Copyright: ZDF / Stephan Rabold
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Dengler - Brennende Kälte

Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Schorlau

Privatdetektiv Georg Dengler (Ronald Zehrfeld), ehemals BKA-Zielfahnder, wird von Hacker-Aktivistin Olga (Birgit Minichmayr) um Hilfe gebeten. Ihre Freundin, eine Investigativ-Journalistin, hat ihr im Darknet Informationen über geheime Baupläne von Mikrowellen-Waffen, Namenslisten von Bundeswehr-Offizieren und Fotos von gefolterten Männern geschickt. Kurz darauf wird sie von Unbekannten erschossen. Im aktuellen Fall stechen Dengler und Olga in ein Wespennest rund um illegale Waffentests und internationale Waffengeschäfte.

  • ZDF, Montag, 7. Oktober 2019, 20.15 Uhr

Texte

Stab, Besetzung, Inhalt

Montag, 7. Oktober 2019, 20.15 Uhr
Dengler – Brennende Kälte
Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Schorlau

Buch_____Lars Kraume nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Schorlau
Regie_____Rick Ostermann
Kamera_____Heinz Wehsling
Schnitt_____Benjamin Kaubisch
Kostümbild_____Sabine Keller
Maskenbild_____Irmela Osswald, Maike Heinlein
Szenenbild_____Klaus Dieter Gruber
Sound/Mischung_____Stefan Soltau, Björn Wiese
Musik_____Christoph M. Kaiser, Julian Maas
Produzenten_____Raoul Reinert (Cuckoo Clock Entertainment), Oliver Vogel (Bavaria Fiction)
Redaktion_____Elke Müller
Sendelänge_____89 Minuten

Die Rollen und ihre Darsteller:
Georg Dengler_____Ronald Zehrfeld
Olga Illiescu_____Birgit Minichmayr
Katharina Petry_____Jeanette Hain
Felix Stelter_____Sebastian Urzendowsky
Werner Kempf_____Richard Sammel
Anne Müller_____Samia Chancrin
Sarah Singer_____Jasna Fritzi Bauer
Florian Singer_____Max Kupfer
Jakob Dengler_____Samuel Schneider
Hilde Dengler_____Marie-Lou Sellem
Harald Döll_____Leonard Kunz
Klaus Melzer_____Sebastian Hülk
Finn Kommareck_____Jenny Schily
Scholz_____Barnaby Metschurat
Waller_____Harald Schrott
und andere

ZDF-Auftragsproduktion der Bavaria Fiction in Zusammenarbeit mit der Cuckoo Clock Entertainment

Inhalt

Kurz vor der Hochzeit seines Sohnes Jakob in Stuttgart wird Privatdetektiv Georg Dengler, ehemals BKA-Zielfahnder, von Hacker-Aktivistin Olga um Hilfe gebeten. Olgas Freundin Anne, eine Investigativ-Journalistin, hat ihr im Darknet Informationen über geheime Baupläne von Mikrowellen-Waffen, Namenslisten von Bundeswehr-Offizieren und Fotos von gefolterten Männern geschickt. Kurz darauf wird Anne von Unbekannten erschossen und zeitgleich ihr Informant, Bundeswehr-Offizier und Afghanistan-Veteran Florian Singer, in einen beinahe tödlichen Unfall verwickelt. Dengler und Olga kommen auf die Spur des von Werner Kempf geleiteten geheimen Fahrenheit-Programms von BND und Bundeswehr und die von Katharina Petry initiierte Forschung mit Mikrowellen-Waffen der MeySis AG. Dengler und Olga stechen in ein Wespennest rund um illegale Waffentests und internationale Waffengeschäfte.

"Whistleblower sind die Helden unserer Zeit"
Von Romanautor Wolfgang Schorlau

Im familiären Umfeld gab es einen Soldaten, der in Afghanistan im Kriegseinsatz war. "Als er zurückkam", so sagte mir seine Frau, "war das nicht mehr der Mensch, den ich geheiratet hatte." Er war traumatisiert, ständig grundlos wütend, körperlich gefährlich für sie, das Kind, den Hund und die Nachbarn. Diese durch den Krieg seelisch verstümmelten Menschen – das war der erste Recherchestrang. "Brennende Kälte" wurde das erste literarische Werk, das sich mit dem Problem traumatisierter deutscher Afghanistan-Heimkehrer auseinandersetzte.
Der zweite Recherchestrang begann, als ein Ingenieur, der Mikrowellen-Waffen mitentwickelt hat, sich anonym bei mir meldete. Er wollte, dass die Existenz dieser Waffe durch die Ermittlungen von Georg Dengler öffentlich wird. Dieser Wunsch ist durch meinen Roman in Erfüllung gegangen. 
Auch, wenn wir derzeit in der Presse nichts über Mikrowellen-Waffen lesen, hören oder sehen, diese schrecklichen Waffen sind entwickelt und werden vielleicht gerade jetzt eingesetzt. Realität und Fiktion liegen in diesem Fall sehr nah beieinander. Viel näher als mir lieb ist. – Whistleblower sind die Helden unserer Zeit. Sie sollten endlich gesetzlich geschützt werden.

Fragen an Drehbuchautor Lars Kraume

War die Drehbuchadaption von Wolfgang Schorlaus Roman ein schwieriger Prozess?

Wolfgang Schorlaus Dengler-Romane sind immer eine Mischung aus Unterhaltungskrimi einerseits und auf recherchierten Fakten beruhendem Polit-Thriller andererseits. Insofern sind sie für eine Fernsehadaption nicht sehr kompliziert. "Brennende Kälte" unterscheidet sich im Film vom Roman vor allem dadurch, dass Dengler stärker in den Mittelpunkt gerückt ist.

Es ist Ihr fünftes Drehbuch für einen "Dengler"-Krimi. Wie war das Wiedersehen mit den Figuren Dengler und Olga?

Es ist toll, wenn man Figuren als Autor über viele Jahre begleitet. Und in diesem Fall kommt das Duo sich ja näher als je zuvor. Außerdem sind Birgit Minichmayr und Ronald Zehrfeld so großartige Schauspieler, dass es immer wieder Spaß macht, sich für sie etwas auszudenken.

Was sind die Herausforderungen bei einer Reihe wie "Dengler" im Unterschied zu einer Serie oder einem Kino- oder Fernsehfilm?

Eine Serie wird mit einer großen, horizontalen Erzählung entwickelt. Ein Kinofilm ist abgeschlossen. Die Reihe aber muss irgendwie beides hinkriegen: jeder Film muss für sich abgeschlossen sein, aber die Fans wollen auch, dass sich über die Zeit etwas entwickelt. Man schreibt aber nicht fünf Teile am Stück und kann sich diese Entwicklung einmal ausdenken, sondern jedes Jahr einen. Die Vorlagen ändern sich, und man muss immer wieder weiter denken. Das macht die Herausforderung aus.

Die Fragen stellte Wiebke Schuirmann

Über Wahrheitsfindung, Action, Humor und Emotion
Statement von Regisseur Rick Ostermann  

Was "Dengler" einzigartig macht, ist neben den tollen Romanvorlagen und dem fantastischen Cast mit Ronald Zehrfeld und Birgit Minichmayr die Möglichkeit, eine gute Mischung aus Action, Humor und Emotion zu schaffen und daraus einem Thriller zu bauen. Die Dreharbeiten und die Umsetzung sind reizvoll, weil wir uns alle viel vornehmen, um etwas Besonderes zu kreieren.
Eine Herausforderung ist die Aktualität der Fälle, mit denen sich Dengler und Olga beschäftigen. Es sind Themen, die uns alle angehen. Mit Hilfe der "Dengler"-Filme können wir diese Themen unterhaltsam verpacken und im Idealfall die Zuschauer zum Nachdenken anregen. Wahrheitsfindung ist etwas sehr Wichtiges in der heutigen Zeit. Auf dem Weg zur Wahrheit sind Whistleblower, engagierte Journalisten und vielleicht auch kreative Filmemacher hilfreich und relevant. Was die Welt am meisten braucht, sind mutige Menschen, die für Werte und Ziele stehen und dafür kämpfen – so wie Dengler und Olga, die sich für die Wahrheit einsetzen, egal wie schwierig und kompliziert es auch ist.

Fragen an die Schauspielerinnen Birgit Minichmayr und Jeanette Hain

Wie war das Wiedersehen mit Olga – haben Sie schnell wieder zueinander gefunden?

Birgit Minichmayr: Das geht eigentlich immer sehr schnell, passiert quasi mit dem Anziehen von Olgas Kostüm, dann noch mit Dengler und dem gewohnten Team. Da kann nichts schiefgehen.

Inwieweit war Ihnen das Thema Mikrowellen-Waffenvor dem Dreh bekannt?

Jeanette Hain: Vor dem Dreh war mir das Thema Mikrowellen-Waffen gänzlich unbekannt. Regisseur Rick Ostermann hat mir umfangreiche Informationen zu diesem Thema zukommen lassen.

Birgit Minichmayr: Ich wusste davor gar nichts über Mikrowellenwaffen, und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob ich darüber viel wissen möchte. Eine erschreckende Entwicklung, was die Technologie von solchen Waffen betrifft.

Wie anspruchsvoll ist es für eine Schauspielerin, sich auf so ein komplexes und kontroverses Thema wie Waffenexporte vorzubereiten?

Birgit Minichmayr: Gar nicht, nur ist das Thema nicht gerade angenehm.

Jeanette Hain: Bei dem Thema Waffentransporte geht es um Geld, um Gier, um Macht, um das unstillbare Verlangen des Ego, sich durch diese Faktoren ein Rückgrat und den dazugehörigen Palast zusammenzuzimmern, koste es, was es wolle. Katharina Petrys Herzschlag ist die Sucht nach Erfolg. Menschenleben spielen in ihrer Kalkulation keine Rolle. In keiner Geste, keinem Blick, keinem Wort dieser Figur ist auch nur ein Fünkchen Empathie. Sie ist erstarrte Form, ohne Raum für Menschlichkeit.

Jeanette Hain, fällt es Ihnen leicht, eine Rolle wie Katharina Petry zu verkörpern, die wirtschaftliche Interessen über Menschenleben stellt?

Jeanette Hain: Als Schauspielerin konnte ich mich über die scharf geschriebene Sprache gut in meiner Figur verankern. Sprache ist für Petry ein grundlegendes Werkzeug, ihre Ziele zu verwirklichen. Dank der Regie, der Kollegen und des Teams, nicht zu vergessen der Orte in Berlin hatten die Dreharbeiten einen spannenden Sog.

In "Brennende Kälte" kommen Dengler und Olga sich näher – fänden Sie es gut, wenn die beiden ein Paar würden?

Birgit Minichmayr: Auf gar keinen Fall. Ich hoffe nicht, das fände ich ganz furchtbar. Denn dann wäre die Luft, wie man so schön sagt, irgendwie draußen. Und Olga weiß bis heute auch gar nicht, was und ob da was lief in dieser Nacht. Und das ist doch ein netter Zustand, in dem sie sich dadurch befindet.

Die Fragen stellte Wiebke Schuirmann

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