Die Spezialisten - Im Namen der Opfer

"Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!" Nach diesem Motto rollen Rechtsmedizinerin Dr. Katrin Stoll (Valerie Niehaus) und Kriminalhauptkommissar Mirko Kiefer (David Rott) aufgrund neuer Indizien ungelöste Kriminalfälle auf. Dabei wollen sie nicht nur die Täter ermitteln, sondern den Opfern und ihren Hinterbliebenen Gerechtigkeit verschaffen.

Die beiden sind die Köpfe der IEK (Interdisziplinäre Ermittlungs-Kommission), eines LKA-Kompetenzteams unter der Führung von Kriminaloberrätin Dr. D. Lehberger (Katy Karrenbauer). Gemeinsam mit dem gerichtsmedizinischen Assistenten Rufus Haupenthal (Tobias Licht), Kriminalkommissar Jannik Meissner 

  • ZDF, ab 3.2.2016, mittwochs, 19.25 Uhr

Texte

"Ein Stückchen Zeitreise" von Redakteur Axel Laustroer

 „Selbst wenn er tot ist …“, sagt die Mutter gefasst, „Es ist gut, wenn das mal ein Ende hat. Wenn man sich nicht jeden Tag fragen muss. Ich hab ja jeden Tag gehofft.“ Und damit meint die Mutter jeden Tag der letzten 30 Jahre; seit ihr Sohn seine Freunde in Ost-Berlin besuchen wollte und nie zurückgekommen ist.

„Die Spezialisten – Im Namen der Opfer“ ist die neue ZDF-Serie, die diese Fälle ins Zentrum stellt: Fälle, die bisher keine waren, weil niemand außer den Tätern davon wusste. Oder die nie abgeschlossen wurden, weil erst jetzt entscheidende Beweise auftauchen. Oder die als abgeschlossen gelten, obwohl der Verurteilte immer seine Unschuld beteuerte, und die nun aufgrund neuer Indizien neu aufgerollt werden müssen. Ab jetzt ermittelt im ZDF die IEK, die Interdisziplinäre Ermittlungskommission des LKA Berlin, die sich aus Fachleuten der Rechtsmedizin, Kriminalistik und Kriminaltechnik zusammensetzt und heute zu klären versucht, was in der Vergangenheit wirklich passiert ist.

Dabei erweitern wir den deutschen Fernsehkrimi um eine neue Facette, denn historische Entwicklungen oder Ereignisse wie z.B. die Aids-Hysterie in den 80ern, der Kampf um Frauenrechte in den 70ern oder der Zusammenbruch des Neuen Markts zur Jahrtau-sendwende werden dabei genauso zum Thema wie der Grenzver-kehr am Berliner Checkpoint Charly oder die Zustände in Jugendwerkhöfen der DDR – jeder Fall der IEK ist auch ein Stückchen Zeitreise, jede Frage der Ermittler bedeutet Erinnerung für Frager wie Befragte und damit das Öffnen längst verheilt geglaubter Wunden oder das Eingestehen gewachsener Lebenslügen.

Um bisher unbehelligte Täter zu überführen, müssen „Die Spezialisten“ dabei „Im Namen der Opfer“ den schmalen Grat zwischen professioneller Sachlichkeit und notwendiger Empathie betreten. Und nicht selten führen ihre erlösenden Antworten auf die von den Betroffenen nur noch im Stillen gestellte und trotzdem quälende Frage dazu, dass diese sich mit ihrer gesamten Vergangenheit neu auseinandersetzen müssen - und ermöglichen trotzdem, oder gerade deshalb, einen neuen Blick nach vorn.

Für diese spannende Mission treten jetzt Rechtsmedizinerin Dr. Katrin Stoll und Kriminalhauptkommissar Mirko Kiefer an. Sie: stur, kompromisslos und sachlich. Er: souverän, charmant und mit manischem Gerechtigkeitssinn. Dass seine innere Ruhe nur die Fassade für einen unkontrollierbaren, impulsiven Kern darstellt und ihre Nüchternheit die schwere innere Verletzung überspielt, die sie zur einzigen, wirklichen Expertin dieses Teams macht, erkennen beide erst, nachdem sie einmal zu viel ihrer gegenseitigen Anziehung nachgegeben haben – was die Zusammenarbeit nicht erleichtert.

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir für dieses Projekt ein großartiges Ensemble gewinnen konnten: Valerie Niehaus als Katrin Stoll und David Rott als Mirko Kiefer bilden mit Henriette Richter-Röhl, Katy Karrenbauer, Tobias Licht, Merlin Rose und Narges Rashidi das Team der IEK. Unter der Regie von Gero Weinreuter, Nicolai Rohde, Kai Meyer-Ricks und Samira Radsi ist nach den unter Headautor Carl-Christian Demke entwickelten Büchern eine ungewöhnliche Krimifarbe entstanden, die spannende wie emotionale Unterhaltung mit Augenzwinkern verspricht und mit der wir das Bouquet unserer 19.25 Uhr-Serienleiste um ein paar neue Facetten erweitern – auch um ein Stückchen Zeitreise.

 Axel Laustroer

HR Fernsehfilm/Serie II

"Methoden, Fälle, Emotionen" von Produzent Joachim Kosack

Es ist immer eine große und wunderbare Herausforderung, ein neues Serienformat zu kreieren. Bei "Die Spezialisten - Im Namen der Opfer" ging es darum, wissenschaftliche Ermittlungsmetho­den, vergessene Fälle und die Emotionalität von Betroffenen, die endlich Gewissheit bekommen, in ein ausgewogenes Gleichge­wicht zu bringen. Wie geht es Menschen, die jahrzehntelang nicht wissen, was mit ihren Liebsten geschah? Was kann nach all den Jahren Trost und Erlösung bringen? Wie unterschiedlich gehen Menschen mit Schicksalsschlägen um? Für dieses Format brauchten wir Autoren, die große Lust hatten in viele Richtungen zu recherchieren, ein Ausstattungsdepartment, das mit viel Liebe und Sorgfalt medizinisch-wissenschaftliche Geräte teils detailgenau nachbaute, sowie einen "Bone-Maker", der für jede Folge Knochen neu präparierte. Und natürlich Schauspieler, die sich voll und ganz auf die Mischung aus rationaler Ermittlungsarbeit und psychologischem Einfühlungsvermögen einlassen. Alles das haben wir glücklicherweise gefunden.

Stab

Headautor: Carl-Christian Demke
Buch: Carl-Christian Demke (Fo. 1, 2, 3, 4, 6, 8, 10) Michael Illner Fo. 2, 4), Ralf Kinder (Fo. 5, 7, 9) Christiane Bubner (Fo. 7), Günter Overmann (Fo. 8)
Regie: Gero Weinreuter (Fo. 1-3), Nicolai Rohde (Fo. 4-5), Kai Meyer-Ricks (Fo. 6-7), Samira Radsi (Fo. 8-10)
Musik: Oli Biehler
Kamera: Roman Nowocien (Fo. 1-3), Uli Kudicke (Fo. 4-5), Heinz Wehsling (Fo. 6-7), Matthias Papenmeier (Fo. 8-10)
Schnitt: Jens Müller (Fo. 1-3), Robert Stuprich (Fo. 4-5), Birgit Bahr (Fo. 6-7), Andrea Schriever (Fo. 8-10)
Szenenbild: Olaf Rehahn
Kostüm: Daniela Thomas
Maske: Winnie Mattheus, Babette Bröseke
Produktionsleitung: Solveig Jork
Herstellungsleitung: Katja Hartwig
Produzenten: Joachim Kosack, Markus Brunnemann
Producerin: Dedina Dettmers
Redaktion ZDF: Christof Königstein, Axel Laustroer

Die Rollen und ihre Darsteller

Dr. Katrin Stoll - Valerie Niehaus
Mirko Kiefer - David Rott
Jannik Meissner - Merlin Rose
Rufus Haupenthal - Tobias Licht
Inga Biehl - Henriette Richter-Röhl
Dr. D. Lehberger- Katy Karrenbauer
Samira Vaziri - Narges Rashidi
u.a.

Inhalt

"Sie haben ein Recht auf die Wahrheit!" Nach diesem Motto rollen Rechtsmedizinerin Dr. Katrin Stoll (Valerie Niehaus) und Kriminalhauptkommissar Mirko Kiefer (David Rott) aufgrund neuer Indizien ungelöste Kriminalfälle auf. Die große Herausforderung dabei: Nicht nur die Täter zu ermitteln, sondern den Opfern und ihren Hinterbliebenen Gerechtigkeit zu verschaffen, ihnen eine Antwort auf ihr "Warum?" zu geben.

Dr. Katrin Stoll und Mirko Kiefer sind die Köpfe des IEK (Interdis­ziplinäre Ermittlungs-Kommission), eines LKA-Kompetenzteams unter der Führung von Kriminaloberrätin Dr. D. Lehberger (Katy Karrenbauer). Gemeinsam mit dem gerichtsmedizinischen Assistenten Rufus Haupenthal (Tobias Licht), Kriminalkommissar Jannik Meissner (Merlin Rose) und Kriminaltechnikerin Inga Biehl (Henriette Richter-Röhl) bilden sie diese Sondereinheit in Berlin, die sich mit ungelösten Kapitalverbrechen, Wiederaufnahmever­fahren und Mordfällen beschäftigt, die bislang nicht als solche erkannt wurden.

Den jeweiligen Fall zu lösen, ist für die Arbeit des Teams dabei längst nicht alles. Viel wichtiger ist, dass die Hinterbliebenen endlich Klarheit darüber erhalten, was mit ihren Angehörigen oder Freunden passiert ist. Seien es die Eltern eines Mordopfers, die erst nach 25 Jahren erfahren, dass ihr Sohn nach einem Streit nicht den Kontakt zur Familie abbrach, sondern erschlagen und in einem Spind verscharrt wurde. Oder der Inhaftierte, der seit Jahren als Mörder gilt, obwohl er immer seine Unschuld beteuerte und erst jetzt rehabilitiert werden kann. Oder der Angehörige, der bis heute nicht an den scheinbaren Selbstmord seines Bruders vor fast drei Jahr­zehnten glaubt.

Dabei kennt niemand das Leid der Hinterbliebenen in Ungewissheit besser als Katrin Stoll, die dieses Schicksal am eigenen Leib erfahren musste. Und sie weiß: Erst wenn der Täter gefunden und das Motiv geklärt ist, haben Angehörige die Chance, sich ihrer Trauer zu stellen und einen Neuanfang zu versuchen. Und genau das treibt die Rechtsmedi­zinerin zu Höchstleistungen an.

Mit Mirko Kiefer hat Katrin Stoll einen großartigen Kriminalisten und Verhörspezialisten an ihrer Seite, was die gemeinsame Arbeit sehr erleichtert. Kompliziert wird es erst, als klar wird, dass die gegenseitige Anziehungskraft weit über die berufliche Ebene hinausgeht – vor allem, als Mirkos attraktive Ex-Freundin Samira Vaziri (Narges Rashidi) auch noch als leitende Kriminaltechnike­rin Teil der Sondereinheit wird.

Alle Folgen

"Der verlorene Sohn
Mittwoch, 3. Februar 2016, 19.25 Uhr

In einer schicksalhaften Begegnung sucht ein Vater die Versöhnung mit seinem homosexuellen Sohn, während die National-Elf in Rom ihren Triumph genießt: Deutschland ist Fußball-Weltmeister. Doch 1990 ist Deutschland auch noch ein Land, in dem nicht nur beim Fußball schwulenfeindliche Witze salonfähig sind und ein Outing das Ende einer jeden Karriere bedeutet. Gut 25 Jahre später soll der Vater seinen Sohn wieder sehen. Oder vielmehr jene Reste, die von ihm noch geblieben sind, denn er wurde ermordet und verscharrt. Unbemerkt. In jener Nacht, in der eine Nation im Freudentaumel den Sieg der Weltmeisterschaft feierte.

Episodenrollen:
Wolf Zarske - Paul Faßnacht
Irmgard Zarske - Gitta Schweighöfer
Uwe Zarske - Arndt Schwering-Sohnrey
Dietmar Heyne - Thomas Arnold
Rita Krupke - Barbara Schöne
Gerd Zarske  - Gordon Kämmerer
u.a.

"Party!"
Mittwoch, 10. Februar 2016, 19.25 Uhr

Acht Jahre lang leben ein Ehemann und die inzwischen 11-jährige Tochter in der vagen Hoffnung, dass die vermisste Mutter wieder auftaucht. Es sind Jahre des Selbstzweifels, weil er glaubt, dass er seine Frau zu jung und zu früh in die Ehe und die Rolle der Mutter gezwängt hat und sie deshalb die Familie im Stich ließ. Plötzlich und rätselhaft taucht in einer gerade gefundenen männlichen Wasserleiche die DNA der verschollenen Frau wieder auf. Acht Jahre nach ihrem Verschwinden, während der letzten Berliner Loveparade, als noch einmal 1,2 Millionen Raver durch die Stadt zogen. Wurde sie damals ermordet? In jenem strahlend schönen Sommer, zwischen all den Partys?

Episodenrollen:

Andreas Huber - Holger Handtke
Maria Huber - Kaya Spohn
Sara-Jane - Mathilde Bundschuh
André Voss - Aleksandar Tesla
Kuno - Gerdy Zint
Nancy Huber - Nicole Mercedes Müller        
u.a.

"Der heilige Krieger"

Mittwoch, 17. Februar 2016, 19.25 Uhr

Ein skelettiertes Bein, fein säuberlich verschnürt und auf dem Tempelhofer Flugfeld vergraben, deutet auf den Fund einer makaber zerstückelten Leiche hin. Doch der Fall nimmt überraschend eine völlig andere Wendung. Das Bein stammt von einem deutschstämmigen Türken, der vor fünf Jahren als Gotteskrieger in Pakistan angeblich bei einem Drohnenangriff ums Leben gekommen ist. Aber wie kommt sein Bein auf das Tempelhofer Flugfeld?

Episodenrollen:

Jens Adler - Dominic Raacke
Ada Kemal - Meral Perin
Ibrahim Kemal - Husam Chadat
Nazim Kemal - Rauand Taleb
Jawad Masood - Noureddine Chamari
Dr. Hagen - Stefan Mehren
u.a.

"Miss Mai 1988"
Mittwoch, 24. Februar 2016, 19.25 Uhr

Der Eifersuchtsmord an einem Playmate ist im Mai 1988 in aller Munde. Der mutmaßliche Täter wurde gefasst, verurteilt und weggesperrt. Bis 27 Jahre später der damals ermittelnde Kriminalkommissar kurz vor seinem Tod gesteht, dass er Beweise manipuliert hat. Saß ein Unschuldiger hinter Gittern? Und was hat ein unterschlagener AIDS-Test zu bedeuten, den das Playmate damals machen ließ und auf den unsere Ermittler stoßen?

Episodenrollen:
Anton ‚Big Toni‘ Malik - Hartmut Becker
Jimmie Pawletta - David C. Bunners
Robert Brink - Ingo Hülsmann
Walther Fendle - Robert Mika
Ole Jessen - Sven Gerhardt
Silke Spieker (1988) - Jessika Thiele
Jimmie Pawletta (1988) - Jan Gerrit Brüggemann
Robert Brink (1988) - Niklas Löffler
u.a.

"Die Mädchen aus Ost-Berlin"
Mittwoch, 2. März 2016, 19.25 Uhr

In einer Abwassergrube im Ostteil der Hauptstadt wird die Leiche eines jungen Mannes entdeckt, der Todeszeitpunkt kann auf Mitte der 80er Jahre datiert werden. Das Opfer stammt aber nicht aus der DDR, sondern aus West-Berlin. Und hat laut Akten auch ganz offiziell die deutsch-deutsche Grenze wieder Richtung Westen überquert. Das Team stößt auf eine 30jährige Frau, und der Tote ist ihr leiblicher Vater. Die inzwischen verstorbene Mutter hatte er sitzen lassen, kaum dass sie schwanger war. Hätte er sich um Frau und Kind in Ost-Berlin gekümmert, wenn er nicht tot in einer Abwassergrube geendet wäre? Wer aber ist an seiner Stelle damals in den Westen eingereist?

Episodenrollen:

Herr Meinhard - Klaus Mannchen

Frau Meinhard - Jutta Wachowiak

Carsten Pietsch - Tom Keune

Sandra Lessing - Nadja Bobyleva

Volker Sonnenberg - Michael Schenk

Andreas Meinhard (1986) - Julian Kaas Elias

Carsten Pietsch (1986) - Matthias Gärtner

Beate Lessing (1986) - Anna Herrmann

Volker Sonnenberg (1986) - Marvin Schulze              
u.a.

"Kleiner Engel''
Mittwoch, 9. März 2016, 19.25 Uhr

Bei Sanierungsarbeiten eines Mietshauses wird in einer Wand ein eingemauertes Skelett gefunden. Zum Todeszeitpunkt, um die Jahrtausendwende, fand in dem Haus ein weiteres schreckliches Verbrechen satt: Eine Mutter verbrannte ihr Baby. Obwohl aufgrund eindeutiger Indizien verurteilt, bestreitet die Mutter bis heute die Tat. Unsere Ermittler finden über den Toten in der Wand Hinweise, die für die Unschuld der Mutter sprechen. Hat jemand die junge Frau damals bewusst als Babymörderin hingestellt?

Episodenrollen:

Marie Schuster - Inez Bjørg David

Peter Schuster - Rolf Kanies

Sarah Schuster - Tamara Rohloff

Jonathan Schuster - Leonard Kunz

Hedwig Pape - Brigitte Grothum

Johannes ‚Joe‘ Fehling - Alfred Hartung

Raul Brandt (2001) - Seumas Sargent             
u.a.

"Flowerpower"
Mittwoch, 16. März 2016, 19.25 Uhr

Wohnkommunen und erste Kinderläden, Kampf um Frauenrechte und politische Radikalisierung bestimmen die 70er Jahre im Westen Berlins. Eine völlig fremde und abstoßende Welt für einen Mann, der mit Frau und Kind aus dem braven Stuttgart nach Berlin gezogen war. Nicht aber für seine frühere Ehefrau, die ihre Familie im Stich ließ und sich abgesetzt hatte, um sich selbst zu verwirklichen. Doch nun taucht die Leiche der damals verschwundenen Frau in einem See auf. Warum musste sie sterben?

Episodenrollen:

Herbert Rothmann - Hans Diehl

Anja Rothmann - Deborah Kaufmann

Beate ‚Ate‘ Graf - Eva Kryll

Petra Schenkel - Petra Zieser

Klaus Schenkel - Ralf Lindermann

Beate ‚Ate‘ Graf (1974) - Maja Lehrer

Herbert Rothmann (1974) - Philipp Schobesberger

Petra Schenkel (1974) - Julia Pappenberger                  
u.a.

"Tod eines Untoten"
Mittwoch, 23. März 2016, 20.15 Uhr
Das Jahr 2000. Die Party am "Neuen Markt" ist vorbei. Milliarden verbrannt. Die Kurse im Keller. Und die Staatsanwaltschaft klopft an die Türen der einstigen Börsenlieblinge. In jenen Tagen - die Fahrbahn ist trocken, die Straße schnurgerade - rast der gerade mal 30jährige Vorstand eines Dot.com-Unternehmens absichtlich gegen einen Brückenpfeiler und verbrennt in seinem Auto. Selbstmord. Zurück bleiben die Witwe, zwei Kinder und ein Haufen Schulden. Bis die Fingerabdrücke des Toten bei einem heutigen Einbruch auftauchen und wenig später sogar er selbst – quicklebendig. Wer aber verbrannte im Auto?

Episodenrollen:

Nils Steiner - Florian Fitz

Susanne Steiner - Rebecca Immanuel

Franziska Sabel - Tania Carlin

Malte Fink - Dirk Martens

Dr. Landmann - Günter Barton

Thomas Krohs - Marian Kindermann

Nils Steiner (2000) - Michael Rautenberg

Malte Fink (2000) - Willi Kellich                               
u.a.

"Totenkopf"
Mittwoch, 30. März 2016, 19.25 Uhr

Die Leiche hat einen SS-Totenkopfring am Finger, ein Fahrtenmesser der Hitlerjugend liegt unter dem Körper. Ist es ein Weltkriegstoter, der hier gefunden wurde? Nein, die Leiche stammt von einem Mann, der Anfang der 90er Jahre zu den rechtsextremen Hausbesetzern in Berlin-Rummelsburg gehörte, einen Polizeibeamten ermordete und dann in den Untergrund gegangen war. Ins Visier der Ermittler gerät ein Kommissar, Freund und Kollege des damals ermordeten Polizeibeamten, der seither obsessiv versucht, den Mörder zu finden. Doch auch der Sohn des Neonazis kann offenkundig noch keinen Frieden mit der Vergangenheit schließen.

Episodenrollen:

Hendryk Kast - Peter Trabner

Martina Hagenau - Inga Dietrich

Tobias Hagenau - Pit Bukowski

Dennis Schmidt - Oli Bigalke

Georg Stahl - Christoph Tomanek

Holger Bruhns - Christopher Reinhardt

Hendryk Kast (1990) - Robin Reichelt                            
u.a.

"Zersetzt"
Mittwoch, 6. April 2016, 19.25 Uhr

Ein Mann präsentiert dem IEK-Team die sterblichen Überreste seines Bruders, die er eigenhändig auf dem Friedhof ausgegraben hat. Er will die Aufnahme von Ermittlungen erzwingen, weil er überzeugt davon ist, dass sein Bruder vor fast 30 Jahren von der Stasi ermordet wurde. Offensichtlich hat er Recht, denn Katrin findet an den Knochen Spuren, die eindeutig auf ein Gewaltverbrechen schließen lassen. Welche Rolle spielte die Stasi dabei?

Episodenrollen:

Arne Gasch - Dennis Herrmann

Rainer Kühn - Thomas Bading

Detlef Wolf - Robert Gallinowski

Bernd Eschenbach - Simon Schwarz

Sören Gasch - Kai Müller

Ralf - Johannes Franke

Rainer Kühn (1985) - Tobias Bieri

Arne Gasch (1985) - Alexandros Gehrckens

Detlef Wolf (1985) - Roman Schomburg                       u.a.

Rollenprofile

Dr. Katrin Stoll (35), Rechtsmedizinerin
Katrin - stur, kompromisslos und zu Alleingängen neigend. Will man so jemanden als Kollegin haben? Auf keinen Fall. Holt die Lehberger sich so jemanden in die IEK? Unbedingt.
Erstens: Katrin will ihren Job so gut wie möglich machen, trägt dabei aber kein "Prof.-Dr.-Dr."-Ego vor sich her. Und bei Kriminaloberrätin Lehberger ist schließlich nur Platz für ein Ego – ihr eigenes.
Zweitens: Katrin ist eine ausgezeichnete Rechtsmedizinerin. Und darüber hinaus auch eine herausragende forensische Anthropologin. Damit beherrscht sie zwei der drei gerichtlichen Wissenschaften vom Menschen. Fehlt nur noch das Studium der Odontologie. Aber Katrin ist ja erst 35, kann also noch kommen. Drittens: Weil Katrin den Job unbedingt wollte. Und sie bekommt gewöhnlich das, was sie will. Identifizierungen, Skelette, pulverisierte Knochen - wo sonst könnte die fachlich ehrgeizige Frau ihr gesamtes Können besser unter Beweis stellen als bei der IEK? Wenn ihre Chefin allerdings glaubt, mit Katrins Wesenszügen müsste allein das Team fertig werden, dann hat sie sich gründlich geschnitten. Katrin bringt sich aktiv in die Ermittlungen ein und schert sich selten um Lehbergers Regeln und Vorschriften.

Katrin übernimmt beim IEK zum ersten Mal die Position als Leitende Rechtsmedizinerin. Sie verlangt als Chefin von ihm Assistenten Rufus den gleichen hundertprozentigen Einsatz, der auf ein Privatleben keine Rücksicht nimmt. Dabei fordert und fördert sie ihn und setzt ihn zugleich mit ihrer konsequenten Art unter Druck – was mit den anderen Kollegen im Team zu Konflikten führt.

Den Hinterbliebenen gegenüber zeigt Katrin Empathie. Sie weiß, wie es in ihnen aussieht, sie sind ihre Motivation, keinen Fall aufzugeben. Die Zeit bleibt für die Angehörigen stehen. Genau an dem Tag, an dem das ungeklärte Verbrechen geschieht. Sie mit der Realität zu konfrontieren, ihnen bei der Verarbeitung zu helfen, ihnen Klarheit und Gewissheit zu verschaffen – das ist der einzige Weg, ihre Uhren wieder zum Ticken zu bringen und sie ins Leben zurückzuholen.
Das weiß Katrin nur zu gut – weil sie es selbst erlebt hat. Aufgewachsen in einem gutbürgerlichen Elternhaus, fehlte es ihr an nichts. Bis ihr Bruder Constantin verschwand; als er elf und Katrin neun Jahre alt war. Erst Jahre später klärte sich das Schicksal von Katrins Bruder auf. Endlich Gewissheit zu haben und abschließen zu können, das war für Katrin eine Erlösung, die sie mit ihrem Wissen seitdem auch anderen unbedingt verschaffen will.

Beziehungen ging Katrin schon immer nüchtern an. Der Traum von Kindern und Reihenhaus war nie der ihrige. Jahrelang hatte sie ein Verhältnis mit einem verheirateten Professor an der Uni. Sie ergänzten sich fachlich und intellektuell perfekt und Katrin war froh, nur die angenehmen Seiten einer Beziehung genießen zu können.

Mirko Kiefer (38), Erster Kriminalhauptkommissar

Mirko - in sich ruhend, mit feiner Intuition, souverän, attraktiv und wenn er will sogar charmant. Mirko wird sowohl von der Lehberger wie auch von seinen Kollegen geschätzt. Die Kriminaloberrätin wollte Mirko unbedingt für ihr Team haben. Erstens: Sie ist sicher, dass dieser Mann sie irgendwann überholen wird. Dann will sie wenigstens als seine Entdeckerin gelten. Zweitens: Mirko ist Verhörspezialist und seine hohe Aufklärungsrate sprach für sich. Drittens: Mirko selbst wollte zur IEK. Zum einen, weil die Lehberger ihn mit der Beförderung zum Ersten Hauptkommissar lockte. Zum anderen, weil Mirko über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn verfügt. Er hat zu Verbrechen eine klare Haltung. Menschen, die anderen Leid zufügen, müssen eine gerechte Strafe erhalten. Umso wichtiger erachtet er es, ungelöste Verbrechen aufzuklären und bisher unbehelligte Täter zu überführen.

Mirko wuchs in der Platte in Kiel-Mettenhof auf, einem "sozialen Brennpunkt". Er gehörte zwar nicht zu den Jungs aus der Siedlung, die sich  Gangs anschlossen, um den Schutz der Gruppe zu suchen, aber er ging Auseinandersetzungen nie aus dem Weg. Respekt, das hatte Mirko schnell gelernt, ist das wichtigste, was andere vor einem besitzen müssen. Er gibt einem die Freiheit, vieles auch nicht tun zu müssen. In den Schlägereien zeigt sich bei Mirko eine impulsive, unkontrollierte Kraft – und so stand Mirko an der Grenze zur schiefen Bahn. Es ist fast Glück zu nennen, dass er nie einen seiner Gegner ernsthaft verletzte oder dass er angezeigt wurde. Die Herkunft prägt. Und so gibt es auch heute, wenngleich selten, Situationen, in denen Mirko seine Aggressivität nicht im Griff hat.

In Berlin angekommen lebte Mirko ein paar Jahre am Kottbusser Tor, weil das wie ein Zuhause war.  Er machte dabei nie einen Hehl daraus, dass er ein Bulle ist. Wie in Kiel Mettenhof hat sich Mirko auch hier Respekt verschafft, weil er die Sprache des Kiezes spricht. Und dazu gehören auch Fäuste. In einem harten aber gerechten Kampf, der zumeist seine Gegner schlecht aussehen ließ. Trotzdem traten immer wieder Jungs an, die mal einen Bullen zur Strecke bringen wollten. Dass Mirko dabei einen Kick erlebt – sozusagen den Gegenpol zu seiner beherrschten, gelassen, kontrollierten Art, mit der er als Kommissar agiert – lässt ihn ab und zu in seiner "Hood" im doppelten Sinne aufschlagen. Was aber niemand weiß.

Mirko verfügte schon als junger Mensch über große emotionale Kompetenz und einen ausgeprägten Instinkt. Außerdem ist er mit einem hervorragenden Gedächtnis und einer intuitiven Beobachtungsgabe gesegnet. Dies ermöglicht ihm, Details, Umstände und die Psyche seines Gegenübers schneller als andere zu erfassen. Damit kann er Zeugen und Verdächtige, aber auch mal seine Kollegen überrumpeln. Das hat ihm den Ruf eines Verhörspezialisten eingebracht. Mirko weiß instinktiv, ob jemand lügt oder die Wahrheit sagt, belauert Straftäter, kreist sie ein und entlarvt sie.

Bei der Arbeit legt Mirko Wert auf Teamgeist und Respekt. Gleichzeitig verleiht ihm seine korrekte Haltung Distanz. Aus diesem Grund lässt er auch das Leid der Hinterbliebenen und ihr Schicksal nicht an sich heran. In sehr heftigen Momenten zieht er sich zurück, lässt sein Bauchgefühl sprechen und schweigt.

Dr. D. Lehberger (54), Kriminaloberrätin

Die Lehberger - knallhart und emotionslos, dabei aber professionell und gerecht. In sehr seltenen Momenten sogar humorvoll oder mit einem Lächeln auf den Lippen.
Am 25. Juli 2000 begann mit dem Absturz der Concorde der Höhenflug von Dorothea Lehberger. Erstens: Weil sie das Team zur Identifizierung der deutschen Passagier leitete und diese sensible Aufgabe mit Tempo und Fingerspitzengefühl meisterte. Zweitens: Weil sie sich dabei auch ins richtige Licht zu setzen wusste. Drittens: Weil sie sich mit der Beförderung zur Kriminaloberrätin in Berlin ihr eigenes Baby schuf: Ihre Cold Case-Abteilung. Wo sonst macht sich solch eine Elite-Einheit besser, als in der Hauptstadt? Gegen alle Widerstände setzte Dorothea Lehberger die Gründung der IEK  durch. Weil sie es für unbedingt notwendig erachtete. Sie ist eine Gerechtigkeitsfanatikerin. Ungeklärte Verbrechen erträgt sie nicht. Niemand darf eine Straftat begehen und einfach so davonkommen.

Ein strenger Vater, Offizier bei der Bundeswehr, und ihre Mutter eine sanfte, von ihrem Ehemann abhängige Hausfrau. So wie sie wollte Dorothea auf keinen Fall enden. Und wurde deswegen zum Papa-Kind, wurde wie er diszipliniert, strategisch geschickt und zielgerichtet. Und wurde seinetwegen eine glühende Anhängerin der Gerechtigkeitstheorien der Aufklärung, insbesondere der von Immanuel Kant. Was dazu führte, dass die Lehberger unbedingt zur Polizei wollte. Ihre Karriere verfolgte und verfolgt sie daher überzeugend und zielstrebig.

Von ihren Kollegen wird sie gefürchtet und respektiert. Von allen. Ob sie unter, neben oder über ihr stehen. Die Lehberger verfügt über genau die richtige Mischung aus Diplomatie und Ellenbogen, kann so gut wie jeden an die Wand taktieren. Im internen Umgang mit dem Team hält sie sich, natürlich bestens informiert, im Hintergrund, und lässt ihr Team an der langen Leine laufen, um sich nicht im Alltagsgeschäft aufzureiben, im entscheidenden Moment aber umso wirkungsvoller und überraschend eingreifen zu können.

Doch nicht nur im Job ist die Lehberger ein Machtmensch, sie spielt auch gerne in Beziehungen zu Männern damit. Testet diskret aus, ohne sich und ihr Geheimnis auch nur im Ansatz zu verraten, wo da was geht.

Inga Biehl (39), Kriminaltechnikerin und –biologin

Inga ist die geborene Wissenschaftlerin. Ihre Leidenschaft gilt ihrer Arbeit. Ansonsten ist sie nüchtern, rational und kontrolliert, wobei sie diese Eigenschaften durchaus als Kompliment versteht, zeichnen sie in ihren Augen doch den echten Wissenschaftler aus. Dass sich hinter dieser Haltung ihre Unfähigkeit versteckt, für andere Menschen Empathie zu empfinden, und auf sie zuzugehen, weiß sie selbst am besten. In der Schulzeit wurde sie als Streberin abgestempelt und hat als Einzelgänger bitter dafür gebüßt.

Unter den Spezialisten der IEK fühlt sich Inga zuhause. Zu Katrin hat Inga ein zwiespältiges Verhältnis. Einerseits weiß sie das Können der neuen Kollegin zu schätzen, andererseits ist ihr die emotionale Art fremd, die Katrin den Fällen und Kollegen gegenüber an den Tag legt. Und dennoch bewundert sie Katrin eben genau dafür.

Samira Vaziri (32), Kriminaltechnikerin und -biologin

Samira wollte schon früh wissen, wie hoch sie die Karriereleiter erklimmen kann. Sehr hoch! Binnen kürzester Zeit ist sie von einer Kriminaltechnikerin und –biologin zu einer leitenden Position des Kriminaltechnischen Instituts beim BKA in Wiesbaden aufgestiegen.
Als Vertreterin des BKA kommt sie in der 4. Folge wegen eines Falls nach Berlin, der genauso hohe Wellen schlägt wie ihr Erscheinen in der IEK: Frauen wollen Samira zur besten Freundin haben und Männer wollen sie auf der Stelle heiraten. So auch Mirko - das ist allerdings mittlerweile  Jahre her. Beide haben sich nach dem Abschluss der Ausbildung kennengelernt und waren fünf Jahre lang ein Paar. Damals, mit Anfang zwanzig, schien alles möglich - Familie, Kinder, gemeinsam alt werden. Wäre da nicht die fatale Frage gewesen, wer von beiden für diesen Traum von der Zukunft beruflich zurücksteckt. Doch weder Samira noch Mirko waren dazu in der Lage, denn ihre Arbeit war mehr als nur ein Beruf, sie war Teil ihrer selbst. Vielleicht fehlte ihnen damals auch nur das letzte Quäntchen Mut, um doch zu springen. Sie haben es nicht getan, und die berufliche Laufbahn hat sie vor sieben Jahren erst nur räumlich und dann auch in der Liebe auseinander gebracht.

Für die Lehberger wird Samira nach Katrin der zweite Top-Transfer für ihr Team. Denn Samira ist verdammt gut. Eine der Besten auf ihrem Gebiet.

Samira hatte eine behütete Kindheit. Aufgewachsen auf dem Lande in Niedersachsen, liebende Eltern, die aus dem noch unter dem Schah regierten Iran emigrierten. Samira ist im Umgang mit Problemen und Menschen geschmeidig, zielorientiert und wenn es sein muss auch manipulativ.

Zu Tätern, Opfern und Hinterbliebenen hat sie eine klare Haltung: Verbrechen müssen bestraft werden. Sie ist jedoch in erster Linie Wissenschaftlerin und ihre Leidenschaft gilt der Lösung des Rätsels. In der Spurenanalyse ist sie eine Perfektionistin. Jedes Partikel wird von ihr solange untersucht, bis sie es einordnen kann. Täter können lügen, Zeugen können sich irren, aber Spuren sagen immer die Wahrheit – das ist Samiras Devise.

Rufus Haupenthal (37), rechtsmedizinischer Assistent

Rufus – interessiert, meist entgegenkommend, aber manchmal auch launisch. Er ist ein guter, mitdenkender Assistent, der auch nicht mehr sein will. Bis jetzt zumindest nicht.
Wie tot - so fühlt sich Rufus in letzter Zeit. Weil er aus einer unreifen Romantik heraus zu früh geheiratet hat. Rufus liebt seine Frau und seine Kinder, die 12-jährigen Zwillinge und die 2jährige Nachzüglerin. Als  Scheidungskind in der damaligen DDR großgeworden hat er sich geschworen, es einmal besser zu machen. So ist es für ihn auch selbstverständlich, sich die Betreuung der Kinder mit seiner Frau zu teilen. Doch seit seine Frau als Beamtin im höheren Dienst erfolgreich ist, liegt die Kinderbetreuung immer mehr bei ihm. Sie verdient schlicht mehr, ein Umstand, der in heutigen Zeiten für Familien nicht zu unterschätzen ist. Und sie weiß diese Tatsache auszuspielen. Dieser selbst errichtete Käfig lässt ihn bisweilen leiden und unglücklich sein.

Dennoch hat Rufus bei der Arbeit für alle Probleme ein offenes Ohr. Und falls es im Team mal richtig kracht, ist er der Vermittler. Selbst wenn er einen seiner Schlechte-Laune-Tage hat. Weil ihn das von seinen Problemen und der inneren Leere ablenkt. Als Assistenzarzt war seine Meinung bisher selten gefragt. Bei Katrin ist das anders. Sie fördert und fordert ihn. Für Rufus eröffnet sich durch sie eine neue Perspektive. Es kehrt wieder etwas mehr Zufriedenheit in ihn ein, und er spürt, dass er etwas verändern muss. Ob er nicht doch noch einmal ein Facharztstudium zum Rechtsmediziner in Angriff nehmen soll? Oder vielleicht doch aus seiner Ehe ausbrechen?

Rufus Unentschiedenheit und der fehlende Mut, Dinge direkt anzusprechen, werden zu einer bitteren Erfahrung für ihn.

Jannik Meissner (25), Kriminalkommissar

Jannik - begeisterungsfähig, jugendlich unbekümmert, charmant und talentiert. Als Jahrgangsbester der Kommissarausbildung hat er den direkten Sprung in die IEK geschafft. Hier merkte er schnell: grau ist alle Theorie. Um ein guter Ermittler zu werden, braucht es Erfahrung. Als Assistent von Mirko ist er auf dem besten Weg, diese zu sammeln.

Jannik kommt aus einem Dorf in der Uckermark, knapp 60 km von Berlin entfernt. Seine Eltern haben dort eine Tierarztpraxis. Viel Arbeit, viel Geld und wenig Zeit für ihren Sohn. Deswegen waren sie auch viel zu weich und nachsichtig mit Jannik, verwöhnten ihn nach Strich und Faden. Obwohl Jannik ständig Mist baute, war er es gewohnt, dass ihn seine Eltern aus jedem Schlamassel herausholten.

Jannik hat die Kurve trotzdem noch bekommen. Dank des Dorfpolizisten, der ihn einfach mal eine Nacht hinter Gitter sperrte. Danach hat Jannik von selbst aufgehört, den halbstarken Querulanten zu spielen. Jannik riss sich zusammen, machte ein gutes Abitur und besuchte die Polizeifachhochschule, die er – wie schon gesagt – als Jahrgangsbester abschloss.

Jannik sog die digitale Welt quasi mit der Muttermilch ein. Er ist immer im Netz, online und am Handy. Er hat einen eigenen Blog. Für seine direkte Art und seinen holprigen Charme lieben ihn alle. Sogar die Lehberger, die Jannik auf besondere Weise in ihr Herz geschlossen hat.

Bei allem Engagement, dass Jannik bei der Arbeit zeigt, könnte er nicht sagen, dass dies lebenslang sein Job sein wird. Die Leben hält so viele Möglichkeiten bereit, die er in seinem Alter noch nicht abschreiben will.

Interview mit Valerie Niehaus (Dr. Katrin Stoll)

Sie gelten als eine der vielseitigsten Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen, jetzt sehen wir Sie als Rechtsmedizinerin Dr. Katrin Stoll. Was macht diese Rolle so spannend?
Katrin Stoll ist ein Koryphäe der Rechtsmedizin und der Anthropologie. Gleichzeitig steht sie auf der Seite der Betroffenen, da ihre eigene Familie einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Dieses Wechselspiel zwischen Kompetenz und persönlichem Einbezogensein war sehr reizvoll umzusetzen.

Wie würden Sie Dr. Katrin Stoll charakterisieren?

Katrin ist interessiert, diszipliniert und professionell, sie hat ein großes Durchsetzungsvermögen und ist ein Einzelgänger. Die Wissenschaften sind ihre großen Verbündeten, mit ihrer Hilfe erklärt sie sich die Welt und lässt eigentlich nichts anderes gelten. Gefühle schüchtern sie in gewisser Weise ein.

Finden Sie in dem fiktionalen Charakter Parallelen zu sich persönlich?

Ich selbst verlasse mich eher auf meine Lebenserfahrung. Interessiert, diszipliniert und professionell zu sein, empfinde ich allerdings ebenso wie Katrin als selbstverständlich und wie sie schöpfe ich Kraft aus dem Alleinsein. Der große Unterschied zwischen uns ist wohl, dass ich mich frei zwischen Herz und Hirn bewegen kann. Ich habe keine Angst vorm Menschsein.

Frau Dr. Stoll führt zunächst ein strenges Regiment – fängt früh an, hört spät auf, lebt für ihre Arbeit. Woher rührt dieses übermäßige Engagement?

Aus der Begeisterung für ihr Fach und Engagement in der Sache. Katrins Lebenssinn liegt in ihrer Arbeit.

Wie haben Sie sich im Vorfeld der Dreharbeiten mit dem Thema Autopsie auseinandergesetzt?

Ich habe mir in Büchern, Dokumentationen und Gesprächen mit Pathologen so viel praktische wie theoretische Erfahrung erarbeitet, wie möglich. Mit großer Begeisterung!

Was hat Sie an der forensischen Arbeit besonders beeindruckt?

Besonders beeindruckt hat mich dabei vor allem die Arbeitsethik dieser Menschen. Respekt, Empathie und fachliche Kompetenz geraten hier in ein an vielen Stellen philosophisches Miteinander. Der tägliche Umgang mit dem Tod in einer Zeit, in der schon das ganz normale, sichtbare Älterwerden unpopulär geworden ist, lässt diese Menschen zu Wahrheitshütern werden

Keine Autopsie ohne Kommissar Mirko Kiefer– keine Befragung ohne Rechtsmedizinerin Dr Katrin Stoll – die Beiden sind sich nicht unbedingt sympathisch. Was macht Kiefer dann doch so anziehend für Stoll?

Mirko Kiefer hat keine Angst vor Gefühlen. Das beeindruckt Katrin! Er ist ihr fehlendes Puzzleteil.

Nach einer gemeinsamen Nacht schickt Katrin Stoll Mirko Kiefer noch vor dem Frühstück nach Hause. Hat sie Bindungsängste? Wenn ja, warum?

Sie ist zunächst mal der entspannten Meinung, dass eine Beziehung Zeit braucht, sich zu entwickeln. Sie möchte nicht alles auf einmal und sofort. Sie erbittet sich Raum und setzt sich nicht unter Druck.

Katrin Stoll beschränkt sich nicht auf ihre eigene Tätigkeit, ständig mischt sie sich aktiv in die Ermittlungsarbeit ein und eckt damit auch an. Ist es bloße Neugierde am Fall oder ein Misstrauen in die Fähigkeit des ermittelnden Kollegen?

Es ist Neugierde und Interesse, gepaart mit einem starken Selbstbewusstsein und einer ausgewachsenen Neigung zur Übergriffigkeit.

Interview mit David Rott (Kommissar Mirko Kiefer)

Sie sind dem breiten Publikum in erster Linie aus großen TV-Produktionen wie "Der Mann mit dem Fagott" oder der "SPIEGEL-Affäre" bekannt. Jetzt gehen Sie als Mirko Kiefer in Serie – wie unterscheidet sich die Schauspielarbeit bei einer Serie zum Einzelstück?

Das Schöne an einer Figur in einer Serie ist, dass man sie länger erzählt und dadurch auch, im besten Fall komplexer, vielschichtiger gestalten kann. Beim Drehen von Spielfilmen verbringt man mehr Zeit mit Warten, bei der Serie arbeitet man im Akkord. Der Weg zur Rolle ist dadurch irgendwann deutlich kürzer, da man seine Tage von früh bis spät mit ihr verbringt.

Derzeit haben wir viele Kommissare im deutschen Fernsehen – was macht "ihren" Kommissar besonders?

Mirko Kiefer ist in einem Plattenbau in Kiel-Mettenhof aufgewachsen. Seine Entscheidung Kriminalist zu werden, ist eine Entscheidung gegen das gewaltbereite Milieu und die in dieser Umgebung naheliegenden Karrierepläne gewesen. Er hat die Gewalt die in ihm wohnt meist gut im Griff, hat sie in den Gürtel einer professionellen Ruhe und Souveränität geschnürt. Dass er nachts beizeiten verschwindet dient ihm als Ventil und den Anderen als Rätsel. Besonders machen ihn seine Stiefeletten und seine Bomberjacke.

Mirko Kiefer hat einen feinen Instinkt und scheint sein Gegenüber schnell zu durchschauen. Wissen Sie persönlich auch immer auf den ersten Blick, wen Sie vor sich haben?

Nein, gar nicht. Ich täusche mich leider oft. Es gibt Menschen, mit denen ich zu Beginn schwer aneinander gerasselt bin und mit denen ich mich dann auf lange Sicht sehr gut verstanden habe und umgekehrt. Mirko nimmt sehr viel an Menschen wahr, was nicht heißt, dass er sein Gegenüber gleich durchschaut. Ihm geht es bei Verhören so, wie jemandem, der auf Zeit einen Rubiks-Cube in seine Symmetrie bringen muss. Dabei provoziert er gerne. Das hat manchmal etwas von "mit Dynamit fischen"!

Ihre Serienfigur gilt als Verhörspezialist - haben Sie sich in Vorbereitung auf diese Rolle mit polizeilichen Verhörtechniken auseinandergesetzt? Wenn ja, wie genau?

Ich habe so viel Material der Polizei in Bezug auf Verhöre gelesen, wie ich bekommen konnte. Ich habe mir andere Kollegen bei der Arbeit als Ermittler, bzw. Verhörer angesehen. Ich habe so viel Material der Polizei in Bezug auf Verhöre gelesen, wie ich bekommen konnte. Ich habe mir andere Kollegen bei der Arbeit als Ermittler, bzw. Verhörer angesehen. Aber vor allem habe ich über den Vorgang des Verhörens, oder auch des Interviews, nachgedacht. Darüber, wie man fragt, was man fragt, was man nicht fragt, wann man etwas fragt. Ob man jemandem wie lange in die Augen schaut oder ihn gar nicht anschaut. Wie man Druck aufbaut. Wie man mit Tempo und Rhythmus umgeht. Wie mit Humor - Waffengänge eben!

Keine Autopsie ohne Kommissar Mirko Kiefer– keine Befragung ohne Rechtsmedizinerin Dr Katrin Stoll – die Beiden sind sich nicht unbedingt sympathisch. Was macht Stoll dann doch so anziehend für Kiefer?

Er mag vor Allem zu Beginn ihr Tempo, ihren Schwung und dass Sie unorthodox ist. Er sieht eine Einzelgängerin, die nur Wenigen vertraut. Das zieht ihn an!

Während Kollegin Stoll am liebsten Tag und Nacht arbeiten würde, scheint Kiefer durchaus auch einmal Feierabend machen zu können. Wie wichtig ist Ihnen persönlich eine ausgeglichene Work-Life-Balance?

Lustiges Wort. Ich arbeite gerne, aber ich bin auch gerne bei denen, die ich liebe und die ich während meiner Arbeit nicht zu Gesicht bekomme - meine Frau und meine Kinder. Umso ausgeglichener das Verhältnis von meiner Arbeit, der Arbeit meiner Frau und unserer Zeit mit den Kindern ist, umso gesünder ist es, glaube ich, auf Dauer für Alle.

Interview mit Katy Karrenbauer (Kriminaloberrätin Dr. D. Lehberger)

Mit Dorothea Lehberger spielen Sie wieder eine Hauptrolle in einer Serie – haben Sie das vermisst?

Natürlich ist es wunderbar, dass sich das ZDF für mich in der Rolle der Dr. Lehberger entschieden hat. Es macht einfach viel mehr Freude, einen Charakter für eine Serie auf einen längeren Zeitraum zu entwickeln. Somit kann man die Figur sozusagen "unterfüttern" und steht nicht so sehr unter dem Druck, alles immer auf einmal spielen zu müssen und das, ja, habe ich sehr vermisst.

Wie würden Sie Ihre Filmfigur charakterisieren?

Frau Dr Lehberger ist eine Führungspersönlichkeit, die sehr besonnen ist, sich ungern in die Karten schauen lässt, teils streng mit ihrem Team und ihren Mitarbeitern umgeht, aber immer für diese einstehen würde. Sie übernimmt Verantwortung für das Tun Ihrer Mitarbeiter und stärkt ihnen den Rücken, auch manchmal gegen ihre eigene Überzeugung. Beim Team kam es ihr vor allem darauf an, die Besten aus ihren jeweiligen Bereichen einzustellen.

Wieviel Katy Karrenbauer steckt in Dorothea Lehberger – wieviel Dorothea Lehberger steckt in Katy Karrenbauer?

Ähnlich wie Fr Dr. Lehberger bin ich selbst in der Lage, mit Menschen umzugehen und auch ein Team zu führen, mich aber auch darin einzufinden. Da ich in den 80ern fünf Jahre lang ein eigenes Theater mitgeleitet habe, weiß ich um meine Stärken in diesem Bereich. Katy ist allerdings eher diejenige, die "mit anpackt", und das schon seit jeher. Ich bin eher Macherin in meinem Leben und verlasse mich nicht gern auf das Tun anderer. Das Delegieren überlasse ich somit Frau Dr. Lehberger.

Dorothea Lehberger ist die Chefin der Abteilung und nimmt kein Blatt vor den Mund. In welcher Beziehung steht sie zu ihrem Team?

Sie leitet ihr Team, manchmal auch streng, aber sie verlässt sich auch auf dessen Stärken. Manche Frauen in Führungspositionen neigen dazu, sich zu verhalten wie Männer, weil sie glauben, es ihnen gleichtun zu müssen. Frau Dr Lehberger verlässt sich auch schon mal auf ihr Bauchgefühl, was im ersten Moment vielleicht irrational wirkt. Dennoch erleben wir sie als starke Persönlichkeit, die genau weiß, was sie tut und wohin sie ihr Team führen möchte. Alleingänge ihrer Mitarbeiter schätzt sie nicht.

Hat die Lehberger überhaupt ein Privatleben? Wie sähe das aus?

Bestimmt hat sie ein Privatleben, davon dürfen wir ausgehen, aber hierzu möchte ich nichts sagen, denn sollten die Geschichten rund um die "Spezialisten" fortgesetzt werden, wird man sicher auch in das Privatleben von Dr Lehberger blicken und das könnte spannend werden.

Bei "Hinter Gittern" war Christine Walter eine Anführerin, bei "Schnitt für Schnitt" ist Dorothea Lehberger die Frau an der Spitze. Warum, denken Sie, werden Sie gerne für Rollen besetzt, die Frauen in einer – wie auch immer gearteten – Führungsposition zeigen?

Ich denke, das liegt daran, dass ich durch das Gesamtpaket von Optik und Stimme dazu geeignet bin, glaubwürdig und überzeugend genau diese Figuren zu transportieren. Dabei ist ein ganz wichtiger Aspekt zu bedenken, der da heißt: den König spielen immer die anderen. Wenn man diese Figuren und Charaktere spielt, ist man darauf angewiesen, dass die Kollegen genau diese Position des Charakters "mitspielen". Nur so hat die Figur eine Chance, in der Außenwirkung genau das zu sein, was gewünscht ist. Eine starke Persönlichkeit. ch habe aber natürlich auch schon Rollen gespielt, in denen ich nicht auf diese Figuren abonniert war. Jede Rolle, jeder Charakter, der nicht unbedingt aalglatt und direkt durchschaubar ist, ist für uns Schauspieler eine große Freude.

Interview mit Henriette Richter-Röhl (Kriminaltechnikerin Inga Biehl)

Was hat Sie an der Rolle Inga Biehl besonders gereizt?

In erster Linie habe ich mich über die eigenen Gestaltungsmög­lichkeiten bei der Rolle gefreut. Gero und alle anderen Macher der Serie hatten gute Ideen und ich durfte dann meinen Senf dazugeben. Man wollte keine Stereotypen, das war aufregend.

Wie würden Sie Ihre Filmfigur charakterisieren?

Diese Inga hat ein massives Problem damit, mit Menschen in Beziehung zu treten. Also meidet sie diese Komplikation, wann immer es geht. Sich in die Wissenschaft zu flüchten, noch dazu in einen Bereich, wo es um Nicht-mehr-Lebendiges geht, war für diese Frau der vermeintlich rettende Schritt. Ganz heimlich sehnt sie sich wie jeder Mensch nach Wärme und Nähe, aber dieses Bedürfnis ist so tief verbuddelt, dass sie es immer leugnen würde, wenn man sie danach fragt.

Gibt es Charakterzüge an Inga Biehl, die Sie auch bei sich selbst erkennen?

Nun - eher nicht. An düsteren Tagen mag ich auch nicht mit Menschen reden oder höflich sein müssen, aber grundsätzlich mag ich das Leben und Menschen. Inga Biehl ist das, was landläufig als Nerd bezeichnet wird – Wissenschaftlerin durch und durch, sozial nur schwer kompatibel.

Wie ist ihre persönliche Beziehung zu Naturwissenschaften?

Oh, schwieriges Thema. Ich war in der Schule eine Niete in Mathe, Physik und Chemie. Daher hab ich immer einen fast einschüchternden Respekt vor Leuten in naturwissenschaftlichen Berufen. War auch beim Drehen nicht immer einfach so zu tun, als wüsste man, was man da gerade tut am Mikroskop.

Wie ist Inga Biehls Verhältnis zu ihrer neuen Chefin Katrin Stoll?

Sie hat im Grunde zunächst kein Verhältnis zu ihr. Dass Katrin so zugänglich, direkt und offen ist, irritiert Inga ziemlich. Denn solche Leute lassen sich schwer abspeisen oder ignorieren.

Man fragt sich, ob Inga Biehl ein Privatleben hat – hat sie?

Ja, hat sie! Aber das zu schildern wäre zu intim.

Interview mit Tobias Licht (Assistenzarzt Rufus Haupenthal)

Rufus Haupenthal steht gehetzt zwischen Familie und Karriere – tut er Ihnen manchmal leid?

Leidtun ist vielleicht der falsche Begriff. Man fühlt mit ihm mit, da das moderne Familienleben heute wohl so ist - sowohl für Frauen, wie für Männer. Viele dürften sich darin wiederfinden. Andererseits steht Rufus vielleicht etwas zu sehr unterm Pantoffel. Das ist natürlich seine eigene Schuld, aber wir werden ja sehen, wie er sich versucht frei zu schwimmen.

Was mögen Sie besonders an Rufus Haupenthal?

Er ist sensibel, empathisch und vor allem (unfreiwillig) komisch.

Die neue Chefin Katrin Stoll hat wenig Verständnis für Rufus Privatleben – im Grunde vertauschte Rollen. Wie behauptet er sich dennoch gegen sie?

Ich glaube, Kathrin hat eher Probleme damit, dass er nicht in der Lage ist, Grenzen zu ziehen und für sich zu entscheiden, was für ihn gerade Priorität hat. Im Laufe der Zeitscheint sie seine Marotten aber ob seiner Qualitäten und seiner sympathischen Art zu akzeptieren. Es ist also weniger so, dass er sich gegen sie behauptet, vielmehr bleibt er sowie er ist.

In Mirko Kiefer hat Rufus einen Fürsprecher – fühlt er sich manchmal bevormundet?

Selbst Rufus hat einen Rest Stolz und Würde in sich. Fürsprecher meint er nicht zu brauchen.

Sie spielen den Familienvater, haben selbst noch keine Kinder. David Rott spielt den smarten Single-Kommissar, hat privat aber eine Großfamilie. War er für Sie ein Ratgeber in Sachen Familie-Beruf-Konflikt?

Davids Familienkonstellation hat mich schon sehr beeindruckt. Ich habe aber auch einige Freunde, die zwei bis drei Kinder haben. Da konnte ich schon sehen, welche Belastungen, aber auch welches Glück damit einhergehen.

Wäre Rufus nicht gut in seinem Beruf, wäre er nicht im Team. Hat er keine Ambitionen aus der zweiten Reihe hervorzutreten und Karriere zu machen?

 Rufus wird in der Zukunft einen großen Wandel durchmachen, bei dem genau diese Themen beleuchtet werden. Erstmal muss er wieder ein "Mann" werden.

Interview mit Merlin Rose (Kriminalkommissar Jannik Meissner)

Bisher hat man Sie hauptsächlich in Rollen des adoleszenten Mannes auf der Suche nach seiner sexuellen Identität gesehen. Jetzt gehen Sie als Kriminalkommissar Jannik Meissner in Serie. Ein willkommener Bruch?

Ja, natürlich. Ich werde mit jedem Tag ein Stück erwachsener, jedenfalls äußerlich. Und meine Rollen hoffentlich auch.

Jannik Meissner ist ein absoluter Computer-Fachmann – er gehört zur Generation der early adopters. Wie ist Ihr Verhältnis zu Bits und Bytes?

Entspannt. Ich bin bestimmt kein Freak, aber meine Generation ist nicht mit der Spielzeugeisenbahn aufgewachsen, sondern mit dem Computer. Vielleicht sind wir die erste Generation, die zumindest auf diesem Gebiet einen Vorsprung an Wissen und Fähigkeiten gegenüber der Generation ihrer Eltern hat.

In der Serie unterhält Meissner nebenbei einen erfolgreichen Koch-Blog. Das wirft die Frage auf: Können Sie kochen?

Kaffee und Eier gelingen mir fast immer.

Können wir irgendwo das Rezept für die "scharfe Hühnersuppe reloaded", die Jannik aus dem alten Hühnchen-Döner zaubert, nachlesen?

Nachlesen wahrscheinlich nicht. Aber bei einer richtigen Party mit den richtigen Leuten können Sie vielleicht live erleben, was Menschen so alles essen können. Vor allem dann, wenn sie keine Abstinenzler sind.

Wie ist Janniks Verhältnis zu seinem Chef Mirko Kiefer?

Das Verhältnis zwischen Jannik und seinem Chef Mirko Kiefer ist immer eine gute Mischung zwischen einem freundschaftlichen und kollegialen Begegnen auf Augenhöhe und einer klar vorgesetzten Position von Mirko Kiefer.

Sie werden bereits als der neue Matthias Schweighöfer betitelt – wie gehen Sie damit um?

Gar nicht. Ich schätze Matthias Schweighöfer außerordentlich und bewundere seine Energie und seinen Fleiß. Aber ich bin Merlin Rose.

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