent. Es wollte partout nicht klappen, weswegen sich meine Ex schlussendlich von mir getrennt hat. Plötzlich eine Stieftochter zu haben und mich den Sticheleien ihres Vaters ausgesetzt zu sehen, ist anstrengender als gedacht. Ich muss Mel zuliebe lernen, mich in Nachsicht zu üben und das eigene Ego hintanzustellen.

Luzie Loose (Regie): Ich denke, eine Patchworkfamilie muss nicht "funktionieren", und es gibt keine Anleitung dafür. Es ist einfach eine Lebensrealität, und wie in jeder anderen Familie auch geht es den Menschen gut, wenn sie einander mit Liebe, Offenheit und Respekt begegnen. Es gibt natürlich Herausforderungen, weil mehr Menschen miteinander kommunizieren, individuelle Bedürfnisse und Beziehungen untereinander haben. Eine gute Kommunikation und Organisation hinzubekommen, wenn in der Vergangenheit Trennungen und vielleicht Verletzungen stattgefunden haben, braucht viel Geduld und Verständnis für die anderen. Ich bin selbst in einer Patchworkfamilie aufgewachsen und empfinde die unterschiedlichen Einflüsse und Beziehungen als sehr bereichernd. It takes a village to raise a child und vielfältige Kontakte können Flexibilität, Toleranz und Kreativität fördern.

Was bedeutet Dir Deine Figur?

Bineta Hansen (Katha): Katha bedeutet für mich Stärke, Liebe und Humor. Sie ist laut, macht Fehler, ist an manchen Stellen zu leise. Sie kämpft, gibt auf, verdrängt und fängt dann wieder von vorne an. Katha ist für mich die Art einer starken Frauenrolle, die ich mir immer schon im Fernsehen gewünscht habe. Anders und vielschichtig. Und doch eigentlich wie ein kleines, normales Kind auf dem Spielplatz. Es gibt, glaube ich, ganz viele Kathas auf der Welt, die manchmal an sich zweifeln. Doch diese Kathas, sie sind perfekt. Und ich liebe sie.

Natalia Rudziewicz (Mel): Auf schauspielerischer Ebene ist Mel für mich ein großes Geschenk — ich liebe ihre Impulsivität, ihren liebevollen Umgang mit ihrer Tochter Pinar, ihren Widerspruch, ihre innere Zerrissenheit, ihren Wunsch, alles zu kontrollieren, ihre Trinkfestigkeit und ihre große Klappe. Sie ist ein ambivalenter, vielschichtiger, starker Charakter, mit dem man jede Menge Spaß haben kann, der einem aber auch bedingungslos zur Seite steht, wenn man ihre Hilfe braucht. Auch auf persönlicher Ebene ist Mel ein Geschenk für mich. Ich habe das Gefühl, eine Frau verkörpern zu dürfen, die anders als manch' andere Rollen aus der Vergangenheit nah an der Lebensrealität vieler cooler Frauen ist, die ich in meinem privaten Umfeld kenne und schätze. Darüber hinaus kann ich in dieser besonderen Arbeit viel von meinen eigenen Gedanken und Erfahrungen in die Figur einfließen lassen und werde dabei von unseren großartigen Regisseur*innen unterstützt.

Le-Thanh Ho (Linh): Ich lerne ständig von Linh. Linh ist zweifache Mutter, führt mit ihrem Mann die Gärtnerei und hat für ihr Umfeld immer ein offenes Ohr. Sie ist ein Orgatalent und liebt es, wenn alles aufgeht, was sie sich vornimmt (man sollte sich allerdings vorsehen, wenn nicht). Ihr sturer Pragmatismus verleiht ihr in vielen Dingen eine beneidenswerte Gelassenheit. Davon würde ich mir wahnsinnig gerne eine Scheibe abschneiden können.

Zwei Fragen an die Schöpferinnen Gesa Scheibner, Julia Penner, Sandra Stöckmann und Sabina Gröner

Das Thema Familie ist ein zentrales Motiv der zweiten Staffel. Welche Familienbilder waren Euch wichtig zu erzählen?

Ist das Familienmenü nur für das Ehepaar und das Kind, oder darf ich das auch mit der neuen Freundin bestellen? Uns ist es wichtig zu erzählen, dass Familie nicht nur Vater, Mutter, Kinder bedeutet, sondern vielfältig ist. Nicht umsonst spricht man schon länger von Patchworkfamilien als das neue "Normal". Klar, Familie ist nicht beliebig. Unsere Eltern bleiben unsere Eltern, unsere Kinder unsere Kinder. Doch abseits davon sind die Menschen Familie, bei denen wir uns geborgen fühlen, und sie können wir uns für unser Leben selber aussuchen. Das bietet auch tolle neue Erzählmöglichkeiten: So lag ein besonderer Fokus auf der Position der "neuen Frau", die zu einer Familie dazu kommt. Wir wollten zeigen, wie es ist, wenn man von außen dazustößt, wenn man in einem festen Familiengebilde keinen festen Platz hat.

Darüber hinaus geht es ja auch um einschneidende Themen wie Trennung, Scheidung und Beziehungsangst. Was war Euch bei diesen Themen im Umgang besonders wichtig?

Wir wollen eine Scheidungsgeschichte erzählen, die zeigt, dass die Gründe für eine Trennung so komplex sind wie die Menschen, die sie betrifft. Darum war es uns wichtig, keine Partei für einen der Ex zu ergreifen, während wir gleichzeitig den Schmerz aller Betroffenen ernst genommen haben. Wir wollen der Scheidung den Stempel von "Versagen" und "Tiefpunkt" nehmen und zeigen, dass man lernen kann, mit alten Wunden zu leben. Letzteres betrifft auch die Figur Katha, die zwar nicht geschieden ist, aber in ihrem Leben schon oft verlassen wurde und darum unter Bindungsangst leidet. Das heißt, sie beendet jede Beziehung, ehe sie ernst wird. Anhand ihrer Figur war es uns wichtig zu zeigen, dass das Glück oft direkt hinter der Angst wartet und dass es sich lohnen kann, ins kalte Wasser zu springen.

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