ZDF Fernsehratssitzung. Copyright: ZDF/Ralph Orlowski
ZDF Fernsehratssitzung. Copyright: ZDF/Ralph Orlowski

ZDF-Fernsehrat in Magdeburg

Am Freitag, 13. Dezember 2019, traf sich in Magdeburg der ZDF-Fernsehrat zur 15. Sitzung der XV. Amtsperiode. 

    Texte

    ZDF-Fernsehrat genehmigt Haushalt 2020 -  Intendant Bellut: "Beitragsperiode endet mit schwarzer Null"

    Der ZDF-Fernsehrat hat den Haushaltsplanentwurf 2020 in seiner Sitzung am 13. Dezember in Magdeburg genehmigt. Der Plan sieht Aufwendungen in Höhe von 2.402 Millionen Euro vor. Dem stehen Erträge in Höhe von 2.208 Millionen Euro gegenüber. Die Differenz wird planmäßig aus der Sonderrücklage gedeckt, die bereits in der letzten Beitragsperiode dafür aufgebaut worden war. In seiner Rede zur Einbringung des Haushalts erklärte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: "Wir haben gut gewirtschaftet. Damit schaffen wir auch am Ende dieser Beitragsperiode wieder eine schwarze Null."

    In der Haushaltsrede erinnerte Bellut daran, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein wichtiger Faktor für Meinungsbildung und Demokratie ist. Bellut: "Wir haben hier einen klaren Auftrag und eine Aufgabe, die wir erfüllen." Er wies dabei auf die Studie zum Integrationsauftrag hin, die die Leistungen von Medien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt untersucht hat. Bellut: "Die Bürgerinnen und Bürger erwarten von uns ganz klar, dass wir zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen sollen. Erfreulich ist, dass sie uns jedenfalls mit großer Mehrheit bescheinigen, dass wir das auch tun. Mit unseren Informationssendungen, aber auch in unterhaltenden Formaten."

    In seiner Rede würdigte Bellut auch den neuen Medienstaatsvertrag, den die Länder in der vergangenen Woche auf den Weg gebracht haben. Bellut: "Damit unsere Videos im Netz genutzt werden können, ist es wichtig, dass die Menschen sie dort auch einfach und schnell finden. Ich begrüße es daher sehr, dass die Politik für einen fairen und diskriminierungsfreien Zugang sowie leichte Auffindbarkeit von Qualitätsinhalten im Netz sorgt. Das passiert nicht von selbst, hier ist Regulierung und politisches Handeln auch in Zukunft dringend erforderlich."

    Zusammenfassung des Haushaltsplans: kurz.zdf.de/hp2020/

    Breite Akzeptanz für Content-Netzwerk funk - ZDF-Intendant Bellut: "Wichtiger Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Angebots"

    Das Content-Netzwerk funk stößt drei Jahre nach dem Start in der jungen Zielgruppe auf breite Akzeptanz: 73 Prozent der 14- bis 29-Jährigen kennen funk oder eines der funk-Formate. Auf YouTube, einer der zentralen Ausspielplattformen, konnte funk mit Ende des dritten Quartals bereits über eine Milliarde Aufrufe generieren. Dieser Wert liegt um 36 Prozent höher als noch im Jahr 2018.

    ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut erklärte vor dem Fernsehrat in Magdeburg, funk habe sich vom Newcomer zu einem wichtigen Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Angebots entwickelt. Bellut: "Zwischen dem ZDF und funk gibt es einen fruchtbaren Austausch. Wir zeigen einige unserer funk-Formate auch im TV, wie zum Beispiel die Webserie 'DRUCK' bei ZDFneo. Das junge Angebot ist außerdem eine beachtliche Talentschmiede." So moderierten etwa Aminata Belli ("follow me.reports") und Mirko Drotschmann ("MrWissen2go Geschichte") die Europawahl-Sendung "Mein erstes Mal".

    Im Jahr 2019 lieferte das ZDF insgesamt 22 Formate für funk. Darunter die fiktionale Serie "DRUCK", die mit 64 Millionen Views die erfolgreichste vom ZDF betreute funk-Produktion ist. Besonders erfolgreich waren auch die Informationsangebote "follow me.reports" (16,64 Millionen Views in den ersten drei Quartalen 2019) und "Dinge erklärt – kurzgesagt" (27,62 Millionen Sichtungen in den ersten drei Quartalen 2019).

    Sportjahr 2019: ZDF erfolgreich mit neuen "Finals" und Livestream-Angebot

    Internationale Top-Ereignisse, ein innovatives Sport-Wochenende der nationalen Meisterschaften und die erfolgreiche Nutzung neuer Ausspielwege: Die Sport-Berichterstattung mit Live-Übertragungen und Hintergrund-Beiträgen trug auch 2019 erneut zum Programmerfolg des ZDF bei. Zu den besonderen Live-Events im Zweiten zählten in diesem Jahr die Fußball-WM der Frauen in Frankreich, die Leichtathletik-WM in Doha, die U-21-EM der Fußballer in Italien und San Marino, die erstmals ausgetragenen "Finals" mit zehn deutschen Meisterschaften an einem Wochenende in Berlin sowie die Schwimm-WM in Südkorea als Livestream-Erlebnis in der ZDFmediathek.

    ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: "Uns ist es in diesem Jahr erfolgreich gelungen, den Sport in seiner ganzen Bandbreite im Programm hervorzuheben – die Bündelung der zehn deutschen Meisterschaften in Berlin unter dem Titel 'Die Finals' ist nur ein Beispiel dafür. Zudem haben wir unser Livestream-Angebot bei verschiedenen Sportereignissen erweitert, womit wir gerade auch jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer stärker ansprechen konnten."

    Im Sportjahr 2019 waren erstmals sämtliche Spiele der Fußball-WM der Frauen live bei ZDF und ARD zu sehen. Neben den deutschen Spielen gab es weitere ausgewählte Partien im ZDF und die anderen Spiele im Livestream in der ZDFmediathek. 24,57 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen mindestens eine der WM-Spielübertragungen. Wie sich neue Ausspielwege für Sport-Live-Events erfolgreich nutzen lassen, zeigte auch die Schwimm-WM in Südkorea, die fast ausschließlich in der ZDFmediathek zu sehen war, mit 70 Stunden Livestreams und 64 Stunden Video on Demand.

    Mit fast 20 Stunden Live-Programm im TV und mit Livestreams aller Wettbewerbe in voller Länge begleiteten ZDF und ARD das Berliner Wochenende mit zehn deutschen Meisterschaften binnen 48 Stunden: "Die Finals 2019" verfolgten am 4. August 2019 im ZDF im Schnitt 1,58 Millionen Zuschauer, bei einem Marktanteil von 12,4 Prozent. Dieses neue Sommer-Sportformat macht demnach auch für Nischensportarten wie Bogenschießen, Bahnrad oder Triathlon ein großes Publikum möglich.

    Ein Erfolgsmodell bleibt auch 2019 der Wintersport. Die 183 "ZDF SPORTextra"-Sendestunden aus Eis und Schnee verfolgten im Schnitt 2,66 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, bei einem Marktanteil von 18,4 Prozent. Und die Wintersport-Saison 2019/2020 ist bereits gestartet. Zu den Highlights der Saison zählen unter anderem die Vierschanzentournee zum Jahreswechsel, die Biathlon-Weltmeisterschaften in Antholz/Südtirol und die Rodel-WM im russischen Sotschi im Februar 2020 sowie die Skiflug-WM in Planica/Slowenien im März 2020.

    Mit der ersten Fußball-Europameisterschaft in zwölf verschiedenen Ländern sowie den Olympischen und Paralympischen Spielen in Tokio bietet der Sportkalender 2020 zwei "Meilensteine". Für diese Sport-Großereignisse wird ein Nationales Sendezentrum (NBC) beim ZDF auf dem Mainzer Lerchenberg eingerichtet.

    ZDFneo weiter unter Top Ten der deutschen Fernsehprogramme - ZDF-Intendant Bellut: "Wichtiger Beitrag zur Akzeptanz der ZDFmediathek"

    ZDFneo konnte im Jahr 2019 erfolgreich den achten Platz unter den Top Ten der deutschen TV-Programme verteidigen. Der Sender erreicht im aufgelaufenen Jahr bei den Zuschauerinnen und Zuschauern gesamt einen stabilen Marktanteil von 3,2 Prozent und 1,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Im Durchschnitt schalteten 2019 täglich 6,8 Millionen Menschen den Sender ein.

    Das tägliche Sehvolumen von ZDFneo-Formaten in der ZDFmediathek stieg von 1,7 Millionen im Jahr 2018 auf 3 Millionen. "Im stark umkämpften Online-Markt leistet ZDFneo einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz der ZDFmediathek", sagte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut vor dem Fernsehrat in Magdeburg. Die wachsenden Abrufzahlen zeigten, dass eigene ZDFneo-Formate, Auftragsproduktionen, Koproduktionen und internationale Lizenzankäufe die jüngere Zielgruppe ansprechen. Mit neuen Serien wie "Dead End", "Undercover", "La Zona – Do not cross" oder "Countdown Copenhagen II" treffe ZDFneo das Lebensgefühl der 25- bis 49-Jährigen.

    Neben Filmen und Serien präsentiert ZDFneo 2019 unterhaltende Factual-Formate sowie dokumentarische Formate wie "Generation Helikopter-Eltern?" mit Collien Ulmen-Fernandes oder "Radikalisiert – Mit Sascha Lobo". Im Showprogramm des Senders setzen die neuen Sendungen mit Shahak Shapira und Laura Karasek Akzente.

    Für das Jahr 2020 sind weitere Auftrags- und Koproduktionen in den Genres Drama und Sitcom geplant sowie der Erwerb weiterer europäischer Serien. Neue Factual- und Show-Formate werden den Innovationspool von ZDFneo ergänzen.

    ARTE steigert Online-Reichweite auf allen Plattformen - Größter Zuwachs auf YouTube

    ARTE hat seine Online-Reichweite 2019 substanziell erhöht: Über alle Plattformen und Verbreitungswege hinweg erzielte der europäische Kulturkanal im aufgelaufenen Jahr durchschnittlich 89,5 Millionen Abrufe pro Monat – das sind 77 Prozent mehr Abrufe als im Vorjahr. "ARTE reagiert mit seinen digitalen Angeboten erfolgreich auf den veränderten Medienkonsum eines jüngeren Publikums", sagte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut vor dem Fernsehrat in Magdeburg. Den größten Zuwachs konnte ARTE auf YouTube mit 466.000 Abonnenten (Stand: 16. Oktober 2019) verbuchen.

    Auf seinen Plattformen setzt ARTE auf neueste Technologien. Im Bereich der 360°/Virtual Reality-Produktion erweitert ARTE sein Engagement mit Formaten wie dem "Totalen Tanz Theater 360" zu 100 Jahre Bauhaus oder dem VR-Projekt "Der Traum des Cesare – Im Cabinet des Dr. Caligari", das 2020 auf der Berlinale präsentiert wird. Der Kulturkanal arbeitet zudem an Möglichkeiten, mit Künstlicher Intelligenz (KI) Übersetzungen und Untertitelungen automatisiert und schneller zu erstellen.

    ARTE trägt mehr und mehr zu einem vielstimmigen Informationsaustausch in Europa bei. Seine journalistischen Formate, insbesondere die Reportagen und Dokumentationen, leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung abseits nationaler Interessen. Dies wurde besonders bei einem Schwerpunkt zu den Europawahlen deutlich, der die Berichterstattung um übernationale Perspektiven erweiterte.

    Auch Kulturschaffende und Kreative finden bei ARTE eine Bühne: Die Initiative "Create your Revolution – Initiative for the Future of Culture", die ARTE zusammen mit Partnern wie der Frankfurter Buchmesse und den Vereinten Nationen zur Frankfurter Buchmesse 2019 etabliert hat, wird fortgesetzt. Die Initiative gibt Kreativen Raum, um die Perspektiven der Kultur auf drängende Fragen der Zeit darzustellen, und diskutiert Möglichkeiten, wie Künstlerinnen und Künstler gesellschaftlichen Wandel beeinflussen können.

    Weitere Informationen

    Ansprechpartner: Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,
    und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdffernsehrat

    http://twitter.com/ZDFpresse

    unternehmen.zdf.de

    http://twitter.com/ZDFfernsehrat

    Impressum

    ZDF Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information
    Verantwortlich: Alexander Stock
    E-Mail: pressedesk@zdf.de
    © 2019 ZDF

     

    Ansprechpartner

    Name: ZDF Presse und Information
    E-Mail: pressedesk@zdf.de
    Telefon: 06131-701 2108