Das ZDF auf dem Filmfest München 2015

25. Juni bis 4. Juli 2015

Mit insgesamt neun Produktionen ist das ZDF auf dem 33. Filmfest München vom 25. Juni bis 4. Juli 2015 vertreten, davon zwei in der Programm-Reihe "Neues Deutsches Kino", sechs in der Reihe "Neues Deutsches Fernsehen", sowie in "Neue Deutsche Serien" die Serie "Lerchenberg"".

Texte

Das ZDF auf dem Filmfest München 2015

Mit insgesamt neun Produktionen ist das ZDF auf dem 33. Filmfest München vom 25. Juni bis 4. Juli 2015 vertreten, davon zwei in der Programm-Reihe "Neues Deutsches Kino", sechs in der Reihe "Neues Deutsches Fernsehen", sowie in "Neue Deutsche Serien" die Serie "Lerchenberg".

Filmemacher und Produzent Axel Ranisch ist mit seinem neuen Spielfilm "Alki Alki" in der Reihe "Neues Deutsches Kino" zu sehen. Der Film wurde in Mumblecore-Tradition zusammen mit den Hauptdarstellern entwickelt: Architekt Tobias (Heiko Pinkowski) muss erkennen, dass die ausschweifenden Partys mit seinem Freund Flasche (Peter Trabner) sein Leben aus der Bahn werfen. In der gleichen Reihe hat der Spielfilm "Outside the Box" von Philip Koch ("Picco") mit Volker Bruch, Stefan Konarske, Vicky Krieps, Sascha Gersak, Lavinia Wilson und vielen anderen Premiere. Der Film ist inspiriert von wahren Begebenheiten und zeigt absurde Auswüchse der schönen neuen Arbeitswelt: Wer in der Leistungsgesellschaft oben mitspielen möchte, befindet sich im Krieg – ideales Terrain für eine Komödie.

In der Kategorie "Neues Deutsches Fernsehen" wird das intensive Burnout-Drama "Brief an mein Leben" (Regie: Urs Egger, Drehbuch: Laila Stieler) gezeigt. Marie Bäumer spielt eine junge, erfolgreiche Frau, die erst durch den körperlichen Zusammenbruch lernt, dass sie sich in ihrem Berufs- und Privatleben über lange Zeit vollkommen überfordert hat. Für "Das Dorf des Schweigens"mit Petra Schmidt-Schaller und Ina Weisse in den Hauptrollen lieferte der preisgekrönte Martin Ambrosch das Drehbuch. Inszeniert wurde der emotional dichte Film mit archaischem Setting vom ebenfalls vielfach ausgezeichneten Regisseur Hans Steinbichler. In "Familienfest" (Regie: Lars Kraume, Buch: Andrea Stoll, Martin Rauhaus) trifft anlässlich des 70. Geburtstags des Familienoberhaupts eine sechsköpfige Familie aufeinander – lange verdrängte Konflikte brechen auf und alle zeigen ihr wahres Gesicht. In den Hauptrollen sind unter anderen Günter Maria Halmer und Hannelore Elsner zu sehen. "Schwarzach 23 - und die Hand des Todes" (Regie: Matthias Tiefenbacher, Buch: Christian Jeltsch und Michael Comtesse) ist ein bayerischer Familienwestern mit bitterbösem Humor und feiner Melancholie. Friedrich von Thun, Maximilian Brückner, Gundi Ellert und Marlene Morreis spielen die Hauptrollen. Auch "Silvia S. – Blinde Wut" (Buch: Katrin Bühlig, Regie: Friedemann Fromm) läuft in der Kategorie "Neues Deutsches Fernsehen". Maria Simon verkörpert in dem aufwühlenden Drama das existenzielle Scheitern einer Frau aus der Mittelschicht und deren blutige Rache an einer Welt, die sich gegen sie verschworen zu haben scheint. Regisseur und Drehbuchautor Lars Becker erzählt in seinem neuen Film "Zum Sterben zu früh" (mit Nicholas Ofczarek, Fritz Karl, Jessica Schwarz und Jürgen Maurer und anderen) die Vorgeschichte zu dem erfolgreichen Polizeifilm "Unter Feinden", inspiriert durch den Roman von Georg M. Oswald.

In der Programm-Reihe "Neue Deutsche Serien" startet die zweite Staffel "Lerchenberg", in der Redakteurin Billie (Eva Löbau) den mittlerweile sehr erfolgreichen Traumschiff-Rückkehrer Sascha Hehn (Sascha Hehn)auf seinem Weg zum Charakter-darsteller begleitet. Die Autoren Niels Holle, Marc O. Seng und Felix Binder, der auch Regie führte, haben vier neue Folgen geschrieben, die einen satirischen Blick auf die Medienwelt und insbesondere auf das ZDF werfen.

Alki Alki

Tragikomödie, Deutschland 2015

Programm-Reihe: Neues Deutsches Kino

Vorführungen:
Freitag, 26. Juni 2015, 19.30 Uhr ARRI Kino
Samstag, 27. Juni 2015, 22.30 Uhr ARRI Kino
Mittwoch. 1. Juli 2015, 17.00 Uhr HFF Max
Donnerstag, 2. Juli 2015, 10.00 Uhr Atelier 2 (Pressevorführung)

Regie     Axel Ranisch
Buch       Heiko Pinkowski, Axel Ranisch, Peter Traber
Kamera      Dennis Pauls
Ton       Veit Norek, Jan Pasemann, Johannes Varga
Szenenbild        Lena Moritzen
Schnitt         Milenka Nawka, Guernica Zimgabel
Musik        Die Tentakel von Delphi
Produktionsleitung        Anne Baeker
Produzent         Baeker, Pauls, Pinkowski, Ranisch
Produktion         Sehr gute Filme GmbH in Koproduktion mit ZDF/ Das kleine Fernsehspiel,
gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg, Mitteldeutsche Medienförderung
und Kulturelle Filmförderung Mecklenburg Vorpommern
Redaktion           Katharina Dufner
Länge           ca. 102 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Tobias         Heiko Pinkowski
Flasche       Peter Trabner
Anika       Christina Große
Thomas            Thorsten Merten
Siggi         Oliver Korittke
Gläschen           Eva Bay
Elke Grunau        Teresa Harder
Jörn Sommer          Thomas Fränzel
Galina Ivanowna       Schnurkinowa Iris Berben
Troubadour            Käptn Peng

 

Inhalt

Tobias und Flasche sind Freunde fürs Leben. Seit ihrer Jugend sind die beiden keinen Tag voneinander getrennt gewesen. Tobias steht in der Blüte seines Lebens, hat Frau und Kinder. Er trägt Verantwortung – und trotzdem scheint er nicht erwachsen zu werden. Mit seinem Kumpel Flasche rockt er die Diskotheken und feiert mit jungen Menschen, deren Vater er sein könnte. Die beiden trinken Nächte lang Alkohol und liegen tagsüber verkatert im Bett.

Doch die unbeschwerte Leichtigkeit des jugendlichen Seins ist längst verflogen: Tobias gerät zunehmend mit seiner Frau Anika, seinen drei Kindern und seinem Kompagnon Thomas, mit dem er ein Architekturbüro gegründet hat, in Streit. Tobias verliert durch den Alkohol seinen Führerschein, Aufträge im Büro, das Liebesleben mit seiner Frau und die Freude an seinen Kindern. Schließlich baut er einen Autounfall, der beinahe das Leben seiner Kinder kostet. Stück für Stück merkt Tobias, dass ihm die Freundschaft zu Flasche nicht mehr gut tut und dass es nun an der Zeit ist, sich zu trennen und eigene Wege zu gehen. Doch als Tobias sich dieser Erkenntnis endlich bewusst wird, ist es schon lange zu spät. Tobias kann Flasche nicht loswerden. Also dreht sich die mörderische Spirale weiter.

                                                                                        *

Axel Ranisch ist Filmemacher, Schauspieler, Produzent und Medienpädagoge. Sein erster Kurzfilm entstand 2002 eher aus einem Versehen heraus. Fortan realisiert Ranisch Filme in Akkordarbeit: In den sieben Folgejahren entstehen etwa 80 Kurzfilme in Eigenregie und einige weitere auch als Darsteller, Autor, Filmkomponist oder Cutter. Von 2004 bis 2011 studiert er Regie an der HFF "Konrad Wolf" Potsdam Babelsberg. Axel Ranisch bleibt seinem Stil treu und macht Filme mit Herz, Musik und Humor, am liebsten ohne Drehbuch und auf Grundlage von Improvisation. Seine Filme sind seit 2002 auf über hundert kleinen und großen Filmfestivals gelaufen und werden regelmäßig ausgezeichnet.

Heiko Pinkowski ist Schauspieler, Autor und Produzent und lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Berlin. Nach einigem beruflichen Ausprobiern (zum Beispiel Bauingenieur, Krankenpfleger,  Germanistikstudent, LKW-Fahrer) entwickelte sich das Theater zur einzigen Konstanten in seinem Leben. Er war engagiert am Kinder- und Jugendtheater sowie am Stadttheater der Stadt Krefeld und am Schillertheater in Berlin. Es folgten unter anderem Anstellungen an der Bauhausbühne Dessau, am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg und am Theater der Stadt Luzern.  2001 zog es Heiko Pinkowski samt Familie nach Berlin, wo er seitdem als freier Schauspieler vor der Kamera, auf der Bühne und am Mikrofon arbeitet. 2011 gründete er mit Axel Ranisch, Dennis Pauls und Anne Baeker die Produktionsfirma Sehr gute Filme.

Peter Trabner, geboren 1968 in Bückeburg, kam über das Improvisationstheater zum Film. Er spielte unter anderem im Hebbel am Ufer (HAU) und dem Berliner Kindertheater An der Parkaue.
Durch seine Arbeit mit den Mumblecore-Regisseuren Axel Ranisch und Niko Sommer wurde er einem breiten Arthouse- Publikum bekannt. "Dicke Mädchen" (Regie: Axel Ranisch) gewann neben weiteren den Deutschen Kurzfilmpreis 2012 in Gold, "Familienfieber" (Regie: Niko Sommer) erhielt den Preis der Saarländischen Ministerpräsidentin im Rahmen des Max Ophüls Preises 2014. Es folgten zahlreiche Arbeiten für Film und Fernsehen, unter anderm mit den Regisseuren Dietrich Brüggemann und Dominik Graf. Im aktuellen Kinofilm "Alki Alki" von Axel Ranisch ist auch wieder mit von der Partie. Der Film basiert auf einer Idee von ihm.

Outside the Box

Komödie, Deutschland 2015

Programm-Reihe: Neues Deutsches Kino

Vorführungen:
Mittwoch, 1. Juli 2015, 09:30 Uhr Atelier 1 (Pressevorführung)
Mittwoch, 1. Juli 2015, 19:30 Uhr ARRI Kino
Donnerstag, 2. Juli 2015, 22:30 Uhr ARRI Kino
Freitag, 3. Juli 2015, 14:00 Uhr City 2

 

Regie       Philip Koch
Buch         Philip Koch, Anna Katrin Schneider
Kamera      Markus Eckert
Ton         Michael Hinreiner
Szenenbild        Katharina Wöppermann
Schnitt      Max Fey
Musik        Sophie Trudeau, Jessica Moss
Produzent      Tobias Walker, Philipp Worm
Produktion       Walker + Worm Filmproduktion in Koproduktion mit ZDF/ Das kleine Fernsehspiel,
in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert durch Filmfernsehfonds Bayern, Business Location Südtirol,
Deutscher Filmförderfonds sowie den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Redaktion         Milena Bonse, Lucas Schmidt (ZDF), Olaf Grunert, Andreas Schreitmüller (ARTE)
Länge          82 Minuten

            

Die Rollen und ihre Darsteller

Frederick Schopner      Volker Bruch
Michel Grandier        Stefan Konarske
Stefan Konarske      Vicky Krieps
Marco Kretsch        Sascha Gersak
Vanessa Kramer     Lavinia Wilson
Peter Kraußmann    Samuel Finzi
Leo Locatelli    Stefano Cassetti
Vicky Rossi        Giorgia Sinicorni
Sergeant Mallach      Richard Sammel
Paul      Frederick Lau
Samy  Kida      Khodr Ramadan
Bruno Bickstein      Hanns Zischler
Journalist Buiz Magazin        Anian Zollner
und andere

 

Inhalt

Schluss mit Bückling: Frederick Schopner hat die Nase voll davon, dass seine sogenannten Teamkollegen in der Firma die Lorbeeren für seine Ideen einheimsen. Beim anstehenden Outdoor-Firmenevent kann er endlich den drei abgehobenen Egomanen eine Lektion in Sachen "High Performance" erteilen. Doch Teamoptimierung im Hochseilgarten war gestern. PR-Managerin Vanessa Kramer möchte einen Presse-Coup landen und setzt auf ungewöhnliche Methoden: Sie lässt eine perfekte Geiselnahme inszenieren – allerdings von abgehalfterten Schauspielern. Für die beiden Spaghetti-Western-Darsteller liegt nichts näher als ihre Gage mit echtem Lösegeld und echten Waffen aufzubessern. Während Vanessa alles daran setzt, die Panne vor ihrem Chef und den anwesenden Medienvertretern zu vertuschen, haben die unerfahrenen Geiselnehmer mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Wie sollen sie den erfolgshungrigen Managern klar machen, dass sie sich nicht länger in einem ausgeklügelten Rollenspiel befinden?

                                                                                                       *

Philip Koch (Buch und Regie)
Während seines Regiestudiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München arbeitete Philip Koch als Filmkritiker. Von 2009 – 2010 nahm er an der "Werkstatt Bavaria", dem Nachwuchsförderprogramm der Bavaria Film, teil. Sein Langfilmdebüt "Picco" gewann 2010 mehrere deutsche und internationale Preise und sorgte bei seiner Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes für kontroverse Diskussionen. Für den vielfach ausgezeichneten Fernsehfilm (Deutscher Fernsehpreis) "Operation Zucker" (2013) und den internationalen Kinospielfilm "Unfriend" (2014) schrieb Philip Koch die Drehbücher.

Anna Katrin Schneider (Buch)
Anna Katrin Schneider, 1986 geboren, arbeitete als Jungredakteurin beim Fernsehen, ehe sie 2008 das Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München aufnahm (Studienschwerpunkt Drehbuch/Abt. Dokumentarfilm). Sie realisierte mehrere fiktionale wie dokumentarische Kurzfilme in der Funktion Autorin und/oder Regisseurin. Der 20-minütige Portraitfilm "Fliehkraft" (D 2010), den sie als Dramaturgin gestaltete, ging auf erfolgreiche internationale Festivaltour und wurde unter anderem in Clermont-Ferrand gezeigt. Im dreiköpfigen Writers Room entwickelte sie das schwarzhumorige Serienkonzept "The Hole Story" (Best Pitch Preis beim Sehsüchte 2011) für Studio Hamburg. Neben der Drehbuchentwicklung zu "Outside the Box" arbeitete sie jüngst als Regisseurin an einem mittellangen Dokumentarfilm, der in Israel gedreht wurde.

Volker Bruch (Schauspieler)
1980 in München geboren, absolvierte Volker Bruch seine Schauspielausbildung am Max Reinhardt-Seminar in Wien. 2007 machte er gleich mehrfach auf sich aufmerksam: Für seine Rollen als Sohn von Corinna Harfouch im preisgekrönten "Rose" (2007) und als jugendlicher Mörder im TV-Drama "Nichts ist vergessen" (2007) wurde er für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Zugleich überzeugte er 2007 im Kino als Sohn von Katja Riemann und Ulrich Noethen in "Das wahre Leben", was ihm eine Nominierung für den Grimme-Preis einbrachte, und in Marcus H. Rosenmüllers Coming-of-Age Komödie "Beste Zeit". Als Lothar von Richthofen ergänzte Volker Bruch in "Der rote Baron" (2008) das internationale Schauspielensemble, bevor er bei der Verfilmung des Bernhard Schlink-Bestsellers "Der Vorleser" (2009) mit Kate Winslet und Ralph Fiennes mitspielte. Weitere Kinofilme mit Volker Bruch sind unter anderen "Der Baader-Meinhof-Komplex" (2008), in dem er den Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust verkörperte, sowie "Tannöd" (2009), "Nanga Parbat" (2010) von Joseph Vilsmaier und "Goethe!" (2010) an der Seite von Miriam Stein und Alexander Fehling. Für seine Darstellung des Wehrmachts-Offiziers Wilhelm im ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" (2013) wurde Volker Bruch für seine Leistung als Teil des Hauptdarsteller-Quintetts mit dem Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises 2013, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Emmy Award ausgezeichnet.

Brief an mein Leben

Fernsehfilm, Deutschland 2015

Programm-Reihe: Neues Deutsches Fernsehen

Vorführungen:
Freitag, 26. Juni 2015, 19.00 Uhr Rio 1
Samstag, 27. Juni 2015, 12.30 Uhr City 1

 

Regie     Urs Egger
Buch      Laila Stieler, frei nach Motiven des gleichnamigen Buches von Miriam Meckel
Kamera        Wojciech Szepel, David Slama
Schnitt       Benjamin Hembus
Musik      Ina Siefert, Nellis du Biel
Produktionsdesign      Knut Loewe
Kostüme      Heike Hütt
Ton       Michael Eiler
Casting        Siegfried Wagner
Produzentin      Anna Oeller
Produktion     Bavaria Fernsehproduktion GmbH
Redakteur      Günther van Endert (ZDF)
Länge       ca. 90 Minuten


Die Rollen und ihre Darsteller

Toni Lehmstedt     Marie Bäumer
Maria Schwarz      Christina Hecke
Dr. Christoph Pogel       Hanns Zischler
Steffi Gabelsberger      Annette Paulmann
Dr. Mona Darius        Petra Morzé
Alex Funke      Antoine Monot, Jr.
und andere   

                     

Inhalt

Frei nach Motiven des gleichnamigen Buchs von Miriam Meckel erzählt Regisseur Urs Egger von der Karrierefrau Toni. Die ist durchaus stolz auf ihr hektisches Leben, ignoriert jedoch die Erschöpfungsrufe ihres Körpers – bis ihr Lebenstempo sie komplett aus der Bahn schleudert und in eine Klinik für psychische Erkrankungen katapultiert.

Als globale Nomadin sieht Toni sich, nicht ohne Stolz: Sie ist eine junge, erfolgreiche Professorin für Ozeanographie, pendelnd zwischen ihrer Heimat-Uni, weltweiten Konferenzen, ihrer Lebensgefährtin Maria und ihrem Heimatort, wo ihre Mutter im Sterben liegt und ihr Vater komplett überfordert ist. Standhaft ignoriert Toni die Erschöpfungsrufe ihres Körpers – bis ihr Lebenstempo sie aus der Bahn schleudert und in eine Klinik für psychische Erkrankungen katapultiert. Gewohnt lösungsorientiert fordert Toni von ihrer Ärztin eine schnelle Heilung. Doch mit diesem Effizienz-Denken fährt sie erst recht an die Wand …

Als Patin für den Einstieg in den Therapie-Alltag wird Toni die Mit-Patientin Steffi zur Seite gestellt. Schnell entstehen Konflikte zwischen Toni und der distanzlosen, lauten Frau, die nach der Pflege von zwei todkranken Angehörigen zusammengebrochen ist. Auch mit Ärzten – allen voran dem Chefarzt  dessen Gute-Laune-Rhetorik sie nicht erträgt, reibt Toni sich: Alles ist leichter, als sich mit ihrem eigenen Leben auseinander setzen zu müssen! Doch Übungen wie Schlafentzug oder mehrtägige Klausur ohne Medien-Ablenkung und Kontakt zur Außenwelt gehen auch an Toni nicht spurlos vorbei. Ihre Distanz zu ihren Mitpatienten, vor allem aber zu sich selbst bröckelt. Lange verdrängte Erinnerungen lassen sich nicht länger unter Verschluss halten, Tonis Leben zerfällt in alle Einzelteile. Erst mühsam wird sie lernen, es auf neue, gesündere Weise wieder zusammenzusetzen. Was auch ihre Beziehungen zu ihrer Mutter und zu Maria in ein neues Licht rücken wird …

                                                                                                   *

Statement von ZDF-Redaktionsleiter Günther van Endert:
Massenphänomen Burnout, die Geißel unserer Hochleistungsgesellschaft. Marie Bäumer brilliert als eine Frau, die in einem Heilungs-Prozess den verschütteten Zugang zu ihrer Familie, zu ihrer Liebe und zu sich selbst erst wieder finden muss. Ein sehr ergreifendes, ästhetisch ausgesprochen innovatives Drama als ZDF-Fernsehfilm der Woche.

Statement von Produzentin Anna Oeller:
Es gibt sie, diese Glücksmomente im Produzentenleben! "Brief an mein Leben" ist ein solcher. Laila Stieler hat ein ganz besonderes, ein starkes Drehbuch geschrieben. Urs Egger hat dieses sehr sensibel und authentisch umgesetzt. Marie Bäumer – intensiv, zerbrechlich und stark zugleich. Eine großartige Schauspielerleistung! Mit Günther van Endert habe ich einen vertrauten und klugen Kollegen an meiner Seite, der von Anfang an dieses Projekt wollte und unterstützte. Und jetzt sind wir da – Weltpremiere beim Münchner Filmfest. Glücksmomente eben …

Statement von Regisseur Urs Egger:
Die Zeit mit diesem Film war sehr schön und kostbar. Weil hier in der filmischen Arbeit vieles möglich war – durch eine sehr visuelle Erzählweise, die den Fluss der Zeit immer wieder aufhebt, die Begegnung der Hauptfigur mit sich selbst assoziativ skizziert und so versucht, sich der Kausalität dieses Burnouts anzunähern und gleichzeitig die mitunter erratische Dynamik einer Therapie abzubilden. Dankbar denke ich an die Arbeit mit den Schauspielern zurück!  

Miriam Meckel, Autorin des Buches "Brief an mein Leben":
Das ist ein starker Film zum Thema Burnout. Er hat seine ganz eigene Erzählform, Dynamik und Protagonistin gefunden, die von Marie Bäumer beeindruckend gespielt wird. Dieser Film ist weit mehr als die filmische Umsetzung eines Buchs.

Das Dorf des Schweigens

Thriller, Deutschland 2014

Programm-Reihe: Neues Deutsches Fernsehen

Vorführungen:
Mittwoch, 1. Juli 2015, 19.00 Uhr Rio 1
Donnerstag, 2. Juli 2015, 12.00 Uhr City 2

 

Regie    Hans Steinbichler
Buch       Martin Ambrosch
Kamera        Bella Halben
Ton      Hans R. Weiss, Attila Makai
Szenenbild       Heike Lange
Schnitt          Wolfgang Weigl
Musik       Alex Komlew
Produktionsleitung      Andrea Bockelmann
ProducerinAnne-Lena Dwyer
Produzenten       Jutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge
Produktion        Network Movie Hamburg
Redaktion         Daniel Blum
Länge        ca. 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Dr. Eva Perner     Petra Schmidt-Schaller
Lydia Perner      Ina Weisse
Christian Kern       Simon Schwarz
Hans  Perner         Helmuth Lohner
Max Perner        Hary Prinz
Karin Perner       Hildegard Schmahl
Fritz Stadler        Karl Fischer
Petra Perner        Doris Hindinger
und andere

 

Inhalt

Eva hat ihre ältere Schwester Lydia jahrelang vergeblich gesucht, doch plötzlich taucht diese im Heimatort in den Bergen auf und rechnet mit der Familie ab. Ein Geflecht aus Lüge und Verrat tut sich auf, die Fassade bricht und die junge Frau droht ins Nichts zu taumeln.

Aus einem ungezwungenen Familienessen wird bitterer Ernst, als Lydia nach langer Abwesenheit in ihren Heimatort Bad Gastein zurückkehrt. Seit Jahrzehnten hat niemand mehr von ihr gehört, niemand hat mit ihrem Auftauchen gerechnet. Die Freude der Familie schlägt in Wut und Unverständnis um, als Lydia ihre überraschende Rückkehr nutzt, um mit den Menschen aus ihrer Vergangenheit abzurechnen. Denn Lydia klagt Christian, den Verlobten ihrer jüngeren Schwester Eva an, sie als 14-Jährige vergewaltigt zu haben. Ein Ereignis, das ihre Kindheit abrupt beendet und von dem sie sich nie richtig erholt habe. Im Ort beginnen sich Gerüchte zu verbreiten, die Familie ist fassungslos.

Eva trifft Lydias Anzeige besonders hart: Jahrzehntelang hatte sie vergeblich Kontakt zur Schwester gesucht, unter dem diffusen Gefühl gelitten, dass etwas Essentielles in ihrem Leben fehlt. Ein Gefühl, dass vielleicht nur die Schwester ihr nehmen kann? Eva ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, der sichtlich labilen Lydia helfen zu wollen und sie gleichzeitig davon abzubringen, sich noch weiter in ihre Lügengeschichten zu verstricken. Denn obgleich niemand im Ort an der Unschuld des beliebten Lehrers zweifeln will, haben die Anschuldigungen schon bald Konsequenzen: Christian, durch die Gerüchte stigmatisiert, droht seine Anstellung zu verlieren.

Und dann wird Christians Leiche aus dem reißenden Fluss geborgen, der den traditionsreichen Ort schon seit jeher teilt. Die Polizei geht von einem Suizid aus und will den Fall zu den Akten legen. Eva ist jedoch der festen Überzeugung, dass ihre Schwester Christian in den Tod getrieben hat und sucht nach Beweisen. Je intensiver sich Eva dann mit der Vergangenheit ihrer Schwester auseinandersetzt, desto realer werden deren Anschuldigungen für sie.

                                                                                                          *

Martin Ambrosch ("Spuren des Bösen", "Das finstere Tal") lieferte mit seinem Drehbuch die Vorlage für einen emotional dichten Film in archaischem Setting. Für die Regie kam der renommierte und preisgekrönte Hans Steinbichler, bekannt durch seine psychologisch differenzierten und atmosphärisch aufgeladenen Filme ("Hierankl", "Winterreise", "Bella Block", "Hattinger – Der Chiemseekrimi"), an Bord. Er stammt selbst aus dem Chiemgau und hat mit seinen Filmen bereits vielfach bewiesen, dass ihn allgemeingültige Genrevorgaben nicht interessieren. Dafür versteht er es wie kein anderer, mit immer wiederaufregenden filmischen Mitteln und mit einem manchmal fast gnadenlosen Blick die Geschichten von Menschen freizulegen. Menschen und ihre Dramen, die wiederum nicht ohne die Landschaft, in der sie leben, zu verstehen sind. Menschen und ihre Geschichten, die bei näherer Betrachtung meist einem Abgrund gleichen.

Statement von Regisseur Hans Steinbichler:
Wie immer in den Geschichten, für die ich mich interessiere, erzählt der Ort und die Natur selbst schon das Wesentliche. Wenn Eva, die Protagonistin, zu Beginn des Films im Heilstollen tief im Innern des Bergs zu sehen ist, so ist dies ein einfaches Bild für ihren Zustand: sie bewegt sich in den Eingeweiden des Berges, aber sie versteht nicht, dass diese Nachtschwärze, die sie umgibt, ihr eigener blinder Fleck ist, dass diese Eingeweide ihre eigenen sind. Der Berg ist Evas Gefängnis. Aber wie befreit man sich aus einem Gefängnis, von dem man nicht weiß, dass es einen umschließt? Wie bewegt man sich im Nebel? Wie erlangt man Erkenntnis? Eva tastet sich blind, aber mit ungeheurer Kraft Schritt für Schritt ins Herz einer Finsternis, die so tief wie schmerzhaft ist. Als sie dann die Dunkelheit durchmessen hat und ans Licht tritt, kommt dies einem "inneren Erblinden" gleich. Die Erkenntnis, der sie sich stellen muss, ist wie ein Blitz, der ungeschützt in sie einschlägt. Ist dem Menschen die Wahrheit zumutbar? Das ist die Frage, die dieser Film stellt.

                                                                                                      *

Adieu, Helmuth Lohner

Der Wunsch unseres Regisseurs Hans Steinbichler, den großen Wiener Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter Helmuth Lohner in der Rolle des Hoteldirektors und Patriarchen zu besetzen, schien auf den ersten Blick verwegen. Wir wussten nicht, ob er überhaupt noch Filmrollen annimmt. Umso größer war dann die Freude, als die Zusage kam. In diesem besonderen Familiendrama, das in den Berge von Bad Gastein spielt, verkörpert er den geheimnisvollen, in einem tiefen Schmerz versteinerten Patriarchen, der nicht verhindern kann, dass seine Familie durch den Strudel einer alten Tragödie in den Abgrund gerissen wird und auseinanderfällt. Die Kraft, Präzision und Würde, die Helmuth Lohner in diese Rolle gelegt hat, war ein Glück für diese Erzählung und ein Geschenk an alle, die an diesem Film beteiligt sind – und damit auch für die Zuschauer. Auch deshalb erfüllte uns die Nachricht seines Todes, eine Woche vor der Premiere des Films auf dem Filmfest in München, mit großer Trauer. Es ist seine letzte Filmrolle gewesen. Damit wird seine Präsenz und sein bewegendes Spiel in "Das Dorf des Schweigens" auch ein kleines Stück seines großen schauspielerischen und künstlerischen Vermächtnisses weitertragen.

Daniel Blum
Redaktion Fernsehspiel II

Familienfest

Fernsehfilm, Deutschland 2014

Programm-Reihe: Neues Deutsches Fernsehen

Vorführungen:
Freitag, 26. Juni 2015, 21.30 Uhr Rio 1
Montag, 29. Juni 2015, 12.30 Uhr City 1

 

Regie       Lars Kraume
Buch Andrea Stoll, Martin Rauhaus
Kamera       Jens Harant
Ton       Matthias Richter
Szenenbild         Olaf Schiefner
Schnitt          Barbara Gies
Musik        Julian Maas, Christoph M. Kaiser
Produktionsleitung       Natalie Clausen
Herstellungsleitung          Stephan Gehrke
Producer          Verena Monssen
Produzent        Benjamin Benedict
Produktion      UFA Fiction in Zusammenarbeit mit ARTE
Redaktion           Caroline von Senden (ZDF), Olaf Grunert (ARTE)
Länge          ca. 90 Minuten

            

Die Rollen und ihre Darsteller

Hannes        Günther Maria Halmer
Renate         Hannelore Elsner
Anne       Michaela May
Max        Lars Eidinger
Jenny          Jördis Triebel
Gregor            Marc Hosemann
Frederik        Barnaby Metschurat
Charly         Nele Mueller-Stöfen
Vincent          Daniel Krauss
und andere

 

Inhalt

Das tyrannische Familienoberhaupt Hannes wird 70. Anne, die zweite Ehefrau und Stiefmutter, hat zum großen Familien-Versöhnungsfest eingeladen: Die drei kinderlosen Söhne Max, Gregor und Frederik mitsamt Lebensgefährten und sogar Hannes' Ex-Frau Renate sind aus Paris angereist. Dass das großzügige Berliner Familiendomizil ein Ort der Wahrheit und Katastrophe wird, kann zunächst niemand ahnen.

Jahrzehntealte Streitigkeiten und Auseinandersetzungen haben die Familie entfremdet. Niemand interessiert sich wirklich für den anderen, oberflächlich scheint die Wiedersehensfreude. Und überhaupt ist im Hause Westhoff vieles nur Schein: das große Haus, die Idylle, die Liebe … Vater Hannes, ein gefeierter Konzertpianist, ist über die Jahre ein ironischer Einzelgänger geworden und zeigt dies nur allzu gerne. Er ist ein wortgewandter Patriarch, ein Egozentriker, der die Lacher immer auf seiner Seite hat – allerdings gerne mal auf Kosten anderer. Mit seinen 70 Jahren hat er sich zunehmend isoliert; Hannes hat keine Freunde fürs Leben. Ein brillanter, charismatischer Kopf, unter dessen zur Schau gestellter Überlegenheit die ganze Familie leidet.

Doch wie lange kann man schweigen, wahre Gefühle unterdrücken, den Schein wahren? Im Hause Westhoff ist am Tag des Festes der Moment gekommen, in dem die unterdrückten Konflikte zu Tage treten. Sohn Max kann und will nicht länger warten, denn die Wahrheit muss dringend ausgesprochen werden, bevor diese für immer verschleiert bleibt. Dass Max sterbenskrank ist, hat bislang niemand wahrnehmen wollen. Auch als seine neueste Eroberung, Krankenschwester Jenny, auf seinen kritischen Zustand hinweist, wird sie nicht ernst genommen. Und trotzdem – im Angesicht des nahen Todes sind Menschen doch noch zu allem fähig: Nach Max' letztem großen Auftritt, der Geburtstagsrede vor den gespannt wartenden Gästen, kommen sich Vater und ältester Sohn endlich wieder nah.

                                                                                     *

Statement von Redaktionsleiterin Caroline von Senden:
Familie – das ewige Thema von der Antike über die Shakespeare-Dramen bis hin zu den großen Dramatikern der Neuzeit wie Ibsen oder dem wunderbaren Tschechow. Familie als System seit den 70ern immer wieder totgesagt, immer wieder infrage gestellt und doch unvermeidlich und unumgänglich. Was liegt also mehr auf der Hand, als hiervon zu erzählen? Dramatisch geht es dabei meistens zu. Komisch manchmal auch. In unserem Fall ist es den Autoren, der Regie und den großartigen Schauspielern gelungen, beides zueinander zu bringen, ohne die Ernsthaftigkeit zu verlieren.

Statement von Produzent Benjamin Benedict:
Die Familie. Wahrscheinlich das Wichtigste und Prägendste in unser aller Leben. In dem Film "Familienfest" faszinierte uns die Komplexität der spezifischen familiären Auseinandersetzungen der Familie. In der Arbeit mit Caroline von Senden, unter der Regie von Lars Kraume und mit einem herausragend besetzte Schauspielerensemble haben wir die gemeinsame Vision eines besonderen, sehr intimen Familienporträts entwickelt. Leonard Cohen schrieb: "There is a crack in everything. That's how the light gets in." – Das gilt in zugleich abgründiger und unterhaltsamer Weise auch für die Familie dieses Films und die Kunst ihrer Darsteller.

Statement von Regisseur Lars Kraume:
Das "Familienfest" war für mich als Regisseur ein seltener Glücksfall: Es wurde mir als fertig entwickeltes Drehbuch von ZDF-Redakteurin Caroline von Senden und UFA-Produzent Benjamin Benedict angeboten und war so spannend, dramatisch, humorvoll und traurig, dass ich beim Drehen eigentlich nur dem großartigen Ensemble zuschauen musste, während die Kamera lief. Es ist ein echter Schauspielerfilm, was bedeuten soll, dass keine Spezialeffekte, keine dekorative Kameraarbeit, keine Kostüme oder sonst irgendwas davon ablenken könnte, dass hier ein Ensemble mit den Texten von Andrea Stoll und Martin Rauhaus eine Familie an einem dramatischen Wendepunkt portraitieren muss. Die Schauspieler bringen diese 48 Stunden im Leben der Westhoffs wunderbar zum Leben und berühren mich immer wieder, wenn ich ihnen dabei zuschaue, wie sie umeinander ringen, sich verletzen, wieder versöhnen und das tun, was vermutlich die meisten Familien machen, einen Weg suchen, miteinander zu leben.

Schwarzach 23 – und die Hand des Todes

Fernsehfilm, Deutschland 2015

Programm-Reihe: Neues Deutsches Fernsehen

Vorführungen:
Montag, 29. Juni 2015, 19.00 Uhr Rio 1
Mittwoch, 1. Juli 2015, 12:30 Uhr City 1

 

Regie     Matthias Tiefenbacher 
Buch      Christian Jeltsch, Michael Comtesse
Kamera      Martin Farkas
Szenenbild        Birgit Kniep-Gentis
Kostüm      Andrea Spanier
Schnitt         Horst Reiter
Musik        Biber Gullatz, Andreas Schäfer
Produktionsleitung        Katja Weissinger
Produzent         Andreas Schneppe, Sven Burgemeister
Produktion          TV60 Filmproduktion GmbH
Redaktion         Petra Tilger
Länge            ca. 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Franz Germinger Junior     Maximilian Brückner
Franz Germinger Senior      Friedrich von Thun
Anna Germinger      Marlene Morreis
Erika Germinger       Gundi Ellert
Emma Germinger       Stella Föringer
Karl Obermaier       Jockel Tschiersch
Hermann Böhm       Thomas Schmauser
Harry        André Jung
Nick Klimm    Frederic Linkemann
Louise Spatz        Elisabeth Schwarz
Lilly        Judith Bohle
Sepp Sailer        Michael A. Grimm
Irene         Dorothee Hartinger
und andere

                                                        

Inhalt

Polizisten, allesamt, seit Generationen. Franz und Erika, Senior und Seniorin, beide pensioniert, leben getrennt. Im gleichen Haus: Schwarzach 23. Genau wie der Sohn Franz, Hauptkommissar und alleinerziehend, ein Kind. Tochter Anna: degradierte Kommissarin, zweimal schon zwangsversetzt innerhalb der bayerischen Polizei. Eine Polizistenfamilie, in der jeder gegen jeden zu sein scheint. Und dennoch: Die Germingers halten zusammen wie Pech und Schwefel, wenn's sein muss. Und das muss es oft.

Als Schrotthändler Anton tot in einem seiner bereits zusammengepressten Schrottautos gefunden wird, entwickelt sich ein Fall, in den jeder der Germingers auf die eine oder andere Weise verwickelt ist. Franz Junior ermittelt, Anna funkt ihm kompetenz­überschreitend immer wieder dazwischen und da der Tote Franz Seniors bester Freund war, kann der es nicht lassen, sich in die Polizeiarbeit einzumischen. Oder führt er nicht doch etwas ganz anderes im Schilde? Erika weiß da mehr. Aber 27 Ehejahre sind besser als jede Schweigepflicht.

Auf jeden Fall ist bald klar: Es geht um einen Drogendeal. Und um die Träume eines kleinen Provinzganoven. Es geht um Antons Schulden bei einem brutalen Geldverleiher. Und um Antons geliebte Ehefrau Irene, die dringend eine teure Krebs-Therapie in den USA braucht. Es geht um Junior gegen Senior in einer hochdramatischen Mordermittlung. Frei nach dem Motto: "Wenn man sich anschreit, weil man sich Sorgen macht, dann nennt man das Familie".

                                                                                                        *

Statement von Redakteurin Petra Tilger:
"Schwarzach 23" erweitert die Spielfläche des Samstagskrimis nicht nur um eine außergewöhnliche Polizistenfamilie, sondern um den vielleicht abenteuerlichsten Genre-Mix, den man sich innerhalb einer Krimi-Reihe vorstellen kann. Mit viel Liebe zum Detail ist ein bayerischer Familienwestern mit bitterbösem Humor und feiner Melancholie entstanden, der in vielerlei Hinsicht überrascht.

Statement der Produzenten Sven Burgemeister und Andreas Schneppe:
Als wir dem ZDF die Idee vorschlugen, den Kleinkosmos einer Familie mit all ihren Irrungen und Wirrungen in Krimi-Geschichten am Samstagabend abzubilden, rannten wir offene Türen ein. Weil die neue TV-Reihe "Schwarzach23" beides verbindet: jeweils einen Fall, den es zu lösen gilt, und eine Polizisten-Familie, die auf individuelle, absurde, unfreiwillige und humorvolle Weise gemeinsam ermittelt. Mehr oder weniger. Denn so ganz ist man sich in einer Familie ja nie einig. Schon gar nicht in einer bayerischen – Polizistenfamilie, die in der Nummer 23 in der Straße Schwarzach wohnt und zwischen Mittagessen und Büro diskutiert. Eine Familie, die sich mächtig auf die Nerven geht, die aber, wenn’s drauf ankommt, loyal ist und zusammenhält. Niemand ist hier nur gut und liebevoll – oder nur böse und gemein. Und so ist diese besondere Familie trotz des ganz normalen Wahnsinns ein einmalig gutes Team, schlagkräftig und effizient. "Polizisten- und Familienpatchwork" pur mit einer etwas anderen Auslegung von Recht und Gerechtigkeit.

Statement von Regisseur Matthias Tiefenbacher:
Die Art und Weise, wie Christian Jeltsch in seinem Drehbuch die Metapher der Familie, der wir alle nie entrinnen können, als Modell für die immer gleiche Frage jeder Kriminalgeschichte, nach Recht und höherer Gerechtigkeit nutzt, hat so viel hintergründigen "bayrischen" Witz und lässige Frechheit, dass ich zum amüsierten, im besten Sinne erheiterten Beobachter und Teilnehmer dieser Familienaufstellung werde. Jeder der Beteiligten handelt aus vollem Herzen. Und einem sozusagen vererbten besonderen "Gerechtigkeitssinn". Der ist dabei mehr ein Leiden. So wie eine unheilbare Krankheit. Und führt natürlich notwendigerweise zu verschiedenen Ergebnissen. Also? Auf welches Pferd setzen? Mit allen Germingers setze ich da auf die ihnen je eigene Notwendigkeit, die ihnen auch das Drehbuch zugesteht, und zwar sowohl voller Respekt vor ihrer jeweiligen Not, als auch mit Verständnis für ihre jeweilige Wendigkeit, sich und anderen diese Not zu verbergen!

Statement der Drehbuchautoren Christian Jeltsch und Michael Comtesse:
Familie. Krimi. Bayern, eine Prise Crystal Meth ... Zutaten für altbekannte Programme. Wir haben das Bunte, das Liebliche, das Harmoniebedürfnis gestrichen. Haben geerdet. Und dabei Absurdes, Abgründiges, Wahrhaftiges gefunden. Herausgekommen ist "Schwarzach 23", ein "Western".

Silvia S. – Blinde Wut

Krimi, Deutschland 2015

Programm-Reihe: Neues Deutsches Fernsehen

Vorführungen:
Donnerstag, 2. Juli 2015, 21.30 Uhr Rio 1

 

Regie       Friedemann Fromm
Buch     Katrin Bühlig
Kamera      Michael Wiesweg
Ton          Ralf Hermann
Szenenbild        Zazie Knepper
Schnitt         Eva Schnare
Musik        Stefan Mertin
Produktionsleitung   Ralf Krawanja
Produzent          Benjamin Benedict
Produktion        UFA Fiction
Redaktion         Günther van Endert
Länge           ca. 89 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Silvia Schubert      Maria Simon
Andreas Schubert      Florian Lukas
Laura Schubert       Paula Hartmann
Uta Giseke      Sophie von Kessel
Eva Giseke       Ulrike Kriener
Caro Giseke        Cornelia Gröschel
Elvira Schubert           Ulrike Bliefert
Horst Schubert            Günter Junghans
Architekt          Thomas Bading
und andere

      

Inhalt

Silvia S., studierte Architektin im Hausfrauenstand, macht es sich im Leben schwer. Mit einem überzogenen Hang nach Anerkennung und Dankbarkeit stößt sie an die Ablehnung ihrer Tochter und die Kälte ihrer Mutter. Auch ihrem Ehemann fällt es immer schwerer, sie zu verstehen. Als sie mit beruflichen Ambitionen scheitert, während ihre Schwester brilliert, verzweifelt sie endgültig. Unfähig auch nur die kleinste Zurücksetzung zu verarbeiten, wendet sie sich mit einem blutigen Rachefeldzug gegen eine Welt, die sich einheitlich gegen sie verschworen zu haben scheint.

                                                                                               *

Statement von Redaktionsleiter Günther van Endert:
Wahnsinn der bürgerlichen Mitte: Silvia S. hat alles, was das Leben angenehm machen könnte: gute Ausbildung, einfühlsamen Mann, wohl geratenes Kind. Aber sie scheitert an sich selbst und wendet die Verzweiflung in blutige Aggression nach außen. Ein formal und thematisch 'radikaler' ZDF-Fernsehfilm der Woche.

Statement von Produzent Benjamin Benedict:
Warum begeht eine Frau, scheinbar in bürgerlichen Strukturen gefestigt, eine entsetzliche Tat? Was sind die Ursachen eines derartigen Gewaltausbruchs? Was ist der Grund einer solchen blinden Wut - was AMOK dem ursprünglichen Wortsinn nach bedeutet. 
Dies sind die Fragen, die uns in der gemeinsamen intensiven und vertrauensvollen Entwicklungsarbeit mit Günther van Endert und dem ZDF im Zusammenhang mit diesem Film bewegt haben. Zugleich stellte sich im Laufe der Arbeit auch zunehmend die Frage nach einem systemischen Aspekt, einem gesellschaftlichen Befund, jenem der strukturellen Überforderung, die der Soziologe Ehrenberg in seinem Buch "Das erschöpfte Selbst" so klug analysiert hat. 
Mit dem differenzierten Drehbuch von Katrin Bühlig und unter der nuancierten Regie von Friedemann Fromm ist es auf eindrückliche Weise gelungen, die entsetzliche Spirale von Isolation und Frustration, die in der schrecklichen und unvorstellbaren Tat eines Amoklaufs mündet, glaubhaft und intensiv zu schildern. Darüber hinaus gilt unsere Bewunderung Maria Simon, die nicht nur den Mut hatte, sich in die Psyche eine Amokläuferin hinein zu versetzen sondern diese Herausforderung auch herausragend bewältigt hat. 

Statement von Regisseur Friedemann Fromm:
Silvia S. – die Geschichte einer vermeintlich ganz normalen Familie. Die Geschichte einer Frau, die versucht, alles richtig zu machen und auf furchtbare Weise scheitert an dem Druck, alle Erwartungen zu erfüllen, die die Gesellschaft an Frauen hat; dem Druck, perfekt zu sein. Dem Druck sein Leben zu leben wie in einem Werbespot für Marmelade. Aber wenn das Gift der Lieblosigkeit nicht aufgelöst wird, gibt es die eine Generation an die nächste weiter. Und dann reicht ein kleiner Funke, um alles in Brand zu stecken. Die Hölle sind in diesem Film nicht die anderen – die Hölle ist die Welt, in der man selbst gefangen ist. 

Friedemann Fromm wurde 1963 in Stuttgart geboren und absolvierte seine Ausbildung an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Parallel dazu begann er eine Schauspielausbildung bei John Costopoulos und andern Lehrern des Actor's Studio in New York und nahm 1994 an Krzysztof Kieslowskis Meisterklasse für zehn europäische Regisseure in Amsterdam teil. Der Drehbuchautor und Regisseur lebt seit 2002 in Hamburg und übernahm dort 2006 die Leitung der Regieklasse an der Hamburg Media School. Friedemann Fromm wurde vielfach ausgezeichnet, 2003 unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem Deutschen Fernsehpreis für die Filme 'Unter Verdacht – Verdecktes Spiel' und 'Unter Verdacht – Eine Landpartie'. Für den Dreiteiler 'Die Wölfe', zu dem er auch gemeinsam mit seinem Bruder Christoph die Bücher schrieb, erhielt er die goldene Nymphe, den Grimme-Preis und den International Emmy Award.

Statement von Drehbuchautorin Katrin Bühlig:
Warum läuft eine erwachsene Frau Amok?  Noch bevor ich mit dem Schreiben anfing, habe ich sehr lange recherchiert und verschiedene Psychologen befragt. Alle Experten sprachen dabei von einer großen Ausweglosigkeit, dem subjektiven Gefühl, nichts mehr zu verlieren zu haben und starken Rachegedanken. Bei Frauen sind die Ursachen für eine solche Tat oft auch in den Familienstrukturen und Beziehungen zu finden. Jede seelische Verletzung, jede auch kleinste Kränkung, jede Art von gefühlter oder auch realer Abweisung und für Außenstehende scheinbar banale Dinge führen dazu, dass sich potentielle Amokläufer immer weiter abkapseln.

Diese ständig selbst herbeigeführte Isolation glaubhaft aufzuzeigen, war für mich das Schwierigste beim Schreiben. Es ist ein schmaler Grat, auf dem sich unsere Hauptfigur bewegt. Ich wollte aus Silvia S. kein Monster machen, keine psychisch kranke Killerin, sondern versuchen, in einer glaubhaften Geschichte nachzuvollziehen, wie es zu so einer Tat kommen könnte.

Zum Sterben zu früh

Fernsehfilm, Deutschland 2014

Programm-Reihe: Neues Deutsches Fernsehen

Vorführungen:
Montag, 29. Juni 2015, 21.30 Uhr Rio 1
Dienstag, 30. Juni 2015, 10.00 Uhr City 1

 

Buch und Regie       Lars Becker
Kamera      Ngo The Chau
Ton         Benjamin Schubert
Szenenbild        Sabine Pawlik
Schnitt       Sanjeev Hathiramani
Musik       Hinrich Dageför, Stefan Wulff
Produktionsleitung        Frank W. Mähr, Frank Nitz
Produzent         Wolfgang Cimera, Bettina Wente
Produktion         Network Movie Köln
Redaktion         Daniel Blum (ZDF), Olaf Grunert (ARTE)
Länge         ca. 89 Minuten

    

Die Rollen und ihre Darsteller

Mario Diller    Nicholas Ofczarek
Erich Kessel     Fritz Karl
Claire Kessel        Jessica Schwarz
René Novak       Juergen Maurer
Paul Epstein       Martin Brambach
Jamel Medjoub   Edin Hasanovic
Emma Diller      Anna Loos
Karim Medjoub        Omar El-Saeidi
Dalida Medjoub       Narges Rashidi
Mandy Bochorn          Marleen Lohse
Ringo Fresse         Mark Keller
Mohammed         Sahin Eryilmaz
und andere

  

Inhalt

Lars Becker erzählt in seinem neuen Film die Vorgeschichte zu dem erfolgreichen Polizeifilm "Unter Feinden", inspiriert durch den Roman von Georg M. Oswald.

Eine nächtliche Verfolgungsjagd. Die Dealer in ihrem teuren Wagen kommen ins Schwitzen, denn die Kommissare Diller und Kessel haben sie im Visier. Ein Routineeinsatz für das eingespielte Duo, für die langjährigen Freunde, die einander schon immer den Rücken freihalten. Und zurzeit hat Kessel Dillers Unterstützung bitter nötig: Seine Tochter leidet an schwerer Epilepsie, die Behandlung ist kostspielig und seine Ehe droht daran zu zerbrechen. Aber Kessel weiß, er kann auf Diller vertrauen und er liebt seine Frau. Deshalb ist er sich sicher: Alles wird gut. Und plötzlich ergibt sich tatsächlich eine Gelegenheit, dem Schicksal nachzuhelfen. Mit einer Tasche voller Drogen, die Kessel im Auto der geflüchteten Dealer entdeckt. Er zögert nur kurz und lässt sie dann mitgehen. Doch statt seine Probleme zu lösen, stürzt ihn diese Tasche in neue, weitaus größere Konflikte – und reißt seinen Partner Diller und seine Familie mit.

                                                                                                 *

Lars Becker, geboren in Hannover, absolvierte sein Filmstudium an der HfBK in Hamburg. Neben seinen eigenen Filmen schrieb er unter anderem Drehbücher für zwei "Fahnder"-Folgen und inszenierte zwei Folgen der ZDF-Reihe "Einsatz in Hamburg: "Rückkehr des Teufels" (2001) und "Ende einer Dienstfahrt" (2004). Er veröffentlichte zwei Kriminalromane: "Kalte Sonne" (1990) und "Amigo" (1992). Becker war Mitgründer und Gesellschafter der Wüste Filmproduktion und hat heute seine eigene Firma Cinescript. Für den Film "Schattenboxer" erhielt er 1994 den Otto-Sprenger-Preis. "Nachtschicht: Amok!" wurde 2002 als Bester Ausländischer Film bei den Rencontres Internationales de Télévision in Reims ausgezeichnet und für den Deutschen Fernsehpreis sowie den Grimme-Preis nominiert. Für "Amigo - Bei Ankunft Tod" bekam er 2010 den deutschen Krimipreis. Lars Becker lebt in Hamburg.

Lerchenberg

Serie, Sitcom, Deutschland 2015
2. Staffel (Folge 1-2)

Programm-Reihe: Neue Deutsche Serien

Vorführungen:
Donnerstag, 2. Juli 2015, 20:00 Uhr, HFF Kino 1

 

Regie       Felix Binder
Buch      Niels Holle, Marc O. Seng, Felix Binder
Kamera         Jenny Bräuer
Ton           Alexander Rubin
Szenenbild         Philipp Eggert
Schnitt             Sven Müller
Musik         Matthias Mania
Produktionsleitung        Melanie Schwier
Producer          Nadine Schnappinger
Produzent       Maren Lüthje, Florian Schneider, Andreas Hörl
Produktion          lüthje schneider hörl | FILM
Redaktion        Katharina Dufner, Milena Bonse
Redaktion Online    Lucia Haslauer
Länge        á 25 Minuten

 

Die durchgehenden Rollen und ihre Darsteller

Sascha       Sascha Hehn
Billie      Eva Löbau
Judith        Cornelia Gröschel
Dr. Wolter         Karin Giegerich
Frau Merzig       Anke Sevenich
Berthold Bode       Stephan Kampwirth

 

Die weitern Rollen und ihre Darsteller

Folge 1

Iris        Iris Berben
Jan       Jan Böhmermann
Roberto      Roberto Blanco
Wayne        Wayne Carpendale

 

Folge 2

Roberto      Roberto Blanco
Antoine     Antoine Monot, Jr.

      

Inhalt

Fernsehstar Sascha ist Kapitän des "Traumschiffs" und darf auf Senderkosten an die schönsten Strände der Welt schippern, während Redakteurin Billie seinetwegen strafversetzt wurde. Jetzt aber kehrt Sascha zurück und hilft Billie dabei, ihm zu helfen. Denn Sascha hat ein neues Ziel: Er will Charakterdarsteller werden und zwar der Größte! Mit Unterstützung von Iris Berben, Wayne Carpendale und Antoine Monot, Jr. will er es schaffen. Und wenn einer wie er das schaffen kann, dann hier: im Zweiten Deutschen Fernsehen!

                                                                                                           *

Die brandneue Staffel "Lerchenberg" der erfolgreichen Miniserie spielt erneut hinter den Kulissen einer großen deutschen Sendeanstalt . Reale Personen, reale Drehorte und reale Bezüge werden mit fiktiven und satirisch zugespitzten Elementen gemischt.

Felix Binder (Regie, Autor), 1977 in Tübingen geboren, studierte von 1998 bis 2002 Audiovisuelle Medien an der Hochschule der Medien in Stuttgart, und von 2004-2006 Regie im Studiengang Film der Hamburg Media School. Er arbeitet als freier Drehbuchautor und Regisseur und lebt in Leipzig und Hamburg. Zusammen mit Maren Lüthje und Florian Schneider entwickelte Felix Binder das Serienkonzept von "Lerchenberg". Er führte bei allen Folgen Regie und war Headwriter. Die erste Staffel wurde 2014 für den Grimme-Preis nominiert.

Maren Lüthje (Produzentin, Serienkonzept), 1977 in München geboren, studierte von 2000 bis 2005 Produktion und Medienwirtschaft an der Hochschule für Fernsehen und Film, München.

Florian Schneider (Produzent, Serienkonzept), 1975 in Bad Schwalbach geboren, studierte von 2001 bis 2006 Volkswirtschaftslehre an der LMU München.   

Maren Lüthje und Florian Schneider gründeten 2005 gemeinsam ihre Produktionsfirma, in die Andreas Hörl 2010 als namensgebender Gesellschafter eintrat. Ihre Firma hat sich neben dem filmischen auch ganz dem seriellen Erzählen verschrieben und legt großen Wert auf die Entwicklung einzigartiger, serieller Stoffe. In Zusammenarbeit mit Felix Binder entstand hier das Serienkonzept von "Lerchenberg". Die Produzenten erhielten 2014 für die erste Staffel den Bayerischen Fernsehpreis (Nachwuchsförderpreis).

Niels Holle (Buch Folge 1), geboren 1975 in Krefeld, absolvierte 1998-99 die Ausbildung an der Hamburger Texterschmiede. Danach arbeitete er acht Jahre in der Werbung als Texter und Creative Director, unter anderem für zwei erfolgreiche Bundestagswahlkämpfe der SPD. Ausgezeichnet mit etwa 100 nationalen und internationalen Kreativpreisen, darunter mehrere Löwen in Cannes und einige Gold-Nägel beim ADC Deutschland, begann er 2007 ein neues Leben als freier Drehbuchautor - zunächst für Vorabend-Serien, anschließend für "Lerchenberg" und einen ersten abendfüllenden Spielfilm.

Marc O. Seng (Buch Folge 2), 1975 geboren, studierte von 1998 bis 2003 an der Filmakademie Baden-Württemberg Regie und Drehbuch. Seit 2002 ist er als freier Drehbuchautor tätig und hat seither bei mehr als 30 Fernseh-, Kurz- und Werbefilmen mitgewirkt. Neben weiteren Auszeichnungen erhielt er 2008 für "Einer wie Bruno" den Boje-Buck-Drehbuchpreis.

Sascha Hehn, 1954 in München geboren, hatte schon im Jahr 1959 sein Filmdebüt in "Hubertusjagd" und von da an regelmäßige Engagements in Fernsehfilmen. Einem bundesweiten Fernsehpublikum wurde er in den 1980er Jahren durch seine Rollen als Dr. Udo Brinkmann in "Die Schwarzwaldklinik" und als Chefsteward Victor in der Fernsehreihe "Das Traumschiff" bekannt. 2014 trat Sascha Hehn die Nachfolge von Siegfried Rauch als Kapitän Victor Burger auf dem Traumschiff an. Seine "mutigste" Rolle verkörpert er zweifelsohne in "Lerchenberg". Dort wirkt er seit 2012 mit und spielt darin die fiktive Figur Sascha Hehn.

Eva Löbau, 1972 in Waiblingen geboren, ist eine Film- und Theaterschauspielerin, die am Max-Reinhardt-Seminar in Wien studierte. 2000 erhielt sie den Preis als "Beste Schauspielerin" auf dem Festival Internacional de Cine de Gijón für die Rolle einer jungen, alleinerziehenden Mutter in "Ich werde dich auf Händen tragen". Für ihre Hauptrolle in Maren Ades Film "Der Wald vor lauter Bäumen" (2003) wurde ihr von dem Internationalen Filmfestival Buenos Aires, sowie dem Newport International Filmfestival der Preis als "Beste Schauspielerin" verliehen. Aktuell wirkte sie in dem Film "Ein Geschenk der Götter" von Oliver Haffner mit, der 2015 den Schauspieler Preis in der Kategorie "Bestes Ensemble" erhielt. Ab dem 30. Oktober 2015 wird Eva Löbau, neben Anette Frier, in der Wiederaufnahme des Stücks "Eine Familie - August: Osage Country" im Theater am Kurfürstendamm in Berlin zu sehen sein. In "Lerchenberg" spielt sie Sibylle "Billie" Zarg, eine idealistische Redakteurin, die durch eine Laune des Schicksals an die Seite von Sascha Hehn gerät.

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