Theo Koll und Shakuntala Banerjee moderieren erstmals die Sommerinterviews von "Berlin direkt". Fotos: ZDF/Claudius Pflug
Theo Koll und Shakuntala Banerjee moderieren erstmals die Sommerinterviews von "Berlin direkt". Fotos: ZDF/Claudius Pflug

Berlin direkt – Sommerinterviews 2019

Acht politische Sommergespräche sonntags im ZDF

"Sommerinterview"-Staffel 2019 des ZDF-Politmagazins "Berlin direkt": Im fünften "Sommerinterview" ist am Sonntag, 28. Juli 2019, 19.10 Uhr, Katja Kipping Gesprächsgast von Theo Koll. Während der parlamentarischen Sommerpause interviewen die "Berlin direkt"-Moderatoren Theo Koll und Shakuntala Banerjee die Spitzen der im Bundestag vertretenen Parteien. Insgesamt acht Sommerinterviews sind bis zum 18. August 2019, jeweils sonntags um 19.10 Uhr, im ZDF zu sehen. Für Theo Koll und Shakuntala Banerjee, seit März dieses Jahres für "Berlin direkt" im Einsatz, ist es die erste "Sommerinterview"-Staffel.

  • ZDF, Vom 30. Juni 2019 bis 18. August 2019, sonntags 19.10 Uhr
  • ZDF Mediathek, seit 30. Juni 2019

Texte

Acht "Berlin direkt"-Sommerinterviews

Das ZDF-Politikmagazin "Berlin direkt" setzt auch in diesem Jahr seine traditionelle Reihe der Sommerinterviews fort. Theo Koll spricht zum Auftakt am Sonntag, 30. Juni 2019, 19.10 Uhr, mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Während der parlamentarischen Sommerpause interviewen die Moderatoren von "Berlin direkt", Theo Koll und Shakuntala Banerjee, die Spitzen der im Bundestag vertretenen Parteien.

Die "Berlin direkt"-Sommerinterviews sind seit 31 Jahren fester Bestandteil des ZDF-Sommerprogramms. Das erste wurde 1988 im Rahmen der Sendung "Bonn direkt" ausgestrahlt.

Die Sendetermine der "Berlin direkt"-Sommerinterviews 2019

Sonntag, 30. Juni 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Gespräch mit Theo Koll

 

Sonntag, 7. Juli 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Vorsitzende, im Gespräch mit Theo Koll

 

Sonntag, 14. Juli 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Markus Söder, CSU-Vorsitzender, im Gespräch mit Shakuntala Banerjee

 

Sonntag, 21. Juli 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Robert Habeck, Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen, im Gespräch mit Shakuntala Banerjee

 

Sonntag, 28. Juli 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Katja Kipping, Vorsitzende Die Linke, im Gespräch mit Theo Koll

 

Sonntag, 4. August 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Jörg Meuthen, AfD-Bundessprecher, im Gespräch mit Theo Koll

 

Sonntag, 11. August 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Manuela Schwesig, kommissarische SPD-Vorsitzende, im Gespräch mit Shakuntala Banerjee

 

Sonntag, 18. August 2019, 19.10 Uhr, ZDF

Berlin direkt – Sommerinterview
Christian Lindner, FDP-Vorsitzender, im Gespräch mit Shakuntala Banerjee

"Intensive Gespräche sind immer interessanter"
Theo Koll und Shakuntala Banerjee über ihre ZDF-Sommerinterview-Premiere

Angesichts der Tradition von 31 Jahren Sommerinterviews im ZDF, erst bei "Bonn direkt", dann bei "Berlin direkt": Überwiegt der Respekt vor diesem Klassiker der politischen Sommergespräche oder doch die reine Vorfreude?

Theo Koll: Für mich ist es eine fantastische Renaissance der Sommerinterviews. Das ZDF hat dieses Format ja vor über 30 Jahren erfunden. Ich war als Jungredakteur schon Anfang der 90er Jahre dabei, als Helmut Kohl am Wolfgangsee interviewt wurde und er bei der anschließenden Vesper einen Teil meiner Portion gleich mit verputzt hat. Das war die alte Bundesrepublik, die es in vielerlei Hinsicht nicht mehr gibt. Und genau diese massive Veränderung der politischen Landschaft inklusive der vielfältigen Unsicherheiten und Nervositäten – das wird auch die Sommerinterviews dieses Jahres prägen.

Und wie sehen Sie Ihrer "Sommerinterview"-Premiere entgegen?

Shakuntala Banerjee: Ein wenig Lampenfieber gehört dazu, aber letztlich überwiegt die Vorfreude. 20 Minuten Zeit für ein Gespräch mit nur einem Gegenüber, abseits vom rasanten Takt des Berliner Politikbetriebes – journalistisch gesehen ein Traum.

Welche Vorteile sehen Sie in dieser Gesprächskonstellation?  

Shakuntala Banerjee: 20 Minuten bieten mehr Raum, um Fragen anders anzugehen und zu vertiefen. Das ist ein Unterschied zu den viereinhalb Minuten, wie wir sie üblicherweise in "Berlin direkt" zur Verfügung haben. Und der Ort des Interviews trägt dazu bei, inhaltlich einen Schritt zurückzutreten vom Tagesgeschehen und in der anderen Atmosphäre auch übergeordnete Themen zu besprechen. Dennoch: Es geht beim Sommerinterview immer noch um aktuelle Politik – ein Gespräch zum Entspannen wird es weder für unsere Gäste noch für uns.

Theo Koll: Ein intensives Gespräch ist immer interessanter – das ist wie im normalen Leben. Man kann Themen vertiefen, das Gegenüber politisch und persönlich erleben. Im günstigsten Fall kann man jemanden spontan, quasi beim Denken erleben.

Gibt es Sommerinterviews aus den zurückliegenden Jahren, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

Theo Koll: Aus dem vergangenen Jahr etwa das Gauland-Interview, das die inhaltlichen Schwächen, ja Leerstellen der AfD vor Augen geführt hat. Oder auch das Gespräch mit Angela Merkel, die selbst am Tag einer massiven Unionskrise rund um die Migration sich den Fragen gestellt hat.

Shakuntala Banerjee: Mir sind vor allem die Interviews in Erinnerung geblieben, die für größere Diskussionen gesorgt haben. Das bereits erwähnte Interview von Thomas Walde mit Alexander Gauland aus dem vergangenen Sommer gehörte da ebenso zu wie das Gespräch zwischen Peter Frey und Oskar Lafontaine aus dem Jahr 2009. In beiden Fällen gab es begeisterte und entrüstete Stimmen – ein Zeichen dafür, dass der Gesprächsinhalt einen Nerv getroffen hat.

Welche Bedeutung messen sie der Frage bei, ob die Chefs und Chefinnen der im Bundestag vertretenen Parteien eher in ihrer Heimat, ihrem Urlaub oder an einem anderen speziellen Ort befragt werden?

Shakuntala Banerjee: Allein die Wahl des Ortes sagt schon etwas aus. Wir bitten unsere Gäste, eine Region zu benennen, mit der sie etwas verbinden. Im besten Fall ergeben sich daraus Situationen. in denen sich Details herausarbeiten lassen, die am politischen Sammelplatz Berlin so nicht zum Vorschein kämen.

Theo Koll: Der Sommer und die parlamentarische Pause sind ja immer auch Zeiten, um Kraft oder auch neue Ideen zu sammeln. Wenn man raus ist aus dem alltäglichen Klein-Klein, lässt sich leichter das etwas größere Bild in den Blick nehmen. Und im Freien wird ja gerne auch mal der Kopf freier, entspannter – alles eine gute Grundlage für Gespräche. Und wenn es dann noch ein vertrauter Ort ist, dann vermittelt sich gegebenenfalls auch etwas Persönlicheres.

Erhöht diese Interviewsituationen abseits der Dienstorte demnach die Chancen, auch mal unerwartete Antworten von den Politikerinnen und Politkern zu erhalten?

Theo Koll: Unerwartete Fragen können unerwartete Antworten provozieren, aber natürlich auch dazu führen, dass der andere zumacht. Es ist abhängig von der Situation und der Stimmung – the proof of the pudding is in the eating.

Shakuntala Banerjee: Es gibt auf der Ebene der Parteivorsitzenden niemanden, dem eine lässige Umgebung automatisch die Zunge lockert. Aber beim Sommerinterview haben wir mehr Zeit und eine andere Gesprächsatmosphäre, das heißt auch: mehr Möglichkeiten hartnäckiger und origineller nachzuhaken als in kürzeren Formaten.

In Ihre neue Aufgabe bringen Sie Korrespondenten-Erfahrungen aus Paris und Brüssel mit. Zudem startet Ihre erste Sommerinterview-Staffel fünf Wochen nach der Europawahl: Wird die europäische Perspektive in den diesjährigen Gesprächen eine wichtige Rolle spielen?

Shakuntala Banerjee: Die europäische Perspektive ist aus den drängenden Themen wie Klimawandel und Migration gar nicht wegzudenken. So gesehen wird sie sicherlich eine Rolle spielen. Allerdings fallen die Sommerinterviews in diesem Jahr in eine Zeit, in der innenpolitisch vieles im Fluss ist. Auch wenn ich persönlich gerne würde: Viel Raum für EU-Fragen wird vermutlich nicht bleiben.

Theo Koll: Die Sommerinterviews finden wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg statt. In beiden Ländern liegt die AfD vorn, in beiden Ländern herrscht große Unsicherheit, wie es nach den Wahlen weitergeht. Und das spiegelt sich natürlich in der politischen Gesamtlage: Die uns vertraute Bundesrepublik gibt es nicht mehr, wir stecken mitten in einem Veränderungsprozess, die Ära der Gewissheiten geht zu Ende. AfD-Erfolge im Osten, die Grünen auf Platz 1 im Westen, ein Grüner auf Platz 1 der Beliebtheitsskala, die SPD ohne Kopf, die CDU mit neuem Kopf, der aber von vielen nicht für den richtigen gehalten wird. Es wird uns nicht an Themen mangeln.

Nicht nur Sie beide debütieren in der anstehenden Sommerinterview-Staffel – auch Annegret Kramp-Karrenbauer, Robert Habeck, Markus Söder und Jörg Meuthen sind erstmals in dieser speziellen Interviewsituation gefragt. Wird das einen Unterschied machen im Vergleich zu denen, die mehr Sommerinterview-Erfahrungen mitbringen?

Theo Koll: Wir werden quasi gleichzeitig Sommerinterview-eingeschult – das ist doch eine gute Ausgangslage, frische Ansätze allerorten.

Shakuntala Banerjee: Diese neuen Köpfe, die aller Voraussicht nach die Berliner Politik in den kommenden Monaten mit neuen Akzenten beeinflussen werden, zum ersten Mal im langen Interview zu haben, ist schon sehr spannend. Vielleicht sitzt bei uns jemand, der bereits in ein paar Monaten den Job der Kanzlerkandidatin oder des Kanzlerkandidaten übernehmen muss.

Wie findet beim ersten Mal eigentlich die Aufteilung statt, wer von Ihnen wen interviewt. Entscheidet das Los oder lediglich der Dienstplan?

Shakuntala Banerjee: Der Dienstplan spielte eine Rolle, aber auch die Frage, wie viele Interviews in Folge jeder von uns sinnvollerweise bestreiten sollte. Ein wenig Abwechslung auf dem Schirm tut ja nicht nur uns gut, sondern auch den Zuschauerinnen und Zuschauern.

Theo Koll: Wir haben jeweils zwei Interview-Sonntage hintereinander, so dass der andere zumindest mal zehn Tage am Stück Ferien machen kann – ansonsten fiele für uns der Urlaub ja komplett aus, zumal der Herbst arbeitsreich werden dürfte …

Was muss wie gelaufen sein, damit Sie in der zweiten August-Hälfte bilanzieren können: Diese erste Sommerinterview-Staffel macht wahrlich Lust auf die nächste im kommenden Jahr?

Shakuntala Banerjee: Es sollten interessante, gehaltvolle Gespräche sein, in denen auch einmal andere Sätze fallen als im Berliner Tagesgeschäft.

Theo Koll: Ich wünsche mir sowohl aktuelle Einblicke als auch Ausblicke auf einen politischen Herbst, der so spannend und wichtig werden dürfte wie sonst selten. Wenn das gelänge, dann sehen Sie mich zufrieden.

Die Fragen stellte Thomas Hagedorn

Weitere Infos zu den Sommerinterviews und zu "Berlin direkt"

Die Sommerinterviews sind seit 31 Jahren fester Bestandteil des ZDF-Programms. Das erste wurde 1988 im Rahmen der Sendung "Bonn direkt" ausgestrahlt. Vom 17. Juli bis 21. August 1988 lief die erste Staffel der "Sommerinterviews" im ZDF mit Wolfgang Herles und Peter Ellgaard als Interviewer. Das Nachfolgeformat "Berlin direkt" gestaltete die Tradition weiter aus, während der parlamentarischen Sommerpause Spitzenpolitiker der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien zu den wichtigsten Fragen der aktuellen Politik zu befragen. Bei "Berlin direkt" und bei den "Berlin direkt"-Sommerinterviews waren von 2001 bis 2010 Peter Frey und Peter Hahne sowie von 2010 bis 2019 Bettina Schausten und Thomas Walde im Einsatz. Im Sommer 2019 führen erstmals Theo Koll und Shakuntala Banerjee durch die neue "Sommerinterview"-Staffel von "Berlin direkt".

"Berlin direkt" berichtet immer sonntags um 19.10 Uhr im ZDF über das politische Geschehen in der Hauptstadt und im Regie­rungsviertel.

Link zu den Biografien der "Berlin direkt"-Moderatoren

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/berlindirekt

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