Copyright: ZDF / Stephanie Kulbach
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Der gute Bulle – Nur Tote reden nicht

Krimi von Lars Becker

Dem ausgebufften Polizeirat Fredo Schulz (Armin Rohde) fällt der Weggang seines jungen Kollegen Milan Filipovic (Edin Hasanovic), der den Polizeidienst quittiert, schwer. Und plötzlich wird der Abschied auch noch endgültig, als Milan bei ihrem letzten gemeinsamen Einsatz erschossen wird. Fredo droht erneut, dem Alkohol zu verfallen. Seinen neuen Partner Radu Lupescu (Sabin Tambrea) lässt er auflaufen, er traut ihm nicht. Doch als Milans Mutter ihren Sohn auf eigene Faust rächen will, muss Schulz zu Hochform auflaufen, um sie davor zu bewahren.

  • ZDF, Mittwoch, 17. Februar 2021
  • ZDF Mediathek, ab Dienstag, 16. Februar 2021, 10.00 Uhr

Texte

Stab und Besetzung

Der gute Bulle - Nur Tote reden nicht
Krimi von Lars Becker

ZDF: Mittwoch, 17. Februar 2021, 20.15 Uhr
ZDFmediathek: ab Dienstag 16. Februar 2021, 10.00 Uhr

Stab

Buch und Regie_____Lars Becker
Kamera_____ Simon Guy Fässler  
Musik_____Hinrich Dageför, Stefan Wulff 
Schnitt _____Sanjeev Hathiramani
Kostüme_____Claudia González Espindola
Szenenbild_____ Sabine Pawlik
Ton_____Manuel Vogt, Benedikt Gaussling
Produktion_____Network Movie, Köln
Produzenten_____Bettina Wente, Wolfgang Cimera
Redaktion_____Daniel Blum
Länge_____ca. 90 Minuten

 

Die Rollen und ihre Darsteller

Fredo Schulz_____Armin Rohde               
Milan Filipovic_____Edin Hasanovic
Radu Lupescu_____Sabin Tambrea
Paul Schellack_____Johann von Bülow
Lola Karras_____Nele Kiper
Paz Flores_____Lo Rivera
Marlon Prokop_____Timo Jacobs
Esra Filipovic_____Anica Dobra
Bruno Bogdan _____Carlo Ljubek
Ronny Herzog _____Andreas Anke
und andere                           

Inhalt

Polizeirat Fredo Schulz, einer der besten Cops Berlins, ist auch in schwierigen Situationen ein Fels in der Brandung für seine Kollegen und für die Menschen, denen er im Dienst begegnet. Nur Abschiede zählen seit dem Tod seiner Frau nicht mehr zu seinen Stärken. So nimmt er auch den Weggang seines jungen Kollegen Milan Filipovic, der auf eigenen Wunsch aus dem Polizeidienst ausscheidet, schwer. Der letzte gemeinsame Einsatz der Beiden ist eigentlich kaum der Rede wert: Eine Drogen-Schluckerin wurde am Flughafen festgenommen und soll ins Präsidium gebracht werden. Kaum im Wagen bittet die Kolumbianerin Paz Flores darum, auf Toilette gehen zu dürfen. Obwohl Milan dagegen ist, hält Fredo, da er fürchtet, die sie könne noch einen Kokainbeutel im Leib haben. Doch an der Tankstelle werden sie von einem Mann überrascht, der ihnen offensichtlich vom Flughafen gefolgt ist, und der Fredo niederschlägt. Milan kann zwar noch die Waffe ziehen, doch sein Gegenüber ist schneller und erschießt ihn kaltblütig, um mit Paz Flores zu fliehen. Als die Kollegen zum Tatort kommen, treffen sie auf einen gebrochenen Schulz, der auf eine leere Schnapsflasche starrt. Sofort kursiert das Gerücht, Fredo hätte im Dienst getrunken und seinen Partner deshalb nicht retten können. Fredo dementiert das nicht, sondern macht sich selbst größte Vorwürfe, die er nun tatsächlich in Alkohol zu ertränken sucht. Seinen neuen Partner Radu Lupescu, einen jungen Kommissar, der direkt von der Polizeihochschule kommt, lässt er auflaufen. Er ahnt, dass Radu ein interner Ermittler ist, der ihn observieren soll. Aber das ist Fredo, wie alles andere gerade, herzlich egal. Doch als Milans Mutter Esra Filipovic ihren Sohn auf eigene Faust rächen will, muss Schulz wieder zu Hochform auflaufen, um sie davor zu bewahren.

"Loyalität ist die Grundlage meiner Arbeitsweise"
Fragen an Sabin Tambrea

Sie spielen in der aktuellen Folge von "Der gute Bulle" Radu Lupescu, den neuen Kollegen von Polizeirat Fredo Schulz. In Film und Fernsehen sind Sie immer wieder in höchst unterschiedlichen Rollen zu sehen. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Rollen aus? Wann packt Sie ein Stoff?

Eben wenn sich die Rolle von den bisherigen unterscheidet, in Verbindung mit einem psychologisch durchdachten Drehbuch. Dies war hier der Fall, dazu bekam ich noch die Chance, mit erfahrenen Größen wie Lars Becker und Armin Rohde Zeit zu verbringen, und von ihnen lernen zu dürfen.

Was hat Sie an der Figur Radu Lupescu interessiert? Wie tickt Radu als Mensch?

Radu gerät aus dem gemächlicheren Bielefeld direkt in den kriminellen Sumpf Berlins, seine ungeschliffene Berufsvorstellung kollidiert mit dem, was die Realität aus Fredo gemacht hat. Er ist ein emphatischer Mensch mit einer großen Offenheit, was ihn im Laufe des Filmes an die Grenzen seiner Moral führt. Dieses Spannungsfeld war sehr interessant zu spielen.

Fredo verhält sich bei seinen Ermittlungen nicht immer unbedingt gesetzeskonform. Dennoch ist Radu loyal zu seinem Kollegen. Warum?

In seiner Funktion als interner Ermittler möchte Radu sich erst ein eigenes und möglichst vollständiges Bild machen, bevor er Konsequenzen von großer Tragweite in Bewegung setzt. Die Sympathie, die er für Fredo empfindet, spielt dabei sicherlich eine große Rolle. Für den Zuschauer wird es vor allem verständlich, weil Armin Rohde es schafft, die Zerrissenheit seiner Figur nachvollziehbar nach außen zu tragen.

Welchen Stellenwert hat Loyalität in Ihrem Leben? Wo sind die Grenzen Ihrer Loyalität?

Loyalität ist die Grundlage meiner Arbeitsweise, was aber nicht bedeutet, dass man nicht um Inhalte und Überzeugungen ringt, solange es respektvoll und auf Augenhöhe geschieht. Allgemein kann ich diese Frage nicht beantworten, da jede Situation individuell betrachtet werden muss. Wenn allerdings die eigenen Moralvorstellungen überdehnt werden, oder es gar kriminell wird, dann sollte man sich die grundsätzliche Frage stellen, ob ein gemeinsamer Weg richtig ist.

Obwohl Rados Kollege Fredo bei seinen Ermittlungen oft eigene Wege geht, so ist am Ende dann doch Teamwork der Schlüssel zum Erfolg. Wie wichtig ist Teamwork für Sie und Ihre Arbeit? Gibt es die Momente für Sie, in denen man Dinge auch erstmal allein für sich probieren muss?

Ja, im Vorfeld. Gutes Teamwork ist für mich vor allem dann erst möglich, wenn jeder für sich seine Hausaufgaben gemacht hat. Es ist ein idealer Weg, um Ideen zu erweitern, indem man sich gegenseitig inspiriert. Da der Drehplan aber fast immer zu straff ist, um entspannt am Set zu schauen, wo die Reise hingeht, sollte ein Plan A von allen Beteiligten klar ausgearbeitet sein.

Im Film geht es unter anderem um korrupte Beamte im Dienst. Ein Thema, welches sich ja durchaus in der Realität wiederfindet. Was glauben Sie, wie nah ist der Film an der Wirklichkeit? Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern, damit Korruption erfolgreich eingedämmt werden kann?

Unter anderem hat mir der Podcast "Zeit Verbrechen" gezeigt, dass kein Drehbuch so absurd sein kann wie die Realität, ganz unabhängig von Berufsgruppen. Leider ist die Psyche des Menschen generell anfällig dafür, sich selbst zu überhöhen, um einen für sich günstigeren Weg zu suchen, auch wenn Gesetze und Moral dabei zertreten werden. Aber das ist eine Frage, welche die Menschheit seit Jahrhunderten beschäftigt. Deshalb möchte ich gar nicht versuchen, sie in dieser Kürze zu beantworten.

"Der gute Bulle – Nur Tote reden nicht" ist Ihre erste Zusammenarbeit mit Autor und Regisseur Lars Becker. Wie erinnern Sie sich an die Zusammenarbeit mit ihm? Was schätzen Sie an seiner Arbeit?

Lars Becker hat eine sehr genaue Vorstellung von den Figuren, die er erzählen will. Zugleich ist er aber sehr offen für Ideen und lässt sich gerne von der Atmosphäre am Set inspirieren. Ohne diese Arbeitsweise wäre das Endbild nicht möglich gewesen, wo Radu einen echten Radfahrer vom Bürgersteig auf den Fahrradweg verweist. Dieser war zum Glück kooperativ und hat uns dadurch einen schönen Moment im Film geschenkt.

Die Fragen stellte Ellen Wirth.

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