ZDF Fernsehratssitzung, Mainz, 23.03.2018. Marlehn Thieme, Dr. Thomas Bellut. Copyright: ZDF/Ralph Orlowski.
ZDF Fernsehratssitzung, Mainz, 23.03.2018. Marlehn Thieme, Dr. Thomas Bellut. Copyright: ZDF/Ralph Orlowski.

ZDF-Fernsehrat in Mainz

Am Freitag, 23. März 2018, traf sich in Mainz der ZDF-Fernsehrat zur 8. Sitzung der XV. Amtsperiode. Die Fernsehratsvorsitzende Marlehn Thieme und ZDF-Intendant Thomas Bellut stellten sich im Anschluss an die Plenarsitzung den Fragen der Presse.

Sehen Sie hier die Aufzeichnung der Pressekonferenz:

Texte

Beschluss des ZDF-Fernsehrates zum Tagesordnungspunkt Länder-AG "Auftrag und Strukturoptimierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten"

1. Der Fernsehrat nimmt das Schreiben des Intendanten vom 16.03.2018 zum Sachstand der Länder-AG „Auftrag und Strukturoptimierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ zur Kenntnis.

2. Der Fernsehrat bekräftigt seinen Beschluss vom 29.09.2017. Der Fernsehrat erwartet, dass das ZDF auch weiterhin keine Vorschläge zur Beschränkung seines Programmangebotes macht.

3. Der Fernsehrat wendet sich gegen eine auf Kosten beschränkte Bewertung des öffentlich-rechtlichen Angebotes. In gleichem Maße sind Programmqualität, Vielfalt und die Akzeptanz der Angebote bei den Beitragszahlerinnen und -zahlern in eine Beurteilung einzubeziehen.

4. Der Fernsehrat hält es für zwingend, dass das ZDF seinen Programmauftrag auch in der digitalen Welt erfüllt. Deshalb ist der jetzige Zeitpunkt nicht geeignet, die Arbeit des Senders mit weiteren Einsparerwartungen zu belasten. In diesem Zusammenhang stellen der Personalabbau der vergangenen Jahre und eine Überalterung der Belegschaft erhebliche Herausforderungen dar. Der Fernsehrat erachtet insofern bereits die Umsetzung der den Ländern vom ZDF vorgelegten Sparmaßnahmen für ambitioniert.

5. Der Fernsehrat unterstützt den Intendanten in seiner Forderung, zum staatsvertraglich geregelten KEF-Verfahren zurückzukehren.  

http://fernsehrat.zdf.de

Pressekontakt:
Sekretariate ZDF-Fernseh- und Verwaltungsrat
Ansprechpartner: Jan Holub
Telefon 06131 / 70 -12011

Mainz, 23. März 2018
ZDF Presse und Information

ZDFinfo als Wissenssender immer gefragter / Intendant Bellut: ZDF-Digitalsender besonders erfolgreich bei jüngeren Zuschauern

Als Wissenssender für jüngere Zuschauer ist ZDFinfo trotz des zunehmenden Wettbewerbs bei Dokumentationsprogrammen auch im Jahr 2017 weiter gewachsen. Bei den Zuschauern gesamt erreicht ZDFinfo einen Marktanteil von 1,2 Prozent; bei den 14- bis 49-Jährigen platziert sich der Sender mit einem Marktanteil von 1,3 Prozent deutlich vor den dritten Programmen der ARD. Neben dem KiKA hat ZDFinfo die jüngste Zuschauerstruktur aller öffentlich-rechtlichen Sender.

"Durch seine Kompetenz in den Bereichen Geschichte, Politik, Wissen und Service hat sich ZDFinfo auf dem deutschen Fernsehmarkt etabliert", sagte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut vor dem Fernsehrat in Mainz. "Die guten Ergebnisse der ZDF-Digitalkanäle ZDFinfo und ZDFneo sorgen dafür, dass die ZDF-Gruppe wieder genauso viele jüngere Zuschauer wie zuletzt Anfang der 90er Jahre erreicht."

Insgesamt 200 Auftrags- und Koproduktionen sowie 400 internationale Dokumentationen hat ZDFinfo im Jahr 2017 als deutsche Erstausstrahlungen gesendet. Von Beginn an gehört es zum Konzept, Inhalte zu bündeln und den Zuschauern in langen Sendestrecken zu präsentieren. Dabei kooperiert ZDFinfo mit den Partnern der ZDF-Familie – mit den Redaktionen des ZDF-Hauptprogramms, mit 3sat, ARTE, PHOENIX und funk – und nutzt so bestmöglich zur Verfügung stehende Synergien.

In der ZDFmediathek ist ZDFinfo mit seinen Dokumentationsformaten nach Sehdauer die erfolgreichste Informationskategorie. Auch auf den Social-Media-Plattformen war ZDFinfo 2017 erfolgreich und löst dort sein Motto und Versprechen "Fernsehen zum Mitreden" ein.

Mainz, 23. März 2018
ZDF Presse und Information

ZDF-Intendant: PHOENIX stärkt Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks / Ereigniskanal erreicht täglich 4,45 Millionen Zuschauer

Der Programmauftrag von PHOENIX ist nach den Worten von ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut heute aktueller denn je. "Vor dem Hintergrund eines wachsenden Populismus und der anhaltenden gesellschaftlichen Debatte über Fake News und die Rolle der Medien bietet PHOENIX den Zuschauern Orientierung“, sagte Bellut vor dem Fernsehrat in Mainz. Die transparente Berichterstattung über politische Institutionen und demokratische Prozesse unterstütze die Meinungsbildung und stärke die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Durchschnittlich 4,45 Millionen Zuschauer schalteten 2017 täglich PHOENIX ein. Der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF erreichte damit einen konstanten Marktanteil von 1,1 Prozent.

Allein die Berichterstattung aus dem Deutschen Bundestag umfasste im vergangenen Jahr 191 Stunden, davon 182 Stunden live. Debatten aus Bundestag und Bundesrat, dem Europaparlament und von Parteitagen werden über die TV-Ausstrahlung hinaus online verfügbar gemacht. Das PHOENIX-Programm gibt es als 24-stündigen Livestream und via PHOENIX-App, die mittlerweile rund 350.000 Mal heruntergeladen wurde. Der Push-Dienst zu aktuellen Live-Ereignissen erreicht durchschnittlich 1,7 Millionen Abrufe im Monat. Auch die PHOENIX-Social-Media-Kanäle entwickeln sich stetig.

Besonderen Wert legt PHOENIX auf die Barrierefreiheit seiner Angebote. Bereits seit dem Sendestart werden "heute-journal" und "Tagesschau" von Gebärdendolmetschern für gehörlose und hörgeschädigte Menschen simultan übersetzt. Seit Sommer 2017 wurden nach und nach Bundestags- und Bundesratsübertragungen sowie Gesprächssendungen mit über Videotext zuschaltbaren Untertiteln für Hörgeschädigte ausgestrahlt, seit Januar 2018 auch Dokumentationen zur Hauptsendezeit sowie die Gesprächsformate "PHOENIX-Runde" und "Unter den Linden".

Mainz, 23. März 2018
ZDF Presse und Information

ZDF-Intendant Bellut: Gesprächssendungen wichtig für öffentliche Debatte

Das ZDF baut seine Kompetenz im Genre Gesprächssendungen weiter aus. Künftig soll das Themenspektrum der Sendungen weiter geöffnet und die Anzahl weiblicher Gesprächsgäste erhöht werden. Das kündigte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut vor dem Fernsehrat in Mainz an. „Mit unseren Gesprächssendungen wollen wir den Dialog in der Gesellschaft befördern und Spaltung entgegenwirken. Das ist ein zentraler Baustein unseres öffentlich-rechtlichen Auftrags", sagte der ZDF-Intendant.

Sendungen wie "maybrit illner", "Was nun, …?", "Markus Lanz", "Das Literarische Quartett" oder "Precht" machten 2017 im ZDF knapp vier Prozent der Gesamtsendezeit aus. Das Spektrum der Gesprächssendungen reicht von Polit-Talks über Kulturgesprächsrunden bis zu Wissenschaftsthemen.

Mainz, 23. März 2018
ZDF Presse und Information

Fotohinweis

Fotos sind am Freitag, 23. März, ab 15.30 Uhr erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdffernsehrat

Weitere Informationen

Weitere Infos zum ZDF-Fernsehrat finden Sie auf unternehmen.zdf.de

http://twitter.com/ZDFpresse

http://twitter.com/ZDFfernsehrat

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