Zweimal zweites Leben

Herzkino

Heike Makatsch, Benno Fürmann und Jessica Schwarz in einer ebenso bewegenden wie heiteren Geschichte über eine sehr einschneidende Lebensveränderung. Das Drehbuch schrieb Bernd Lange, in weiteren Rollen spielen Sofie Eifertinger, Manfred Zapatka, Lisa Kreuzer und andere.

  • ZDF, Sonntag, 17. April 2016, 20.15 Uhr

Texte

Wo das Leben besonders strahlt

Alles war ganz anders vorgesehen: Die Wohnung endlich um­bauen, zusammen in den überfälligen Familienurlaub fahren und vor allem Tochter Zora gemeinsam glücklich aufwachsen sehen. Doch der Reitunfall von Ännie, gespielt von Heike Makatsch, bringt den Lebens- und Familienplan von Familie Borchert gehörig ins Wanken. Aber Leo alias Benno Fürmann hält mit unglaublicher Kraft und Optimismus an seinen Wünschen fest.

Das Leben verhält sich leider selten so, wie wir uns das vorstellen. Auch Leo muss das erkennen – und trifft eine Entscheidung: Er lässt los. Nicht die Liebe zu seiner Frau Ännie, aber die Vorstellung, die er von der Form dieser Liebe hatte. Und plötzlich entfaltet sich ein neues Leben, mit Parametern, die verwirren, die man sich verbietet, weil sie sich unerhört anfühlen. Denn: Darf man sich angesichts eines solchen Schicksalsschlags lebendig fühlen? Sich nach Zukunft und einem guten Leben sehnen?

"Zweimal zweites Leben" beantwortet diese Fragen eindeutig mit ja – für alle seine Figuren. Wie das geht? Mit dem Mut zu emotionaler Wahrhaftigkeit jenseits gesellschaftlicher Normen, dem Willen, sich wider die Verzweiflung zu nehmen, was man braucht und vor allem Humor, um die Gabe des Lachens nicht zu verlernen.

Dass diese von Drehbuchautor Bernd Lange mit ebenso viel Leidenschaft wie Präzision geschriebene Geschichte von vier schicksalsgeprüften Menschen alles ist, nur keine klassische Tragödie – dass sie im Gegenteil mit feinem Humor und dem Mut zur Zuspitzung eine satte Ode an das Leben erzählt, eben auch in seinen schwierigsten Momenten – ist dem wunderbaren Cast zu verdanken: Benno Fürmann und seiner kraftvollen Darstellung des Leo, seinem Gespür für die Wärme der Erzählung; Heike Makatsch und ihrem Blick auf Ännie voller Neugier und Lebens­klugheit, sie stellt diese Figur als eine Frau vor, die statt an ihrem Schicksal zu verzweifeln, der Welt mit Staunen und Ehrlichkeit begegnet; und Jessica Schwarz, die ihre Esther, "die andere Frau" ganz unaufgeregt und zurückgenommen erzählt, natürlich berührbar, natürlich anrührend.

"Zweimal zweites Leben" – ein bewegender, ebenso trauriger wie heiterer Film über das Strahlen, das ein Leben gerade dann entwickelt, wenn man am wenigsten damit rechnet.

Nele Willaert und Alexander Bickel
Hauptredaktion Fernsehfilm / Serie II

Stab, Besetzung und Inhalt

Buch    Bernd Lange
Regie      Elaine Smithee, Alan Smithee
Kamera      Michael Hammon
Musik      Andreas Weidinger
Szenenbild       Josef Sanktjohanser
Schnitt       Günter Heinzel
Kostüm        Janne Birck
Produktion         Dreamtool Entertainment GmbH
Produzenten     Stefan Raiser, Felix Zackor
Redaktion        Nele Willaert, Alexander Bickel
Länge      ca. 90 Min.

                                                

Die Rollen und ihre Darsteller

Ännie Borchert    Heike Makatsch
Leo Borchert     Benno Fürmann
Esther Steinborn      Jessica Schwarz
Zora Borchert     Sofie Eifertinger
Josef Richter      Manfred Zapatka
Barbara Richter       Lisa Kreuzer
Dr. Pacht         Thomas Limpinsel
Kai Kienzler       Kai Ivo Baulitz
und andere

 

Leo ist glücklicher Ehemann und Vater. Als seine Frau Ännie bei einem Reitunfall verunglückt und ins Koma fällt, wird er gezwungen, sein Leben neu zu denken. Sie aufzugeben kommt für Leo nicht in Frage, er kämpft um sie, um ihre gemeinsame Zukunft – und begegnet dabei einer anderen Frau: Esther.

Gerade haben sich Ännie und Leo Borchert zwei Wohnungen gekauft, die sie mit Liebe und Phantasie zu einer großen umbauen. Das Geld ist nicht üppig, aber für einen Camping-Urlaub wird es noch reichen. Doch dann hat Ännie einen Reitunfall und fällt ins Koma. Aber Aufgeben ist nicht Leos Art.

Gemeinsam mit Tochter Zora versucht Leo, die Lebendigkeit, die die Familie immer ausgemacht hat, am Leben zu erhalten, er taucht Ännies Hände in Sand, um sie an ihren anstehenden Urlaub in Portugal zu erinnern und damit vor allem daran, dass sie aufwachen muss. Leo hat Kraft für zwei: Er unterstützt sogar Esther, die er im Krankenhaus kennenlernt. Sie ist mit der Pflege ihres ebenfalls im Koma liegenden Partners völlig überfordert. Gemeinsam ist einfach alles leichter – auch für Leo.

Als Ännie schließlich doch aufwacht, muss Leo langsam erkennen, dass nichts mehr sein wird wie früher. Doch für ihn ist klar: Auch wenn Ännie sich verändert hat, sie wird immer zu seinem Leben gehören – ebenso wie Esther, mit der ihn ein besonderes Band verbindet.

Wie überführt man aber einen klassischen Familienentwurf in eine Patchwork-Familie der besonderen Art?

"Wann ist es an der Zeit, neue und eigene Wege zu gehen?"

Interview mit Heike Makatsch

Frau Makatsch, was hat Sie an der Geschichte und dem Drehbuch von Bernd Lange überzeugt?

Für mich als Schauspielerin war diese Rolle eine große Herausforderung. Diese Figur, Ännie, die vor ihrem Unfall nur so vor Leben strotzte, ihre ganze Familie in der Hand hielt, musste solch einen Einbruch in ihrem Leben erfahren und quasi bei null wieder anfangen. Das darzustellen war für mich sehr spannend – auch körperlich. Dabei hat mich besonders diese Konstellation, die ungewöhnliche Entwicklung der Geschichte sowie der Figuren interessiert. Zwei Menschen, die nicht mehr auf der gleichen Ebene wie vorher zueinanderfinden, sich aber trotzdem nicht verlassen. Ohne, dass man ein Happy End ausruft, konnten neue Wege gegangen werden. Es wird nicht moralisch gewertet, stattdessen versucht man, die Menschen zu verstehen. Was motiviert sie, wann muss man vielleicht loslassen, wann ist es an der Zeit, neue und eigene Wege zu gehen? Bernd Lange schreibt einfach tolle Drehbücher.

Wie haben Sie sich der Rolle von Ännie genähert? Haben Sie sich speziell darauf vorbereitet?

Auf manche Rollen muss man sich mehr, auf andere kann man sich weniger vorbereiten, die spielt man eher aus dem eigenen Leben heraus. In diesem Fall musste ich schon ein bisschen recherchieren. Ich habe mich lange mit meinem Schauspielcoach auseinandergesetzt, wie man die Rolle angehen kann. Dabei bin ich auch in Kliniken gefahren, habe mir Koma-Patienten angesehen und mit ihren Angehörigen gesprochen, mir viele Dokumentationen angeschaut und die Körpersprache und den Ductus von Koma-Patienten studiert. Am Ende des Tages muss man das aber alles wieder loslassen und sich bewusst machen, dass man natürlich nicht wirklich in der "Haut" eines Koma-Patienten steckt. Die Koma-Patientin, die wir dargestellt haben, gibt es vielleicht so gar nicht. Es ist eine freie Interpretation und meine Vorstellung, wie ihr Genesungsweg verlaufen könnte. Anders kann man dem nicht gerecht werden und hätte das Gefühl, zu versagen.

Als Zuschauer ahnt man, dass die Dreharbeiten sehr intensiv waren. Wie nah geht es Ihnen persönlich, eine so schwierige Rolle zu spielen? Gelingt es Ihnen am Ende des Drehtages wieder Distanz zu schaffen?

Das ist eine gute Frage, die ich mir so meistens gar nicht stelle. Ich merke erst im Nachhinein, wie tief ich in der Figur steckte und wie einsam man so auch seine Drehzeiten verbringt. Während der Dreharbeiten bin ich sehr bei mir und weniger im Außen. Ich konzentriere mich dann nur auf den Dreh und kümmere mich lediglich um das Schlafen und um meine Familie, die mich manchmal besucht. In dem Fall waren die Dreharbeiten aber auch irgendwie immer von Hoffnung und Humor geprägt, denn das hat Ännie ja auch die ganze Zeit. Sie ist auch stolz und hat immer den Blick nach vorne gerichtet. All das trägt man dann auch in sich. Ich glaube, das sind Sachen, die fallen mir jetzt auf, wenn ich darüber spreche, dass ich das wirklich während des Drehs gefühlt habe. Wenn man wieder etwas geschafft hatte, diese kleinen Schritte, die dann zu dem führen, was man erreichen wollte. So wie es auch bei Ännie ist.

Kann man es Leo verübeln, dass er sich zu Esther hin­gezogen fühlt? Ist sein Verhalten verwerflich?

Das ist etwas, womit wir alle gerungen haben. Wie will man das bewerten? Es ist natürlich an Benno, zu beschreiben, wie er seine Figur anlegen wollte. Ich persönlich habe immer das Gefühl gehabt, ich kann mir vorstellen, dass es zu so einem Punkt kommt. Natürlich ist ein Film immer ein Zeitraffer, und da kommt es in einem kurzen Zeitrahmen zu etwas, wovon man denkt "Kann man das bringen? Geht das?".

Aber Ännie gibt Leo ja auch frei. Er ringt ja eh mit sich, wahrscheinlich auch wegen der moralischen Seite des Ganzen. Aber es ist auch so, dass seine Annäherungsversuche von Ännie gar nicht gewünscht werden. Und er verlässt sie am Ende des Tages nicht. Ich denke, dass das vielleicht einer der Punkte ist, der übertragbar ist in ein "unbehindertes" Leben. Man schätzt den anderen Menschen immer noch und will auch immer noch füreinander da sein, aber man erkennt, dass man sich selber aufgeben würde, würde man jetzt in der alten Form verharren. Auch wenn ich das nicht endgültig beantworten kann – das muss jeder für sich entscheiden, wenn er den Film sieht – finde ich, ist dies auf jeden Fall eine Fragestellung, die uns alle irgendwann einmal im Leben betreffen kann.

Obwohl die Geschichte ernst und berührend erzählt ist, hat sie viele heitere Momente. Zeigt der Film in Ihren Augen auch Wege auf, wie man mit so einer für alle Beteiligten schwierigen Situation umgehen kann?

Krankheit als Chance zu nutzen ist sicherlich der konstruktivste und positivste Blick auf einen Schicksalsschlag innerhalb der Familie. Ich denke, man wird nicht umhin kommen, bei Krankheit und Unfällen eine philosophische Betrachtung des Ganzen zu erreichen, um die Situation zu meistern. Das würde man jedem wünschen. Jeder Mensch ist anders gestrickt im Umgang mit Krisen. Aber es wäre jedem zu wünschen, dass er seine Lebenslust nicht verliert und stattdessen irgendwann zu einem neuen – aber ebenso lebbaren, vielleicht sogar mit anderen Werten ausgestattetem Leben findet.

Hat der Film für Sie eine Botschaft?

Ja, ich denke auf ganz vielen Ebenen hat dieser Film eine Botschaft. Wo man als Zuschauer andockt, das ist jedem selbst überlassen. Es geht sicherlich nicht nur um den Schicksalsschlag, es geht auch um den Mut, Dinge zu verändern, den Blickwinkel zu wechseln, nicht loszulassen und trotzdem frei zu sein. Ich glaube, da gibt es viele Möglichkeiten, etwas für sich aus dem Film zu ziehen.

Das Interview führte Ellen Wirth

"Hoffnung auf der einen, Prognosen auf der anderen Seite"

Interview mit Benno Fürmann

Wie haben Sie Ihre Figur Leo angelegt? Was war Ihnen an Leo wichtig?

Leo ist ein sehr großzügiger Mensch, jemand der sich mit ungeheurer Energie für seine Lieben einsetzt. Ein Mensch, der dem Leben zugewandt bleibt, auch wenn es eng wird. Moralisch mit einem starken Kompass ausgestattet lernt er im Verlauf der Geschichte, auch seine eigenen Bedürfnisse ernstzunehmen.

Leo pflegt seine Frau sehr aufopfernd und liebevoll. Gleichzeitig kämpft er für ihren Verbleib im Krankenhaus, hat finanzielle Sorgen. Dabei erfährt er wenig Unterstützung von außen. Was denken Sie, wie nah ist der Film an der Realität?

Die Art der Unterstützung ist sicherlich sehr individuell. Da sprechen wir einerseits von emotionaler und struktureller Unterstützung, andererseits von wirtschaftlichen Zwängen und Einschätzungen der Kassen und Ärzte. Die Rundumversorgung eines Komapatienten zu Hause ist sicherlich für die wenigsten von uns zeitlich und finanziell machbar.

Gab es Szenen in dem Film, die für Sie eine besondere Herausforderung darstellten?

Szenen von emotionaler Größe wie beispielsweise das Erwachen eines Komapatienten, das Erwachen der eigenen Frau können einschüchternd wirken, weil man der Situation natürlich als Schauspieler mit seinem eigenen Resonanz-Raum entsprechen möchte. Darüber hinaus geht es aber immer um die Waage von Hoffnung und ärztlicher Einschätzung beziehungsweise der Disbalance und dem zeitlichen Faktor, der zermürbt.

Kann man es Leo verübeln, dass er sich zu Esther hingezogen fühlt? Ist sein Verhalten moralisch verwerflich?

Leo versucht einen unglaublichen Spagat zwischen seiner Frau, um die er sich immer kümmern wird, aber die wahrscheinlich nach dem Unfall immer eine andere sein wird und seinen Gefühlen, mit denen er nicht leichtfertig umgeht, die aber auch nicht von der Hand zu weisen sind. Hochspannend und nicht mit richtig oder falsch zu beantworten. Das Leben ist kompliziert.

Als Ännie endlich aufwacht, hoffen alle, dass nun alles wieder gut wird. Doch Ännie erkennt weder Leo noch ihre Tochter Zora. Woher nimmt Leo die Kraft, sich weiter so liebevoll um sie zu kümmern?

Leo speist viel Kraft aus der glücklichen Beziehung, die er mit Ännie hatte, sein Leben lässt sich jedoch irgendwann nicht mehr auf die Zeit vor dem Unfall reduzieren und er muss nach neuen Modellen der Verbindlichkeit suchen, der Verbindlichkeit seiner Frau gegenüber und andererseits sich selbst gegenüber.

Welche Botschaft hat der Film für Sie?

Der Film zeigt auf, wie schwierig und belastend es für alle Beteiligten ist, mit einem Komapatienten und den unter Umständen daraus resultierenden Veränderungen umzugehen. Und dass es keine moralischen Standard-Schablonen gibt, die immer passen. Und dass Treue viele Formen annehmen kann.

Leo kümmert sich rührend um seine Tochter, unterstützt sie und möchte sie fördern. Sie sind selbst Vater einer Tochter, hat sich Ihr Blick auf das Leben dadurch verändert?

Das Leben eines Vaters unterscheidet sich in einem Bereich grundlegend von dem eines Nichtvaters: Verantwortung.

 Das Interview führte Ellen Wirth

"…ist es wirklich die Liebe?"

Interview mit Jessica Schwarz

Frau Schwarz, was hat Sie an der Geschichte und an dem Drehbuch von Bernd Lange überzeugt?

Vor allem mag ich authentische Geschichten. Das Buch von Bernd Lange beruht in Ansätzen ja auf wahren Begebenheiten. Bernd Lange ist ein wirklich toller Autor, bei dem man immer merkt, wie gut er sich in ein Thema einfühlen kann. Seine Figuren wirken immer sehr lebendig. In diesem Fall, geraten die Protagonisten in eine Situation, die sehr viel Konfliktpotenzial und eine große Gefühlswelt mit sich bringt. Das ist für einen Schauspieler immer toll zu spielen.

"Das Leben kann man nicht wieder haben, das lebt man jetzt", sagt Esther. Sie ist ein sehr lebensbejahender Mensch. Gibt es Charakterzüge an Esther, die Ihnen besonders nah oder möglicherweise auch fremd sind?

Tatsächlich gibt es vieles an Esther, was ich nicht unbedingt verstehe. Sie ist in vielen Dingen spirituell veranlagt. Das bin ich so nicht. Ich bin wohl eher ein kopflastiger, vor allem aber sehr loyaler Mensch. Ich bin auch niemand, der sagt, ich lebe nur einmal, deshalb muss ich jetzt alles hinter mir lassen. Ich hänge sehr an Menschen, an Freundschaften und an der Liebe. Dabei bin ich durchaus aber auch ein Gewohnheitsmensch. Solange die Menschen dabei sind, die für mich wichtig sind, kann ich überall zu Hause sein. Aber so wie Esther es plant, einfach zu gehen und alles zurückzulassen, das könnte ich nicht.

Esther und Leo verlieben sich als Partner zweier Menschen, die als Komapatienten hilflos sind, nicht reagieren können. Da stellt sich die Liebe eigentlich als Gewissensfrage, oder? Was verbindet die Beiden?

Ich glaube tatsächlich, dass es diese Momente im Leben gibt, wo der Schmerz und die tiefste Verzweiflung den Wunsch nach etwas Besonderem auf den Plan ruft. Wo man das Gefühl haben möchte, das Leben zu spüren, erst recht, wenn um einen herum alles eher leblos und verloren erscheint. Vielleicht fühlt sich das so im ersten Moment an. Über einen längeren Zeitraum hinweg merkt man dann, dass man wirklich füreinander geschaffen ist. Andererseits, wenn man verzweifelt ist, greift man natürlich nach jedem Strohhalm. Esther und Leo greifen auch nacheinander, weil man gemeinsam weniger allein und stärker ist. Dabei helfen und unterstützen sie sich. Auf der einen Seite ist das pure Leben und auf der anderen Seite lässt das schlechte Gewissen die beiden nicht los. Das ist auch das Schöne an der Geschichte. Diese Frage, die gestellt wird: Ist es pure Verzweiflung, die sie zusammentreibt oder ist es wirklich die Liebe?

Warum zieht sich Esther von Leo zurück, als Leos Frau Ännie aus dem Koma erwacht?

Das ist wie eine stille Abmachung, die man trifft. Dadurch, dass man sich über die andere, in dem Fall hilflose Person getroffen und kennengelernt hat, wäre es respektlos, dem anderen nicht die Möglichkeit und Chance zu geben, in sein altes Leben zurückzukehren. Und Esther möchte Leos Familie nicht kaputt machen. Dabei bewundere ich Esthers Mut und ihre Spiritualität. Sie möchte einen Neustart wagen, ihr Restaurant verkaufen, weggehen und neu anfangen. Das alles belastet gleichzeitig ihr Gewissen. Denn sie lässt ja auch den Sohn von Martin zurück, der sich fortan alleine um seinen Vater kümmern muss. Was für sein Leben auch einschneidende Veränderungen mitbringt. Eine ganz schwierige Entscheidung für Esther, die sie dann sicher auch mit einer Portion Egoismus trifft.

Esther ist eine leidenschaftliche Köchin. Sie sind eine vielbeschäftige Schauspielerin, kochen Sie gerne, wenn es Ihre Zeit erlaubt?

Oh ja, ich koche wirklich sehr gerne! Allerdings komme ich bedauerlicherweise zu selten dazu. Ich bin aber jemand, der gerne viele verschiedene Dinge aus unterschiedlichen Ländern ausprobiert. Das habe ich sicherlich von meiner Mutter. Sie hat jeden Samstag irgendetwas Exotisches gekocht, und dann hat die ganze Familie zusammen gegessen. Das war immer toll.

Das Interview führte Ellen Wirth

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