Copyright: ZDF/Martein Rottenkolber
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DEUTSCHER

Vierteilige Miniserie - neoriginal

Zwei grundsätzlich gegensätzlich denkende Familien müssen sich auf einen neuen Alltag einstellen, nachdem im fernen Berlin überraschend eine rechtspopulistische Partei mit absoluter Mehrheit gewählt wird und die Regierung übernimmt. ZDFneo zeigt die vierteilige Miniserie "DEUTSCHER" am Dienstag, 28. April 2020, und Mittwoch, 28. April 2020, jeweils ab 20.15 Uhr. ZDFinfo begleitet die Serie mit Dokumentationen im TV und in der ZDFmediathek.

  • ZDF neo, Dienstag, 28. April 2020, und Mittwoch, 29. April 2020, ab 20.15 Uhr, in Doppelfolgen
  • ZDF Mediathek, Ab Samstag, 25. April 2020, 10.00 Uhr

Texte

Statement der Redaktion

Ist unsere Demokratie in Gefahr? Vor knapp zwei Jahren bewegte diese Frage auch unsere Redaktion, denn immer stärker wurde eine gesellschaftliche Polarisierung spürbar, die sich quer durch Familien- und Freundeskreise zieht.

Wir sprachen Produzent*innen und Autor*innen an, Konzepte für eine Miniserie zu diesem Thema zu entwerfen. Dieser erste Schritt wurde durch den Innovationsfonds des ZDF unterstützt. Lasse Scharpen von der Bantry Bay und Stefan Rogall kamen mit einer Idee, die uns auf Anhieb überzeugte. Mit Sophie Linnenbaum und Simon Ostermann, beide zu dem Zeitpunkt noch Regiestudent*innen der Filmuniversität Babelsberg, stießen auch bald zwei junge, kreative Regietalente zu dem Team, und gemeinsam wurde die vierteilige Miniserie entwickelt und bereits im Sommer 2019 gedreht.

"DEUTSCHER" erzählt von der Spaltung unserer Gesellschaft. Aber auch davon, ob zwei Familien es schaffen, diese zu überwinden. Dass dieses Thema in den letzten zwei Jahren leider nichts von seiner gesellschaftlichen Relevanz eingebüßt hat, zeigen auch die jüngsten politischen Ereignisse in unserem Land.

Jörg Schneider, ZDF-Redaktion Das kleine Fernsehspiel

DEUTSCHER
Stab, Besetzung, Inhalt

Dienstag, 28. und Mittwoch, 29. April 2020, jeweils ab 20.15 Uhr, in Doppelfolgen in ZDFneo
Ab Samstag, 25. April 2020, ab 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek

DEUTSCHER

Vierteilige Miniserie

neoriginal

Stab

Regie Simon Ostermann (Folgen 1 und 2), Sophie Linnenbaum (Folgen 3 und 4)
BuchStefan Rogall
Kamera Tom Holzhauser (Folgen 1 und 2), Claire Jahn (Folgen 3 und 4)
MusikLeonard Petersen
Schnitt Ramin Sabeti (Folgen 1 und 2), Martin Wunschick (Folgen 3 und 4)
SzenenbildRoland Wimmer
Ton Christian Hermans, Oliver Held (Folgen 1 und 2), Oliver Held (Folgen 3 und 4)
Kostüm Kaya Kürten
Produktion Bantry Bay Productions GmbH im Auftrag des ZDF/Das kleine Fernsehspiel
ProduzentenLasse Scharpen, Gerda Müller
ProducerJochen Cremer
Redaktion ZDFJörg Schneider
Länge4 x 42 Minuten

Die Rollen und ihre Darstellerinnen und Darsteller

Ulrike PielckeMilena Dreißig
Frank PielckeThorsten Merten
Marvin PielckeJohannes Geller
Eva Schneider Meike Droste
Christoph SchneiderFelix Knopp
David Schneider Paul Sundheim
Cansu OktayLara Aylin Winkler
Günter Kellenburg Michael Lott
Olaf Kellenburg Junis Marlon
Burak Derzidan Atheer Adel

Inhalt

Die Familien Schneider und Pielcke sind seit Jahren direkte Nachbarn in einem ruhigen Vorort. Ihre Söhne sind im gleichen Alter, gehen zur selben Schule und sind befreundet. Die Eltern kennen und grüßen sich, pflegen aber nur sporadisch Kontakt. Als im fernen Berlin eine rechtspopulistische Partei mit absoluter Mehrheit gewählt wird und die Regierung übernimmt, verfallen die Schneiders in eine Art Schockzustand. Familie Pielcke hingegen feiert das Wahlergebnis. Der Versuch der Schneiders auf Distanz zu den Pielckes zu gehen, wird vom eigenen Sohn unterwandert. Er verbringt lieber Zeit bei den Nachbarn. Während die Pielckes zunehmend optimistisch in die Zukunft schauen und erste Entscheidungen der neuen Regierung begrüßen, hadern die Schneiders immer mehr mit den neuen Verhältnissen.

Folgeninhalte

Folge 1: "Tage wie diese"
Dienstag, 28. April 2020, 20.15 Uhr

Die Familien Schneider und Pielcke sind seit Jahren direkte Nachbarn in einem ruhigen Vorort. Ihre Söhne sind im gleichen Alter, gehen zur selben Schule. Man kennt sich, grüßt sich, pflegt aber nur sporadisch Kontakt. Als im fernen Berlin eine rechtspopulistische Partei die Bundestagswahlen für sich entscheidet, verfallen die Schneiders in eine Art Schock. Familie Pielcke hingegen feiert diesen Tag.

 

Folge 2: "Die Wolken ziehen"
Dienstag, 28. April 2020, 20.55 Uhr

Der Versuch der Schneiders, auf Distanz zu den Pielckes zu gehen, wird von Sohn David unterwandert. Er verbringt lieber Zeit bei den Nachbarn. Während die Pielckes zunehmend optimistisch in die Zukunft schauen und erste Entscheidungen der neuen Regierung begrüßen, hadern die Schneiders immer mehr mit den neuen Verhältnissen.

 

Folge 3: "Was morgen ist"
Mittwoch, 29. April 2020, 20.15 Uhr

Um den Anschluss zu ihrem Sohn nicht zu verlieren, öffnen sich die Schneiders langsam wieder gegenüber den Pielckes. Immerhin wurde die neue Regierung demokratisch gewählt. Parallel dazu wachsen in der Schule Spannungen unter Jugendlichen, die sich für "deutscher" halten als ihre Mitschüler mit Migrationshintergrund.

 

Folge 4: "Das alles und noch viel mehr"
Mittwoch, 29. April 2020, 20.55 Uhr

Zwischen den Pielckes und den Schneiders eskaliert ein heftiger Streit. Die Spannungen der letzten Monate entladen sich. Die Zukunftsängste auf beiden Seiten reißen eine tiefe Kluft durch die Nachbarschaft. In der Mitte dieses Sturms solidarisieren sich die Söhne beider Familien, um Schlimmstes zu verhindern.

Statement von Autor Stefan Rogall

Nationalistische Tendenzen machen sich auf der ganzen Welt breit. Wie leicht Demokratie ausgehöhlt und von Rechtspopulisten missbraucht werden kann, hätten wir noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten. Inzwischen ist uns damit bewusst geworden, dass unser demokratisches System kein Dauer-Abo garantiert, sondern immer wieder in Gefahr schwebt. Gerade die Bequemlichkeit einer Annahme, dass "so etwas bei uns nicht noch einmal passieren kann", sorgte für die Prämisse von "DEUTSCHER", und zwar mit der Frage: Was wäre, wenn eine rechtspopulistische Partei nicht nur mit großer Stimmenzahl in Landtage einziehen, sondern die absolute Mehrheit erreichen würde? Aber wie erleben wir politische Veränderungen? Wir erfahren davon aus den Medien, vor allem sehen wir sie jedoch am Verhalten unserer Mitmenschen.

Dies gab den Ausschlag, die Erzählperspektive von "DEUTSCHER" eben nicht in den Etagen der Macht anzusiedeln, sondern direkt auf die Erfahrungswelt des durchschnittlichen Zuschauers zu richten. Das Große im Kleinen zu erzählen und am Beispiel zweier befreundeter, aber politisch gegensätzlich denkender Nachbarsfamilien zu zeigen, wie sich eine rechtspopulistische Machtübernahme auf unseren Alltag auswirkt. Auch, weil politische Entwicklungen meist schleichend spürbar werden und deswegen in eine "wird schon alles nicht so schlimm"-Haltung münden. "DEUTSCHER" soll die sich langsam manifestierende Bedrohung deutlich sichtbar machen.

Dabei war es uns allen wichtig, keine Schwarz-Weiß-Zeichnung der gegensätzlichen politischen Überzeugungen anzufertigen. Gerade der Fokus auf das private Leben der Figuren sollte dazu führen, Motivationen auf beiden Seiten nachvollziehbar zu machen und herauszuarbeiten, dass gerade auch beidseitige Vorurteile das gegenseitige Verständnis aushebeln. Sie sind es, die jene Gräben entstehen lassen, die Populisten gerne vertiefen, um sie als unüberbrückbar darzustellen. Ein erstes Folgenkonzept konnte die Kölner Produktionsfirma Bantry Bay schnell überzeugen, ebenso die Redaktion des Kleinen Fernsehspiels des ZDF. Zwei junge Regie-Talente komplettierten das Entwicklungsteam und brachten die Serie mit besonderer Begeisterungsfähigkeit der Realisierung näher. Das Thema erfüllte uns alle mit Ehrgeiz und Dringlichkeit, diese Geschichte im Deutschland einer nahen, aber hoffentlich nicht eintretenden Zukunft jetzt zu erzählen. Als Warnung, aber auch als Hinweis darauf, dass wir die Gräben zwischen uns selber schaffen und auch wieder abschaffen können.

Statement von Lasse Scharpen (Produzent) und Jochen Cremer (Producer)

In den letzten Jahren hat sich unsere Welt rasant verändert. Alles, was uns Sorgen bereitet, ist eingetreten. Ob islamistischer Terrorismus, Immobilienblasen, Finanzkrisen, Flucht, zuletzt das Erstarken der Rechten – alles hätten wir kommen sehen und frühzeitig mit besonnenen Gegenmaßnahmen abmildern oder sogar verhindern können. Haben wir aber nicht. In erster Linie hoffen wir immer noch, dass die Politik und die Mehrheit der Menschen vernünftig bleiben. Aktuell bauen wir darauf, dass andere die Lösungen finden, die den populistischen Demagogen den Wind aus den Segeln nehmen. Aber diese Hoffnung hängt an einem seidenen Faden. Plötzlich kann die Stimmung kippen, uns der Boden unter den Füßen weggezogen werden. Und dann?

Die Serie "DEUTSCHER" spielt in einer nur wenige Jahre entfernten deutschen Lebenswirklichkeit. Vielleicht schon morgen. Am Beispiel zweier Familien erleben wir, wie sich die Machtübernahme einer demokratisch gewählten rechtspopulistischen Partei auf den Alltag auswirkt. Menschen verabschieden sich von zuvor unumstößlichen Lebensanschauungen, um nicht ins soziale Aus zu geraten. Pragmatismus siegt über Moral. Alles, was vorher verachtet wurde, wird zuerst salonfähig und entwickelt sich dann zur Norm.

Und während sich die Befürworter an die Versprechen klammern, dass nun endlich alles wieder so wird wie in den "guten, alten Zeiten", fragen sich die anderen: Gibt es noch eine Chance, das Steuer herumzureißen? Und für was leben wir eigentlich, wenn wir unsere Werte unserer Bequemlichkeit unterordnen? "DEUTSCHER" zeigt das Unvermögen, über unterschiedliche Haltungen und politische Auffassungen hinweg miteinander zu sprechen.

Zwecks größtmöglicher Wirkung spielt die Geschichte nicht auf politischer Ebene, nicht im fernen Berlin, sondern in einer Kleinstadt in der Mitte Deutschlands. "DEUTSCHER" erzählt die gesellschaftlichen Auswirkungen einer grundlegenden politischen Veränderung im Privaten am konkreten Beispiel zweier Familien und deren Alltag. Die Serie "DEUTSCHER" hält uns den Spiegel vor, stellt die bekannte Frage "Was habt ihr eigentlich gemacht, als die an die Macht kamen?" in einem "Was wäre, wenn"-Szenario, das unserer jetzigen Zukunft näher ist, als wir es uns jemals hätten vorstellen können.

Kurzbiografien

Sophie Linnenbaum (Regie Folgen 3 und 4) wurde in Nürnberg geboren und studierte Psychologie. Ihre Kurzfilme liefen auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals, so z.B. der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm "[Out of Fra]me“ und der Kurzfilm "Meinungsaustausch", der auf der Berlinale Premiere feierte und als "Short Tiger"-Gewinner in Cannes 2017 präsentiert wurde. Linnenbaums Kurzfilm "PIX" wurde 2017 mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet. Seit Oktober 2013 studiert sie Filmregie an der Filmuniversität Babelsberg.

Simon Ostermann (Regie Folgen 1 und 2) wurde 1986 in Frankfurt am Main geboren. Seit 2012 studiert er Regie an der Filmuniversität Babelsberg und arbeitet als Regisseur für Kurz- und Werbefilme. Seine Kurzfilme "Bamboule", "Teheran Derby", "Route B96", "Rudel" und "Kids For Guns" liefen weltweit auf über 100 Festivals und wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Max-Ophüls-Preis, dem Studio-Hamburg-Nachwuchspreis, dem Prädikat "besonders wertvoll" der Deutschen Film- und Medienbewertung (MBW), einer Nominierung zum Deutschen Kurzfilmpreis und einer Shortlist-Platzierung der BAFTA International Student Film Awards.

Begleitende Dokumentationen in ZDFinfo

Dienstag, 28. April 2020, 21.45 Uhr, ZDFinfo
Ab Dienstag, 28. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Wurzeln der Gewalt - Rechter Terror in Deutschland

AutorVolker Wasmuth und Patrick Zeilhofer
Produktion   Spiegel TV
RedaktionMichael Scheuch

Inhalt

Hanau, Halle, Kassel – drei rechte Angriffe innerhalb von neun Monaten zeigen: Deutschland hat ein Problem mit Rechtsextremismus, doch das ist nicht neu. Es gab die NSU-Morde, Angriffe auf Flüchtlinge in Bautzen, die Ausschreitungen von Chemnitz. Warum ist die Bekämpfung gegen den Terror von rechts so lange anscheinend halbherzig angegangen worden? Die jüngsten Taten wurden verübt von Männern, die angetrieben sind von dem Glauben, dass es eine Herrenrasse gebe, der allein zustehe, in Deutschland zu leben. Die Dokumentation von Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer folgt den Spuren rechtsextremer Angriffe in den zurückliegenden Jahren, beschreibt die Folgen und lässt Opfer und Jäger von Rechtsextremisten zu Wort kommen - so wie die Buchautorin Andrea Röpke, die selbst schon angegriffen wurde und seit Jahren in der rechten Szene recherchiert. Sie hat eine eine schleichende Radikalisierung der Neonazis festgestellt.

 

Dienstag, 28. April 2020, 22.30 Uhr, ZDFinfo
Ab Dienstag, 28. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Rechtsrock in Deutschland – Das Netzwerk der Neo-Nazis

Redaktion: Natalie Zinkand

Inhalt

Die Zahl rechtsextremer Konzerte und Festivals steigt in Deutschland stetig - vor allem in Thüringen. Allein im Jahr 2018 gab es mehr als 320 Musikveranstaltungen der rechten Szene. Neonazis nutzen die Rechtsrock-Veranstaltungen nicht nur zur massenhaften Verbreitung ihrer Ideologie, sondern auch als lukrative Einnahmequelle: Labels, Produzenten, Immobilien. Die Doku gibt Einblicke in die rechte Parallelwelt und analysiert ihre Netzwerke.

 

Dienstag, 28. April 2020, 23.15 Uhr, ZDFinfo
Ab Dienstag, 28. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Völkische Siedler – Schattenwelten auf dem Land

AutorMarijke Engel und Detlev Konnerth
Produktion   doc.station
RedaktionImke Meier

Inhalt

Sie halten sich im Verborgenen und sprechen nicht mit der Presse. Ihr Name ist eine Annäherung, um das Phänomen zu fassen: völkische Siedler. Seit Generationen siedeln Familien mit rechter Gesinnung auf dem Land. Sie betreiben oft ökologischen Landbau, gehen traditionellen Handwerken nach und pflegen altes Brauchtum. Vor allem aber leben sie in allem ihre germanisch-völkischen Ideale. Die Dokumentation begibt sich auf die Suche nach den völkischen Siedlern, analysiert deren historische Wurzeln und beschreibt ihren Einfluss in der aufblühenden rechten Szene von heute.

 

Dienstag, 28. April 2020, 0.00 Uhr, ZDFinfo
Ab Dienstag, 28. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Die Welt der Reichsbürger – Träumer, Aussteiger, Extremisten

AutorRainer Fromm und Galina Dick
Redaktion   Udo Frank

Inhalt

Immer mehr Menschen wollen nichts mehr mit dem Staat zu tun haben. Eine Mischung aus Reichsbürgern, Selbstverwaltern und Systemverweigerern kehrt der Bundesrepublik den Rücken zu. Wie radikalisierten sich die Reichsbürger in den letzten Jahren? Welche Motive haben sie? Zum Vorschein kommt eine schillernde europäische Gemeinde von Anarchisten, Geschäftsleuten, Esoterikern und Abenteurern – zwischen selbst erklärtem Freiheitskampf und Eigensinn.

Begleitende ZDFinfo-Dokumentationen in der ZDFmediathek

Ab Dienstag, 28. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Die neuen Nazis (4 Folgen)

Produktion   Spiegel TV
RedaktionImke Meier

Inhalt

Von der Gründung der NPD 1964 bis zum Mord an Regierungspräsident Lübcke 2019 – die vierteilige Doku-Reihe zeigt die Entwicklungen neuer Bedrohungen durch Neonazis und Rechtsextremismus. "Die neuen Nazis" beleuchtet am Beispiel des NSU, des Massenmörders Anders Breivik und des Ku-Kux-Klan, wer "die Rechten" sind. Was treibt sie an, welche Ziele haben sie – und wie organisieren sie sich? Der Schwerpunkt liegt auf den Entwicklungen der rechten Szene zwischen Mitte der 60er-Jahre und der Wende in Deutschland. Die Einblicke sind oft schockierend und manchmal verstörend. Klar ist: Die Gefahren durch den Rechtsextremismus und die Schwierigkeiten im Kampf gegen den "braunen Sumpf" sind lange unterschätzt worden.

 

Ab Dienstag, 28. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Störfall AfD – Das Netz der Rechten

Autor Nathalie Boegel
Produktion   Spiegel TV/Michael Kloft
Redaktion Imke Meier

Inhalt

Abgeordnete der AfD sitzen im Bundestag und bemühen sich um öffentliche Aufmerksamkeit. Gleichzeitig pflegen Teile der Partei ihre Kontakte ins Netzwerk der Neuen Rechten. Der Verfassungsschutz erkennt "Anhaltspunkte für eine gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung ausgerichtete Politik". Doch wohin entwickelt sich die AfD? Wer gehört zu ihren Unterstützern? Gibt es eine klare Abgrenzung gegen Rechtsextreme? Die Dokumentation beleuchtet öffentliche und nicht öffentliche Aktivitäten in und im Umfeld der "Alternative für Deutschland" – mit zum Teil unveröffentlichtem Filmmaterial sowie namhaften Experten aus Wissenschaft und politischem Journalismus.

 

Ab Dienstag, 28. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Sachsen zwischen Mauerfall und Rechtspopulismus. Eine Spurensuche.

AutorThomas Bärsch
Redaktion   Imke Meier

Inhalt

Bei der Bundestagswahl 2017 holte die AfD in Sachsen die meisten Stimmen. Bei den Umfragen zur Landtagswahl im September 2019 lag sie mit der CDU fast gleichauf. In Sachsen hat die AfD deutschlandweite Spitzenwerte, die Pegida wurde hier gegründet, Chemnitz steht seit dem Herbst 2018 für rechtsextreme Ausschreitungen. Erklärungen dafür sind nicht leicht zu finden. Die CDU-geführte Landesregierung habe den keimenden Rechtsextremismus jahrzehntelang unterschätzt – so viele Experten. Doch viele der Gründe für die Fruststimmung, die viele Sachsen 30 Jahre nach dem Mauerfall ergriffen hat, liegen tiefer und weit zurück, wie die ZDFinfo-Dokumentation analysiert.

 

Ab Donnerstag, 25. April 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek
Deutschland radikal - Internet, Hetze, Gewalt

Produktion   ECOmedia TV-Produktion GmbH
RedaktionImke Meier

Inhalt

Die Gewaltbereitschaft politischer Extremisten aller Lager ist massiv gewachsen – und hat auch im Internet eine neue Dimension erreicht. Dabei spielen vor allem die sozialen Netzwerke bei der Agitation und Radikalisierung eine wichtige Rolle. "Deutschland radikal – Internet, Hetze, Gewalt" gibt Einblicke in die Online-Aktivitäten der rechts- und linksextremistischen Szene in Deutschland. Der Film blickt auf die Akteure im Netz, die Inhalte sowie die Strategien der rechten und linken Netzwerke. Der Umgang mit radikalen Akteuren und Inhalten im Netz bestimmt auch die öffentliche Debatte. Die Politik fordert mehr Kontrollen. Zu Recht?

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