Call The Midwife - Ruf des Lebens

Britische Serie, 2012, 22 Folgen (Staffel 1-3)

Die preisgekrönte BBC-Serie „Call the Midwife - Ruf des Lebens" erzählt die bewegenden, innigen, lustigen und vor allem lebensnahen Geschichten der Hebammen im Londoner East End in den 1950er Jahren.

  • ZDF neo, ab Freitag, 9. Oktober 2015, 21.35 Uhr

    Texte

    "Hoffnung ist unser Schutz und Liebe unser Allheilmittel“, Hauptfigur Jenny Lee -
    Vorwort von Till Frommann (ZDFneo/Team Fiction)

    In nahezu jeder Folge der britischen Serie „Call the Midwife – Ruf des Lebens“, die auf den gleichnamigen Memoiren der Krankenschwester Jennifer Worth beruhen, bleibt am Ende das Gefühl, dass doch alles gut wird und die Welt nicht ganz so schlecht ist, wie man manchmal denken könnte. Es geht um die großen und kleinen Dramen des Lebens, um Verzweiflung, Angst, Trauer, Liebe und Glück im London der 1950er Jahre.

    ZDFneo zeigt mit „Call the Midwife“ eine emotionale und menschliche Serie, die vor Augen führt, was von den ersten Minuten an das Besondere am Leben ist. Einfühlsam und realistisch wird die Arbeit von Hebammen dargestellt, sodass der Zuschauer spürt, was diesen Beruf ausmacht.

    Im Mittelpunkt der Handlung steht Jenny Lee (gespielt von Jessica Raine), die gemeinsam mit den Nonnen des Nonnatus-Hauses Geburtshilfe im Londoner Armenviertel East End leistet. Im Nonnatus-Haus leben und arbeiten die unterschiedlichsten Charaktere miteinander. Unter ihnen die vergessliche Schwester Monica-Joan und Trixie Franklin, die mit ihren modernen Ansichten so manches Mal für Furore sorgt. So verschieden die Schwestern auch sind, alle ziehen selbstbewusst an einem Strang und beweisen auch unter widrigsten Umständen ihren Mut.

    Allgegenwärtig sind die Armut und die katastrophalen hygienischen Bedingungen, doch gleichzeitig erlebt Jenny Lee Hoffnung und Menschlichkeit in ihrer positivsten Form: „Während meiner Jahre im East End radelte ich durch sonnige Straßen, Mütter wurden gefahrlos von ihren Babys entbunden und die ganze Welt schien zu strahlen. Es war leicht, die dunklen Flecken auf dem Diamanten zu übersehen - die Schatten in den hellsten Ecken des Tages.“ So hört man Jenny Lee als alte Frau rückblickend sprechen, während man sie als junge Frau durch das verarmte London fahren sieht.

    Die aufwändig produzierte BBC-Serie wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2012 mit dem „TV and Radio Industries Club Award“ als Dramaserie des Jahres. Die Schauspielerin Miranda Hart, die die Nonne Chummy Noakes verkörpert, gewann 2012 bei den britischen „TV Choice Awards“ in der Kategorie „Beste Schauspielerin“. Des Weiteren erhielt sie ein Jahr darauf die Auszeichnung „Beste weibliche Darstellerin“ bei den „National Television Awards“.

    ZDFneo zeigt die ersten drei Staffeln von „Call the Midwife – Ruf des Lebens“ ab dem 9. Oktober 2015 immer freitags ab 21.45 in Doppelfolgen.

    Stab

    Buch     

    Heidi Thomas, Harriet Warner, John Martin Johnson, Mark Catley,

    Jess Williams, Liz Lake, Gabbie Asher, Damian Wayling 
    Basierend auf den Memoiren von Jennifer Worth
    RegiePhilippa Lowthorpe, Jamie Payne, Roger Goldby, China Moo-Young, Minkie Spiro,
    Thea Sharrock, Juliet May
    ProduktionNeal Street Production
    Redaktion ZDFneo

    Jutta Hessel / Till Frommann

    Länge jeweils ca. 52 Minuten

    Die Rollen und ihre Darsteller

    Jenny Lee                                                                         Jessica Raine
    Schwester Evangelina                                    Pam Ferris
    Schwester Monica Joan                                 Judy Parfitt
    Schwester Julienne                                        Jenny Agutter
    Cynthia Miller                                                Bryony Hannah
    Beatrix „Trixie“ Franklin                                 Helen George
    Schwester Bernadette / Shelagh Turner            Laura Main 
    Schwester Winifred                                        Victoria Yeates
    Camilla „Chummy” Browne / Camilla “Chummy” Noakes     Miranda Hart
    PC Peter Noakes                                           Ben Caplan
    Fred                                                                Cliff Parisi
    Dr. Turner                                                       Stephen McGann
    Patsy Mount                                                   Emerald Fennell
    und andere         

    Inhalt

    Die preisgekrönte BBC-Serie „Call the Midwife - Ruf des Lebens" erzählt die bewegenden, innigen, lustigen und vor allem lebensnahen Geschichten der Hebammen im Londoner East End in den 1950er Jahren.

    Inhalt Staffel 1

    Londoner East End in den 1950er Jahren:

    Jenny Lee sammelt erste Erfahrungen als Hebamme. Gerade fertig mit ihrer Ausbildung, tritt sie ihre erste Stelle an. In einem Nonnenkloster, dem Nonnatus-Haus, in einem der ärmsten Viertel Londons. Ihr Entsetzen über die Armut und die schlimmen hygienischen Umstände im East-End ist groß. Doch schon bald arrangiert sich Jenny Lee mit den Verhältnissen, denn ihre Patienten sind dankbar und schließen die engagierte Hebamme schnell in ihr Herz.

    Inhalt Staffel 2

    Londoner East End, Ende der 1950er Jahre:

    Die junge Hebamme Jenny Lee ist inzwischen aus dem Nonnatus-Haus nicht mehr weg zu denken. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen kümmert sie sich tagtäglich um ihre Patienten in den überfüllten Wohnungen im Londoner Stadtteil Poplar. Die Schwestern werden mit häuslicher Gewalt ebenso konfrontiert wie mit dem Ausbruch der Tuberkulose. Doch es gibt auch schöne Dinge, die die Hebammen erleben: So begegnet Jenny ihrer großen Liebe, Chummy gründet eine Familie und Trixie kann es nicht lassen, ihren extravaganten Lebensstil zu genießen.

    Inhalt Staffel 3

    Londonder East End, 1959:

    Das Nonnatus-Haus muss geräumt werden – eine Bombendetonation hat es unbewohnbar gemacht. Jenny Lee, Chummy und Schwester Julienne sind auf der Suche nach einer neuen Bleibe, der Umzug nimmt schließlich ihre ganze Energie in Anspruch. Der Ausbruch der Kinderlähmung fordert die Schwestern in besonderem Maße und schließlich muss Jenny-Lee mit einem ganz besonders tragischen Schicksalsschlag fertig werden.

    Folgeninhalte - Staffel 1

    Freitag, 9. Oktober 2015, 21.35 Uhr

    Episode 1: Heldinnen

    London 1957. Die frischqualifizierte Hebamme Jenny Lee freut sich auf ihre neue Arbeit im Osten der Stadt. Doch ihr Glaube, es handele sich um eine Privatklinik, erweist sich als Irrtum. Zur Ihrem Erschrecken muss Jenny Lee feststellen, dass es sich bei der Einrichtung um ein Nonnenkloster handelt. Es fällt ihr zunächst schwer, sich mit den Gegebenheiten abzufinden, doch bald freundet sie sich mit ihren Kolleginnen an.

    Gleich ihr erster Fall stellt Jenny Lee vor eine Herausforderung: Conchita Warren ist schwanger, sie erwartet ihr 25. Kind. Die Schwangerschaft verläuft zunächst reibungslos, bis Conchita eines Tages stürzt. Der Sturz führt zu einer Frühgeburt, die Jennys ganze Kraft fordert: Denn sowohl das Leben der Mutter als auch das des Babys stehen auf dem Spiel.

     

    Freitag, 9. Oktober 2015, 22.30 Uhr

    Episode 2: Schwester Chummy

    Während das Nonnatus-Haus endlich Verstärkung im Team bekommt, trifft Jenny auf die hochschwangere, minderjährige Prostituierte Mary, die sie um Essen anbettelt. Jenny nimmt Mary mit ins Nonnatus-Haus, wo sie die ganze Geschichte des Mädchens erfährt. Mary ist vor ihrem gewalttätigen Vater weggelaufen, bevor sie in London zur Prostitution gezwungen wurde. Schwester Julienne kümmert sich um eine Unterkunft für Mary, in der sie ihr Baby zur Welt bringen kann. Außerdem muss die neue Hebamme Camilla „Chummy“ Browne gleich bei einem höchst komplizierten Fall ihre Kompetenz unter Beweis stellen. Dabei stellt sie die Geduld der Schwestern auf eine harte Probe.

     

    Freitag, 16. Oktober 2015, 21.35 Uhr

    Episode 3: Liebe ist stärker

    Jenny wird fest in den Schwesterndienst übernommen und freundet sich direkt mit einem Patienten an, dem Kriegsveteranen Joe, dessen Haus abgerissen werden soll. Im Konvent kümmern sich die Hebammen um einen außergewöhnlichen Fall: die Mittvierzigerin Winnie und ihr älterer Mann Ted werden von Winnies später Schwangerschaft überrascht.

     

    Freitag, 16. Oktober 2015, 22.25 Uhr

    Episode 4: Der Ring

    Das Verschwinden eines Babys bringt die ganze Nachbarschaft in Aufruhr. Währenddessen kümmert sich Cynthia um das Ehepaar David und Margaret Jones, das sein erstes Kind erwartet. Mit Hilfe der Polizei kann Jenny das vermisste Baby ausfindig machen - der Entführer ist ein ihr bereits bekanntes Gesicht. Margaret fällt in ein Schwangerschaftskoma, und Cynthia muss lernen, wie nahe Glück und Unglück beieinander liegen.

     

    Freitag, 23. Oktober 2015, 21.50 Uhr

    Episode 5: „Geschwisterliebe“

    Bei Frank, dem Bruder von Putzfrau Peggy, wird eine unheilbare Krankheit diagnostiziert. Das Nonnatus-Haus kümmert sich aufopferungsvoll um das nun unzertrennliche Geschwisterpaar. Peggy und Frank sind im Armenhaus aufgewachsen und haben sich dann aus den Augen verloren. Nach vielen Jahren der Trennung wollen die beiden beieinander bleiben. Unterdessen sorgt Hausmeister Fred für tierische Nachrichten: Schwein Evie bringt Nachwuchs ins Haus.

     

    Freitag, 23. Oktober 2015, 22.45 Uhr

    Episode 6: „Lebenswege“

    Schwester Monica Joan wird des Diebstahls angeklagt und steht vor Gericht. Kann Mutter Jesu, Oberhaupt des Ordens, Schwester Monica vor Gericht verteidigen? Außerdem steht der Besuch von Chummys dominanter Mutter an und lässt das Selbstvertrauen der Hebamme immens schrumpfen. Nach der Entbindung von Drillingen fühlt sich Chummy allerdings bestärkt, nur noch auf ihr Herz zu hören. Auch Jenny wagt einen Schritt in die Zukunft.

    Folgeninhalte - Staffel 2

    Freitag, 30. Oktober 2015, 21.35 Uhr

    Episode 7: „Mutter an Bord“

     Während Dr. Turner seine Patientinnen mit Lachgas als neues Schmerzmittel beeindruckt, müssen sich Jenny, Trixie und Schwester Evangelina um brenzlige Fälle kümmern. Jenny unterstützt die Schwangerschaft von Molly, die von ihrem Ehemann geschlagen wird, diesen jedoch vorbehaltlos liebt. Auf einem Frachter helfen die Hebammen der in den Wehen liegenden Tochter des Kapitäns, die von ihrem Vater schamlos ausgenutzt wurde.

     

    Freitag, 30. Oktober 2015, 22.30 Uhr

    Episode 8: „Fernweh“

    Chummy und PC Noakes treffen eine zukunftsweisende Entscheidung. Cynthia muss mit harten Beschuldigungen und Selbstzweifeln kämpfen, nachdem ein von ihr entbundenes Baby unerwartet stirbt. Obwohl Chummy das eheliche Leben mit Peter genießt, fehlt ihr zum vollkommenen Glück die Arbeit als Missionarin: Das Paar beschließt, für ein halbes Jahr nach Afrika zu gehen. Jenny kämpft mit ihren Gefühlen, nachdem sie auf Jimmy und dessen schwangere Verlobte trifft.

     

    Freitag, 6. November 2015, 22.15 Uhr

    Episode 9: „Nicht ohne Dich“

    Die verschlossene Jane Sutton zieht ins Nonnatus-Haus und hilft den Hebammen bei der Gemeindearbeit aus. Jenny soll in dem unterbesetzten London Hospital als Krankenschwester einspringen. Außerdem gibt es noch einen besonderen Fall für die Hebammen: Die Zwillinge Meg und Mave Carter teilen alles im Leben, sogar den Ehemann. Der einzige Unterschied: Eine von ihnen ist schwanger. Die Frage, ob die Hebammen die Geburt begleiten sollen, stellt die Geschwisterliebe auf die Probe.

     

    Freitag, 6. November 2015, 23.05 Uhr

    Episode 10: „Reden und Schweigen“

    Jenny und Schwester Evangelina erwartet ein tragischer Fall. Außerdem besucht Pfarrer Applebee-Thornton, Chummys redseliger Bekannter, das Nonnatus-Haus. Dieser findet Jane überaus sympathisch. Jane erlebt derweil eine große Erschütterung: Das Baby von Doug und Ruby wird mit einer Fehlbildung geboren. Ist das junge Elternpaar stark genug, diesen Schicksalsschlag zu überwinden? Können sie ihren Sohn auch mit der Behinderung und der kurzen Lebenserwartung akzeptieren?

     

    Freitag, 13. November 2015, 22.00 Uhr

    Episode 11: „Mutige Mütter“

    Die gesamt Nachbarschaft von Poplar ist mit der Organisation des Sommerfestes beschäftigt. Während alle guter Stimmung sind, ist der achtfachen Mutter Nora Harding überhaupt nicht nach Feiern zumute. Als sie von ihrer erneuten Schwangerschaft erfährt, sieht sie sich gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die ihre Gesundheit dramatisch gefährden. Währenddessen hat Schwester Bernadette damit zu kämpfen, ihre romantischen Gefühle für Dr. Turner zu unterdrücken.

     

    Freitag, 13. November 2015, 22.50 Uhr

    Episode 12: „Kreislauf des Lebens“

    Aus Angst vor einer Tuberkuloseepidemie führt Dr. Turner ein Massen-Röntgenprogramm durch und macht eine verheerende Entdeckung. Jenny sorgt sich um eine angespannte Vater-Tochter Beziehung. Ausgelöst durch Tuberkulose hat Mr. Mastersons fast seine ganze Familie verloren. Nur noch seine Tochter lebt, mit der er jedoch seit Jahren zerstritten ist. Jenny versucht, zwischen dem im Sterben liegenden Vater und seiner schwangeren Tochter zu vermitteln.

     

    Freitag, 20. November 2015, 21.45 Uhr

    Episode 13: „Fremd in der Heimat“

    Chummy und Peter kehren mit einer großartigen Überraschung aus Afrika zurück. Cynthia und Jenny lernen bei ihren Einsätzen neue Schicksale kennen und stehen ihren Patienten hingebungsvoll bei. Cynthia empfindet Mitleid mit Annie Lacey, die von ihrem diabeteskranken Mann pausenlos erniedrigt wird. Jenny kümmert sich liebevoll um die schwangere Jamaikanerin Monique Hyde und muss mit ansehen, wie die werdende Mutter aufgrund ihrer Hautfarbe gedemütigt wird.

     

    Freitag, 20. November 2015, 22.40 Uhr

    Folge 14: „Guter Hoffnung“

    Alle bereiten sich voller Vorfreude auf den Nachwuchs von Chummy und Peter vor. Auch Fred wird bald zum zweiten Mal Großvater. Doch dann erreicht das Nonnatus-Haus unerwartet eine bestürzende Nachricht. Schwester Bernadette hört nun auf den Namen Shelagh Turner. Sie hat den Orden verlassen und blickt hoffnungsvoll der Zukunft mit Dr. Turner und seinem Sohn Timothy entgegen. Apropos Liebe: Jenny lernt durch Jimmy den charmanten Alec kennen. Bahnt sich da eine Romanze an?

    Folgeninhalte - Staffel 3

    Freitag, 27. November 2015, 21.35 Uhr

    Folge 15: „Ein neuer Anfang“

    London 1959. Große Veränderungen stehen an: Das Nonnatus-Haus muss umziehen, und das Team bekommt Zuwachs durch Schwester Winifred. Da lassen neue Ereignisse nicht lange auf sich warten. Trotz liebevoller Pflege sind die Kinder von Merle und Billy Vickers immer krank. Das Ehepaar macht sich Vorwürfe. Auch die Hebammen und Dr. Turner sind ratlos. In der Zwischenzeit kümmert sich Chummy um die Eröffnungsfeier der neuen Geburtsklinik und lädt hierzu königlichen Besuch ein.

     

    Freitag, 27. November 2015, 22.30 Uhr

    Folge 16: „Veränderungen“

    Eine angespannte Situation: Obwohl Trixie gerne die Stelle bekommen hätte, wird Jenny zur leitenden Schwester an Beratungstagen befördert. Weitere fesselnde Fälle warten auf die Hebammen: Die Friseurin Doris Aston kann ihr Kind nicht behalten, weil die Hautfarbe ihres Babys eine Affäre ans Licht bringen würde. Cynthia bringt den werdenden Müttern von Poplar neue Entspannungstechniken zur Angstlinderung bei Geburten bei, die Wirkung zeigen.

     

    Freitag, 4. Dezember 2015, 21.45 Uhr

    Folge 17: „Lügner und Betrüger“

    Als Trixie und Schwester Julienne im Holloway-Gefängnis aushelfen, sind sie über den harschen Umgang mit den Schwangeren entsetzt. Derweil erhält Shelagh eine erschütternde Nachricht. Während Schwester Julienne ihre Kontakte nutzt, um der schwangeren Insassin Stella zu einer besseren Zukunft zu verhelfen, kümmert sich Jenny um das Ehepaar Baker. Außerdem freuen sich alle auf Chummys Geburtstagsgeschenk: einen gemeinsamen Musicalbesuch.

     

    Freitag, 4. Dezember 2015, 22.35 Uhr

    Folge 18: „Offene Türen“

    Durch ihre Unerfahrenheit zweifelt Schwester Winifred an ihrer Berufung als Hebamme und meidet deshalb den Dienst. Das ändert sich nach ihrem Einsatz bei der jüdischen Familie Moss. Leah und Charlie Moss wollen in ein besseres Viertel von London ziehen. Jedoch traut sich Leahs Mutter, traumatisiert durch ihre Vergangenheit, seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr aus dem Haus. Der frischen Liebe von Jenny und Alec widerfährt ein herber Schicksalsschlag.

     

    Freitag, 11. Dezember 2015, 21.40 Uhr

    Folge 19: „Turbulente Zeiten“

    Schwester Julienne bricht vor Erschöpfung zusammen, und Shelagh übernimmt kurzerhand die Verwaltung des Nonnatus-Hauses. Es wird eine neue Hebamme eingestellt – die ehrgeizige Patsy Mount. Schwester Evangelina bekommt mit, dass zu einer für sie heimlich organisierten Feier auch ihre Verwandten eigeladen wurden und ist alles andere als erfreut. Auch als Sally, die Down-Syndrom hat, schwanger wird, sind alle sprachlos. War es eine Vergewaltigung?

     

    Freitag, 11. Dezember 2015, 22.35 Uhr

    Folge 20: „Der Ausflug“

    Bedingt durch ihre eigene Vergangenheit erkennt Patsy die Ursache für die Erkrankung von Familienvater Maurice Glennon, die noch aus seiner Zeit im Kriegsgefangenenlager in Japan stammt. Das werdende Elternpaar Doyle sah sich gezwungen, durchzubrennen, da die unterschiedlichen Glaubenszugehörigkeiten ihrer Familien die gemeinsame Zukunft gefährdet hätten. Trixie wird von Kurator Tom Hereward zu einem nicht sonderlich romantischen Date eingeladen.

     

    Freitag, 18. Dezember 2015, 21.35 Uhr

    Folge 21: „Das Band der Liebe“

    Zu aller Freude kehrt Jenny zurück und nimmt eine Anstellung am London Hospital an. Lady Browne überbringt Chummy eine unerfreuliche Nachricht und bricht kurze Zeit später zusammen. Die Hebammen versuchen, der an Wochenbettpsychose erkrankten Pamela Saint zu helfen. Shelagh und Patrick setzen ihren Wunsch endlich in die Tat um und stellen einen Adoptionsantrag. Könnte ein Geheimnis aus Patricks Vergangenheit diesen Traum platzen lassen?

     

    Freitag, 18. Dezember 2015, 22.25 Uhr

    Folge 22: „Neue Wege“

    Während die Turners den langersehnten Familienzuwachs bekommen, lernt Jenny durch ihre Patientin den sympathischen Philip Worth kennen. Auch Trixie und Tom schwimmen weiterhin auf einer Wellenlänge. Chummy erhält die Nachricht, dass ihre Mutter nicht mehr lange zu leben hat. Wird das Mutter-Tochter-Verhältnis  sich nun noch verbessern? Jenny beschließt, das Nonnatus-Haus zu verlassen, da sie sich der Pflege von sterbenskranken Patienten widmen möchte.

    Die Rollenbeschreibungen

    Jenny Lee (Jessica Raine)

    Im zarten Alter von 22 Jahren kommt die frischqualifizierte und hochmotivierte Hebamme und Krankenschwester Jenny Lee nach London, um eine Anstellung am Nonnatus-Haus anzunehmen. Trotz der anfänglichen Empörung und Fassungslosigkeit über die miserablen Zustände, lernt Jenny ihre Arbeit schnell lieben und schätzen. Sie wächst mit ihren Aufgaben und durchlebt im East End unvergessliche Jahre voller Liebe, Freundschaft und Hoffnung, aber auch Schmerz, Enttäuschung und Verlust.

     

    Schwester Monica Joan (Judy Parfitt)

    Die über 90-jährige Schwester Monica Joan kommt aus einer angesehenen Familie. Ende des 19. Jahrhunderts war sie eine der ersten qualifizierten Hebammen in England. Sie ist belesen und zitiert oft aus literarischen Werken. Sie ist exzentrisch, glaubt an die Macht der Sterne und hat eine Schwäche für Kuchen und Kekse. Bedingt durch ihr fortgeschrittenes Alter kann Schwester Monica Joan die Hebammentätigkeit nicht mehr ausüben und fühlt sich oft nutzlos. Auch verliert sie häufig die Orientierung und wirkt dement, was den Mitbewohnerinnen des Nonnatus-Hauses oft Sorgen bereitet. Jedoch unterstützt sie die Schwestern bei Strickarbeiten und hilft ihnen mit der einen oder anderen Lebensweisheit in privaten und medizinischen Fragen weiter.

     

    Schwester Julienne (Jenny Agutter)

    Schwester Julienne ist die oberste Schwester und widmet sich voll und ganz der Verwaltung des Nonnatus-Hauses. Sie ist Anfang 50 und sehr gläubig. Sie ist gutmütig und kümmert sich hingebungsvoll um ihre Kolleginnen und Patienten und versucht, andere durch ihre Hilfe zu entlasten. Ihre Sanftmütigkeit und Herzlichkeit strahlen eine Sicherheit aus, die so schnell nicht aus der Fassung zu bringen ist. Schwester Julienne ist der kühle Kopf unter den Schwestern, sie vermittelt, schlichtet, beruhigt und steht mit Rat und Tat immer den Schwestern und Hebammen auch bei den privaten Angelegenheiten zur Seite.

     

    Schwester Evangelina (Pam Ferris)

    Schwester Evangelina ist die einzige unter den Schwestern, die aus den gleichen Verhältnissen kommt, wie die Patienten in Poplar. Aus eigener Erfahrung ist sie bei weitem nicht so schnell über die prekären Fälle erschüttert wie ihre Kolleginnen. Sie ist temperamentvoll und direkt. Schnelle und genaue Arbeit zeichnet sie aus. Faulheit und Tollpatschigkeit machen sie aufbrausend. Jedoch liebt sie die Menschen, die sie umgeben von ganzem Herzen, ist liebevoll und hingebungsvoll. Hin und wieder bringt sie mit dem ein oder anderen derben Spruch das ganze Haus zum Schmunzeln. Sie glaubt an das Gute im Menschen und nimmt wieder Kontakt zu ihrem alkoholkranken Bruder auf, den sie lange verschwiegen hat.

     

    Schwester Bernadette / Shelagh Turner (Laura Main)

    Schwester Bernadette ist eine hochqualifizierte Hebamme, Anfang 30 und gehört dem Orden an. Sie ist eine hilfsbereite Person und vermittelt ihr Fachwissen souverän an die Hebammen . Nach ihrer Tuberkuloseerkrankung stellt sie sich immer häufiger die Frage nach ihrer religiösen Bestimmung. Nach der Rückkehr aus dem Sanatorium möchte sie den Orden verlassen. Diese Entscheidung fällt ihr zwar sichtlich schwer, aber ein Grund, diesen Schritt zu gehen, ist der Arzt Dr. Turner. Für ihn hegt sie schon länger romantische Gefühle. Die beiden heiraten und Shelagh nimmt Patricks Sohn Timothy wie ihren eigenen an. Selbst kann sie keine Kinder gebären, deshalb entschließt sich das Paar, die kleine Angela zu adoptieren.

     

    Camilla „Chummy“ Browne / später Noakes (Miranda Hart)

    Chummy ist knapp 1,90 Meter groß und trägt Schuhgröße 43. Durch ihre Größe und Ungeschicktheit ist sie oft tollpatschig, was zu einer gewissen Unzufriedenheit bei Schwester Evangelina führt. Dabei hat es Chummy viel Mut gekostet, im Nonnatus-Haus als Hebamme zu arbeiten. Sie stammt aus einer aristokratischen Familie und ist in einem Internat aufgewachsen. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter, die sie stets kühl und immer kritisierend behandelt. Dadurch mangelt es ihr anfangs an Selbstbewusstsein. Das ändert sich, als sie PC Noakes kennen und lieben lernt. Sie gründet ihre eigene Familie, gewinnt an Selbstvertrauen und lässt sich kaum noch beeinflussen. Im Team findet sie durch ihren herzlichen Humor und ihre Liebenswürdigkeit schnell ihren Platz.

    Beatrix „Trixie“ Franklin (Helen George)

    Trixie ist Ende 20 und eine sehr modebewusste und elegante Frau. In ihrer Freizeit geht sie am liebsten tanzen, liest die Vogue und lackiert sich die Fingernägel. Sie ist ein sehr geselliger Mensch und flirtet gern mit Männern. Zwar macht sie anfangs einen oberflächlichen Eindruck, doch genau das Gegenteil ist der Fall: Hinter ihrem puppenhaften Aussehen steckt eine sehr sensible Person, die seit ihrer Kindheit wusste, dass sie ihr Leben der Pflege von Bedürftigen widmen möchte. Diese inneren Werte entdeckt an ihr auch Referent Tom Hereward, der sich in die charmante Trixie verliebt.

     

    Cynthia Miller (Bryony Hannah)

    Cynthia lebt und liebt ihren Beruf. Ihre Hingabe drückt sie eher durch Taten als durch Worte aus. Sie ist eine zierliche junge Frau, die Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt. Ihre Sanftmütigkeit wird in Poplar sehr geschätzt. Jeden ihrer Fälle nimmt sie sich zu Herzen und sie ist sehr bewegt von den Schicksalen ihrer Patienten. Sie ist pflichtbewusst und wissbegierig. Besonders interessiert zeigt sie sich an der neu entwickelten Methoden zur Schmerzlinderung, die Müttern die Geburt erleichtern. Doch nicht nur für ihre Patienten, auch für ihre Kolleginnen und Freundinnen Jenny und Trixie hat Cynthia immer ein offenes Ohr.

     

    Schwester Winifred (Victoria Yeates)

    In der 3. Staffel zieht Schwester Winifred vom Land ins Nonnatus-Haus. Sie ist warmherzig und zuvorkommend, auch versucht sie in allem nur das Gute zu sehen. Gerade erst hat sie ihr Gelübde abgelegt. Ihre Unerfahrenheit lässt sie noch häufig daran zweifeln, ob die Hebammentätigkeit das Richtige für sie sei. Dies ändert sich aber schnell, als sie gezwungen ist, Jenny bei zu vertreten. Sie bringt bei einer schwierigen Geburt ein gesundes Baby zur Welt. Die Nonnatus-Schwestern gewinnen Winifred schnell lieb und schon bald ist sie aus dem Team nicht mehr wegzudenken.

     

    Patsy Mount (Emerald Fennell)

    Patsy ist 1933 in Shanghai geboren. Sie lernt Jenny im London Hospital kennen, als sie mit ihr zusammen in der Männerchirurgie arbeiten soll. In Staffel 3 tritt Patsy die Nachfolge von Jenny im Nonnatus-Haus an. Sie ist eine energische und ehrgeizige junge Frau, die ihre Arbeit präzise ausführt und  nicht vor physischer Arbeit zurückschreckt. Als Kind lebte Patsy in einem Gefangenenlager in Singapur, in dem ihre Mutter und Schwester an den Folgen der Folter gestorben sind. Diese dramatische Erfahrung hat Patsy sehr geprägt, sie wirkt deshalb anfangs unterkühlt. Doch schnell entpuppt sie sich als sehr aufrichtiger, ehrlicher und auch durchaus geselliger Mensch.

    „Es macht mich fast stolz, dass eine Serie über meinen Beruf produziert worden ist“
    Interview mit der Hebamme Julia Rustler

    Wie realistisch ist die Serie „Call the Midwife“? Stellen die Autoren die Arbeit der Geburtshelferinnen wirklichkeitsnah dar? ZDFneo-Redakteur Till Frommann sprach mit Julia Rustler über die Dramaserie. Die 25-Jährige arbeitet seit vier Jahren als Hebamme.

     

    Die Serie „Call the Midwife“ spielt in London. Gibt es Unterschiede zwischen britischen und deutschen Hebammen?

    Es gibt einen deutlichen Unterschied, auch heutzutage noch: Die Vor- und Nachsorge ist in Großbritannien in Hebammenhand, das ist es hier in Deutschland nicht mehr. Meistens wird die Vorsorge in Deutschland von Ärzten durchgeführt, was dazu führt, dass Frauen oft überhaupt nicht mehr daran denken, dass es auch Hebammen gibt.

     

    In der Serie sehen wir Hebammen in den 1950er Jahren bei der Arbeit zu. Ist durch den medizinischen Fortschritt alles besser geworden, was die Hebammenarbeit anbelangt?

    Das würde ich so nicht sagen. Früher waren auch in Deutschland Hausgeburten, wie wir sie in der Serie sehen, etwas ganz Normales. Man war nun einmal schwanger und musste dieses Kind bekommen. Da hat man kein Aufheben darum gemacht. Heutzutage gibt es kaum noch Hausgeburten, zumindest nicht in Deutschland. Dass es weniger Hausgeburtshebammen gibt, liegt zum einen an der Versicherungsproblematik. Zum anderen liegt es daran, dass die Frauen denken, dass sie durch Technik und durch Ärzte mehr Sicherheit und gesündere Kinder bekommen. Ob das so ist, sei dahingestellt, aber ich weiß nicht, ob Technik immer vor allem schützen kann.

     

    Tut sie das nicht?

    Okay, einerseits bin ich froh über die Technik, die uns zur Verfügung steht – in manchen Situationen würden Kinder ohne sie nicht überleben. Mit der Technik kam andererseits aber auch die Angst: Per Ultraschall werden die Babys oft als zu groß oder als zu klein eingestuft. Aber was ist zu groß? Was zu klein?  Was solche Aussagen mit den Müttern machen! Sie werden verunsichert, sie bekommen Angst – und werden damit allein gelassen. Nicht selten geht dann die Fantasie mit den Müttern durch und sie fragen sich, ob das Kind geistig oder körperlich behindert sein könnte. Sie denken an den Tod. Und sie kommen aus diesem Negativdenken überhaupt nicht mehr heraus und gehen daraufhin noch häufiger zum Arzt und machen weitere Tests. Eine Hebamme würde die Messwerte realistisch einschätzen, dem Paar die Bedeutung dieser Werte erklären und versuchen die Angst zu nehmen. Ich versuche dann, sie aus dieser Unsicherheit und aus dieser Angst herauszuholen.

     

    Wie realistisch wird die Arbeit der Hebammen Ihrer Einschätzung nach in der Serie dargestellt?

     Absolut realistisch! Das ist die Serie, die meine Arbeit so extrem realitätsnah darstellt, wie ich es vorher noch nie gesehen habe, wenn es nicht gerade ein Dokumentarfilm gewesen ist. Man schaut sich als Hebamme „Call the Midwife“ an und denkt sich, dass einem die gezeigten Symptome mehr als bekannt vorkommen. Auch die Geburten werden realistisch dargestellt, die Mütter hören sich während der Geburt tatsächlich genauso an. Manchmal vergesse ich, dass das überhaupt nicht die Realität ist, was ich mir dort anschaue. Es ist alles so echt: wie die Vorsorgen durchgeführt werden und auf was die Hebammen hinweisen. Zum Beispiel bekam die Schwangere in der ersten Folge Wassereinlagen und die Hebammen vermuteten, dass sie eine Schwangerschaftsvergiftung haben könnte. Was sie dann getan haben, ist genau das, was man auch in der Realität tut: Man testet den Urin, man testet den Blutdruck und so weiter. In einer anderen Folge kommt es dann tatsächlich zu einer Schwangerschaftsvergiftung, und die Frau bekommt einen Krampfanfall im Auto. Auch die Geburten werden sehr realistisch dargestellt, vor allen Dingen die Geburtsposition – das ist etwas, was man in Filmen und Serien selten erlebt. In den Mainstream-Fernsehserien liegen die Frauen bei der Geburt meistens in einer Art gynäkologischem Stuhl und drücken dann mal.

     

    Und - plopp! – ist das Baby draußen?

    Genau. Blasensprung. Frau schreit. Kind kommt. So sieht man das da. Dabei entbinden die meisten Frauen überhaupt nicht mehr auf dem Rücken – in „Call the Midwife“ wird fast nur auf der Seite geboren. Auch die Zangengeburt der Zwillinge, die gezeigt wird! Genauso kann es ablaufen. Und es wird auch nichts zu einer Tragödie gemacht, was keine Tragödie ist. Die Serie zeigt ganz genau, wie die Arbeit von Hebammen aussieht – zum Beispiel auch die körperliche Belastung, wenn man die ganze Nacht gearbeitet hat. Ich hoffe sehr, dass durch „Call the Midwife“ wieder mehr Frauen davon überzeugt werden, dass Schwangerschaft und Geburt etwas Normales sind und dass man auch als Hebamme etwas kann. Ich möchte Ärzte überhaupt nicht schlecht machen. Letztendlich sind jedoch Hebammen die Experten für Schwangerschaften, Geburten und Wochenbettbetreuung. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass das in Deutschland in Vergessenheit geraten ist.

     

    Haben Sie eine Lieblingsszene bei „Call the Midwife“?

    Bei einer Szene habe ich weinen müssen: Dort wurde gezeigt, wie die Geburt des Kindes von Hebamme Chummy verlief. Ich bin der festen Überzeugung gewesen, dass sie sterben würde und mit ihr das Kind. Chummy dachte, dass ihre Fruchtblase gesprungen sei - statt Fruchtwasser war da jedoch überall Blut. Ich vermutete, dass es eine vorzeitige Plazentalösung gewesen ist. Das ist mir sehr nahe gegangen. Von den anderen Patienten, die sie gezeigt haben, fand ich die Spanierin in der ersten Folge am spannendsten, weil sie ihr Frühchen nicht hergeben wollte und sagte, dass sie selbst das Krankenhaus für ihr Baby sei – und kein Plastikbrutkasten in einer Kinderklinik besser als die Fürsorge einer Mutter sein kann.  Sie sagte, dass sie dafür sorgen würde, dass es dem Kind gut geht. Und es wurde gut. Das war eine wirklich schöne Geschichte.

     

    In der ersten Folge wird aufgezählt, was eine Hebamme in Großbritannien der 1950er Jahre dabei haben sollte – unter anderem ein Darmrohr aus Glas und ein weiteres, falls das erste brechen sollte. Das ist nicht mehr ganz der aktuelle Stand, oder?

    Sicher hat man  vielleicht auch kleine Einläufe dabei, aber ganz sicher kein Darmrohr aus Glas – das nicht mehr! Und auch nicht jede Frau bekommt einen Einlauf zur Geburt, nur die, die wollen [lacht]. Was man dabei hat, kommt auch auf die Aufgabe an, die man erledigen muss. Als Hausgeburtshebamme hat man zum Beispiel wesentlich mehr dabei, als wenn man nur Vorsorgen und Nachsorgen durchführt. Bei Hausgeburten ist es tatsächlich so, dass man mit mehreren Koffern kommt, mit Notfallmedikamenten, mit einer Sauerstoffflasche und vielem mehr.

     

    Meinen Sie, dass „Call the Midwife“ realistisch zeigt, dass eine Geburt auch etwas Schönes sein kann?

    Das zeigt die Serie am schönsten: dass eine Geburt etwas Normales ist. Schon am Anfang der Serie gibt es einen großartigen Satz: „Der Dienst der Hebammen findet am Ursprung des Lebens statt. Jedes Kind wird in Liebe oder Lust empfangen, unter Schmerzen geboren, gefolgt von Freude oder Tragödie und Kummer. Und jede Geburt wird von einer Hebamme begleitet. Sie ist hautnah dabei, sie sieht alles.“ Zu diesem Satz kann man als Hebamme schon Tränen verdrücken! Damit ist mein Beruf sehr schön zusammengefasst.

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