Oliver v. Bodenstein (Tim Bergmann, m.) und Pia Kirchhoff (Felicitas Woll) vom K11 Hofheim. Copyright: ZDF/Christian Luedeke
Oliver v. Bodenstein (Tim Bergmann, m.) und Pia Kirchhoff (Felicitas Woll) vom K11 Hofheim. Copyright: ZDF/Christian Luedeke

Pressemappen

Die Lebenden und die Toten - Ein Taunuskrimi

Nach dem Bestseller von Nele Neuhaus

Eine Mordserie setzt die Ermittler Pia Kirchhoff (Felicitas Woll) und Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann)  vom K11 Hofheim massiv unter Druck. Drei Menschen werden im Taunus von einem Scharfschützen erschossen, und schon bald ist in den Medien vom "Taunus-Sniper" die Rede und in der Öffentlichkeit macht sich Verunsicherung breit. Der Taunuskrimi ist diesmal wieder als Zweiteiler zu sehen.

  • ZDF, Montag, 2. Januar 2017, 20.15 Uhr und Mittwoch, 4. Januar 2017, 20.15 Uhr

Texte

Stab

Drehbuch Kris Karathomas, Marcus O. Rosenmüller
Regie Marcus O. Rosenmüller
Kamera Stefan Spreer
Schnitt Raimund Vienken
Musik Florian Tessloff
Szenenbild  Stefanie Oberndorfer

Besetzung

Oliver von Bodenstein Tim Bergmann
Pia Kirchhoff Felicitas Woll
Dirk Stadler Ulrich Tukur
Kai Ostermann Michael Schenk
Henning Kirchhoff Kai Scheve
Andreas Neff Simon Schwarz
Kathrin Fachinger Sybille J. Schedwill
Kim Freitag Mira Bartuschek
Helen Stadler Saskia Rosendahl
Jens-Uwe Hartig Stefan Murr
Dr. Simon Burmeister Stephan Kampwirth
Bettina Hesse Tanja Wedhorn
Renate Rohleder Johanna Gastdorf
Dr. Ulrich Hausmann Robert Hunger-Bühler
Konstantin Faber Sven Walser
Joachim Winkler Peter Lerchbaumer
Christian Kröger Richard van Weyden
Erik Stadler Ralph Kretschmar
und andere

Kurzinhalt

Eine Mordserie, deren Opfer auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, setzt die Ermittler vom K11 Hofheim massiv unter Druck. Im Taunus werden drei Menschen von einem Scharfschützen erschossen – bald schon ist in den Medien vom "Taunus-Sniper" die Rede und in der Öffentlichkeit macht sich Verunsicherung breit.

Bei dem Sniper scheint es sich um einen hochgradig strategisch agierenden Killer zu handeln. Neben den Ermittlern Oliver von Bodenstein (Tim Bergmann), Pia Kirchhoff (Felicitas Woll) und Kai Ostermann (Michael Schenk) kommt in diesem Fall auch LKA-Profiler Andreas Neff (Simon Schwarz) zum Einsatz. Sie finden heraus, dass nicht die Erschossenen, sondern ihre Angehörigen die eigentlichen Opfer sind. Die Ermittler dringen immer tiefer ein in ein kompliziertes Geflecht aus Schuld und Rache – und kommen Schritt für Schritt einem handfesten Medizinskandal auf die Spur…

Die Schauplätze sind das Sahnehäubchen
Statement von Nele Neuhaus

Es ist für eine Autorin eine große Ehre, wenn die eigenen Bücher verfilmt werden und dann auch noch so erfolgreich, wie es mit meinen Taunuskrimis der Fall ist. Es ist jedoch auch immer ein zweischneidiges Schwert, denn die Inhalte meiner Bücher werden für das Fernsehen doch sehr stark verändert. Trotzdem freue ich mich über die große Begeisterung der Zuschauer, den prominenten Sendeplatz am Montagabend im ZDF, und ich bin stolz darauf, dass vor allen Dingen die Nebenrollen so hochkarätig besetzt sind.

Für mich und wahrscheinlich für alle Fernsehzuschauer aus dem Taunus sind natürlich besonders die Schauplätze das Sahnehäubchen, denn meistens werden die Filme dort gedreht, wo sie auch in der Romanvorlage spielen. In "Die Lebenden und die Toten" geschieht ein Mord vor genau dem Supermarkt, in dem ich selbst regelmäßig einkaufen gehe und den ich aus diesem Grund zu einem Tatort gemacht hatte. Die Rolle des Taunus-Snipers ist mit Ulrich Tukur ebenso fabelhaft besetzt, wie die des Profilers Andreas Neff mit Simon Schwarz.

Die Ermittler tappen lange im Dunkeln
Statement von Felicitas Woll

Das Drehbuch zu 'Die Lebenden und die Toten' war etwas Besonderes. Der Zuschauer wird sehr früh in die Geschichte des Täters mit einbezogen. Folgt ihm. Beobachtet ihn. Während die Ermittler noch im Dunkeln tappen.

Pia bekommt Unterstützung von ihrer Schwester. Eine neue, ungewohnte Situation, aber das hat mir noch einmal eine andere Seite von Pia gezeigt. Im K11 tauchen neue Gesichter auf. Kollegen, mit denen die drei mal gut, mal weniger gut zurecht kommen. Die Situation mit den neuen Kollegen im Büro hat mir sehr gut gefallen, denn es hat mir zum Spielen neuen Wind mitgebracht.

Sehr froh bin ich, dass unser Regisseur Markus Rosenmüller und unser Kameramann Stefan Spreer wieder dabei waren. Sie geben dem Taunuskrimi den richtigen Look – auf die beiden möchte ich nicht verzichten.

Unterschied zu den bisherigen Fällen
Statement von Tim Bergmann

Bereits bei der Lektüre des Romans, den ich schon im Vorfeld zu den Dreharbeiten gelesen hatte, war mir sofort klar, dass er sich sehr gut für die Umsetzung in einen Film, bzw. Zweiteiler eignen würde. Somit war ich sehr gespannt, wie sowohl der dramaturgische als auch der visuelle Ansatz unseres Drehbuchs sein würden. Als ich dieses dann las, fiel mir natürlich sofort der Unterschied zu den bisherigen Fällen auf, indem diesmal die Zuschauer eher wissen, wer der Täter ist, als die Ermittler.

Das ist meiner Meinung nach großartig und bietet uns eine neue Erzählweise. Auch visuell ist uns, glaube ich, Dank der wunderbaren Arbeit von Marcus Rosenmüller und Stefan Spreer wieder etwas Neues gelungen. Es ist sehr wichtig, dass wir bei jedem neuen Fall nochmal einen Schritt weiter gehen wollen und uns nicht auf Altbewährtes verlassen.

Sehr gefreut habe ich mich darüber, wieder mit Ulrich Tukur zusammen zu arbeiten. Ich lernte ihn vor ein paar Jahren bei den Dreharbeiten zu "Rommel" kennen. Mit ihm erlebe ich immer wieder sehr deutlich, dass es sich bei unserem Beruf um das Schau-SPIELEN handelt. Bei aller Ernsthaftigkeit bleibt vor allem das Spontane und Spielerische im Vordergrund. Ein zutiefst lebendiger Vorgang.

Auch für alle anderen Figuren konnten wir wunderbare Schauspieler gewinnen: Wir waren sehr glücklich, dass es im Kommissariat auf Grund des komplexen Falls "Zuwachs" gegeben hat. Unser bisher dreiköpfiges Team muss sich diesmal unter anderem mit dem – freundlich ausgedrückt – etwas anstrengenden Fallanalytiker Andreas Neff vom LKA herumschlagen. Bei den Dreharbeiten hatten wir mit Simon Schwarz, der ihn spielt, großen Spaß. Simon ist auch jemand, der aus jeder Situation die Spielmöglichkeit herauskitzelt. Wir kennen uns schon ziemlich lange und das Aufeinandertreffen war herrlich. Ich hoffe, dass uns mit "Die Lebenden und die Toten" nicht nur ein spannender, sondern vor allem auch ein emotionaler Film gelungen ist.

Im Abgrund des Verbrechens zu versinken
Statement von Ulrich Tukur

Als Ermittler des Wiesbadener Landeskriminalamts habe ich mich in diesem abgründigen deutschen Mittelgebirge, das nach einem populären Modell des Automobil - Herstellers Ford benannt wurde (mein Vater fuhr es in den 60er Jahren), des öfteren bewegt und Finstermänner durch den Wald, über Lichtungen und Klippen (Eschbach) gejagt.

Aber es war ja doch immer nur die Hälfte der Geschichte; ich gab den Guten, der auf der Seite des Gesetzes stand und es exekutierte. Was sich aber in der Seele eines Menschen an Wirrnis und Verzweiflung abspielt, ehe er in den Augen der Gesellschaft moralisch abstürzt, das konnte ich mir zwar vorstellen, habe es aber nie selbst gefühlt. Wie groß war meine Sehnsucht, diese andere Seite auszuloten und endlich einmal selbst Hand anzulegen, um im Abgrund des Verbrechens zu versinken.

Da ereilte mich wie aus dem Nichts das verlockende Angebot, einen Mann zu verkörpern, der Tochter und Ehefrau auf tragische Weise verliert und furchtbare Rache nimmt an den Menschen, die ihren Teil hatten am Untergang seines bis dahin so glücklichen Lebens.

Die Geschichte einer monströsen Selbstjustiz, das war es, was ich spielen und erfahren wollte. Als mir dann auch noch der Bescheid wurde, ein gewisser Markus O. Rosenmüller würde dieses zweiteilige Kriminalstück in Szene setzen, ein Nachkomme des von mir hochgeschätzten und bewunderten Frühbarockkomponisten Johann Rosenmüller (gest. 1684 in Wolfenbüttel) und Ersten Posaunisten am Markusdom zu Venedig, gab es kein Halten. Ich sagte sofort zu. Ich lernte schießen und habe es nicht bereut.

Mehr Polizeithriller als Ermittlerkrimi
Statement von Regisseur Marcus O. Rosenmüller

Kann man bei einem zweiteiligen Krimi die Identität des Täters von Anfang an offenlegen?
Erstens: Mit Ulrich Tukur in dieser Rolle sollte man es tun. Zweitens: Man gibt dem Zuschauer einen ganz anderen Blick auf die Geschichte, nämlich auf die mühsame und nervenaufreibende Arbeit der Ermittler. Und auf die Frage, warum das alles geschieht: Schon in der Drehbuchphase wurde mir klar, dass diese Frage spannender ist als ein klassisches whodunit. Und so ist ein Film entstanden, den ich weniger als Ermittlerkrimi, sondern eher als Polizeithriller definieren würde. 

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