Copyright: ZDF/Marcus Hoehn
Copyright: ZDF/Marcus Hoehn

30 Jahre "ZDF-Mittagsmagazin"

Informationen zur Mittagszeit aus Aktualität, Politik, Gesellschaft, Sport und Wetter

30 Jahre "ZDF-Mittagsmagazin": Seit dem 2. Oktober 1989 präsentiert das ZDF-"Mittagsmagazin" die bewährte Themenmischung aus Aktualität, Politik, Gesellschaft sowie Sport und Wetter zur Mittagszeit. Jana Pareigis ist Hauptmoderatorin der Sendung. Im wöchentlichen Wechsel mit der ARD ist das "ZDF-Mittagsmagazin" werktäglich zwischen 13.00 und 14.00 Uhr zu sehen. Seit April 2018 wird es aus Berlin gesendet.

  • ZDF, Mittwoch, 2. Oktober 2019 / montags bis freitags, 13.00 bis 14.00 Uhr (im wöchentlichen Wechsel mit der ARD)
  • ZDF Mediathek, täglich

Texte

"Zur Mitte des Tages"
ZDF-Chefredakteur Peter Frey zu 30 Jahre "Mittagsmagazin"

In diesem Jahr feiern nicht nur Mauerfall, Mondlandung und das Grundgesetz Jubiläen, sondern auch das "Mittagsmagazin": Es wird 30 Jahre alt. Damals wie heute versorgt das "Mima" – als Gemeinschaftsprojekt von ZDF und ARD, das immer parallel auf beiden Kanälen ausgestrahlt wird – die Zuschauer zur Mitte des Tages mit aktuell aufbereiteten Informationen und neuesten Bildern. Kern des ZDF-"Mittagsmagazins" sind politische Interviews ebenso wie Neuigkeiten aus Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Sport. Nachdem das "Mima" anfänglich 45 Minuten Sendezeit hatte, sendet es heute zwischen 13.00 und 14.00 Uhr und erreicht rund zwei Millionen Menschen.

Mit dem Umzug von Mainz nach Berlin ist das "Mima" noch näher an den politischen Pulsschlag der Republik gerückt. Politikerinnen und Politiker werden vermehrt im Studio interviewt und täglich sitzt ein Gast aus der Kunst- und Kulturszene in der Rubrik "Talk" auf dem "Mima"-Sofa. Aus Berlin zu senden, bedeutet außerdem einen besonderen Fokus auf den neuen Bundesländern. Wir berichten über das, was den Alltag der Menschen bestimmt, und die bewährten Rubriken "Mima Menschen" und "Mima Reporter" zeigen interessante Porträts und erzählen nahbare Geschichten. Auch die Auslandsreportage wird in Zusammenarbeit mit den ZDF-Korrespondentinnen und Korrespondenten besonders gepflegt.

Durch die Verlegung des "ZDF-Mittagsmagazins" von Mainz nach Berlin wurden Einsparpotenziale ausgeschöpft: Ein gemeinsames Team ist nun sowohl für das "ZDF-Morgenmagazin" als auch für das "ZDF-Mittagsmagazin" zuständig, was organisatorische und planerische Synergien schafft. Das "Mima" ist gleichzeitig ein gutes Beispiel für eine effiziente Kooperation mit der ARD, die für ihr Mittagsmagazin das ZDF-Hauptstadtstudio nutzt.

Stab

Redaktionsleitung_____Andreas Wunn
Moderation_____Jana Pareigis, Andreas Wunn
Wetter_____Dr. Katja Horneffer, Christa Stipp, Özden Terli, Dr. Gunther Tiersch (im Wechsel)
Sport: Rudi Cerne, Katja Streso, Norbert König (im Wechsel)
Regie_____Helga Dubnyicsek, Jörn Hampicke, Diana Procop, Birgit Schneider
Sendeformat_____live
Spielort_____Studio 2 im ZDF-Hauptstadtstudio
Länge_____60 Minuten

30 Jahre Mittagsmagazin von 1989 bis heute

Am 2. Oktober 1989 ging das "ZDF-Mittagsmagazin" zum ersten Mal auf Sendung. Genau zum richtigen Zeitpunkt, um hochaktuell auf politische Entwicklungen reagieren zu können: Der Fall der Mauer nur einen Monat später konnte, entsprechend dem hohen Zuschauerinteresse, in dem damals neuen Format journalistisch dargestellt werden. Und so werden nun seit 30 Jahren mittags um 13.00 Uhr die aktuellsten Ereignisse kompetent und seriös serviert. Die Mischung von aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur zur Mittagszeit kommt bei den Zuschauern gut an.

Schon bald nach dem Start 1989 erreichte das Mittagsmagazin zwischen 1,5 und 2 Millionen Zuschauer, die sich zum Stammpublikum entwickelten. Die Sendung gehört zu den Stützen der "ZDF-Informationsfamilie" und hat sich auch gegen spätere private Konkurrenz klar behauptet. Das "ZDF-Mittagsmagazin" ist im wöchentlichen Wechsel mit dem "ARD-Mittagsmagazin" werktäglich zwischen 13.00 und 14.00 Uhr zu sehen. Bis zum Wechsel nach Berlin im April 2018 sendete das "ZDF-Mittagsmagazin" aus Mainz.

Die Sendung hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Ein tiefgreifender Einschnitt war zum Beispiel die Verlängerung der Sendezeit von 45 auf 60 Minuten im Jahr 1998. Das veränderte die Dramaturgie der Sendung deutlich. Auch die Reduzierung des Präsentatoren-Teams im Jahr 1999 auf eine Moderatorin/einen Moderator war eine Zäsur. Von 1989 bis 1999 führten jeweils zwei Moderatoren eines größeren Präsentatorenteams durch die Sendung. Von 1999 bis 2015 moderierte Susanne Conrad, seit 2011 im Wechsel mit Norbert Lehmann, der bis zum Wechsel nach Berlin auch die Redaktion leitete. Als Nachfolgerin von Susanne Conrad moderierte von 2015 bis März 2018 Christina von Ungern-Sternberg im Wechsel mit Norbert Lehmann. Seit 3. April 2018 ist Jana Pareigis neue Hauptmoderatorin.
2009 zog die Sendung in Mainz in das neue virtuelle Nachrichtenstudio um, wodurch das Visuelle mehr Raum gewann. Und 2018 erfolgte schließlich der Wechsel vom Sendezentrum in Mainz ins ZDF-Studio in Berlin.

Auf dem Weg zu einer Rundumversorgung mit Informationen erwies sich die Schließung der so genannten Mittagslücke als Meilenstein. Das "Mittagsmagazin" leistete somit Pionierarbeit für das drei Jahre später gestartete "Morgenmagazin".

Die ZDF-Redaktion "Tagesmagazine Berlin"

Eine Redaktion, zwei Sendungen – so lautet das Selbstverständnis der neuen ZDF-Redaktion "Tagesmagazine Berlin", die seit April 2018 sowohl das "Morgenmagazin" als auch das "Mittagsmagazin" verantwortet.

Mit dem Umzug nach Berlin rückte das "ZDF-Mittagsmagazin" als beim Zuschauer bewährtes und bestens eingeführtes Nachrichten- und Informationsprogramm näher an den politischen Pulsschlag der Republik. Das "ZDF-Mittagsmagazin" sendet nicht nur Berichte und Einordnungen über das Wichtige vom Tage, sondern befragt auch Spitzenpolitiker und Experten live im Studio. Aber auch die soziale Wirklichkeit Deutschlands, der Alltag der Zuschauer, mit einem besonderen Fokus auf Berlin und die neuen Bundesländer, spielen in der Sendung eine größere Rolle.

Der neue Standort im ZDF-Hauptstadtstudio "Unter den Linden" kommt inhaltlich und optisch zur Geltung. In der Rubrik "Talk" gibt es auf dem "Mima-Sofa" ein tägliches Live-Gespräch mit einem prominenten Gast aus der Kunst- und Kulturszene: Musiker, Schauspieler, Künstler oder andere originelle Typen, die Berlin anzieht. Die "Mima Reporter" erkunden Wichtiges aus den Bundesländern und aus dem Ausland. In der Rubrik "Mima Menschen" werden engagierte Menschen vorgestellt, die sich außergewöhnlich einsetzen. Und "Mima Helden" stellt besondere Menschen in der Republik vor, die von den Zuschauern vorgeschlagen wurden.

Das neue Design der Sendung ist transparent, leicht und eigenständig, mit besonderer technischer Qualität. Die knapp 24 Quadratmeter großen LED-Flächen neuester Bauart werden umrahmt von einem modulhaften reduziert-gläsernen Aufbau. Der Zuschauer soll intuitiv Themen wie Aktualität, Sport oder Wetter erkennen.

Mit dem Umzug von Mainz nach Berlin und der Verschmelzung des Mittagsmagazins mit der bisherigen Redaktion "Morgenmagazin" entstand ein gemeinsames Team, das für beide Sendungen zuständig ist. Durch die Verschränkung der Sendewochen können zudem für die Nutzer der ZDF-Nachrichten-Plattform heute.de und der Social Media Kanäle des ZDF an jedem Wochentag hintergründige Videos aus "Morgen-" und "Mittagsmagazin" angeboten werden.

Medienpolitisch wegweisend ist die Kooperation zwischen ZDF und ARD. Denn auch das "ARD-Mittagsmagazin" wird im Hauptstadtstudio des ZDF produziert. Beide Sender, das ZDF und der Rundfunk Berlin-Brandenburg, der in der ARD für das "Mittagsmagazin" zuständig ist, nutzen im wöchentlichen Wechsel dasselbe Studio und haben ein gemeinsames Set entwerfen lassen.

"Ein journalistisches Mehr-Gänge-Menü am Mittag"
Interview mit "Mima"-Redaktionsleiter Andreas Wunn

30 Jahre "ZDF-Mittagsmagazin": Was hat die Sendung geprägt? Was macht die Sendung aus, wo liegen die Stärken?

Der Startschuss des "Mima" vor 30 Jahren war journalistisch schon mal spektakulär. Wenig später fiel die Berliner Mauer, und das "ZDF-Mittagsmagazin" bot dem Zuschauer eine breite Fläche der Berichterstattung. Auch heute versuchen wir, die aktuellen Ereignisse in ihrer Breite darzustellen, dafür bietet unsere Sendung mit 60 Minuten sehr viel Platz. Wir können mittags aktuell auf die Ereignisse des Vormittags mit Beiträgen und Live-Schalten reagieren und den politischen Diskurs des Tages durch unsere Studiointerviews mit Politikern und Experten mitgestalten. Und gleichzeitig ist in der Sendung immer Platz für den reportagigen Blick ins Ausland, für unsere Rubriken wie "Mima Menschen", für Sport und Wetter und vieles mehr. Das "Mima" bietet ein journalistisches Mehr-Gänge-Menu am Mittag.

Welche drei Schlagworte beschreiben das "Mittagsmagazin" für Sie am besten?

Aktuell, hintergründig, bekömmlich.

Im April 2018 ist das "ZDF-Mittagsmagazin" von Mainz nach Berlin gezogen. Wo liegen die Vorteile? Was hat sich geändert?

Zum einen war der Umzug nach Berlin ein großer Schritt Richtung Synergie, weil wir durch die Zusammenlegung der Redaktionen "ZDF-Morgenmagazin" und "ZDF-Mittagsmagazin" viele Ressourcen sparen können. Da wir uns außerdem mit dem ARD-Mittagsmagazin das Studio, Produktion und Technik teilen, ist hier eine wegweisende Kooperation zwischen beiden Sendern entstanden.

Zum anderen profitieren wir inhaltlich vom Umzug nach Berlin. Wir sind aktueller und schneller geworden, haben mehr Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik und Wirtschaft live zum Gespräch im Studio. Und auf unserer "Mima-Couch" nehmen zum Promi-Gespräch inzwischen regelmäßig nationale und internationale Stars Platz. Berlin ist der "place to be", und das "ZDF-Mittagsmagazin" ist jetzt mitten drin.

Wo sehen Sie Entwicklungspotenzial für das "ZDF-Mittagsmagazin"? Was sind die größten Herausforderungen in den kommenden Jahren?

Wir müssen den Spagat schaffen zwischen unseren Stammzuschauerinnen und -zuschauern am Mittag und der jüngeren Generation, die mittags ebenfalls mit Infos versorgt werden möchte, aber vielleicht nicht unbedingt den Fernseher einschaltet. Wir müssen unsere hochwertigen journalistischen Inhalte und aktuellen Infos im Internet und auf den digitalen Plattformen in eigener Form präsentieren, um auch in der digitalen Welt der wichtigste Player auf dem Info-Markt am Mittag zu werden.

Mit dem Umzug des "Mima" nach Berlin wurde die Redaktion "Tagesmagazine Berlin" gegründet. Wie verlief das erste gemeinsame Jahr? Wo konnten Synergien schnell genutzt werden, wo hat es "geruckelt"?

Die Fusion war ein großer Kraftakt, den die Redaktion bravourös gestemmt hat. Die redaktionelle Planung haben wir zentralisiert und viele Arbeitsabläufe neu verzahnt. Die Redaktion "Tagesmagazine Berlin" ist zu einer gut geölten Info-Maschinerie geworden, die trotzdem noch Spielraum für kreatives Arbeiten und Sonderprojekte bieten möchte. An den neuen Rhythmus und den wöchentlichen Wechsel zwischen "Moma" und "Mima" mussten wir uns gewöhnen, aber inzwischen läuft der Motor auf Hochtouren.

Was ist zum "ZDF-Mittagsmagazin"-Jubiläum geplant?

Wir möchten nicht groß feiern, einmal kurz anstoßen nach der Jubiläumssendung werden wir sicherlich trotzdem.

Und wenn Sie sich etwas zum 30. Geburtstag des "Mittagsmagazins" wünschen dürften – was wäre das?

Natürlich mindestens weitere 30 gute Jahre und viele gute Ideen, um das Format in dieser Zeit weiterzuentwickeln.

Interview: Maike Magdanz

"Eine Stunde und man ist auf dem neuesten Stand"
Interview mit Moderatorin Jana Pareigis

Seit April 2018 sind Sie die Hauptmoderatorin des "ZDF-Mittagsmagazins", moderieren seit Sommer 2018 nicht mehr das "ZDF-Morgenmagazin". Was hat sich für Sie geändert – außer dass Sie länger schlafen können?

Länger schlafen zu können, ist auf den ersten Blick sicherlich die größte Veränderung. Aber es gibt einige mehr: Das "ZDF-Morgenmagazin" setzt Themen für den Tag, das "ZDF-Mittagsmagazin" begleitet die politischen Entwicklungen des Tages. Wenn ich jetzt zur Arbeit komme, hat der hektische Nachrichtenalltag gerade begonnen. Bis zur Sendung laufen ständig neue Eilmeldungen über die Nachrichtenagenturen ein, und es gibt aktuelle Einschätzungen der Korrespondenten aus aller Welt. Das führt nicht selten dazu, dass sich die Themen der Sendung mitunter noch kurzfristig ändern, bevor es um 13 Uhr losgeht."

Was mögen Sie am "ZDF-Mittagsmagazin"?

In der Dauer einer Mittagspause wird man durch das "ZDF-Mittagsmagazin" rundum informiert: über aktuelle politische Geschehnisse, über Kultur und Gesellschaft und natürlich über Sport und das Wetter. Eine Stunde und man ist auf dem neuesten Stand des Weltgeschehens, hat berührende Geschichten gesehen, konnte schmunzeln oder auch mal herzhaft lachen.

Können Sie Ihre eigenen Ideen ins "Mittagsmagazin" mit einbringen?

Wir tauschen uns jeden Tag in Redaktionskonferenzen über mögliche Themen und Interviewgäste für die Sendung aus.

Welche Gäste stehen auf Ihrer Wunschliste für die "Mima"-Couch?

Oh, da gibt es viele: Unter anderem würde ich gerne mit Beate Baumann, Büroleiterin der Bundeskanzlerin, zum Thema "eine der mächtigsten Frauen hinter der mächtigsten Frau der Welt" sprechen, mit Esther Bejarano über das Weiterleben nach Ausschwitz, mit Serena Williams über Familie und Beruf und mit Detlev Buck über unsere norddeutsche Heimat.

Und wenn Sie sich etwas zum 30. Geburtstag des "Mittagsmagazins" wünschen dürften – was wäre das?

Eine große Eistorte mit Baiser ...

Interview: Maike Magdanz

Audio-Statements zu "30 Jahre Mittagsmagazin"
von Redaktionsleiter Andreas Wunn und Moderatorin Jana Pareigis

Hier können Sie alle Statements anhören

Redaktionsleiter Andreas Wunn ...

... über den Start des "Mittagsmagazins":

"Das war natürlich lange vor meiner Zeit, aber ich kann mir vorstellen, dass das für die Kollegen, die das "Mima" vor 30 Jahren begonnen haben, ein Glücksfall war. Plötzlich passierte so viel. Das deutete sich im Oktober ‘89 schon an, dass viel in Bewegung ist und dann natürlich der Mauerfall im November. Ich kann mir vorstellen, dass da das Mittagsmagazin, neben all den anderen Sendungen, natürlich eine Sendung war, die dann auch mit einer Stunde am Mittag die Fläche hatte, über all das zu berichten, was in Deutschland und in Berlin und anderswo passiert. Ich glaube, das war ein Glücksfall, kurz vorher die Sendung ins Programm genommen zu haben."
Audiodatei 1 (0:37)

... Bilanz ein Jahr nach dem Umzug nach Berlin:

"Unsere Bilanz ist sehr positiv. Es war ein Riesenkraftakt, die Sendung nach Berlin zu bringen und inzwischen läuft alles sehr gut. Ich bin sehr zufrieden, weil wir die Sendung auch inhaltlich gestärkt haben in Berlin. Wir sind ein bisschen aktueller geworden. Wir können schneller reagieren, wenn am Vormittag noch etwas passiert. Die Sendung ist auch bei den Gesprächsgästen, bei den Politikern, bei den Entscheidern und Experten noch präsenter, als damals in Mainz. Entweder kommen sie direkt zu uns ins Studio in Berlin Mitte oder sie werden eben live geschaltet. Ich glaube, dass uns das einfach vom Standort her sehr hilft, ein noch attraktiveres Programm mit noch interessanteren Gästen zu machen."
Audiodatei 2 (0:42)

 ... über Wunschgäste auf der "Mima"-Couch:

"Lassen Sie mich mal überlegen. Ich glaube schon, dass wir noch internationaler werden können. Das würde mich sehr freuen, dass wir noch mehr von all den Stars – das ist ja ein bisschen die Promi-Ecke auf dem Sofa oder die künstlerische Ecke – dass wir da noch mehr internationale Größen auf der "Mima"-Couch haben. Da sind wir auch dran und haben immer so ein Highlight und ich glaube, es wird auch so weitergehen."
Audiodatei 3 (0:22)

... über den Anspruch an die Sendung:

"Ich denke schon, dass das ein Zeichen von Qualität ist, dass jeden Tag bis zu zwei Millionen Zuschauer einschalten. Wir wollen sowohl aktuell, als auch hintergründig sein und wir wollen sowohl politisch, als auch ein bisschen leichter und bunt sein. Also das ist ja das Schöne auch, so eine Sendung, ein Nachrichtenmagazin, zu produzieren im Unterschied zu einer eher klassischen Nachrichtensendung, dass man da so viel reinpacken kann. Auch dass man Raum hat für Live-Gespräche, dass man sich ein paar Minuten länger mit jemanden unterhalten kann, auch kritische Fragen stellen kann. Das geht in so einer einstündigen Sendung viel besser als in einer kürzeren Nachrichtensendung. Ich glaube, das steht für das Mittagsmagazin und deshalb schauen es sich die Leute gerne an."
Audiodatei 4 (0:45)

 

Moderatorin Jana Pareigis ...

... zu 30 Jahre "ZDF-Mittagsmagazin":

"Ich bin wahnsinnig froh, dass es das Mittagsmagazin gibt, immer noch gibt und es nach 30 Jahren so erfolgreich ist, weil es ist diese tolle Mischung aus wirklich harter Politik, aber auch den berührenden Geschichten, einem Gast aus Kultur, oder ein Schauspieler, ein Sänger, Schriftstellerin, wir haben alles dabei. Dann auch die Geschichten, wo Leute vielleicht auch einmal schmunzeln oder sogar einmal lachen müssen. Ich finde, diese Kombination ist ja auch nicht so häufig und man hat all das so komprimiert am Mittag, das ist eigentlich perfekt."
Audiodatei 5 (0:26)

 ... über das erste Jahr als "Mima"-Moderatorin:

"Man gewöhnt sich ja schnell an das längere Schlafen (lacht). Das ist das Schöne daran. Es ist ein bisschen anders vom Ablauf für mich als Moderatorin, weil man beim Morgenmagazin morgens kommt, dann tut sich ja in der Nacht nicht so viel in der europäischen und in der deutschen Politik. Beim Mittagsmagazin ist das anders. Ich komme zur Arbeit, ungefähr um acht Uhr morgens, und alles ist schon am Laufen. Seit ich die Sendung jetzt moderiere, gab es schon viele Situationen und das reizt mich dann immer besonders als Moderatorin, wo einfach ganz kurzfristig, ein paar Minuten vor der Sendung, noch neue Entwicklungen reinkommen. Jetzt vor kurzem war es ja gerade, dass Boris Johnson von den Tories als Parteivorsitzender gewählt wurde und damit ja auch Regierungschef in Großbritannien geworden ist. Und das war in der Mittagszeit, das war ein paar Minuten vor der Sendung, beziehungsweise am Anfang der Sendung. Und da muss man dann einfach auch als Moderatorin flexibel reagieren und solche Situationen sind im Morgenmagazin nicht so häufig, weil es einfach so früh ist."
Audiodatei 6 (0:51)

... über ihr spannendstes "Mima"-Erlebnis:

Oh Wahnsinn, das ist immer total schwierig zu sagen. Aber klar, was jetzt bei mir persönlich herausstach war der Besuch von Denzel Washington als Hollywoodstar. Wir haben ja immer ganz tolle Gäste auf der "Mima"-Couch, aber Denzel Washington ist jemand, mit dessen Filmen ich auch aufgewachsen bin. Ich bin jetzt 38 und habe viele seiner Filme gesehen und habe seine Karriere verfolgt. Da war das natürlich ein besonderer Moment, ihn da sitzen zu haben und da war auch das Schöne, dass der so entspannt war.
Audiodatei 7 (0:27)

 ... Wünsche für das "ZDF-Mittagsmagazin":

"Ich wünsche dem Mittagsmagazin - abgesehen von einer großen Eistorte, die ich gerne einmal im Studio hätte, um den 30. Geburtstag zu feiern (lacht) - wünsche ich, dass diese besondere Mischung aufrecht erhalten wird. Dass die Zuschauer weiterhin aus dieser Sendung gehen und denken, sie haben mitbekommen, was gerade politisch läuft, sie haben eine berührende Geschichte gesehen, sie haben auch einmal gelacht oder geschmunzelt, sie haben eine bekannte Person persönlicher kennengelernt, was erfahren, was sie vorher nicht wussten. Und dass wir als Mittagsmagazin auch in den sozialen Medien gut vertreten sind. Weil das natürlich auch gerade bei den Jüngeren, sage ich jetzt einmal, weit verbreitet ist. Wir sind ja in der Mediathek, aber dass sie sich einfach gerne Ausschnitte anschauen oder dass wir da noch mehr jüngere Zuschauer damit erreichen. Ich glaube, das wäre perfekt für die nächsten 30 Jahre.
Audiodatei 8 (0:50)

Erinnerungen an 30 Jahre "ZDF-Mittagsmagazin"
Statements ehemaliger "Mima"-Moderatorinnen und Moderatoren

Susanne Conrad (Moderation 1989 – 2015):

"Das 'ZDF-Mittagsmagazin' – für mich waren das 25 Jahre meines Lebens, Jahre voller denkwürdiger, aufwühlender, dramatischer Ereignisse: Die friedliche Revolution in Deutschland etwa, der Krieg auf dem Balkan, am Golf oder in Afghanistan, der 11. September 2001 und seine Folgen. Nicht selten passierte Wichtiges kurz vor oder während des "Mima" – beispielsweise die Geiselnahme in der Schule von Beslan 2004, bei der mehr als 300 Menschen, vor allem Kinder, starben. Oder die Tsunami-Katastrophe in Japan 2011. Da mussten wir alles, was geplant war, über den Haufen werfen und von Minute zu Minute neu entscheiden, wie es nun in der Sendung weitergehen sollte. Und immer hatten wir dabei die Verpflichtung vor Augen, unsere Zuschauer so gut und präzise wie möglich zu informieren. Ich erinnere mich an zahllose bewegende Begegnungen und spannende Gespräche in dieser Zeit – ob nun mit Michail Gorbatschow oder George Clooney. Das sind Erlebnisse, von denen man seinen Enkelkindern noch erzählen kann... Langweilig war es im 'Mittagsmagazin' jedenfalls nie, und ich bin bis heute froh und dankbar, dass ich über so viele Jahre an dieser großartigen Sendung mitwirken durfte. Längst ist das "Mima" ein Format, das aus dem Informations-Portfolio des ZDF nicht mehr wegzudenken ist. Ein Hoch auf das 'Mittagsmagazin'!"

Ulrike Grunewald (Moderation 1989 – 1999):

"Das 'Mittagsmagazin' war für mich wie eine Wundertüte – jeden Tag durften wir sie neu befüllen, mit Süßem und Saurem, mit Bitterem und Staunenswertem. Wenn wir morgens unseren Dienst antraten, hatten wir noch keine rechte Vorstellung von der bunten Mischung, die wir nur vier Stunden später pünktlich um 13 Uhr präsentieren würden. Aufmacher aus der Politik, Krisen und Kriege, Aufregerthemen in aktuellen Interviews – da hieß es, schnell und präzise so manche harte Nuss zu knacken. Wetter und Börse, Sport und die Szene mit den Neuigkeiten aus der Welt der Promis gehörten zum Mix, wie auch der tägliche Studiogast für den fünf-Minuten-Talk. So manche Überraschung war drin in dieser Wundertüte, wenn zum Beispiel ein berühmter Schauspieler noch angesäuselt von der Premierenfeier am Abend zuvor seinen Kopf in meinen Schoß bettete oder ein Tiger lammfromm im Studio herumspazierte. Mit dem 'Mittagsmagazin' war es niemals langweilig."

Ekkehardt Gahntz (Moderation 1989 – 1990)

"Ein Info-Menü zur Mittagszeit – mit diesem Angebot ging das ZDF auf die Zuschauer zu, die sich nicht mit Nachrichten-Häppchen zufriedengeben wollten. Immer mehr Menschen sahen tagsüber fern – es lohnte sich also als Informationssender, schon mittags Flagge zu zeigen. Das Bedürfnis nach ausführlichen Nachrichten, nach Hintergrund, Analyse und Einordnung stieg damals rasant.
1989 – ein deutsches Schicksalsjahr. Gorbatschow mit seiner Perestroika gab den Menschen in der DDR den Mut zur friedlichen Revolution. Über Prag und Ungarn setzte eine Massenflucht von DDR-Bürgern ein – bewegende Bilder, die dem neuen 'Mittagsmagazin' hohe Einschaltquoten bescherten. In unserer ersten Sendung präsentierten wir als Studio-Gäste ein junges Flüchtlingspaar. Damit nichts schiefging, hatte ich ihnen angeboten, bei uns zuhause zu übernachten und dann mit mir gemeinsam ins ZDF zu fahren. Die Entwicklung blieb dramatisch über die Wiedervereinigung hinaus – für Sendungsmacher und Zuschauer eine vibrierende Zeit.
Unser Sendungskonzept war klar informationsorientiert, auf dem Boulevard konnten sich andere tummeln. Wir wollten unseren Zuschauern helfen, die Welt besser zu verstehen und ihr Leben zu meistern – durch gute Information. Und so ist es geblieben: Damit Demagogen in Deutschland keine Chance haben, damit Demokratie funktioniert – so viel Pathos muss sein."

Norbert Lehmann (Moderation 1989 – 2019)

"Franz Müntefering hat einmal gesagt: 'SPD-Chef ist das schönste Amt neben dem Papst.' Ist schon ein paar Jahre her – und die SPD gibt es ja auch schon etwas länger. Aber ich sag mal: Das 'Mima' ist die schönste Sendung im ZDF! Ein 'heute-journal plus' am Mittag: aktuell, hintergründig, tiefgreifend – also Information at its best. Und zu allem Überfluss auch noch unterhaltsam, also das Plus insbesondere durch Reportagen aus dem In- und Ausland, durch den täglichen Promi-Talk, ausführlichen Sport und das Wetter hat's auch noch. Für eine Moderatorin oder einen Moderator gibt es deshalb eigentlich keine bessere Sendung im ZDF. Hier muss man die ganze Bandbreite seines Könnens zeigen – sozusagen Singen, Tanzen und Steppen. Das ist herausfordernd, gerade wegen des hohen Moderationsanteils. Es ist aber vor allem eine Lust. Auch deshalb, weil man sich als Präsentator auf eine hochprofessionelle, eingespielte Mannschaft verlassen kann. Und das konnte ich tatsächlich 20 Jahre lang. Vor allem: Danke an die Crew – sagt auch ein langjähriger 'Mima'-Captain …"

Günther Neufeldt (Moderation 1991 – 1999):

"Für Journalisten war das 'Mittagsmagazin' vor 30 Jahren ein Reich der Freiheit: raus aus den strengen Formvorgaben althergebrachter Nachrichtensendungen, statt dessen kurze Beiträge, längere Reportagen, Nachrichten, Live-Berichte, Gespräche mit Prominenten im Studio – all das gab es in einer Sendung. Schweres und Leichtes, Kompliziertes und Anrührendes – nichts musste außen vor bleiben. Und dann die großzügige Zeitplanung: täglich eine ganze Stunde! Wir Moderatoren durften die gesamte Klaviatur einer Live-Sendung bespielen: von der kurzen, präzisen Anmoderation über die Außenreportage bis zum Acht-Minuten-Gespräch mit einem interessanten Studiogast. Und manchmal ging sogar der ganze Betrieb auf Reisen: Wir sendeten live von draußen, begegneten unseren Zuschauern leibhaftig. Nicht alles war früher immer so professionell wie heute – aber Spaß hat's gemacht!"

Martina Ruperti (Moderation 1989 bis 1994)

"Es lag etwas in der Luft im Spätsommer '89: Immer mehr Menschen flohen aus der DDR, die stille Revolution des Volkes hatte begonnen – dann Mauerfall und Wiedervereinigung, erlebte Geschichte, aus dem Studio und vor Ort: Wir zeigten, was uns alle bewegte. Was für ein Start für eine aktuelle Sendung! Und so blieb es: schnell, spontan – trotzdem gründlich, nie die Menschen aus den Augen verlierend. Politische Ereignisse am Vormittag ließen wenig Zeit, um Beiträge oder Schaltgespräche zu organisieren – eine Herausforderung, die anzunehmen dem 'Mima' mit Teamgeist unglaublich gut gelungen ist.
Neben der politischen Aktualität war mein Lieblingsteil hinten in der Sendung: im Gespräch Künstlern und anderen Promis Gedanken und Gefühle zu entlocken in einer Zeit, in der man im Fernsehen noch nicht sein Herz auf den Lippen trug – und wir bekamen so ziemlich alle. Mein liebster Gast: ein kleiner, zarter, überaus höflicher Herr mit unvergleichlicher, stiller Präsenz – der Dirigent Jehudi Menuhin. Auch diese Begegnungen trugen dazu bei, dass das 'Mima' zu den Sendungen gehört, für die ich besonders gern meinen Kopf hingehalten habe."

Christina von Ungern-Sternberg (Moderation 2015 bis 2018)

"Liebes "Mima", herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Steuerreform, Minister-Interview, Nahost-Konflikt, Promi-Talk und am Ende noch Handwerkskunst aus Schwaben - wo gibt's das schon in EINER SENDUNG?!? Danke für unvergessliche TV-Momente und alles Gute!"

Daten und Fakten

- Erstes "ZDF-Mittagsmagazin" am Montag, 2. Oktober 1989
  erstes "ARD-Mittagsmagazin" am Montag, 9. Oktober 1989

- Rund 3.650 Sendungen in 30 Jahren "ZDF-Mittagsmagazin"

Produktionsorte:

1989 bis 2018: ZDF-Sendezentrum, Mainz

Seit 3. April 2018: ZDF-Hauptstadtstudio, Berlin-Mitte

Einschaltquote:

2018: 1,74 Millionen Zuschauer, 20,20 Prozent Marktanteil

2019 (bis 23. August 2019): bislang 1,70 Millionen Zuschauer, 20 Prozent Marktanteil

Moderatoren in 30 Jahren "ZDF-Mittagsmagazin"

Von 1989 bis 1999 führten jeweils zwei Moderatoren eines größeren Präsentatorenteams durch die Sendung. Seit 1999 gibt es eine Moderatorin/einen Moderator im "ZDF-Mittagsmagazin".

Philipp Baum (1989 – 1999)

Axel Becher (1989 – 1999)

Angelika Best (1989 – 1999)

Michael Braun (1989 – 1999)

Susanne Conrad (1989 – 2015)

Ekkehardt Gahntz (1989 – 1990)

Ulrike Grunewald (1989 – 1999)

Norbert Lehmann (1999 – 2019)

Karlo Malmedie (1989 – 1999)

Günther Neufeldt (1991 – 1999)

Sabine Noethen (1989 – 1994)

Jana Pareigis (seit 2018)

Martina Ruperti (1989 – 1994)

Christina von Ungern-Sternberg (2015 – 2018)

Andreas Wunn (seit 2018) 

Weitere Informationen

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2019 ZDF

Ansprechpartner

Name: Maike Magdanz
E-Mail: presse.berlin@zdf.de
Telefon: (030) 20991093