25 Jahre 37°

Dreiteilige Reihe zum Jubiläum: "Was uns bewegt"

Seit 25 Jahren ist "37°" fester Bestandteil des ZDF-Programms. Über 950 Dokumentationen wurden seit dem Start am 1. November 1994 ausgestrahlt. Zum Jubiläum zeigt das ZDF eine dreiteilige Reihe, in der nach bewährtem Konzept die Protagonisten über ihr Leben erzählen, denn den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, ist der Kern der Marke "37°": Es geht um Senioren, die ihren Lebensabend lieber auf dem Bauernhof anstatt im Altersheim verbringen wollen, um Jugendliche, die für Klimaschutz und mehr Verantwortung protestieren und um Menschen, die konsequent nach dem Prinzip "weniger ist mehr" leben.

  • ZDF, Ab 8. Oktober 2019, dienstags, 22.15 Uhr

Texte

Immer noch sprachlos über so viel Vertrauen
Vorwort von Prof. Peter Arens, Leiter der Hauptredaktion "Geschichte und Wissenschaft"

Es begann mit einem ungewöhnlichen Vertrauensbeweis. Es sollte eine neue Reportagereihe im ZDF geben mit dem eigen­tümlichen Titel "37°". Junge Talente aus Redaktion, Kamera, Schnitt und Grafik sollten den Vorspann dazu produzieren, mit mir als Regisseur. Unsere Idee war, analog zum Titel "37°" (damit war die leicht erhöhte Körpertemperatur als Metapher für eine existentielle Lebenssituation gemeint) menschliche Haut jeder Spezies und jeden Alters in Makro-Aufnahmetechnik zu filmen. Ein Wochenende lang luden wir ausgewählte Ver­treter des Homo sapiens in die ZDF-Tricktechnik ein und fuhren supernah mit der Kamera an Gliedmaßen und Augen vorbei. Ziemlich abgefahren. Daraus ging ein expressiver Vorspann hervor (denn nicht jede Epidermis in groß ist ein ästhetischer Genuss), veredelt durch das 19-sekündige Musikintro von "Money for nothing" von den Dire Straits. Heute würden die wenigsten Marketingentscheider eine solch eigenwillige Ästhetik noch zulassen, doch dieser Vorspann junger Wilder behauptete sich über spektakulär viele Jahre, wurde kurz abgelöst von einem glücklosen Nachfolger, dem wiederum der Klassiker von heute gefolgt ist.

Diese Bereitschaft zum Wagnis war Initialzündung sowie konstitutives Element der neuen Marke und charakteris­tisch für deren Fortentwicklung. Hatten auf dem Dienstag-Sendeplatz zuvor drei Kulturredaktionen aus Gesellschaft und Religion nach eigenem Gutdünken ihr Programm gemacht, sollte nun entlang der Fieberschwelle des Men­schen ein neues Fernse­hen entstehen, das über die strenge politische Betrachtung der Gesellschaft hinaus mehr Kultur, mehr Leben, mehr Mensch spiegelt. Am Anfang dominierte der Autorenfilm, in der Tradi­tion solcher Granden wie Georg Stefan Troller oder Hartmut Schoen, doch nicht alle konnten dieses hohe Niveau halten. Auch weil sich das Reportageformat in jener Zeit wandelte. Das Publikum wünschte sich angesichts der Programmvermehrung durch die kommerziellen Sender mehr Vertrautheit mit einem Sendeplatz, und vom Wirklichkeitsfernsehen mehr subjektive Relevanz für das eigene Leben. "37°" hat sich in gewisser Weise selbst weiterentwickelt. Die Autoren traten hinter die Geschichten zurück, um deren Heldinnen und Helden in den Mittelpunkt zu rücken.

Mit durchschnittlich 2,3 Millionen Zuschauern ist "37°" wohl die erfolgreichste Reportagereihe im deutschen Fernsehen gewor­den. In den letzten 25 Jahren haben wir fröhlich jedes kleine und größere Jubiläum gefeiert, und doch hat diese silbern glitzernde Zahl etwas Besonderes. Unser Format musste an Format gewinnen, weil unsere Gesell­schaft fiebriger, brüchiger geworden ist. Die Diskrepanz, die niemandem gut tut, ist grö­ßer geworden: zwischen Reich und Arm, Gebildet und weniger Gebildet, Jung und Alt, Stadt und Land, Abendland und Mor­genland. Und manche politischen Kräfte haben ein Interesse daran, die Verhältnisse weiter zu spalten.

Natürlich müssen wir Journalisten diese neue Konfliktsitu­ation analysieren, aber wichtiger ist es manchmal, die Leute einfach reden zu lassen. Wir müssen zugewandte Interviews führen, sie im Schneideraum klug montieren, aber wir müssen die Menschen erzählen lassen, über sich, über Glück und Leid, Hoffnung und Bangen, Gesundheit und Krankheit, Familie und Einsamkeit, ohne ihnen immer und immer wieder zu sagen, wie sie zu leben haben. Wir wollen bei "37°" keine Moralisten sein, die urteilen und for­dern, sondern Chronisten, die hingucken und verstehen.

Ein progressiver filmischer Blick auf die Gesellschaft bedeutet auch, jungen Filmemacherinnen und Filmema­chern mehr Chancen zu geben. Mangelnde Erfahrung machen sie wett mit einem anderen, unkonventionellen Blick auf unsere Gesell­schaft. Immer häufiger vergeben wir Filmaufträge an junge Produzenten, die wir nicht kennen, gehen damit Qualitätswag­nisse ein, bereuen es aber so gut wie nie. Stellvertretend soll der Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg genannt sein, der in den ver­gangenen Jahren eine mutige Trilogie gemacht hat über die Lebenswelten junger Juden, Muslime und Christen mitten in Deutschland.

Ich möchte allen Machern von "37°" herzlich danken. Den Autorinnen und Autoren. Meinen Redakteurinnen und Redakteuren. Den Moderatoren des "heute journals", die mit Verve auf unsere Filme hinweisen. Der Geschäftslei­tung des ZDF, die diesen fantastischen Sendeplatz nie in Frage gestellt hat. Und last but not least all den Heldinnen und Helden unse­rer Filme, die uns so viel zutiefst Intimes und Wahres vor der Kamera erzählt haben, dass wir immer wieder sprachlos sind über so viel Vertrauen, das sie uns schenken.

Prof. Peter Arens,
Leiter der Hauptredaktion "Geschichte und Wissenschaft"

Macht euch selbst ein Bild! – 25 Jahre "37°"
Vorwort von den "37°"-Verantwortlichen Jürgen Erbacher, Georg Graffe, Dr. Reinold Hartmann

Manchmal sind wir selbst erstaunt, dass es die Sendung "37°" auch nach 25 Jahren noch gibt. Sie ist fast schon ein Dino­saurier in einer Medienlandschaft, die immer neue Formate produziert. Seit einigen Jahren ist eine neue Her­ausforderung dazugekommen: Die sozialen Medien haben das Sehverhalten jüngerer Menschen radikal verändert und stellen damit auch neue Fragen und Ansprüche an das Fern­sehen. Was wir zurzeit erleben, ist eine Revolution der Medi­enwelt, die Zuschauer und Programmacher gleichermaßen erfasst.

"37°" ist geblieben. Natürlich sind die Schnittfolgen in 25 Jah­ren ein wenig schneller geworden, die Geschichten werden dramaturgisch moderner erzählt, und wo früher ein Kamera­schwenk den Schauplatz einfing oder den Protagonisten in der Landschaft entdeckte, fliegt heute eine Drohne. Aber das Herzstück einer jeden Sendung ist davon nicht berührt wor­den: die Geschichten von Menschen, die Einblicke in Lebenswelten und Seelenzustände, Schicksalsschläge und Glücksmomente, die Geschichten mitten aus der Gesellschaft und von ihrem Rand, von Arm und Reich, Jung und Alt. Wenn "37°" erfolgreich ist, dann nach dem einfachen Grundprinzip: Menschen lassen sich durch Geschichten über andere Men­schen bewegen. Das Erzählen vom Schicksal der Heldinnen und Helden, von den Aufgaben, die sie zu lösen haben, ist ein uralter kultureller Schatz. Deswegen faszinieren gute Erzählungen heute genauso in den sozialen Medien wie im Fernsehen. Und das ist sicher mit ein Grund, warum Geschichten bei "37°" auch auf Facebook und Instagram so erfolgreich sind. Zum Jubiläum werden wir daher das "37°"-Angebot in den sozialen Medien noch um einen eigenen YouTube-Kanal erweitern.

Heute bekommen wir viel unmittelbarer als früher Reaktionen auf unsere Filme. Bei Facebook entwickeln sich Gespräche, Diskussionen und Initiativen. Die gesellschaftliche Kraft, die ein starker Film entwickeln kann, zeigt sich im Netz sehr direkt. Und unsere Erfahrung ist, dass diese Gesellschaft solidarischer ist, als man glaubt. Die Anteilnahme am Schick­sal des Anderen ist ehrlich und zeugt von großer Hilfsbereit­schaft. Hier erleben wir selten den Selfie-Blick, viel öfter den, der über den eigenen Tellerrand geht.

Vor dem Hintergrund einer sich verändernden Medienland­schaft trifft das Fernsehen oft der Vorwurf: "Ihr wollt uns manipulieren, bevormunden, ihr wisst alles besser. Wir wollen uns unser eigenes Urteil bilden." "37°" ist gegenüber solchen Vorwürfen recht immun. Denn das Prinzip der Sen­dung ist ja gerade, dass die Protagonisten von sich selbst erzählen und diese Aussagen eingeordnet werden, aber unkommentiert bleiben. Wie im Netz können die Zuschauer sie weitgehend ungefiltert erleben. Für den Zuschauer gilt die Aufforderung: Macht euch selbst ein Bild! Die Authentizität der Personen bewahren und dem mündigen Zuschauer trauen, das ist das Prinzip eines guten "37°"-Films.

"37°" ist mit 25 Jahren ein altes Format, eine kleine Ewigkeit beim Fernsehen. Und doch ist die Sendung jung geblieben, weil sie den Menschen und ihren Geschichten traut und damit immer aktuell bleibt. Es sind diese Erzählungen, die in ihrer Unmittelbarkeit nicht nur im Fernsehen, sondern auch im Netz ankommen.

Jürgen Erbacher, Redaktionsleiter "Kirche und Leben/katholisch",
Georg Graffe, Redaktion "Terra X",
Dr. Reinold Hartmann, Redaktionsleiter "Kirche und Leben/evangelisch"

"37°" und Social Media

Filme von VHS-Kassetten sichten, Buchtipps recherchieren und hoffen, als "letztes Glied in der Kette" nicht vergessen zu wer­den – so sahen die Anfänge der Onlinearbeit aus. Ein Inhalt hat sich bis heute bewährt: der Autorentext, in dem die Macher von den Dreharbeiten berichten, aus dem Nähkästchen plau­dern. Der Blick hinter die Kulissen interessiert noch immer.

Inzwischen umfasst die Reihe "37°" weit mehr als das, was im Fernsehen läuft. Seit 2007 stellen wir ganze Sendungen in die Mediathek. Die Nutzung stieg in den letzten Jahren stetig: Das Onlineangebot zu "37°" erzielte 2018 5,45 Millionen Sichtungen. Im ersten Halbjahr 2019 lag die Nutzung bei 2,91 Millionen Sichtungen, hiervon entfallen 2,72 Millionen Sichtungen (94%) auf die Abrufvideos zu ganzen Sendungen.

2010 war der Startschuss für die "37°"-Facebook-Seite. Im ersten Halbjahr wurde dort bereits über 384.000 Mal mit "37°" interagiert. Das entspricht rund 2.000 Likes, Reactions, Comments oder Shares pro Tag. Die Videos der Facebook-Seite erreichen im Schnitt rund 60.000 Aufrufe pro Tag.

Kompakt aufbereitet erzählen wir die Geschichten der "37°"-Protagonisten. #inProduktion berichtet während der Drehar­beiten, #weitererzählt dokumentiert, wel­che Wendungen das Leben einzelner Protagonisten nach der Ausstrahlung genom­men hat. Es melden sich sogar Protagonisten aus früheren Filmen bei uns – sie fühlen sich der Marke "37°" verbunden.

Bei einzelnen Sendungen gehen wir Partnerschaften mit Influencern ein: Diese Netzprotagonisten mit teilweise großen Reichweiten erzählen bei Facebook von ihrem Leben und helfen uns, neue, jüngere Publika zu erreichen.

Manche Inhalte gehen viral. Der Dauerbrenner "Unser täglich Tier" erzielte über sechs Millionen Sichtungen. Ein aktueller Erfolg: Das Video über den Netzprotagonisten Andy Engel, der Brustwarzentattoos nach Brustkrebs-OPs tätowiert, verzeich­nete über 2,4 Millionen Abrufe. Doch Reichweite ist nicht alles. Wir binden Fakten ein, erklären Hintergründe, ver­suchen ech­tes Leben in die Welt von Fake News und Hate Speech zu tra­gen. #DeineGeschichte greift Zuschau­ergeschichten auf.

Rund 140.000 Menschen folgen "37°" bei Facebook, 70 Pro­zent sind Frauen, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 39 Jahren. Die Menschen erzählen aus ihrem Leben und stehen sich mit Rat und Tat zur Seite. Manchmal wird auch hart an der Grenze dis­kutiert: "Trolle" und Menschen mit rechter Gesin­nung wittern ihre Bühne und schauen vorbei, wenn bei uns Themen wie etwa Flüchtlinge gesetzt sind. Selten müssen wir jedoch ein­greifen, meist regelt das die Community selbst.

Seit April 2019 setzen wir auf Instagram der Hochglanzwelt reale Geschichten entgegen. Hier gibt es ganze Themenwo­chen, während wir auf Face­book aktueller arbeiten. Für Ins­tagram versuchen wir einen jüngeren Blick auf unsere Themen zu richten und haben neue Video-Formate entwickelt. Zu­schauer kommen anonym zu Wort: die "Handvoll Worte" und "Scri­bbles", gezeichnete Geschich­ten, die kurz und knapp Men­schen in besonderen Situationen zeigen. Das passt gut zu "37°".

Uschi Hansen, Redaktion "Kirche und Leben/katholisch",
Elias Rodriguez Vazquez, Redaktion "Terra X"

Folge 1: Bauernhof statt Altersheim – Alt werden zwischen Hahn und Esel

Dienstag, 8. Oktober 2019, 22.15 Uhr

37°: Was uns bewegt

Bauernhof statt Altersheim – Alt werden zwischen Hahn und Esel

Film von Sibylle Smolka
Kamera: Thomas Henk Henkel
Schnitt: Clara Kirstin Geller
Redaktion: Marina Fuhr
Länge: ca. 30‘

"Green Care" ist Trend. Senioren leben auf dem Bauernhof statt im Altersheim. Sie beteiligen sich aktiv am Hofleben, und für Pflege ist auch gesorgt. Ein Modell für Deutschland?

Agnes Leusch (84) zieht aus einer kleinen Stadtwohnung auf den Hof der Familie Müller. Wie kommt sie mit der neuen Situation zurecht? Ein halbes Jahr begleitet "37°" die Hofge­meinschaft – neun Senioren und Familie Müller, die Hofbesit­zer. Kann man auf einem Bauernhof besser alt werden?

Agnes Leusch und lebt allein in einer kleinen Etagen­wohnung in Meschede in Nordrhein-Westfalen. Sie ist zwar rüstig, fährt sogar noch selbst Auto, aber sie spürt, dass die Kräfte täglich nachlassen, und möchte für die Zukunft vorsorgen, wenn sie nicht mehr allein zurechtkommt. Ein Altersheim kommt für sie nicht in Frage: "Den ganzen Tag nur herumsitzen, das würde ich nicht aushalten, ich muss immer etwas zu tun haben", sagt sie. Deshalb zieht Frau Leusch in eine Seniorengemeinschaft auf einem Bauernhof. Auf dem Hof der Familie Müller in Brilon ist sie nicht allein, bekommt so viel Hilfe, wie sie braucht, und kann im Haushalt oder auf dem Hof mithelfen. "37°" begleitet Frau Leusch beim Abschied von ihrem Zuhause und lernt mit ihr die anderen Senioren kennen, die auf dem Hof der Familie Müller wohnen. In Zukunft wird sie von ihrem Küchenfenster aus direkt auf die "Esel-Wiese" blicken und viele Möglichkeiten haben, am Hof- und Dorfleben teilzunehmen.

In den Niederlanden, Norwegen, der Schweiz und Österreich gibt es bereits mehrere Tausend landwirtschaftliche Betriebe, die Senioren unter dem Begriff "Green Care" eine solche Wohnmöglichkeit als Alternative zum Altersheim anbieten. In Deutschland existieren gerade einmal rund zwei Dutzend betreute Senioren-Wohngemeinschaften auf Bauernhöfen. Sie ermöglichen einen Lebensabend in familienähnlichen Struktu­ren mit dem typischen Alltagsleben auf dem Land. Die Pflege übernimmt bei Bedarf ein Pflegedienst. Die Betreiber wollen den Bewohnern im fortgeschrittenen Alter mehr Eigen­ständig­keit und Lebensqualität bieten, auch wenn sie gebrechlich oder dement sind. Dabei sind die Kosten wesentlich geringer als im Altersheim. 

Treffpunkt für die Bewohner auf dem Hof der Familie Müller ist die große Wohnküche, in der Betriebsleitern Andrea Müller (56) täglich für alle kocht, die das nicht mehr selbst machen können oder möchten. Auch das Putzen und Wäsche waschen kann individuell dazugebucht werden. Es gibt Esel, Pferde, Hunde und Katzen. Eier und Milch holen die Senioren beim Nachbarn. Die erwachsenen Kinder der Familie Müller leben auch auf dem Hof. Am Nachmittag gehen alle zusammen mit den Eseln spa­zieren oder treffen sich abends zum Grillen. Jeder Geburtstag wird gemeinsam gefeiert. "Wir leben hier wie in einer Großfa­milie", so Andrea Müller. 

Folge 2: Nur die eine Welt! Jugendliche protestieren

Dienstag, 15. Oktober 2019, 22.15 Uhr

37°: Was uns bewegt

Nur die eine Welt! Jugendliche protestieren

Film von Tine Kugler und Günther Kurth
Kamera: Günther Kurth
Schnitt: Günther Kurth
Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert
Länge: ca. 30‘

"Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr uns die Zukunft klaut!" ruft der 14-jährige Samuel, wenn er freitags statt in die Schule demonstrieren geht – für Klimaschutz und mehr Ver­antwortung. Kohle-Stopp, alternative Energien, neue Tech­nologien, Recyc­ling, CO2-Steuer – alles was heute beschlossen wird, betrifft das Leben der ab dem Jahr 2000 Geborenen. Die Jugend for­dert Eltern und Poli­tik auf, endlich zu handeln. Aber was heißt das eigent­lich: Klima retten?

Ragna ist 18 Jahre alt und organisiert diesen Sommer den ersten offiziellen Kongress der Fridays-for-Future-Bewe­gung in Dortmund. Das ist ihr wichtiger, als nach dem Abi auf Weltreise zu gehen. Umweltschutz ist für sie nicht Verzicht, sondern die Lebensweise der Zukunft. Die junge Frau kauft hauptsächlich Second Hand, achtet auf Was­serverbrauch und Ernährung und fährt nur mit dem Zug – einen Führer­schein will sie gar nicht erst machen. Ragna will die Bewegung aktiv mitgestalten.

Die Generation der Eltern bekommt heute von ihren Kindern den Spiegel vorgehalten. Wie reisen wir, was und wie konsumieren wir? Und was habt ihr eigentlich die letzten Jahr­zehnte getan, um den Klimawan­del aufzuhalten? "Diese Fragen sind berech­tigt, aber anstren­gend", sagt Samuels Mutter. "Und was tust Du dafür?", fragt sein Vater. Samuel will Filme zum Thema drehen, kämpft mit sich und seiner Begeisterung für Markenklamotten und enga­giert sich für nachhaltige Mobilität. Der 14-Jährige stoppte vor seiner Münchner Schule "Eltern­taxis" und bat darum, die Kinder mit der S-Bahn auf den Weg zu schicken. Das hat nicht allen gefallen.

Niemand will sich gern von seinen Kindern erziehen lassen. Neben wohlwollendem Respekt gibt es für die engagierte Klima-Jugend auch viel Kritik und gehässige Kommentare: Bald würden die vorlauten Gymnasiasten aufhören, freitags zu schwänzen, und sich in den nächsten Billigflieger setzen.

Andreas hat noch nie die Schule geschwänzt, nie demons­triert und verbringt seine Ferien schon immer am liebsten am nächst gelegenen Baggersee im Allgäu. Der 18-Jährige macht eine Ausbildung zum Landmaschinenmechatroniker, tüftelt in seiner Freizeit an nachhaltiger Technik für den Bauernhof – weniger Stromverbrauch, Energie­kreisläufe, Solartechnik, Dämmung. Mit Gleichgesinnten trifft er sich in der Berufsschule zum frei­willigen Energie­effizienzkurs. Seine Welt ist das Dorf, in dem er lebt, dort engagiert er sich für eine lebenswerte Zukunft.

Kinder und Jugendliche, die für das Klima kämpfen, sind mal laut, mal leise, kommen aus unterschiedlichen Regio­nen und gesellschaftlichen Milieus. Sie sind von ihrer Mission über­zeugt, werden oft ignoriert oder belächelt, geben aber nicht auf und machen Hoffnung, dass da eine Generation von verant­wortungsvollen jungen Menschen heranwächst – wie Andreas, Ragna und Samuel

Folge 3: Schluss mit Überfluss – Von Minimalisten und Konsumverweigerern

Dienstag, 22. Oktober 2019, 22.15 Uhr

37°: Was uns bewegt

Schluss mit Überfluss – Von Minimalisten und Konsumverweigerern

Film von Florian Frei
Kamera: Sami Karim, Egon Braun
Schnitt: Anika Mey
Redaktion: Ulrike Schenk
Länge: ca. 30‘

Wie viel Besitz brauche ich wirklich, um glücklich zu sein? "37°" begleitet ein Jahr lang drei Menschen, die sich ent­schieden haben, konsequent nach dem Prinzip "weniger ist mehr" zu leben.

Während der durchschnittliche Haushalt in Deutschland vor einhundert Jahren 180 Dinge besaß, sind es heute circa 10.000. Stetige Reizüberflutung, aggressive Werbung und marktfreundliche Erziehung sollen uns dazu anhalten, immer mehr zu konsumieren.

Doch langsam entsteht eine Gegenbewegung, und Menschen beschäftigen sich zunehmend mit der Reduktion aufs Wesentli­che. Die Sehnsucht nach Übersichtlichkeit und die Konzentra­tion auf das, was wirklich wichtig ist, gewinnen an Bedeutung. Dabei gibt es für minimalistische Lebensentwürfe weder Blau­pausen noch Patentrezepte. Jeder muss für sich selbst den besten Weg finden, das eigene Leben komplett umzukrempeln.

Nach der Trennung von ihrem Partner verkauft Susanna (65) das gemeinsame, 200 Quadratmeter große Haus und zieht in eine ganze neun Quadratmeter umfassende Gartenlaube. Den Großteil ihres Besitzes verschenkt oder veräußert sie, reduziert sich auf das Nötigste. Von nun an muss die Osteo­pathin, um wenigstens etwas Platz zu haben, ihr improvi­siertes Bett jeden Tag auf- und abbauen und ihre Mahlzeiten auf einem Gasko­cher vorm Fenster zubereiten. Doch auf engstem Raum ent­deckt Susanna sich ganz neu und erlebt die Veränderung hin zur Minimalistin als großes Abenteuer. Weil es ihr in der Laube auf Dauer zu einsam ist, sucht Susanna nach einer für sie geeigneten alternativen Wohn­form. In Betracht kommt die Anschaffung eines Wohnwagens genauso wie das Leben in einem Tiny House, einem der sel­ten mehr als 15 Quadratmeter großen, mobilen Holzhäuser. Doch Susanna sucht mehr als einen Wohnort: Sie sucht eine Gemeinschaft von Gleichge­sinnten, der sie sich anschließen kann. Wird sie diese im Tiny House Village im bayerischen Mehlmeisel finden?

Marc (45) ist den umgekehrten Weg gegangen. Er hat sich aus der Gemeinschaft mit anderen weitestgehend zurückge­zogen. Nachdem er in seinem alten Leben depressiv gewor­den war, verließ der ehemalige Golflehrer mit nichts als einem Rucksack seine Wohnung und kehrte nie mehr zurück. Seit fast sieben Jahren lebt Marc im Odenwald. Zunächst bewohnte er ein Tipi, seit nunmehr zwei Jahren lebt er in einer selbst konstruierten und selbstgebauten Hütte, ohne Strom, fließendes Wasser und Toilette. Und trotzdem: Marc ist so glücklich wie nie zuvor. Seine einzige Gefährtin ist die Mischlings-Hündin Rala. Marc schlägt sein eigenes Holz zum Heizen und Kochen, erntet selbst angebautes Gemüse und lebt als "Waldmensch" im Ein­klang mit der Natur. Obwohl sein Lebensstil viele Neu­gierige anzieht, die bei ihm sogar Wildnis-Kurse buchen, bleibt Marcs Entscheidung, nur mit dem Nötigsten zu leben, oft unverstan­den – nicht zuletzt von der eigenen Mutter, die ihn regelmäßig besucht und sich immer noch wünscht, "dass ihr Junge wieder vernünftig wird". Mark hat für seine Hütte keine offizielle Genehmigung – wird er dauerhaft im Oden­wald bleiben dürfen?

Von einem minimalistischeren Leben erhofft sich Antonia (36) vor allem mehr Zeit. Daran mangelt es ihr als alleinerzie­hende Mutter von zwei Kindern, die neben dem Haushalt noch zwei Jobs zu bewältigen hat. Antonia hat sich vorge­nommen, ihren Besitz um die Hälfte zu reduzieren, denn weniger Kram bedeutet zugleich weniger Arbeit. Das gilt für ihre Mini-Donut-Maker, von denen sie gleich mehrere besitzt, genauso, wie für den untauglichen Ice-Crusher und unge­nutztes Spielzeug. Beim Ausmisten im Kinderzimmer kommt es zu Diskussionen mit dem Nachwuchs. Die Mutter muss sich entscheiden: Will sie ihren Kindern nachgeben oder ihren neuen Lebensentwurf konsequent verfolgen?

Bei ihrem Kleiderschrank hingegen muss Antonia keine Kom­promisse eingehen. Ihr Ziel: eine sogenannte "Capsule Wardrobe". Bei diesem Konzept lassen sich zwischen 30 und 50 Kleidungsstücke mühelos miteinander kombinieren. Ange­sichts des übervollen Schranks ein ambitioniertes Vorhaben.

Ein "37°"-Film über drei Menschen, die auf ganz unterschied­liche Weise "Schluss mit Überfluss" machen wollen.

Die lange "37°"-Nacht am Dienstag, 8. Oktober 2019

0.20 Uhr
Schuften bis zum Schluss – Arme Rentner in Deutschland

Film von Angelika Wörthmüller und Enrico Demurray
Redaktion: Marina Fuhr
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 14. Juli 2015

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland immer mehr auseinander – auch bei Rentnern. Seit 2003 hat sich die Zahl der Menschen, die Altersgrundsicherung bezie­hen, fast verdoppelt. "37°" begleitet Rentner, die ums tägli­che Überleben kämpfen. Solange sie bei stabiler Gesundheit sind, geht das ganz gut – aber was, wenn sie krank werden? Wie lange halten sie noch durch – körper­lich und seelisch? Quälende Fragen, die sich die Rentner immer wieder stellen, die aber trotzdem ihrem Lebensmut und Optimismus nichts anhaben können. Heidi (66) bessert ihre Rente von 821 Euro mit einem Job in einer Bäckerei auf, damit sie in Berlin überleben kann. Hans Jürgen (70) lebt auf dem Land. Auch dort reicht die Rente von 800 Euro nicht über den Monat. Deshalb hat er einen 450-Euro-Job in der Gemeinde ange­nommen und fährt sonn­tags Zeitungen aus. Auch Wolfgang (65) kommt mit seiner Rente nicht aus. Seine private Ren­tenversicherung hatte er aufgelöst und das Geld in die Pflege der kranken Mutter investiert. Jetzt verdient er sich als Energieberater einige Euro dazu.

 

0.50 Uhr
Zimmer für immer – Von Menschen die im Hotel wohnen

Film von Walter Krieg
Redaktion: Meinolf Fritzen
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 29. August 2006

"37°" ist Menschen auf der Spur, die ihr Heim aufgeben und dauerhaft im Hotel leben. Was sind das für Menschen? Que­rulanten? Aussteiger? Das Rentnerehepaar Hannelore und Herbert S. kündigte die Wohnung im Altenheim und zog in ein Hotel im Allgäu. Das Heimpersonal habe sie drangsaliert und bevormundet. Jetzt fühlen sie sich frei. Gerd R., ein erfolg­reicher Unternehmer aus Schleswig-Holstein, war die kritischen Blicke seiner Freunde und Nachbarn wegen sei­nes Lebens­wandels leid. Er zog in ein Hotel bei Hannover, wo er seine zahlreichen Freundinnen empfängt und niemand mehr dumme Fragen stellt. Hannelore H. hatte mit ihren fünf Hunden, vier Katzen und dem Wellensittich immer wieder Probleme mit den Ver­mietern. Zum Zeitpunkt der Drehar­beiten lebt sie schon seit vier Jahren beengt in einem klei­nen Hotelzimmer in Bayern. "37°" will verstehen, warum diese Menschen ihr altes Heim aufgege­ben haben, und ob das Hotel für sie wirklich zum idealen Ort geworden ist.

 

1.20 Uhr
"Wäre cool, wenn sie ein Engel wird!"
5 Jahre mit Moritz und seiner Schwester

Film von Simone Grabs
Redaktion: Martina Nothhorn
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 10. Juli 2012

Luca (11) leidet an Mukopolysaccharidose Typ III A, einer seltenen, genetisch bedingten Stoffwechselkrankheit. Nach und nach zerstört diese unheilbare Krankheit ihre Gehirn­zellen. Die Folge ist, dass Luca mit der Zeit alle Fähigkei­ten und lebenswichtigen Funktionen verliert, das Spre­chen, das Laufen, und am Ende wird sie weder essen noch schlucken können. Autorin Simone Grabs hat Luca und ihre Familie über fünf Jahre begleitet. Im Mittelpunkt der Sendung steht ihr Bruder Moritz, der zu Beginn der Dreh­arbeiten ein 14-jäh­riger Teenager und zum Zeitpunkt der Ausstrahlung 19 Jahre alt war. "37°" zeigt das Schicksal dieser Familie, die so intensiv und glücklich wie möglich die Gegenwart erleben möchte, sich aber innerlich auf den frühen Tod von Tochter Luca vorbereiten muss.

 

1.50 Uhr
Weiblich, über 50, sucht …den Mann fürs Leben

Film von Jana Matthes und Andrea Schramm
Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 11. Dezember 2007

Die Statistik zeigt, dass der Frauenanteil bei den über
50-jährigen Singles überdurchschnittlich hoch ist. Keine guten Voraussetzungen für Frauen, die sich noch einmal verlieben wollen. So auch die 62-jährige Margo, die mit drei Ehen und vier Kindern ihr Leben in vollen Zügen genossen hat und nun von einem Partner träumt, der sie im Alter begleitet. Auch Monika ist eine Powerfrau und hat Sehnsucht nach einer ernsthaften Liebesbeziehung.

 

2.20 Uhr
Pflege im Akkord – Zwischen Zeitdruck und Zuwendung

Film von Iris Pollatschek
Redaktion: Marina Fuhr
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 19. Mai 2015

Wie gehen Krankenpfleger mit den größer werdenden Belastungen in ihrem Beruf um? Fallpauschalen geben vor, wie lange Patienten im Krankenhaus bleiben können – unabhängig vom Gesundheitszustand. Wie wirkt sich die Arbeit auf ihr Privatleben aus? Denn nicht nur die zuneh­mende Arbeitsdichte belastet, auch die Konfrontation mit Leid, Krankheit und Tod. "37°" begleitet Christina, Cornelia und Frank in ihrem anstrengenden Alltag. Sie sprechen über ihre Freude am Beruf, aber auch über die Belastun­gen und den Druck durch die Veränderungen im Gesund­heitswesen.

 

2.50 Uhr
Sarahs kurzes Leben – Junges Leben im alten Körper

Film von Manfred Corrine
Redaktion: Alex Hesse
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 6. Januar 2004

Sarah ist erst zehn und weiß, dass sie nur noch wenige Jahre zu leben hat: Ihr Körper altert im Zeitraffertempo. Sie leidet an der Krankheit Progerie, was "frühes Alter" bedeutet. Trotzdem strahlt das Mädchen vor Lebensfreude. Der Dokumentarfilmer Manfred Corrine hat Sarah und ihre Mutter Lisbeth ein Jahr lang mit der Kamera begleitet: bei stillen, nachdenklichen Momenten zu Hause und in der Schule, wo Sarah in einer Integrationsklasse viele Freunde gefunden hat. Auf einer Reise nach Italien zur Vulkaninsel Stromboli und beim europäischen "Progerietreffen". Das Auftreten von Progerie ist äußerst selten – 2004 waren etwa 40 erkrankte Kinder weltweit bekannt – und gilt als unheilbar. Mutter Lisbeth betrachtet Sarah als Ge-schenk für kurze Zeit: "Sarah ist von allem Lebendigen be-geistert. Sie schafft es auch, andere mit ihrer Begeisterung anzustecken und mitzureißen, so dass auch sie das Wunder des Lebens erkennen".

 

3.20 Uhr
Plötzlich war ich 100 – Geheimnis eines langen Lebens

Film von Hanne Huntemann
Redaktion: Dr. Reinold Hartmann
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 21. Oktober 2008

Der Film porträtiert drei Jahrhundertmenschen, die das Glück hatten, selbstständig zu bleiben, auch wenn sie für vieles in­zwischen Hilfe brauchen. Die leidenschaftliche Bridgespielerin Emmely, die Schriftstellerin Ilse und Kino­besitzer Walter zeigen ihre ganz persönlichen Rezepte des Altwerdens. Dabei ist ihr Lebensmut ansteckend.

 

3.50 Uhr
Jenseits der Schamgrenze – Ein Mädchen wird nach Deutschland verkauft

Film von Hartmut Schoen
Redaktion: Dr. Ingo Hermann
Länge: ca. 30‘
Erstausstrahlung: 8. November 1994

1994 startete die Reihe "37°" mit einer dreiteiligen Reihe zum Thema Grenzen. Neben einem Film über einen Viet­namsol­daten und einem weiteren über Flüchtlinge aus Mexiko, be­schäftigt sich diese Sendung mit dem Thema Menschen­handel: Unter dem Titel: "Jenseits der Scham­grenze" wird der Weg der 26-jährigen Anna aus der Slowakei auf dem Weg nach Deutschland eindrucksvoll mit der Kamera dokumentiert. Die junge Frau wird nach Deutschland gebracht, reist gemeinsam mit ihrem Zuhälter, illegal. Ein Film, der auf außergewöhnliche Weise die moderne Form des Sklavenhandels mitten in Europa dokumentiert.

Autoren über "37°"

"Was mich begeistert, ist, dass Filme von '37°' tatsächlich etwas bewegen können. Und zwar nicht nur auf einer poli­tischen Ebene, sondern konkret für die Mitwirkenden. Einige Protagonisten in wirtschaftlicher Not erhielten groß­zügige Spenden von vielen Zuschauern. Nach unserem letzten Film, 'Trotz Arbeit keine Wohnung', erhielten alle drei Protagonis­ten Wohnungsangebote. Es gibt eine große Hilfsbereitschaft unter den Zuschauern, das kann man gar nicht hoch genug einschätzen." (Enrico Demurray)

"Für mich war und ist '37°' in den vielen Jahren, die ich für die Redaktion arbeite, immer ein Ort der Verlässlichkeit: Ich kann sicher sein, dass der Vertrauensvorschuss unse­rer Prota­gonisten nie enttäuscht wird, dass Abnahmen immer wert­schätzend und kompetent verlaufen und dass der Sen­deplatz die hohe qualitative Messlatte, die er selbst festge­legt hat, nie unterschreitet. Für '37°' zu arbeiten, ist immer eine große Freude. Man kann der Sendung, bei der die End­lichkeit immer wieder Thema ist, nur wünschen, dass sie niemals endet." (Ulf Eberle)

"Bei '37°' habe ich die Freiheit, dokumentarisch zu arbeiten und mich intensiv mit Menschen und ihren Schicksalen aus­einan­derzusetzen. Das Format schafft es immer wie­der, gesellschaftlich relevante Themen emotional erfahrbar zu machen." (Gregor Eppinger)

"'37°' gibt mir die Möglichkeit meine Protagonisten über Monate zu begleiten, dabei genau hinzusehen und zu ent­decken, was sie antreibt. Dadurch kann ich so persönlich über sie erzählen, dass exemplarisch etwas über uns und unsere Gesellschaft ans Licht kommt." (Florian Frei)

"Wenn mich Menschen fragen, was ich so mache, spüre ich immer einen gewissen Stolz, wenn ich antworte: 'Filme für 37°.' 'Wow, tolle Sendung. So berührend. Was für Schick­sale. Das ist die Sendung, in der die Menschen ihre Würde bewahren', die Reaktionen sind immer positiv. 2001 haben Mirjana Momirovic und ich unseren ersten 37°Film gedreht. 18 Jahre und 17 Filme später ist es immer noch etwas ganz Besonderes, zusammen mit unserer besonde­ren Redakteu­rin einen Film für '37°' zu realisieren. So viel Leben miterle­ben zu dürfen, so viele Schicksale und besonderen Momente – wir freuen uns auf unser nächstes '37°'-Abenteuer." (Caroline Haertel)

"'37°' öffnet Türen und Herzen, die anderen Formaten ver­schlossen bleiben. Für mich als Autorin und für die Men­schen, die mir ihre Geschichte erzählen, ist dieses Grund­vertrauen ein wertvolles Geschenk." (Ann Heigl)

"'37°' heißt für mich die nie enden wollende Neugier auf Menschen, auf ihre Stärken und Besonderheiten, auf ihre Ängste und Träume, auf ihre Zweifel, ihren Mut, auf ihre Lebensweisen und Lebensweisheiten. 37°' heißt für mich aber auch immer fühlen, berühren und bewegen. Mit jedem neuen Film begegne ich Menschen, deren Geschichten mein Herz treffen. Menschen, die mich begeistern, her­ausfordern und nie ungerührt oder unverändert lassen. Dieses Gefühl für die Zuschauer spürbar zu machen, ist für mich immer aufs Neue Ansporn und Geschenk zugleich." (Annette Heinrich)

"Das Besondere an der Arbeit für '37°' ist für mich, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Sein Wohl ist mir wichtig. Das gilt während der Dreharbeiten, aber vor allem für das Leben danach: wenn wir nicht mehr mit unserer Kamera bei den Protogonisten und ihren Familien sind." (Manfred Karremann)

"Ich empfinde die Arbeit für die '37°'-Reportagen als sehr intensiv. Für kaum ein anderes Format lässt sich eine sol­che Nähe zu den Protagonisten entwickeln. Den meisten bin ich bis heute verbunden." (Nadja Kölling)

"Von den persönlichen Geschichten bei '37°' aus unter­schiedlichen sozialen Milieus haben die Zuschauer auch nach 25 Jahren anscheinend nicht genug. Wenn man zu Dreharbeiten unterwegs ist, erfährt man immer wieder, dass '37°' mit größtem Respekt geschaut wird." (Meike Materne)

"Lachen, weinen, geboren werden und sterben. Wenn das Leben Menschen vor Herausforderungen stellt, wird '37°' zum Brennglas. Vom ostdeutschen Jesus-Freak in den 90ern bis zur Pflegerin im Schwarzwälder Hospiz – die Intensität beim Drehen hat uns oft umgehauen, die Zuschauer auch."
(Jana Matthes, Andrea Schramm)

"Ob mir ein Blinder seine Überlebenskünste verrät oder eine Analphabetin sich vor meiner Kamera outet, der Vater eines krebskranken Kindes seinen inneren Kampf offenbart oder eine Pflegemutter den Abschied vom Pflegekind nicht schafft und es schließlich für immer behalten muss – all das sind Momente, die mich erden, stolz machen und mir das wahre Leben ganz ungeschminkt vorführen. Es ist toll, über die Lebens- und Schicksalsgeschichten meiner Protagonisten auf wichtige Missstände in unserer Gesell­schaft aufmerksam zu machen. '37°' ist für mich das absolute Highlight in mei­nem Beruf." (Anabel Münstermann)

"'37°' ist seit vielen Jahren ein außergewöhnliches Fenster in unserer Fernsehlandschaft. Es gibt den Blick frei auf all jene, die an die Grenzen ihrer Existenz geraten und dann unendlich viel Kraft aufbringen müssen, um sich damit zu arrangieren. Da wird für mich immer wieder klar, auf welch dünnem Eis wir leben: Eine kleine Unachtsamkeit, ein unkontrollierter Moment oder ein Schicksalsschlag – wie schnell kann man aus der Bahn geworfen werden. Und wie schwer es ist, dann damit umzugehen. Das zeigt uns '37°' seit 25 Jahren und ich bin froh, zum Kreis der Autoren gehö­ren zu dürfen." (Volker Schmidt)

"Für mich ist das Besondere an der Arbeit für '37°', dass ich von allen Protagonisten, deren Geschichten ich erzäh­len durfte, immer auch etwas über mich selbst gelernt habe. Über das Leben, und auch über den Tod. So habe ich bei Dreh­arbeiten viel gelacht, aber auch schon mal geweint. Wenn man als '37°'-Autor auf Menschen trifft, lassen sie es zu, ihnen nahe zu kommen." (Yves Schurzmann)

"'37°', da sind wir mit der Kamera mitten im Leben. Das ist  mal leicht und fröhlich, mal bedrückend und traurig, manchmal sogar schockierend. Auf jeden Fall immer authentisch, berührend und lehrreich. Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Wir können sie nur erzählen, weil
Men­schen uns ihre Türen öffnen und uns vertrauen. Für mich ist das Fernsehen von seiner besten Seite."
(Sibylle Smolka)

Zahlen, Daten, Fakten aus 25 Jahren "37°"

Die Reihe "37°" startete am 1. November 1994 mit einer dreiteiligen Reihe zum Thema Grenzen. Der erste Film war "Jenseits der Schattengrenze" von Hartmut Schoen,  Unterti­tel: "Ein Vietnamsoldat kann nicht vergessen". Seither wur­den über 950 Filme der Reihe "37°" im ZDF ausgestrahlt.

Erfinder der Reihe und des Sendetitels "37°" ist  Dr. Hans Helmut Hillrichs, von 1993 bis 2005 Leiter der ZDF-Hauptre­daktion "Kultur und Wissenschaft".

Jährlich werden derzeit 30 bis 36 Sendungen ausgestrahlt, jeweils dienstags um 22.15 Uhr.

Bestückt wird der Sendeplatz von den drei ZDF-Redaktionen "Kirche und Leben/katholisch", "Kirche und Leben/evangelisch" und "Terra X". Ein Team von insgesamt acht Redakteurinnen und Redakteuren betreut das Format.

Rund 450 Themenvorschläge gehen jährlich bei den "37°"-Redaktionen ein – bei weniger als 40 Sendeplätzen bedeutet das die Qual der Wahl.

Einige Autorinnen und Autoren haben in 25 Jahren schon mehrfach Filme für die Reihe gedreht. Mit insgesamt 24 Sen­dungen führt Sibylle Trost die Liste der "37°"-Autoren an, dicht gefolgt von Ulrike Baur (22) und Iris Pollatschek (20).

In der Regel dauert die Produktion einer "37°"-Sendung sechs bis acht Monate, angefangen von der Recherche bis zur Endfertigung. Bei Langzeitbeobachtungen arbeiten die Autoren oft auch ein Jahr und länger an einem Film. Den Rekord hält Maike Conway, die Corinne, die bei der Geburt von ihrer Mutter mit HIV infiziert wurde, bereits seit 15 Jahren begleitet. Entstanden sind bisher zwei Filme "Niemand darf es wissen" (2015), der mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, und "Ich lebe positiv" (2019).

"37°" realisiert auch immer wieder Langzeitbeobachtungen als ZDF-Eigenproduktionen: Michael Petsch hat fünf Jahre lang für "Vickys Traum vom Sehen" filmisch ein junges Mäd­chen begleitet, das sich nach plötzlicher Erblindung erfolg­reich durch den Alltag kämpft. Ulrike Schenk portraitiert für den Film "Dann wäre ich ein gemachter Mann – Samirs Lehrjahre in Deutschland", der am 12. November 2019 gesendet wird, seit fünf Jahren einen jungen afghanischen Flüchtling, der trotz Schulabschluss und qualifizierter Lehre noch immer nicht weiß, ob er hier eine Zukunft haben wird. Der erste Film "Ohne Eltern im fremden Land" war 2016 im ZDF zu sehen.

Für "37°" entstehen auch mehrteilige Reihen wie der Dreitei­ler "20 – 40 – 60" (Redaktion: Martina Nothhorn), für den Autorin Dominique Klughammer Protagonisten aus drei Generationen über mehrere Jahre begleitet hat, oder die Zweiteiler über "Jungs unter Strom", "Zickenalarm – Mädchen in der Pubertät" und "Die Beginner" von Katharina Gugel und Ulf Eberle (Redaktion: Brigitte Klos).

Die Reihe "37°" wurde seit 1994 mit 50 Auszeichnungen und Prei­sen gewürdigt. Darunter sind so wichtige Ehrungen wie der Adolf-Grimme-Preis, der Deutsche Fernsehpreis, der Bayerische Fernsehpreis und der Axel-Springer-Preis für junge Autoren.

Im Jahr 2018 verfolgten durchschnittlich 2,22 Millionen Zuschauer die Filme der Reihe "37°", das entspricht einem Marktanteil von zehn Prozent. Im Jahr 2019 erreichten die 20 Sendungen vom 1. Januar bis 6. August eine durchschnittliche Zuschauerzahl von 2,29 Millionen bei einem Marktanteil von 10,3 Prozent.

Die Sendung "Rentnerglück am Goldstrand" vom 22. August 2017 (Redaktion: Marina Fuhr) ist mit 3,53 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 16,4 Prozent die erfolgreichste "37°"-Ausgabe seit dem Sendestart 1994. Die Entwicklung der Sendung ist seit 1994 insgesamt erfreulich. Die Sendung hat eine vergleichsweise junge Zuschauerstruktur.

 

Die zehn erfolgreichsten "37°"-Sendungen der letzten zehn Jahre (1. Januar 2009 bis 6. August 2019; Ranking nach Marktanteilen):

 

SendungSendedatum

Zuschauer gesamt
Markanteil

Zuschauer gesamt
Millionen

Autor/AutorinRedaktion
Rentnerglück am
Goldstrand
   22. August 2017       16,4 %       3,53   Sibylle Smolka   Marina Fuhr

Wer bleibt
Millionär?

27. Juli 2011    16,2 %    2,93Iris BettrayMartina Nothhorn
Rudi Assauer – "Ich will mich
nicht vergessen!"
7. Februar 2012    16,0 %    2,55Stephanie SchmidtFriederike Haedecke
Schuften bis zum Schluss14. Juli 2015    15,6 %    3,36

Angelika Wörthmüller,
Enrico Demurray

Marina Fuhr
Neue Heimat
Mallorca
8. Mai 2018    15,4 %    3,33Iris BettrayMartina Nothhorn
Wer macht mir
den Hof?
28. Juni 2011    14,5 %    2,97Gesine MüllerMartina Nothhorn
Prominent –
aber pleite!
4. Oktober 2011    14,3 %    3,16

Anne Kauth,
Bernd Reufels

Martina Nothhorn

Mein Haus zieht mit

12. Juni 2018    14,2 %    3,10Doro PlutteSimone Grabs
Rente unter Palmen2. April 2019    13,7 %    3,26Jule SommerSimone Grabs
Generation Porno14. April 2009    13,7 %    3,05

Katharina Gugel,
Ulf Eberle

Brigitte Klos

Preise und Auszeichnungen für "37°"

Tönissteiner Medienpreis für die "37°"-Sendung "Wenn die Liebe ertrinkt" von Martin Buchholz (Redaktion: Brigitte Klos).

Deutscher Sozialpreis für die "37°"-Dokumentation "Wirklich beste Freunde – eine Clique fürs Leben" von Simone Grabs (Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert).

BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V.), Journalistenpreis "Faire Milch" für den "37°"-Beitrag "Mein täglich Brot – der Kampf der Bäcker und Bauern" von Annette Schreier (Redaktion: Simone Grabs).

Bayrischer Fernsehpreis "Blauer Panther" in der Kategorie "Kultur- und Bildungsprogramme" für "Niemand darf es wissen – Corinne und ihr Geheimnis" aus der Reihe "37°" an Maike Conway (Redaktion: Brigitte Klos).

1. Preis TOM – der Medienpreis der Deutschen KinderhospizSTIFTUNG für die Autorin Simone Grabs von "37°: Wirklich beste Freunde – eine Clique fürs Leben" in der Kategorie "Bereich TV" (Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert).

Lobende Erwähnung beim Katholischen Medienpreis für "37°: Augen zu und durch" von Anabel Münstermann (Redaktion: Brigitte Klos).

Rudi Assauer Award der Rudi Assauer Gemeinnützige Initiative Demenz und Gesellschaft (GID) GmbH für "37°: Rudi Assauer – Ich will mich nicht vergessen" von Stephanie Schmidt (Redaktion: Friederike Haedecke).

Erster Preis AWO Mittelrhein – Journalistenpreis (Arbeiter­wohlfahrt Bezirksverband Mittelrhein e. V) in der Kategorie "Fern­sehen" für "37°: Zum Leben zu wenig – Wenn die Rente nicht mehr reicht" von Ravi Karmalker und Alessandro Nasini (Redaktion: Brigitte Klos).

Zweiter Preis TOM – der Medienpreis der Deutschen KinderhospizSTIFTUNG in der Kategorie "Bereich TV" für "37°: Wäre cool, wenn sie ein Engel wird" von Simone Grabs (Redaktion: Martina Nothhorn).

Erster Preis des 6. Marler Fernsehpreises für Menschenrechte (amnesty international) in der Kategorie "Dokumentation Inland" für "37°: Zur Heirat verurteilt" von Tina Soliman (Redaktion: Marina Fuhr).

Film- und Fernsehpreis des Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands für "37°: Immer mit Herzblut. Ärzte – niemals Feierabend" von Robert Wortmann (Redaktion: Dr. Susanne Becker).

Hauptpreis des Aids Medienpreises der Deutschen AIDS-Stiftung für "37°: Ich bleibe immer positiv! Starke Frauen mit HIV" von Annette Heinrich (Redaktion: Brigitte Klos).

Silberner Delphin (Silberner Cannes Corporate Media & TV Award) in der Kategorie "Ethnology & Sociology" für "37°: Mama ist anders. Mütter mit geistiger Behinderung" von Julia Horn und Alessandro Nasini (Redaktion: Brigitte Klos).

Deutscher Kamerapreis in der Kategorie "Bericht/Reportage" für "37°: Leben auf kleinstem Fuß" von Uta von Borries und Stephan Rebelein (Redaktion: Michael Petsch).

Bayerischer Fernsehpreis "Blauer Panther" in der Kategorie "Kultur und Bildung" für "37°: Leben auf kleinstem Fuß" von Uta von Borries und Stephan Rebelein. (Redaktion: Michael Petsch).

Zweiter Preis des Ravensburger Medienpreises für  "37°: Leben auf kleinstem Fuß" von Uta von Borries und Stephan Rebelein (Redaktion: Michael Petsch).

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten für Chiara Sambucchi für "37°: Meine Welt hat tausend Rätsel" (Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert).

German Paralympic Media Award, Sonderpreis an Marcel Bergmann für "37°: Trotzdem China"
(Redaktion: Brigitte Klos).

Journalistenpreis des Bundesverbandes Herzkranke Kinder e.V. (BVHK) an Caroline Haertel und Mirjana Momirovic für "37°: Schattenkinder" (Redaktion: Brigitte Klos).

Karl-Buchrucker-Preis, Förderpreis an Uta Claus für "37°: Mein Schatz bleibt bei mir". (Redaktion: Hanne Huntemann).

Ravensburger Medienpreis, Sonderpreis an die Redaktionen "Kirche und Leben/evangelisch" und "Kirche und Leben/katholisch" sowie "Geschichte und Gesellschaft" ("Terra X") für die exzeptionelle Qualität der gesamten Reihe "37°".

Bayerischer Fernsehpreis an Dominique Klughammer für "37°: Jung, erfolgreich – arbeitslos" (Redaktion: Gregor Bialas).

Deutsche Gesellschaft für humanes Sterben, Filmpreis Lebensuhr an Johannes Backes und Uli Veith für "37°: Isoldes letzter Sommer" (Redaktion: Brigitte Klos).

Katholischer Journalistenpreis in der Kategorie Elektronische Medien an Autorin Tina Soliman und Kameramann Thorsten Lapp für "37°: Grausames Glück – Wenn Geburt und Tod aufeinander treffen" (Redaktion: Meinolf Fritzen).

Medienpreis des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands für "37°: Lichtsucher – Von Blinden, die sehen wollen" von Katrin Seybold (Redaktion: Hanne Huntemann).

Regino-Preis für "37°: Der Fremde an meinem Tisch – Letzte Chance für junge Straftäter" an Ulrike Schenk (Redaktion: Hanne Huntemann).

Medienpreis der Stiftung Ravensburger Verlag für Bildung und Erziehung in der Familie, Hauptpreis in der Kategorie TV für "37°: Der Fremde an meinem Tisch – Letzte Chance für jugendliche Straftäter" an Ulrike Schenk (Redaktion: Hanne Huntemann).

Axel Springer Preis – Dritter Preis für junge Journalisten für "37°: Gold macht nicht glücklich – Bahne Rabe und sein einsamer Weg" von Ulf Eberle und Katharina Guge (Redaktion: Brigitte Klos).

Bundesverband Alphabetisierung: Ehrung für "37°: Im Chaos der Buchstaben – Lesen und Schreiben ein Problem" von Hanne Huntemann (Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert).

Filmpreis "Religion for Peace" beim Filmfestival Religion Today in Triest für "37°: Zwischen den Welten – ein Imam aus Mannheim" von Jana Matthes und Andrea Schramm (Redaktion: Hanne Huntemann).

Prix Leonardo für den besten Film zum Thema Behinderung für "37°: Alisons Baby – Ganz besonderes Mutterglück" von Bente Milton (Redaktion: Günter Myrell).

Prix Italia, Special Prize Granarolo für "37°: Alisons Baby – Ganz besonderes Mutterglück" von Bente Milton (Redaktion: Günter Myrell).

Filmpreis "Lebensuhr" der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben für "37°: Sterben auf Wunsch – Erfahrungen in Holland" von Rob Hof (Dr. Wolf-Rüdiger Schmidt).

Prix Italia, Special Prize Granarolo für "37°: Die Rückkehr – Der lange Weg von Bottrop nach Bosnien" von Rob Hof (Redaktion: Dr. Wolf-Rüdiger Schmidt).

UNDA/WACC, Europäisches Festival für Religiöse Programme, Helsinki für "37°: Die Totenwäscherin – Leben im Grenzbereich" von Mechthild Gassner (Redaktion: Michaela Pilters).

Prix Leonardo, Parma/Italien für "37°: Higgs – Die Jagd nach dem Unsichtbaren" von Mischka Popp und Thomas Bergmann (Redaktion: Wolfgang Homering).

Deutscher Fernsehpreis für "37°: Es geschah beim Schüt­zenfest – Franz Josef Sträter, wirklich der Mörder?" von Gunther Scholz (Redaktion: Günter Myrell).

Flagstaff International Festival, USA, Silver Award für "37°: Verbotene Berufung – Katholische Priesterinnen in den USA" von Lorenz Knauer (Meinolf Fritzen).

Robert Geisendörfer Preis für "37°: Glück im Paradies – Sibirische Aussiedler in Deutschland" von Rob Hof (Redaktion: Wolf-Rüdiger Schmidt).

Adolf-Grimme-Preis für "37°: Kopfleuchten" von Mischka Popp und Thomas Bergmann (Redaktion: Wolfgang Homering).

Wettbewerb "...durch andere Augen sehen" zur UNO-Menschenrechtskonvention: Hauptpreis für "37°: Leben mit der Hinrichtung – Begegnungen im Todestrakt" von Klaus Steinberg und Astrid Bock (Redaktion: Meinolf Fritzen).

Adolf-Grimme-Preis für "37°: Hexen, fliegen, unsterblich sein – Andrea und die Sonne" von Michael Heuer (Redaktion: Gudrun Ziegler).

Caritas Journalistenpreis Baden-Württemberg für "37°: Der Fair-Käufer – zwischen Wirtschaft und Wohlfahrt" von Isabel Löchte (Redaktion: Gerhard Müller).

Journalistenpreis Entwicklungspolitik für "37°: Der Krieg war kein Spiel – Wie Kindersoldaten den Frieden lernen" von Bärbel Scheele (Redaktion: Michaela Pilters).

13. Internationales Christliches Fernsehfestival Toulouse/Frankreich für "37°: Glück im Paradies –
Sibirische Aussiedler in Deutschland" von Rob Hof (Redaktion: Wolf-Rüdiger Schmidt).

Deutscher Sozialpreis der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege für "37°: Russenkinder – Heimkehr in ein fremdes Land" von Jana Matthes und Andrea Schramm (Redaktion: Dr. Wolf-Rüdiger Schmidt).

Gold Award beim 5. WorldFest Charleston International Filmfesti­val/USA und Lobende Erwähnung beim Columbus International Film und Video Festival/USA für "37°: Miss Baby oder Das Drama des perfekten Kindes" von Lorenz Knauer (Redaktion: Meinolf Fritzen).

Deutscher Sozialpreis der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Wolfgang Faust Preis für "37°: Misstraue der Idylle! Aus dem Emigrantenleben eines Aidskranken" von Michael Heuer (Redaktion: Gudrun Ziegler).

Internationales Filmfestival Charleston/USA und Medikinale International Parma/ Italien für "37°: Körper" von Mischka Popp und Thomas Bergmann (Redaktion: Wolfgang Homering).

Adolf-Grimme-Preis für "37°: Jenseits der Schattengrenze – Ein Vietnamsoldat kann nicht vergessen" von Hartmut Schoen (Redaktion: Hans-Christian Huf).

Fotos

Fotos sind erhältlich über die ZDF-Pressestelle, Telefon: (06131) 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/37grad

Weitere Informationen

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2019 ZDF

Ansprechpartner

Name: Magda Huthmann
E-Mail: huthmann.m@zdf.de
Telefon: (06131) 70-12149