Nur noch wenige Monate – dann ist Schicht im Schacht für Bergmann Thomas Kaleske. Foto: ZDF/Thadeus Parade
Nur noch wenige Monate – dann ist Schicht im Schacht für Bergmann Thomas Kaleske. Foto: ZDF/Thadeus Parade

ZDF.reportage: Kumpel, Kohle, Krise

Weitere ZDF.reportage: "Vorsicht, Taschendiebe!"

Mit Blick auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai widmet sich die "ZDF.reportage" am Sonntag, 30. April 2017, 18.00 Uhr, dem Strukturwandel im Ruhrgebiet: "Kumpel, Kohle, Krise – Der Pott kämpft um seine Identität". Und am Sonntag, 21. Mai 2017, 18.00 Uhr heißt es in der "ZDF.reportage: Vorsicht, Taschendiebe! – Fahnder im Einsatz".

  • ZDF, Sonntag, 30. April 2017, 18.00 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Sonntag, 30. April 2017

Texte

Sendetermine und Stab

Sonntag, 30. April 2017, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Kumpel, Kohle, Krise
Der Pott kämpft um seine Identität

Film von Thadeus Parade und Peter Böhmer

Produktion: ZDF
Redaktion: Heike Schnaar
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 21. Mai 2017, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Vorsicht, Taschendiebe!
Fahnder im Einsatz

Film von Robert Heller

Produktion: Maz ab! Medien
Redaktion: Heike Schnaar
Länge: ca. 30 Minuten?

Kumpel, Kohle, Krise – Der Pott kämpft um seine Identität

Qualmende Hochöfen, rauchende Fabrikschlote und Kohlezechen, das ist das Bild des Ruhrgebiets, das sich bei den Älteren eingeprägt hat. Doch das industrielle Herz schlägt dort schon lange nicht mehr so. Fast alle Kohlezechen sind dicht, und Stahl wird nur noch an einem einzigen Standort produziert. Die einstige Vorzeigeregion ist zum Sorgenkind der Republik geworden. Sie gehört mittlerweile zu den ärmsten Gebieten in ganz Deutschland. Der Ballungsraum zwischen Rhein und Ruhr ist mit rund zehn Millionen Bewohnern eine der größten Metropolregionen der Welt. Doch nicht Zuversicht, sondern Angst um die Zukunft bestimmt seit einigen Jahren das Lebensgefühl vieler Menschen im Ruhrgebiet.

Thomas Kaleske ist noch Bergmann. So wie sein Vater und seine Onkel es waren. Seit 25 Jahren fährt er in "Prosper-Haniel" unter Tage in den "Pütt". Es ist die letzte Kohlezeche in NRW, die noch nicht dichtgemacht wurde. 2018 aber ist auch dort Schicht im Schacht. Wie es mit ihm beruflich weitergeht – ungewiss. Kaleske lebt mit Frau und Kindern in einer typischen Bergbausiedlung aus dem vergangenen Jahrhundert. Doch die Stimmung in der Siedlung habe sich verändert, sagt er. Viele Kollegen stehen vor einer ungewissen Zukunft. Die meisten von ihnen fühlten sich von der Politik im Stich gelassen und wollen den etablierten Parteien einen "Denkzettel" verpassen.

Auch Hajo Sommers kennt die Nöte und Ängste der Menschen. Er ist gebürtiger Oberhausener und hat den Niedergang der Stadt über Jahrzehnte miterlebt. Erst sind die Zechen weggebrochen, dann die Stahlwerke, jetzt ist es die Dienstleistung, sagt er. Die Stadt hat mehrfach versucht, sich neu zu erfinden, sagt Sommers. Der letzte große Versuch ist das Centro Oberhausen – eine der größten europäischen Einkaufs-Malls. Gebaut auf dem ehemaligen Gelände der Gutehoffnungshütte. Damals arbeiteten dort 120.000 Stahlarbeiter – heute sind es 4500 im Einkaufszentrum, fast alle im Niedriglohnsektor.

Unter dem Titel "Kumpel, Kohle, Krise – Der Pott kämpft um seine Identität" blickt die "ZDF.reportage" in die Welt von Menschen, die bodenständig, ehrlich und direkt sind.

Vorsicht, Taschendiebe! – Fahnder im Einsatz

460 Taschendiebstähle pro Tag in Deutschland – Tendenz steigend. Allein auf Bahnhöfen ein Anstieg um 25 Prozent. Polizeiliche Erkenntnisse deuten auf Bandenstrukturen aus Osteuropa hin.

Offenbar professionell organisiert, perfekt vernetzt und gut geschult. Auf diese Weise erbeuten die Banden hohe Summen. Taschendiebstahl – längst kein Gelegenheitscoup mehr, sondern gesteuert von Hintermännern, die nur schwer zu fassen sind.

Die "ZDF.reportage" begleitet die Bundespolizei Berlin bei ihrem Kampf gegen den organisierten Taschendiebstahl. In Zügen und an Bahnhöfen versuchen zivile Fahnder, die Diebe auf frischer Tat zu schnappen. Die Täter haben es insbesondere auf schlafende Reisende und Touristen abgesehen. Auch im Gedränge, auf Treppen und Rolltreppen tricksen sie ihre Opfer geschickt aus, entwenden Brieftaschen und Smartphones. Die Bundespolizei versucht daher, die Verbrecher mit Videoüberwachungstechnik zu überführen.

Die "ZDF.reportage: Vorsicht, Taschendiebe! – Fahnder im Einsatz" gewährt Einblicke in die Masche der Taschendiebe sowie in die Maßnahmen und neueren Fahndungserfolge der Bundespolizei. Darüber hinaus zeigt der Film Tatverdächtige, die aus Rumänien zurück nach Deutschland gebracht werden, damit ihnen hier der Prozess gemacht werden kann. Weiterhin erklärt der Film, wie man sich am besten vor Taschendieben schützen kann.

Infos zur "ZDF.reportage"

Die "ZDF.reportage" berichtet immer sonntags, 18.00 Uhr, aus der Alltagswirklichkeit der Zuschauer. Sie greift Themen auf, die aktuell und brisant sind und setzt sie spannend und emotional um. Dabei erzählt die "ZDF.reportage" immer aus der Perspektive der Betroffenen, von Menschen, ihren Lebenswegen und Schicksalen, ihren Konflikten, ihren Hoffnungen und Träumen. Die meisten Reportagen spielen in Deutschland, bei Auslandsthemen ist stets ein deutscher Bezug vorhanden. 

Die Redaktion der "ZDF.reportage" wird geleitet von Heike Schnaar.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfreportage 

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