Skandal! Politische Affären in Deutschland

Neue Folgen der Doku-Reihe

Welche politischen Affären haben die Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik wesentlich mitgeprägt? Die "Skandal!"-Reihe in ZDFinfo beleuchtet die "Politischen Affären in Deutschland". Am 17. Februar 2016 ist erstmals die Folge über den "Fall Guttenberg" zu sehen. Auch das Starfighter-Desaster, der Contergan-Fall und die "Spiegel"-Affäre rücken dann noch mal in den Blick. Weitere "Affären" sind in Arbeit – zu den Fällen Barschel, Guillaume und Nitribitt.

  • ZDF info, Mittwoch, 17. Februar 2016, 18.45 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    Skandal! Politische Affären in Deutschland

    Mittwoch, 17. Februar 2016

    18.45 Uhr: 2010
    Der Fall Guttenberg
    Film von Klaus Kastenholz

    19.30 Uhr: Ab 1959
    Das Starfighter-Desaster
    Film von Bernd Reufels

    20.15 Uhr: 1962
    Der Contergan-Fall
    Film von Bernd Reufels

    21.00 Uhr: 1962
    Der Spiegel im Visier
    Film von Bernd Reufels

    Weiterer Sendetermin:

    Alle vier Folgen am Mittwoch, 24. Februar 2016, von 12.00 bis 15.00 Uhr

    Produktion: kelvinfilm
    Redaktion: Christian Deick, Susanne Krause-Klinck

    Skandal! Politische Affären in Deutschland: Der Fall Guttenberg

    Die Plagiats-Affäre um den aufstrebenden Politstar Theodor zu Guttenberg, damals Bundesverteidigungsminister, ist eine Affäre, die viel über die Möglichkeiten des Internets erzählt. Und über die Wirkung der Medien!

    Ein anonymer Doktorand gründete eine Wiki-Gruppe – und viele weitere Mithelfer, die sich alle nicht persönlich kennen, analysieren die Promotionen bekannter Politiker. Das prominenteste Opfer: Theodor zu Guttenberg.

    Guttenberg, der als politischer Überflieger gilt, wusste sich bis dahin ausgezeichnet zu inszenieren. Der Verteidigungsminister musste aber letztlich wegen der Plagiate abtreten. Nach ihm gerieten noch eine Reihe weiterer Politiker in eine Affäre um Plagiate in ihrer Promotion, unter anderem auch die ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan.

    Skandal! Politische Affären in Deutschland: Das Starfighter-Desaster 

    Von insgesamt 916 Starfighter-Flugzeugen der Bundeswehr stürzte jedes dritte ab – 116 Piloten starben. Das Flugzeug, ab 1959 im Einsatz, bekam den Beinamen "Witwenmacher".

    Bestechungsvorwürfe bei der Beschaffung machten die Geschichte zusätzlich zu einem Politikum. Die Geschichte der Starfighter zieht sich bis in die 80er Jahre hinein, als die letzten Maschinen außer Dienst gestellt wurden.

    Diese Folge der Doku-Reihe "Skandal! Politische Affären in Deutschland" greift anhand des Starfighter-Desasters auch das Thema "Bundeswehr: Ausrüstung und Beschaffung" auf. Zudem geht sie der Frage nach: Wie positionierte sich Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg?

    Skandal! Politische Affären in Deutschland: Der Contergan-Fall

    Das Medikament "Contergan" wurde als Schlafmittel ohne Nebenwirkungen beworben. Auch viele Schwangere nahmen das Präparat der deutschen Firma Grünenthal ein. Bei über 4000 Neugeborenen zeigten sich jedoch schwere Missbildungen. Der Streit um eine angemessene Entschädigung dauert bis heute an.

    "Der Contergan-Fall" beleuchtet die verschiedenen Facetten dieses Arzneimittelskandals, der die Bundesrepublik Deutschland nachhaltig prägte: In den Jahren 1961 und 1962 aufgedeckt, ist die Aufarbeitung bis heute nicht abgeschlossen und wird entsprechend immer wieder in Fernsehfilmen und Dokumentationen aufbereitet.

    Skandal! Politische Affären in Deutschland: Der Spiegel im Visier

    Ein Insider-Bericht über die Bundeswehr führt zu Verhaftungen und Durchsuchungen in der Redaktion des Magazins "Der Spiegel". Der vermutete Landesverrat kann nie nachgewiesen werden. Ein Beispiel dafür, was in Deutschland Pressefreiheit bedeutet. Die "Spiegel"-Affäre hat das Verhältnis zwischen Presse und Politik bis heute nachhaltig beeinflusst.

    Die "Spiegel"-Affäre von 1962 gilt als eine der politischen Affären, die sich auf die gesellschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig auswirkte. Denn sie wurde zu einem Ereignis in der Nachkriegsgeschichte, zu dem die westdeutsche Öffentlichkeit bewusst und offensiv Stellung nahm. Mitarbeiter des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sahen sich aufgrund eines kritischen Artikels der Strafverfolgung wegen angeblichen Landesverrats ausgesetzt. Darin sahen viele Bürger den Versuch des Staates, eine kritische Publikation zum Schweigen bringen zu wollen. Zwei Staatssekretäre wurden aufgrund dieser Affäre entlassen, zudem trat der damalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß zurück.

    Infos zu ZDFinfo 

    Am 5. September 2011 vollzog ZDFinfo seinen Neustart mit der crossmedialen Ausrichtung auf die Themenfelder Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service. Seitdem steigerte das neuprofilierte Angebot seinen Marktanteil kontinuierlich – auf mittlerweile ein Prozent. Der junge und erfolgreiche Digitalsender legt seinen Schwerpunkt auf zeitgeschichtliche Dokumentationen und bietet seinem Publikum die nachgefragten Hardfacts auf allen verfügba­ren Wegen an – über das Fernsehprogramm ebenso wie über on­line und Social Media. ZDFinfo, vor über vier Jahren als "Fernse­hen zum Mitreden" neu durchgestartet, schlägt mit dieser konse­quenten crossmedialen Ausrichtung den Weg zum "betreuten Fernsehen" ein.  

    Im Monat Dezember 2015 hat ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil im Gesamtpublikum erzielt und 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Im Digitalmarkt ist ZDFinfo bei den jüngeren Zuschauern der erfolgreichste öffentlich-rechtliche Digitalkanal. Täglich schalteten 2,69 Mil­lionen Zuschauer das Programm mit Fokus auf Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service ein.

    Künftig will ZDFinfo parallel zu seinen Sendungen verstärkt auf die Social-Media-Kommunikation setzen. Die Zuschauer sollen sich vor, während oder im Anschluss an Fernsehprogramme des Digi­talkanals in sozialen Netzwerken oder entsprechenden Plattfor­men über die Programminhalte informieren und austauschen kön­nen.

    Fotohinweis und Impressum 

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/Skandal

    Impressum 

    ZDF-Hauptabteilung Kommunikation
    Presse und Information
    Verantwortlich: Alexander Stock
    Copyright: ZDF 2015 

    Weitere Informationen

    Impressum

    Ansprechpartner

    Name: Thomas Hagedorn
    E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
    Telefon: 06131/7013802