Nostalgie pur: Marita und Michael Fletzoreck leben komplett im Stil der 70er Jahre. Foto: ZDF/Caroline Pellmann
Nostalgie pur: Marita und Michael Fletzoreck leben komplett im Stil der 70er Jahre. Foto: ZDF/Caroline Pellmann

ZDFzeit: Früher war alles besser! Oder?

Dokumentation über "die gute alte Zeit"

Sehnsucht Nostalgie: Sie hebt die Stimmung und vermittelt das wohlige Gefühl, dass die gute alte Zeit vielleicht doch noch nicht ganz vorbei ist. Wird in nostalgischer Stimmung die Vergangenheit einfach nur schön geredet? Die "ZDFzeit"-Dokumentation "Früher war alles besser! Oder?" blickt in "die gute alte Zeit" und vergleicht die Lebensgefühle früherer Jahrzehnte mit heute. 

  • ZDF, Dienstag, 21. November 2017, 20.15 Uhr

Texte

Sendetermin und Stab

Dienstag, 21. November 2017, 20.15 Uhr, ZDF

ZDFzeit
Früher war alles besser! Oder?

Film von Caroline Pellmann und Marc Elvers

Kamera: Andrej Auersperg, Oliver Biebl, Uwe Kielhorn
Schnitt: Rainer Ahlschwedt
Grafik: Eike Wichmann

Früher war alles besser! Oder?

Früher war alles besser! Es gab Vollbeschäftigung, weniger Leistungsdruck, alles war billiger, und man blieb sich treu bis in den Tod. Oder reden sich viele die Vergangenheit einfach nur schön?

Vom Wirtschaftswunder bis zum Mauerfall, vom Nierentisch bis zur Dauerwelle: Die Dokumentation nimmt "die guten alten Zeiten" unter die Lupe und befragt prominente Zeitzeugen und Experten. Was war früher besser? Was ist Nostalgie?

Jedes Jahrzehnt hat bahnbrechende Veränderungen mit sich gebracht – technische Errungenschaften, aber auch sozialen und politischen Wandel. Was hat das für den Alltag bedeutet? Wie war die Kindheit in den 50er Jahren im Vergleich zu heute? Wie hat sich die Rolle der Frau verändert? Und wie hat der technische Fortschritt das Leben verändert?

Jede Generation verbindet mit ihrer Jugend ein bestimmtes Lebensgefühl, eng verknüpft mit Mode, Musik und politischen Meilensteinen jener Zeit. Wer sich daran erinnert, verfällt gerne in nostalgische Schwärmerei. Hängen bleibt vor allem das Positive. Erinnerungen geben uns ein warmes, geborgenes Gefühl und zugleich den bittersüßen Beigeschmack, dass Vergangenes nun mal unwiederbringlich verloren ist.

Prominente Zeitzeugen wie Karl Dall, Wolfgang Lippert, Winfried Glatzeder, Marie-Luise Marjan, Rhea Harder-Vennewald, Maria Ketikidou, Mirja Boes, Heike Drechsler und Michael Opoczynski öffnen ihre privaten Fotoalben und geben Einblick in ihr eigenes "Früher". Nostalgie hebt die Stimmung, dämpft das Gefühl von Einsamkeit, vertreibt Ängste – das belegen Studien.

Die Dokumentation "Früher war alles besser! Oder?" zieht immer wieder den Vergleich zu heute und hinterfragt gängige Alltagsweisheiten wie "Früher war alles billiger", "Früher hatte man mehr Freizeit" oder "Früher war die Jugend noch politisch engagierter". Experten ordnen die Fakten ein, Experimente beleuchten aus wissenschaftlicher Sicht das Phänomen der Nostalgie.

Statements prominenter Zeitzeugen in "Früher war alles besser! Oder?"

"Diese Generation, die Nachkriegsgeneration, war sehr erfinderisch. Die haben aus allem etwas gemacht. Es wurde alles verarbeitet, nichts weggeworfen."

 Schauspielerin Marie Luise Marjan erinnert sich an die 50er Jahre.

 

"Wir waren vier Kinder und ich der jüngste. Ich musste natürlich immer in dem Badewasser baden, in dem die anderen drei schon vorher drin waren. Ich glaube, ich bin dreckiger aus dieser Wanne herausgekommen, als ich rein getragen wurde. Das waren die 50er!" (lacht)

Fernsehmoderator und Komiker Karl Dall erinnert sich an die 50er Jahre.

 

"Ich weiß, dass ich zu dieser Zeit, als plötzlich die Mauer zu ging, noch in West-Berlin in einem Krankenhaus lag. Um ein Haar wäre ich ein West-Berliner geworden."

Entertainer Wolfgang Lippert erinnert sich an den Mauerbau in den 60er Jahren.

 

"Ich hatte damals ein Buch von George Orwell – 1984 –, das habe ich wirklich unter meinem Bett versteckt, weil es einfach nicht gestattet war, so ein Buch zu lesen."

Wolfgang Lippert erinnert sich an seine Jugend in der DDR.

 

"Disco – Ilja Richter, Kult! So habe ich Musik lieben gelernt."

Schauspielerin Maria Ketikidou erinnert sich an die 70er Jahre.

 

"Karat war natürlich meine erste Platte."

Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler erinnert sich an die 70er Jahre.

 

"Junge Leute erkannten, dass die Perspektive für ihr Leben in der DDR nicht so angenehm war."

Schauspieler Winfried Glatzeder erinnert sich an die 80er Jahre. 

 

"Die Mode in den 80ern war echt eine Katastrophe, aber ich habe sie auch volle Breitseite mitgenommen."

Komikerin Mirja Boes erinnert sich an die 80er Jahre.

 

"Kalter Krieg – ja, das war wie eine Drohung, ein Grauen, das einem immer im Nacken saß."

Schauspielerin Rhea Harder-Vennewald erinnert sich an die 80er Jahre

Die Experten in "Früher war alles besser! Oder?"

Journalist Daniel Rettig, Autor des Buches "Die guten alten Zeiten. Warum Nostalgie uns glücklich macht."

Neuropsychologe Professor Lutz Jäncke untersucht, was in unserem Gehirn passiert, wenn wir bestimmte Musikstücke hören.

Kulturwissenschaftlerin Claudia Preis ist "Retro-Phänomen-Expertin".

Historiker Professor Edgar Wolfrum forscht zu Geschichtspolitik und Erinnerungskulturen.

Psychologe Tim Wildschut gilt als Nostalgie-Guru.

Professor Ulrich Reinhardt ist Zukunftswissenschaftler.

Professor Andreas Rödder, Fachmann für Neueste Geschichte  

Infos zur "ZDFzeit" 

Auf dem Sendeplatz "ZDFzeit" sind am Dienstag um 20.15 Uhr große Primetime-Dokumentationen zu sehen. Neben investigativen, politischen und historischen Filmen werden dort verbrauchernahe Themen mit informativen Alltags- und Warentests präsentiert. "ZDFzeit" bietet seit Januar 2012 jährlich rund 35 Produktionen auf dem Sendeplatz am Dienstagabend.   

Die "ZDFzeit"-Redaktion leitet seit dem 1. Oktober 2015 Ursula Schmidt. 

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfzeit  

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